Schlagwort-Archive: Jerry Lewis

Der verrückte Professor

Im Duo mit Dean Martin feierte Jerry Lewis als Bühnenkünstler gewaltige Triumphe. Dies blieb auch der Filmindustrie nicht verborgen und daher entstanden ab 1949 insgesamt 16 Filme mit Lewis und Martin wie Die Agentenschreck.

Der verrückte Professor

Nachdem sich Lewis immer mehr in den Vordergrund drängte, trennte sich das Duo 1956 und beide starteten erfolgreiche Solokarrieren. Während jedoch Dean Martins Auftritte in Western wie Rio Bravo und Komödien wie Küss mich, Dummkopf auch heute noch sehenswert sind, gilt dies nur bedingt für die oft sehr albernen Komödien, die Jerry Lewis zunächst unter Frank Tashlin und dann in Eigenregie drehte.

Der verrückte Professor

Eine Ausnahme ist mit Sicherheit Der verrückte Professor von1962. Hierbei handelt es sich um die vierte Regiearbeit von Jerry Lewis. Der Film variierte die Geschichte um Dr. Jekyll und Mr. Hyde und erzählt vom trotteligen Prof. Julius Kelp, der sich mit Hilfe einer Chemikalie in den begnadeten Nachtclub-Entertainer Buddy Love verwandelt. Während Lewis in der Titelrolle mit Brille und falschen Zähnen herumkaspert, legt er als Buddy Love eine gelungene Dean- Martin-Parodie hin.

Der verrückte Professor

Der Film wurde so populär, dass ein ebenfalls sehenswertes Remake mit Eddie Murphy entstand, das als Familie Klump und der verrückte Professor sogar fortgesetzt wurde.

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Schlag 12 in London

Nachdem Dr. Jekyll and Mr. Hyde 1959 von den britischen Hammer Film Productions zur erfolglosen Komödie The Ugly Ducking (der Film ist mittlerweile verschollen) entstand ein Jahr später die erste ernst gemeinte Film-Version von Robert Louis Stevensons Roman. Inszeniert wurde der Film von Terence Fisher, der zuvor Frankensteins Fluch, Dracula und Die Rache der Pharaonen den Hammer-Horror salonfähig gemacht hatte.

Schlag 12 in London

Auch in Schlag 12 in London (Originaltitel: The Two Faces Of Dr. Jekyll, in den USA House of Fright) war Christopher Lee dabei, erhielt diesmal jedoch nur eine unergiebige Nebenrolle, obwohl er nur zu gerne Jekyll und vor allem Hyde grespielt hätte. Von einer buchstabengetreuen Literatur-Verfilmung des Romans kann bei diesem farbenprächtig ausgestatteten Breitwandfilm nicht die Rede sein.

Schlag 12 in London

Der bärtige schon ein wenig klapprige Dr. Jekyll (Paul Massie) wird durch Experimente zum glattrasierten, jüngeren und sehr viel umfänglicheren Mr. Hyde (sobald er sich zurückverwandelt ist sein Bart wieder da). Hyde findet sofort heraus, dass Mrs. Jekyll (Dawn Addams) ein Verhältnis mit seinem Freund Paul Allen (Christopher Lee) hat. In aller Ruhe genießt er das Londoner Nachtleben und bereitet seine Rache vor…

Schlag 12 in London

Abgesehen davon, dass es keine tricktechnisch aufwändige Verwandlungsszene zu sehen gibt, ist Schlag 12 in London eine interessante – vielleicht gelegentlich etwas zu betulich erzählte – Variante des Stoffes. Drei Jahre später sollte Jerry Lewis eine ähnliche Idee haben. In Der verrückte Professor ließ er den unbeholfenen und unansehnlichen Akademiker Prof. Julius Kelp per Chemie zum umschwärmten Buddy Love werden.

Schlag 12 in London

Auch die Hammer-Studios nahmen sich erneut des Themas an. 1971 verlor die Hauptfigur in Dr. Jekyll und Sister Hyde nach der Transformation nicht nur den Bart, sondern auch gleich sämtliche Männlichkeits-Attribute und wurde zur Frau.

