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Asterix in Italien

Das neue Asterix-Album beginnt gleich auf Seite 2 mit der Geschichte. Auf die Landkarte mit Lupe, Dorf und Römer-Garnisonen sowie die Vorstellung “einiger Gallier“ wird zu Gunsten einer auf der letzten Seite platzierten Anzeige für Egmonts “edle Asterix-Luxus-Sammelbox“ verzichtet. Klar, ein so riskantes Produkt wie ein neuer Asterix-Comic muss knallhart kalkuliert werden, denn jede zusätzliche Seite verursacht aufgrund der Auflage von knapp 2 Millionen Exemplaren gewaltige Kosten.

Asterix in Italien

Ansonsten wird jedoch versucht ganz in der Tradition der Serie zu bleiben. Die Zeichnungen von Didier Conrad wirken auf den ersten Blick wirklich so, als wenn hier ein neues  Asterix-Album von Albert Uderzo vorliegen würde. Auch Jean-Yves Ferri hat sich von den Klassikern inspirieren lassen. Er schickt die Gallier auf eine Reisemission, wobei erstmals Obelix und nicht Asterix die Sache lostritt. Doch schon mit der Motivation hapert es.

Asterix in Italien

Obelix lässt sich auf einem Markt (der CEltisches Brauchtum und Innovative Technik anbietet und daher CEBIT genannz wird, was haben wir gelacht…) von einer Wahrsagerin aus der Hand lesen. Diese sieht einen geflügelten Wagen und Obelix als bejubelten Sieger. Prompt schafft sich der Hinkelsteinlieferant einen schicken Wagen mit Holzflügeln an. Wie es der Zufall will, wird im selben Moment auch noch das große Transcaligarennen quer durch das damalige Italien ausgerufen und Obelix ist nicht mehr zu bremsen. Auch der Grund für diese Großveranstaltung leuchtet nur bedingt ein: Ein fauler römischer Senator mit dem unwitzigen Namen Lactus Bifidus will dadurch bewiesen werden, dass die in Straßen im römischen Reich, für die er zuständig ist, “einwandfrei in Schuss sind“.

Asterix in Italien

Doch der Auftakt der Geschichte wäre nicht weiter schlimm, wenn daraus ein spannendes Abenteuer voller witziger Situationen und Anspielungen resultieren würde. Dies ist eher nicht der Fall. Es ist spürbar, dass Ferri sich am Meisterwerk Asterix als Legionär orientiert und versucht nationale Stereotypen aufeinander los zu lassen. Doch leider sind die Teilnehmer am Rennen, die teilweise zu seltsamen Regionen wie dem germanischen Volk der Markomannen oder dem fernen Reich von Kusch (dem heutigen Sudan) gehören, keine sonderlich originellen Charaktere. Hinzu kommen noch die sich ebenfalls am Rennen beteiligenden Piraten, sowie ein maskierter Wagenlenker, dessen schließlich enthüllte Identität die Geschichte auch nicht weiterbringt.

Asterix in Italien

Doch die weder spannende noch sonderlich originelle Handlung wäre ebenfalls noch zu verkraften, wenn die Gags und das Zusammenspiel zwischen Asterix und Oberlix stimmen würden. Auch hier ist leider nichts Erfreuliches zu vermelden. Die Gallier fallen zwischen den zahllosen blassen Nebencharakteren nicht weiter auf, während die Anspielungen auf italienische Besonderheiten wie Pizza oder Mona Lisa unwitzig und überraschungsfrei daherkommen.

Asterix in Italien

Damit die Auseinandersetzung mit dieser Neuerscheinung überhaupt irgend einen Sinn macht, sollte Asterix-Erstlesern noch mitgeteilt werden, dass die ersten Alben der Serie immer noch zu den allerbesten Comics der Welt gehören und jederzeit lieferbar sind…

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Ulli Lust: Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens

1984 bricht die 17-jährige Wiener Punkerin Ulli gemeinsam mit ihrer Freundin Edi, die sie allerdings noch nicht sehr lange kennt, zu einer Reise auf, die ihr Leben entscheidend prägen wird. Sie versuchen ohne Geld, Klamotten zum Wechseln und – im Falle von Ulli – sogar ohne Ausweispapiere klar zu kommen. Die beiden Mädchen reisen per Anhalter, als Schwarzfahrer in Zügen und oft zu Fuß über Verona, Cattolica und Rom bis nach Sizilien.

