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Face/Off – Im Körper des Feindes

Als John Woo, der Regie-Gott des Hongkong-Kinos nach Hollywood ging, um einen Film mit Jean-Claude Van Damme zu drehen, waren seine Fans ziemlich entsetzt. Dies war im Anbetracht von Hard Target, der nur verstümmelt in die Kinos gelangte, auch noch halbwegs angebracht. Doch dass sich das Entsetzen auch auf Face/Off übertrug, verwundert schon ein wenig.

Face/Off - Im Körper des Feindes

Der Film ist ein bis heute ungeschlagenes Meisterwerk des modernen Actionkinos und begeistert sogar Menschen, die mit diesem Genre ansonsten eher wenig anfangen können. John Travolta überzeugt als fanatischer FBI-Agent, der einen von Nicolas Cage gespielten wahnsinnigen Kriminellen jagt. Um einen Bombenanschlag zu verhindern muss der Travolta-Charakter in den Körper der Cage-Figur schlüpfen. Doch auch der Gangster setzt anschließend die Maske des Biedermannes auf und sperrt diesen ein…

Face/Off - Im Körper des Feindes
Diese Verwandlungen meistern die beiden Darsteller so grandios, dass die Handlung niemals im furiosen Action-Dauerfeuerwerk untergeht. Anfangs lag Face/Off jedoch nur in einer mäßigen DVD-Veröffentlichung vor, die zu allem Übel auch noch in der Mitte des Filmes umgedreht (!) werden musste. Dies ist bei der sparsam mit Extras (immerhin ein prima Trailer) ausgestatteten Special Edition zum Glück nicht mehr der Fall.

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A Good Marriage

Mit seiner Novellensammlung “Frühling, Sommer, Herbst und Tod“ lieferte Stephen King 1982 gleich drei Vorlagen zu Spielfilmen, die in zwei Fällen (“Stand by Me“ und “Die Verurteilten“) außergewöhnlich gelungen verfilmt wurden (während Bryan Singers “Der Musterschüler“ sein Thema verfehlte und eher albern geriet). 1990 folgte die deutlich schwächere ebenfalls vierteilige Novellensammlung “Four Past Midnight“. Kings dritte Novellensammlung “Zwischen Nacht und Dunkel“ von 2010 hingegen war wieder eine Wundertüte voller mittellanger Geschichten.

A Good Marriage

“Eine gute Ehe“ ist der durchaus krönende Abschluss des Buchs. Stephen King versetzt sich in dieser Story sehr einfühlsam in Darcy Anderson, die feststellen muss, dass ihr Ehemann Bob ein düsteres Geheimnis vor ihr versteckt. Diese 120-seitige Geschichte schließt den Sammelband ab und vier Jahre später adaptierte King sie für einen Kinofilm, den Peter Askin (“Company Man“) in Szene setzte. Joan Allen (“Face/Off“, “Das Bourne Ultimatum“) überzeugt in der Rolle einer Frau, die nach 27 Ehejahren von ihrem Mann zwar etwas genervt ist, jedoch nicht ahnt, dass sie einen Serienkiller geheiratet hat…

A Good Marriage

Das Hauptproblem des Films dürfte sein, dass Anthony LaPaglia (“Frasier“) als Ehemann nur bedingt bedrohlich rüber kommt. Richtig spannend wird „A Good Marriage“ erst zum Ende hin, wenn der großartige Stephen Lang (“Avatar“, “Terra Nova“) als zwar schon pensionierter aber immer noch sehr hartnäckiger Ermittler ins Spiel kommt. Stephen King wird seinerzeit gewusst haben, warum die Grundidee von “Eine gute Ehe“ nicht für einen seiner langen Romane verwendete, sondern daraus eine Novelle machte. Als Kinofilm jedenfalls ist die Geschichte leider nur bedingt abendfüllend.

A Good Marriage

Die DVD von Concorde Film enthält neben dem 97-minütigen Film noch entfallene und verpatzte Szenen (16:41 min, wahlweise mit deutschen Untertiteln), sowie den deutschen Trailer (1:49 min) und den US-Trailer (1:47 min)

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