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Blueberry – Collector’s Edition 6

Der sechste Band von Egmonts Collector’s Edition enthält gleich vier Alben der Western-Serie Blueberry. In Vogelfrei und Angel Face wird erzählt, wie es dem im Militärgefängnis einsitzenden Ex-Leutnant gelingt wieder freizukommen. Doch als es fast schon zu spät ist merkt er, dass er Teil einer Verschwörung ist, und Sündenbock bei einem Attentat auf Präsident Grant sein soll…

Blueberry - Collector's Edition 6

Mit Vogelfrei geht eine Ära zu Ende, denn es ist das letzte Album der Serie, das in Pilote erstveröffentlicht wurde. Die Veröffentlichung erfogte als Fortsetzung in 21 Ausgaben des Magazins und Blueberry es kein einziges Mal aufs Cover. Jean-Michel Charlier fremdelte schon lange mit der dem Zeitgeist hinterherhechelnden Ausrichtung der von ihm 1959 mitgegründeten Comic-Zeitschrift. Bereits 1972 trat er als Chefredakteur zurück.

Blueberry - Collector's Edition 6
In Pilote # 700 startete 1973 die Veröffentlichung von VOGELFREI

In Pilote kamen im Wochentakt jemeils meist zwei Seiten von Blueberry zum Abdruck, diese allerdings in einer Größe von circa 24 x 32 cm. Charlier und Jean Giraud konzipierten die Serie zukünftig stärker im Hinblick auf die Album-Veröffentlichung. Doch die Zeit bei Pilote war die produktivste Phase des Erfolgsteam. Denn von 1963 bis 1973 erschienen dort 16 albumlange Geschichten der Westernserie, während in den darauffolgenden 34 Jahren nur noch 12 von Giraud gezeichnete Blueberry-Alben veröffentlicht wurden.

Blueberry - Collector's Edition 6

Charlier erzählt in Vogelfrei eine manchmal fast schon zu umständlich verzahnte Geschichte voller Intrigen.  Das nächste Album Angel Face bietetSpannung bis zum Abwinken und schildert im atemlose Tempo die turbulenten Ereignisse eines einzigen Tages. Giraud sprang hier zeitweise auch als Autor ein und garnierte die spannende Geschichte mit etwas mehr Humor (Stichwort: Blaubeer-Kuchen) als sonst bei Blueberry üblich.

Blueberry - Collector's Edition 6

Das Ende von Angel Face scheint Blueberry nicht überlebt zu haben. Da Charlier und Giraud unzufrieden mit ihrem Verleger Dargaud waren, ließen sie sich Zeit mit der Fortsetzung und erschufen mit Jim Cutlass einen neuen Westernhelden. Das nächste Blueberry-Abenteuer Gebrochene Nase erlebte dann überraschenderweise im Dezember 1978 seine Premiere unter dem Titel Die Kopfgeldjäger von Arizona im deutschen Comicmagazin ZACK und startete erst einige Wochen später in Frankreich bei Super-As.

Blueberry - Collector's Edition 6

Charlier hatte sich wieder eine sich auf mehreren Ebenen abspielende, wild auswuchernde Geschichte ausgedacht. Blueberry versuchte bei einem befreundete Indianer-Stamm zur Ruhe zu kommen und hat ein Auge auf Chini, die Tochter des Häuptlings Cochise geworfen. Dadurch macht er sich den Apachen-Krieger Vittorio zum Feind und zudem droht einmal mehr ein Krieg der Indianer mit der US-Kavallerie…

Blueberry - Collector's Edition 6

Nachdem Charlier bei Gebrochene Nase noch mit einem recht strengen meist aus vier Panel-Reihen bestehenden Seitenlayout arbeitete, kam es beim nächsten Album zum Stilbruch. Nachdem er bereits bei Angel Face seine Zeichnungen nicht mehr als Halbseiten sondern jeweils komplett auf einem Bogen anfertigte, wurde sein Layout bei Der lange Marsch noch lockerer.

Blueberry - Collector's Edition 6

Jean Giraud brachte die Erfahrungen, die er bei seinen unter dem Pseudonym Moebius veröffentlichten Comics gewonnenen hatte.  auch bei Blueberry ein. Seine Zeichnungen wurden lockerer und klarer, die meist in drei Reihen angeordneten Panels größer. Charlier ließ seinen Zeichnern große Freiheiten und nahm in Kauf, dass Giraud bei der wilden Eisenbahn-Action am Ende von Gebrochene Nase wieder kleinteiliger arbeitete, um die Geschichte auf den zur Verfügung stehenden 46 Seiten zu beenden.

Blueberry - Collector's Edition 6

Bemerkenswert ist, dass Charlier in Der lange Marsch mit Chini und der wieder zurückgekehrten Chihuahua Pearl gleich zwei weibliche Hauptfiguren auftreten ließ, was 1980 noch keine Selbstverständlichkeit war.

Blueberry - Collector's Edition 6

Auch dieser Band der Collector’s Edition überzeugt weniger durch die Wahl des matten Papiers, sondern durch das Bonusmaterial. So setzt Volker Hamann (Reddition) seine Reihe “Blueberry in Deutschland“ fort und beschäftigt sich mit der Veröffentlichung der Serie innerhalb der Ehapa-Reihe Die großen Edel-Western.

Blueberry - Collector's Edition 6

Interessant ist auch ein Artikel von Patrice Pellerin über die Arbeitsweise van Charlier. Pellerin ist Insider, denn er zeichnete zwei Alben der von Charlier geschriebenen Serie Der rote Kosar. Der Zeichner erzählt auch davon, dass der Fleischliebhaber Charlier glaubte, dass Giraud das Rauhbein Blueberry verweichlichter aussehen ließ, seit er Vegetarier geworden ist. Charlier belehrte Giraud angeblich wie folgt: “Vergiss nicht, dass diese Menschen rotes Fleisch gegessen haben. Die waren blutlüsternd, gewalttätig! Klar, Du mit Deinem Gemüse…“

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Buck Danny 45 – Das Geheimnis der Antarktis

Die Besatzung eines japanischen Eisbrechers hat französische Jets am Rande der Antarktis entdeckt. Da die französische Marine dort keine Operationen durchführte, versuchen der US-Pilot Buck Danny und sein tollpatschiger Kumpel Sonny Tuckson der Sache auf den Grund zu gehen. Sie haben dabei einige gefährliche Einsätze im (und über dem) ewigen Eis zu absolvieren.

Buck Danny 45 - Das Geheimnis der Antarktis

Genau wie die zunächst von Albert Uderzo gezeichnete Fliegerserie Tangy & Laverdure und zeitweise auch Dan Cooper stammt auch Buck Danny aus der Feder von Jean-Michel Charlier (Blueberry). Der Zeichner Victor Hubinon (Der rote Kosar) machte 1949 sogar gemeinsam mit Charlier einen Flugschein um die Comics so realistisch wie möglich gestalten zu können.

Buck Danny 45 - Das Geheimnis der Antarktis

Bei uns erschien die Serie zunächst als Rex Danny in preiswerten Heftausgaben bei Bastei bevor Carlsen schließlich 48 Alben unter dem korrekten Titel herausbrachte. Buck Danny hat sich auch bei uns durchgesetzt und wird von Salleck Publications in ansprechender Aufmachung fortgeführt. Dort ist auch eine mittlerweile auf 14 Hardcover-Bände angewachsene Gesamtausgabe erschienen.