Ulli Lust: Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens

Ulli Lust (Flughunde, Wie ich versuchte ein guter Mensch zu sein) erzählt auf 450 Seiten von dieser zweimonatigen Reise. Was zunächst wie eins jener heiteres Unterwegs-Abenteuer beginnt, wie es nur junge ungebundene Menschen erleben können, nimmt – nachdem Ulli schließlich Sizilien erreicht hat – ganz schön unangenehme Züge an.

Ulli Lust: Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens

Im Gegensatz zu Edi, die – in Zeiten als Aids noch kein zentrales Thema war – mit möglichst vielen Männern schlafen möchte, ist Ulli äußerst genervt von den plumpen Annäherungsversuchen, die sie bereits in Norditalien zuhauf erlebte. Da die Mädchen in Rom sehr schnell gleichgesinnte Freunde finden, ist dieses Problem innerhalb einer munteren Gruppe wenig mehr als eine Randerscheinung. Doch als Ulli, durch einen berechnenden Herrn von Edi getrennt wird und auf der Suche nach dieser, alleine im sizilianischen Catania ankommt, ist sie für die dortigen Männer nur noch Freiwild.

Ulli Lust: Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens

Ulli Lust findet in ihrem Comic für diese ständige Belästigung äußerst einprägsame Bilder. Aus den Augen der Sizilianer wachsen Hände, die ihr überall hin fassen. Auch die Vergewaltigung und das Trauma danach hat setzt sie in Bilder um, die der Leser so schnell nicht vergessen dürfte.

Ulli Lust: Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens

Die größte Enttäuschung dürfte Ulli jedoch nach ihrer Rückkehr in Österreich erlebt haben. Nachdem sie vergeblich versuchte die mittlerweile drogensüchtige Edi davon abzuhalten für ein Mafia-Söhnchen auf dem Strich zu gehen, wurde sie von der Polizei aufgegriffen und zurück in ihre Heimat geschickt. Doch dort angekommen hatten ihre Eltern bereits mit Edi gesprochen und diese hatte einfach die Rollen vertauscht. Sie erzählte, dass Ulli in Palermo Heroin spritzt und auf dem Strich geht. Im Nachwort des Comics erzählt Ulli Lust, dass sie drei Jahre später erneut auf Edi traf und diese mittlerweile auf die Handelsschule ging und so tat als wenn nichts gewesen wäre.

Ulli Lust: Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens

Ulli Lust, die heute in Berlin lebt, hat insgesamt fünf Jahre an “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens“ gearbeitet. Wer das beeindruckend in Szene gesetzte Werk liest, weiß warum es ihr ein Bedürfnis war, sich diese zwei Monate ihres Lebens von der Seele zu zeichnen.

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Paolo Eleuteri Serpieri: Tex – Der Held und die Legende

Seit 1948 werden in Italien monatlich Comics mit dem Texas-Ranger Tex Wille veröffentlicht. Obwohl die Hefte in schwarzweiß erscheinen, wird durch die Titelbilder klar, dass eins der markantesten Merkmale des Helden sein strahlend gelbes Hemd ist. Bei uns ist es nie gelungen die Serie dauerhaft zu etablieren, doch in Italien ist Tex heute so erfolgreich wie eh und je. 1985 entstand mit “Tex und das Geheimnis der Todesgrotten“ eine TV-Verfilmung mit Guiliano Gemma (“Auch die Engel essen Bohnen“) in der Titelrolle.

