Schlagwort-Archive: John Barry

Die Zwei

Der eigentlich schon im schönen Frankreich im Ruhestand weilende Richter Fulton (Laurence Naismith) jagt auch weiterhin Verbrecher, die der Justiz entkommen sind. Er (zwangs-) verpflichtet hierzu zwei Helfer, die gegensätzlicher nicht sein können.

Die Zwei

Dabei handelt es sich um den aus ärmsten Verhältnissen stammenden US-Selfmade-Millionär Danny Wilde (Tony Curtis) und den etwas versnobten Lord Brett Sinclair (Roger Moore). Die beiden völlig gegensätzlichen Typen verwenden bei ihren Einsätzen sehr viel mehr Energie darauf sich gegenseitig hochzunehmen als die jeweiligen Übeltäter zu fangen.

Die Zwei

Als die britische TV-Serie The Persuaders 1972 unter dem Titel Die Zwei im deutschen Fernsehen gezeigt wurde, war sie sofort ein gewaltiger Erfolg. Dies lag zum großen Teil an Rainer Brandt, der nicht nur Tony Curtis seine Stimme lieh, sondern in seinen deutschen Synchronbüchern wie zuvor schon in Department S auch noch die urkomischsten Kalauer („Eure Lordschuft“, „Mir schwellt da eine Frage im Gebeiß“) platzierte, oftmals auch gerade dann wenn in der Originalfassung überhaupt nicht gesprochen wurde. Doch Brandt hatte auch einen Bildungsauftrag und informierte u. a. darüber was ein Tutu ist: „Da kommt die Feuerwehr mit“.

Die Zwei

Trotz des gewaltigen Erfolges strahlte das ZDF nur 17 Episoden der Serie aus, ausgelassen wurde etwa eine Folge in der es um Nazis ging. Die sieben fehlenden Episoden lieferte erst 1994 der Sender Kabel 1 nach. Auch hier war Rainer Brandt wieder für die deutsche Bearbeitung zuständig. Die eingängige Titelmusik stammt übrigens vom James-Bond-Komponisten John Barry.

Die Zwei

Auf DVD werden alle Folgen dieser Kultserie feinsäuberlich geordnet in der korrekten Reihenfolge und erstmals auch mit dem erst nach der jeweiligen Eröffnungsszene platzierten Vorspann in einer platzsparenden Box im Look der Siebziger Jahre präsentiert. Mittlerweile gibt es auch noch eine „Special Collectors Edition“ mit einer zusätzlichen Bonus-DVD, sowie eine Veröffentlichung auf Blu-ray vor.

Die Zwei

Extras der DVD-Edition: Interaktives Interview mit Synchronlegende Rainer Brandt (25 min), recht interessant auch wenn einige Äußerungen mit Vorsicht zu genießen sind. So behauptet Brandt die Serie wäre im Original überhaupt nicht komisch gewesen, was spätestens durch die englische Tonspur dieser DVD widerlegt wird. Ferner erzählt er, dass nicht nur seine Synchronbücher als Vorlage für die französische Bearbeitung gedient haben, sondern es war angeblich sogar vorgesehen, dass Brandt auf Empfehlung von Tony Curtis weitere Folgen der Serie schreiben sollte. Dann verkrachten sich Curtis und Moore und aus warder Traum, weiß man´s; Je ein bis zwei Texttafeln mit Bio- und Filmographie zu Roger Moore, Tony Curtis und deren deutschen Stimmen Rainer Brandt und Lothar Blumhagen; Fünf englische Kinotrailer zu Spielfilmauskopplungen der Serie (insgesamt 12:12 min); Galerie mit 99 Fotos; 2 Texttafeln mit Hintergrundinformationen; Die „Special Collectors Edition“ enthält noch eine zusätzliche DVD mit der sehr interessanten Dokumentation „The Morning After: Remembering The Persuaders“ (49:58 min), die Episoden „Schwesterchens Muttermal“ und „Adel vernichtet“ mit Audiokommentaren u. a. von Tony Curtis, Roger Moore und Robert S. Baker, allerdings ohne deutsche Untertitel und die „Simon Templar“ -Episode „Ein Texaner in Monte Carlo“, die eine Art Pilotfilm zu „Die Zwei“ war, allerdings mit Mark Damon in der Rolle von Tony Curtis. 

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Howard the Duck

Überraschenderweise war eine Ente die erste Marvel-Comicfigur, die im Mittelpunkt eines aufwändigen Film-Spektakels stand. 1986 – mehr als 20 Jahre bevor das Marvel Cinematic Universe mit Iron Man startete –  produzierte George Lucas – der sich persönlich dafür einsetzte dass die Comicversion zu Star Wars bei Marvel erschien – eine als Blockbuster geplante Verfilmung der Serie Howard the Duck.

Howard the Duck

Regie führte Willard Huyck, der gemeinsan mit Lucas und seiner Ehefrau Gloria Katzam das Drehbuch von American Graffiti ge schrieben hatte. Der Film basiert auf einer eher Insidern bekannten Comicfigur, die 1973 von Steve Gerber und Val Mayerik erfunden wurde. Seitdem spukt sie sporadisch im Marvel-Universum herum.

Howard the Duck

Der Film erzählt wie Howard von seinem Enten-Planeten plötzlich per Energiestrahl auf die Erde geschickt wird. In Cleveland, Ohio lernt er Beverly Switzler (Lea Thompson aus Zurück in die Zukunft spielte einige Jahre später auch die Mutter des Comic-Lausbuben Dennis the Menace) und ihre New-Wave-Frauenband Cherry Bomb kennen. Außerdem rettet er  die Erde vor einer außerirdischen Bedrohung.

MARVEL CLASSICS Howard the Duck

Sein Budget von 37 Millionen Dollar spielte der Film gerade so eben wieder ein, was nicht weiter verwunderte. Das Enten-Kostüm, in dem ein Liliputaner steckte und die nicht allzu bewegliche Gesichtsmaske sind eher albern (genau wie viele der Gags), Spaß macht Howard the Duck trotzdem.

