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Hugo Cabret

Hugo Cabret ist wahrscheinlich der Film, der das 3D-Verfahren am sinnvollsten und kreativsten einsetzt. Atemberaubende Kamerafahrten lassen den Zuschauer glauben, wirklich mittendrin zu sein in diesem unglaublich kitschig wirkenden Paris des Jahres 1931, das fast nur von britischen Darstellern wie Jude Law oder Christopher Lee bevölkert wird.

Hugo Cabret

Warum Martin Scorsese (The King of Comedy, Silence) , der Spezialist für nicht mit Brutalitäten geizende Harte-Männer-Dramen, unbedingt einen nach schlechter Disney-Zuckerwatte schmeckenden Familienfilm drehen wollte, wird recht schnell klar.

Hugo Cabret

Die herzergreifend gemeinte Geschichte vom Waisenknaben Hugo Cabret, der im Pariser Bahnhof Gare Montparnasse die Uhren in Gang hält und sich vor einem Bahnpolizisten Inspektor Gustave verstecken muss, interessiert ihn nicht wirklich. Diese Lustlosigkeit ist der Inszenierung jederzeit anzumerken, die vergeblich versucht zu vermitteln, wie entzückend die auf rührend getrimmte Geschichte doch ist.

Hugo Cabret

Sehr viel mehr Engagement zeigt der Cineast Scorsese, wenn er in vom für etliche Jahre  in Vergessenheit geratenen Filmpionier Georges Méliès (Ben Kingsley) erzählen kann, der bis 1932 einen Spielzeugladenim Bahnhof Montparnasse betrieb. Mit Liebe zum Detail stellt Scorsese nach, wie Méliès mit Jahrmarkt-Zaubertricks und viel Phantasie Anfang des letzten Jahrhunderts Kinoklassiker wie Die Reise zum Mond drehte.

Hugo Cabret

Recht gelungen in Szene gesetzt ist auch die rührende Love Story zwischen der Blumenhändlerin Lisette (immer sehenswert: Emily Mortimer) und dem kriegsversehrten Inspektor Gustave, den Sacha Baron Cohen als Mischung aus Inspektor Clouseau und dem Kinderfänger aus Tschitti Tschitt Bäng Bäng spielt.

Hugo Cabret

Als Doku-Drama über die Kindertage des Kinos taugt der überlange Film durchaus, als Kino-Drama jedoch sehr viel weniger.

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Road to Perdition

Die USA im Winter 1931: Michael O´ Sullivan Sr. (Tom Hanks) wirkt wie ein guter und ernster Familienmensch und dessen Chef John Rooney (Paul Newman) scheint ein treusorgender Onkel zu sein. Als O´Sullivans zwölfjähriger Sohn jedoch herausfindet, dass sein Vater als Killer für Rooney arbeitet, ist Schluss mit dem beschaulichen Familienleben.

Road to Perdition

Ronneys Sohn Connor, der immer schon eifersüchtig auf Michael Sr. war, lässt O´ Sullivans Frau und seinen jüngeren Sohn töten. Michael Sr. hingegen kann einem Anschlag nur knapp entkommen. Er flüchtet gemeinsam mit seinem Sohn und versucht sich an den Rooneys zu rächen.

Road to Perdition

Dieser Film von Sam Mendes basiert auf einer Comic-Vorlage, die für die Verfilmung allerdings etwas verändert wurde. Max Allan Collins, der auch das Buch zum Film und die Roman-Fortsetzung Road to Purgatory schrieb, hat sich in seiner Graphic Novel sehr genau an recherchierte Fakten aus der damaligen Zeit gehalten. So lässt er auch reale Figuren wie Elliot Ness und Al Capone auftreten, die im Film nicht zu sehen sind. Auch der Name des real existierenden John Looney wurde geändert in John Rooney.

Road to Perdition

Der Drehbuchautor David Self (The Wolfsman) hat sehr viel deutlicher als im immer wieder auf tatsächliche Ereignisse verweisenden Comic die Vater-Sohn-Beziehung herausgearbeitet. Der fertige Film kann dann voll überzeugen. Der manchmal etwas zu aufdringlich um den Posten des Leading Man Nr. 1 balzende Tom Hanks überzeugt in der für ihn gänzlich ungewohnten Rolle als eiskalter Killer mit Vaterinstinkten. Das Gleiche gilt für Paul Newman, Ciarán Hinds und Jude Law.

Road to Perdition

Doch auch die restlichen Rollen gut besetzt, so sollte Daniel Craig sich durch die Rolle für höhere Weihen qualifizieren und als James Bond in Skyfall und Spectre wieder auf Sam Mendes treffen. Dank dessen unaufdringlicher aber wirkungsvoller Inszenierung entstand eine höllisch spannende Mischung aus Gangsterfilm, Roadmovie und Melodram!

