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Oblivion Song

Mit Oblivion Song veröffentlicht Cross Cult sehr zeitnah zur US-Ausgabe (dort startete die Serie bei Image im März 2018) eine weitere Serie von Robert Kirkman. Das scheint nicht wirklich eine Neuigkeit zu sein, denn die Werke des sehr fleißigen Texters – allen voran seine Zombie-Serie The Walking Dead – bilden eins der solidesten Fundamente des Ludwigsburger Verlags. Das in den USA ebenso. Doch gute Verkaufszahlen haben manchmal auch etwas mit Qualität zu tun.

Oblivion Song

Oblivion Song beginnt 10 Jahre nachdem Philadelphia von einer schrecklichen Katastrophe heimgesucht wurde. Ein Teil der Stadt und die dort ansässigen 300.000 Bewohner sind plötzlich verschwunden. Alle Rettungsversuche scheiterten. Ein Denkmal mit den Namen der Verschollenen und auch ein Museum wurden errichtet, doch ansonsten geht das Leben wieder seinen halbwegs normalen Gang. Nathan Cole hingegen gibt nicht auf und setzt alles dran, um seinen verschollenen Bruder Edward zu finden.

Oblivion Song

Nathan gelingt es eine Technik zu entwickeln, die es ihm erlaubt in eine fremde Dimension zu reisen. Hier befinden sich nicht nur schreckliche Monster, sondern auch einige der verschwundenen Menschen. Nathan schafft es einige der Verschollenen zurück zu bringen, doch diesen fällt es sehr schwer, sich wieder in ihre alte Umgebung einzugliedern. Allen Rückschlägen zum Trotz gibt Nathan nicht auf und sucht weiter nach seinem Bruder…

Oblivion Song

Während The Walking Dead ein recht realistisch gezeichneter Schwarz-Weiß-Comic ist, überrascht Oblivion Song durch ungewöhnliche Bilder und Farben. Bereits auf den ersten Seiten des Comics gelingt es dem italienischen Zeichner Lorenzo De Felici und der Koloristin Annalisa Leoni sehr eindrucksvoll zu vermitteln, dass sich Nathan Cole in einer völlig fremden Welt befindet. Robert Kirkman hatte die Grundidee zu Oblivion Song bereits vor 10 Jahren und wartete, bis er einen passenden Zeichner fand. Als er schließlich auf De Felici aufmerksam gemacht wurde, beflügelten dessen Bilder  seine Fantasie und die Serie nahm klarere Formen an.

Oblivion Song

Wie schon bei Outcast überzeugt Kirkman auch hier durch eine geschickt verschachtelte Erzählung, die den Leser sofort hinein ins Geschehen schleudert. Inmitten einer spannenden Geschichte liefert der Autor immer wieder neue Informationen zu den zurückliegenden Ereignissen und lässt die Charaktere dadurch plastischer werden.

Oblivion Song

Es klingt sehr vielversprechend, wenn Kirkman im Nachwort zum ersten Sammelband verkündet: “Mit dieser Serie erzählen wir eine große Geschichte, die im Laufe der Zeit immer größer wird. Der Plan ist, dass die Serie eine ganz andere sein wird, wenn wir Kapitel 30 erreicht haben.“ Ich bin überzeugt, dass Kirkman hier kein bisschen übertrieben hat und noch einiges zu erwarten ist, von diesem Autor, der sehr viel mehr zu bieten hat, als seine nicht enden wollende (und sollende) Zombie-Geschichte.

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Outcast

Kyle Barnes wird davon geplagt, immer zu merken, wenn seine Mitmenschen von bösen Geistern besessen sind. Dies ist schon seit seiner Jugend so. Seine Mutter wurde Opfer finsterer Mächte und lebt heute in einer psychiatrischen Anstalt. Gemeinsam mit Reverend John Anderson macht Kyle Jagd auf Dämonen und versucht hinter das Geheimnis seiner speziellen Begabung zu kommen, die er als Fluch empfindet.

Outcast

Bevor im Juni 2014 bei Image Comics das erste Heft erschien, war bereits klar, dass es eine TV-Serie zu Outcast geben würde. Robert Kirkman (Marvel Zombies) hatte das Konzept gemeinsam mit dem Sender Fox entwickelt. Bemerkenswerter war aber vielleicht noch, dass Kirkman im Gegensatz zur Vorgehensweise bei seiner Endlos-Zombie-Serie The Walking Dead wusste, wie die Geschichte enden sollte.

Outcast

Die TV-Serie Outcast wurde 2017 nach zwei Staffeln mit 20 Episoden eingestellt, während der Comic bis Mitte 2018 lief. Bei uns veröffentlicht Cross Cult die 36 Hefte der Serie in sechs Sammelbänden. Die Fernsehserie ist zwar recht werkgetreu,  fasziniert aber sehr viel weniger als der Comic.

Outcast

Das liegt daran, dass die TV-Bilder recht konventionell wirken, während die Comic-Zeichnungen von Paul Azaceta, sowie die immer wieder zu ungewöhnlichen Farbtönen greifende Kolorierung von Elisabeth Breitweiser, eine Klasse für sich sind. Kirkmans interessant charakterisierten Hauptfiguren und seine überraschenden Schockeffekte werden auf diese Art optimal präsentiert.

Outcast

Insgesamt gelang so ein faszinierendes Update zum Filmklassiker Der Exorzist.

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Skottie Young: I hate Fairyland

Der Zeichner Skottie Young dürfte hauptsächlich bekannt sein für seine niedlichen Versionen von Marvel-Superhelden, die bei Panini Deutschland so manches Variant-Cover eines Comic-Hefts zieren. Neben den Marvel Babys zeichnet er auch Comics mit Rocket Raccoon, dem auch aus dem Kino bekannten Guardian of the Galaxy.

Skottie Young: I hate Fairyland
Youngs sehr eigenständige Adaption von L. Frank Baums Klassiker Der Zauberer von Oz ist bereits auf sechs Bände angewachsen und inspirierte ihn zu einer sehr eigenen Serie. Beim Zeichen der Oz-Geschichten überlegte sich Young, wie es wohl wäre, wenn die kleine Dorothy ewig langen im zauberhaften Land von Oz geblieben wäre. Würde ihr das niedliche Umfeld nicht langsam aber sicher auf den Keks gehen und sie aggressiv machen.

Skottie Young: I hate Fairyland

Aus dieser Grundidee entwickelte Young seine Mini-Serie I hate Fairyland. Diese erschien zunächst in 15 Heften bei Image  (auf dem Cover stand gelegentlich auch Fuck Fairyland) und bei uns in drei Hardcover-Bänden beim Tokyopop-Unterlabel Popcom.

Skottie Young: I hate Fairyland

Band 1 erzählt unter dem Motto Verrückt bis an ihr seliges Ende davon, wie bereits die Reise der kleinen grünhaarigen Gertrude, die auch Gert genannt wird, ins Fairyland nicht ganz unblutig verläuft. Als sie vom Himmel fällt und vor dem Schloss von Königin Cloudia aufschlägt, verliert sie einige Zähne. Nach 27 Jahren in Fairyland hat sie mehr als genug von der zuckersüßen Märchenwelt und greift zur Axt. Skottie Young ist natürlich genau der Richtige, um sie auf ihren splattrigen Weg zu begleiten!

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