Howard the Duck

So gibt es neben einem hemmungslos herumkaspernden Tim Robbins und einen abgedreht bedrohlichen Jeffrey Jones im großen Finale noch ein richtig gutes Stop-Motion-Monster, irgendwo zwischen Ray Harryhausen und Lovecraft. Der schmalzige Soundtrack vom James-Bond-Komponisten John Barry fügt sich nahtlos ins überhaupt nicht zusammenpassende Gesamtkonzept ein.

Howard the Duck

Die Blu-ray von Koch Media enthält neben dem 110-minütigen Film noch diese Extras: „Howard“ – Die Story“ (12:52 min) + „Howard“ – Ein Blick zurück“ (26:21 min) – Zwei Dokus von Laurent Bouzereau aus dem Jahre 2008, die sich auch mit dem Mißerfolg des Films beschäftigen; “News-Featurette“ (1:38 min); “Stunts“ (2:43 min); “Special Effects“ (3:11 min); “Musik“ (3:08 min); “Duckumentary“ (1:48 min); Deutscher Trailer (1:18 min); Zwei US-Teaser (0:58 min + 1:33 min) und Galerie mit 63 Bildern.   

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Star Crash – Sterne im Duell

„In a Time before Time“: Alles war gut im All als der friedliche Imperator (Christopher Plummer) regiert. Doch nun will der schurkische Graf Zarth Arn (Joe Spinell) die Macht an sich zu reißen. Die trickreichen Schmuggler Stella Star (Caroline Munro) und Acton (Marjoe Gortner) sowie Simon (David Hasselhoff), der Sohn des Imperators, versuchen dies zu verhindern…

Star Crash – Sterne im Duell

In den 70er-Jahren hängte sich die italienische Filmindustrie in Windeseile an jeden Trend aus Hollywood und drehte so schnell wie möglich billige Schundvarianten von Blockbustern. Ein Jahre nach dem Erfolg von Star Wars kam Star Crash in die Kinos. Regie führte Lewis Coates alias Luigi Cozzi (Die Abenteuer des Herkules) , ein Weggefährte des Italo-Horrormeisters Dario Argento. Cozzi behauptete, er hätte mit den Vorbereitungen zu Star Crash schon lange vor dem Kinostart von Star Wars begonnen.

Star Crash – Sterne im Duell

Die Besetzung wird angeführt von Caroline Munro (Der Spion, der mich liebte), die bereits einige phantastische Filme wie Captain Kronos Vampirjäger, Der sechste Kontinent oder Sindbads gefährliche Abenteuer mit ihrer Atttraktivität und Ausstrahlung veredelt hat. Mit dabei ist auch ein noch sehr jugendlicher David Hasselhoff. Der Soundtrack stammte von James-Bond-Komponist John Barry, der sein Titelthema aus Born Free recyceln konnte.

Star Crash – Sterne im Duell

Wer Star Crash damals im Kino sah – und das waren seltsamerweise gar nicht so wenige – konnte seinen Augen kaum trauen. Die Sterne im All schimmerten wie Christbaumschmuck und die Raumschiffe sahen nach genau dem aus, was sie waren: Billig zusammengeschusterte Plastikmodelle. Die Spezialeffekte sind durch die Bank von mieser Qualität, die Kostüme schundig und die Story hirnrissig.

Star Crash – Sterne im Duell

Dennoch ist dem Film in jeder Minute anzumerken, dass sich hier ein Fan des phantastischen Kinos den Traum seines Lebens erfüllt. Neben den unvermeidlichen Laserschwertern aus Star Wars konnte Cozzi auch Hommagen an Flash Gordon, Invasion vom Mars, Barbarella und die Stop-Motion-Legende Ray Harryhausen platzieren. Der Regisseur ist übrigens Fan geblieben und ist heute Besitzer des Horrorladens Profondo Rosso in Rom.

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King Kong (1976)

1976 packte den italienischen Produzenten Dino De Laurentiis der schiere Größenwahn und er produzierte eine Neuverfilmung des Klassikers King Kong und die weiße Frau. Leider machte De Laurentiis seinem Vornamen keine Ehre und der Film kam ganz ohne die beliebten Dinosaurier des Originals aus. Lediglich gegen eine popelige Riesen-Schlange musste King Kong auf seiner Heimatinsel Skull Island antreten.

King Kong (1976)

Zwar wurde für den Film  von Carlo Rambaldi ein “lebensgroßer“ King Kong gebaut, doch der war nahezu unbeweglich. Daher wurde der Riesenaffen meistens durch einen Menschen (in diesem Fall den American Werewolf-Maskenbildner Rick Baker) in einem Kostüm verkörpert, was das 24 Millionen Dollar teuren Remake in die Nähe der Godzilla-Reihe rückte.

King Kong (1976)

Ein paar Qualitäten hat der Film dennoch, wie z. B. den Soundtrack vom James-Bond-Komponisten John Barry. Auch der Auftakt ist recht spannend. Hier ist die Modernisierung wirklich gelungen, wenn diesmal kein abenteuer-lustiges Film-Team, sondern profit-orientierte Öl-Sucher, auf King Kongs nebeliger Insel landen.

King Kong (1976)

Die Hauptrollen sind sehr sympathisch besetzt, Jessica Lange machte anschließend durch Tootsie Karriere und dank Jeff Bridges wurden  danach weitere halbgare phantastische Filme wie Tron oder Starman einigermaßen erträglich.

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Besonders pikant aus heutiger Sicht mutet es natürlich an, wenn King Kong zum großen Finale nicht wie Anno 33 das Empire State Building, sondern das World Trade Center besteigt und auch noch Hubschrauber in das Gebäude krachen lässt. Hier wirkt der Film dann wieder genauso naiv wie sein Vorgänger.

