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Donnie Darko

Der Teenager Donnie Darko (Jake Gyllenhaal) hört mitten in der Nacht plötzlich eine seltsame Stimme, die ihn auffordert sein Zimmer zu verlassen und in den Garten zu gehen. Dort trifft er einen gewissen Frank, der ein grausiges Hasenkostüm trägt und ihm mitteilt, dass in 28 Tagen, 6 Stunden, 42 Minuten und 12 Sekunden die Welt untergehen wird. Kurz darauf fällt auch noch aus heiterem Himmel ein riesiges Flugzeugtriebwerk mitten in Donnies Zimmer und hätte ihn ohne die Begegnung mit Frank getötet. Doch das ist erst der Anfang einer Verkettung seltsamster Ereignisse.

Donnie Darko

In seinem vielgelobten Erstlingswerk beschwört Richard Kelly eine schrullige Kleinstadtatmosphäre voller konservativer Verklemmtheit. Getragen von brillant aufspielenden Darstellern (darunter Drew Barrymore,  Maggie Gyllenhaal und Patrick Swayze) marschiert der Film garniert mit surrealen Momenten (ein Kino zeigt etwa das Doppelprogramm Tanz der Teufel und Die letzte Versuchung Christi), die an David Lynchs Twin Peaks denken lässt, unweigerlich auf sein ebenso konsequentes wie unerwartetes Ende zu.

Donnie Darko

Da Donnie Darko zum Kultfilm wurde, durfte Regisseur Richard Kelly drei Jahre später einen über 20 Minuten längeren Director’s Cut zusammenstellen, der in den USA in einigen Kinos gezeigt wurde. Durch die noch zusätzlich für Verwirrung sorgenden Texttafeln und den etwas penetranteren Soundtrack ist diese Version wahrscheinlich nicht die beste Art für einen Erstkontakt mit Donnie Darko. Doch die zahlreichen Fans können tiefer in die Materie eintauchen und werden großes Vergnügen mit dieser Version haben.

Donnie Darko

Eine schön zusammengestellte  Limited Steelbook Edition enthält beide Versionen auf Blu-ray: Disc 1 (Kinofassung): Audiokommentar von Richard Kelly und Jake Gyllenhaal, Audiokommentar von Richard Kelly, Sean McKittrick sowie Drew Barrymore, Jena Malone, Beth Grant, u.v.m. Dokumentation „Deus ex Machina: The Philosophy of Donnie Darko“ Kurzfilm „The Goodbye Place“ von Richard Kelly Geschnittene und alternative Szenen mit optionalem Audiokommentar von Richard Kelly Trailer Disc 2 (Director’s Cut): Audiokommentar von Richard Kelly und Filmemacher Kevin Smith Dokumentation „The Donnie Darko Production Diary“ mit optionalem Audiokommentar von Kameramann Steven Poster Archiv-Interviews mit Richard Kelly, Jake Gyllenhaal, Jena Malone, Drew Barrymore, James Duval, Maggie

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Sucker Punch

Mit dem Remake von George A. Romeros Dawn of the Dead sowie den Comicverfilmungen 300 und Watchmen hat Zack Snyder drei temporeiche und visuell aufregende Filme abgeliefert, die ihren Vorlagen keine Schande machen. Doch wie gut ist Snyder, wenn er eine eigene Geschichte umsetzt?

Sucker Punch

In Sucker Punch erzählt er 2011 von einem Mädchen namens Babydoll, das nachdem ihr Stiefvater ihre Mutter und ihre Schwester ermordet hat, von diesem in eine Nervenheilanstalt eingewiesen wird. Hier soll eine Lobotomie an ihr vorgenommen werden. Doch in ihrer Phantasie macht Babydoll das Irrenhaus zum Bordell und versucht gemeinsam mit vier dort ebenfalls gegen ihren Willen festgehaltenen jungen Frauen zu fliehen. Dabei setzt Babydoll ihre Fähigkeit ein hypnotisch zu tanzen und Männer in Trance zu versetzen.

Sucker Punch

Doch diese Tänze enthält uns Zack Snyder vor, sondern lässt Babydoll und ihre Mitstreiterinnen stattdessen actionreiche Abenteuer in verschiedenen Welten (Samurai-Japan, Steampunk-Version des I. Weltkrieges, Peter-Jackson-Fantasy und Ghosts of Mars-SciFy) bestehen. Das klingt nicht nur wirr, sondern ist es auch. Sucker Punch ist eine Wundertüte voller schlechter Ideen und trotz der rasanten Actioneinlagen im Videogame-Look nervtötend bis langweilig.

Sucker Punch

Snyder schwebte anscheinend ein kunterbuntes Emanzipationsdrama vor, das sich kritisch mit weiblichen Sexobjekten in Videogames und Actionfilmen auseinandersetzen sollte. Daher sind fast alle männlichen Figuren (abgesehen vom immer zuverlässigen Scott Glenn als Mentor in den Traum-im-Traum-Sequenzen) bösartig und flache Karikaturen.

Sucker Punch

Da jedoch auch die fünf weiblichen Figuren erschreckend blass charakterisiert werden, wird nicht klar, was das Ganze eigentlich soll. Doch immerhin gelingt Snyder eine halbwegs originelle Schlusspointe, die dann allerdings auch nichts mehr rausreißt

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