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Drecksau

Das Filmplakat verheißt eine fröhliche Krimi-Komödie um einen englischen Bobby, der ein Schwein reiten muss. Doch nicht das Borstenvieh ist die Drecksau, sondern der schottische Detective Sergeant Bruce Robertson, bei dem es sich um alles andere als einen Muster-Polizisten handelt. Er nimmt Drogen, intrigiert gegen seine Kollegen und Freunde, schläft mit deren Frauen und wird zudem auch noch von Wahnvorstellungen verfolgt.

Drecksau

Der Roman Drecksau vom Trainspotting-Autor Irvine Welsh galt lange als unverfilmbar. Doch ein Drehbuch-Entwurf von Jon S. Baird  (Stan & Ollie) überzeugte den Schriftsteller, da dieser versuchte nicht zu werkgetreu zu bleiben. Im Buch erhält der Leser Einblicke in Bruce Robertsons kranke Psyche durch Textpassagen, die aus der Sicht eines Bandwurms geschrieben wurden, der im Verdauungstrakt des korrupten Polizisten sein Unwesen treibt. Diesen analytischen Part übernahm jetzt der durchgeknallte Psychiater Dr. Rossi, der von Jim Broadbent gespielt wird.

Drecksau

Die Hauptattraktion des Filmes ist aber zweifelsohne James McAvoy (Wanted), dem das Kunststück gelingt Bruce Robertsons Abgründe darzustellen und trotzdem noch eine gewisse Restsympathie für diesen Mistkerl an den Zuschauer zu bringen. Jon S. Baird schrieb nicht nur das Drehbuch, sondern übernahm auch die Regie. Hierbei wechselt er nicht immer nachvollziehbar aber äußerst spannend zwischen Realismus und Surrealismus. Unverkennbar standen hier Stanley Kubrick und Terry Gilliam Pate, doch Baird gelang ein sehr eigenständiger Film, dessen krasses Ende noch lange nachwirkt.

Drecksau

Die Blu-ray enthält ein kurzes Grußwort von James McAvoy, eine kurze deutschsprachige Featurette (3:35 min), untertitelte Interviews mit James McAvoy (13:36 min), Imogen Poots (1:05 min), Jamie Bell (2:20 min) und Jon S. Baird (11:24 min), eine B-Roll (5:41 min) sowie den deutschen und englischen Trailer.

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Stan & Ollie

Nachdem Stan Laurel und Oliver Hardy Anfang der 50er-Jahre in Europa ihren letzten (katastrophal schlechten) letzten Film Atoll K drehten, war noch lange nicht Schluss mit der Karriere des begnadeten Comic-Duos. So traten sie 1953 in den Music Halls von englischen Kleinstädten vor teilweise nur sehr wenig Publikum auf. Diese eher unbekannte Phase im Leben von Stan und Ollie steht im Mittelpunkt einer faszinierenden Filmbiografie.

Stan & Ollie

Regisseur Jon S. Baird (Drecksau) zeigt am Anfang von Stan & Ollie kurz wie das Duo 1937 bei den Dreharbeiten von Zwei ritten nach Texas (Way Out West) auf dem Höhepunkt seines Ruhms stand. Es wird klar, dass Laurel sehr viel ehrgeiziger als Hardy ist und vom Produzenten Hal Roach verlangt, mehr Kontrolle über die Filme zu bekommen. Dies führte zeitweise zur Trennung und Laurel nahm es Hardy übel, dass dieser auch Filme ohne ihn drehte.

Stan & Ollie

Stan & Ollie erzählt auch davon, wie Laurel und Hardy während ihrer England-Tour alte Konflikte austragen, doch sich bei ihren Bühnenauftritten auch immer wieder zusammenreißen und feststellen, dass sie nur zusammen gut funktionieren. Der sorgfältig gestaltete und menschlich sehr anrührende Film hätte ohne seine großartige Besetzung nicht funktioniert.

Stan & Ollie

Der Brite Steve Coogan (Nachts im Museum, In 80 Tagen um die Welt) überzeugt dezent geschminkt als Stan Laurel, während John C. Reilly (Der Gott des Gemetzels) jedem Tag ein neuer Fatsuit zur Verfügung stand, der auch noch mit Gewichten versehen wurde, damit er ganz in der Rolle aufging. Dem Drehbuchautor Jeff Pope gelang es einige Glanznummern von Laurel & Hardy in die Handlung zu integrieren, die Coogan und C. Reilly brillant interpretiert haben.

Stan & Ollie

Die Blu-ray von Capelight Pictures enthält neben dem 98-minütigen Hauptfilm noch dieses Bonusmaterial: „Laurel und Hardy: Der zermürbende Klaviertransport“ (1932, 24:37 min) in Deutsch aus der Serie Dick und Doof“; Ausschnitt aus “Lachen Sie mit Stan und Ollie“ mit Theo Lingen (4:25 min), Interviews mit Regisseur Jon S. Baird (5:03 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln); Shirley Henderson (5:56 min); Steve Coogan und John C. Reilly (5:49 min); Featurettes „Die Prothesen“ (3:06 min) und „Die Beziehung“ (3:21 min); Deutscher Kinotrailer (2:17 min)

Stan & Ollie

Außerdem gibt es “Stan & Ollie“ noch als 3-Disc Limited Collector’s Mediabook. Die schöne Buchedition mit 24 Seiten Infos enthält den Film auf DVD und Blu-ray mit den selben Extras wie bei den Einzel-Editionen. Hinzu kommt noch eine Blu-ray mit der hervorragenden Dokumentation “Laurel and Hardy: Die komische Lebensgeschichte von “Dick & Doof“ (Their Lives and Magic)“ von Andreas Baum. Dieser Film entstand 2011 für ZDF und Arte, die Blu-ray enthält den Director`s Cut (102:43 min)

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