Paolo Eleuteri Serpieri: Tex - Der Held und die LegendeNeben den schwarzweißen Heftchen erscheint zusätzlich eine farbige und großformatige Reihe namens “Tex Albo Speciale“, in der international bekannte Comickünstler wie die Spanier Jordi Bernet („Andrax„) und Manfred Sommer, der Neuseeländer Colin Wilson („Tag X“,Wonderball„) oder der US-Amerikaner Joe Kubert zum Zuge kommen. Außerhalb dieser Serie entstand 2015 ein Band mit dem Titel “Der Held und die Legende“. Die detailverliebten Zeichnungen (und die Story) stammen von Paolo Eleuteri Serpieri.

Paolo Eleuteri Serpieri: Tex - Der Held und die Legende

Hierzulande ist Serpieri hauptsächlich durch seine bei uns teilweise indizierte erotische Serie “Druuna“ bekannt. Doch bevor er ab 1985 mit dieser Reihe weltweit für Aufsehen sorgte, war er in Italien für seine Western-Comics bekannt.In diesem Sinne ist “Tex – Der Held und die Legende“ für Serpieri eine Rückkehr zu seinen Wurzeln. Die aufreizend attraktive Druuna lenkte den Comic-Leser bzw. Betrachter oft davon ab, festzustellen, was für ein begnadeter Zeichner Serpieri doch ist. Seine ungewöhnlich opulent gestalteten Comicseiten, von denen Panini im Anhang dankenswerterweise einigte in schwarzweiß abdruckte, laden dazu, sie sehr viel länger zu betrachten, als dies zum Verständnis der Geschichte erforderlich ist.

Paolo Eleuteri Serpieri: Tex - Der Held und die Legende

Doch auch die Story ist durchaus interessant. Die Rahmenhandlung spielt in einer psychiatrischen Anstalt im New York des Jahres 1913. Der steinalte Westernheld Kid Carson erzählt hier einem jungen Mann (wenn dessen Identität am Ende der Geschichte enthüllt wird, sorgt dies für eine hübsche Schlusspointe) von seiner Erstbegegnung mit Tex Willer. Es erscheint wenig glaubhaft, wie problemlos dieser damals im Alleingang Horden von Indianern und Banditen bekämpfte. Doch Serpieris Erzählung hinterfragt das Geschehen, ganz im Sinne von John Ford. In seinem Film “Der Mann, der Liberty Valance erschoss“ ließ der Regisseur einen Journalisten sagen: “Wenn die Legende zur Wahrheit wird, druck die Legende“. In dieser Tradition steht auch Serpieris höchst anregend gestalteter Comic.

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Das rote Phantom schlägt zu

In Italien hatte sich ab Anfang der 60er Jahre ein Gegenstück zu den Superhelden-Comics aus den USA entwickelt. Im Zentrum der “Fumetti Neri“ standen Figuren, die ihre Identität ebenfalls hinter Masken versteckten. Doch sie waren Kriminelle, auch wenn ihre Moralvorstellungen meist weniger verdorben als die der Herrschenden waren. Finstere Helden wie “Diabolik“, “Kriminal“ und “Satanik“ standen auch im Zentrum von Kinofilmen.

Das rote Phantom schlägt zu

Doch spätestens nach dem Erfolg der trashigen Batman-TV-Serie mit Adam West versuchte sich das ohnehin gerne US-Trends aufgreifende italienische Kino an Filmen mit bunt kostümierten für Recht und Ordnung kämpfenden Superhelden. So entstanden ab 1966 mit “Argoman: Der phantastische Supermann“, “Flashman – Der Unsichtbare“, “Goldface“ oder “Die drei Supermänner räumen auf“ einige recht amüsante Versuche fehlendes Budget durch Fantasie und Selbstironie zu kaschieren.