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Road to Perdition – Der Comic

In den USA des Jahres 1931 geht es der Familie O´Sullivan trotz der Wirtschaftskrise recht gut. Der 12-jährige Michael O´ Sullivan Jr. verehrt seinen schweigsamen Vater abgöttisch. Er versteckt sich in dessen Auto um endlich zu erfahren, womit dieser sein Geld verdient.

Road to Perdition - Der Comic

Die Wahrheit ist mehr als erschreckend: Michael Jr. beobachtete Michael Sr. dabei wie er im Auftrag des Gangsterbosses John Looney einen Haufen Menschen umbringt. Als Looney erfährt, dass Michael Jr. hinter dies Geheimnis gekommen ist, lässt er dessen Mutter und Bruder umbringen. Michael Sr. hingegen kann einem Anschlag knapp entkommen. Er flüchtet gemeinsam mit seinem Sohn und schmiedet Rachepläne.

Road to Perdition - Der Comic

Max Allan Collins war schon immer von den Gangstergeschichten aus den 30er-Jahren fasziniert. So hat er einige sorgfältig recherchierte Romane über diese Zeit geschrieben und eine ganze Weile auch die Comic-Serie Dick Tracy getextet. Sein ehrgeizigstes Comic-Projekt schrieb er jedoch für den englischen Zeichner Richard Piers Rayner. Hierin verarbeitete er nicht nur wahre Geschehnisse aus seiner Lieblings-Ära sondern auch die Grundsituation von Kazuo Koikes japanischer Manga-Kultserie Lone Wolf and Cub in der ein schweigsamer Samurai gemeinsam mit seinem kleinen Sohn zu einer teilweise sehr blutigen Reise aufbricht.

Road to Perdition - Der Comic

Rayner arbeitete so sorgfältig an den Zeichnungen zu Road to Perdition, dass er vier Jahre zur Fertigstellung der immerhin knapp 300 Seiten des Comics benötigte. Als sie 1998 erschien, erregte die Graphic Novel dann zunächst nicht sonderlich viel Aufsehen. Doch Collins verfasst auch Filmromane und von ihm stammt das Buch zu Der Soldat Ryan. Hierdurch bestand Kontakt zu Steven Spielberg und dieser war sehr angetan von Road to Perdition.

Road to Perdition - Der Comic

So wurde aus dem Comic nicht nur eine DreamWorks-Produktion sondern mit dem erfolgreichen Film im Rücken doch noch ein Bestseller. Auch bei uns ist es ja eher eine Seltenheit, dass ein Comic bei einem großen Verlag wie Heyne erscheint und in den Buchhandlungen zumindest für einen Monat prominent präsentiert wird. Leider durfte Max Allen Collins nicht das Drehbuch zum Film verfassen, sondern mal wieder nur das „Buch zum Film“ . Doch außerdem arbeitet er an zwei Roman-Fortsetzungen, die das weitere Schicksal von Michael O´Sullivan Jr. erzählen: Road to Purgatory und Road to Paradise.

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Vox Lux

Bei verfilmten Biografien über Größen aus der Musikbranche ist es alllgemein üblich recht hastig durch die Jugendjahre zu hecheln, damit möglichst früh der Filmstar, der den Musikstar spielt, zum Einsatz kommen kann. Nicht so bei Brady Corbets Film über das Pop-Phänomen Celeste. Hier kommt in der kompletten ersten Hälfte des Film erst einmal Raffey Cassidy zum Einsatz, die die junge Celeste Montgomery spielt.

Vox Lux

Das Leben des 13-jährigen Mädchens änderte sich drastisch, als sie 1999 in ihrer Schule zum Opfer eines Amoklaufs wurde. Schwer verletzt und traumatisiert überlebt Celeste. Nachdem sie zusammen mit ihrer Schwester Ellie auf dem Gedenkgottesdienst für die Opfer des Anschlags ein selbst geschriebenes Lied vorträgt, wird der Song prompt zum Hit und Celeste zum Weltstar.

Vox Lux

Erst jetzt – nachdem der Film bereits 50 Minuten läuft – tritt Natalie Portman als 30-jährige Celeste in Erscheinung, während Raffey Cassidy in die Rolle von deren Tochter Albertine schlüpft. Wieder ist es ein Terroranschlag, der mit dem Leben des Popstars kollidiert. 2017 haben Terroristen an einem Strand in Kroatien einen Mordanschlag auf Badegäste verübt. Dabei trugen sie ähnliche Masken wie Celeste in ihren Videos und bei ihren Bühnenauftritten. Wird die Sängerin, die auch noch massive Probleme mit Ellie, Albertine und  der Premiere ihrer Show hat, mit dieser Belastung fertig?

