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In der Gewalt der Riesenameisen

H. G. Wells schrieb 1905 eine Kurzgeschichte namens “Empire of the Ants“, die im Ullstein-Taschenbuch “Der Apfel vom Baum der Erkenntnis“ unter dem Titel “Im Reich der Ameisen“ enthalten ist. Wells erzählt hier von einer Ameisen-Plage im Gebiet des Amazonas. Abgesehen vom Titel hat diese Geschichte jedoch keine Gemeinsamkeiten mit dem gleichnamigen Kinofilm von 1977, der bei uns den Titel “In der Gewalt der Riesenameisen“ erhielt.

In der Gewalt der Riesenarmeisen

Das Resultat erscheint als dritter Film in Koch Medias “Creature Features Collection“. Zuvor wurden hier bereits Joe Dantes “Piranhas“ und John „Bud“ Cardos “Mörderspinnen“ veröffentlicht. Es folgte “Der Polyp – Die Bestie mit den Todesarmen“. “In der Gewalt der Riesenameisen“ reiht sich bestens ein. Regie führte Bert Ira Gordon, der ab 1955 (“King Dinosaur“) reichlich Erfahrung mit Tierhorror wie “Die Rache der schwarzen Spinne“ oder “Die Insel der Ungeheuer“ sammelte.

In der Gewalt der Riesenarmeisen

Für die Hauptrolle von “In der Gewalt der Riesenameisen“ konnte immerhin Joan Collins (“Der Denver-Clan“) gewonnen werden. Diese spielt die halbseidene Spekulantin Marilyn Fryser, die einigen Interessenten wertloses Sumpfland verkaufen will. Doch an der abgelegenen Küste wurde radioaktive verseuchte Flüssigkeit angespült. Hierdurch werden etliche Ameisen zu riesigen Mutanten, die Marilyn und ihre Gruppe dezimieren. Doch auch als die letzten Überlebenden ein Dorf erreichen können, ist der Terror noch lange nicht beendet…

In der Gewalt der Riesenarmeisen

Pate für den Film stand zweifelsohne der zwei Jahre zuvor gestartete “Der weiße Hai“, was ganz besonders beim Soundtrack bemerkbar macht, der sehr stark an John Williams markantes Leitmotiv erinnert. Bei den gezeigten Riesenameisen handelt es sich entweder um relativ plump hergestellte Bastelarbeiten oder echte Insekten wurden mehr oder weniger überzeugend mit den Aufnahmen der Darsteller kombiniert. Durch die brillante Bildqualität der Blu-ray amüsieren die billigen Trickaufnahmen, aber auch die grellen 70er Jahre Klamotten!

In der Gewalt der Riesenarmeisen

Die Blu-ray von Koch Media enthält neben dem 90-minütigen Film noch eine etwas kürzere 86-minütige Vollbild-Fassung, sowie eine 47-minütige Super-6-Fassung. Außerdem gibt es noch einen deutschen Trailer (2:10 min), einen US-Trailer (2:19 min) sowie eine interessant zusammen gestellte Galerie mit 43 Werbematerialien.

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Tales From The Crypt

In den 50er Jahren erfreute MAD-Herausgeber William M. Gaines die US-Jugend in EC-Comic-Heften wie Tales from the Crypt oder The Vault of Horror mit schrecklich schönen Short Stories. Der Erfolg war so groß, dass der in Nürnberg geborene Dr. Fredric Wertham in seinem Machwerk Seduction of the Innocent anhand von zahlreichen Illustrationen aus den EC-Heften nachzuweisen versuchte, dass Comics junge Menschen verderben. Der „Erfolg“ des Buches war so groß, dass prompt Comic-Verbrennungen organisiert wurden und Gaines alle seine Horror-Reihen einstellen musste. Doch in Film und Fernsehen leben die Geschichten aus der Gruft weiter…

Geschichten aus der Gruft Tales From The Crypt

Den Reigen eröffnete 1972 mit Tales from the Crypt die britische Film-Company AMICUS. Die Spezialität des Studios waren sogenannte Omnibus-Film wie Die Todeskarten des Dr. Schreck, Asylum – Irrgarten des Schreckens oder Totentanz der Vampire, die im Gegensatz zum plüschigen Klassik-Horror von Hammer meist in der damaligen Gegenwart spielten. Hier wurden mehrere grausige Kurzgeschichten (die oft aus der Feder von Robert Bloch stammten) durch eine Rahmenhandlung verbunden, die mit einer grausigen Schlusspointe endete. Die Horror-Kurzgeschichten aus dem Hause EC waren natürlich die ideale Vorlage für einen Episodenfilm und von daher sind Tales from the Crypt und der ein Jahr später entstandene Nachfolgefilm Vault of Horror auch Highlights des Genres.

Geschichten aus der Gruft Tales From The Crypt

Tales from the Crypt kann zudem auch mit einer exzellenten Besetzung aufwarten. Als eigentlich skelettdünner Cryptkeeper, den in der später entstandenen HBO-TV-Serie eine Puppe mimte, brilliert der eher füllige Shakespeare-Mime Ralph Richardson, die Diva Joan Collins (Der Denver-Clan) spielt auch hier eine herzlose Bitch und Horror-Legende Peter Cushing überrascht einmal mehr in einer ungewöhnlichen Rolle. Er spielt einen traurigen alten Witwer, der von seinen Nachbarn terrorisiert und in den Selbstmord getrieben wird, sich danach aber noch bitter rächt…

Geschichten aus der Gruft Tales From The Crypt

Das Mediabook mit Blu-ray, DVD und einem 20-seitigen Booklet ist nicht eben billig aber sein Geld wert. Die Bildqualität der (auch einzeln erhältlichen) Blu-ray ist sehr gut, doch Freunde von Bonusmaterial dürften sich vor allem über die beiliegende DVD freuen, denn diese enthält neben einer zweiten deutschen fürs TV produzierten Synchronisation auch noch einen hochinteressanten Audiokommentar vom Horror-Regisseur Mick Garris (The Stand).

Geschichten aus der Gruft Tales From The Crypt

Bonusmaterial des Mediabooks:  Ein sehr interessanter Audiokommentar von US-Regisseur Mick Garris und Ivo Scheloske, wahlweise mit deutschen Untertiteln, englischer Trailer (1:53 min), Bildergalerie (2:41 min), 20-seitiges Booklet mit einem fundierten Text von Uwe Sommerlad

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