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Jim Cutlass

Ende der 70er Jahren waren Autor Jean-Michel Charlier (Mick Tangy) und Zeichner Jean Giraud nach 13 Alben ihrer Serie Leutnant Blueberry etwas überdrüssig. Sie suchten nach einer Alternative und starteten eine zweite Westernserie. Im Zentrum stand mit Jim Cutlass wieder ein Mann aus den Südstaaten, der im Sezessionskrieg für den Norden gekämpft hatte.

Jim Cutlass

Die Geschichte spielt in nach dem Ende des Bürgerkriegs und beschreibt die unsicheren Verhältnisse im Süden der USA. Obwohl Cutlass gemeinsam mit seiner ebenso attraktiven wie wehrhaften Cousine Carolyn der rechtmäßige Eigentümer der Plantage Cyprus Lodge ist, wird es ihm nicht leicht gemacht sein Erbe anzutreten…

Jim Cutlass

Das erste Album Mississippi River ist ein gradlinig erzählter Western vor attraktiver Südstaaten-Kulisse. Einmal mehr zeigt sich hier die Meisterschaft des großen Comicautors Charlier den Leser in seinen Bann zu ziehen. Genau wie bei Blueberry wird er auch hier optimal ergänzt von dem mit sicheren Strich zu Papier gebrachten Bildern von Jean Giraud, der kurz zuvor damit begonnen hatte als Moebius mit Werken wie Arzach ein ganz eigenes Comic-Universum zu schaffen.

Jim Cutlass

Es sollte 10 Jahre dauern, bis Charlier und Giraud mit Der Mann aus New Orleans zu Jim Cutlass zurückkehrten. Die Zeichenarbeit hatte jetzt jedoch Christian Rossi übernommen, was dank dessen Talent jedoch kaum auffiel. Im weiteren Verlauf der Serie war jedoch immer stärker der Verlust von Charlier zu spüren, der am 10. Juli 1989 verstarb und das Szenario zu Der Mann aus New Orleans nicht mehr beenden konnte.

Jim Cutlass

Jean Giraud übernahm das Schreiben der Serie. Was ihm durch Interventionen der Familie von Charlier bei Blueberry nicht erlaubt wurde, konnte er bei Jim Cutlass voll ausleben. Die Serie wird von Band zu Band immer mystischer. Im Zentrum steht zwar auch – wie noch von Charlier vorgegeben – der Kampf gegen den Klu-Klux-Klan, doch dominanter in der Geschichte sind der Kult des weißen Albinos und des ebenfalls weißen Riesenalligators. Die Bilder Rossis sind weiterhin eine Pracht und lassen an Moebius denken, die abgefahrene Geschichte leider auch.

Jim Cutlass

Trotzdem ist es erfreulich, dass der Splitter Verlag eine wunderschön aufgemachte gebundene Gesamtausgabe von Jim Cutlass veröffentlicht hat. Enthalten sind im leichten Überformat von 23 x 32 cm auf 448 Seiten alle sieben Alben der Serie sowie einige Skizzen und Hintergrundinfos. Besser kann ein Comic nicht präsentiert werden!

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Leutnant Blueberry

Durch eine Verkettung widriger Umstände und Intrigen ist Mike S. Donavan, der arrogante Sohn eines reichen Plantagenbesitzers aus Georgia, gezwungen in den Norden zu flüchten. Er nennt sich fortan Blueberry und kämpft in der Armee der Nordstaaten gegen seine ehemaligen Landsleute aus dem Süden. Diese Geschichte erzählten Jean-Michel Charlier (Mick Tangy) und Jean Giraud erstmals 1968, doch ihre Erfolgsserie Leutnant Blueberry starteten sie bereits fünf Jahre zuvor.

