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Der König der Löwen (2019)

Es ist schon erstaunlich, was sich aus dem 1993 entstandenen Zeichentrickfilm Der König der Löwen entwickelt hat. Vier Jahre später erlebte ein auf dem Film basierendes Musical seine Broadway-Premiere. Das faszinierende Konzept dieser u. a. immer noch erfolgreich in Hamburg laufenden Show ist ebenso simpel wie faszinierend. Der Kniff von Julie Taymor (Frida, Across the Universe) war es, so zu tun als ob das Publikum einer durch afrikanische Ureinwohner mit selbstgebastelten Kostümen aufgeführten alten Fabel beiwohnt.

Der König der Löwen (2019)

Die Neuverfilmung hingegen beschritt ganz andere Wege als das gerade durch seine fantasievolle Schlichtheit so beeindruckende Musical. Nachdem es dem Iron-Man-Regisseur Jon Favreau 2016 überraschenderweise gelungen war den Disney-Klassiker Das Dschungelbuch in einer funktionierenden und oft faszinierenden Mischung aus Realfilm und Computeranimation neu zu interpretieren, durfte er das Remake von Der König der Löwen komplett digital animieren lassen.

Der König der Löwen (2019)

Wie Favreau im Bonusmaterial der Blu-ray zugibt, ist nur ein Sonnenaufgang am Anfang des Filmes “echt“, der Rest wurde zusammengepixelt. Wer die klassischen Zeichentrickfilme mag, wird sich schwertun mit dieser neuen Version, die so aussieht, als wenn sich scheinbar sehr gut dressierte Tiere zu einem perfekt neu eingespielten Soundtrack bewegen. In der Originalfassung sind u. a. die Stimmen von Beyoncé, Seth Rogen und natürlich wieder von “Darth Vader“ James Earl Jones Jones als Löwen-Monarch Mufasa sowie ein neuer Song von Elton John zu hören .

Der König der Löwen (2019)

Doch das seltsame Konzept ging auf und der neue König der Löwen hat Die Eiskönigin vom Thron des erfolgreichsten Animationsfilms aller Zeiten gestoßen. Dies bestärkte die Firma Disney darin, anstatt originelle neue Konzepte zu entwickeln, noch stärker darauf zu setzen Realfilm-Versionen der hauseigenen Klassiker zu produzieren. Das mag mancher Zuschauer bedauern, doch der Erfolg von Aladdin mit Will Smith zeigt, dass dieser Weg kommerziell richtig ist, Angelina Jolie als Maleficent und Tim Burtons Dumbo hingegen erwecken Hoffnung darauf, dass dabei gelegentlich auch etwas Interessantes entsteht.

Der König der Löwen (2019)

Die Blu-ray enthält neben dem 118-minütigen Hauptfilm (wahlweise mit Audiokommentar von Regisseur Jon Favreau, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln) noch dieses Bonusmaterial: Intro von Regisseur Jon Favreau (1:14 min); Die Reise von Der König der Löwen (53:25 min); Die Entstehung der unvergesslichen Musikszenen (1031 min); Musikvideos Beyoncé “Spirit“ (4:28 min) und Elton John: “Never Too Late“ (4:08 min); Tierschutzkampagne „Protect The Pride“ (3:02 min); Lieder zum Mitsingen

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Musicals: Geschichte – Shows – Komponisten

Ähnlich wie in Das Film Buch hat auch hier der Dorling Kindersley Verlag versucht, ein Thema so übersichtlich und interessant bebildert wie möglich aufzuarbeiten. Doch während es unmöglich ist, alle wichtigen Filme zwischen zwei Buchdeckeln aufzuarbeiten, sieht es im Genre Musical etwas anders aus.

Musicals: Geschichte – Shows – Komponisten

Ein Musical, das nach seiner Premiere beim Publikum nicht ankommt, verschwindet schnell vom Spielplan, wird nicht in anderen Städten aufgeführt und natürlich auch nicht verfilmt. Von daher ist die Anzahl von immer wieder neu inszenierten Dauerbrennern natürlich übersichtlich.

Musicals: Geschichte – Shows – Komponisten

Als erstes “richtiges“ Musical definiert das Buch die am 27. Dezember 1927 im New Yorker Ziegfeld Theater gestartete Bühnenshow Show Boat, die dreimal verfilmt und bis hinein in die 90er Jahre immer wieder neu inszeniert wurde. In diesem Musical wurden nicht nur zu Evergreens gewordene Songs wie Ol‘ Man River geschmettert, sondern Show Boat erzählte eine auch interessante dramatische Geschichte gezählt, in der es u. a. um eine “gemischtrassige“ Beziehungen ging. Wie brisant dies Thema war, zeigte sich daran, dass es sehr lange dauern sollte, bis schwarze Darsteller in den Hauptrollen Show Boat zu sehen waren.

Musicals: Geschichte – Shows – Komponisten

Das Buch beschreibt chronologisch geordnet bis hinein in die Gegenwart die erfolg- und einflussreichsten Musicals wie Porgy und Bess, The Wizard of Oz, Singin‘ in the Rain, My Fair Lady, West Side Story, Mary Poppins, Hair, The Rocky Horror Picture Show, Cats, Billy Elliot, Mathilda, aber auch Die Drei-Groschen-Oper findet Berücksichtigung.

Musicals: Geschichte – Shows – Komponisten

Dabei geht es um Bühnen- wie auch um Film-Musicals. Ein Anhang bietet noch Kurzinfos zu weiteren Musicals. Besonders interessant sind die Doppelseiten auf denen die Strukturen einzelner Musicals übersichtlich dargestellt werden. Hier ist zu sehen, wie die Handlung verläuft und wann die einzelnen Songs zum Einsatz kommen.

Musicals: Geschichte – Shows – Komponisten

Außerdem gibt es noch Biographien zu Persönlichkeiten wie George und Ira Gershwin, Fred Astaire, Irving Berlin, Cole Porter, Andrew Lloyd Webber, Julie Taymor oder Elton John. Leider sind die von mehreren Autoren verfassten Texte oft etwas trocken und nur selten so amüsant wie im Falle der Beschreibung von Mamma Mia!. Hier wird auch eine Kritik zum zugehörigen Film zitiert, in der es heißt, dass man: “so schnell nicht wieder hautnah erleben kann, wie erstklassige Schauspieler betrunken Karaoke singen.“

Musicals: Geschichte – Shows – Komponisten

Für das Buch spricht auch, dass es für die deutsche Ausgabe noch ergänzt wurde. Aufnahme fanden hier auch einheimische Produktionen wie Linie 1 oder Elisabeth und ein Anhang beschreibt deutsche Musicals wie Heiße Ecke, Rocky, Hinterm Horizont oder den DDR-Erfolg Mein Freund Bunbury. Abschließend sei auch noch das thematisch passende schlichte aber ergreifende Glitzer-Cover erwähnt.

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