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Mit Schirm, Charme und Melone

Was 1961 als live gesendete Krimiserie um den Arzt Dr. David Keel (Ian Hendry) begann, der mit Hilfe des Geheimagenten John Steed (Patrick Macnee) den Tod seiner Verlobten rächen will (daher der Originaltitel The Avengers) wollte, entwickelte sich zur wohl beliebtesten englischen TV-Serie.

Mit Schirm, Charme und Melone

Doch dies geschah erst als 1965 eine gewisse Emma Peel auftrat und die in der zweiten und dritten Staffel neben Macnee agierende Honor Blackman ersetzte. Diese strebte eine Kinokarriere an und ergatterte immerhin die weibliche Hauptrolle im James-Bond-Film Goldfinger. Auch “Emma Peel“ Diana Rigg und „John Steed“ Patrick Macnee waren später in den Bond-Filmen Im Geheimdienst ihrer Majestät bzw. Im Angesicht des Todes zu sehen, doch das ist eine andere Geschichte.

Mit Schirm, Charme und Melone

In Deutschland bekamen The Avengers den schönen – und genau genommen sehr viel besser passenden – Titel Mit Schirm, Charme und Melone. Auch die deutsche Bearbeitung wurde sehr sorgfältig realisiert  und glänzte durch amüsante Dialoge, sowie die markanten Stimmen von Gert Günther Hoffmann und Margot Leonard. Die immer mit einer gewissen Ironie erzählten Abenteuer des distinguierten Gentleman John Steed und der oft in engen Lederoutfits steckenden Karate-Lady Emma Peel erreichten in den 60er Jahren im ZDF Einschaltquoten von über 50 %.

Mit Schirm, Charme und Melone

Mit Schirm, Charme und Melone wurde ab 1967 in Farbe gedreht, um die urbritische Serie auch für das US-Fernsehen interessant zu machen. Die Geschichten wurden fortan nicht nur bunter, sondern auch deutlich abgedrehter. Während zuvor noch halbwegs realistische Spionage-Geschichten erzählt wurden, bekam die Serie nun einen spleenigen Science-Fiction-Touch. In knallbunten Kulissen versuchten kauzige Verbrecher Emma Peel und John Steed das Leben schwer zu machen. Doch die beiden Topagenten behielten ihre britische Coolness und lösten die nicht ganz ernst gemeinten Kriminalfälle mit Eleganz und Ironie.

Mit Schirm, Charme und Melone

Im Treppenhaus vor John Steeds Wohnung traf Emma Peel 1969 auf ihre Nachfolgerin Tara King. Sie rät dieser den Tee von John Steed immer entgegen dem Uhrzeigersinn umzurühren. Anschließend steigt sie ins Auto ihres verschollen geglaubten Ehemanns Peter Peel, der John Steed erstaunlich ähnlich sieht. Dies ist der Abschluss der Episode Auf Wiedersehen, Emma mit dem letzten Auftritt von Diana Rigg, die dem Fernsehen wegen ihrer Liebe zum Theater den Laufpass gab.

Mit Schirm, Charme und Melone

Auf Wiedersehen, Emma eröffnet die sechste Staffel Mit Schirm, Charme und Melone und stellt Emma Peels Nachfolgerin vor. Tara King wurde von der in Toronto geborenen Darstellerin Linda Thorson verkörpert. Die meisten Fans von Mit Schirm, Charme und Melone sind sich einig, dass die Serie fortan weniger reizvoll war. Die Chemie zwischen Linda Thorson und Patrick Macnee als John Steed stimmte nicht, es fehlten die verspielten kleinen Flirtszenen. Die seltsamen Outfits der eher burschikosen Thorson waren – im Gegensatz zu Emma Peels Garderobe (körperbetonende Stretchanzüge hießen fortan Emmapeeler) – alles andere als stilbildend. Auch der füllige Patrick Newell in seiner wiederkehrenden Rolle als Geheimdienstchef “Mutter“ war keine Verbesserung.

Mit Schirm, Charme und Melone
Die Kriminalfälle blieben jedoch herrlich skurril, so agierten z. B. in der Episode Vor Clowns wird gewarnt (mit einem köstlichen Gastauftritt von John Cleese!) wild herumhüpfende Zirkus- und Variete-Artisten als Mörder. 1976 schließlich startete unter dem Titel The New Avengers eine Nachfolgeserie, die es auf 26 Folgen brachte und in der Patrick Macnee an der Seite von Mike Gambit (Gareth Hunt) und Purdey (Joanna Lumley) zu sehen war. Noch peinlicher geriet 1998 ein Kinofilm in dem Ralph Fiennes als John Steed und Uma Thurman als Emma Peel gegen den von Sean Connery verkörperten schurkischen Schotten Sir August de Wynter antreten mussten.

Mit Schirm, Charme und Melone

Doch zum Glück liegen die immer noch äußerst sehenswerten Episoden aus der Hochzeit von Mit Schirm, Charme und Melone in sehr empfehlenswerten DVD- und Blu-ray-Editionen vor!