Buck Danny

Nach dem Tode von Hubinon übernahm Francis Bergèse (Biggles) die Serie ab 1983 und textete sie auch selber. Seine äußerst detailreichen aber trotzdem klaren Zeichnungen sind sehr viel weniger steif als die Bilder von Hubinon und wurden zudem noch sehr einfühlsam von Natalie Bergèse koloriert.

Buck Danny

Die Geschichten sind natürlich immer noch sehr technik-lastig (zum Glück gibt es mittlerweile aber kaum noch Diagramme und Fußnoten), doch immerhin hat sich mit einer gewissen Cindy auch ein weiblicher Pilot für Buck Dannys Team qualifiziert.

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Blueberry – Collector’s Edition 5

Die fünfte Veröffentlichung der neunbändigen Collector’s Edition des Western-Klassikers Blueberry erzählt – genau wie schon zuvor der Zweiteiler Die vergessene Goldmine und Das Gespenst mit den goldenen Kugeln – von einer Schatzsuche. Die Jagd nach einem Goldschatz der konföderierten Streitkräfte zieht sich durch die zwischen 1970 und 1972 in Pilote veröffentlichten Alben Chihuahua Pearl, Der Mann, der $ 500.000 wert ist und Ballade für einen Sarg.

Blueberry – Collector’s Edition 5

Bemerkenswert ist, dass innerhalb der sich zuvor eher an junge Leser richtenden Serie erstmals eine mehr als gleichberechtigte weibliche Figur auftaucht. Nach der Offizierstochter Miss Muriel in Fort Navajo und der Lehrerin Miss March in Der Sheriff ist Chihuahua Pearl, die Titelheldin des 13. Albums, erst die dritte Frau, die überhaupt eine Rolle in der Serie spielt.

Blueberry – Collector’s Edition 5

Wer mag, kann die gleichberechtigte Behandlung von Chihuahua Pearl auch dadurch bestätigt sehen, dass die kräftig bei der Schatzsuche mitmischende Dame von Blueberry einen Kinnharken verpasst bekommt. Ins selbe – heute, mehr als 50 Jahre später, nicht mehr denkbare – Horn stößt auch der Kommentar des Sidekicks Jimmy Mc Clure: “Das wäre nur Brutalität, wenn es eine schwache, wehrlose Frau treffen würde.“

Blueberry – Collector’s Edition 5

Mit 224 Seiten ist der fünfte Band der Collector’s Edition besonders umfangreich ausgefallen und präsentiert neben den drei Comic-Alben ein besonders abwechslungsreiches Bonusmaterial.

Blueberry – Collector’s Edition 5

Enthalten ist ein 17-seitiger Text von Jean-Michel-Charlier, der mit historischen Originalfotos illustriert wurde – darunter auch ein angebliches Foto des Serienhelden –  und versucht eine glaubhafte Biografie von Mike Steve Blueberry zu erzählen.

Blueberry – Collector’s Edition 5

Interessant ist auch der Text Blueberry oder die Kunst des Wilden Westens des Comiczeichners Dominique Bertail. Anhand von gut gewählten Bildbeispielen versucht dieser hinter das Geheimnis der Zeichenkunst von Jean Giraud alias Moebius zu kommen.

Blueberry – Collector’s Edition 5
In Pilot abgedruckte Seite mit Anmerkungen von Giraud

Überraschend aber auch schlüssig ist, dass Bertail Lucky Luke von Morris als Inspiration für die ungewöhnlichen Farben bei Blueberry anführt, denn “Technisch bedingte Einschränkungen bei der Kolorierung veranlassten Morris zu eines einfachen, doch wirksamen und auffälligen Farbcodes: gelbe Silhouetten, roter Hintergrund oder rote Nahaufnahme, weißer Hintergrund, etc.“

Blueberry – Collector’s Edition 5
In der Collector’s Edition abgedruckte Seite

Grundlage für Egmonts Collector’s Edition ist die in Pilote verwendete Kolorierung, doch Giraud hat bei einigen Seiten nicht nur die Farbgebung, sondern auch einzelne Panels geändert. Diese kamen in dieser Edition zum Abdruck, doch im Anhang sind auch einige Beispiele abgedruckt, die handschriftliche Anmerkungen von Giraud zur ursprünglichen Veröffentlichung in Pilote enthalten. Klar, über die Wahl des matten Papiers kann sich gestritten werden, doch ansonsten ist diese Ausgabe optimal!

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Blueberry und der Fluch der Dämonen

Einst wurde die erste Liebe des jungen Cajuns Mike Blueberry vom skrupellosen Wally Blount erschossen. Als Marshall versucht Blueberry dem Banditen, der auf der Suche nach einer geheimnisvollen Goldmine ist, das Handwerk zu legen. Dazu greift er auf indianische Hilfe zurück. Er setzt schamanische Tricks und Drogen ein, um seine Ängste zu überwinden…

Blueberry und der Fluch der Dämonen

Wer den Western-Comic Blueberry kennt, wird in diesem 2004 entstandenen Film die von Jean-Michel Charlier und Jean Giraud geschaffene Welt kaum wiedererkennen, obwohl Vincent Cassel in der Titelrolle eine gute Wahl ist. Im Vorspann von Blueberry und der Fluch der Dämonen wird der Name des Comic-Autors Charlier nicht genannt, während der Zeichner Jean Giraud alias Moebius sogar in einer kleinen Nebenrolle zu sehen ist.

Blueberry und der Fluch der Dämonen

Von der Familie des 1989 verstorbenen Charlier wurde es Giraud untersagt Fantasy-Elemente à la Moebius in die von ihm geschriebenen Blueberry-Abenteuer einzubauen. Daher hat es ihm sicher gefallen, dass Regisseur und Co-Drehbuchautor Jan Kounen (Doberman) in seiner Blueberry-Verfilmung esoterische Elemente und wirre mystische Trickszenen einsetzte.

Blueberry und der Fluch der Dämonen

Kounen gelang ein anfangs visuell faszinierender Western mit starken Darstellern wie Juliette Lewis, Michael Madsen, Ernest Borgnine, Colm Meaney oder Tchéky Karyo. Zunächst schimmern noch einige Handlungselemente aus den Comic-Alben Die vergessene Goldmine und Das Gespenst mit den goldenen Kugeln durch.

Blueberry und der Fluch der Dämonen

Doch die Handlung wird immer abgehobener, womit sogar eine gewisse Werktreue erreicht wird, denn auch Moebius erzählte in beeindruckenden Bildern wirre Geschichten.

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Blueberry – Collector’s Edition 4

Band 3 der Collector’s Edition von Blueberry enthielt die drei Alben Das eiserne Pferd, Steelfingers und Die Fährte der Sioux. Den vierten Sammelband mit den von Jean-Michel Charlier und Jean Giraud geschaffenen Western-Comics eröffnet General Gelbhaar, der vierte und letzte Teil einer durchgehend erzählten Geschichte.

Blueberry - Collector's Edition 4

“General Gelbhaar“ wird der skrupellose Militär-Karrierist General Allister genannt, der unbedingt einen Krieg mit den Indianern anzetteln will. Leutnant Mike S. Blueberry setzt alles dran, um unnötiges Blutvergießen zu verhindern. Als Vorlage für Allister diente General George Armstrong Custer, den die Indianer aufgrund seiner Frisur “Langhaar“ nannten. Charlier war sich jedoch bewusst, dass er im politisch bewegten Jahr 1968 viel Spott ernten würde, wenn er im Comic-Magazin Pilote eine Geschichte mit dem Titel General Langhaar veröffentlichen würde.

