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Yoko Tsuno

Der Belgier Roger Leloup, der zunächst Jacques Martin bei Alix assistierte, schrieb (bzw. zeichnete) ein kleines Stück Comicgeschichte, als er für Hergé ein Flugzeug entwarf, das dieser in seinem vorletzten Tim und Struppi-Album Flug 714 nach Sydney einsetzte. Anfang der Siebziger Jahre entwickelte Leloup mit Yoko Tsuno eine eigene Serie, die mit mittlerweile 28 Alben Tim und Struppi  quantitativ den Rang abgelaufen hat.

Yoko Tsuno

Yoko Tsuno war anfangs eine wirklich außergewöhnliche Serie, schon durch die weibliche Hauptfigur. Yoko ist eine zwar zierliche aber äußerst tatkräftige japanische Elektroingenieurin, die ihre wirklich spannenden Abenteuer abwechselnd auf dem fernen Planeten Vinea und an sehr genau abgebildeten irdischen (gerne auch deutschen) Schauplätzen erlebt.

Yoko Tsuno

Im Laufe der Zeit wurden Leloups Geschichten jedoch immer formelhafter. Es war zu spüren, dass ihm das Zeichnen von (oft auch selbst entwickelten) technischen Geräten mehr Freude machte, als die Darstellung menschlicher Emotionen. In diesem Sinne sind die neuen Alben leider nicht wirklich ein Fortschritt, sondern bieten eindimensionale Figuren vor sorgsam ausgearbeiteten Kulissen.

Yoko Tsuno

Sehr viel mehr Spaß macht daher ein Wiedersehen mit den ersten Abenteuern von Yoko Tsuno, vor allem in Form von Carlsens Gesamtausgabe. Diese ist nicht streng chronologisch gegliedert, sondern thematisch. Der erste Band enthält die Alben Die Orgel des Teufels (Band 2), Zwischen Leben und Tod (Band 7) und  Wotans Feuer (Band 14). Diese “deutschen Abenteuer“ führen unsere Heldin an malerische Orte wie Rothenburg ob der Tauber, die Loreley oder Burg Eltz aber auch in die Wuppertaler Schwebebahn.

Yoko Tsuno

Der zweite Band der Gesamtausgabe steht unter dem Motto „Von der Erde nach Vinea“ und enthält den ersten Comic-Auftritt der damals noch im Funnystil gezeichneten japanischen Elektronikerin. In Unterirdische Begegnung kommt es aber auch zu einer unterirdischen Begegnung mit den Vineanern. Mit einigen dieser blauhäutigen Außerirdischen sollte Yoko Tsuno Freundschaft schließen und noch zahlreiche Wiederbegegnungen feiern.

Yoko Tsuno
Neben den drei Comicalben Unterirdische Begegnung (Band 1), Die Vulkanschmiede (Band 2) und Die dritte Sonne von Vinea (Band 6), die auf dem matten Papier etwas schlechter zur Geltung kommen, als in den zuvor erschienenen Alben, enthält auch dieser Band der Gesamtausgabe wieder hochinteressantes Bonusmaterial. Neben Entwürfen und zusätzlichen Illustrationen ist auch eine Probeseite enthalten, die Yoko Tsuno der Redaktion der deutschen Zeitschrift Eltern schmackhaft machen sollte. Doch dort entschloss man sich für Jo, Jette und Jocko, eine Serie von Leloups Lehrmeister Hergé.

Yoko Tsuno

Band 3 der Gesamtausgabe widmet sich Yokos Zeitreise-Abenteuern und mittlerweile ist die Reihe auf neun Bände angewachsen. Ein Ende ist nicht in Sicht, da Roger Leloup bereits an einem 29. Album arbeitet.

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Tim und Struppi im Kino

Bereits 1947 entstand “Le Crabe aux pinces d’or“, der erste Film mit Tim und Struppi,  doch dieser wurde lediglich zweimal in einem Kino in Brüssel gezeigt.

Tim und Struppi im Kino

Mit “Die Krabbe mit den goldenen Scheren“ wurde jene Comic-Geschichte von Hergé adaptiert, die Steven Spielberg knapp 65 Jahre später auch zur Grundlage eines sehr viel aufwändigeren Animationsfilms machen sollte.

