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Lucky Luke – F. A. Z. – Klassiker der Comic-Literatur 20

Zeitgleich mit dem sechsten Band der Bild-Comic-Bibliothek zu Detektiv Conan startet am 5. September 2005  die Reihe Klassiker der Comic-Literatur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die einzelnen Bände waren für 4,90 Euro erhältlich, etwas kleinformatiger und nicht gebunden, enthielten dafür aber sehr ausführliche Vorworte. Das Lettering wurde dem kleinen Format von 14 x 21 cm angepasst. Die Serie bietet eine wirklich anregende Auseinandersetzung mit dem Medium Comic.

Lucky Luke – F. A. Z. – Klassiker der Comic-Literatur 20

Beim Abschlussband zu Lucky Luke ist beim Vorwort Patrick Bahners am Werkeln. Wie gewohnt droht es noch einmal mehr als schlimm zu werden. Wir erfahren, dass der Comic “die Hörwerkzeuge schont“, weil “die Tonspur mitten im Bild verläuft“. Außerdem verkörpert Lucky Luke laut Bahners einen “archimedischen Optimismus“ und überhaupt macht “die Spezzatura den Virtuosen“. Nach einigen Seiten fängt sich Bahners etwas und geht doch noch auf einige Comics von Morris und René Goscinny ein, auch wenn diese meist gar nicht im FAZ-Band enthalten sind.

Lucky Luke – F. A. Z. – Klassiker der Comic-Literatur 20

Doch ansonsten ist Band 20 ein durchaus krönender Abschluss und enthält neben drei Lucky Luke-Alben (Die Erbschaft von Rantanplan, Der weiße Kavalier und Der Apachen-Canyon) noch zahlreiche Kurzgeschichten und Frühwerke rund um den Cowboy der schneller als sein Schatten zieht.

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F. A. Z. – Klassiker der Comic-Literatur

Zeitgleich mit dem sechsten Band der Bild-Comic-Bibliothek zu Detektiv Conan startet am 5. September 2005 die Reihe Klassiker der Comic-Literatur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die einzelnen Bände waren für 4,90 Euro erhältlich, etwas kleinformatiger und nicht gebunden, enthielten dafür aber sehr ausführliche Vorworte. Das Lettering wurde dem kleinen Format von 14 x 21 cm angepasst. Die Serie bietet eine wirklich anregende Auseinandersetzung mit dem Medium Comic.

F.A.Z.-Comic Bibliothek

Den Auftakt bildete ein Band über Superman. Andreas Platthaus meint in seiner sehr interessanten achtseitigen Einführung hierzu, dass eine Comic-Klassiker-Reihe gut daran tut “ihr erstes Heft jener Figur zu widmen, die überhaupt erst Hefte populär gemacht hat. Zuvor waren Comics in Amerika weitestgehend auf die Zeitungen und deren Fortsetzungsserien beschränkt.“ Auch Superman wurde in seinen ersten Comicheften anfangs noch in das starre Streifenlayout der Zeitungsstrips gezwängt, denn ursprünglich planten seine Schöpfer Jerry Siegel und Joe Shuster die Figur auch für dieses Format.

SUPERMAN Was wurde aus dem Mann von Morgen

Obwohl das FAZ-Buch Geschichten von zahlreichen Textern und Zeichnern enthält sind auf dem Cover nur Siegel und Shuster als Autoren genannt. Dies darf auch als Ausgleich dafür verstanden werden, dass den beiden Erfindern von Superman 1938 die Rechte an der Figur für 130 Dollar abgekauft wurden und erst seit Ende der Siebziger Jahre in den Credits der Comics zu lesen ist, dass die Figur von Siegel und Shuster geschaffen wurde. Der FAZ-Band enthält insgesamt neun Geschichten die zwischen 1938 und 2001 entstanden. Neben zwei Stories von Siegel und Shuster (mit den ersten Auftritten von Superman und Lex Luthor) sind vier von Curt Swan gezeichnete und zwei von Alan Moore (Watchmen) getextete Comics enthalten, darunter Was wurde aus dem Mann von Morgen? Insgesamt bietet der Band einen spannenden Exkurs durch die wechselhafte Geschichte der Figur.