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Goldfinger

James Bond wird auf die Fährte eines verbrecherischen Genies gesetzt, das die Goldreserven von Fort Knox in seinen Besitz bringen will. Bonds Gegner Goldfinger ist der Mann, der seine abtrünnig gewordene Geliebte tötet, indem er sie mit Goldlack überzieht. Mit Hilfe von Pussy Galore will Bond den Raub des Goldes vereiteln.

Goldfinger
© United Artists / Twentieth Century Fox

Nachdem die ersten beiden Bondfilme von Terence Young inszeniert wurden, stellt dieser Film einen Kurswechsel innerhalb der Reihe dar. Young setzte stark auf Atmosphäre und trotz spektakulärer Actionszenen wirkten Dr. No und Liebesgrüsse aus Moskau immer noch realistisch und oft auch etwas düster. James Bond musste bei Young ganz schön hart kämpfen, um seine Siege zu erlangen.

Goldfinger
© United Artists / Twentieth Century Fox

Bei Goldfinger übernahm Guy Hamilton das Steuer und er schuf ein überlebensgroßes Spektakel, das irrsinnig erfolgreich wurde und daher fortan die Richtung der Serie bestimmte. In den folgenden Filmen wurden größenwahnsinnige Schurken, gewaltige Kulissen und spektakuläre Stunts mindestens genauso wichtig wie die Figur des James Bond. Dadurch wurde 007 oft zu einem besseren Reiseleiter degradiert. Bereits im auf Goldfinger folgenden Film Feuerball, bei dem Terence Young ein letztes Mal Regie innerhalb der Reihe führen sollte, ist Sean Connery anzumerken, dass ihm die Rolle des 007 nicht mehr allzu viel Spaß macht.

Goldfinger
© United Artists / Twentieth Century Fox

Die folgenden Bond-Filme versuchten die Erfolgsformel von Goldfinger zu kopieren und die Serie wurde dadurch oft klamaukiger als nötig. Wenn jedoch die eher negativen Auswirkungen ignoriert werden, die dieser Film auf die Bond-Serie hatte, dann ist Goldfinger für sich betrachtet  ein Meisterwerk. Sehr schnell und abwechslungsreich wird von Bonds Konfrontationen mit Auric Goldfinger und dessen Helfern (darunter der zylinderwerfende Asiate Oddjob) erzählt, die einen Angriff auf Fort Knox und die dort gelagerten gesamten Goldvorräte der westlichen Welt planen und durchführen.

Goldfinger
© United Artists / Twentieth Century Fox

Die Möglichkeit den Titelsong eines James Bond Filmes zum Hit zu machen und dadurch wiederum für den Film zu werben wurde erstmals in Goldfinger erfolgreich in die Tat umgesetzt. Der von Shirley Bassey mit viel Power interpretierte von John Barry komponierte Titelsong verkaufte sich als Single in den USA mehr als eine Million Mal und führte dazu, dass die Sängerin auch bei Diamantenfieber und Moonraker zum Einsatz kam.

Goldfinger
© United Artists / Twentieth Century Fox

Goldfinger ist genau wie seine beiden Vorgänger eine noch recht werkgetreue Adaption von Ian Flemings Romanvorlage, die jedoch etwas modernisiert wurde. Anstatt das Gold aus Fort Knox zu stehen, was logistisch so gut wie unmöglich ist, will Goldfinger es atomar verstrahlen und dadurch selbst noch reicher werden. Aus der im Buch enthaltenen Kreissäge wurde ein Laser und der Dialog hierzu gehört zum Schönsten der ganzen Serie: James Bond (gefesselt, der Laser brennt sich unaufhaltsam auf ihn zu): „Erwarten Sie von mir, dass ich rede?“ Goldfinger: „Nein, Mr. Bond. Ich erwarte von Ihnen, dass Sie sterben.“

Goldfinger
© United Artists / Twentieth Century Fox

Extras der DVD-Edition: Extratonspur mit Kommentaren von allen möglichen an der Herstellung des Filmes beteiligten Personen (Sean Connery ist übrigens nicht dabei), wie alle Extras wahlweise mit deutschen und englischen Untertiteln; Audiokommentar von Guy Hamilton; „Making of Goldfinger“: ein umfassender 25-minütiger Einblick in die Entstehung des Filmes; „Das Goldfinger Phänomen“: Eine 28-minütige Dokumentation; Werbe-Feature mit Harold Sakata (2:06 min); Promotour mit dem Auston Martin (11:12 min); Honor Blackman Interview von 1964 (3:48 min); Sean Connery am Set (3:03 min); Probeaufnahmen von Theodore Bikel (5:23 min) und Tito Vandis (4:01 min) für die Rolle von Goldfinger; „Missionskontrolle“: Thematisch gegliederte Zusammenstellung einiger besonders markanter Szenen, hervorzuheben ist die Möglichkeit die Titelsequenz ohne den Text bzw. die Credits zu betrachten; Galerie mit 240 thematisch geordneten Fotos und Plakaten aus aller Welt; englischer Kinotrailer (3:01 min, 16 : 9, anamorph, Mono); Original Werbebericht in schwarzweiß (3:05 min); TV-Spot (2:59 min); zwei TV-Spots zum Double Feature „Goldfinger/Dr. No“ (0:59 min und 0:20 min); Radiowerbung (21:30 min); Radio-Interview mit Sean Connery (11:43 min); 8-seitiges farbiges Booklet

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