Tim und Struppi im Kino

“Le Crabe aux pinces d’or “ ist ein schwarzweißer knapp einstündiger Film, der großteils mit kleinen Puppen im Stop-Motion-Verfahren gedreht wurde. Gelegentlich gab es aber auch “richtige“ menschliche Hände oder Dokumentaraufnahmen von Schiffen zu sehen. Obwohl der Film gut ankam, wurde er kein Erfolg, da der Produzent Wilfried Bouchery Geldprobleme hatte und nach Argentinien floh.

Tim und Struppi im Kino

Mittlerweile liegt der Animations-Film in Belgien und Frankreich auf DVD vor.

Tim und Struppi im Kino

Zwölf Jahre später ging es dann weiter mit dem bewegten Tim. Von 1959 bis 1964 produzierte die belgische Firma Belvision mit „Les Aventures de Tintin, d’après Hergé“ eine Zeichentrickserie, die zunächst noch in schwarzweiß gedreht wurde.

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Insgesamt entstanden 103 eher schlicht animierte 5-minütige Episoden, die auch in den USA und in Großbritannien gezeigt wurden, aber nicht bei uns.

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Eine Ausnahme ist die Belvision-Adaption des Comics “Der Fall Bienlein“, die auf DVD gemeinsam mit den Kino-Zeichentrickfilmen “Tim und Struppi im Sonnentempel“ und “Tim und der Haifischsee“ veröffentlicht wurde.

Tim und Struppi im Kino

1961 und 1964 wurden mit “Das Geheimnis um das Goldene Vlies“ und “Tim und die blauen Orangen“ zwei  Realverfilmungen gedreht, für die allerdings nicht auf Hergés Comicalben zurückgegriffen wurde, sondern Remo Forlani und Andre Barret dachten sich neue Geschichten aus.

Tim und Struppi im Kino

Die Idealbesetzung für Hergés etwas naiven Helden wurde mit Jean-Pierre Talbot gefunden. Dieser drehte danach jedoch keine weiteren Filme mehr, sondern arbeitete als Lehrer .

Tim und Struppi im Kino

Der erste der beiden Realfilme erzählt davon, wie Kapitän Haddock (Georges Wilson) ein Schiff namens “Das Goldene Vlies“ von einem alten Freund erbt. Gemeinsam mit Tim und Struppi reist er deswegen nach Istanbul. Bei der Erbschaft handelt es sich jedoch um ein Wrack, an dem trotzdem einige düstere Gestalten großes Interesse zeigen. Dies hängt mit einem Schatz zusammen. “Das Geheimnis um das Goldene Vlies“ entstand vor Ort in der Türkei und Griechenland, zeigt aber auch das Schloss Mühlenhof, in dem Kapitän Haddock residiert.

Tim und Struppi im Kino

Drei Jahre später wurde “Tim und die blauen Orangen“ als französisch-belgisch-spanische Koproduktion 1964 rund um Valencia gedreht. Den Kapitän Haddock spielte jetzt Jean Bouise. Diesmal ging es um eine mysteriöse blaue Orange, die angeblich auch in der Wüste wachsen kann und dadurch das Hungerproblem lösen könnte. Doch eine internationale Verbrecherbande will sich die Erfindung unter den Nagel reißen.

Tim und Struppi im Kino

Beide Realfilme gerieten recht farbenfroh und sind voller typischer “Tim und Struppi“-Situationen. So treten natürlich auch Professor Bienlein, Schultze und Schultze sowie die Operndiva Bianca Castafiore auf. Doch obwohl alle Zutaten der Comics enthalten sind, gerieten die Filme sehr viel alberner als Hergés Vorlagen. Wahrscheinlich fehlt dessen ausgefeilter Ligne-Claire-Zeichenstil , der unerlässlich ist, zum Vermitteln seiner ebenso komischen wie spannenden Geschichten.

Tim und Struppi im Kino

Doch auf alle Fälle ist es sehr erfreulich, dass diese beiden filmischen Kuriositäten, die es seinerzeit nicht bis in die deutschen Kinos schafften, endlich bei uns auf DVD und Blu-ray erschienen sind.

