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Im tiefen, tiefen Wald

Pennsylvania in den 90er-Jahren: Seltsame Dinge gehen vor in dem Städtchen Shudder-To-Think. Die beiden Teenager Octavia und Eldora können sich nach einem Kinobesuch nicht mehr an den Film erinnern.

Im tiefen, tiefen Wald
Panini Softcover

Doch das erscheint wie eine Bagatelle, angesichts ihrer Erlebnisse auf dem Heimweg, der durch einen tiefen, tiefen Wald führt. Dort treffen die Mädchen auf eine Art Hirsch-Zentauren und immer wieder auf menschlichenähnliche Wesen, denen scheinbar die Haut abgezogen wurde…

Im tiefen, tiefen Wald

Einst stand Shudder-To-Think unter der Fuchtel der Kohle-Industrie. Die Bevölkerung riskierte ihr Leben bei der Arbeit in den Minen und ruinierte sich durch staubige Luft die Gesundheit. Richtig unheimlich wurde es jedoch erst, als die Minen Feuer fingen und die unterirdischen Brände noch Jahre später nicht gelöscht waren. Doch das Leben ging scheinbar ganz normal weiter…

Im tiefen, tiefen Wald

Die aus sechs US-Heften bestehende Miniserie Im tiefen, tiefen Wald erschien beim DC-Unterlabel Hill House Comics. Dieses steht unter der Oberaufsicht von Joe Hill – muss noch erwähnt werden, dass dieser Stephen Kings Sohn ist? – der die Reihe mit der von ihm verfassten und vom Italiener Leomacs gezeichneten Comic-Reihe Ein Korb voller Köpfe spektakulär eröffnet hat.

Im tiefen, tiefen Wald

The Low, Low Woods ist eine feministische Horror-Geschichte, bei der Männer, zumindest als Individuen, kaum vorkommen. Doch das gesellschaftspolitische Sendungsbewusstsein der homosexuellen Autorin Carmen Maria Machado steht dem Grusel-Faktor nicht im Wege, ganz im Gegenteil. Die einfühlsame Schilderung der Kleinstadt-Atmosphäre und der Gefühlswelten der beiden jugendlichen Protagonistinnen, erinnert an Geschichten von Ray Bradbury, wie etwa Das Böse kommt auf leisen Sohlen.

Im tiefen, tiefen Wald
Panini Hardcover

Optimal dazu passen die Bilder der griechischen Zeichnerin Dani, die kleinteilig arbeitet, wenn Machado was zu erklären hat. ,Für bedrohliche Sequenzen findet Dani hingegen ebenso großartige wie großzügige Seitenlayouts, die oft ganz ohne Worte auskommen.

Im tiefen, tiefen Wald

Mit der zeitgleichen Veröffentlichung von Im tiefen, tiefen Wald, sowie der Mini-Serie Das Puppenhaus von M. R. Carey und Peter Gross bewies Joe Hill, dass er als Herausgeber ein ebenso gutes Händchen, wie als Autor hat.

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Die Schlangengrube und das Pendel

Deutschland im Jahre 1801: Graf Regula wird wegen des Mordes an zwölf Jungfrauen gevierteilt, vorher schwört er noch sich am Richter und der Hauptzeugin bitter zu rächen. Viele Jahre später werden der Advokat Roger Mont-Elise und die Baroness Lilian in ein abgelegenes Schloss eingeladen. Inmitten grausigster Folterinstrumente wird dort die Wiedergeburt von Graf Regula vorbereitet und auch das Blut einer dreizehnten Jungfrau wird noch benötigt.