Vox Lux

Wer sich gänzlich unvorbereitet auf Brady Corbets Vox Lux einlässt, könnte glauben, dass Celeste wirklich existiert. Die dramatische Handlung versetzt Corbet immer wieder mit den Stilmitteln der Mockumentary und läßt  die gefakte Biografie von Willem Dafoe leicht sarkastisch kommentieren. Auch so manche mit subjektiver Kamera in langen Einstellungen gefilmte Szene trägt zur Illusion von Realismus bei, genau wie die von der Australierin Sia komponierten vertraut anmutenden Songs.

Vox Lux

Bemerkenswert ist auch die Leistung von Natalie Portman, die in der zweiten Hälfte des Films sehr stark von Raffey Cassidys Vorarbeit profitiert. Uneitel spielt Portman eine talentierte, aber auch sehr nervige Entertainerin, die es gerade so eben schafft kurz vor Beginn der Show auf die Bühne zu kriechen. Doch dort singt und tanzt Portman so voller Power, dass sie Celeste mit all ihren guten und schlechten Seiten zum Leben erweckt. Portmans vielschichtige Darstellung läßt es unwahrscheinlich erscheinen, dass Celeste, wenn es sie geben würde, einen so „ehrlichen“ Film über ihr Leben zulassen würde.

Vox Lux

Die Blu-ray von Koch Media enthält neben dem 115-minütigen Film noch wahlweise Interview mit Natalie Portman (3:51 min) und Regisseur Brady Corbet (14:32 min), sowie eine Bildergalerie (1:43 min).

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Pennyworth

Nachdem 2019 die Serie Gotham damit endete, dass in der letzten Episode doch noch kurz Batman zu sehen war, zog das Kreativteam weiter. Auch in ihrer neue Serie Pennyworth surfen Bruno Heller und Danny Cannon am Rande des Batman-Mythos. Diesmal steht der junge spätere Batman-Butler Alfred Pennyworth im Zentrum des Geschehens.

Pennyworth

Ort der Handlung ist ein alles andere als historisch akkurat rekonstruiertes London der Swinging Sixties, das andauernd von Zeppelinen überflogen wird. Die autoritär regierte Stadt leidet unter den Kämpfen zwischen der faschistischen Raven Society und der sozialistischen No Name League. Doch auch die Obrigkeit ist nicht ohne, setzt auf den Pranger und vollzieht brutale öffentliche Hinrichtungen.

Pennyworth

Vor diesem finsteren Hintergrund trifft der ehemalige Elite-Soldat Pennyworth auf Batmans Vater Thomas Wayne. In der Hauptrolle tritt Jack Bannon in die Fußstapfen von Michael Gough, Michael Caine, Jeremy IronsSean Pertwee und (demnächst) Andy Serkis. Bannon sieht ein wenig wie der junge Jude Law aus, der Doktor Watson in Guy Ritchies Sherlock-Holmes-Filmen spielte. Diese inspirierten die Serie,  genau wie die ersten Auftritte von Sean Connery als James Bond.

Pennyworth

Die zehn Folgen der ersten Pennyworth-Staffel können sich (auf dem über Amazon zu beziehenden STARZPLAY-Channel) durchaus sehen lassen.

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Captain Marvel

Das gesamte Marvel Cinematic Universe wurde am Ende von Avengers: Infinity War völlig demontiert. Die Zeit bevor in Avengers: Endgame die alte Ordnung wiederhergestellt wird, konnte genutzt werden, um einen neuen Marvel-Superhelden ins Rennen zu schicken, wobei dieser nach dem Nachspann von Infinity War als letzte Hoffnung der verschollenen Hälfte der Bewohner des Universums präsentiert wird.

Captain Marvel

Captain Marvel betrat 1967 die Bühne der Marvel-Comics. Ein zum Volke der Kree gehörender Außerirdischer namens Mar-Vell sollte das irdische Raumprogramm sabotieren, doch stattdessen wurde er zum Beschützer der Menschheit.

Captain Marvel

Die Figur starb zwar 1982 in einem überformatigen Comicheft, wurde danach aber weiter am Leben erhalten. Damit konnte verhindert werden, dass ein Superheld der 1940 als Captain Marvel ins Rennen geschickt wurde, unter diesen Namen bei DC seine Heldentaten verbringt (dort ist dieser als Shazam! auch im Kino tätig).