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Im Vergleich zum Superman-Buch ist Band 2 über die Peanuts von Charles M. Schulz eine kleine Enttäuschung. Die Einleitung von Patrick Bahners geht diesmal sogar über zehn Seiten, ist jedoch recht chaotisch aufgebaut.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-LiteraturBahners hat die Fakten über Schöpfer und Figuren gut versteckt zwischen Sätzen wie “Die Formelhaftigkeit der wiederkehrenden Figuren wird nicht langweilig, da sie von vornherein am Tag liegt“ oder “Der Gott der Philosophen ist Individuum in dem Sinne, wie auch das Schicksal unteilbar ist, der Regen, der auf Gerechte und Ungerechte niedergeht.“

Peanuts – F. A. Z. – Klassiker der Comic-Literatur 2

Auch die Auswahl der Geschichten kann nicht voll überzeugen und nimmt keine Rücksicht auf die langsame Veränderung der Serie während ihrer knapp 50-jährigen Laufzeit. Enthalten sind ausschließlich farbige in sich abgeschlossene Sonntagsseiten, die aus den Jahren 1970 bis 1974 und 1997 bis 1999 stammen. Doch die Tagesstrips von Schultz wären sehr viel spannender gewesen, denn sie bieten nicht nur Gags sondern sind zugleich auch kleine Miniatur-Epen. Doch andererseits haben alle Geschichten von Charles M. Schulz ein derart hohes Niveau, dass keine Peanuts-Zusammenstellung wirklich enttäuschen kann.

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Der dritte Band der Reihe zu Prinz Eisenherz leidet nicht unerheblich unter dem kleinen Format. Hal Fosters sorgfältig gestalten Serie entfalten ihre volle Pracht erst wenn sie jeweils eine ganze Zeitungsseite einnehmen. Die FAZ hat in ihrer Samstagsausgabe vier (!) “Eisenherz“-Seiten auf einer Zeitungsseite veröffentlicht und sogar dort kamen die Zeichnungen noch größer zum Abdruck als dann im Buch (!!).

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Doch ansonsten gibt es wirklich nichts zu meckern. Die Kolorierung wurde von der Carlsen-Ausgabe übernommen, die Auswahl ist optimal und enthält die ersten Abenteuer von Eisenherz aus den Jahren 1937 bis 1939 sowie die wohl besten Seiten die zwischen 1944 und 1946 entstanden sind und erzählen wie der junge Prinz seine geliebte Aleta erobert.

Prinz Eisenherz - F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur 3

Dadurch sind ebenfalls noch die kompletten Abenteuer zweier Ritterknaben enthalten, die Foster während des Krieges als seitenfüllende Zweitserie gestaltete, da Prinz Eisenherz aus Gründen der Papierrationierung keine volle Seite zugestanden wurde. Das Vorwort von Andreas Platthaus ist wieder höchst interessant und verweist auf Besonderheiten, die dann auf den zugehörigen Comicseiten sofort nachgeschlagen werden können.

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Die vierte Band der Reihe gehört dann nicht ganz unpassend den Fantastischen Vier, was sicher auch im Hinblick auf die damals gerade gestartete Verfilmung geschah. Enthalten ist zur Hälfte klassisches Material aus der Zeichenfeder des legendären Jack Kirby, das auch im kleinen Format noch gut wirkt. Begonnen wird mit der Origin der Fantastic Four von 1961, die schildert wie Reed Richards, Ben Grimm, Susan Storm und ihr Bruder Johnny nach einer missglückten Raummission zu Superhelden wurden.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Wie groß der tatsächliche Beitrag der Marvel-Legende Stan Lee zu dieser Geschichte und den ebenfalls enthaltenden Stories um Galactus und den Silver Surver ist, wird sich wohl nicht mehr klären lassen. Das Vorwort von Patrick Bahners bietet hierzu und überhaupt wenig Erhellendes und ist mehr an wohlformulierten Sätzen als an der Vermittlung von Fakten interessiert.

