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Aus dem Nichts

Katja verliert plötzlich ihren Ehemann Nuri und ihren 8-jährigen Sohn Rocco. Beide sind einem Anschlag auf Nuris Übersetzungsbüro in Hamburg zum Opfer gefallen. Da Nuri kurdische Wurzeln hat und wegen Drogenhandel im Gefängnis war, vermutet die Polizei, dass es sich um einen Racheakt unter “Ausländern“ handelt.

Aus dem Nichts

Doch Katja hat vor dem Laden ihres Manns eine junge blonde Frau gesehen, die dort ein Fahrrad mit viel Gepäck abstellte. Tatsächlich befand sich die Bombe auf dem Fahrrad und die junge Frau wird zusammen mit ihrem Ehemann festgenommen. Beide sind Neonazis und die Beweislage spricht dafür, dass sie die Täter sind. Doch das Ehepaar wird freigesprochen. Die ohnehin am Rande des Nervenzusammenbruchs stehende Katja macht sich dran, selbst für Gerechtigkeit zu sorgen…

Aus dem Nichts

Mit Aus dem Nichts erzählt Fatih Arkin (Tschick, The Cut) auch einen Rachethriller im US-Stil, doch zugleich ist die Geschichte fest in der bundesrepublikanischen Wirklichkeit verankert. Der Film verarbeitet die NSU-Attentate und ist sehr sachlich bei der Schilderung der Gerichtsverhandlung, was sicherlich auch dem Co-Drehbuchautor Hark Bohm (Nordsee ist Mordsee) geschuldet ist, der Jura studiert hat.

Aus dem Nichts

In der Hauptrolle brilliert der deutsche Hollywood-Star Diane Kruger (Inglourious Basterds). Als Katja vermittelt sie sehr nachfühlbar, die Fassungslosigkeit angesichts von Tat und Gerichtsurteil. Wie sie schließlich darauf reagiert, das ist ebenso radikal wie konsequent. Akin gelang ein Film, der – sehr viel stärker noch als die gerichtliche Aufarbeitung – dazu beitragen dürfte, dass die Opfer der NSU-Attentate nicht in Vergessenheit geraten.

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Tschick

1978 erzählte Hark Bohm in „Nordsee ist Mordsee“, wie ein deutscher und ein asiatischer Jugendliche nicht nur davon träumten (wie Udo Lindenberg im Titelsong singt) “ein Segelboot zu klau’n und einfach abzuhau‘n“. Auch in Wolfgang Herrndorfs zwei Millionen mal verkauften Erfolgsroman “Tschick“ gelingt es einem deutschen und einem asiatische Heranwachsenden der alltäglichen Tristesse für eine Weile zu entkommen und dem Leben ein paar spannende Tage abzutrotzen.

Tschick

Am Drehbuch zur Verfilmung  von “Tschick“ war Hark Bohm beteiligt und Udo Lindenberg ist jetzt Richard Claydermann, dessen Superschnulze “Ballade pour Adeline“ die Ausreißer Maik Klingenberg und Andrej „Tschick“ Tschichatschow immer wieder im Kassettenrecorder ihres geklauten Ladas hören.

Tschick
Inszeniert hat das Ganze der vielseitig talentierte Fatih Akin (“Gegen die Wand“, “Soul Kitchen“), der erst kurz vor Drehbeginn für David Wnendt (“Er ist wieder da“) einsprang. Der Film beginnt als recht sensible Sozialstudie eines Jungen, dem es nicht gelingt in seiner Schulklasse “dazuzugehören“.

Tschick

Maiks neuer Mitschüler, der klobige Russlanddeutsche Tschick, versucht dies gar nicht erst. Als die Ferien anfangen, beginnt ein Abenteuer, denn Tschick fährt bei Maik mit einem geklauten Lada vor und beide brechen zu einer Odyssee durch Ostdeutschland auf.

Tschick

Quasi als Update zu “Nordsee ist Mordsee“ gelang Akin und seinem hochmotiviertem Team ein ebenso spannendes wie komisches Road Movie, das dazu einlädt “einfach abzuhau‘n“ und sei es nur für zwei Stunden ins (Heim-)Kino.

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