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Mark Millar: Reborn

Es ist schon erstaunlich mit welchem Tempo der schottische Comic-Autor Mark Millar neue Comic-Serien raushaut. Noch erstaunlicher ist, dass trotzdem nicht der Eindruck von Massenproduktion entsteht, sondern jeder Comic über einen ganz eigenen individuellen Charme verfügt.

Mark Millar: Reborn

Nach dem jeden Tag eine gute Tat vollbringenden Superhelden Huck sowie den beiden optimistischen Science-Fiction-Reihen Starlight und Empress lässt Millar mit Reborn eine originelle Variante zur Heroic Fantasy folgen.

Mark Millar: Reborn

Im Zentrum steht die 78-jährige Bonnie Black, die sich nach ihrem Tode plötzlich nicht nur in der Fantasy-Welt von Adystria sondern auch noch im Körper einer wunderschönen jungen Frau wiederfindet. Zu allem Überfluss trifft sie dort auch noch auf ihren schon lange verstorbenen Vater. Gemeinsam brechen sie zu einer Mission auf um Bonnies ebenfalls in Adystria lebenden Ehemann Harry zu finden und den Tyrannen Lord Golgotha zu bezwingen…

Mark Millar: Reborn

Bei Reborn arbeitet Millar erstmals mit dem populären Zeichner Greg Capullo zusammen. Dieser begeisterte Comic-Fans vor allem durch seine detailverliebte Darstellung von Spawn und Batman. In Reborn bringt Capullo sowohl die reale Welt als auch den Fantasy-Kosmos souverän und prächtig zu Papier.

Mark Millar: Reborn
Variant-Cover von Todd McFarlane

Das Paperback von Panini Deutschland enthält alle sechs US-Hefte von Reborn, die Titelbilder der Originalausgaben sowie vier Seiten mit Skizzen von Greg Capullo.

Mark Millar: Reborn
Variant-Cover von Jock

Schade nur, dass nicht alle Variantcover enthalten sind, denn sie stammen von Meistern ihres Fachs wie Todd McFarlane, Jock, John Cassaday oder Frank Cho.

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Star Wars – Die Marvel Cover

Wer sich einen Überblick über die klassischen Titelbilder, der 1977 noch vor der Premiere von Star Wars gestarteten zugehörigen Comic-Serie von Marvel erhofft, dürfte von diesem Prachtband etwas enttäuscht. Denn in erster Linie feiert Marvel hier seinen am 14. Januar 2015 in den USA erfolgten Neustart von diversen Serien mit Star Wars Comics.

Star Wars – Die Marvel Cover
Alex Ross

Dass dieser zu einem Erfolg wurde, lag sicher auch daran, dass die ersten Ausgabe der von Jason Aaron geschriebenen und von John Cassaday gezeichneten Comicserie “Star Wars“, die direkt an Episode IV anschloss, mit 70 verschiedenen Covern herausgebracht wurde. Viele dieser Hefte mit exklusiven Titelbildern gab es nur in bestimmten Läden wie etwa bei Forbidden Planet in London.

Star Wars – Die Marvel Cover
John Cassaday

Hinzu kommen noch sechs Titelbilder die exklusiv für Panini Comics angefertigt wurden und ebenfalls in diesem Buch enthalten sind. Allein diese vielen Titelbilder, sowie einige zugehörige Skizzen und die Variant-Cover der folgenden fünf Ausgaben der neuen Comicserie “Star Wars“, füllen schon die Hälfte des Buchs.

Star Wars – Die Marvel Cover
Skottie Young

Das Betrachten dieser Titelbilder hat mir sehr viel mehr Spaß gemacht, als die Lektüre der zugehörigen Comics. Unter den beteiligten Künstlern befinden sich Meister ihres Fachs wie Alex Ross (von dem auch das Titelbild des Buchs stammt), Sergio Aragones, Joe Queada, J. Scott Campbell, Gabrielle Dell’Otto, Amanda Conner, Dale Keown, Mike Perkins, Stan Sakai, Skottie Young, Howard Chaykin, Humberto Ramos und Phil Noto.