Leutnant Blueberry

Trotzdem ist es sinnvoll, dass Ehapas Reihe Die Blueberry Chroniken mit Blueberrys Geheimnis von 1968 und sieben weiteren Kurzgeschichten gestartet wurde, die zunächst im kleinformatigen Super Pocket Pilote erschienen sind. Später wurden diese in einem sehr lockeren Stil gezeichneten Geschichten in den Zack Parade -Taschenbüchern und dann unter dem Titel Die Jugend von Blueberry veröffentlicht. (Zu diesen Kurzgeschichten gehört auch noch Donner über der Sierra, die jedoch zeitlich deutlich später spielt und daher in Band 6 der Blueberry Chroniken nachgereicht wird).

Leutnant Blueberry

Im zweiten Band der Blueberry Chroniken startet unter dem Motto Die Sierra bebt das eigentliche Epos. Die Geschichte beginnt 1866 in Arizona: Der junge und äußerst pflichtbewusste Leutnant Craig ist unterwegs nach Fort Navajo, einem mitten im Indianergebiet gelegenen Außenposten der Armee.

Leutnant Blueberry

Bei einer Rast in einem Saloon hilft er einem Glücksspieler aus einer selbstverschuldeten Notlage. Zu seiner Überraschung stellt Craig fest, dass es sich bei dem verantwortungslosen Burschen um Leutnant Mike S. Blueberry handelt und dieser ebenfalls seinen Dienst in Fort Navajo antreten will.

Leutnant Blueberry

Mit dieser Geschichte, die 1963 im Comicmagazin Pilote gestartet wurde und zwei Jahre später als Album Fort Navajo erschienen ist, begann die wohl beste Westernserie der Comicgeschichte.  Jean-Michel Charlier etablierte schon nach wenigen Seiten einen äußerst sympathischen Antihelden. Er verarbeitete bei Blueberrys Abenteuern immer wieder tatsächliche Ereignisse, wie etwa die Geschichte des Apachen-Häuptlings Cochise, der genau wie im Comic von einem Offizier namens Bascom bei angeblichen Friedensverhandlungen hereingelegt wurde und daraufhin einen erbitterten Kampf gegen die Weißen begann.

Leutnant Blueberry

Die Blueberry Chroniken enthält mit den drei zusammenhängenden Alben Fort Navajo, Aufruhr im Westen und Der einsame Adler jetzt den eigentlichen Auftakt der Serie. Ebenso spannend wie die Geschichte ist die künstlerische Entwicklung von Jean Giraud, der anfangs noch im etwas steifen Stile seines Lehrmeistes Jijé (Jerry Spring) zeichnete, dann aber immer lockerer wurde. Gelegentlich schimmert dabei schon etwas von jenen klaren Konstrukten durch, die zum Markenzeichen von Girauds Alterego Moebius (John Difool: Der Incal) werden sollten.

Leutnant Blueberry

Für die Blueberry Chroniken wurden die Geschichten sorgfältig neu übersetzt und frisch gelettert. Zusätzlich gibt es Bonusmaterial, das allerdings eher auf historische Fakten als auf die Entstehung der Comics eingeht. Mittlerweile liegt mit Mann gegen Mann bereits der 19. Band dieser Reihe vor!

Blueberry Chroniken 19: Mann gegen Mann
Christophe Blain

Demnächst kommt übrigens wieder etwas Bewegung in die Traditionsserie. Die beiden Comic-Chaoten Joann Sfar und Christophe Blain, die auch für eine Fortsetzung von Hugo Pratts Corto Maltese im Gespräch waren, arbeiten gerade an einem neuem Blueberry-Album.

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Dan Cooper

Der kanadische Flieger Dan Cooper wurde in den siebziger Jahren zum beliebtesten Serienheld des Comic-Magazins Zack gewählt. Dies führte dazu, dass der belgische Zeichner Albert Weinberg mit seiner Serie fast in jedem Heft vertreten war und dafür wie am Fließband zeichnen musste. Die Figuren und Geschichten wirkten am Ende ähnlich steril wie bei Jean Gratons Rennfahrer-Serie Michel Vaillant. Doch als Dan Cooper 1957 erstmals abhob, war die Serie voll auf der Höhe der Zeit.