Fantastic Four 1

Die zweite Hälfte des Buches enthält drei Geschichten von John Byrne aus den 80er-Jahren und zwei Storys von 2002, denen das kleine Format nicht besonders bekommt. Insgesamt ist der Band somit eine recht lebendige und abwechslungsreiche Auseinandersetzung mit Marvels wohl populärsten Superhelden-Team.

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Genau wie bei der Bild-Comic-Bibliothek gibt es auch in der FAZ-Reihe einen Band zu Donald Duck. Das verwundert nicht weiter, denn in der Redaktion gibt es einige Donaldisten, die sich einen Sport daraus machten möglichst viele Carl-Barks- bzw. Erika-Fuchs-Zitate in die Zeitung zu schmuggeln.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Im Vorwort geht es daher auch ganz schön ans Eingemachte und sehr ausgiebig wird die Geschichte Donald und der Goldene Helm gelobt. Patrick Bahners einführende Worte wuchern mal wieder etwas wild, doch er outet sich immerhin als toleranter Donaldist und gesteht ein, dass die ebenfalls im Band enthaltene Geschichte vom Italiener Romano Scarpa um den “Fliegenden Schotten“ deutlich lebendiger ist als eine ähnliche Story vom allmächtigen Carl Barks.

Romano Scarpa - Disneys Hall of Fame # 3

Ansonsten bietet das Buch zweidrittel allerbestes Barks-Material mit 10-Seitern, Onepagern und viereckigen Eiern. Zum Abschluss gibt es neben Scarpa noch etwas Don Rosa und bei dieser wohlfeilen Mischung kann der FAZ-Band trotz des kleineren Formates dann doch noch etwas stärker überzeugen als das gar nicht so schlechte Donald-Duck-Buch der Bild-Comic-Bibliothek.

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Zwar ist Volker Reiches Strizz (noch) nicht wirklich ein Klassiker der Comic-Literatur, doch wenn sich die FAZ als weltweit einzige Zeitung exklusiv einen tagesaktuellen Comicstrip leistet, ist es verständlich und laut Andreas Platthaus “nur bedingt Eigenlob“ wenn dies auch mit einem Sonderband gefeiert wird, denn „Wer diese Folgen einmal liest, kann an ihrer Meisterschaft keinen Zweifel hegen.“

F. A. Z. - Klassiker der Comic-LiteraturAuch für die Strizz-Kundigen und die Besitzer der Sammelbände hat dieses Büchlein einiges zu bieten. So hat Volker Reiche zu den thematisch gegliederten Kapiteln („Strizz und sein Chef“, „Strizz und seine Feldsteine“, „Strizz und Irmi“, „Rafael und seine Philosophen“) neue farbige Einführungsbilder gezeichnet. Außerdem hat er über 70 Seiten extra für den Sammelband erstmals koloriert.

Volker Reiche: Strizz

Das Buch bietet somit einen guten Einstieg in das Strizz-Universum, kann aber die ganz spezielle Faszination an der sich behutsam am Rande des Tagesgeschehens vorwärts entwickelnden Serie nur bedingt nachvollziehbar machen.

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Zu Band 7 über Batman hat Norbert Elbers für die Highlightzone eine ausführliche Besprechung geschrieben, die hier zu finden ist.

Batman- F. A. Z. Klassiker der Comic-Literatur # 7

Hier ein Auszug: “Anders als bei der Reihe von BILD/Weltbild kommen bei der Zusammenarbeit von FAZ und Panini Geschichten zum Abdruck, die wichtig waren für den jeweiligen Charakter, und nicht nur Seiten, die man lizenzrechtlich kostengünstig reproduzieren kann. Hier müssen extra Druckvorlagen besorgt werden und das US-Original übersetzt werden.