King Kong (1976)

Quasi als Abfallverwertung produzierte Dino De Laurentiis zehn Jahre später die noch sehr viel grottigere Fortsetzung King Kong lebt. Hier gründet der Riesenaffe eine Familie. In der weiblichen Hauptrolle war die zwei Jahre zuvor durch Terminator zum Star gewordene Linda Hamilton zu sehen. Der 18 Million Dollar teure Film spielte nur knapp 5 Millionen ein.

King Kong

Für die TV-Ausstrahlung 1978 auf NBC wurde der Film noch um 45 Minuten verlängert, so dass er an zwei Abenden gezeigt werden konnte. Die Blu-ray-Edition enthält 16 Minuten von diesem “neuen“ Material, darunter eine längere Version von Kongs Kampf mit der Schlange, sowie den US-Trailer (2:23 min).

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James Bond Soundtracks

1962 war es für den englischen Musical-Komponisten Monty Norman keine besondere Ehre den Soundtrack zu einem James Bond Film zu schreiben, er musste mit dem Angebot geködert werden bei den Dreharbeiten auf Jamaika dabei zu sein. Von dort aus versorgte er James Bond jagt Dr. No mit allerlei flotter Calypso-Musik wie den Song Under the Mango Tree, der im Film auch kurz von Sean Connery gesungen wird, für Norman aber nicht als Main-Theme taugte. Hierfür grub er eine seiner alten Musical-Kompositionen aus, die John Barry mit  großem Orchester sehr dynamisch einspielte und die sich gut mit den psychedelischen Vorspann-Spielereien von Maurice Binder zusammenfügte.

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John Barry versorgte einen Großteil der folgenden 007-Filme mit eingängigen Leitmotiven. In Liebesgrüße aus Moskau (1963) wurde erstmals die sogenannte Pre-Title-Sequence eingeführt, die schon vor dem eigentlichen Vorspann für Spannung sorgte. Der Song From Russia with Love von Lionel Bart war im Vorspann nur in einer von John Barry sehr flott instrumentierten Version und erst sehr viel später gesungen von Matt Monro zu hören.

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Das Konzept einen James-Bond-Titelsong zum werbeträchtigen Hit zu machen, wurde erstmals bei Goldfinger (1964) erfolgreich umgesetzt. John Barrys pompös instrumentierter und von Shirley Bassey mit viel Power interpretierter Titelsong verkaufte sich als Single millionenfach. Daher kam die Sängerin auch bei Diamantenfieber und Moonraker wieder zum Einsatz.

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Die Titelsongs zu den beiden nächsten Bond-Filmen waren weniger erinnerungswürdig. Thunderball wurde von Tom Jones recht gradlinig und ganz ohne dessen lustige Manierismen runtergesungen, sehr viel witziger ist da eine powervolle Coverversion von Adriano Celentano namens Il mio amico James Bond.  Alternativ wurde für Feuerball (1965) der im Film instrumental eingesetzte Titel Mr. Kiss Kiss Bang Bang von Shirley Bassey und auch von Dionne Warwick eingesungen, was genauso verworfen wurde wie ein von Johnny Cash angebotener Song. Nach Man lebt nur zweimal (1966) hatte Sean Connery genug davon James Bond zu spielen, auch der mittelprächtige von Nancy Sinatra interpretierte Titelsong konnte ihn nicht zurückhalten.

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Sehr viel interessanter geriet die lustige Musik, die Burt Bacharach 1967 zur chaotischen mit David Niven, Peter Sellers und Woody Allen besetzten 007-Parodie Casino Royale beisteuerte. Darunter befindet sich auch das von Dusty Springfield unvergesslich hingehauchte The Look of Love. Für die deutsche Synchronfassung wurde davon die grottige Cover-Version Ein Blick von Dir mit Mireille Mathieu aufgenommen.

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Dass sich George Lazenby nicht als offizieller Nachfolger von Sean Connery in der Rolle des James Bond durchsetzten konnte, lag ganz gewiss nicht am Soundtrack von Im Geheimdienst ihrer Majestät (1969). Selbst das im Film nur kurz zu hörende Weihnachtslied “Do you know how Christmas Trees are grown?“ ist so schön, dass es für die deutsche Fassung des Filmes von Katja Epstein als Wovon träumt ein Weihnachtsbaum im Mai? neu eingesungen wurde. John Barrys im Vorspann verwendetes instrumentales Titelthema hat Drive, und der von Louis Armstrong interpretierte Lovesong We have all the Time in the World ist das wundervollste Musikstück aus einem James Bondfilm ever!

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Für viel Geld kehrte Sean Connery 1971 ein erstes Mal zu seiner verhassten Paraderolle zurück und sorgte auch durch seine lustlose Darstellung dafür, dass Diamantenfieber zum schlechtesten 007-Film wurde. Danach pausierten Sean Connery und John Barry erst einmal, denn Roger Moore betrat die Leinwand. Damit dieser als neuer James Bond nicht andauernd mit Connery verglichen wird, wurde versucht vieles anders zu machen. Der Moore-Bond trank keinen Wodka Martini sondern Bourbon und der Soundtrack zu Leben und sterben lassen (1973) stammte von George Martin, der schon den Song Goldfinger produziert hatte. Dem “fünften Beatle“ Martin gelang es Paul McCartney nicht nur als Komponisten sondern gemeinsam mit seinen Wings auch als Interpreten des Titelsongs zu verpflichten, was etwas Flower Power in einen Film mit rassistischen Untertönen brachte.

0000Bei Der Mann mit dem goldenen Colt (1974) war wieder einmal John Barry mit an Bord auch als Komponist eines durchschnittlichen Titelsongs, der sich als einzige 007-Eröffnungsnummer nicht in den Charts platzieren konnte. Der Spion, der mich liebte (1977) ist die Quintessenz aller vorherigen Bond-Filme und hat die beste Pre-Title-Sequence der ganzen Reihe: Bond stürzt scheinbar hilflos auf Skiern eine gewaltige Schlucht hinunter und erst im letzten Moment öffnet sich ein mit dem Union Jack bedruckter Fallschirm. Diese Szene geht direkt über in Carly Simons Nobody does it better, erstmals bei Bond waren hier Song- und Filmtitel nicht identisch. Genau wie der Titelsong stammte auch der Soundtrack von Marvin Hamlisch, der sich dabei an der Musik der Bee Gees orientierte.

