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Die Kinder der Résistance

In ihrem Entstehungsland Belgien wird diese bereits auf sechs Bände angewachsene Serie in jedem Schreibwarenladen angeboten. Doch es sollte fünf Jahre dauern, bis der österreichischer Verlag bahoe books endlich eine deutschsprachige Ausgabe von Les Enfants de la Résistance herausgebracht bringt. Da deutsche Geschichte im Zentrum des Comics steht, verwundert die Zurückhaltung hiesiger Verleger. Doch der Grund dafür könnte sein, dass mit der deutschen Besetzung Frankreichs ein sehr unrühmliches Kapitel thematisiert wird.

Die Kinder der Résistance

Die Qualität dieses frankobelgischen Comic-Bestsellers steht jedoch außer Frage. Im Zentrum der Geschichte stehen drei Kinder, die erleben müssen, wie die deutsche Wehrmacht während des Zweiten Weltkriegs das Leben im kleinen französischen Dorf Pontain l’Écluse brachial dominiert. BenoÎt Ers hat François, Eusèbe und Lisa recht niedlich zu Papier gebracht. Doch die farbenfrohe Grafik steht der Ernsthaftigkeit des Themas nicht im Wege.

Die Kinder der Résistance

Nah orientiert an tatsächlichen Ereignissen erzählt Vincent Dugomier davon, wie ein Großteil der Dorfbevölkerung sich mit den für “Recht und Ordnung“ sorgenden Besatzern arrangiert. Etwas arg naiv wird dargestellt, wie die Kinder ihre Mitbürger, durch selbstgebastelte, aus Tapetenresten bestehenden Flugblättern, auf umstürzlerische Gedanken bringen. Doch insgesamt beschäftigt sich der Comic sehr differenziert mit der Besatzungszeit und vermeidet es die deutschen Soldaten zu dämonisieren. Die Kinder der Résistance ist ideal für den Einsatz an Schulen, auch dank eines siebenseitigen Anhangs mit historischen Fakten.

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Stephen King: Das Institut

Wer vor der Lektüre eines Buches den Klappentext liest (ich gehöre nicht zu diesen Menschen) dürfte sich etwas wundern, denn auf den ersten Seiten des neuen Romans von Stephen King geht es nicht um den “paranormal veranlagten“ 11-jährigen Luke Ellis, dessen Eltern ermordet und der in eine seltsame Einrichtung entführt wird.

Stephen King: Das Institut

King erzählt im ersten Kapitel von Das Institut auf 60 Seiten entspannt und mitreißend vom ehemaligen Polizisten Tim Jamieson, der eigentlich von Tampa nach New York fliegen möchte, jedoch die Chance ergreift, als das FBI einen Platz in seiner Maschine beansprucht. Tim erhält dafür, dass er das Flugzeug verlässt 2.000 Dollar und bricht ohne Hast per Anhalter in Richtung New York auf. In der Kleinstadt DuPray bleibt er hängen, denn dort wird ein “Nachtklopfer“ („Night Knocker“) gesucht.

Stephen King: Das Institut

Wer erfahren möchte, was dies ist, sollte das Buch lesen. Doch natürlich sprechen noch weitere Gründe dafür. Dass eine ganze Horde hochbegabter Kinder die Hauptrollen im Buch spielen, mag mit dem Erfolg der Netflix-Serie Stranger Things zusammenhängen. Es könnte aber auch ein Angebot an Steven Spielberg sein, der immer wieder Filme mit Jugendlichen gedreht hat, endlich einmal einen King-Roman zu verfilmen.

Stephen King: Das Institut

Zwar dauert es ganz schön lange, bis im Roman endlich Tim Jamieson und Luke Ellis aufeinandertreffen, doch spannend ist “Das Institut“ auf alle Fälle. 750 Seiten wären für diese Geschichte allerdings nicht zwingend notwendig gewesen, doch ganz sicher schreibt Stephen King in einer Liga, in der ihn kein Lektor mehr bremsen kann und das hat ja nicht nur Nachteile.

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