Blueberry - Collector's Edition 4

Den Abschluss von Band 4 bildet eine auf die Alben Die vergessene Goldmine und Das Gespenst mit den goldenen Kugeln verteilte, fast 100-seitige Geschichte, die auch als Superstition Mountains (Les Monts de la Superstition) bekannt ist. Viele – dazu gehören auch Charlier und Giraud – halten diese Story für den besten Blueberry-Comic.

Blueberry - Collector's Edition 4

In der Geschichte werden Blueberry und sein trinkfester Sidekick Jimmy Mc Clure mit einem mysteriösen Mann mit deutschen Wurzeln konfrontiert. Der Mann nennt sich Baron Werner Amadeus von Luckner und hört auf den Spitznamen “Prosit“. Der angebliche Adelige behauptet den Standort einer gewaltigen  Goldmine zu kennen. Er spielt die Bewohner des Goldgräber-Städtchens Palomito, in dem Blueberry gerade als Sheriff tätig ist, gegeneinander aus. Prosit landet zwar im Knast, kann jedoch durch seine Intrigen entkommen, und eine blutige Jagd nach dem auf Indianer-Land gelegenen Gold beginnt…

Blueberry - Collector's Edition 4

Doch nicht nur die spannende Story spricht für die “Gold-Dilogie“, sondern auch Jean Girauds bildgewaltige Inszenierung des sich großteils in beeindruckenden Naturkulissen abspielenden Abenteuers kann begeistern. Der möglicherweise genialste Künstler, der je Comics gezeichnet hat, brachte Ende der 60er-Jahre bei Blueberry jene Lockerheit ein, die er sich zuvor unter seinem Pseudonym Moebius in esoterisch-phantastischen Geschichten erarbeitet hatte.

Blueberry - Collector's Edition 4

Die Kolorierung orientiert sich an der ersten Veröffentlichung von Blueberry in Pilote. Die Farbgebung ist identisch mit den Kolorierungen in Band 6 der Blueberry-Chroniken und dem 2004 zur verunglückten Verfilmung Blueberry und der Fluch der Dämonen unter dem Titel Superstition Mountains erschienenen Sammelband. Die leuchtenderen Farbe mögen für die alten Hochglanz-Editionen und gegen das matte Papier der etwas größer reproduzierten Collector’s Editon sprechen.

Blueberry - Collector's Edition 4

Doch das Bonusmaterial überzeugt wieder. Abgerundet wird auch diese Ausgabe der Collector’s Edition durch ein interessantes und reich bebildertes Vorwort, sowie den Anhang “Blueberry in Deutschland“. Hierin erzählt Volker Hamann (Reddition), wie es engagierten Mitarbeitern des deutschen Comic-Magazins ZACK gelang, Charlier und vor allem den in der Südsee abgetauchten Giraud, davon zu überzeugen weitere Blueberry-Abenteuer in Szene zu setzen.

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Blueberry – Collector’s Edition 3

In der dritten Ausgabe der Collector’s Edition von Blueberry startet nach dem Epos um Fort Navajo, das sich durch fünf Alben zog, und der kürzeren Geschichte um den “Mann mit dem Silberstern“ eine neue Storyline, die im November 1966 im französischen Magazin Pilote startete. Hierbei geht es um den Bau der Eisenbahn quer durch den US-Kontinent, der im vorletzten Jahrhunderts ohne Rücksicht auf die indianische Ur-Bevölkerung durchgezogen wurde.

Blueberry - Collector's Edition 3

Der gerade wieder in der Arrestzelle von Fort Navajo einsitzende Leutnant Mike Steve Blueberry wird zur Freude seines Vorgesetzten zu einem Himmelfahrts-Kommando abkommandiert. Im Auftrag von General Dodge, der den Bau der durch Sioux-Gebiet führenden Eisenbahn-Linie der Union Pacific leitete, soll er helfen zu verhindern, dass es zu einem Krieg mit den Indianern kommt.

Blueberry - Collector's Edition 3

In einer die vier Alben Das eiserne Pferd, Steelfingers, Die Fährte der Sioux und General Gelbhaar umfassenden durchgehenden Geschichte erzählt Jean-Michel Charlier davon, wie Blueberry es immer wieder schafft das Schlimmste zu verhindern, aber gerade dadurch wieder im nächsten Schlamassel landet. Hier wirkt er fast so wie ein Vorgänger des von Kiefer Sutherland verkörperten Spezial-Agenten Jack Bauer aus dem Serien-Dauerbrenner 24.

Blueberry - Collector's Edition 3

Doch richtig zur Geltung kommt Charliers sich sowohl an Kino-Western, wie John Fords Kavallerie-Trilogie, als auch an der US-Historie – General Grenville M. Dodge trieb tatsächlich den Bau der Eisenbahn voran – orientierende Geschichte erst durch die Zeichnungen von Jean Giraud. Dessen detailreichen immer lässiger werdenden Bilder scheinen zu leben und lassen den Leser tief eintauchen in die Abenteuer von Mike S. Blueberry.

Blueberry - Collector's Edition 3

Dieser ist zwar alles andere als makellos, bemüht sich aber stets darum das Richtige zu tun, auch wenn seine Gegner übermächtig erscheinen. Schlimmer noch als Jethro Steelfingers, der Mann mit der stählernen Hand, ist der skrupellose Militär-Karrierist General Allister, der unbedingt einen Krieg mit den Indianern anzetteln will. General Gelbhaar, der letzte Teil dieses Abenteuers wird zusammen mit dem Zweiteiler Die vergessene Goldmine und Das Gespenst mit den goldenen Kugeln im vierten Band der Collector’s Edition nachgeliefert.

Blueberry - Collector's Edition 3
Alle Abbildungen: © DARGAUD 2012, by Charlier, Giraud

Band 4 der Blueberry-Chroniken, der alten Ausgabe des Western-Klassikers, enthielt alle vier Alben der durchgehenden Geschichte. In beiden Editionen ist die Kolorierung, die sich an dem ersten Erscheinen von Blueberry in Pilote orientiert, identisch. Die leuchtenderen Farbe mögen für die alte Edition und gegen das matte Papier der etwas größer reproduzierten Collector’s Editon sprechen.

Blueberry - Collector's Edition 3

Doch in Sachen Bonusmaterial, in Form von reich bebilderten Hintergrundinfos zu den Erstveröffentlichungen in Frankreich und bei uns in ZACK, hat die Neuausgabe eindeutig die Nase vorn!

