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Der gebrochene Pfeil

Nordamerika um 1870: Tom Jeffords (James Steward), ein ehemaliger Fährtensucher der US-Armee, setzt sich für Frieden zwischen Weißen und Apachen ein. Er wird zwar von seinen weißen Freunden misstrauisch beäugt, gewinnt aber die Freundschaft des Häuptlings Cochise (Jeff Chandler) und die Liebe des Apachen-Mädchens Sonseeahray (Debra Paget). Doch so einfach sind Vorurteile nicht auszurotten und Toms Bemühungen enden tragisch…

Der gebrochene Pfeil

Bis zum Zeitpunkt der Entstehung dieses Films wurden Indianerstämme im US-Kino meist als eine Art böse Naturgewalten dargestellt, die aus heiterem Himmel über harmlose weiße Siedler herfielen. Erste zaghafte Rauchzeichen, die in eine andere Richtung wehten gab es 1950, als Der gebrochene Pfeil in die Kinos kam.

Der gebrochene Pfeil

Der Film mag seine Schwächen haben und oft hart am Kitsch vorbeischrammen. Doch das Bemühen um eine faire Darstellung der US-Ureinwohner und das berührende Spiel des wie immer zuverlässigen James Steward und der damals erst 17-jährigen Debra Paget (Der Tiger von Eschnapur) machen den Film (40 Jahre vor Der mit dem Wolf tanzt!) zu einem wegweisenden Klassiker des Westernkinos.

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Der große Bluff

Mit Der große Bluff präsentiert Koch Medias “Edition Western Legenden“ in der Tat einen Klassiker des Genres. Dieser im selben Jahr wie John Fords Western-Meilenstein Stagecoach entstandene Film war aber auch wichtig für die weitere Karriere von zwei der größten Hollywood-Stars.

Der große Bluff

Marlene Dietrich, die zuvor meist aufgestylt mit Schlafzimmerblick durch schwülstige Melodramen stolzierte, spielt hier die gut geerdete Rolle einer moralisch nicht ganz einwandfreien Saloon-Sängerin. Zur Taktik des Neustarts von Marlenes Image gehörte vielleicht auch, dass die deutsche Diva hier den französisch anmutenden Namen “Frenchy“ trägt. Mit viel Ironie und sich ihrer Wirkung auf das männliche Publikum voll bewusst, schmettert La Dietrich zukünftige Evergreens wie You’ve Got That Look oder See What the Boys in the Back Room Will Have. Die Jungs im Publikum haben dabei ganz sicher ihren Spaß, Mischa Auer (Casablanca) in der Rolle des Trottel vom Dienst reagiert auf Marlenes erotische Gesangs-Performance fast so wuschig wie Tex Averys Zeichentrick-Wölfe in den klassischen MGM-Cartoons.

Der große Bluff

Das zweite große Plus des Films ist James Steward in einer seiner besten frühen Rollen, der als scheinbar harmloser Bürger Thomas Jefferson Destry Jr. ins verruchte Örtchen Bottleneck kommt. Nicht einmal eine Knarre hat dieser Sohn einer Western-Legende dabei, er scheint es eher darauf angelegt zu haben seine Gegner durch Geschichten die immer mit “Ich kannte mal einen Mann, der…“ beginnen, zu Tode zu langweilen. Doch wenn es hart auf hart kommt, ist auch Destry hart!

Der große Bluff

Koch Media hat sich bei der Blu-ray-Edition von Der große Bluff besonders viel Mühe gegeben. Noch nie sah der Film so gestochen scharf aus, neben der Originalfassung sind auch noch gleich drei verschiedene deutsche Synchronisationen von 1947, 1987 und 2006 enthalten. Die Buchhülle ist auch sehr hübsch geworden und der leidige FSK-Aufkleber lässt sich problemlos rückstandsfrei entfernen.

Der große Bluff

Bonusmaterial: Eine live aufgenommene Radiohörspielfassung von “Der große Bluff“ aus dem Jahre 1945 in der James Steward wieder als Thomas Jefferson Destry Jr. zu hören ist und Joan Blondell die Rolle von Marlene Dietrich sprach (54:17, ohne deutsche Untertitel), Galerie mit Fotos, Plakaten und Werbematerial (12:23 min),Booklet mit einem Text von Hank Schraudolph

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