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The Night Manager

Filme wie Das Russlandhaus oder Dame, König, As, Spion, die nach Büchern vom britischen Experten für Spionage-Romane John le Carré entstanden sind, schienen oftmals keine Ende zu nehmen. Es herrschte eher geschwätzige Langeweile statt Spannung. Doch, oh Wunder, von der sechsstündigen TV-Serie The Night Manager kann dies wirklich nicht behauptet werden.

The Night Manager

Dies liegt an der stylischen Inszenierung der ehemaligen Dogma-Regisseurin Susanne Bier sowie an der exzellenten Besetzung. Dr. House Hugh Laurie ist als rücksichtsloser Waffenhändler Jonathan Pine auf eine charmante Art bedrohlich. Dies gilt nicht minder für Tom Hollander, der dessen misstrauischen Wachhund spielt.

The Night Manager
Die Australierin Elizabeth Debicki (Der große Gatsby) lässt als Pines Geliebte Jed den Zuschauer um ihr Leben. Olivia Coleman (Broadchurch) hingegen überzeugt als hartnäckig ermittelnde britische Geheimdienstlerin Angela Burr. In Le Carrés ein knappes Vierteljahrhundert zuvor entstandener Romanvorlage war Burr ein Mann und keineswegs hochschwanger.

The Night Manager
John le Carré absolviert einen Gastauftritt in „The Night Manager“

Die größte Überraschung der Miniserie ist jedoch Tom Hiddleston in der Titelrolle. Dieser war bisher vor allem als Thors schurkischer Bruder Loki aus den Marvel-Kinofilmen bekannt. Die wortkarge Coolness mit der Hiddleston den gerne als Nachtportier arbeitenden Undercover-Agenten und Ex-Soldaten Jonathan Pine verkörpert, macht ihn zu einem der Spitzenkandidaten für die 007-Nachfolge.

The Night Manager

Die DVD-Box von Concorde enthält die acht Episoden der Miniserie auf drei Scheiben, sowie Interviews mit Cast, Crew und John le Carré (insgesamt 50 min, wahlweise mit deutschen Untertiteln) und einen Bericht von der Premiere in Berlin (3:40 min)

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Walt Disney: Valiant

Die Eiskönigin hat mittlerweile weltweit mehr als eine Milliarde Dollar eingespielt und ist somit der erfolgreichste Animationsfilm aller Zeiten. Das Walt Disney Animations Studio hat jetzt wieder die Nase vorn und die Konkurrenz aus dem eigenen Hause – Pixars Toy Story 3 – an der Kinokasse überholt. Doch der Weg der Disney Studios zum Computeranimations-Erfolg war dornig und über so manchem Versuch in diesem Bereich wird der Mantel des Schweigens gelegt, nicht immer zu Recht.

Walt Disney: Valiant

Die Eiskönigin wird offiziell als 53. “Walt Disney Animation Studios Film“ gelistet. In dieser Reihe tauchen zwar die relativ erfolgreichen computeranimierten Filme Himmel und Huhn (2005), Triff die Robinsons (2007) und Bolt – Ein Hund für alle Fälle (2008) auf, es fehlen jedoch das peinliche Madagascar-Plagiat Tierisch Wild (2006), sowie der Total-Flop Milo und Mars (2011), der lediglich 40 % seiner Produktionskosten von 150 Millionen Dollar wieder einspielte.

Walt Disney: Valiant

Ebenfalls nicht aufgeführt ist ein 2005 in Großbritannien entstandener Disney-Computeranimations-Film, der zwar nicht bei uns gezeigt wurde, sein moderates Budget von 35 Millionen Dollar jedoch trotzdem fast doppelt wieder einspielte.

Walt Disney: Valiant

Valiant erzählt die Geschichte einiger Tauben, die maßgeblich dazu beitrugen, dass die Alliierten den Zweiten Weltkrieg gewannen. Der recht spaßig als Kriegskomödie in Szene gesetzte Film hat einen wahren Kern, denn in der Tat wird in Großbritannien ein Tapferkeitsorden namens Dickin Medal an Tiere im Kriegsdienst verliehen. Während des Zweiten Weltkriegs erhielten mehr als 20 Brieftauben diese Auszeichnung, Hunde hingegen brachten es auf sehr viel weniger Orden.

Walt Disney: Valiant
Valiant ist eine charmante Ansammlung von Zweiter-Weltkriegs-Klischees und als Sprecher konnte allerlei britische Prominenz rekrutiert werden: Ewan McGregor in der Titelrolle als aufstrebende jugendliche Brieftaube sowie Ricky Gervais, John Cleese, John Hurt, Jim Broadbent, Hugh Laurie und Tim Curry als schurkischer deutscher Falke General von Talon. Vielleicht erbarmt sich Disney Germany eines Tages und spendiert diesem immer noch sehenswerten Animationsfilm eine deutsche Synchronisation und Heimkino-Veröffentlichung.

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