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Superman Returns

Es gehört vielleicht nicht unbedingt in eine Filmkritik, aber in Sachen Marketing ist die USA schon recht überraschend. Beim Kauf einer DVD von Krypto the Wonder Dog (weil dieser ja der Hund von Superman ist) zu 9,95 Dollar gab es 2006 eine Gratis-Eintrittskarte zu Superman Returns (und noch ein nettes kleines Comicheft). Diese Karte war problemlos in Graumans Chinesischem Theater einzulösen und nach einem Trailer zu Spider-Man 3 ging es auch schon los mit dem Hauptfilm (und der Kritik).

Superman Returns

Schon die John-Williams-Musik und die nach hinten in die Länge gezogene Schrift im Vorspann deuten an, dass X-Men-Regisseur Bryan Singer sich ziemlich stark auf Richard Donners Superman-Film von 1978 beruft. Daher wird auch Marlon Brando wieder als Supermans Vater in den Film hineingetrichst.

Superman returns

Lex Luthor hat im aktuellen Film einen ähnlichen Plan wie bereits 1978 zur “Landgewinnung“ sowie auch diesmal eine von Skrupeln geplagte Freundin, die mit Superman sympathisiert und ihm schließlich hilft. Im Gegensatz zur aktuellen Comicversion ist Luthor hier “nur“ ein extravaganter Superschurke und kein Wirtschafts-Tycoon, der es sogar bis zur US-Präsidentschaft gebracht hat. Der Kino-Luthor muss einen ganz banalen viel zu ausführlich gezeigten Erbschleicher-Coup durchziehen, um an eine luxuriöse Yacht zu kommen, die unverzichtbar für seinen Masterplan ist.

Superman Returns

Wirklich neu ist, dass Superman am Anfang des Filmes für einige Zeit verschwunden ist (einige zusätzliche Infos hierzu liefert eine auf DVD und Blu-ray enthaltene nicht verwendete Szene, sowie der Comic Superman Returns – Verschollen). Nach seiner Rückkehr muss der Stählerne feststellen, dass Lois Lane (Kate Bosworth) mittlerweile fest liiert ist und einen Sohn hat.

Superman Returns

Diese neue Entwicklung wirkt ein wenig wie ein Fremdkörper im ansonsten äußerst traditionell, ja fast schon konservativ, in Szene gesetzten Film. Die Figur der Lois Lane entfernt sich durch ihre familiäre Einbindung weit von der Comicversion, ohne dass Superman Returns dadurch wirklich neue Impulse bekommt.

Superman Returns

Ein weiteres Problem des Filmes ist sein nur selten wirklich zündender Humor, aber auch hier ist Singer der Vorlage aus den 70er Jahren erschreckend treu geblieben. Genau wie Gene Hackman wirkt auch Kevin Spacey eher genervt als gefährlich. Auch ihm kann niemand wirklich böse sein, wenn er Sprüche absondert, die nur mäßig komisch sind, oder gar eine Märklin-Modelleisenbahn zerstört. Die Spezialeffekte hingegen sind von meist sehr guter Qualität. Lange in Erinnerung bleibt ein Moment am Ende des Films, wenn ein arg ramponierter Superman (Brandon Routh geht voll in der Rolle auf und bleibt trotzdem kaum in Erinnerung) weit ins Weltall vorstößt und Energie tankt bevor er sich ins große Finale stürzt.

Superman Returns

Extras auf DVD und Blu-ray: „Making of“ (173 min), wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; „Die Auferstehung von Jor-El“ – Bericht über den digitalisierten Marlon Brando (4:02 min); 11 nicht verwendete Szenen (insgesamt 14:05 min); Easteregg: Im Menü zu „Nicht verwendete Szenen“ ganz nach unten gehen, dann taucht ein rotes Superman-Symbol auf, wenn dieses angeklickt wird gibt es zusätzliche Outtakes mit Kevin Spacey (1:10 min); US-Trailer (4:24 min)

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House of Cards – Das britische Original

Fast ein Vierteljahrhundert bevor Kevin Spacey in der US-Serie House of Cards als demokratischer Kongressabgeordneter Francis “Frank“ Underwood sein intrigantes Unwesen trieb, entstand bereits eine gleichnamige britische Serie, die auf der selben Romanvorlage basiert. Michael Dobbs war Berater, Redenschreiber und Stabschef von Margret Thatcher. Seine Erfahrungen verarbeitete er zum Polit-Thriller House of Cards, der so erfolgreich war, dass er die Fortsetzungen To Play the King und The Final Cut nach sich zog.