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Danach übernahm wieder John Barry, der James Bond mit seiner Musik zu Moonraker – Streng geheim (1979) in den Weltraum schickte. Für In tödlicher Mission (1981) wurde der Rocky-Komponist Bill Conti verpflichtet und Sheena Easton, war als erster Interpret eines 007-Titelsongs auch auf der Leinwand zu sehen.

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John Barry beendete in Octopussy (1983, Titelsong von Rita Coolidge) und Im Angesicht des Todes (1985, mit einem markanten Song von Duran Duran) die 007-Ära von Roger Moore zumindest musikalisch halbwegs würdevoll. Zwischendrin kehrte Sean Connery im “inoffiziellen“ 007-Film Sag niemals nie (1983) als James Bond zurück. Aus rechtlichen Gründen durfte nur die selbe Geschichte wie fast 20 Jahre zuvor in Feuerball erzählt und nicht auf Monty Normans James-Bond-Theme zurückgegriffen werden. Der französische Komponist Michel Legrand schrieb einen abwechslungsreichen entspannt jazzigen Soundtrack mit einem mittelprächtigen von Lani Hall (ursprünglich war Bonnie Tyler vorgesehen) interpretierten Titelsong und einem grandiosen Tango of Death. Die Komponisten Stephen Forsyth und Jim Ryan hatten einen alternativen Titelsong namens Never Say Never Again komponiert, der von Phyllis Hyman interpretiert aber nicht verwendet wurde.

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John Barry half  mit seinem letzten 007-Soundtrack Timothy Dalton in Der Hauch des Todes (1987, Titelsong von a-ha) die Nachfolge von Roger Moore anzutreten und schuf eine besonders romantische Filmmusik. Daltons zweiter und letzter Bond-Film stellte einen radikalen Richtungswechsel dar. Lizenz zum Töten musste 1989 mit US-amerikanische Action-Filmen konkurrieren, und daher wurde der Stirb Langsam– und Lethal Weapon-Komponist Michael Kamen verpflichtet. Den zugehörigen Titelmelodie interpretierte dann nicht wie zunächst geplant Eric Clapton gemeinsam mit Vic Flick (spielte die Gitarre beim Original-James-Bond Theme), sondern Gladys Knight schmetterte ihn in bester Shirley-Bassey-Tradition.

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Erst 1995 startete mit GoldenEye ein neuer Bondfilm und mit Pierce Brosnan ein neuer Bond. Auch bei der Wahl des Komponisten hatten die Produzenten ein glückliches Händchen. Der Franzose Eric Serra (Im Rausch der Tiefe) veredelte den Film mit neuen interessanten Klängen und Geräuschen. Leider war er mit der Abmischung seines Soundtracks sehr unzufrieden und sicher auch mit der Tatsache, dass er nicht den von Tina Turner gesungenen Titelsong komponieren durfte. Serra beschloss künftig nur noch exklusiv für seinen Freund Luc Besson zu arbeiten. Womit bei 007 eine neue musikalische Ära begann.

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David Arnold schrieb die Soundtracks zu den Roland Emmerich-Filmen Star Gate und Independence Day. Für den 007-Job qualifizierte er sich besonders durch das von ihm produzierte Album Shaken and Stirred, auf dem zahlreiche namhafte Musiker wie Iggy Pop, Pulp oder Propellerheads klassische Bond-Titelsongs neu interpretierten. Arnold übernahm auch das Komponieren für die drei folgenden Filme mit Pierce Brosnan: Der Morgen stirbt nie (1997, Titelsong von Sheryl Crow), Die Welt ist nicht genug, (1999, Titelsong von Garbage) und Stirb an einem anderen Tag (2002, Titelsong von Madonna).

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Nicht nur durch den neuen Hauptdarsteller Daniel Craig sondern auch inhaltlich wurde danach bei Casino Royale (2006, Titelsong von Chris Cornell) Neuland betreten. David Arnold untermalte die Lehr- und Wanderjahren des Geheimdienstlers ihrer Majestät mit wuchtigen Orchesterklängen. Thematisch passend setzt er das markante James-Bond -Theme erst am Ende des Films ein, als Craigs Bond-Werdung fast vollzogen war. Auch die sehr direkte Fortsetzung Ein Quantum Trost (2008, Titelsong von Jack White und Alicia Keys) betreute David Arnold musikalisch.

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Genau wie schon beim von Danny Boyle inszenierten Londoner Olympia-Eröffnungsfilm Happy and Glorious, in dem Daniel Craig zusammen mit der Queen auftrat (hier komponierte Rick Smith), war David Arnold beim nächsten James Bond Film Skyfall nicht mehr dabei. Der Regisseur Sam Mendes brachte seinen Hauskomponisten Thomas Newman mit, und der im klassischen Stil gehaltene Titelsong stammte von Adele.

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Zum selben Zeitpunkt erschien zum 50. Jubiläum der Kino-Reihe die Compilation Best Of Bond… James Bond, die erstmals alle Titelsongs der ersten 22 offiziellen 007-Filme enthielt. Es gibt diese Zusammenstellung auch als Doppel-CD mit allerlei interessanten Bonus-Tracks wie Do you know how Christmas Trees are grown? oder Mr. Kiss Kiss Bang Bang gesungen von Shirley Bassey.

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Zum Bond-Film Spectre schrieb Sam Smith den nur bedingt mitreißenden Titelsong Writing’s on the Wall. Da Smith das Lied auch persönlich singt, ist er – nach Matt Munro und Tom Jones, die Anno 1963 und 1965 die Titelsongs From Russia with Love und Thunderball schmetterten – erst der dritte männliche Solo-Interpret, der während eines 007-Vorspanns zu hören ist.

