Schlagwort-Archive: John Grisham

John Grisham: Bestechung

Die ledige Anwältin Lacy Stoltz arbeitet in Florida bei einer unterbudgetierten Rechtsaufsichtsbehörde, die die dortigen Justiz-Organe kontrollieren soll. Ein etwas zweifelhafter Informant behauptet Beweise zu haben, dass eine Richterin auf der Lohnliste einer geheimnisvollen kriminellen Organisation steht…

John Grisham: Bestechung

Bisher konnte John Grisham mich immer fesseln. Seine Hauptcharaktere waren grundsympathisch, und ich hoffte stets, dass sie das in seinen Justiz-Romanen beschriebene Geschehen halbwegs unbeschadet überleben.

John Grisham: Bestechung
© CNN

Die Milieu-Beschreibungen des ehemaligen Anwalts waren zudem immer sehr plastisch. Nicht zu unterschätzen ist dabei auch Grishams Fähigkeit Restaurant-Besuche so zu beschreiben, dass dem Leser das Wasser im Munde zusammenläuft…

Obwohl einige Nebencharaktere über interessante Macken verfügen und Schauplätze, wie ein von Indianern betriebenes Casino, als Bühne für ein spannendes Geschehen getaugt hätten, plätschert “Bestechung“ ziemlich vorhersehbar dahin. Schade und hoffentlich erreicht John Grisham in seinem nächsten Buch wieder die alte Höchstform.

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John Grisham: Der Gerechte

Die Geschichten, die John Grisham in Büchern wie „Das Komplott„, „Anklage“ oder „Verteidigung“ aus der oft recht wunderlichen Welt der US-Justiz erzählte, waren zumeist spektakulär doch dabei trotzdem glaubhaft. Mit “Der Gerechte“ wagt sich der ehemalige Rechtsanwalt weiter als bisher ins Reich der Fiktion und Phantasie vor. Wohl auch daher bleibt der Schauplatz, eine US-Großstadt mit hoher Kriminalitätsrate und einer fast komplett korrupten Polizei, namenslos.

John Grisham: Der Gerechte

Bei dem “gerechten“ Titelhelden Sebastian Rudd handelt es sich um einen nicht mehr ganz jungen ziemlich abgebrühten Anwalt. Dieser hat großes Interesse an Fällen, bei denen er sich mit den Herrschenden anlegen kann. Wenn Machtmissbrauch und Willkür im Spiel sind, dann ist es Rudd relativ egal, ob er von seinen Mandaten auch wirklich bezahlt wird. Das “Büro“ des Anwalt befindet sich in einem Lieferwagen und ein ehemaliger Klient, den Rudd nur “Partner“ nennt, steht ihm als Assistent aber auch Bodyguard zur Seite.

John Grisham: Der Gerechte

Stärker als sonst bei Grisham üblich, erfährt der Leser diesmal sehr viel mehr über das Privatleben der Hauptfigur. Rudd war verheiratet und hat einen kleinen Sohn, doch seine Ex-Gemahlin lebt mittlerweile mit einer Frau zusammen. Entspannung findet Rudd beim Besuch von Mixed martial arts Kämpfen und einen der örtlichen Cage Fighter promoted er auch. Großes Interesse hat Rudd aber auch an der frisch geschiedenen Klassenlehrerin seines Sohns…

John Grisham: Der Gerechte

In “Der Gerechte“ konzentriert sich Grisham nicht auf einen großen Fall, sondern erzählt viele oft auch recht witzige Geschichten, die gelegentlich auch mit dem Privatleben von Rudd zusammenhängen. Diese Stories wurden so geschickt verzahnt, dass auch dieses Buch von Grisham wieder in Windeseile durchgelesen war. Zwar wäre eine TV-Serie über Sebastian Rudd wünschenswert, doch es bleibt zu hoffen, dass Grisham sich in seinen nächsten Büchern wieder neue interessante Hauptfiguren ausdenkt.

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John Grisham: Verteidigung

Viele seine Anwaltskollegen können von einem derart gutbezahlten Stressjob nur träumen, doch dem 32-jährige Harvard-Absolvent David Zinc platzt nach fünf Jahre in der Chicagoer Großkanzlei Rogan Rothberg der Kragen. Eines Morgens beschließt er mit dem Aufzug, der ihn eigentlich zu seinem winzigen Büro im 92. Stock des Trust Towers bringen soll, wieder herunterzufahren und stattdessen eine Kneipe aufzusuchen. Wie es der Zufall (und der Alkohol) so will, landet er in der windigen Anwaltskanzlei Finley & Figg, mustert dort an und erlebt diesen sozialen Absturz als die Zeit seines Lebens…

John Grisham: Verteidigung
Es gibt wohl kaum einen so zuverlässig mitreißenden Erzähler wie John Grisham (es sei denn er schreibt ein Sachbuch wie “Der Gefangene“). Mit einer Mischung aus bitterer Anklage gegen das US-(Rechts-)System und trockenem Humor, sowie durch äußerst interessante Charaktere, hat Grisham den Leser sofort in seinen Bann geschlagen. Neben der etwas blassen aber sehr sympathischen Hauptfigur David Zinc amüsieren vor allem die erfolglosen Winkeladvokaten Oscar Finley und Wally Figg, die sich verzweifelt darum bemühen mit unlauteren Mitteln die Opfer von Verkehrsunfällen zu ihren Mandaten zu machen. Dabei ist es durchaus hilfreich, dass ihre Büros sich in der Nähe einer vielbefahrenen äußerst unfallträchtigen Kreuzung befinden. Der jüngere Partner Wally Figg glaubt immer noch an den einen ganz großen Fall, der ihn durch eine gewaltige Entschädigungssumme finanziell sanieren könnte. Mit einer Anklage gegen einen Pharmakonzern riskiert er die letzten Rückstände und die Zukunft der kleinen Firma.

John Grisham: Das Komplott
© CNN

Seinen gesellschaftskritischen Biss hat John Grisham nicht verloren, aber er scheint etwas milder geworden als zu Zeiten seines wohl besten Buches “Die Firma“, das 1991 entstand, nachden er seinen Job als Anwalt gerade aufgegeben hatte. Alles in allem vermittelt “Verteidigung“ den Eindruck, dass – dank einiger durchaus menschlicher Juristen – ein Überleben im US-Rechtssystem doch möglich ist, sowohl für Bürger, als auch für Anwälte.

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