Star Wars – Die Marvel Cover
John Tyler Christopher

Eine Klasse für sich sind jedoch die Titelbilder von John Tyler Christopher. Dieser hat nicht nur liebevolle Hommagen an die klassischen Star Wars Actionfiguren von Kenner angefertigt, sondern lässt auch den in den 70er Jahren in Marvels klassischer Serie eingeführten 1,80 m großen Hasen Jaxxon auftreten, obwohl George Lucas diese Figur angeblich gehasst hat.

Star Wars – Die Marvel Cover
John Tyler Christopher

Die zweite Hälfte des Buchs zeigt die teilweise mit ähnlichen Konzepten und Ideen arbeitenden, und von den selben Künstlern erstellten, Titelbilder zu den neuen Marvel-Reihen “Star Wars: Darth Vader“ von Kieron Gillen (“Über“) und “Star Wars: Princess Leia“ von Mark Waid (“Kingdom Come“). Zum Abschluss des Buchs wird dann doch noch ein kleines bisschen auf Marvels “vor sehr langer Zeit“ entstandene Star-Wars-Comics eingegangen, unter besonderer Berücksichtigung der extra für zahlreiche Neu-Editionen angefertigten Titelbilder.

Star Wars: The Original Marvel Years Omnibus
Howard Chaykin

Für das Buch sprechen nicht nur die tollen Abbildungen, sondern auch die interessanten begleitenden Texte, in denen viele der an den neuen Marvel Comics beteiligten Künstler von ihrem Besuch auf der legendären Skywalker Ranch schwärmten, der sie in die richtige Star Wars Stimmung versetzte.

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Mark Millar: Starlight

Der Schotte Mark Millar ist ein Comic-Autor gibt, der immer wieder für ein Überaschung gut ist. Er spekulierte in “Genosse Superman“ darüber, was geschehen wäre, wenn die DC-Ikone nicht in Kansas sondern in der Sowjetunion gelandet wäre und in “Old Man Logan“ erzählte er vom Untergang des Marvel-Universums. Mittlerweile macht er im Label “Millarworld“ sein eigenes Ding, und Comics wie “Wanted“, “Kick-Ass“ oder “Kingsman“ liefern Steilvorlagen für Kino-Blockbuster.

Mark Millar: Starlight

Obwohl ihn das Superhelden-Genre groß gemacht hat, beschränkt sich Millar nicht darauf von kostümierten Rächern zu erzählen. “Starlight“ ist eine Liebeserklärung an pulpige Science Fiction im Stile von “Flash Gordon“, “Buck Rogers“ oder “Captain Future“. Im Zentrum der sechsteiligen Mini-Serie, die 2014 bei Image erschien, steht Duke McQueen. Der alte Herr ist gerade zum Witwer geworden, was für ihn besonders schmerzhaft ist. Seine Ehefrau Joanne war die Einzige, die dem ehemaligen Testpiloten glaubte, nachdem dieser vor 40 Jahren in ein Wurmloch geriet und auf einem weit entfernten Planeten landetet. Captain McQueen gelang es dort den Bewohnern dabei zu helfen sich von einem Tyrannen zu befreien, doch aus Liebe zu Joanne kehrte er wieder auf die Erde zurück.

Mark Millar: Starlight

Millars Comic schildert zunächst recht realistisch und mit viel Mitgefühl das Leben des alten aber keineswegs verbitterten Duke McQueen, der in Erinnerungen an seine galaktischen Abenteuer aber auch seine verstorbene Ehefrau schwelgt. Plötzlich landet jedoch ein Raumschiff in seinem Vorgarten und auf geht es zu neuen Abenteuern bei denen Duke McQueen beweisen kann, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört.

Mark Millar: Starlight

Millars Geschichte strotzt nur so vor jener galaktischen Phantasie, die George Lucas abhanden gekommen war, als er die Star Wars Episoden I bis III drehte. Doch durch die gut geerdete Charakterisierung der Hauptfigur wird die Geschichte nicht zur plumpen Retro-Space-Opera.

Mark Millar: Starlight

Eine Klasse für sich sind aber auch die Bilder des in Zagreb lebenden kroatischen Zeichners Goran Parlov (“Marvel Universe vs. The Punisher“). Sein klares Artwork lässt immer wieder an die “Incal“-Serie des großen Moebius denken.