Dan Cooper

Im ersten Band einer auf 12 Hardcover-Bücher angelegten Gesamtausgabe erläutert Bernd Weckwert in einer eigens für die deutsche Edition verfassten ausführlichen Einleitung wie alles begann. Der 1922 in Lüttich geborene Weinberg interessierte sich in seiner Kindheit nur mäßig für Comics und arbeitete zunächst für eine Agentur, deren wichtigster Auftraggeber der belgische Verlag Dupuis war, der das Magazin Spirou veröffentlicht.

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Daher assistierte Weinberg ab 1948 dem Zeichner Victor Hubinon unter anderem bei der Flieger-Serie Buck Danny. Ab 1949 arbeitete Weinberg auch für die Konkurrenz-Zeitschrift tintin und half u. a, Hergé bei der Geschichte Schritte auf dem Mond. Auch die ersten Abenteuer von Dan Cooper sollten einen starken Science-Fiction-Einschlag haben.

Dan Cooper

Doch der Auslöser für Weinberg eine eigene Flieger-Serie zu starten, war 1952 der Film Der unbekannte Feind von David Lean. Diese Geschichte um einen von Ralph Richardson gespielten Testpiloten beeindruckte Weinberg und noch im selben Jahr verarbeitete er sie zu einer fünfseitigen Comic-Kurzgeschichte, die unter dem Titel Die Schallmauer auch im ersten Band von Splitters Gesamtausgabe enthalten ist.

Dan Cooper

Weinberg zeichnete weiter Kurzgeschichten für tintin, u. a. über Charles Lindbergh oder über die Marsmenschen-Panik, die Orson Welles 1938 per Radio in den USA verbreitete. 1954 schließlich startete in tintin mit der Geschichte Blue Delta Weinbergs Serie über den zunächst als Testpiloten tätigen Dan Cooper.

Dan Cooper

Auch die folgenden von Weinberg verfassten Geschichten Herr über die Sonne, Die Piraten der Stille, Operation Jupiter und Auf zum Mars haben eine stark futuristische Ausrichtung. Bei Operation Jupiter ist bemerkenswert, dass es, nachdem die Geschichte ab 1957 in tintin als Fortsetzung veröffentlicht wurde, noch 22 Jahre dauern sollte, bis eine Gesamtausgabe in Album-Form erschien. Das lag daran, dass das afrikanische Land Liberia dagegen protestiert hatte, dass Weinberg in seiner Geschichte von einem Putschversuch gegen die Regierung erzählte.

Dan Cooper

Hergé war nicht begeistert von den ersten Geschichten mit Dan Cooper und kritisierte die Comics von Weinberg als zu unrealistisch. Da dessen Meinung für die Ausrichtung des Magazins tintin nicht unwichtig war, wurde das Konzept der Serie geändert. Wohl auch deshalb brachte Weinberg das Album Auf zum Mars ziemlich abrupt zu Ende. Erst vierzig Jahre später sollte er auf einigen zusätzlich gezeichneten Seiten (die natürlich in der Gesamtausgabe enthalten sind), wie die Raummission und das zugehörige Programm zur Erforschung des Weltalls ihr Ende fanden.

Dan Cooper

Als neuer Texter für Dan Cooper wurde ab 1959 ein Autor verpflichtet, der eine sehr große Erfahrung mit dem Verfassen von Flieger-Comics hatte. Wie von Jean-Michel Charlier erst 1987 zu erfahren war, hatte dieser die drei Dan Cooper-Geschichten Duell am Himmel, Handstreich über der Eiswüste und Die Jaguarstaffel aus Freundschaft zu Weinberg anonym verfasst. Somit war Charlier mehr als zwei Jahre lang Autor der drei großen frankobelgischen Flieger-Comic-Reihen Buck Danny,  Dan Cooper und Tanguy & Laverdure. Charlier war kein großer Science-Fiction-Freund und gab Dan Cooper eine realistische, aber aus heutiger Sicht moralisch arg zweifelhafte Ausrichtung.