Das rote Phantom schlägt zu

In diesem Zusammenhang ist “Das rote Phantom schlägt zu“ ein recht interessanter Film. Die Hauptfigur lässt an Lee Falks Comicheld “The Phantom“ denken, ist jedoch am Anfang der Geschichte ein erfolgreicher Wrestler, der bei einem Match seinen Gegner versehentlich tötet. Doch für den Mann , der seine Maske niemals abnimmt, tut sich ein sehr viel interessanteres Tätigkeitsfeld auf, denn eine Unmenge von Quecksilber und Uran wurde gestohlen. Ganz klar, da will mal wieder jemand die Weltherrschaft übernehmen, hat aber seine Rechnung ohne das rote Phantom gemacht, dessen Freund der Chef des Geheimdienstes ist.

Das rote Phantom schlägt zu

Der Film ist eine fröhlich bunte Angelegenheit, die zwar auch Elemente aus mexikanischen Wrestling-Movies und Superhelden-Comics übernimmt, doch das eigentliche Vorbild ist der ein Jahre zuvor entstandene James-Bond-Film “Feuerball“. Hieraus wurden nicht nur Situationen und Kostüme übernommen, sondern die Filmmusik wurde hart an John Barrys 007-Soundtrack vorbei komnponiert. Das Werk trägt im italienischen Original den Titel “Superargo contro Diabolikus” und war so erfolgreich, dass zwei Jahre später mit eine “Superargo – L’invincibile Superman” Fortsetzung folgte. Diese wurde bei uns bisher noch nicht gezeigt, eine DVD-Edition wäre höchst willkommen!

Das rote Phantom schlägt zu

Die DVD von ALIVE! zu „Das rote Phantom schlägt zu“enthält neben dem 84-minütigen Film in deutscher, englischer und italienischer Sprache noch den ziemlich durchgeknallten italienischen Trailer (3:08 min), die 81-minütige deutsche Fassung und den deutschen Vorspann (3:25 min) in mäßiger Bildqualität.

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Argoman: Der phantastische Supermann

In Italien hatte sich ab Anfang der 60er Jahre ein Gegenstück zu den Superhelden-Comics aus den USA entwickelt. Im Zentrum der “Fumetti Neri“ standen Figuren, die ihre Identität ebenfalls hinter Masken versteckten. Doch sie waren Kriminelle, auch wenn ihre Moralvorstellungen meist weniger verdorben als die der Herrschenden waren. Finstere Helden wie “Diabolik“, “Kriminal“ und “Satanik“ standen auch im Zentrum von Kinofilmen.

Argoman: Der phantastische Supermann

Doch spätestens nach dem Erfolg der trashigen Batman-TV-Serie mit Adam West versuchte sich das ohnehin gerne US-Trends aufgreifende italienische Kino an Filmen mit bunt kostümierten für Recht und Ordnung kämpfenden Superhelden. So entstanden ab 1966 mit “Das rote Phantom schlägt zu“, “Flashman – Der Unsichtbare“, “Goldface“ oder “Die drei Supermänner räumen auf“ einige recht amüsante Versuche fehlendes Budget durch Fantasie und Selbstironie zu kaschieren.

Argoman: Der phantastische Supermann

Auf seine Art recht gelungen ist “Argoman: Der phantastische Supermann“. Im Zentrum des Geschehens steht Sir Reginald Hoover, der in einer feudalen Villa am Meer lebt und als Argoman über telekinetische Fähigkeiten verfügt. Seine Achillesferse ist jedoch seine Tätigkeit als Playboy, denn nach dem Sex setzen bei ihm für sechs Stunden die Superkräfte aus. Nachdem eine wertvolle Krone aus der Schatzkammer des Londoner Towers gestohlen wurde, kommt Argoman zum Einsatz und muss gegen die mysteriöse und gefährliche Jenabell antreten.

Argoman: Der phantastische Supermann

Das Resultat ist ein flotter, sich nicht allzu ernst nehmender, bunter Breitwandfilm mit Außenaufnahmen aus London und Paris, sowie einer von der sehr attraktiven Dominique Boschero verkörperten Schurkin. Auch der coole Easy-Listening-Soundtrack von Piero Umiliani soll nicht unerwähnt bleiben.