Die Schlangengrube und das Pendel

1967 wurde versucht in Westdeutschland neben den erfolgreichen Karl May– und Edgar Wallace-Serien auch noch eine Reihe mit klassischen Horrorfilmen zu starten. Dabei wurde eigentlich alles richtig gemacht: Als Held mit internationalem Flair fungierte “Old ShatterhandLex Barker, die bedrohte Unschuld spielte die gerade durch James Bond – Man lebt nur zweimal zu Weltruhm gekommene Karin Dor und den Horror verkörpert seinerzeit niemand besser als „Dracula“ Christopher Lee. Inszeniert hat den Film der bewährte Harald Reinl (Der Schatz im Silbersee, Der Frosch mit der Maske, Jerry Cotton: Der Tod im roten Jaguar), der wohl einzige gute deutschsprachige Action-Regisseur. Die Außenaufnahmen fanden teilweise in Rothenburg ob der Tauber statt und Peter Thomas (Raumpatrouille Orion, Jerry Cotton, Der letzte Mohikaner) sorgte für die passende Untermalung.

Die Schlangengrube und das Pendel
Trotzdem floppte Die Schlangengrube und das Pendel. Was war falsch gelaufen? Keine Ahnung, der Film ist unterhaltsamer als die meisten Beiträge zur Edgar-Wallace-Reihe und braucht sich auch optisch nicht hinter den englischen Hammer-Filmen zu verstecken. Schade, dass keine deutsche Horrorfilm-Serie auf ähnlichem Niveau entstanden ist, aber immerhin kann das Werk auf DVD und mittlerweile auch auf Blu-ray in guter Bildqualität – und wahlweise auch in englischer Sprache mit den Originalstimmen von Barker und Lee – genossen werden. Hinzu kommen noch einige bemerkenswerte Extras wie TV-Berichte aus den 60er-Jahren!

Die Schlangengrube und das Pendel

Extras der DVD-Veröffentlichung von 2005: Zwei schwarzweiße Fernsehberichte: „Ein Grusical wird gedreht“ (2:41 min) und „Neues vom Film“ (3:52 min); Zwei verschiedene Super-8-Kurzfassungen: „Die Burg des Grauens“ (15:41 min) und „Die Schlangengrube des Dr. Dracula“ (15:28 min);  Deutscher Trailer (3:05 min); Bildgalerie (3:04 min): Bio- und Filmografie zu Lex Barker, Karin Dor, Christopher Lee und Harald Reinl; Interview mit Karin Dor als Audioaufzeichnung in sehr mäßiger Qualität (40 min); 8-seitiges Booklet mit Infos zum Film

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Sputnik

Mit Attraction gelang dem russischen Kino ein imposanter Science-Fiction-Film, der geschickt Elemente aus dem Werken von Steven Spielberg und Roland Emmerich übernahm und diese zu einem tricktechnisch imposanten, aber auch zu Herzen gehenden, Spektakel verarbeitete. An der Produktion wirkte Egor Abramenko mit, der dadurch motiviert wurde, sein eigenes Science-Fiction-Ding zu machen.

Sputnik

Abramenko leugnet nicht, dass Ridley Scotts Alien ein großer Einfluss war. Doch Sputnik bekommt einen sehr eigenen Touch dadurch, dass die Handlung 1983 zur Zeit des Kalten Kriegs in der Sowjetunion spielt. Eine Raummission endet in einer Katastrophe, bei der einer der beiden Kosmonauten stirbt, während Kommandant Weschnjakow mit schweren Verletzungen in eine abgelegene Forschungsanstalt eingewiesen wird.

Sputnik

Dort erholt sich Weschnjakow zwar recht schnell, doch ohne Zweifel hat er sich verändert. Die für ihre unorthodoxen Methoden bekannte Psychologin Tatjana Juriewna soll den Kosmonauten untersuchen. Der jungen Frau wird sehr schnell klar, dass sich im Körper von Weschnjakow ein außerirdisches Wesen befindet. Der Kommandant der Forschungsstätte hofft, den Alien für militärische Zwecke nutzen zu können…

Sputnik

Sputnik wirkt schon durch seine liebevoll-akribische Rekonstruktion des russischen “Low-Tech“ sehr stimmungsvoll. Hinzu kommt das gelungene, angemessen fremdartige Design des Außerirdischen, der trotz eher geringer Körpergröße äußerst bedrohlich wirkt. Schauspielerisch ist der Film ebenfalls auf höchstem Niveau, was dazu beiträgt, dass über die Bedeutung der letzten Szenen noch eine ganze Weile nachgedacht werden kann…

Sputnik

Capelight Pictures hat “Sputnik“ auch als 2-Disc Limited Collector’s Mediabook. Die Edition präsentiert den Film auf DVD und Blu-ray und bietet genau wie die Einzel-Veröffentlichungen als einziges Extra den deutschen Trailer (2:22 min). Das eingebundene Buch ist sehr schön mit Fotos und Entwurfszeichnungen bebildert und enthält ein interessantes Interview mit dem Regisseur Egor Abramenko.

