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Mark Millar Collection 2: Wolverine – Staatsfeind

Der zweite Band von Paninis Mark Millar Collection erhält nach Wanted ein etwas weniger bekanntes Kapitel aus dem umfangreichen Comic-Oeuvre des schottischen Star-Autors. 2004 startete Millar in Heft 20 der dritten Marvel-Serie um den X-Man Wolverine die Mini-Serie Enemy of the State, die sich über 12 Einzelhefte erstreckte. Als Zeichner fungierte John Romita, Jr. mit dem Millar vier Jahre später seine auch erfolgreich verfilmte Serie Kick-Ass starten sollte.

Mark Millar Collection 2: Wolverine - Staatsfeind

Der Hardcoverband enthält ein Vorwort in dem Garth Ennis (Preacher), der sich normalerweise “eher einen tollwütigen Tintenfisch aufs Gesicht nageln“ lassen würde, als einen Superhelden-Comic zu lesen. Sein Lob zu Enemy of the State ist überschwänglich, begeistert schwärmt er davon, wie Millar “mit einem Samurai-Schwert und einen Mixer durch das Marvel-Universum rennt“. Doch im Gegensatz zum respektlosen Umgang, den Ennis als Autor mit Superhelden, etwa in Punisher kills the Marvel Universe pflegt, ist Mark Millar in Enemy of the State (noch) im Mainstream unterwegs. Dies sollte sich jedoch spätestens 2009 mit Old Man Logan ändern, als er auf seine Weise ebenfalls das Marvel-Universum tötete.

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Enemy of the State ist eine groß angelegte Rache-Geschichte in der Wolverine ohne Rücksicht auf Verluste (und die sind beträchtlich) den Mörder eines kleinen japanischen Jungen jagt, für dessen Tod er sich verantwortlich fühlt. Nahezu das komplette Marvel-Universum mit den Fantastic Four, Elektra, Nick Fury, Spider-Man und diversen X-Men ist in die Geschichte involviert, die John Romita, Jr. eher geschmackvoll als blutig in Szene setzte.

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Als Zugabe gibt es noch das Wolverine-Heft 32, das direkt im Anschluss an Enemy of the State erschien. Mark Millar erzählt hier die von Kaare Andrews gezeichnete, in sich abgeschlossene Geschichte Prisoner Number Zero. Diese spielt 1942 im Konzentrationslager Sobibor und erzählt von einer Konfrontation zwischen dem dortigen Kommandanten und Wolverine.

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Geschichten, in denen Superhelden in finsteren Kapiteln der menschlichen Geschichte auftauchen, können leicht in die Hose gehen. Doch für Prisoner Number Zero holte Millar sich Hilfe bei einem der ganz Großen. Er diskutierte seine Bedenken bezüglich einer im KZ angesiedelten Wolverine-Story mit keinem geringeren als der Comic-Legende Will Eisner (The Spirit, Ein Vertrag mit Gott).

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Eisners im Nachwort dieses Buchs von Millar beschriebener Input ließ Prisoner Number Zero zu einer schaurigen Comic-Short-Story in der Tradition des EC-Horrors à la Tales from the Crypt werden.

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Superman – The Men of Tomorrow

Der Name Romita ist fast schon so etwas wie alter Marvel-Adel. John Romita ist für viele Comicfreunde immer noch der beste Spider-Man-Zeichner, da er tolle Frauen wie Mary Jane Watson in die Serie einführte und die wohl spannendsten Geschichten mit dem Spinnen-Mann souverän in Szene setzte. Der Sohnemann John Romita Jr. setzte die ruhmreiche Arbeit seines Vaters fort und hat wohl so ziemlich jeden Marvel-Superhelden in seinem unvergleichlichen zugleich klaren aber auch detailreichen Stil in Szene gesetzt.

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Einer der ganz großen Comics von John Romita Jr. sind zweifelsohne seine Zusammenarbeiten mit Frank Miller bei „Daredevil: Der Mann ohne Furcht“ und  mit Mark Millar bei der dreiteiligen nicht bei Marvel erschienenen Mini-Serie “Kick-Ass“. Doch ansonsten arbeitete Romita Jr. Für DC hat Romita Jr. bisher nur bei Crossover-Projekten wie “Punisher / Batman“ gearbeitet. Umso größer war die Überraschung als plötzlich verkündet wurde, dass die Marvel-Legende die DC-Traditionsserie zeichnen soll. Nach Texten des gefeierten Autors Geoff Johns, der auch an den TV-Serien “Smallville“, “Arrow“ und “Flash“ beteiligt ist bzw. war, geht es in der neuen Superman-Storyline gleich um zwei “Men of Tomorrow“, so auch der Titel.

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Plötzlich taucht in Metropolis ein zweites Wesen mit Superkräften auf. Ulysses hat eine ähnliche Vorgeschichte wie Superman. Vor 25 Jahren wurde er als kleiner Junge namens Neil Quinn von einem Wissenschaftler-Ehepaar aus einem kurz vor der Zerstörung stehenden Forschungskomplex in die Vierte Dimension geschickt, wo er liebevoll aufgenommen wird. Als er auf die Erde zurückkehrt, freundet sich Ulysses zwar mit Superman an, ist aber mit den auf der Erde herrschenden Zuständen überhaupt nicht zufrieden. Anstatt wie der Stählerne daran zu arbeiten die Verhältnisse zu verbessern, macht er der Erdbevölkerung ein sehr ungewöhnliches Angebot. Er bietet an gemeinsam mit 6 Millionen Menschen in ein “besseres Morgen“ aufzubrechen.

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Superman # 37 – Variantcover

Panini veröffentlicht die Storyline “Men of Tomorrow“ ab # 37 (hierzu gibt es auch ein Variant-Cover) in seiner “Superman“-Heftreihe. Die Zeichnungen von John Romita Jr. wurden von Klaus Janson (“The Dark Knight Returns“) geinkt und sehen wie nicht anders erwartet sehr beeindruckend aus. Geoff Johns‘ Story ist gut erzählt, auch nach vier Heften noch spannend und könnte ein Klassiker werden.

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