Abenteuer in Rio

Hergé war sehr unzufrieden mit den beiden Realverfilmungen und bedauerte es sehr, dass er sich nicht Philippe de Broca einigen konnte, der Anfang der 60er Jahre eine Verfilmung von „Tim und Struppi“ plante. Stattdessen drehte de Broca 1964 mit Jean-Paul Belmondo die Action-Komödie „Abenteuer in Rio„, die Hergé für die beste Verfilmung seines Comics hält.

Tim und Struppi im Kino

1969 schließlich folgte der ebenso wie die TV-Serie von Belvision produzierte aufwändige Zeichentrickfilm “Tim und Struppi im Sonnentempel“. Als Grundlage für die Geschichte dienten die Comicalben “Die sieben Kristallkugeln“ (das ziemlich zusammengekürzt wurde) und “Der Sonnentempel“ (das recht werkgetreu umgesetzt wurde).

Tim und Struppi im Kino

Neben Hergé, der auch kurz als Zeichentrick-Figur zu sehen ist, arbeiteten am Drehbuch und am Design des Films die Comickünstler Bob de Moor, Jacques Martin und Michael Regnier alias Greg mit. Der bekannte französische Chansonsänger Jacques Brel schrieb einige Songs für den Film.

Tim und Struppi im Kino

Zudem wurden noch einige Tanz-Einlagen, sowie ein nicht im Comic vorkommendes Inka-Mädchen eingebaut. Dadurch, aber auch wegen der plastisch kolorierten Hintergrundgemälde, die so gar nichts von Hergés “Ligne Claire“ haben, erinnert “Tim und Struppi im Sonnentempel“ sehr stark an eine Produktion aus dem Hause Disney und weniger an die dem Film zugrunde liegenden Comics.

Tim und Struppi im Kino

Doch insgesamt bietet der sorgfältig gestaltete Zeichentrickfilm spannende Unterhaltung, die durch allerlei Gags aufgelockert wird.

Tim und Struppi im Kino

Drei Jahre später kam ein weiterer aufwändig animierter Trickfilm von Belvision namens “Tim und Struppi und der Haifischsee“ in die Kinos, der genau wie die beiden Realfilme wieder eine neue Geschichte erzählte. Nicht ganz ohne Grund wird Tim auf dem deutschen Kinoplakat als “der James Bond des Zeichentricks“ bezeichnet.

Tim und Struppi im Kino

Die ebenso spannende wie lustige Story erinnert gelegentlich durchaus an einen groß angelegten Kinofilm mit 007. Es wird erzählt, wie Tims Erzfeind Rastapopoulos plant, die größten Kunstwerke der Welt gegen Fälschungen auszutauschen, die er durch einen 3D-Kopierer anfertigen will. Die Originale hortet der Monokel tragende Schurken in seinem Geheimversteck auf dem Grunde des Haifischsees.

Tim und Struppi im Kino

Die Geschichte nutzt zwar bekannte Figuren und auch das haifisch-förmige U-Boot aus den Comics, stammt jedoch nicht von Hergé, sondern von Greg.

Tim und Struppi im Kino

1973 entstand auf der Basis des Drehbuchs ein 44-seitiger Comic zum Film, der als Band 23 in die reguläre Reihe eingegliedert wurde. Doch das Cover, auf dem Filmstreifen zu sehen sind, signalisiert recht deutlich den Unterschied zu den übrigen Comic-Alben.

Tim und Struppi im Kino

Der Comic enthält eine Zusammenstellung von Standbildern aus dem Film, die mit Sprechblasen versehen sind.

Tim und Struppi im Kino

Eine nachgezeichnete Version des Film-Comics erschien 1973 im Comic-Magazin ZACK.

Tim und Struppi im Kino

Sehr werkgetreu geriet die  zwischen 1991 und 1993 produzierte 39-teilige französisch-kanadische Zeichentrickserie „Les Aventures de Tintin„, die fast alle Comicalben sorgfältig für das Fernsehen adaptierte.