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Joe Hill: Ein Korb voller Köpfe

Joe Hill ist mit Romanen wie Blind oder Teufelszeug zwar ebenfalls im Horror-Genre unterwegs, hat jedoch seine eigene Stimme gefunden und sich freigeschwommen davon, der “Sohn von Stephen King“ zu sein. Dazu beigetragen hat ganz gewiss die von ihm ebenso sensible wie blutig erzählte Comic-Serie Locke & Key, die sehr beeindruckend vom chilenischen Zeichner Gabriel Rodriguez in Szene gesetzt wurde.

Joe Hill: Ein Korb voller Köpfe
Panini Softcover

Bei der aus sieben Heften bestehenden Miniserie Ein Korb voller Köpfe ist hingegen deutlich zu spüren, wie sehr Hill es genießt sich diesmal direkt im Terrain seines Vaters zu bewegen. Das fängt bereits damit an, dass die aus Kings erfolgreich als Die Verurteilten verfilmten Novelle bekannte fiktive Haftanstalt Shawshank, bzw. einige daraus entflohene Häftlinge, eine wichtige Rolle im Comic spielen.

Joe Hill: Ein Korb voller Köpfe

Die Geschichte spielt 1983 auf einer eigentlich zauberhaften Insel in Maine. Dass diese, genau wie der von Roy Scheider gespielte Polizeichef in Der weiße Hai, den Namen Brody trägt, ist ganz gewiss kein Zufall, denn an Unterwasser-Horror herrscht kein Mangel. Die Hauptfigur scheint zunächst der sympathische Liam zu sein, der den Sommer über als Deputy im Ferienparadies Brody jobbt. Er scheint dort nicht nur seinen Traumjob, sondern mit der attraktiven June Branch auch die ideale Gefährtin gefunden zu haben.

Joe Hill: Ein Korb voller Köpfe

Doch nichts ist so, wie es scheint und plötzlich bleibt June nichts anderes übrig, als sich mit einer uralten Wikinger-Axt ums bloße Überleben zu kämpfen. Dabei rollen einige Köpfe, die aber gar nicht daran denken, ihr Leben auszuhauchen, sondern weiterhin regen Anteil am blutigen Geschehen nehmen. Das klingt leicht plump, hat aber den ganz selbstverständlichen Horror-Charme der Frühwerke von Stephen King.

Joe Hill: Ein Korb voller Köpfe

Dazu trägt auch die schnörkellos-souveräne Bebilderung des Italieners Leomacs alias Massimiliano Leonardo bei, der uns in jedem der sieben Hefte mit ironisch-makabreren ganzseitigen Bildern darüber informiert, wie viele und welche Köpfe sich bereits im Korb befinden.

Joe Hill: Ein Korb voller KöpfeEine Klasse für sich sind auch die plastisch kolorierten Cover von Reiko Murakami, die sehr viel mehr Splatter andeuten als zeigen.

Joe Hill: Ein Korb voller Köpfe
Panini Hardcover

Basketful of Heads erscheint im Rahmen von DCs Black Label, hat zwar keinen Bezug zum Superhelden-Kosmos, ist jedoch ebenso eigenständig, zugänglich und freizügig wie die bisherigen Comics dieser Reihe, siehe Harleen  oder Superman: Das erste Jahr.

Horror mit feministischen Untertönen

Mit Hill House hat DC sogar ein eigenes Unterlabel eröffnet, in dem Joe Hill mit Veröffentlichungen wie Im tiefen, tiefen Wald von Carmen Maria Machado und Dani oder Das Puppenhaus von M. R. Carey und Peter Gross weitere Horror-Comics herausbringt.