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The King of Comedy

The King of Comedy ist die fünfte Zusammenarbeit von Robert De Niro und Martin Scorsese. Der Film war 1982 ein völliger Flop und spielte – bei einem Budget von knapp 20 Millionen Dollar – wenig mehr als 2 Millionen wieder ein. Das lag sicher auch daran lag, dass Erwartungen nicht erfüllt wurden. So hätte niemand einen Darsteller wie Jerry Lewis in der Hauptrolle eines Scorcese-Films erwartet.

The King of Comedy

Wahrscheinlich gar nicht so weit von seiner tatsächlichen Persönlichkeit entfernt, spielte der Star-Komiker den erfolgreichen Showmaster Jerry Langford spielt, der privat keinen Spaß versteht. Ausgerechnet ihn hat sich Rupert Pupkin als Idol auserkoren und erwartet Dankbarkeit dafür, wenn er sich als Langfords größter Fan bezeichnet. Noch schlimmer ist, jedoch, dass sich Pupkin auch noch für einen geborenen Komiker hält, der nur auf seinen großen Durchbruch wartet.

The King of Comedy

Robert De Niro porträtiert Rupert Pupkin als einen Menschen, der zunächst durch seine große aufgesetzte Freundlichkeit nervt, doch genau genommen nicht weniger gefährlich ist, als in seiner Rolle als Parade-Psychopath Travis Bickle in Taxi Driver. Als Langford nicht daran denkt Pupkin zum Erfolg zu verhelfen, knallt dieser völlig durch. Kurzentschlossen entführt Pupkin sein Idol, um für sich einen TV-Auftritt zu erpressen. Unterstützt von der ebenfalls großartig durchgeknallt aufspielenden Sandra Bernhard geht Travis bei seinem Vorhaben erstaunlich brutal vor.

The King of Comedy

Martin Scorsese gelang hier nicht nur ein weiterer großartiger New-York-Film, sondern auch eine bitterböse Satire auf das Showbusiness und das Streben nach Erfolg um jeden Preis. Eine Blu-ray-Veröffentlichung zeigt, dass The King of Comedy ganz gewiss nicht der Tiefpunkt in den Filmografien von Robert De Niro und Martin Scorsese ist.

The King of Comedy

Die Blu-ray-Edition von Filmconfect präsentiert interessantes Bonusmaterial. Neben dem 109-minütigen Hauptfilm ist noch das Making Of “A Shot at the Top” von 2002 (18:10 min, wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertitel), Deleted and Extended Scenes (39:11 min) und der Bericht “Inside Rupert Pupkin“ (39:21 min) enthalten.

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Der Agentenschreck

Rick Todd (Dean Martin) versucht sich als Maler in New York über Wasser zu halten. Gemeinsam mit seinem Freund Eugene (Jerry Lewis) landen sie einen Erfolgstitel in der Welt der Comics zu landen.

Der Agentenschreck

Eugene erlebt in seinen Träumen Geschichten von Superhelden, die Rick aufschreibt und illustriert. Und über Nacht werden die beiden zur Sensation! Unglücklicherweise erregen sie nicht nur die Aufmerksamkeit von mehreren Damen, sondern ebenso die des US Secret Service und einer Gruppe russischer Spione.

Der Agentenschreck

Nachdem zuvor bereits einige der Solofilme von Jerry Lewis wie “Der verrückte Professor“ oder “Das Familienjuwel“ auf DVD erschienen sind, folgte auch eins jener Frühwerke, das den Grimassenkönig an der Seite von Dean Martin zeigt. “Der Agentenschreck“ ist möglicherweise sogar das beste Team-Up von Lewis und Martin, was auch daran liegen kann das an ihrer Seite Shirley MacLaine (in ihrem – nach Hitchcocks “Immer Ärger mit Harry“ – erst zweiten Leinwandauftritt) agierte und der Regisseur Frank Tashlin („The Girl Can’t Help It“) seine Erfahrung als “Looney Tunes“-Trickfilmregisseur voll mit einbrachte.