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Blueberry – F. A. Z. – Klassiker der Comic-Literatur 9

Zeitgleich mit dem sechsten Band der Bild-Comic-Bibliothek zu Detektiv Conan startet am 5. September 2005  die Reihe Klassiker der Comic-Literatur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die einzelnen Bände waren für 4,90 Euro erhältlich, etwas kleinformatiger und nicht gebunden, enthielten dafür aber sehr ausführliche Vorworte. Das Lettering wurde dem kleinen Format von 14 x 21 cm angepasst. Die Serie bietet eine wirklich anregende Auseinandersetzung mit dem Medium Comic.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Beim neunten Band zum Westernklassiker Blueberry hatten die Herausgeber bezüglich der Auswahl eine sehr glückliche Hand. In seinem lesenswerten (aber mal wieder sehr willkürlich bebilderten) Vorwort zeigt Andreas Platthaus auf, wie sich Jean Giraud alias Moebius während seiner Arbeit an der Serie vom austauschbaren Jijé-Klon zum genialen Zeichner entwickelte und auch zunehmend eigene Idee in die zuvor von Jean-Michel Charlier im Alleingang geschriebene Geschichten einbrachte.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Mit den aus den fünf Bänden bestehenden Südstaatenschatz-Zyklus (Chihuahua Pearl, Der Mann, der 500.000 Dollar wert war, Ballade für einen Sarg, Vogelfrei und Angel Face) aus den frühen Siebziger Jahren enthält das Buch die wohl besten Blueberry-Geschichten überhaupt. Doch der wahrhaft günstige Preis (nur ein Bruchteil dessen was für die Comicalben fällig wäre) hat seinen Preis. Die nicht einmal halb so groß reproduzierten und etwas steril neu geletterten Seiten sind nicht sehr lesefreundlich und die ganz besondere Faszination der Serie kann sich nur bedingt entfalten.

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F. A. Z. – Klassiker der Comic-Literatur

Zeitgleich mit dem sechsten Band der Bild-Comic-Bibliothek zu Detektiv Conan startet am 5. September 2005 die Reihe Klassiker der Comic-Literatur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die einzelnen Bände waren für 4,90 Euro erhältlich, etwas kleinformatiger und nicht gebunden, enthielten dafür aber sehr ausführliche Vorworte. Das Lettering wurde dem kleinen Format von 14 x 21 cm angepasst. Die Serie bietet eine wirklich anregende Auseinandersetzung mit dem Medium Comic.

F.A.Z.-Comic Bibliothek

Den Auftakt bildete ein Band über Superman. Andreas Platthaus meint in seiner sehr interessanten achtseitigen Einführung hierzu, dass eine Comic-Klassiker-Reihe gut daran tut “ihr erstes Heft jener Figur zu widmen, die überhaupt erst Hefte populär gemacht hat. Zuvor waren Comics in Amerika weitestgehend auf die Zeitungen und deren Fortsetzungsserien beschränkt.“ Auch Superman wurde in seinen ersten Comicheften anfangs noch in das starre Streifenlayout der Zeitungsstrips gezwängt, denn ursprünglich planten seine Schöpfer Jerry Siegel und Joe Shuster die Figur auch für dieses Format.

SUPERMAN Was wurde aus dem Mann von Morgen

Obwohl das FAZ-Buch Geschichten von zahlreichen Textern und Zeichnern enthält sind auf dem Cover nur Siegel und Shuster als Autoren genannt. Dies darf auch als Ausgleich dafür verstanden werden, dass den beiden Erfindern von Superman 1938 die Rechte an der Figur für 130 Dollar abgekauft wurden und erst seit Ende der Siebziger Jahre in den Credits der Comics zu lesen ist, dass die Figur von Siegel und Shuster geschaffen wurde. Der FAZ-Band enthält insgesamt neun Geschichten die zwischen 1938 und 2001 entstanden. Neben zwei Stories von Siegel und Shuster (mit den ersten Auftritten von Superman und Lex Luthor) sind vier von Curt Swan gezeichnete und zwei von Alan Moore (Watchmen) getextete Comics enthalten, darunter Was wurde aus dem Mann von Morgen? Insgesamt bietet der Band einen spannenden Exkurs durch die wechselhafte Geschichte der Figur.

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Im Vergleich zum Superman-Buch ist Band 2 über die Peanuts von Charles M. Schulz eine kleine Enttäuschung. Die Einleitung von Patrick Bahners geht diesmal sogar über zehn Seiten, ist jedoch recht chaotisch aufgebaut.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-LiteraturBahners hat die Fakten über Schöpfer und Figuren gut versteckt zwischen Sätzen wie “Die Formelhaftigkeit der wiederkehrenden Figuren wird nicht langweilig, da sie von vornherein am Tag liegt“ oder “Der Gott der Philosophen ist Individuum in dem Sinne, wie auch das Schicksal unteilbar ist, der Regen, der auf Gerechte und Ungerechte niedergeht.“

Peanuts – F. A. Z. – Klassiker der Comic-Literatur 2

Auch die Auswahl der Geschichten kann nicht voll überzeugen und nimmt keine Rücksicht auf die langsame Veränderung der Serie während ihrer knapp 50-jährigen Laufzeit. Enthalten sind ausschließlich farbige in sich abgeschlossene Sonntagsseiten, die aus den Jahren 1970 bis 1974 und 1997 bis 1999 stammen. Doch die Tagesstrips von Schultz wären sehr viel spannender gewesen, denn sie bieten nicht nur Gags sondern sind zugleich auch kleine Miniatur-Epen. Doch andererseits haben alle Geschichten von Charles M. Schulz ein derart hohes Niveau, dass keine Peanuts-Zusammenstellung wirklich enttäuschen kann.

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Der dritte Band der Reihe zu Prinz Eisenherz leidet nicht unerheblich unter dem kleinen Format. Hal Fosters sorgfältig gestalten Serie entfalten ihre volle Pracht erst wenn sie jeweils eine ganze Zeitungsseite einnehmen. Die FAZ hat in ihrer Samstagsausgabe vier (!) “Eisenherz“-Seiten auf einer Zeitungsseite veröffentlicht und sogar dort kamen die Zeichnungen noch größer zum Abdruck als dann im Buch (!!).

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Doch ansonsten gibt es wirklich nichts zu meckern. Die Kolorierung wurde von der Carlsen-Ausgabe übernommen, die Auswahl ist optimal und enthält die ersten Abenteuer von Eisenherz aus den Jahren 1937 bis 1939 sowie die wohl besten Seiten die zwischen 1944 und 1946 entstanden sind und erzählen wie der junge Prinz seine geliebte Aleta erobert.

Prinz Eisenherz - F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur 3

Dadurch sind ebenfalls noch die kompletten Abenteuer zweier Ritterknaben enthalten, die Foster während des Krieges als seitenfüllende Zweitserie gestaltete, da Prinz Eisenherz aus Gründen der Papierrationierung keine volle Seite zugestanden wurde. Das Vorwort von Andreas Platthaus ist wieder höchst interessant und verweist auf Besonderheiten, die dann auf den zugehörigen Comicseiten sofort nachgeschlagen werden können.

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Die vierte Band der Reihe gehört dann nicht ganz unpassend den Fantastischen Vier, was sicher auch im Hinblick auf die damals gerade gestartete Verfilmung geschah. Enthalten ist zur Hälfte klassisches Material aus der Zeichenfeder des legendären Jack Kirby, das auch im kleinen Format noch gut wirkt. Begonnen wird mit der Origin der Fantastic Four von 1961, die schildert wie Reed Richards, Ben Grimm, Susan Storm und ihr Bruder Johnny nach einer missglückten Raummission zu Superhelden wurden.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Wie groß der tatsächliche Beitrag der Marvel-Legende Stan Lee zu dieser Geschichte und den ebenfalls enthaltenden Stories um Galactus und den Silver Surver ist, wird sich wohl nicht mehr klären lassen. Das Vorwort von Patrick Bahners bietet hierzu und überhaupt wenig Erhellendes und ist mehr an wohlformulierten Sätzen als an der Vermittlung von Fakten interessiert.

Fantastic Four 1

Die zweite Hälfte des Buches enthält drei Geschichten von John Byrne aus den 80er-Jahren und zwei Storys von 2002, denen das kleine Format nicht besonders bekommt. Insgesamt ist der Band somit eine recht lebendige und abwechslungsreiche Auseinandersetzung mit Marvels wohl populärsten Superhelden-Team.