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Hammer House of Horror

Fünf Jahre nachdem 1975 mit Die Braut des Satans der letzte Gruselthriller der legendären englischen Hammer Film Productions (Frankensteins Fluch, Dracula mit Christopher Lee) in die Kinos kam, setzte die Traditionsfirma ihre Horror-Tätigkeiten im Fernsehen fort. Rund um ein ehemaliges Mädcheninternat in Buckinghamshire, das der Produktion als Standort diente (und immer im Vorspann zu sehen war), entstanden 13 Episoden der Serie Hammer House of Horror.

Hammer House of Horror

Im Gegensatz zu den besten Hammer-Filmen waren die Geschichten zwar immer in der Gegenwart angesiedelt, doch es wurde trotzdem ein breites Spektrum des Unheimlichen abgedeckt. So gab es Werwölfe, Hexen, Kannibalen, Untote, Besessenheit, Afrikanischen Fetischhokuspokus, Schwarze Messen, Spukhäuser und viele weitere geschickt variierte traditionelle Horror-Elemente.

Hammer House of Horror

Diese Versatzstücke wurden manchmal in Form von etwas breitgetretenen Kurzgeschichten, aber meist als richtige kleine unheimliche Spielfilme umgesetzt.

Hammer House of Horror

Unter den Episoden gibt es jedoch zwei absolute Highlights, die zum Besten gehören, was Hammer je produziert hat. Beide stammen von Alan Gibson, der die letzten beiden Dracula-Filme mit Christopher Lee inszenierte. In The Silent Scream (Das Experiment des Mr. Blueck) liefert sich die Hammer-Legende Peter Cushing als mysteriöser Besitzer einer Tierhandlung ein Duell mit einem von Brian Cox (Das etruskische Lächeln) verkörperten gerade entlassenen Häftling.

Hammer House of Horror

Ganz schön gruselig ist auch die Episode The Two Faces of Evil (Die zwei Gesichter des Bösen), in eine Familie einen seltsamen Anhalter mitnimmt. Es kommt zu einem Autounfall und der Vater ist danach nicht mehr derselbe. Martin Lewis ist in dieser Rolle nicht minder gruselig als andere Hammer-Monster.

Hammer House of Horror

Nicht ohne ist auch die Geschichte mit der Voodoo-Puppe Charlie Boy. Unter den Darstellern befindet sich neben Patricia Quinn (Magenta aus der Rocky Horror Picture Show), Denholm Elliott (Indiana Jones) oder Lucy Gutteridge („Waltraud, die sich im Wald traut“ aus Top Secret!) auch 007 Pierce Brosnan in einer sehr kleinen Opferrolle.

Hammer House of Horror

In Deutschland lief die Serie 1989 unter dem Titel Gefrier-Schocker auf SAT.1 und wurde recht anständig synchronisiert. Gelegentlich fehlten allerdings kurze besonders gorige oder auch schwarzhumorige Momente, die dank einer schön gestalteter Box von Koch Media auf DVD nachgereicht wurden.

Hammer House of Horror

Noch schöner ist jedoch das Mediabook Edition von Wicked Vision. Auf drei Blu-rays gibt es die 13 Episoden in einer erstaunlich guten Bildqualität zu bestaunen. Die Episode Rude Awakening (Alptraum ohne Erwachen) ist als Bonus sogar im Format 16 : 9 dabei und hinzu kommt noch die 156-minütige Doku Flesh & Blood – The Hammer Heritage of Horror!

Hammer House of Horror

Drei Jahre später entstand als Fortsetzung die Serie Hammer House of Mystery and Suspense (Vorsicht, Hochspannung), die bei uns bei Pidax auf DVD vorliegt.

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Circus der Vampire

Die auf Horrorfilme spezialisierte Hammer Film Productions gelangen es in den 50er-Jahren mit Farbversionen von Dracula und Frankenstein Welterfolge. Doch zwei Jahrzehnte später geriet die Firma ins Straucheln und versuchte ihr Publikum mit übertriebenen Gewaltdarstellungen und Soft-Porno-Einlagen zurückzugewinnen.