Batman- F. A. Z. Klassiker der Comic-Literatur # 7

Ein weiterer großer Unterschied ist die sehr viel aufwendigere redaktionelle Betreuung der Serie. Das überaus lesenswerte Vorwort von Dietmar Dath – ebenso sein Beitrag im Feuilleton der FAZ vom 15. Oktober – runden die Präsentation dieses Charakters wohltuend ab. Klar wird herausgestellt, dass die Figur des Batman ein milliardenschweres Kulturgut ist, über den wachsame Augen von Editoren schauen und immer den Batman den Lesern präsentieren, der sich am besten vermarkten und verkaufen lässt. Hier gelingt Dath eine kritische Metasicht.“

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Der 8. Band ist schließlich Tarzan gewidmet. Die Zusammenstellung der Comics ist hier zwar interessant, aber nicht optimal. Ohne die   von Burne Hogarth meisterlich zu Papier gebrachten Sonntagsseiten aus den 40er-Jahren hätte Edgar Rice Burroughs Dschungelheld sicher keine Aufnahme in diese Reihe gefunden.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Doch leider ist nichts aus dieser Phase zu finden, sondern stattdessen die sehr späte ausführliche und textlastige Nacherzählung von Tarzans Jugend, die Hogarth im Jahre 1972 noch einmal nachschob. Auch dies ist erstklassiges Material, doch die überladene und detailfreudige Grafik hat nicht mehr die Dynamik von Hogarths besten Arbeiten.

Tarzan – F. A. Z. – Klassiker der Comic-Literatur 8

Recht interessant ist allerdings Joe Kuberts deutlich schlichtere aber mindestens genauso gut funktionierende Version der selben Ursprungsgeschichte, die ebenfalls zum Abdruck kommt.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Was dann noch die seltsame 22-seitige Geschichte Das Land der Riesen ohne Zusammenhang am Ende des Buches soll, die teilweise aus schlecht kopierten Hogarth-Zeichnungen besteht, wissen die FAZ-Götter. Da hätte sehr viel besser noch Hal Fosters Comic mit Tarzans Origin in den Band gepasst.

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Beim neunten Band zum Westernklassiker Blueberry hatten die Herausgeber bezüglich der Auswahl eine sehr glückliche Hand. In seinem lesenswerten (aber mal wieder sehr willkürlich bebilderten) Vorwort zeigt Andreas Platthaus auf, wie sich Jean Giraud alias Moebius während seiner Arbeit an der Serie vom austauschbaren Jijé-Klon zum genialen Zeichner entwickelte und auch zunehmend eigene Idee in die zuvor von Jean-Michel Charlier im Alleingang geschriebene Geschichten einbrachte.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Mit den aus den fünf Bänden bestehenden Südstaatenschatz-Zyklus (Chihuahua Pearl, Der Mann, der 500.000 Dollar wert war, Ballade für einen Sarg, Vogelfrei und Angel Face) aus den frühen Siebziger Jahren enthält das Buch die wohl besten Blueberry-Geschichten überhaupt.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Doch der wahrhaft günstige Preis (nur ein Bruchteil dessen was für die Comicalben fällig wäre) hat seinen Preis. Die nicht einmal halb so groß reproduzierten und etwas steril neu geletterten Seiten sind nicht sehr lesefreundlich und die ganz besondere Faszination der Serie kann sich nur bedingt entfalten.

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Der 10. Band zum gar nicht so schrecklichen Wikinger Hägar hat die selben Schwächen wie die FAZ-Zusammenstellung zu den Peanuts: Eine schwafelige Einleitung von Patrick Bahners und dann auch noch ausschließlich Sonntagsseiten. Im Vorwort drohen die spärlich verteilten Fakten zur Serie im allgemeinen Wortmüll zu ertrinken, während die Sonntagsseiten zwar den Vorteil der Farbigkeit haben, dafür im Gegensatz zu den kurzen Strips oft etwas schwerfälligere Pointen bieten.

FAZ-Klassiker der Comic-LiteraturErschwerend kommt diesmal jedoch noch hinzu, dass im Buch kein einziger Comic vom Hägar-Schöpfer Dik Browne enthalten ist. Dieser zeichnete die Serie seit 1973 und als er 1989 starb, übernahm sein Sohn Chris. Dies führte nicht zu einem messbaren Qualitätsabfall, da zuvor bereits die gesamte Familie Browne an der Gag-Produktion mitwirkte.