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Genau wie bei der Bild-Comic-Bibliothek gibt es auch in der FAZ-Reihe einen Band zu Donald Duck. Das verwundert nicht weiter, denn in der Redaktion gibt es einige Donaldisten, die sich einen Sport daraus machten möglichst viele Carl-Barks- bzw. Erika-Fuchs-Zitate in die Zeitung zu schmuggeln.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Im Vorwort geht es daher auch ganz schön ans Eingemachte und sehr ausgiebig wird die Geschichte Donald und der Goldene Helm gelobt. Patrick Bahners einführende Worte wuchern mal wieder etwas wild, doch er outet sich immerhin als toleranter Donaldist und gesteht ein, dass die ebenfalls im Band enthaltene Geschichte vom Italiener Romano Scarpa um den “Fliegenden Schotten“ deutlich lebendiger ist als eine ähnliche Story vom allmächtigen Carl Barks.

Romano Scarpa - Disneys Hall of Fame # 3

Ansonsten bietet das Buch zweidrittel allerbestes Barks-Material mit 10-Seitern, Onepagern und viereckigen Eiern. Zum Abschluss gibt es neben Scarpa noch etwas Don Rosa und bei dieser wohlfeilen Mischung kann der FAZ-Band trotz des kleineren Formates dann doch noch etwas stärker überzeugen als das gar nicht so schlechte Donald-Duck-Buch der Bild-Comic-Bibliothek.

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Zwar ist Volker Reiches Strizz (noch) nicht wirklich ein Klassiker der Comic-Literatur, doch wenn sich die FAZ als weltweit einzige Zeitung exklusiv einen tagesaktuellen Comicstrip leistet, ist es verständlich und laut Andreas Platthaus “nur bedingt Eigenlob“ wenn dies auch mit einem Sonderband gefeiert wird, denn „Wer diese Folgen einmal liest, kann an ihrer Meisterschaft keinen Zweifel hegen.“

F. A. Z. - Klassiker der Comic-LiteraturAuch für die Strizz-Kundigen und die Besitzer der Sammelbände hat dieses Büchlein einiges zu bieten. So hat Volker Reiche zu den thematisch gegliederten Kapiteln („Strizz und sein Chef“, „Strizz und seine Feldsteine“, „Strizz und Irmi“, „Rafael und seine Philosophen“) neue farbige Einführungsbilder gezeichnet. Außerdem hat er über 70 Seiten extra für den Sammelband erstmals koloriert.

Volker Reiche: Strizz

Das Buch bietet somit einen guten Einstieg in das Strizz-Universum, kann aber die ganz spezielle Faszination an der sich behutsam am Rande des Tagesgeschehens vorwärts entwickelnden Serie nur bedingt nachvollziehbar machen.

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Zu Band 7 über Batman hat Norbert Elbers für die Highlightzone eine ausführliche Besprechung geschrieben, die hier zu finden ist.

Batman- F. A. Z. Klassiker der Comic-Literatur # 7

Hier ein Auszug: “Anders als bei der Reihe von BILD/Weltbild kommen bei der Zusammenarbeit von FAZ und Panini Geschichten zum Abdruck, die wichtig waren für den jeweiligen Charakter, und nicht nur Seiten, die man lizenzrechtlich kostengünstig reproduzieren kann. Hier müssen extra Druckvorlagen besorgt werden und das US-Original übersetzt werden.

Batman- F. A. Z. Klassiker der Comic-Literatur # 7

Ein weiterer großer Unterschied ist die sehr viel aufwendigere redaktionelle Betreuung der Serie. Das überaus lesenswerte Vorwort von Dietmar Dath – ebenso sein Beitrag im Feuilleton der FAZ vom 15. Oktober – runden die Präsentation dieses Charakters wohltuend ab. Klar wird herausgestellt, dass die Figur des Batman ein milliardenschweres Kulturgut ist, über den wachsame Augen von Editoren schauen und immer den Batman den Lesern präsentieren, der sich am besten vermarkten und verkaufen lässt. Hier gelingt Dath eine kritische Metasicht.“

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Der 8. Band ist schließlich Tarzan gewidmet. Die Zusammenstellung der Comics ist hier zwar interessant, aber nicht optimal. Ohne die   von Burne Hogarth meisterlich zu Papier gebrachten Sonntagsseiten aus den 40er-Jahren hätte Edgar Rice Burroughs Dschungelheld sicher keine Aufnahme in diese Reihe gefunden.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Doch leider ist nichts aus dieser Phase zu finden, sondern stattdessen die sehr späte ausführliche und textlastige Nacherzählung von Tarzans Jugend, die Hogarth im Jahre 1972 noch einmal nachschob. Auch dies ist erstklassiges Material, doch die überladene und detailfreudige Grafik hat nicht mehr die Dynamik von Hogarths besten Arbeiten.

Tarzan – F. A. Z. – Klassiker der Comic-Literatur 8

Recht interessant ist allerdings Joe Kuberts deutlich schlichtere aber mindestens genauso gut funktionierende Version der selben Ursprungsgeschichte, die ebenfalls zum Abdruck kommt.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Was dann noch die seltsame 22-seitige Geschichte Das Land der Riesen ohne Zusammenhang am Ende des Buches soll, die teilweise aus schlecht kopierten Hogarth-Zeichnungen besteht, wissen die FAZ-Götter. Da hätte sehr viel besser noch Hal Fosters Comic mit Tarzans Origin in den Band gepasst.

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Beim neunten Band zum Westernklassiker Blueberry hatten die Herausgeber bezüglich der Auswahl eine sehr glückliche Hand. In seinem lesenswerten (aber mal wieder sehr willkürlich bebilderten) Vorwort zeigt Andreas Platthaus auf, wie sich Jean Giraud alias Moebius während seiner Arbeit an der Serie vom austauschbaren Jijé-Klon zum genialen Zeichner entwickelte und auch zunehmend eigene Idee in die zuvor von Jean-Michel Charlier im Alleingang geschriebene Geschichten einbrachte.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Mit den aus den fünf Bänden bestehenden Südstaatenschatz-Zyklus (Chihuahua Pearl, Der Mann, der 500.000 Dollar wert war, Ballade für einen Sarg, Vogelfrei und Angel Face) aus den frühen Siebziger Jahren enthält das Buch die wohl besten Blueberry-Geschichten überhaupt.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Doch der wahrhaft günstige Preis (nur ein Bruchteil dessen was für die Comicalben fällig wäre) hat seinen Preis. Die nicht einmal halb so groß reproduzierten und etwas steril neu geletterten Seiten sind nicht sehr lesefreundlich und die ganz besondere Faszination der Serie kann sich nur bedingt entfalten.

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Der 10. Band zum gar nicht so schrecklichen Wikinger Hägar hat die selben Schwächen wie die FAZ-Zusammenstellung zu den Peanuts: Eine schwafelige Einleitung von Patrick Bahners und dann auch noch ausschließlich Sonntagsseiten. Im Vorwort drohen die spärlich verteilten Fakten zur Serie im allgemeinen Wortmüll zu ertrinken, während die Sonntagsseiten zwar den Vorteil der Farbigkeit haben, dafür im Gegensatz zu den kurzen Strips oft etwas schwerfälligere Pointen bieten.