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Der Soundtrack zu Spectre stammt wieder von Thomas Newman. Im Zeitalter von iTunes, Spotify und YouTube ist es nicht mehr zu verstehen, dass die für teures Geld angebotene CD mit Newmans Spectre-Soundtrack nur eine instrumentale Version von Sam Smiths bereits einen Monat zuvor im Internet veröffentlichten Song enthält.

James Bond

Die erst 18-jährige Billie Eilish singt den Titelsong zum neusten  Bond-Film Keine Zeit zu sterben (No Time to Die). Die Kalifornierin ist damit die jüngste Interpretin eines Bond-Songs und hat den Titel zusammen mit ihrem älteren Bruder Finneas O‘Connell komponiert. Den Soundtrack schreibt Hans Zimmer. Der letzte 007-Film mit Daniel Craig kommt wohl noch in diesem Jahr in die Kinos.

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Der Hauch des Todes

„Tod den Spionen“ heißt ein Projekt, das jemand im KGB ersonnen hat, um das internationale Gleichgewicht zu erschüttern. Als erstes soll die Doppel-Null-Abteilung ausgelöscht werden. Doch Superagent 007 vereitelt eine Katastrophe. KGB-Überläufer Koskov informiert den britischen Geheimdienst über die angeblichen Drahtzieher des Mordkomplotts und lockt James Bond damit nach Afghanistan und direkt vor die Läufe von Waffenhändler Whitaker und seiner Killermaschine Necros.

Der Hauch des Todes
© United Artists / Twentieth Century Fox

Nach Roger Moores unrühmlichen Abschied aus der Agentenwelt in Im Angesicht des Todes sah es zunächst so aus als wenn der Australier Sam Neill (Jurassic Park) die Rolle des James Bond übernehmen würde. (Seine Probeaufnahmen sind auf dieser DVD zu sehen.) Doch Produzent Albert R. Broccoli legte sein Veto ein und votierte für Timothy Dalton, der schon anstelle von Roger Moore für Leben und sterben lassen im Gespräch war.

Der Hauch des Todes
© United Artists / Twentieth Century Fox

Doch Dalton war wegen des Filmes Brenda Starr verhindert und daher wurde Pierce Brosnan gecastet. Dieser konnte jedoch nicht, weil sein Vertrag für die TV-Serie Remington Steele verlängert wurde, obwohl dann doch keine weiteren Episoden gedreht wurden. Hierdurch verzögerte sich der Drehbeginn von Der Hauch des Todes und Dalton hatte plötzlich doch Zeit (Es gibt auch Theorien, dass Dalton die Rolle bekam, weil er durch eine Dumping-Gagenforderung Brosnan ausgestochen hatte).

Der Hauch des Todes
© United Artists / Twentieth Century Fox

Der Hauch des Todes basiert sehr lose auf einer Kurzgeschichte von Ian Fleming und präsentiert dann tatsächlich einen frischen James Bond. Dieser ist seinen Job ein wenig leid ist und sich eher auf seine Instinkte (zu denen diesmal auch romantische Gefühle gehören) verlässt als auf die allgemein anerkannten Richtlinien des Geheimdienstes. Drehorte (Wien und Marokko), Action und Nebendarsteller können voll überzeugen.

Der Hauch des Todes

Einziger Schwachpunkt sind die mit Joe Don Baker und Jeroen Krabbé besetzten, ungewöhnlich ungefährlichen Gegenspieler. Mit seinem letzten 007-Soundtrack erleichterte John Barry es Timothy Dalton die Nachfolge von Roger Moore anzutreten. Barry lehnte es danach ab, wieder für einen James Bond Film zu komponieren und schuf als Abschied einen besonders romantischen Soundtrack.

Der Hauch des Todes

Extras der DVD-Edition: Audio-Kommentar von Regisseur John Glen und Mitgliedern der Besetzung und Crew, wie alle Extras wahlweise mit deutschen und englischen Untertiteln; “Inside The Living Daylights“, ein umfassender 34-minütiger Einblick in die Entstehung des Filmes; ein 42-minütiges Portrait des Bond-Erfinders Ian Fleming; Featurette zum 25. Geburtstag der 007-Filmreihe, moderiert von Roger Moore (47:49 min); Vier kurze Berichte zum 25. Geburtstag (insgesamt 6:13 min); unveröffentlichte und verlängerte Szenen anmoderiert von John Glen: “The Magic Carpet Ride“ (1:36 min), Qs Labor (0:49 min), Verfolgungsjagd auf dem Eis (8:02 min); Pressekonferenz mit Timothy Dalton in Wien (4:34 min); Interview mit Timothy Dalton und Maryam d’Abo (5:30 min); Interview mit Timothy Dalton (6:54 min); Musikvideo “The Living Daylights“ von “a-ha“ (3:53 min, 1,85 : 1, nicht anamorph, Dolby 2.0); ein 4-minütiges “Making of“ zum Video; „Missionskontrolle“: Thematisch gegliederte Zusammenstellung einiger besonders markanter Szenen, hervorzuheben ist die Möglichkeit die Titelsequenz ohne den Text bzw. die Credits zu betrachten; Veröffentlichungstrailer (1:21 min, 2,35 : 1, anamorph, Dolby 2.0); Kurztrailer GBR (1:37 min, 1,85 : 1, nicht anamorph, Dolby 2.0); Kurztrailer USA (1:21 min, 2,35 : 1, anamorph, Dolby 2.0); 8-seitiges farbiges Booklet

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Der Mann mit dem goldenen Colt

Eine tödliche Kugel für James Bond. 007 hat sich diesmal mit einem doppelten Problem herumzuschlagen. Nicht nur, dass er in Südostasien den Erzschurken Scaramanga bekämpfen muss, dem das Kernstück einer revolutionären Erfindung, das Solex, in die verbrecherischen Händen gefallen ist. Die vereinigten Bösewichte der Welt haben ihrerseits mit Scaramanga den gefährlichsten Berufskiller der Welt auf Bond angesetzt. Am einsamen Strand einer Südseeinsel kommt es zum tödlichen Duell der beiden Erzrivalen: Superagent 007, die berühmte Beretta im Anschlag Rücken an Rücken mit dem „Mann mit dem goldenen Colt“.

