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Letters from Iwo Jima

Nachdem Clint Eastwood mit Flags of our Fathers einen verhalten kritischen und chaotisch strukturierten Film über US-Heldenpropaganda im Zweiten Weltkrieg drehte, wechselte er direkt im Anschluss an die Dreharbeiten die Fronten. Letters from Iwo Jima spielt am selben Kriegsschauplatz. Der Film schildert die blutige Schlacht um die Pazifikinsel Iwo Jima jedoch aus der Sicht der japanischen Soldaten, die vergeblich versuchen einen technisch weit überlegenen und oft unmenschlich operierenden Gegner aufzuhalten.

Letters from Iwo Jima

Hauptfiguren des sich an erst kürzlich aufgefundene Soldatenbriefe orientierenden Films sind der besonne Generalleutnant Tadamichi Kuribayashi (Ken Watanabe aus Batman Returns und Inception) und der Bäcker Saigo, der hofft zu überleben, um einmal seine neugeborene Tochter sehen zu können. Kuribayashi, der genau wie der ihm unterstellte Baron Nishi, ein Olympia-Sieger im Springreiten, die USA bereist hat und das Land bewundert, weiß dass er keine Chance gegen die Hightech-Armee hat. Er setzt aber trotzdem alles daran, es den US-Streitkräften so schwer wie möglich zu machen…

Letters from Iwo Jima

Eastwood stellt in kurzen (diesmal aber sinnvollen) Rückblenden die Hauptfiguren vor und lässt sich Zeit die Ruhe (und Angst) vor dem Sturm zu schildern. Die dann folgenden Kampfszenen wirken ähnlich drastisch wie in Der Soldat Ryan. Doch im Gegensatz zu seinem damals regieführenden Produzenten Steven Spielberg gelang Eastwood ein trotz seiner nicht gerade kurzen Laufzeit durchgehend bewegender Film über die Schrecken des Krieges.

Flags of our Fathers

Dieser schnitt an der Kinokasse sogar besser ab als Flags of our Fathers, obwohl die Farben so blass waren, dass es fast wie Schwarzweiß wirkte und nur die japanische Originalfassung mit Untertiteln gezeigt wurde. Auf DVD gab es zu Letters from Iwo Jima seltsamerweise eine deutsche Tonspur.

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Godzilla: King of the Monsters

In den USA erhielt 1956 bereits der erste Godzilla-Film, den Inshiro Honda zwei Jahre zuvor in Japan drehte, den Untertitel King of the Monsters. Das machte damals wenig Sinn, denn abgesehen von der durch radioaktive Strahlung entstandene Riesenechse waren seinerzeit keine weiteren Monster an der Zerstörung Tokios beteiligt.

Godzilla: King of the Monsters

Dies sollte sich im Laufe der Jahre ändern, denn in den über 30 weiteren Godzilla-Filmen, die bis heute in Japan entstanden sind, tummelte sich eine ganze Horde weiterer Monster. Ein Teil davon bevölkert jetzt auch den dritten US-amerikanischen Godzilla-Film, der zugleich der Versuch von Legendary Entertainment ist, ein sich über viele Filme ziehendes MonsterVerse aufzubauen.

MonsterVerse

Das Experiment startete 2014 mit Godzilla, den Gareth Edwards (Monsters) relativ ernsthaft in Szene setzte. Mit Kong: Skull Island folgte drei Jahre später eine recht muntere in die 70er-Jahre verlegte Neuauflage von King Kong. Der Riesenaffe taucht zwar in Godzilla: King of the Monsters nicht auf, wird aber erwähnt.

Godzilla: King of the Monsters

Genau wie im 2014er Godzilla schildert auch die Fortsetzung das Schicksal einer Familie, das im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Treiben der Monster steht. Ereneut werden prominente Darsteller dazu verdonnert besorgt auf Monitore zu starren. Ken Watanabe, Sally Hawkins und David Strathairn wiederholen ihre Rollen aus Godzilla. Neu hinzu kommen u. a. Vera Farmiga, Charles Dance und Millie Bobby Brown aus Stranger Things.

Godzilla: King of the Monsters

Anders als im japanischen Monsterkino wird hier versucht den Spuk mit halbwegs ernsthaftem menschlichem Drama zu garnieren. Dies klappt nur bedingt klappt und lässt die Laufzeit des Films auf 130 nicht immer unterhaltsame Minuten anwachsen. Der dreiköpfige Drache King Ghidorah alias Monster Zero fungiert als schurkisches Monster, während die Riesenmotte Mothra Godzilla beisteht…

Godzilla: King of the Monsters

Es wird schnell klar, dass mit dem Team um Regisseur Michael Dougherty (Krampus) echte Godzilla-Fans am Werke waren und speziell die Fortschreibung des Myrthos um Mothra – inklusive musikalischer Zitate – ist ihnen sehr gut gelungen. Doch in Sachen Spannungsaufbau sieht es weniger gut aus und daher spielte das für knapp 200 Millionen Dollar produzierte Werk nicht genug ein, um als Erfolg zu gelten.

Godzilla: King of the Monsters

Trotzdem soll demnächst mit Godzilla vs. Kong der vierte Beitrag zum MonsterVerse anlaufen.

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Inception

Christopher Nolan (The Dark Knight, Interstellar) machte Hollywood mit 2010 mit Inception tatsächlich zur Traumfabrik. Im Stile von Mission: Impossible oder Oceans Eleven lässt er eine um den immer etwas verträumt guckenden Meister-Traumdieb Dominic Cobb (Leonardo DiCaprio) gruppierte Experten-Kombo in das Unterbewusstsein eines Industriellen (Cillian Murphy) eindringen, um diesen im Auftrag eines Konkurrenten (Ken Watanabe) auszuschalten.

Inception

So weit so simpel, doch was zunächst ein wenig wie die auf Sparflamme laufende arg verkopfte Version von Matrix wirkt und zunächst auf emotionaler Ebene nur bedingt mitreißt, kommt dann ganz schön in Fahrt. Nolan geht davon aus, dass die Zeit im Traum langsamer verläuft als in der Realität und dass es nicht nur möglich ist im Traum zu träumen, sondern auch im geträumten Traum. Nachdem in der ersten Hälfte des Filmes das Team (Joseph Gordon-Levitt, Ellen Page, Tom Hardy) formiert, lässt es der Regisseur und Drehbuchautor danach auf etlichen Ebenen so richtig krachen.

Inception

Der Parallelmontage zwischen den vier oder fünf verschiedenen unterbewußten Welten kann der vom Regisseur entsprechend gebriefte Zuschauer mühelos folgen, um danach noch ewig über die Schlussszene nachzudenken. Während Nolans ähnlich anregend gestaltete Filme Memento und The Prestige eher Insiderhits blieben, gelang ihm mit Inception das Kunststück eines 148-minütigen Blockbusters, der nicht nur nahezu alle Sinne, sondern sogar das Hirn anregt.

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