FAZ-Klassiker der Comic-LiteraturErschwerend kommt diesmal jedoch noch hinzu, dass im Buch kein einziger Comic vom Hägar-Schöpfer Dik Browne enthalten ist. Dieser zeichnete die Serie seit 1973 und als er 1989 starb, übernahm sein Sohn Chris. Dies führte nicht zu einem messbaren Qualitätsabfall, da zuvor bereits die gesamte Familie Browne an der Gag-Produktion mitwirkte.

FAZ-Klassiker der Comic-Literatur

Das Buch enthält ausschließlich Material aus den Jahren 2002 und 2003, das zwar recht amüsant ist, aber ganz sicher nicht die optimale Auswahl darstellt.

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Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs entstand eine ganz eigenständige italienische Comic-Kultur, die zunächst allerdings noch etwas auf den Spuren der US-Zeitungscomics wandelte. Im Magazin Asso di Picce schuf Hugo Pratt von 1945 – 48 die titelgebende Serie um einen maskierten Helden. Nach der Einstellung des Magazins ging Pratt nach Argentinien und arbeitete dort an weiteren Comicserien. Nachdem er in London noch einige Kriegscomics gezeichnet hatte, kehrte Pratt schließlich ins geliebte Venedig zurück. Dort setzte er zunächst bekannte Romane wie Die Schatzinsel in Comicform um, bevor er in dem Magazin Sgt. Kirk ein optimales Forum gefunden hatte.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Der Immobilienspekulant und Comicfan Florenzo Ivaldi finanzierte aus privaten Mitteln eine Publikation, die ausschließlich Arbeiten seines Lieblingszeichners Hugo Pratt enthalten sollte. Neben älterem Material präsentierte Pratt 1967 gleich in der ersten Ausgabe von Sgt. Kirk seine neue Hauptfigur Corto Maltese. Die Südseeballade, das erste Abenteuer des Seemannes, sollte auch durch den Umfang von 165 Seiten Comicgeschichte schreiben.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Der 11. SZ-Band enthält die komplette Südseeballade neu koloriert und ummontiert in für die Größe des Buches sehr lesefreundliches Format. Ergänzt kommen noch ein höchst informatives Vorwort von Andreas Platthaus und einige Aquarelle von Hugo Pratt hinzu, die diesen Band zum Schmuckstück der Reihe machen.

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“Immer dann, wenn stumpfe Lebenswirklichkeit und verfeinerte Popkultur einander glückhaft, stimmig und mit erfreulichen Folgen begegnen, feiern zwei Sorten von Dingen miteinander Hochzeit: Allgemeingültiges und Superbesonderes – einerseits also …“

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Viel schwafeliger kann ein Artikel zu Matt Groenings Simpsons nicht eingeleitet werden und Dietmar Dath schreibt auf 10 vollen Seiten so bandwurmsatzartig am Thema vorbei, dass sich die Frage aufdrängt, ob die ahnungslosen (aber immerhin sehr kurzen!) Vorworte der Bild-Comic-Bibliothek vielleicht doch gar nicht so schlecht waren.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Dath erklärt nicht, was die bestenfalls recht bemühten und einigermaßen werkgetreuen Comics zur Simpsons-Trickfilmserie in einer Comic-Klassiker-Reihe zu suchen haben. Er schreibt nichts über die Tatsache, dass sich die Hefte bei uns deutlich besser (und häufiger!) als in den USA verkauften (und ohne die deutschen Verkaufszahlen vielleicht schon früher eingestellt worden wäre). Auch auf die im Band enthaltenen Comics, die teilweise recht amüsant Superhelden verulken, wird erst recht mit keinem Wort eingegangen.

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Der 13. Band ist als einziger Beitrag der Reihe nicht einer Comicfigur, sondern einem Comickünstler und zwar Will Eisner gewidmet. Dies ist sinnvoll, denn eine Sammlung mit den besten Geschichten über The Spirit wäre zwar auch ein einziges Vergnügen, würde aber Eisner nur bedingt gerecht werden.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Nachdem dieser sich in den 50er-Jahren aus der Comicszene verabschiedet hatte und Instruktionshefte für die Army zeichnete, feierte er in den 70er-Jahren ein glanzvolles Comeback mit so genannten Graphic Novels wie Ein Vertrag mit Gott oder Das Komplott.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Von diesen oft autobiografischen Geschichten ist die im Band enthaltene 200-seitige Geschichte Zum Herzen des Sturms, die sich vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs mit dem Antisemitismus auseinandersetzt, sicher eine der besten Arbeiten Eisners.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Zusätzlich gibt es noch vier gut ausgewählte Spirit-Geschichten (Die Geburt des Spirit von 1966, Die letzte Straßenbahn von 1946, Lorelei Rox von 1948 und Eisners letzte Spirit-Geschichte, die zusammen mit Michael Chabon (Die unglaublichen Abenteuer von Kavalier & Clay) entstand, sowie eine sehr lesenswerte Einführung in Eisners Lebenswerk von Andreas Platthaus.

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Wer von einem Band über Die Schlümpfe ebenfalls einige Informationen über deren Schöpfer Peyo alias Pierre Culliford erwartet, wird erwartungsgemäß enttäuscht, da sich Dietmar Dath an diesem Thema versucht.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-LiteraturDarth reitet ausgiebig darauf herum, dass die Smurfs (wie die Schlümpfe) in den USA heißen und in der “letzten reichlich apokalyptischen Staffel“ (in Wirklichkeit ist es die vorletzte) der TV-Serie Angel Erwähnung fanden. Darth schafft es auch ansonsten 10 Seiten vollmundig am Thema vorbei zu schreiben.

Die Schlümpfe – F. A. Z. – Klassiker der Comic-Literatur 14

Dafür aber stimmt die Zusammenstellung des Bandes. Angefangen mit dem ersten Auftritt der blauen Wichte in Die Schlümpfe und die Zauberflöte (1958) über die möglicherweise beste Geschichte Der Schwarzschlumpf, die dank fünf Panelreihen pro Seite in diesem Kleinformat schon fast zur Lupe greifen lässt, bis hin zum Auftritt von Schlumpfine und zum Comeback Der Finanzschlumpf von 1992, sind zahlreiche Highlights der Serie enthalten. Wer wirklich etwas über die Schlümpfe erfahren möchte, sollte sich das Vorwort schenken und ganz einfach die Comics lesen!

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Band 15 zu Spider-Man“ kann voll überzeugen. Das Vorwort von Claudius Seidl ist ein interessanter Exkurs durch die Welt des Netzschwingers und das enthaltene Comic-Material könnte kaum besser ausgewählt sein.

Spider-Man – F. A. Z. – Klassiker der Comic-Literatur 15

Nach der Origin und zwei weiteren von Steve Ditko gezeichneten Stories folgen sieben von John Romita Sr. gestaltete Hefte, die zwischen 1966 und 1973 entstanden. Dieses Material enthält auch die Geschichte über den Tod von Gwen Stacy und zählt zweifelsohne zu den besten jemals produzierten Superhelden-Comics.

Comics zum 11. September

Doch in letzter Zeit punktete Spider-Man nicht nur im Kino. Babylon 5-Schöpfer J. Michael Straczynski konnte der Serie als Autor, unterstützt vom Zeichner John Romita Jr., einige interessante neue Aspekte hinzufügen. Seine ebenfalls in diesem Buch enthaltene Geschichte, welche die Ereignisse um den 11. September reflektiert und den Superschurken Dr. Doom ein paar Tränen hinter seiner eisernen Maske vergießen lässt, ist bestenfalls Geschmackssache.