FAZ-Klassiker der Comic-Literatur

Das Buch enthält ausschließlich Material aus den Jahren 2002 und 2003, das zwar recht amüsant ist, aber ganz sicher nicht die optimale Auswahl darstellt.

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Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs entstand eine ganz eigenständige italienische Comic-Kultur, die zunächst allerdings noch etwas auf den Spuren der US-Zeitungscomics wandelte. Im Magazin Asso di Picce schuf Hugo Pratt von 1945 – 48 die titelgebende Serie um einen maskierten Helden. Nach der Einstellung des Magazins ging Pratt nach Argentinien und arbeitete dort an weiteren Comicserien. Nachdem er in London noch einige Kriegscomics gezeichnet hatte, kehrte Pratt schließlich ins geliebte Venedig zurück. Dort setzte er zunächst bekannte Romane wie Die Schatzinsel in Comicform um, bevor er in dem Magazin Sgt. Kirk ein optimales Forum gefunden hatte.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Der Immobilienspekulant und Comicfan Florenzo Ivaldi finanzierte aus privaten Mitteln eine Publikation, die ausschließlich Arbeiten seines Lieblingszeichners Hugo Pratt enthalten sollte. Neben älterem Material präsentierte Pratt 1967 gleich in der ersten Ausgabe von Sgt. Kirk seine neue Hauptfigur Corto Maltese. Die Südseeballade, das erste Abenteuer des Seemannes, sollte auch durch den Umfang von 165 Seiten Comicgeschichte schreiben.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Der 11. SZ-Band enthält die komplette Südseeballade neu koloriert und ummontiert in für die Größe des Buches sehr lesefreundliches Format. Ergänzt kommen noch ein höchst informatives Vorwort von Andreas Platthaus und einige Aquarelle von Hugo Pratt hinzu, die diesen Band zum Schmuckstück der Reihe machen.

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“Immer dann, wenn stumpfe Lebenswirklichkeit und verfeinerte Popkultur einander glückhaft, stimmig und mit erfreulichen Folgen begegnen, feiern zwei Sorten von Dingen miteinander Hochzeit: Allgemeingültiges und Superbesonderes – einerseits also …“

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Viel schwafeliger kann ein Artikel zu Matt Groenings Simpsons nicht eingeleitet werden und Dietmar Dath schreibt auf 10 vollen Seiten so bandwurmsatzartig am Thema vorbei, dass sich die Frage aufdrängt, ob die ahnungslosen (aber immerhin sehr kurzen!) Vorworte der Bild-Comic-Bibliothek vielleicht doch gar nicht so schlecht waren.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Dath erklärt nicht, was die bestenfalls recht bemühten und einigermaßen werkgetreuen Comics zur Simpsons-Trickfilmserie in einer Comic-Klassiker-Reihe zu suchen haben. Er schreibt nichts über die Tatsache, dass sich die Hefte bei uns deutlich besser (und häufiger!) als in den USA verkauften (und ohne die deutschen Verkaufszahlen vielleicht schon früher eingestellt worden wäre). Auch auf die im Band enthaltenen Comics, die teilweise recht amüsant Superhelden verulken, wird erst recht mit keinem Wort eingegangen.

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Der 13. Band ist als einziger Beitrag der Reihe nicht einer Comicfigur, sondern einem Comickünstler und zwar Will Eisner gewidmet. Dies ist sinnvoll, denn eine Sammlung mit den besten Geschichten über The Spirit wäre zwar auch ein einziges Vergnügen, würde aber Eisner nur bedingt gerecht werden.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Nachdem dieser sich in den 50er-Jahren aus der Comicszene verabschiedet hatte und Instruktionshefte für die Army zeichnete, feierte er in den Siebziger Jahren ein glanzvolles Comeback mit so genannten Graphic Novels wie Ein Vertrag mit Gott oder Das Komplott.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Von diesen oft autobiografischen Geschichten ist die im Band enthaltene 200-seitige Geschichte Zum Herzen des Sturms, die sich vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs mit dem Antisemitismus auseinandersetzt, sicher eine der besten Arbeiten Eisners.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Zusätzlich gibt es noch vier gut ausgewählte Spirit-Geschichten (Die Geburt des Spirit von 1966, Die letzte Straßenbahn von 1946, Lorelei Rox von 1948 und Eisners letzte Spirit-Geschichte, die zusammen mit Michael Chabon (Die unglaublichen Abenteuer von Kavalier & Clay) entstand, sowie eine sehr lesenswerte Einführung in Eisners Lebenswerk von Andreas Platthaus.

