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Paco Roca: La Casa

Nach dem Tod des Vaters treffen sich drei Geschwister im Ferienhaus der Familie, um den Besitz zu veräußern. Die notwendige Beschäftigung mit dem Haus, spanisch „la casa“, ruft in jedem von ihnen Erinnerungen an die verstorbenen Eltern und ihre gegenseitigen Beziehungen hervor.

Paco Roca: La Casa

Längst vergessene Ereignisse tauchen aus dem Nebel der Zeit auf und wirken noch nach Jahrzehnten nach. In schönen klaren Bildern, und mit dem Mut der Verlangsamung, zeichnet Paco Roca („Der Winter des Zeichners„, „Die Heimatlosen„) eine scheinbar belanglose Erzählung über den gnadenlosen Einfluss der Familie auf die Menschwerdung, deren Unterschiede und was sie letztendlich doch vereint.

Paco Roca: La Casa

Momentan zählt Roca zu den angesehensten Vertretern des zeitgenössischen Comics, sicher aber wird er irgendwann als einer der Großmeister gelten, als ein Angehöriger der seltenen Spezies, deren Genie und Einfluss die Zeiten überdauern. Seine zeichnerischen und erzählerischen Fähigkeiten ergänzen sich zu weit mehr als der Summe aus beiden Teilen und schaffen in der Verbindung eine zauberhafte, seltene Qualität.

Paco Roca: La Casa

Kurioserweise hat ein anderer bedeutender spanischer Zeichner und Autor, Daniel Torres, fast zeitgleich ein fulminantes Magnum Opus vorgelegt, das ebenfalls den Titel „la casa“ trägt. Ein gänzlich unterschiedliches, weit aufwändigeres Werk, das sich der Geschichte und Bedeutung des Hauses an sich widmet. Beiden eigen ist die Auseinandersetzung mit der Zeit, wenn auch in unterschiedlichen Ansätzen. Trotzdem … kurios. Oder ist es etwa doch Koinzidenz?

Rainer Schneider

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