Das lange Gespräch

Straczynskis ebenfalls enthaltene Geschichte Das lange Gespräch hingegen zeigt, dass Spider-Man nicht nur durch Kostüm und Kräfte so interessant ist, sondern auch weil er immer wieder die Emotionen der Leser erreicht.

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Für Walt Disney waren Comics zwar immer nur Nebensache, doch an seiner Micky Maus haben sich zahlreiche gute Zeichner und Autoren versucht und die im Kino zunehmend langweiliger werdende Figur zielstrebig weiterentwickelt.

Micky Maus – F. A. Z. – Klassiker der Comic-Literatur 16

Dies dokumentiert Andreas Platthaus fundiert und ausführlich im Vorwort des 16. Comic-Klassiker-Bands. Den Auftakt bildet danach (und das wäre kaum anders denkbar) eine Abenteuergeschichte (Das Gespensterhaus) von Al Taliaferro, der von 1930 bis 1975 zahllose Geschichten mit der Maus zeichnete.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Die drei restlichen Stories des Buches hingegen stammen aus der italienischen Comicproduktion und sind zweifelsohne allerbestes Comicmaterial von Zeichnern wie Romano Scarpa oder G. B. Carpi,  dessen geniale Geschichte um Die Rebellion der Schatten leider nur in ziemlich mäßiger Druckqualität präsentiert wird.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Doch so lobenswert es auch ist, die von Comic-Puristen immer noch gerne geschmähten Italiener zu würdigen, sinnvoller wäre es gewesen mindestens eine Geschichte von Paul Murry auszuwählen, denn dessen Micky-Maus-Storys bieten zeitlos spannende Abenteuer, die sich auch vor den Enten-Geschichten von Carl Barks nicht verstecken müssen.

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Die Frage warum eine Figur wie Dilbert in eine Reihe namens Klassiker der Comic-Literatur gehört, beantwortet das Vorwort zu Band 17 natürlich nicht, denn schließlich stammt es von Patrick Bahners. Dieser hat anscheinend reichlich Schwierigkeiten zehn Seiten über den von Scott Adams sehr schlicht gezeichneten Büroalltagshelden zu füllen.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Bahners überstrapaziert einen eigentlich nicht wirklich einleuchtenden Vergleich mit den Peanuts. Dass Scott Adams immer wieder tatsächliche Fälle von Bürowahnsinn per Email geschildert wurden und er diese in auch seine Comics einbaute und dass Dilbert der erste Zeitungsstrip war, der auch online erschien, verschweigt der Autor.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Die Comic-Auswahl des Bands geht in Ordnung und besteht zur Hälfte aus farbigen Sonntagsseiten (8 Bilder) und zur Hälfte aus schwarzweißen Strips (3 Bilder), die oft als Fortsetzung längere Geschichten erzählen. Der schlichte Zeichenstil von Adams funktioniert auch im kleinen Format ohne Abstriche und somit kann dieser Band (abgesehen vom Vorwort) als gelungen angesehen werden.

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Den 18. Band zu Gaston leitet zum Glück wieder Andreas Platthaus ein. Dieser schildert ebenso kompakt wie umfassend die Entwicklung von André Franquins Chaoten.

Gaston – F. A. Z. – Klassiker der Comic-Literatur 18

Dieser war zunächst nur als namenslose Figur auf Illustrationen im Magazin Spirou zu sehen und wechselte schließlich als Bürobote in die Redaktion des Blattes. Gastons zahlreiche Versuche die Arbeit zu erleichtern oder zu vermeiden erzählte Franquin in über 900 Comics, die zunächst jeweils eine halbe Seite und später eine ganze Seite in Spirou füllten.

Gaston – F. A. Z. – Klassiker der Comic-Literatur 18

Der FAZ-Band enthält nahezu ausschließlich die frühen Gaston-Comics. Franquins detailverliebter Zeichenstil wäre deutlich besser zur Geltung gekommen, wenn die Seiten größer und im Querformat erschienen wäre. Doch ansonsten bietet das Buch eine gute Übersicht über die Entwicklung der Figur und enthält als Zugabe auch noch Cartoons und Werbe-Comics mit Gaston.

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Der Fritz the Cat gewidmete 19. Band hätte (genau wie zuvor schon Band 13 zu Will Eisner) durchaus auch den Namen des Zeichners Robert Crumb tragen können, denn das Comic-Material zum stets notgeilen Kater füllt nicht einmal die Hälfte des Buchs.

Fritz the Cat – F. A. Z. – Klassiker der Comic-Literatur 19

Nach dem recht erfolgreichen Zeichentrickfilm von Ralph Bakshi (Der Herr der Ringe) konnte sich Crumb mit seiner wohl bekanntesten Figur überhaupt nicht mehr identifizieren und ließ die Katze einfach von einer enttäuschten Freundin ermorden um sich anderen Comic-Aufgaben zu widmen.

Robert Crumb: Fritz the Cat

Andreas Platthaus erzählt in seinem sehr lesenswerten Vorwort vom Werdegang des Zeichners, den er inhaltlich als progressiv aber zeichentechnisch als durchaus (und im besten Sinne) konservativ einordnet. Dies belegen dann auch die höchst abwechslungsreichen im Buch veröffentlichten Geschichten, in denen Figuren wie Mr. Natural oder Crumb himself die Hauptrolle spielen und die neugierig auf weitere Werke des mittlerweile in Frankreich ansässigen Comickünstlers machen.

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Beim Abschlussband zu Lucky Luke ist dann wieder Patrick Bahners am Werkeln und es droht noch einmal mehr als schlimm zu werden.

Lucky Luke – F. A. Z. – Klassiker der Comic-Literatur 20

Wir erfahren, dass der Comic “die Hörwerkzeuge schont“, weil “die Tonspur mitten im Bild verläuft“. Außerdem verkörpert Lucky Luke laut Bahners einen “archimedischen Optimismus“ und überhaupt macht “die Spezzatura den Virtuosen“. Nach einigen Seiten fängt sich Bahners etwas und geht doch noch auf einige Comics von Morris und René Goscinny ein, auch wenn diese meist gar nicht im FAZ-Band enthalten sind.

Lucky Luke – F. A. Z. – Klassiker der Comic-Literatur 20

Doch ansonsten ist Band 20 ein durchaus krönender Abschluss und enthält neben drei Lucky Luke-Alben (Die Erbschaft von Rantanplan, Der weiße Kavalier und Der Apachen-Canyon) noch zahlreiche Kurzgeschichten und Frühwerke rund um den Cowboy der schneller als sein Schatten zieht.

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Alles in allem präsentiert die Reihe eine interessante Auswahl an bedeutenden Comic-Klassikern. Nicht wirklich nötig wäre der Band über die Simpsons gewesen, doch ganz hervorragend sind die Zusammenstellungen mit Comics von Will Eisner und Robert Crumb, sowie die Kollektionen zu Donald Duck, Batman , Corto Maltese und Lucky Luke.

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Tanguy und Laverdure – Die Hommage

Am 29. Oktober 1959 erschien die erste Ausgabe des französischen Magazins Pilote, das der belgischen Konkurrenz Tintin und Spirou Paroli bieten wollte (und sollte). Hierin debütierte Asterix und gleichzeitig startete der meisterliche Zeichner Albert Uderzo auch das erste Abenteuer der tollkühnen französischen Militärpiloten Tanguy und Laverdure.