HOUSE OF CARDS - Das britische Original

Ähnlich verlief es mit der vierteiligen BBC-Mini-Serie House of Cards in der 1990 Ian Richardson in der Rolle des nicht mehr ganz jungen konservativen britischen Politikers Francis Ewan Urquhart brilliert. Dieser gilt bei seinen Parteikollegen als blass und ambitionslos, spielt sie jedoch so geschickt und rücksichtslos gegeneinander aus, dass er schließlich Premierminister wird. Richardson spricht immer wieder den Zuschauer direkt an (“Gleich beginnt die Fragestunde der Opposition, das ist fast so als wenn man von einem Hamster überfallen wird.“) und macht diesen dadurch zum Komplizen. Abgerundet wird dieses interessante Konzept noch durch immer wieder zwischen die Handlung geschnittene Aufnahmen von Ratten, die vor markanten Gebäuden in London herumrennen.

House of Cards - Das britische Original

Die BBC verfilmte nach dem Erfolg von House of Cards auch die beiden weiteren Bücher von Michael Dobbs, die zugehörigen Miniserien sind ebenfalls bei Ascot Elite erschienen. 1993 folgte To Play the King (Um Kopf und Krone), hier bekommt es der zynische Premier Urquhart mit dem idealistischen König (Michael Kitchen) zu tun, kaum verschlüsselt ist hier zweifelsohne Prinz Charles gemeint. Dessen tatsächlich selbstlosen Bestrebungen Großbritannien besser und menschlicher zu machen, hat der Polit-Profi Urquhart (zunächst) nur wenig entgegen zu setzen. In Sachen Dramatik und messerscharfer Dialoge kann diese vierteilige Miniserie locker bei der ersten Staffel mithalten.

HOUSE OF CARDS - Das britische Original

1995 schließlich entstand unter dem Titel The Final Cut (Das letzte Kapitel) der wieder vierteilige Abschluss der Trilogie. Am Anfang der Geschichte wohnt der amtierende Premierminister Francis Urquhart dem Begräbnis von Maggie Thatcher bei. Er heuchelt Trauer, träumt jedoch davon länger im Amt als zu bleiben als die “Eiserne Lady“, die Großbritannien 11 Jahre regierte. Doch ganz so leicht wie sonst, fällt es Urquhart diesmal nicht, sein politisches Umfeld durch Intrigen zu kontrollieren. Einen mächtigen Gegner hat er im Außenminister Tom Makepeace, der von dem aus Jäger des verlorenen Schatzes bekannten Paul Freeman dargestellt wird. Auch Diane Fletcher als Urquharts Gattin Elizabeth spielt diesmal eine deutlich aktiviere Rolle und erinnert in ihrer Durchtriebenheit an Robin Wright, die in der US-Version von House of Cards ihrem manipulativen Ehemann in nichts nachsteht.

House of Cards - Das britische Original

Dank des Erfolges dieser US-Variante mit Kevin Spacey kommen wir auch endlich in den Genuss des Originals. Die 2 DVDs oder die eine Blu-ray der einzelnen Staffeln stecken in schönen Pappschubern, das FSK-Zeichen ist auf der Umverpackung, (Voll-) Bild- und Tonqualität sind voll in Ordnung, Bonusmaterial gibt es leider keins. Mittlerweile liegt auch eine Gesamtedition der BBC-Serie auf 6 DVDs oder 3 Blu-rays vor.

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