Dan Cooper

In Duell am Himmel erzählt Charlier davon, wie Captain Dan Cooper aus einem ziemlich klischeehaft dargestellten Multikulti-Team (man nehme einen Indianer mit Zöpfen und einen Schwarzen mit Trompete) eine Kunstflugstaffel zusammen stellt. Diese soll auf einer Flugschau in Ägypten für ein von Coopers Vater konstruiertes neues Militärflugzeug werben, das senkrecht starten und landen kann. Natürlich handelt die Geschichte auch von bösen Spionen, tückischen Intrigen, tollkühnen Flugmanövern und zur Auflockerung gibt es eine Tortenschlacht. Wer will kann sich über die sehr militaristische Ausrichtung einer anfangs naiv-utopischen Serie, sowie über die sehr naive Darstellung der Rüstungsindustrie innerhalb (nicht nur) dieser Geschichte ärgern.

Dan Cooper

Linderung bietet jedoch der umfangreiche Anhang der Splitter Gesamtausgabe, der neben sehr schönen Covern, die Weinberg für tintin schuf auch noch einige recht interessante Comics enthält. Ab Band 2 gibt es zusätzlich auch noch Texte, die sich mit Dan Cooper in Deutschland beschäftigen und fundiert darüber berichten, wie die deutschen Verleger den Comic nach ihrem eigenen Gusto verändert haben. In dieser Form ist die Gesamtausgabe zugleich auch eine sehr informativ kommentierte Zeitreise durch vier Jahrzehnte Comic-Geschichte.

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Die Abenteuer von Tanguy und Laverdure

Im Windschatten von “Asterix“ wird immer wieder übersehen, dass der meisterliche Zeichner Albert Uderzo zeitgleich mit den Abenteuern des kleinwüchsigen Galliers – ebenfalls am 29. Oktober 1959 in der ersten Ausgabe des Magazins Pilote – noch eine zweite gänzlich anders geartete Comic-Serie an den Start brachte.

Die Abenteuer von Tanguy und Laverdure

Auch die Abenteuer der tollkühnen französischen Militärpiloten Michel Tanguy und Ernest Laverdure haben mittlerweile Klassikerstatus. Die Serie erscheint noch heute und inspirierte eine TV-Serie, sowie den aufwändigen französischen Kinofilm “Sky Fighters“.

Die Abenteuer von Tanguy und Laverdure

Die Geschichten stammen des  ungemein produktiven Autors Jean-Michel Charlier („Blueberry„), der bereits im Rahmen seiner Recherche für die 1947 gestartete Fliegerserie “Buck Danny“ seinen Pilotenschein gemacht hatte. Charliers Geschichten sind aus heutiger Sicht etwas arg militaristisch geraten, auch wenn ein immer wieder aufblitzender Humor dies etwas neutralisiert.

Die Abenteuer von Tanguy und Laverdure

Für lustige Einlagen sorgte der tollpatschige Laverdure, den Albert Uderzo nach seinem Ebenbild gestaltete.  Diese Figur sorgte für einen angenehmen Kontrast zum heldenhaften und etwas steifen Tanguy. Als 1966 dann Jijé die Serie übernahm wurden die Slapstick-Elemente etwas zurückgefahren.

Die Abenteuer von Tanguy und Laverdure

Bereits das erste “Tanguy & Laverdure“-Abenteuer, das sich über die beiden Alben “Die Schule der Adler“ und “Für Ehre und Vaterland“ erstreckt, ist sehr viel mehr als ein Werbeprospekt für die französische Fliegerstaffel. Wie kaum einem anderen Autoren von Abenteuer-Comics gelingt es Charlier auch echte menschliche Dramen zu erzählen.