Tanguy und Laverdure - Die Hommage

Uderzo nutzte seine einzigartige Zeichenkunst nicht nur zur detailgetreuen Wiedergabe von Kriegsgerät, wie dem wirklich recht elegant aussehenden Jagdflugzeug Mirage III, sondern auch immer wieder für wirklich lustige Slapstick-Einlagen. Während Michel Tanguy als gradliniger Held eine gewisse Ähnlichkeit mit Falbalas Freund Tragicomix aus Asterix hat, ist der dürre Ernest Laverdure das Ebenbild von Albert Uderzo.

Die Abenteuer von Tanguy und Laverdure

Dieser lässt kein Fettnäpfchen aus und ist bei jeder attraktiven Frau sofort entflammt, also das ideale Opfer für Spioninnen. Die immer wieder die Schlagkraft der französischen Luftstreitkräfte betonenden Abenteuer dachte sich der Belgier Jean-Michel Charlier aus, dessen Meisterwerk Blueberry auch in Pilote erscheinen sollte.

Die Abenteuer von Tanguy und Laverdure

1966 wurde Uderzo die Doppelbelastung durch Asterix und Tanguy & Laverdure zu viel. Er übergab die Flieger an Jijé und bis heute haben zahlreiche weitere Teams die Serie am Leben erhalten. Uderzo blieb jedoch dem Flieger-Comic verbunden und platzierte auf seinem Anwesen in Yelines eine echte Mirage III.

Die Abenteuer von Tanguy und Laverdure

Bei der Egmont Comic Collection startete 2009 eine “Gesamtausgabe“ von Tanguy und Laverdure, die allerdings nur die von Uderzo gezeichneten Abenteuer enthält und bereits hoch gehandelt wird, da die neun Bände schon lange vergriffen sind. Als eine Art Nachschlag hierzu erscheint zum 60. Geburtstag der Fliegerserie ebenfalls bei Egmont ein Hommage-Buch.

Tanguy und Laverdure - Die Hommage

Wer nun hofft, die frankobelgische Comic-Elite würde dem Klassiker mit sanftem Spott in lässig hingehauenen Bildern ehren, dürfte etwas enttäuscht sein. Die sechs Tribute-Comics in diesem Buch sind alle im hyperrealistischen, aber meist etwas sterilen Stil der Uderzo-Nachfolger gehalten, bzw. stammen im Falle von Yvan Fernandez, Matthieu Durant und Sébastien Philippe auch gleich direkt von diesen.

Tanguy und Laverdure - Die Hommage

Durchaus im Sinne der Vorlage sind die in Nostalgie schwelgenden Geschichten vom Stile “seriös, aber mit einem Schmunzeln“,  gerne auch über protestierende Studenten, die sich 1965 für fortschrittlich hielten. Erzählt wird dabei nicht nur über die Väter der Helden, sondern auch gleich zweimal vom großen Charles de Gaulle, der seine Piloten zum Eskortieren von britischem Gebäck einsetzt oder Laverdures Tollpatschigkeit ausnutzt, um dem US-Präsidenten Lyndon B. Johnson einen kleinen Streich, unter dem Motto “Ich weiß, dass Du uns ausspionierst“, zu spielen.

Tanguy und Laverdure - Die Hommage
Alle Abbildungen: © Dargaud 2019

Die Begleittexte des Buchs zeigen sich stärker an Details über Militär-Flugzeuge als an der Comic-Geschichte interessiert. Immerhin fanden alle Pilote-Titelbilder mit Tanguy-Bezug den Weg in dieses Buch. Sehr erfreulich ist auch, dass der sehr lustige Zweiseiter Der Aprilscherz enthalten ist. In diesem von René Goscinny geschriebenen und von Uderzo gezeichneten Comic, der 1961 in Pilote erschien, treten neben den Fliegern auch andere bekannte Figuren wie der Rote Kosar oder Asterix und Obelix auf!

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Blueberry: Das Trauma der Apachen

Es war eine große Überraschung als zu erfahren war, dass Joann Sfar (Die Katze des Rabbiners, Gainsbourg) und Christophe Blain (Isaak der Pirat) eine Hommage an den Westernklassiker Blueberry realisieren werden. Bisher sind beide eher nicht wie Jean-Michel Charlier durch spannende Abenteuergeschichten oder durch einen realistischen (aber dennoch die Wirklichkeit interpretierenden) Zeichenstil wie Jean Giraud alias Moebius aufgefallen.

Blueberry: Das Trauma der Apachen

Doch es war eine nicht minder große Überraschung, als das für ebenso rotzige Bilder wie Geschichten bekannte Duo einen erstaunlich gradlinig in Szene gesetzten Western-Comic ablieferte. Das Trauma der Apachen spielt kurz nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg, also zur Zeit als Mike Blueberry seinen Dienst in Fort Navajo antrat und seine ersten Abenteuer erlebte.

Blueberry: Das Trauma der Apachen
© DARGAUD 2019, by Blain & Sfar, after Charlier & Giraud

Christophe Blain, der die Geschichte schrieb und gemeinsam mit Joann Sfar zeichnete, spart ähnlich wie Charlier nicht mit Anspielungen auf Klassiker des Western-Kinos. So trägt ein farbiger Soldat namens Woody unverkennbar die Gesichtszüge von Woody Strode (Spiel mir das Lied vom Tod) und der Name von Blueberrys Vorgesetzten Colonel Benjamin Tyreen wurde aus Sam Peckinpahs Sierra Carriba (Major Dundee) übernommen.

Blueberry: Das Trauma der Apachen
© DARGAUD 2019, by Blain & Sfar, after Charlier & Giraud

Passend zu diesen traditionsbewussten Bestandteilen lässt der von Blain und Sfar gewählte (bzw. angestrebte) Zeichenstil an den sehr jungen Jean Giraud denken, der vor Blueberry Joseph Gillian alias Jijé bei der Western-Serie Jerry Spring assistierte. Die Geschichte über eine sich hochschaukelnde Spirale von Gewalttaten, hingegen mutet frisch und modern an.

Blueberry: Das Trauma der Apachen
© DARGAUD 2019, by Blain & Sfar, after Charlier & Giraud

Drei Jugendliche, die einer inmitten des Indianergebietes hausenden religiösen Sekte angehören, ermorden zwei Squaws. Dabei handelt es sich um Frau und Tochter des gefürchteten Kriegers Amertume, der Vergeltung schwört. Blueberry versucht zu vermitteln, hat jedoch auch noch eigene Probleme mit seinem trunksüchtigen Kumpel Jimmy McClure und der attraktiven Ruth. Er hadert damit die Gefühle, die die Ehefrau seines Vorgesetzten für ihn empfindet, zu erwidern…

Blueberry: Das Trauma der Apachen
© DARGAUD 2019, by Blain & Sfar, after Charlier & Giraud

Einziges Manko ist, dass die Geschichte in diesem Album nicht zu Ende erzählt wurde. Eine mit etwas weniger Charakteren bevölkerte Handlung hätte nach 62 Comic-Seiten problemlos ein Ende finden können. Doch auch Jean-Michel Charlier erzählte seine Geschichten meist in aus mehreren Alben bestehenden Zyklen. Da auch in Frankreich der Abschlussband noch nicht in Sicht ist, heißt es nun also abwarten und vielleicht die Blueberry Collector´s Edition oder Das Trauma der Apachen als Luxusausgabe zu lesen.

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