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Wer von einem Band über Die Schlümpfe ebenfalls einige Informationen über deren Schöpfer Peyo alias Pierre Culliford erwartet, wird erwartungsgemäß enttäuscht, da sich Dietmar Dath an diesem Thema versucht.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-LiteraturDarth reitet ausgiebig darauf herum, dass die Smurfs (wie die Schlümpfe) in den USA heißen und in der “letzten reichlich apokalyptischen Staffel“ (in Wirklichkeit ist es die vorletzte) der TV-Serie Angel Erwähnung fanden. Darth schafft es auch ansonsten 10 Seiten vollmundig am Thema vorbei zu schreiben.

Die Schlümpfe – F. A. Z. – Klassiker der Comic-Literatur 14

Dafür aber stimmt die Zusammenstellung des Bandes. Angefangen mit dem ersten Auftritt der blauen Wichte in Die Schlümpfe und die Zauberflöte (1958) über die möglicherweise beste Geschichte Der Schwarzschlumpf, die dank fünf Panelreihen pro Seite in diesem Kleinformat schon fast zur Lupe greifen lässt, bis hin zum Auftritt von Schlumpfine und zum Comeback Der Finanzschlumpf von 1992, sind zahlreiche Highlights der Serie enthalten. Wer wirklich etwas über die Schlümpfe erfahren möchte, sollte sich das Vorwort schenken und ganz einfach die Comics lesen!

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Band 15 zu Spider-Man“ kann voll überzeugen. Das Vorwort von Claudius Seidl ist ein interessanter Exkurs durch die Welt des Netzschwingers und das enthaltene Comic-Material könnte kaum besser ausgewählt sein.

Spider-Man – F. A. Z. – Klassiker der Comic-Literatur 15

Nach der Origin und zwei weiteren von Steve Ditko gezeichneten Stories folgen sieben von John Romita Sr. gestaltete Hefte, die zwischen 1966 und 1973 entstanden. Dieses Material enthält auch die Geschichte über den Tod von Gwen Stacy und zählt zweifelsohne zu den besten jemals produzierten Superhelden-Comics.

Comics zum 11. September

Doch in letzter Zeit punktete Spider-Man nicht nur im Kino. Babylon 5-Schöpfer J. Michael Straczynski konnte der Serie als Autor, unterstützt vom Zeichner John Romita Jr., einige interessante neue Aspekte hinzufügen. Seine ebenfalls in diesem Buch enthaltene Geschichte, welche die Ereignisse um den 11. September reflektiert und den Superschurken Dr. Doom ein paar Tränen hinter seiner eisernen Maske vergießen lässt, ist bestenfalls Geschmackssache.

Das lange Gespräch

Straczynskis ebenfalls enthaltene Geschichte Das lange Gespräch hingegen zeigt, dass Spider-Man nicht nur durch Kostüm und Kräfte so interessant ist, sondern auch weil er immer wieder die Emotionen der Leser erreicht.

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Für Walt Disney waren Comics zwar immer nur Nebensache, doch an seiner Micky Maus haben sich zahlreiche gute Zeichner und Autoren versucht und die im Kino zunehmend langweiliger werdende Figur zielstrebig weiterentwickelt.