Argoman: Der phantastische Supermann

Die DVD von SchröderMedia präsentiert den Film erstmals in vollständiger Länge. Der in China spielende Prolog ist in sehr schlechter Bildqualität dem ansonsten in passabler Bildqualität vorliegenden Film vorangestellt. Die Scheibe enthält neben dem 83-minütigen Film in deutscher, englischer und italienischer Sprache noch den englischen Trailer (2:48 min), die 81-minütige deutsche Fassung, sowie eine Bildergalerie (1:55 min) mit deutschen Aushangfotos und Plakaten

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Tex – Der letzte Rebell

Seit 1948 werden in Italien monatlich Comics mit dem Texas-Ranger Tex Wille veröffentlicht. Obwohl die Hefte in schwarzweiß erscheinen, wird durch die Titelbilder klar, dass eins der markantesten Merkmale des Helden sein strahlend gelbes Hemd ist. Bei uns ist es nie gelungen die Serie dauerhaft zu etablieren, doch in Italien ist Tex heute so erfolgreich wie eh und je. 1985 entstand mit “Tex und das Geheimnis der Todesgrotten“ eine TV-Verfilmung mit Guiliano Gemma (“Auch die Engel essen Bohnen“) in der Titelrolle.

Tex - Der letzte Rebell

Neben den schwarzweißen Heftchen erscheint zusätzlich eine farbige und großformatige Reihe namens “Tex Albo Speciale“, in der international bekannte Comickünstler wie Paolo Serpieri, die Spanier Jordi Bernet („Andrax„) und Manfred Sommer oder der US-Amerikaner Joe Kubert zum Zuge kommen (Kuberts Tex-Comic erschien bei uns in vier Alben unter dem Titel “Die gnadenlosen Vier“ bei Kult Editionen). Für den 14. Band dieser Serie konnte 2000 der Neuseeländer Colin Wilson („Tag X“,Wonderball„) gewonnen werden. Dies war eine sehr gute Wahl, denn Wilson zeichnete von 1985 bis 1994 insgesamt sechs Comic-Album, in denen die Jugend-Abenteuer des von Jean-Michel Charlier und Jean “Mœbius” Giraud geschaffenen legendären Westernhelden Blueberry erzählt wurden.

Tex - Der letzte Rebell
Diese Illustration fertigte Colin Wilson für die hölländische „Tex“-Ausgabe an.

Die künstlerischen Qualitäten, die Wilson bei “Blueberry“ einbrachte, sind auch bei seinem “Tex“ spürbar. Ganz so akribisch sind seine Zeichnungen hier zwar meist nicht ausgearbeitet, was aber auch daran liegt, dass bei “Tex” pro Seite nicht vier sondern nur drei Panel-Reihen zu zeichnen hatte und die großformatigen Bilder etwas gröber ausgefallen sind. Die Geschichte „Der letzte Rebell“ vom vielbeschäftigten italienischen Autor Claudio Nizzi hat Schwung und erzählt von einer Bande ehemaliger Südstaatler, die nach dem Sezessionskrieg brutale Verbrechen im großen Stil begehen. Tex soll im Gefängnis als angeblicher Häftling das Vertrauen eines dort eingesperrten Bandenmitglieds gewinnen und nach einem Ausbruch das Versteck der Bande finden…

Tex - Der letzte Rebell
Bluebery pokert gegen Tex

Mit diesem 230-seitigen Western-Abenteuer hat Panini eine gute Wahl für sein neu gestartetes Album-Programm getroffen. Abgerundet wird dasr schön aufgemachte großformatige Hardcoverbuch durch ein kenntnisreiches Vorwort von Tito Faraci, das in die klassische Serie einführt, ein hochinteressantes Interview, das Alexander Bubenheimer exklusiv für dieses Buch mit Colin Wilson über dessen gesamte Karriere führte, sowie einige zusätzliche Illustrationen, auf denen u. a. Tex gegen Blueberry pokert. Hinzu kommen einige der Lieblingsseiten des Zeichners aus seinem Tex-Comic, die in schwarzweiß abgedruckt wurden und dadurch noch beeindruckender wirken als im manchmal etwas sterilen kolorierten Comic.

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