Mark Millar: Starlight
Cover von Bill Siekiewicz

Wie immer bei den Serien der “Millarworld“ gibt es auch zu den einzelnen Heften von “Starlight“ noch Variant-Cover. Diese stammen diesmal von meistern ihres Fachs wie Bill Siekiewicz, John Cassaday, sowie natürlich auch von Goran Parlov, und sind dankenswerterweise alle in diesem Panini-Sammelband abgedruckt.

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Mark Millar: Jupiter’s Legacy

Sheldon Sampson hat während der Weltwirtschaftskrise sein Vermögen verloren und bricht 1932 zu einer mysteriösen Insel auf. Mit dabei sind sein Bruder Walter und seine spätere Ehefrau Grace. 80 Jahre später steht das Trio an der Spitze einer mächtigen Gruppe von Superhelden. Walter versucht seine Kräfte dazu einsetzen, um die sich wieder in einer Krise befindenden USA politisch und wirtschaftlich zu reformieren. Doch der patriotische Sheldon will sich nicht in die inneren Angelegenheiten seines Landes einmischen und verrichtet stur seinen Job als Superheld Utopian. Der Konflikt eskaliert und hat gewaltige Auswirkungen auf das Leben von Sheldons sehr unterschiedlich veranlagten Kindern Cloe und Brandon.

Jupiter's Legacy

Mit “Jupiter’s Legacy“ gelang dem Schotten Mark Millar nach den erfolgreich verfilmten Comic-Reihen “Wanted“, “Kick-Ass“ und “Kingsman – The Secret Service“ einmal mehr eine sehr ungewöhnliche Geschichte über speziell begabte Menschen. Die Mischung aus Familientragödie, Superhelden-Epos und Polit-Thriller funktioniert bestens.

Jupiter's Legacy

Die in diesem Panini-Sammelband enthaltenen ersten fünf Hefte erzeugen in vielerlei Hinsicht Spannung auf den weiteren Verlauf der Serie. Der Sammelband endet mit einem gewaltigen Cliffhanger, hüllt sich aber auch bezüglich der Ereignisse, die Anno 1932 auf der geheimnisvollen Insel geschehen sind, in ziemliches Schweigen. Nicht weniger spannend ist die Frage, wann es mit der seit Anfang 2015 ruhenden Serie weitergeht.

Jupiter's Legacy

Qualität hat nicht nur ihren Preis, sondern braucht auch ihre Zeit. Zwischen der Veröffentlichung, der ersten fünf Hefte von “Jupiter’s Legacy“ verging ein Zeitraum von fast zwei Jahren. Die Akribie mit der, der genau wie Mark Millar in Glasgow lebende, Frank Quitely (“All Star Superman“) gearbeitet hat, ist jedem der meist sehr breiten Panels deutlich anzusehen. Die auch von Quitely getuschten Zeichnungen sehen einmal mehr eher “europäisch“ als “amerikanisch“ aus.

Jupiter's Legacy

Mark Millar ist nicht nur Texter, sondern auch Herausgeber der unter seinem Label “Millarworld“ bei Image erscheinenden Serie. Er hat sich dazu entschlossen mit der Fortsetzung erst an den Start zu gehen, wenn die nächsten fünf Hefte fertiggestellt sind. Stattdessen brachte er im Monatstakt die 12-teilige Ableger-Serie “Jupiter’s Circle“ heraus, die von Wilfredo Torres und Davide Gianfelice. gezeichnet wurde und im Jahre 1959 spielt.

Jupiter's Legacy
Variant-Cover von Jock

Abschließend sollte Panini noch dafür gelobt werden, dass der “Jupiter’s Legacy“ Band nicht nur die ersten fünf Hefte enthält, sondern auch noch die – wie immer in der “Millarworld“ – graphisch sehr interessanten Variant-Cover enthält, die von hochklassigen Comic-Künstlern wie Bryan Hitch, Dave Johnson, Phil Noto, John Cassaday, Duncan Fegredo oder Jock stammen.

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