Tim und Struppi im Kino

Abgesehen von “Im Lande der Sowjets“ und “Tim im Kongo“ (wurde wegen seiner rassistischen Tendenzen weggelassen) wurden hier alle “Tim und Struppi“-Comics sehr nahe am Original, aber oft auch etwas uninspiriert adaptiert, wobei Kapitän Haddock in den Episoden eher abstinent rüberkommt.

Tim und Struppi im Kino
Hier trinkt der Käptn ausnahmsweise mal…

Aus den meisten Comic-Alben entstanden hierbei zweiteilige Trickfilme. Der 1983 verstorbene Hergé konnte dies leider nicht mehr miterleben. Als Trickfilmcharakter hat er jedoch in jeder Episode einen kleinen Gastauftritt á la Hitchcock.

Tim und Struppi im Kino

Mit modernster Tricktechnik wäre es wohl denkbar eine “werkgetreue“ Verfilmung von Hergés Comic-Reihe auf die Leinwand zu zaubern. Doch dies durfte nicht erwartet werden, als Steven Spielberg 2011 “Die Abenteuer von Tim und Struppi: Das Geheimnis der Einhorn“ inszenierte.

Tim und Struppi im Kino

Der Film erweist im schönen flächig animierten Vorspann und gleich danach mit einem Gastauftritt – ein computeranimierter Hergé porträtiert als Flohmarkt-Karikaturist den computeranimierten Tim in seinem typischen Ligne-Claire-Stil – dem belgischen Comicmeister seinen Respekt. Danach jedoch zieht der Erfolgsregisseur auch in seinem ersten selbst in Szene gesetzten Trickfilm voll sein Ding durch.

Tim und Struppi im Kino

Das ist zunächst etwas anstrengend, denn die Figuren sehen weder wie ihre Ebenbilder aus dem Comic aus, aber auch nicht – trotz zahlloser Details – wie richtige Menschen. Zudem ist auch noch die Kamera ständig in Bewegung, damit das Ganze als 3D-Film auch ja schön plastisch wirkt.

Tim und Struppi im Kino

Die zunächst aus Hergés Album “Das Geheimnis der Einhorn“ übernommene Geschichte beginnt – durchaus werkgetreu – etwas lahmarschig und erzählt von Schiffsmodellen die Schatzkarten enthalten. Doch wenn dann zusätzlich noch Elemente aus dem Comic “Die Krabbe mit den goldenen Scheren“ – jenem Album in der Tim den beliebten Polter- und Trunkenbold Haddock kennenlernt – gewinnt der Film ganz schön an Fahrt.

Tim und Struppi im Kino

Im Laufe der munter neu remixten Geschichte gibt es reichlich aus den Comics übernommene Situationen, aber auch eine wild turbulente Verfolgungsjagd durch einen afrikanischen Küstenort, die alle Indiana-Jones-Actionszenen blass aussehen lassen. Jene Sequenz, in der Kapitän Haddock sich in seinen gegen Piraten ankämpfenden Vorfahren hineinversetzt, hingegen, kann locker mit den besten Momenten aus “Fluch der Karibik“ mithalten. Wenn es um das in Szene setzten von lustigen Turbulenzen geht, ist Spielberg immer noch unerreicht und zeigt ganz nebenbei den Pixar-Leuten, die sich gerade mit “Cars 2“ lächerlich machten, dass es doch möglich ist mit computeranimierter Action zu unterhalten.

Tim und Struppi im Kino

Aus Hergés “Einhorn“-Fortsetzung “Der Schatz Rackham des Roten“ übernimmt der Film nur Fragmente und spart sich den Ausgang der Geschichte (sowie den ersten Auftritt von Professor Bienlein) für eine dann wohl von Peter Jackson in Szene gesetzte Fortsetzung auf. Insgesamt richtet sich der Film eher an das große Publikum als an die Fans der Tim und Struppi-Comics. Doch unterhaltsamer als die werkgetreue aber sehr brave TV-Trickfilmserie oder die sonstigen Kino-Auftritte von Hergés Helden ist das Ganze allemal.

Derzeitig ist Peter Jackson dabei die Fortsetzung “The Adventures of Tintin: Prisoners of the Sun” zu produzieren.

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