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House of Wax

1933 erzählte der aus Ungarn stammende Regisseur Michael Curtiz (Casablanca, Chicago) in Mystery of the Wax Museum (Das Geheimnis des Wachsfigurenkabinetts) vom begnadeten Bildhauer Ivan Igor (Lionel Atwill), der bei einem Brand seine künstlerischen Fähigkeiten verliert und künftig mit Leichen modelliert.

House of Wax

Der lange verschollene Film war auch bemerkenswert, weil es sich um einen der ersten farbigen Spielfilme handelte. Es kam allerdings nur ein rot-blaues Zwei-Farben-Technicolor-Verfahren zum Einsatz.

House of Wax

Die 20 Jahre später entstandene Neuverfilmung House of Wax (Das Kabinett des Professor Bondi) mit Vincent Price (und Charles Bronson) hatte ebenfalls einen Gimmick zu bieten: Der Film wurde in 3D gedreht. Regie führte der ebenfalls aus Ungarn stammende André De Toth. Dieser ist der denkbar ungünstigste Regisseur für einen 3D-Film, da er nur mit einem Auge (und somit nicht plastisch) sehen konnte.

House of Wax
Mittlerweile liegt House of Wax als 3D-Blu-ray vor und es kann sich davon überzeugt werden, dass De Toth einen guten Job gemacht hat. House of Wax ist gemeinsam mit Jack Arnolds Der Schrecken vom Amazonas und Alfred Hitchcocks Bei Anruf Mord, die beide ebenfalls als 3D-Blu-rays vorliegen, einer der ganz großen Klassiker des frühen plastischen Kinos.

House of Wax

Die dritte Verfilmung des Stoffs entstand 2005 und wurde nicht in 3D gedreht, hat aber als zusätzlichen Anreiz einen Auftritt der Society-Trulla Paris Hilton. Der Slogan “See Paris Die“ wurde erfolgreich auf T-Shirts vermarktet. Fairerweise muss gesagt werden, dass, ganz im Gegensatz zu den sterbenden Gaststars von Wes Cravens Scream-Filmen, Frau Hilton sogar (gar nicht einmal so schlecht) eine tragende Rolle spielt und es eine ganze Weile dauert, bis ihre Sterbeszene dann reichlich genüsslich zelebriert wird.

House of Wax

Doch der Film hat auch ansonsten eine ganze Menge zu bieten, z. B. Elisha Cuthbert aus 24 als zupackende Heldin, eine komplette Stadt mit Wachsbevölkerung sowie ein House of Wax, das seinem Namen alle Ehre macht und tatsächlich komplett aus Wachs gebaut wurde (was sich im Finale recht gut macht). Produziert hat nach den meist etwas plüschigen Horrorshockern The House on Haunted Hill, Thirteen Ghosts, Ghost Ship und Gothica einmal mehr die Firma Dark Castle von Joel Silver und Robert Zemeckis, der erstmals ein wirklich spannender Film gelang.

House of Wax

Die Blu-ray zu “House of Wax“ von 1953 enthält den Film in 2D und 3D, wahlweise mit einem Audiokommentar von David Del Valle und Constantine Nasr, ohne deutsche Untertitel. Hinzu kommt noch ein sehr interessantes Making Of (48:23 min), in dem u. a. Marty Scorsese und Joe Dante zu Wort kommen. Außerdem gibt es neben dem US-Trailer (2:16 min) noch Aufnahmen von einer „Round-the-Clock“-Premiere des Filmes von 1953. zu der “Dracula“ Bela Lugosi mit einem Gorilla kam (2:15 min). Ebenfalls enthalten ist der frühe Technicolor-Film “Mystery of the Wax Museum“ von 1933 in Originalfassung (74 min), wahlweise mit deutschen Untertiteln.

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Captain America – Das Serial

Parallel zum DVD- und Blu-ray-Start des Blockbusters Captain America – The First Avenger wurde auch der erste Kinoauftritt des Marvel-Superhelden veröffentlicht. 1944 entstand ein 15-teiliges Serial, das dem Publikum in den US-Kinos stückchenweise vor dem jeweiligen Hauptfilm gezeigt wurde. Produziert hatten es die Republic Pictures, dort entstand drei Jahre zuvor bereits eine recht werkgetreue Serial-Adaption des Superhelden Captain Marvel.

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© intergroove / Savoy Film

Republics Version von Captain America hat jedoch keinerlei Ähnlichkeit mit dem Superhelden aus den Comics. Obwohl das Serial zu einer Zeit entstand als sich die USA mit voller Kraft am Zweiten Weltkrieg beteiligten, ist der der von Dick Purchell verkörperte Captain hier kein Soldat sondern Zivilist. Er ist Staatsanwalt und heißt Grant Gardener anstatt Steve Rogers wie in den Comics. Auch von dem ihn zum Übermenschen machenden Supersoldatenserum und dem rotweißblauen Schild fehlt – anders als auf dem DVD-Cover zu sehen – jede Spur.

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Fast vier Stunden lang versucht Republics Captain America einen gewissen Scarab dingfest zu machen. Dieser ist im Besitz eines gefährlichen Vibrators, der mit Soundwellen Gebäude zerstören kann. Während ansonsten in Serials die Identität des Superschurken erst in der letzten Episode enthüllt wird, ist hier bereits von Anfang an klar, dass Scarab kein anderer als Dr. Cyrus Maldor ist, der vom Horrorstar Lionel Atwill (Frankensteins Sohn) verkörpert wird.

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Mit einem Gesamtbudget von um die 200.000 Dollar war Captain America angeblich das teuerste Republic-Serial, doch aus heutiger Sicht wirkt es ziemlich trashig. Trotzdem ist es sehr erfreulich, dass diese frühe Superhelden-Verfilmung endlich auch in einer ordentlich synchronisierten deutschen Fassung vorliegt.

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