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Jack Kirby – Die Comic-Biografie

Wer sich über Jack Kirby informieren wollte, kam bisher nicht um die von Mark Evanier verfasste reich bebilderte Biografie King of Comics herum. Doch jetzt kommt eine weitere Option hinzu, die zwar auch nur in englischer Sprache vorliegt, doch Comic-Freunden sehr entgegenkommen dürfte. Tom Scioli hat das Leben der Marvel-Legende auf knapp 200 Seiten in Comic-Form zu Papier gebracht.

Jack Kirby - Die Comic-Biografie

Als Erzähler fungiert dabei Jack Kirby selbst, wobei sich Scioli auf zahlreiche Quellen beruft, die er im Anhang  Seite für Seite benennt. Die Kriegserlebnisse von Kirby, der zuvor bereits zusammen mit Joe Simon Captain America erfunden hatte und anschließend ab 1943 in Frankreich gegen die Deutschen kämpfte, bringt Scioli schlicht aber eindringlich zu Papier.

Jack Kirby - Die Comic-Biografie

Doch für Comic-Fans am interessantesten ist natürlich die Arbeitsbeziehung zu Stan Lee, aus der ab 1961 viele noch heute erfolgreich im Marvel Cinematic Universe tätige Comic-Charaktere hervorgingen. Der sehr umtriebige Lee hat es immer so dargestellt und auch in die Comic-Credits geschrieben, dass von ihm die Ideen (“Script“) und von Kirby die Zeichnungen (“Art“ oder “Layout“) stammen.

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Sciolo hingegen erzählt im Comic davon, dass Kirby die Tantiemen für die zahlreichen von ihm geschaffenen Figuren und die von ihm erzählten Geschichten vorenthalten wurden. Dadurch war der Vater von vier Kindern gezwungen, bis zum Umfallen für Marvel zu arbeiten.

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Besonders gut kommt Stan Lee in Sciolos Comic nicht weg. Der Zeichner zeigt ihn Anfang der 60er-Jahre als unscheinbaren Angestellten mit Stirnglatze und lässt ihn dann plötzlich zu einem farbenfroh bekleideten Paradies-Vogel mutieren, dem “ein ganzer Kopf voller Haare über Nacht“ gewachsen war.

Jack Kirby - Die Comic-Biografie

Tom Sciolis hat seinem Comic einen „Altpapier-Look“ verpasst. Die handelnden Figuren zeichnet er karikierend, während die “graphischen Zitate“ respektvoll und exakt ausgefallen sind. Die hoffentlich auch bald bei uns erscheinende Biographie lädt zu einer spannenden Zeitreise ein, die fast 100 Jahre Comic-Geschichte erzählt.

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Captain America – The First Avenger

Anfang der vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts: Der eher schwächliche Steve Rogers möchte unbedingt dabei sein, wenn gegen die Nazis gekämpft wird. Da er zwar nicht den Körper jedoch den Geist eines Soldaten hat, bekommt er ein Super-Soldaten-Serum verabreicht und verwandelt sich in den glorreichen Captain America. Diese Geschichte dachten sich seinerzeit Joe Simon und Jack Kirby aus. Sie ließen den Captain gemeinsam mit den US-Truppen den Zweiten Weltkrieg gewinnen. Danach verschwand der patriotisch gekleidete Superheld für eine ganze Weile von der Comic-Bildfläche, bevor er Anfang der Sechziger Jahre bei Marvel ein spektakuläres Comeback erlebte. Kirby und Stan Lee ließen den Kriegshelden nachdem er Jahrzehnte als Folge eines Flugzeugabsturzes in einem Eisblock im Atlantik eingefroren war zum Mitglied des Helden-Teams Avengers werden.

Unbenannt
© 2011 Marvel Entertainment

Die Verfilmung konzentriert sich nicht (bzw. nur in einer sehr kurzen Rahmenhandlung) auf die aktuelle (ohnehin gerade verstorbene) Comicversion von Captain America, sondern geht sehr werkgetreu ganz weit in die Vergangenheit zurück. Joe Johnston (Jurassic Park III, The Wolfsman) ist schon durch seine herrlich nostalgische Verfilmung von Dave Stevens Comic Rocketeer der richtige Regisseur um eine zur Zeit des Zweiten Weltkriegs angesiedelte, teilweise ganz schön naive, Heldengeschichte mit Schmalz aber auch mit reichlich Schmackes zu erzählen. Hauptdarsteller Chris Evans brachte bereits Superhelden-Erfahrung mit, denn er spielte in den beiden gar nicht einmal so guten Fantastic Four-Filmen gar nicht einmal so schlecht die menschliche Fackel. Jetzt überzeugt er am Anfang des Filmes als am Rechner zum Hänfling reduzierter Steve Rogers aber auch als gradliniger Held. Überhaupt ist die Besetzung großartig: Tommy Lee Jones ist ein überzeugender Kommisskopf, Hugo Weaving tröstet darüber hinweg, dass Christoph Waltz nicht als Red Skull zur Verfügung steht, während Stanley Tucci im Original immerhin einen lustigen deutschen Akzent drauf hat.

Unbenannt
© 2011 Marvel Entertainment

Wenn Chris Evans in einem kitschigen Captain America-Kostüm zum Song The Star Spangled Man With A Plan von Alan Menken (Arielle, die Meerjungfrau, Die Schöne und das Biest) mit einer Horde Showgirls auftritt, mag so mancher denken, dass Disney jetzt wohl tatsächlich die Marvel-Superhelden übernommen hat. Doch eine Szene, in der der Operetten-Superheld aus dem Kino-Serial bei Truppenbetreuung vor echten Soldaten böse ausgebuht wird, zeigt doch eine unerwartete Bodenhaftung des Films. Johnston und seinem Team gelingt es den klassischen naiven mit dem deutlich realistischeren Captain America aus Mark Millars Comic Die Ultimativen zu vereinen. Formal überzeugen nicht nur das detailfreudige Setdesign und die rasanten Actionszenen, sondern auch die 3D-Effekte. Diese mögen nachträglich eingefügt sein, doch welcher Film wird nicht nach Drehschluss noch bearbeitet. In Sachen Plastizität kann nicht einmal Avatar dem Film das Wasser reichen. Immer wieder erfreuen Einstellungen durch große räumliche Tiefe.

Unbenannt
© 2011 Marvel Entertainment

In diesem Falle lohnt es sich den überlangen Nachspann abzusitzen, denn hier gibt es erste sehr kurze Ausschnitte aus Team-Up-Film Avengers, der vom Buffy-Schöpfer Joss Whedon inszeniert wurde. Im mersten großen Gipfeltreffen des Marvel Cinematic Universe  trifft Captain America u. a. auf Thor, Iron Man, den Hulk und natürlich auf Samuel L. Jackson als Nick Fury.

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