Captain Marvel

Nach allerlei chaotischen Entwicklungen ist bei Marvel mittlerweile eine gewisse Carol Danvers, die bereits beim ersten Auftritt von Mar-Vell dabei war, in das Kostüm von Captain Marvel geschlüpft. Die Tatsache, dass diese Rolle sowohl Erdenmenschen wie auch Aliens ausfüllten, spielt eine wichtige Rolle im ersten Kinofilm mit Captain Marvel.

Captain Marvel

Im Zentrum der Geschichte steht Vers, die als Elite-Soldatin für die Kree kämpft und bei einem Einsatz auf der Erde des Jahres 1995 landet. Sie hat den Eindruck schon einmal dort gewesen zu sein und Erinnerungen an ein Leben als US-Kampfpilotin. Zugleich wird sie in Kämpfe mit Außerirdischen verwickelt, was die Aufmerksamkeit von Nicholas Joseph Fury, der seinerzeit zwar noch über beide Augen verfügte, doch bereits – gemeinsam mit Agent Coulson (Clark Gregg) für S.H.I.E.L.D. tätig war.

Captain Marvel

Vers und Fury formieren sich nach sehr kurzen anfänglichen Schwierigkeiten zu einem schlagkräftigen und auch schlagfertigen Team. Dabei erfahren sie, wo Vers herkommt und bekämpfen eine außerirdische Bedrohung. Die Chemie zwischen Brie Larson (Kong: Skull Island) und Samuel L. Jackson schlägt dabei immer wieder schillernde Funken.

Captain Marvel

Dank seiner humorvollen Geschichte und der interessanten Erzählstruktur, ist Captain Marvel sehr viel mehr als ein weiterer hochbudgetierter und (diesmal u. a. mit Jude Law und Annette Bening) bestes besetzter Superhelden-Film.

Captain Marvel
© 2018 Marvel

Die Blu-ray von Disney enthält den 124-minütigen Film, wahlweise mit Audiokommentar von den Regisseuren Anna Boden und Ryan Fleck (wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln). Hinzu kommen neben einem Intro der Regisseure (1:32 min) noch ein mehrteiliges Making Of (23:25 min), Deleted & Extended Scenes (8:47 min), Pannen vom Dreh (2:02 min)

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Das Kabinett des Dr. Parnassus

Wer glaubt Fantasy-Filme sind künftig nur noch mit aufwändigsten Spezialeffekten und in 3D erträglich, erhält von Terry Gilliam eine heilsame Lektion. Während James Cameron den Zuschauer in Avatar zur ziemlich vertraut wirkenden fremden Welt Padora – in zugegebenermaßen so noch nie gesehener technischer Perfektion – aufbrechen lässt, schraubte Gilliam einen sehr eigenwilligen aber nie sperrigen Film zusammen, bei dem er nach eigenen Aussagen erst nach Fertigstellung wusste, worum es eigentlich geht.

Das Kabinett des Dr. Parnassus

So etwas hätte natürlich auch ganz schön in die Hose gehen können, man denke nur an Gilliams letztes Werk Tideland. Doch die im London der Gegenwart angesiedelte Geschichte um die heruntergekommene Wandertheater-Truppe des Doktor Parnassus (Idealbesetzung: Christopher Plummer), der vor 1.000 Jahren einen Pakt mit dem Teufel (gute Wahl: Tom Waits) einging, erstaunt und entzückt. Erinnerungen an Gilliams Meisterwerke Brazil oder 12 Monkeys werden wach, während die junge Lily Cole als Parnassus-Tochter Valentina eine ähnliche Karriere wie einst Uma Thurman nach Die Abenteuer des Baron Münchhausen hinlegen könnte.

Das Kabinett des Dr. Parnassus

Es ist nicht ausgeschlossen, dass ein tragisches Ereignis maßgeblich zur ganz besonderen Wirkung von Das Kabinett des Dr. Parnassus beitrug. Als die Dreharbeiten noch lange nicht abgeschlossen waren, verstarb Heath Ledger, welcher den mysteriösen Tony spielte, der sich der Truppe von Dr. Parnassus angeschlossen hatte. Zum Glück waren zu diesem Zeitpunkt bereits die in der Londoner Realität spielenden Szenen abgedreht.

Das Kabinett des Dr. Parnassus

Gilliam beschloss per Drehbuch-Überarbeitung, dass Menschen, die die magische Welt hinter Parnassus´ Zirkuswagen betreten, auch ihr Aussehen verändern. Für die “alternativen“ Versionen von Tony konnten – und das auch noch zum Nulltarif! – Johnny Depp, Jude Law und Colin Farrell gewonnen werden. Der Film wurde dadurch nicht nur fertig sondern höchstwahrscheinlich auch noch besser.

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