Circus der Vampire

Eine erfreuliche Ausnahme ist der 1971 entstandene Film Circus der Vampire. Fünf Jahre bevor Hammer (erstmal) die Produktion einstellte, entstand hier noch einmal die bewährte Mischung aus eher sanften Grauen, stimmigen Kulissen und guten Darstellern (darunter der spätere Darth Vader Dave Prowse).

Circus der Vampire

Erzählt wird von einem kleinen (irgendwie deutsch anmutenden) Dörfchen namens Stetl, in desen Umgebung schon eine ganze Weile der Vampir Graf Mitterhaus sein Unwesen treibt. Eines Tages sind es die Dörfler leid und stürmen das Mitterhaus. Der Vampir schwört, noch während er gehängt wird, bittere Rache. Diese erfolgt dann auch prompt, bzw. 15 Jahre später, als ein geheimnisvoller Zirkus nach Stetl kommt.

Circus der Vampire

Für einen interessanten Touch sorgt die magisch anmutende Zirkus-Atmosphäre, die an Ray Bradburys Klassiker Das Böse kommt auf leisen Sohlen denken lässt. Schade, dass es so etwas heute nicht mehr gibt. Schön, dass es so etwas heute immerhin noch auf digitally remasterten DVDs und mittlerweile sogar als Blu-ray gibt, wobei die Freigabe  ab 18 Jahren ein Witz ist.

Circus der Vampire

Extras der DVD: Englischer Kinotrailer (2:14 min), Galerie mit 40 Fotos und Plakaten, Booklet mit einem interessanten Text von Uwe Huber

Circus der Vampire

Hinzu kommt als DVD-Rom-Extra noch der von Brian Bolland (Batman: Killing Joke) gezeichnete Comic zum Film.

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Backwoods – Virus Readers Choice

In Form von am Kiosk erhältlichen Sonderheften beschäftigt sich das der „Dark Side of the Entertainment“ gewidmete Magazin Virus mit den Klassikern des Horrorfilms. Dabei handelt es sich keineswegs um schnell zusammengeschusterte Zeitschriften, die wenig mehr als Wikipedia-Wissen enthalten. Mich hat bereits die Reihe Early Screams begeistert, die chronologisch geordnet zeitlose Klassiker des Horror-Kinos vorstellt.

Backwoods - Virus Readers Choice

Nicht minder gut gelungen sind die Hefte der Serie Virus Readers Choice, die sich jeweils mit 32 herausragenden Filmen aus Genres wie Slasher, Gore, Beast oder den Horror-Filmen der legendären Hammer-Studios beschäftigen. Ein Band ist auch den Backwoods-Filmen gewidmet, in denen harmlose Reisende in abgelegenen Gegenden – oft im mittleren Westen der USA – schreckliche Dinge erleben.

Backwoods - Virus Readers Choice

Alphabetisch geordnet werden auf jeweils einer Seite Filme vorgestellt. Zum Herausnehmen in der Mitte des Heftes kommen außerdem noch auf Doppelseiten die zugehörigen Filmplakate zum Abdruck. Für einen einführenden Text bleibt bei einem Umfang von 96 Seiten kein Platz mehr. Doch das Alphabet stand auf der Seite des Virus-Teams, denn die beiden ersten Einträge zu John Boormans Beim Sterben ist jeder der Erste und zu Tobe Hoopers Blutgericht in Texas alias The Texas Chainsaw Massacre erklären sehr gut Geschichte und Mechanismen des Backwoods-Genres.

Backwoods - Virus Readers Choice

Fundiert besprochen werden neben aktuelleren Filmen wie Wrong Turn, Wolf Creek, Motel oder Rob Zombies Haus der 1000 Leichen auch Klassiker wie Spider-Baby von 1967 oder Two Thousand Maniacs von Herschel Gordon Lewis. Als Service für treue Fans, gibt es gegen Einsendung eines Kaufnachweises Sets mit “VIRUS Creepy ClaSICKs Movie Cards“. Für die Reihe spricht auch, dass viele Ausgaben schon vergriffen sind!