Der Mann mit dem goldenen Colt
© United Artists / Twentieth Century Fox

Bei diesem Film stimmen eigentlich alle Zutaten: Vor dem Hintergrund von Hongkong, Macao und einer malerischen Südseeinsel jagt 007 den teuersten und erfolgreichen Killer der Welt. Der Ex-Dracula Christopher Lee (ursprünglich war Jack Palance für diese Rolle vorgesehen) ist ein charismatischer Schurke und ähnelt James Bond in seinem Appetit auf gute Weine, erlesene Speisen und schöne Frauen durchaus.

Der Mann mit dem goldenen Colt

Außerdem kehrte wieder John Barry als Komponist eines durchschnittlichen Titelsongs (der sich als einzige 007-Eröffnungsnummer nicht in den Charts platzieren konnte) und eines recht ambitionierten Soundtracks zurück.

Der Mann mit dem goldenen Colt

Ein weiteres wichtiges Story-Element ist das Solex, eine Erfindung, die in die Hände von Scaramanga gefallen ist und Sonnenenergie kommerziell nutzbar macht. Bereits Anfang der siebziger Jahre, zu Zeiten der Energiekrise, war dies brandaktuell.

Der Mann mit dem goldenen Colt

Roger Moore zeigt in seinem zweiten Bond-Film nach Leben und sterben lassen erstaunlich viel Einsatz. Er führte ganz offensichtlich einen Großteil der Stunts höchstpersönlich aus und nahm sogar Unterricht in fernöstlichen Kampfsportarten. Daher können sich auch die Actionszenen (zu denen ein spektakulärer Autoüberschlag bei der Überquerung eines Flusses gehört) durchaus sehen lassen. Doch leider wurden alle diese beeindruckenden Komponenten nur höchst notdürftig miteinander verbunden. Dadurch wirkt der Film sehr viel stärker als sonst wie eine Nummernrevue, die zwar gut unterhält aber auch schnell wieder vergessen ist.

Der Mann mit dem goldenen Colt

Extras der DVD-Edition: Audio-Kommentar von Regisseur Guy Hamilton und allen möglichen am Film beteiligten Personen (Roger Moore ist nicht dabei), wie alle Extras wahlweise mit deutschen und englischen Untertiteln; Audiokommentar von Roger Moore; Special-Inside „The Man With The Golden Gun“, ein umfassender 31-minütiger Einblick in die Entstehung des Filmes; Bonds beste Stunt-Szenen und –Darsteller: Ein sehr informativer Bericht über den Stunt-Regisseur Bob Simmons (der im Vorspann von „Dr. No“ als erster James Bond-Darsteller zu sehen war) und seine Nachfolger (28:34 min); Roger Moore und Herve Villechaize zu Gast in der „Russell Harty Show“ von 1974 (2:51 min); Filmaufnahmen von den Dreharbeiten (1:26 min + 3:28 min) mit Kommentar von Michael Wilson; „American Thrill Show“ (5:01 min), Bericht über den „Auto-Salto-Stunt“, wahlweise mit Kommentar; Textkommentare von Guy Hamilton (5:01 min) und Stunt-Koordinator W. J. Milligan (7:58 min); „Missionskontrolle“: Thematisch gegliederte Zusammenstellung einiger besonders markanter Szenen aus „Der Mann mit dem goldenen Colt“, hervorzuheben ist die Möglichkeit die Titelsequenz ohne den Text bzw. die Credits zu betrachten; Galerie mit 110 thematisch geordneten Fotos und Plakaten aus aller Welt; englischer Kinotrailer (3:08 min, 16 : 9, anamorph, Dolby 2.0); englischer Teaser Kinotrailer (1:45 min, 16 : 9, nicht anamorph, Dolby 2.0); zwei TV-Spots (0:57 min und 0:59 min, 16 : 9 und Vollbild, Stereo 2.0); drei Radio-Spots (insgesamt 2:02 min, Stereo 2.0); 8-seitiges farbiges Booklet

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Goldfinger

James Bond wird auf die Fährte eines verbrecherischen Genies gesetzt, das die Goldreserven von Fort Knox in seinen Besitz bringen will. Bonds Gegner Goldfinger ist der Mann, der seine abtrünnig gewordene Geliebte tötet, indem er sie mit Goldlack überzieht. Mit Hilfe von Pussy Galore will Bond den Raub des Goldes vereiteln.

Goldfinger
© United Artists / Twentieth Century Fox

Nachdem die ersten beiden Bondfilme von Terence Young inszeniert wurden, stellt dieser Film einen Kurswechsel innerhalb der Reihe dar. Young setzte stark auf Atmosphäre und trotz spektakulärer Actionszenen wirkten Dr. No und Liebesgrüsse aus Moskau immer noch realistisch und oft auch etwas düster. James Bond musste bei Young ganz schön hart kämpfen, um seine Siege zu erlangen.

Goldfinger
© United Artists / Twentieth Century Fox

Bei Goldfinger übernahm Guy Hamilton das Steuer und er schuf ein überlebensgroßes Spektakel, das irrsinnig erfolgreich wurde und daher fortan die Richtung der Serie bestimmte. In den folgenden Filmen wurden größenwahnsinnige Schurken, gewaltige Kulissen und spektakuläre Stunts mindestens genauso wichtig wie die Figur des James Bond. Dadurch wurde 007 oft zu einem besseren Reiseleiter degradiert. Bereits im auf Goldfinger folgenden Film Feuerball, bei dem Terence Young ein letztes Mal Regie innerhalb der Reihe führen sollte, ist Sean Connery anzumerken, dass ihm die Rolle des 007 nicht mehr allzu viel Spaß macht.