Die Abenteuer von Tanguy und Laverdure

In Deutschland debütierte die Serie in Rolf Kaukas Comicmagazin Lupo, das kurz darauf in Lupo modern umbenannt wurde. Die beiden Flieger wechselten hier die Nationalität, genau wie Asterix und Obelix, die eine Ausgabe zuvor als “Siggi und Barbarras“ gnadenlos (und reichlich deutschnational) germanisiert wurden. Tanguy & Laverdure wurden umbenannt in Rolf Randers & Miki Kabel und zu „zwei deutschen Jagdfliegern in einer geheimen Spezialstaffel.“  Etwaige Ungereimtheiten dieser seltsamen Bearbeitung wurden wie folgt erklärt: “Schauplätze, Namen der handelnden Personen und Zeit dieses Fliegerabenteuers wurden der Geheimhaltung wegen willkürlich gewählt.“

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Erst durch das Comicmagazin Zack fand Anfang der Siebziger Jahre eine recht werkgetreu übersetzte Veröffentlichung der Serie unter dem Titel “Mick Tangy“ sehr viele Fans.  Später folgte beim Splitter Verlag eine Albenreihe unter dem französischen Originaltitel und Ehapa veröffentlichte danach eine Gesamtausgabe in Hardcoverbänden, die neben jeweils mehreren Alben auch allerlei Bonusmaterial enthalten. Für die Konzeption und die redaktionellen Beiträge ist Horst Berner zuständig, dessen Anspruch es war “alles zu veröffentlichen“. Daher erschien die Gesamtausgabe bei uns – im Gegensatz zu Frankreich – in acht statt in neun Bänden!

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Doch bereits mit Band 3 lagen alle acht albenlangen Geschichten vor, die der geniale Zeichner Albert Uderzo zur Fliegerserie beigesteuert hatte. “Piraten des Himmels“, die letzte komplett von Uderzo gestaltete Geschichte innerhalb der Reihe, schildert einmal mehr, wie ausländische Mächte versuchen zu verhindern, dass Frankreich mit dem Wunderflugzeug Mirage III gute Geschäfte macht.

Die Abenteuer von Tanguy und Laverdure

Während diese Story in Afrika angesiedelt ist, eröffnet die arktische Rettungsmissions-Geschichte “Kap Zero“ den dritten Band der “Tanguy und Laverdure“-Gesamtausgabe. In dieser Geschichte verwundert etwas, dass  Jean-Michel Charlier – der später im Western-Comic “Blueberry“ meist auf der Seite der Indianer stehen sollte – hier mit der arktischen Urbevölkerung teilweise ganz schön rüde umspringt. Nicht nur schurkische Figuren sondern auch Mick Tanguy bezeichnen einen Eskimo als “Pelzkittel“, “abgekürzter Walfisch“ oder “Kerzenfresser“. Doch immerhin ist es später ein heldenhafter Inuit, der Tanguy das Leben rettet.

Die Abenteuer von Tanguy und Laverdure

Auch an “Piraten des Himmels“, der letzten Geschichte im dritten Sammelband, war noch Uderzo beteiligt. Hier half er bei den ersten sechzehn Seiten seinem Nachfolger Joseph Gillain alias Jijé (“Jerry Spring“) sich in die Serie einzuarbeiten. Diese Zusammenarbeit resultierte in einigen höchst amüsanten und lässig in Szene gesetzten Slapstick-Szenen, in denen sich der tollpatschige Laverdure als Wintersportler versuchte.

Die Abenteuer von Tanguy und Laverdure

Der etwas spartanische Zeichenstil mit dem Jijé “Tanguy und Laverdure“ fortsetzte, fand ebenfalls Anklang bei den Fans. Doch für mich sind die von Uderzo gezeichneten Flieger-Geschichten ein absolutes Highlight des frankobelgischen Abenteuer-Comics.

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