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Motel

Der Autor Mark L. Smith fragte sich oft während er durch die US-Provinz fuhr, womit die Betreiber der kaum frequentierten Motels am Rande der Nebenstraßen ihre Unkosten bestreiten. Er fand eine ebenso einleuchtende wie perverse Erklärung: Die Moteliers finanzieren sich durch die Produktion von Snuff-Filmen, sie verstecken in den Zimmern Kameras verstecken und ermorden die Gäste bestialisch.

Motel

Diese Grundidee war der Aufhänger für einen Thriller in der Tradition von Alfred Hitchcocks Psycho. Für die Hauptrollen konnten Kate Beckinsale (Pearl Harbor) und der eher auf Komödien wie Old School oder Die Super-Ex abonnierte Luke Wilson gewonnen werden. Diese agieren recht überzeugend als schwer am Tode ihres Sohnes knabberndes Krisen-Ehepaar und sind eine angenehme Alternative zu den austauschbaren Teenies, die ansonsten in die Fänge von irren Killern geraten.

Motel
Auch Frank Whaley als durchgeknallter Motel-Manager und Regisseur Nimrod Antal, der als gebürtige US-Amerikaner den ungarischen Filmhit Kontroll drehte, leisten sehr gute Arbeit. Motel erinnert in seinem sauberen Spannungs- und Bildaufbau an James Mangolds Identität, verzichtet aber zum Glück auf allzu plumpe Schlusspointen.

Motel

Das Pinewood Motel des Filmes wurde komplett im Studio errichtet, auf jener Riesenbühne die schon die “Yellow Brick Road“ in Der Zauberer von Oz beherbergte. Auch dadurch bekam der Film einen klassischen Look und unterscheidet sich angenehm vom Schmuddel-Realismus aktueller Horrorfilme wie Eli Roths Hostel oder Alexandre Ajas The Hills have Eyes.

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Yeti, der Schneemensch

Als sich Frankensteins Fluch, der ganz große Durchbruch der britischen Hammer Film Productions, 1957 in der Nachproduktion befand, stand der Hauptdarsteller Peter Cushing bereits für einen weiteren höchst ungewöhnlichen fantastischen Film vor der Kamera. Darin wiederholte er die Rolle des Botanikers Dr. John Rollason, die er bereits 1955 im zweimal von der BBC live ausgestrahlten TV-Film The Creature gespielt hatte.

Yeti, der Schneemensch

Genau wie bei den erfolgreichen Quartermass-Filmen, die ebenfalls auf von Nigel Kneale geschriebenen Drehbüchern zu BBC-Produktionen basierten, verwandelte auch hier der Regisseur Val Guest eine zuvor bereits im Fernsehen gezeigte Geschichte in einen Kinofilm. Dieser wurde zwar, genau wie die ersten beiden Quartermass-Filme, in Schwarzweiß gedreht, gewann aber durch sein als Horrorscope angepriesenes Breitwand-Format.

Yeti, der Schneemensch

Garniert mit von Guest ohne die Darsteller in den französischen Pyrenäen gedrehten Außenaufnahmen, entstand ein spannender Horrorfilm mit Survival-Touch und hochmoralischem Background. Während es beim feinsinnigen Briten Dr. Rollason (Cushing) die Neugier des Forschers ist, die ihn ins verschneite Himalaja treibt, will der zwielichtigen US-Amerikaner Tom Friend (Forrest Tucker) einen Yeti einfangen und zur Jahrmarktsattraktion machen.

Yeti, der Schneemensch

Obwohl The Abominable Snowman weitestgehend in der freien Natur spielt, die sehr gelungen in den Bray- und Pinewood-Studios nachgebaut wurde, verbreitet das Werk eher den intimen Horror eines Kammerspiels. Ein – selbst im schillernden Gesamtwerk der Hammer-Studios – sehr ungewöhnlicher Film, der es noch nicht ganz in den Klassiker-Olymp geschafft hat, aber bei jeder weiteren Sichtung an Reife gewinnt.

