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Torpedo

Luca Torelli, ein junger italienischer Einwanderer, arbeitet in New York als Schuhputzer. Er ist über einen arroganten und brutalen Polizisten, der sich von ihm täglich bedienen lässt ohne zu bezahlen, so verärgert, dass er diesen schließlich umbringt. Fortan nennt er sich Torpedo und arbeitet als Auftragskiller.

Torpedo

Die Serie Torpedo entstand 1980 für die spanische Ausgabe des Comic-Magazins Creepy. Die ersten beiden Torpedo-Geschichten zeichnete der amerikanische Comicmeister Alex Toth in seinem kargen aber effizienten Schwarzweiß-Stil, der ganz sicher Frank Miller zu Sin City inspirierte. Doch wie in dem in diesem Band enthaltenen Interview mit dem Autor Enrique S. Abuli zu erfahren ist, hatte Toth “moralische Bedenken“ und entschärfte die Texte.

Die Nachfolge von Alex Toth trat Jordi Bernet (Andrax) an, der sehr viel detailreicher arbeitete und der Hauptfigur ihr markantes Aussehen verpasste. Die meisten Geschichten spielen in einem eher fiktiven New York des Jahres 1936 (hier bekommt ein “Pistolero aus New York“ schon einmal den Spitznamen Dumbo, obwohl der Disney-Film erst fünf Jahre später startete) und verwenden allerlei Versatzstücke aus Büchern und Filmen der Schwarzen Serie.

Torpedo

In tadelloser Ausstattung und ergänzt um interessante Hintergrundinfos veröffentlicht Cross Cult sämtliche Torpedo-Storys in einer fünfbändigen Ausgabe.

Torpedo 1972

Bernet lehnte das Angebot von Abuli ab, mit Torpedo 1972 ein Abenteuer mit dem inzwischen deutlich gealterten Killer-Rentner umzusetzen. Mit Eduardo Risso wurde schließlich ein Zeichner gefunden, dessen Reputation sich nicht zu verstecken braucht, und dementsprechend gelungen ist auch die Fortsetzung.

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Torpedo 1972

Luca Torelli ist Torpedo, ein erbarmungsloser und amoralischer Auftragskiller, eine echte Drecksau und die bekannteste Figur des Autors Enrique Sánchez Abulí. Hauptmerkmal dessen Geschichten ist ein trockener, nicht selten zynischer Humor. Fast zwanzig Jahre lang kollaborierte er mit dem begnadeten Zeichner Jordi Bernet an Torpedo 1936, der seine Abenteuer im New York der dreißiger Jahre erlebt und die beiden Spanier weltberühmt machte.

Torpedo 1972

Umso erstaunlicher, dass Bernet das Angebot ablehnte, mit Torpedo 1972 eine Fortsetzung des inzwischen deutlich gealterten Killer-Rentners umzusetzen. Mit Eduardo Risso (100 Bullets, Dark Night – Eine wahre Batman-Geschichte) wurde schließlich ein Zeichner gefunden, dessen Reputation sich nicht zu verstecken braucht, und dementsprechend gelungen ist dieser Abgesang auf die schwarze Serie.

Torpedo 1972

Die Eingangssequenz spielt in einem Kino, während Marlon Brando im damals aktuellen Kassenschlager Der Pate die Leinwand füllt. Anfang der Siebziger lebt der an Parkinson leidende Torpedo, immer noch vereint mit seinem Adlatus Rascal, in einem herunter gekommen Loch. Kein bisschen alterweise, hat sich seine Bösartigkeit noch weiter manifestiert.

Torpedo 1972

Ein Journalist will in einem Artikel einen jahrzehntealten Mord an einem Mafiosi aufwärmen und deswegen Torpedo interviewen. Naiverweise lässt er die Fotos von seiner Freundin machen, die von dem alten Brutalo vergewaltigt wird. Als der Reporter den sehr dummen Fehler macht, Torpedo bloßzustellen, dauert es nicht lange, bis dessen echte und vermeintliche Gegner sowie diverse Unschuldige mausetot sind.

Torpedo 1972

Torpedo ist nicht zurück, da er nie fort war. Knorrig, böse und gemein, weigert er sich zu sterben, weitere Abenteuer sind keineswegs ausgeschlossen. Im Anhang des schönen Hardcovers findet sich neben reichlichen Bleistiftskizzen von Risso eine nicht illustrierte Kurzgeschichte, die das erzählerische Potenzial von Abulí in seiner reinsten Form vermittelt.

Rainer Schneider

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