Der Agentenschreck

Jene köstliche Szene in der zunächst Dean Martin die Schnulze “Innamorta“ in seiner unvergesslichen Art schmettert, Shirley MacLaine das Lied aufgreift und Jerry Lewis damit so heftig anbalzt, dass dieser immer wieder (und immer spektakulärer) die Treppe herunterfällt, ist tatsächlich in Cartoon-Manier inszeniert.

Der Agentenschreck

Doch auch ansonsten hat der farbenprächtige Film etliche Höhepunkte zu bieten und veralbert sehr treffsicher Superhelden-Comics und Hollywood-Klischees. Es ist zu hoffen, dass die weiteren Lewis-Martin-Filme recht bald auch auf DVD veröffentlicht werden.

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Wo, bitte, geht’s zur Front?

Der US-Milliardär Brendan Byers III möchte auch seinen Beitrag zum Zweiten Weltkrieg leisten, doch er wird ausgemustert. Byers verkraftet es nicht “untauglich“ zu sein und daher stellt er aus weiteren Individuen, die ebenfalls von der US-Army abgelehnt wurden, eine Privatarmee zusammen. Durch seine Ähnlichkeit mit dem Nazi-Feldmarschall Erik Kesselring gelingt es Byers schließlich sogar bis zu Adolf Hitler vorzudringen…

Wo, bitte, geht’s zur Front?

Die Militärklamotte Wo, bitte, geht’s zur Front? entstand 1970 und ist der letzte “klassische“ Jerry-Lewis-Film. Nachdem das Werk floppte, beschloss Lewis seinen danach entstandenen, sich ebenfalls mit dem Nationalsozialismus auseinandersetzenden, in einem KZ spielenden Film The Day the Clown Cried, nicht aufzuführen. Es sollte 10 Jahre dauern bis Jerry Lewis 1980 mit Alles in Handarbeit wieder einen Film in die Kinos brachte.

Wo, bitte, geht’s zur Front?

Aus heutiger Sicht ist Wo, bitte, geht’s zur Front? erträglicher als so manches davor entstandene Solo-Werk von Jerry Lewis. Der ebenfalls Regie führende Komiker tritt hier auch einmal etwas zur Seite und lässt seinen sympathischen Co-Darstellern Spielraum. Die gelegentlich durchaus spannende Geschichte ist zwar oft ziemlich albern, doch gar nicht so wenige Gags zünden, speziell wenn Sidney Miller eine spaßige Hitler-Parodie hinlegt.

Wo, bitte, geht’s zur Front?

Lange hat es gedauert bis Wo, bitte, geht’s zur Front? endlich auf DVD und Blu-ray vorliegt. Der Cover-Aufdruck HD-Remastered ist irreführend, denn die Bildqualität schwankt und ist niemals optimal. Zudem fehlen Untertitel und das Bonusmaterial besteht hauptsächlich aus abgefilmten Texten und Fotos. Doch trotzdem ist es sehr zu begrüßen, dass dieser thematisch eher ungewöhnliche Jerry-Lewis-Film endlich verfügbar ist.

Wo, bitte, geht’s zur Front?

Die Blu-ray von Digi-Dreams-Studios enthält neben dem 96-minütigen Hauptfilm noch den deutschen Trailer (3:21 min), eine Artwork-Galerie (1:23 min), eine Bildergalerie (3:38 min), eine stumme, schwarzweiße 8mm-Kurzfassung aus den USA mit englischen Untertiteln (7:51 min), ein deutsches Presseheft (2:55 min), Kino-Aushangfotos (1:44 min), Fotos von den Dreharbeiten (0:21 min), einen Artikel aus dem Filmspiegel (1:55 min), Pressefotos (1:38 min) und “Jerry Lewis im Originalton“ (ausgewählte Szenen aus dem Film in Originalfassung).

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