Yeti, der Schneemensch

Extras der DVD der Hammer-Edition: Audiokommentar von Val Guest und Nigel Kneale, wahlweise mit deutschen Untertiteln; Bildergalerie mit Musik (2:44 min); Zwei abgefilmte deutsche Filmprogramme “Filmbühne“ und “Das neue Filmprogramm“ (insgesamt 1:57 min); Englischer Kinotrainer (1:41 min); Erwähnenswert ist auch noch das farbige Booklet mit einem kuriosen Plakat und einem sehr informativen Text von Uwe Sommerlad.

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Nächte des Grauens

Wenn bedacht wird, wie viele Filme über Frankenstein oder Dracula bei Hammer Film Productions entstanden sind, überrascht dass die britische Horror-Schmiede sich nur ein einziges Mal mit Zombies beschäftigt hat. Von Nächte des Grauens (1966) wird gerne behauptet dieser Film sei der direkte Vorläufer zu George A. Romeros drei Jahre später entstandenen Night of the Living Dead.

Nächte des Grauens

Dies ist ziemlicher Unfug, denn Romeros Erstlingswerk handelt streng genommen gar nicht von Zombies, sondern eher von frisch verstorbenen Durchschnittsbürgern, die durch kosmische Strahlung wiederbelebt wurden. Nächte des Grauens hingegen nimmt es mit dem bisher nur in recht wenigen Filmen präsenten Zombie-Mythos ziemlich genau und präsentiert trommelnde, dunkelhäutige Sklaven aus der Karibik, die das englische Cornwall unsicher machen.

Nächte des Grauens

Auch das Drehbuch kommt recht traditionell daher: Am Anfang der im vorvorletzten Jahrhundert angesiedelten Geschichte gibt es ein wenig Zombie-Hokuspokus, allerdings mit beeindruckend-exotischer Trommelmusik und anschließend geht es deutlich ruhiger weiter. Der Landarzt Dr. Peter Thompson (Brook Williams) bittet aufgrund einiger merkwürdiger Todesfälle seinen alten Lehrer Sir James Forbes (André Morell) um Hilfe.

Nächte des Grauens

Dieser reist gemeinsam mit seiner Tochter Sylvia (Diane Clare) nach Cornwall. Nach etlichen tragischen Zwischenfällen wird des Rätsels Lösung gefunden, die im Zusammenhang mit mit einer angeblich verlassen Mine und einem Großgrundbesitzer stehen, der günstige Arbeitskräfte sucht…

Nächte des Grauens

Nachdem dieser Film abgedreht war, inszenierte Regisseur John Gilling in den selben Kulissen den ebenso gelungenen und atmosphärischen Hammer-Film Das schwarze Reptil. Beide Filme haben identische Schauplätze, mit Jacqueline Pearce und Michael Ripper identische Darsteller, eine ähnliche Struktur und selbst für Hammer-Verhältnisse recht ungewöhnliche Monster, wodurch sie zu Klassikern wurden.

Nächte des Grauens

Extras der DVD der Hammer-Edition: Ein 1994 geführtes Interview mit Komponist James Bernard (19:43 min), wahlweise mit deutschen Untertiteln; Zwei Bildergalerien mit Musik (6:04 min und 1:58 min); Englischer Kinotrainer (2:13 min); Deutscher Kinotrainer (2:04 min)

Blut für Dracula

Der Film lief später im Doppelprogramm mit dem Hammer-Film “Blut für Dracula“, hierzu enthält die DVD noch einen englischen Kinotrainer (3:00 min); Abgefilmter Pressetext (5:12 min); Abgefilmtes deutsches Filmprogramme “Illustrierte Filmbühne“ (1:38 min);

Nächte des Grauens

Der abgefilmte Comic von Trevor Goring und Brian Bolland (Batman: Killing Joke) zum Film von 1978 (10:12 min); Erwähnenswert ist auch noch das farbige Booklet mit Plakat und einem sehr informativen Text von Uwe Sommerlad.

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