Goldfinger
© United Artists / Twentieth Century Fox

Die folgenden Bond-Filme versuchten die Erfolgsformel von Goldfinger zu kopieren und die Serie wurde dadurch oft klamaukiger als nötig. Wenn jedoch die eher negativen Auswirkungen ignoriert werden, die dieser Film auf die Bond-Serie hatte, dann ist Goldfinger für sich betrachtet  ein Meisterwerk. Sehr schnell und abwechslungsreich wird von Bonds Konfrontationen mit Auric Goldfinger und dessen Helfern (darunter der zylinderwerfende Asiate Oddjob) erzählt, die einen Angriff auf Fort Knox und die dort gelagerten gesamten Goldvorräte der westlichen Welt planen und durchführen.

Goldfinger
© United Artists / Twentieth Century Fox

Die Möglichkeit den Titelsong eines James Bond Filmes zum Hit zu machen und dadurch wiederum für den Film zu werben wurde erstmals in Goldfinger erfolgreich in die Tat umgesetzt. Der von Shirley Bassey mit viel Power interpretierte von John Barry komponierte Titelsong verkaufte sich als Single in den USA mehr als eine Million Mal und führte dazu, dass die Sängerin auch bei Diamantenfieber und Moonraker zum Einsatz kam.

Goldfinger
© United Artists / Twentieth Century Fox

Goldfinger ist genau wie seine beiden Vorgänger eine noch recht werkgetreue Adaption von Ian Flemings Romanvorlage, die jedoch etwas modernisiert wurde. Anstatt das Gold aus Fort Knox zu stehen, was logistisch so gut wie unmöglich ist, will Goldfinger es atomar verstrahlen und dadurch selbst noch reicher werden. Aus der im Buch enthaltenen Kreissäge wurde ein Laser und der Dialog hierzu gehört zum Schönsten der ganzen Serie: James Bond (gefesselt, der Laser brennt sich unaufhaltsam auf ihn zu): „Erwarten Sie von mir, dass ich rede?“ Goldfinger: „Nein, Mr. Bond. Ich erwarte von Ihnen, dass Sie sterben.“

Goldfinger
© United Artists / Twentieth Century Fox

Extras der DVD-Edition: Extratonspur mit Kommentaren von allen möglichen an der Herstellung des Filmes beteiligten Personen (Sean Connery ist übrigens nicht dabei), wie alle Extras wahlweise mit deutschen und englischen Untertiteln; Audiokommentar von Guy Hamilton; „Making of Goldfinger“: ein umfassender 25-minütiger Einblick in die Entstehung des Filmes; „Das Goldfinger Phänomen“: Eine 28-minütige Dokumentation; Werbe-Feature mit Harold Sakata (2:06 min); Promotour mit dem Auston Martin (11:12 min); Honor Blackman Interview von 1964 (3:48 min); Sean Connery am Set (3:03 min); Probeaufnahmen von Theodore Bikel (5:23 min) und Tito Vandis (4:01 min) für die Rolle von Goldfinger; „Missionskontrolle“: Thematisch gegliederte Zusammenstellung einiger besonders markanter Szenen, hervorzuheben ist die Möglichkeit die Titelsequenz ohne den Text bzw. die Credits zu betrachten; Galerie mit 240 thematisch geordneten Fotos und Plakaten aus aller Welt; englischer Kinotrailer (3:01 min, 16 : 9, anamorph, Mono); Original Werbebericht in schwarzweiß (3:05 min); TV-Spot (2:59 min); zwei TV-Spots zum Double Feature „Goldfinger/Dr. No“ (0:59 min und 0:20 min); Radiowerbung (21:30 min); Radio-Interview mit Sean Connery (11:43 min); 8-seitiges farbiges Booklet

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Liebesgrüsse aus Moskau

Das schwer kriminelle Phantom will drei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Eine russische Dechiffriermaschine entwenden, den britischen und russischen Geheimdienst gegeneinander ausspielen und den verhassten Superagenten James Bond ausschalten.

Liebesgrüsse aus Moskau

Auch der zweite Bond-Film protzt noch nicht mit atemberaubenden Actionszenen. In dieser Hinsicht ist er seinem Vorgänger Dr. No vielleicht sogar noch unterlegen. Dafür hat er eine deutlich erwachsenere Geschichte zu erzählen und wer die Bondfilme als Propaganda-Instrumente des kalten Krieges deutet, sollte zumindest bedenken, dass für den Film die Romanvorlage von Ian Fleming deutlich entschärft wurde.

Liebesgrüße aus Moskau

Während im Buch die Schurken ganz eindeutig im Auftrag der sowjetischen Regierung arbeiten, stehen sie im Film im Dienste des katzenkraulenden Blofelds, der erst in Man lebt nur zweimal eins seiner drei wahren Gesichter zeigen sollte. Überhaupt werden unbedarfte Austin Powers-Fans beim Betrachten dieses Filmes einige Aha-Erlebnisse haben.

Liebesgrüsse aus Moskau

In Liebesgrüße aus Moskau (1963) wurde erstmals die sogenannte Pre-Title-Sequence eingeführt, die schon vor dem eigentlichen Vorspann für Spannung sorgen soll. Der Song From Russia with Love stammte nicht wie der Soundtrack von John Barry sondern von Lionel Bart. Das Lied war im Vorspann zunächst nur in einer von Barry sehr flott instrumentierten Version und erst sehr viel später gesungen von Matt Monro zu hören.

Liebesgrüsse aus Moskau

Insgesamt ist Liebesgrüsse aus Moskau mit seinen hervorragend ausgewählten Darstellern allen voran die Brecht-Veteranin Lotte Lenya und Robert Shaw, der spätere Killer des Weißen Hais, möglicherweise der erwachsenste und atmosphärischte Film der ganzen Bond-Reihe.

