Schlagwort-Archive: Joseph Gordon-Levitt

Snowden

Es ist schön, dass er immer noch zuverlässig (aber auch mit geballter kreativer Power) seinen Job verrichtet und einmal mehr seinem Heimatland den Spiegel vorhält. Drei Jahren nachdem Edward Snowden in Russland Asyl erhalten hat, steht er im Zentrum eines (großteils in München in Szene gesetzten) Spielfilms von Oliver Stone.

Snowden

Dieser setzt diesmal weniger auf die Kraft von bildgewaltigen (gelegendlich auch etwas plumpen)  Montagen, die den Zuschauer manipulieren sollen, sondern bringt den Menschen Edward Snowden ins Spiel. Dieser wird Joseph Gordon-Levitt (“The Dark Knight Rises“) als zwar etwas verklemmten, doch durchaus sympathischen, konservativ ausgerichteten Menschen gespielt. Nicht einmal Shailene Woodley, als seine eher progressiv ausgerichtete Freundin Lindsey, schafft es ihn dauerhaft davon abzuhalten seine beträchtlichen Talente in die Dienste von CIA und NSA zu stellen.

Snowden

Bei der Darstellung von Snowdens geheimdienstlichen Tätigkeiten zeigt sich einmal mehr Oliver Stones Talent in Sachen Casting und Schauspielerführung. Während der Brite Rhys Ifans (“Notting Hill“) als diabolisch-durchtriebener Vorgesetzter überzeugt, zeigt Nicolas Cage in einer kleinen, aber feinen Rolle als ausgebrannter CIA-Veteran, dass er mehr kann als seinen ehemals guten Namen für schlechte Filme zur Verfügung zu stellen.

Snowden

Joseph Gordon-Levitt gelingt es  gut die Wandlung eines zunächst fast ausschließlich an den technischen Aspekten seines zweifelhaften Jobs interessierten Mensch zum Skeptiker zu verkörpern. Sein Entschluss zum Whistleblower zu werden, wirkt glaubhaft, angesichts der Tatsache, dass sein Arbeitgeber mehr Menschen in den USA als sonstwo auf der Welt überwacht.

Snowden

Wenn am Ende des Films der echte Edward Snowden, mit dem sich Oliver Stone einige Male in Moskau getroffen hat, auf der Leinwand auftaucht und sich an die Zuschauer wendet, dann legt dies nahe, dass er mit Stones Film halbwegs zufrieden ist. Seine Landsleute hingegen ignorierten den Film genauso wie die Warnungen und das Schicksal von Edward Snowden.

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The Dark Knight Rises

Christopher Nolans zweiter Batman-Film trug zwar den Titel The Dark Knight, war jedoch in erster Linie ein Joker-Film. Dies lag sicher in erster Linie daran, dass der Darsteller von Batmans populärsten Widersacher kurz nach Drehende verstorben war, was dazu führte, dass aus Pietät aber auch Kalkül fast alles, was mit Heath Ledger gefilmt wurde, im dadurch überlangen Film Verwendung fand. Das brachte den Film, in dem es auch noch um Batmans zweitbeliebtsten Gegenspieler Two-Face (Aron Eckart) ging, etwas aus dem Gleichgewicht und drängte Batman an den Rand des Geschehens. Doch die Rechnung ging auf und The Dark Knight spielte mit über einer Milliarde Dollar fast dreimal so viel ein, wie sein Vorgänger Batman Begins.

The Dark Knight Rises

Mit The Dark Knight Rises schickt sich Nolan nun an, seine Batman-Trilogie zu vollenden. Er greift zwar Motive aus den beiden vorherigen Filmen auf, doch das Resultat ist weniger der Abschluss eines zusammenhängenden Epos, wie etwa Star Wars, sondern ein in sich stimmiger Film. The Dark Knight Rises ist sogar noch einige Minuten länger als sein Vorgänger, am Anfang im Spannungsaufbau etwas langsam, mündet dann aber in ein wuchtiges actionreiches Finale und schließt mit einem überraschenden Ende, das durchaus Raum für einen interessanten Neubeginn einer weiteren Batman-Filmreihe bietet.

The Dark Knight Rises

Obwohl es sehr lange dauert, bis Christian Bale ins Batman-Kostüm schlüpft, steht der Fledermausmann und noch stärker Bruce Wayne, der Mann hinter der Maske, im Zentrum des Filmes. Tom Hardy ist als Bane – die Comicfigur wird recht frei interpretiert – ein angemessen bedrohlicher Schurke (wenn er und Batman sich mit ihren hochgezüchteten Macho-Stimmen anschreien, gehört dies zu den ganz wenigen lächerlichen Momenten in The Dark Knight Rises). Auch die mit großem körperlichen Einsatz als Catwoman auftretende Anne Hathaway bringt den Film nicht aus dem Gleichgewicht. Stärker noch als an der Faszination des Bösen zeigt sich Nolan diesmal an ganz normalen Menschen interessiert, die – ähnlich wie die 911-Feuerwehrmänner – versuchen zu retten was gerade noch zu retten ist. So steht der junge Polizist John Blake (Joseph Gordon-Levitt) fast so stark im Zentrum des Geschehens als sein wieder vom brillant-zurückhaltend agierenden Gary Oldman verkörperter Vorgesetzter Jim Gordon.

The Dark Knight Rises
Was diesen Film so besonders macht, ist der hohe Grad an “Realismus“. Nolan setzt auf Zelluloid und verzichtet auf 3D-Mätzchen. Er drehte die meisten Action-Szenen “in echt“, es ist zu sehen, dass die Darsteller selten gedoubelt wurden und die Kulissen wirklich in voller Größe gebaut und nicht digital ergänzt wurden. Daher ist es ihm zu verzeihen, dass er die Pracht seiner Inszenierung auch diesmal wieder etwas zu lange herzeigen möchte.

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