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Ach Egon!

Der kinderlose Kinderarzt Waldemar Weber (Gunther Philipp) erfährt eines Tages, dass er der Vater eines schon reichlich ausgewachsenen Jungen ist. Egon Kummer (Heinz Erhardt) ist zwar nicht der leibliche Sohn von Waldemar, der als junger Student eine erkrankte alte Dame aus Mitleid und Geldnot heiratete, doch der St. Pauli-Entertainer und seine drei Schimpansen Kiki, Koko und Kaka stiften reichlich Verwirrung.

Ach Egon!

Diese Verfilmung des bewährten Bühnenschwanks Hurra, ein Junge ist das ideale Betätigungsfeld für Heinz Erhardt, der im Rahmen einer konventionellen Verwechslungskomödie alle Register seines beträchtlichen Könnens ziehen kann. Herausragend ist seine temperamentvoll interpretierte Mördernummer Der fabelhafte Egon (Es ist wunderbar, es ist fabelhaft, wie der Egon das mit den Damen macht) zu der er als Damenimitator auch noch wie wild auf High Heels durch einen Nachtclub tanzt.

Ach Egon!
Auch verbal enthält der Film einige der schönsten Wortspiele Erhardts, wie z. B. dieses schöne Gedicht:
„Es saß an dem Bache, eine schöne Maid,
die wusch sich die Füße,
es wurde höchste Zeit,
das Wasser ward so kalt,
nun wäscht sie sich die Füße – nicht mehr so bald.“

Ach Egon!

Der Begriff “Juwelen der Filmgeschichte“ mag für Wolfgang Schleifs schwarzweiße Komödie von 1961 etwas hochgegriffen sein. Dennoch ist es sehr erfreulich, dass dieser durchaus zu  den Meisterwerken von Heinz Erhardt gehörende Kinofilm in guter 16:9-Bildqualität auf Blu-ray veröffentlicht wurde. Auch die Aufmachung mit Schuber, 24-seitigen Booklet und dem originellen Trailer kann sich sehen lassen.

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Film ab: Heinz Erhardt

Zum 90. Geburtstag von Heinz Erhardt erschien dieses sehr schön aufgemachte Buch, das sich in aller Ausführlichkeit mit den Filmen des großen Komikers und Wortspielers auseinandersetzt. Anfang der 80er-Jahre waren dessen meist 30 Jahre zuvor entstanden Filmwerke wie Ach Egon! oder Der Haustyrann große Erfolge in den bundesdeutschen Programmkinos. Hier gibt es durchaus Parallelen zum nahezu zeitgleichem Studentenkino-Erfolg der Filme mit den Marx Brothers.

Film ab: Heinz Erhardt

Genau wie Groucho, Harpo und Chico (mit denen er in Drillinge an Bord sogar zahlenmäßig gleichzieht) gelingt es auch Heinz Erhardt immer wieder die eigentlich spießige Handlung von Filmen wie Vater, Mutter und neun Kinder oder Witwer mit fünf Töchtern durch unerwartete lustige Einfälle aufzubrechen und manchmal sogar ein wenig anarchistisch zu sein. Der Wortwitz von Erhardt ist dabei zwar sehr viel weniger böse als der von Groucho Marx, aber nicht minder ausgefeilt.

Film ab: Heinz Erhardt

Im vorliegende Buch beschäftigt sich Manfred Hobsch chronologisch mit den 39 Kinofilmen, die zwischen 1949 (Gesucht wird Majora) und 1971 (Willi wird das Kind schon schaukeln) entstanden. Besonders interessant sind dabei die jeweiligen Filmkritiken. Anlässlich der Wiederaufführung von Immer die Radfahrer hat die linke Zeitschrift Konkret in diesem harmlosen Filmchen mit Hans-Joachim Kulenkampff und Erhardt als „Likörfabrikant Fritz Eilers“ unter anderem „faschistische Ordnungs- und Ehrbegriffe“ entdeckt.

Film ab: Heinz Erhardt

Nicht schlecht ist auch das Zitat aus dem Progress-Filmprogramm der DDR (längst nicht alle westdeutschen Filmproduktionen kamen dort in die Kinos) in der ein ebenfalls eher harmloses Filmchen wie Der müde Theodor mit Erhardt als „Marmeladenfabrikant Theodor Hagemann“ zur Satire auf den Großkapitalismus verklärt wurde. Dies beweist die Vielfältigkeit Heinz Erhardts, der gleichzeitig als Steigbügelhalter und als Totengräber des Kapitalismus herhalten darf.

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Der Haustyrann

Der Kaffeehausbesitzer Paul Perlacher terrorisiert nicht nur seine Schwester und seine Tochter, die bei ihm wohnen. Gegen die Mieter seines Hauses geht er sogar regelmäßig gerichtlich vor. Nachdem Perlacher einen Prozess verliert, schreibt er einen wüsten Beleidigungsbrief an den Richter. Als er vor Gericht kein Einsehen zeigt, wird er zu einer Haftstrafe verurteilt und dies ist sogar seinen ehemaligen Widersachern zu viel…

Der Haustyrann

Der Bühnenschwank Das Ekel wurde bereits 1931 mit Max Adalbert,1938 von Heinz Deppe mit Hans Moser und 1957 mit Willy Millowitsch fürs Fernsehen verfilmt. Die Titelrolle des penetranten Nörglers lässt Heinz Erhardt im erneut von Heinz Deppe inszenierten Film nur recht wenig Raum für schräge Wortspielereien.

Der Haustyrann

Stattdessen kann der Komiker als Charakterdarsteller punkten, der vor allem im Zusammenspiel mit seiner Kontrahentin Grete Weiser brilliert. Ein weiteres Plus des gelegentlich sogar etwas subversiven Filmes ist der belustigende 50er-Jahre Look, während die Schnulzen, die Willy Hagara zum Besten gibt, nicht so recht zur Handlung passen wollen.

Der Haustyrann

Der Begriff “Juwelen der Filmgeschichte“ mag für Heinz Deppes schwarzweiße Komödie von 1959 etwas hochgegriffen sein. Dennoch ist es sehr erfreulich, dass auch dieser nicht zu den ganz großen Meisterwerken von Heinz Erhardt gehörende Kinofilm in bester (Voll-) Bildqualität auf Blu-ray veröffentlicht wurde. Auch die Aufmachung mit Schuber, 24-seitigen Booklet und dem Video „Striptease-Susi“ kann sich sehen lassen.

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