Liebesgrüsse aus Moskau

Extras der DVD-Edition: Extratonspur mit Kommentaren von allen möglichen an der Herstellung des Filmes beteiligten Personen (Sean Connery ist übrigens nicht dabei), wie alle Extras wahlweise mit deutschen und englischen ; Inside „From Russia with Love“, ein umfassender 34-minütiger Einblick in die Entstehung des Filmes; Harry Saltzman-Special: Ein sehr interessanter 27-minütiger Bericht über den Co-Produzenten der ersten neun Bond-Filme; Tonaufnahme eines Gesprächs zwischen Ian Fleming und Raymond Chandler (4:75 min); CBS-Interview mit Ian Fleming (7:23 min); Tonaufnahme eines Gesprächs mit Ian Fleming in der Sendung „Desert Island Disc“ (4:56 min); Abgefilmte Storyboard -Sequenz von der Bootsverfolgungsjagd (1:22 min); „Missionskontrolle“: Thematisch gegliederte Zusammenstellung einiger besonders markanter Szenen; Galerie mit 139 thematisch geordneten meist schwarz-weißen Fotos und Plakaten aus aller Welt; englischer Kinotrailer (3:36 min, 16 : 9, anamorph, Mono); englischer Kinotrailer zum Double Feature „Dr. No/Liebesgrüsse aus Moskau“ (2 min, Vollbild, Mono); englischer Kinotrailer zum Double Feature „Liebesgrüsse aus Moskau/Feuerball“ (2 min, 16:9, Mono); drei TV-Spots zum Double Feature „Liebesgrüsse aus Moskau/Feuerball“ (0:59 min, 0:21 min und 0:10 min, Vollbild, Mono); drei Radio-Spots zum Double Feature „Liebesgrüsse aus Moskau/Feuerball“ (0:54 min, 0:30 min und 0:11 min, Mono);8-seitiges farbiges Booklet

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James Bond jagt Dr. No

James Bond wird auf den undurchsichtigen Chinesen Dr. No angesetzt. Der britische Geheimdienst vermutet, das Dr. No von seiner schwer bewachten Insel aus die Raketenstarts in Cape Canaveral zu stören versucht.

James Bond jagt Dr. No

Mit diesem noch recht bescheiden produzierten Film startete die wohl erfolgreichste und langlebigste Filmreihe der Welt. Insgesamt entstanden über 20 Bondfilme, wobei die erste Version von Casino Royale und Sag niemals nie noch gar nicht mitgerechnet sind, da sie nicht zur offiziellen Reihe gehören. Ursprünglich war 1962 neben Roger Moore (der damals wegen TV-Verpflichtungen absagen musste) übrigens Cary Grant für die Rolle des James Bond vorgesehen. Dieser hätte jedoch nur für einen Film zur Verfügung gestanden. Doch die Produzenten Broccoli und Saltzman hatten bereits von Anfang an eine ganze Filmreihe im Sinn, denn es gab genug Romane von Ian Fleming, die geradezu nach einer Verfilmung schrien.

James Bond jagt Dr. No

Das Buch Dr. No wurde auch ausgewählt, weil es sich halbwegs kostengünstig realisieren ließ und Ian Fleming auf Jamaika vor Ort (sein Haus dort heißt übrigens Goldeneye) sogar als Berater zur Verfügung stand. Mit Ursula Andress wurde darüber hinaus auch gleich eine der attraktivsten „Bondinen“ der Serie gecastet und ihr erster Auftritt im Bikini (den kurioserweise Daniel Craig in Casino Royale wiederholte) wirkt auch heute kein bisschen prüde. Der Erfolg des Filmes geht jedoch vor allem auf das Konto von Sean Connery, der zur Einstimmung auf die Rolle sogar mit seinem handgeschneiderten Anzug ins Bett ging.

James Bond jagt Dr. No

1962 war es für den englischen Musical-Komponisten Monty Norman noch keine besondere Ehre die Musik für einen James Bond Film zu schreiben, er musste zusätzlich noch mit dem Angebot geködert werden zu den Dreharbeiten nach Jamaika mitgenommen zu werden. Dort versorgte er James Bond jagt Dr. No mit allerlei flotter Calypso-Musik wie den Song Under the Mango Tree, der im Film auch ganz kurz von Sean Connery gesungen wird, für Norman aber nicht als Main Theme taugte. Hierfür grub er musikalische Einfälle aus einer alten Komposition namens Bad Sign, Good Sign aus, die John Barry mit einem großen Orchester sehr dynamisch einspielte und sich gut mit den psychedelischen Vorspann-Spielereien von Maurice Binder zusammenfügte.

James Bond jagt Dr. No

Extras der DVD-Edition: Extratonspur mit Kommentaren von allen möglichen an der Herstellung des Filmes beteiligten Personen (Sean Connery ist übrigens nicht dabei), wie alle Extras wahlweise mit deutschen und englischen Untertiteln; Inside Dr. No, ein umfassender 42-minütiger Einblick in die Entstehung des Filmes; Ein sehr interessanter Berich über Terence Young (17:55 min);“Special: Dr. No“ ein schwarzweißer Bericht von 1963 (8:18 min); Schwarzweißer Bericht über den wahren (Mayor) Boothroyd (4:50 min); Bericht über die Premieren der Bond-Filme (12:34 min); Bericht über die Restaurierung der Bond-Filme (11:24 min); „Missionskontrolle“: Thematisch gegliederte Zusammenstellung einiger besonders markanter Szenen aus „Dr. No“, hervorzuheben ist die Möglichkeit die Titelsequenz ohne den Text bzw. die Credits zu betrachten; Galerie mit 144 thematisch geordneten meist schwarz-weißen Fotos und Plakaten aus aller Welt; 2 englische Kinotrailer (3:11 min + 3:07 min, 16 : 9, anamorph, Mono); englischer Kinotrailer zum Double Feature „Dr. No/Liebesgrüsse aus Moskau“ (1:55 min, Vollbild, Mono); englischer Kinotrailer zum Double Feature „Goldfinger/Dr. No“ (2:13 min, Vollbild, Mono); Rundfunkwerbung: Sechs jeweils einminütige Spots; 8-seitiges farbiges Booklet

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