Micky Maus – F. A. Z. – Klassiker der Comic-Literatur 16

Dies dokumentiert Andreas Platthaus fundiert und ausführlich im Vorwort des 16. Comic-Klassiker-Bands. Den Auftakt bildet danach (und das wäre kaum anders denkbar) eine Abenteuergeschichte (Das Gespensterhaus) von Al Taliaferro, der von 1930 bis 1975 zahllose Geschichten mit der Maus zeichnete.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Die drei restlichen Stories des Buches hingegen stammen aus der italienischen Comicproduktion und sind zweifelsohne allerbestes Comicmaterial von Zeichnern wie Romano Scarpa oder G. B. Carpi,  dessen geniale Geschichte um Die Rebellion der Schatten leider nur in ziemlich mäßiger Druckqualität präsentiert wird.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Doch so lobenswert es auch ist, die von Comic-Puristen immer noch gerne geschmähten Italiener zu würdigen, sinnvoller wäre es gewesen mindestens eine Geschichte von Paul Murry auszuwählen, denn dessen Micky-Maus-Storys bieten zeitlos spannende Abenteuer, die sich auch vor den Enten-Geschichten von Carl Barks nicht verstecken müssen.

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Die Frage warum eine Figur wie Dilbert in eine Reihe namens Klassiker der Comic-Literatur gehört, beantwortet das Vorwort zu Band 17 natürlich nicht, denn schließlich stammt es von Patrick Bahners. Dieser hat anscheinend reichlich Schwierigkeiten zehn Seiten über den von Scott Adams sehr schlicht gezeichneten Büroalltagshelden zu füllen.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Bahners überstrapaziert einen eigentlich nicht wirklich einleuchtenden Vergleich mit den Peanuts. Dass Scott Adams immer wieder tatsächliche Fälle von Bürowahnsinn per Email geschildert wurden und er diese in auch seine Comics einbaute und dass Dilbert der erste Zeitungsstrip war, der auch online erschien, verschweigt der Autor.

F. A. Z. - Klassiker der Comic-Literatur

Die Comic-Auswahl des Bands geht in Ordnung und besteht zur Hälfte aus farbigen Sonntagsseiten (8 Bilder) und zur Hälfte aus schwarzweißen Strips (3 Bilder), die oft als Fortsetzung längere Geschichten erzählen. Der schlichte Zeichenstil von Adams funktioniert auch im kleinen Format ohne Abstriche und somit kann dieser Band (abgesehen vom Vorwort) als gelungen angesehen werden.

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Den 18. Band zu Gaston leitet zum Glück wieder Andreas Platthaus ein. Dieser schildert ebenso kompakt wie umfassend die Entwicklung von André Franquins Chaoten.

Gaston – F. A. Z. – Klassiker der Comic-Literatur 18

Dieser war zunächst nur als namenslose Figur auf Illustrationen im Magazin Spirou zu sehen und wechselte schließlich als Bürobote in die Redaktion des Blattes. Gastons zahlreiche Versuche die Arbeit zu erleichtern oder zu vermeiden erzählte Franquin in über 900 Comics, die zunächst jeweils eine halbe Seite und später eine ganze Seite in Spirou füllten.

Gaston – F. A. Z. – Klassiker der Comic-Literatur 18

Der FAZ-Band enthält nahezu ausschließlich die frühen Gaston-Comics. Franquins detailverliebter Zeichenstil wäre deutlich besser zur Geltung gekommen, wenn die Seiten größer und im Querformat erschienen wäre. Doch ansonsten bietet das Buch eine gute Übersicht über die Entwicklung der Figur und enthält als Zugabe auch noch Cartoons und Werbe-Comics mit Gaston.

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Der Fritz the Cat gewidmete 19. Band hätte (genau wie zuvor schon Band 13 zu Will Eisner) durchaus auch den Namen des Zeichners Robert Crumb tragen können, denn das Comic-Material zum stets notgeilen Kater füllt nicht einmal die Hälfte des Buchs.

Fritz the Cat – F. A. Z. – Klassiker der Comic-Literatur 19

Nach dem recht erfolgreichen Zeichentrickfilm von Ralph Bakshi (Der Herr der Ringe) konnte sich Crumb mit seiner wohl bekanntesten Figur überhaupt nicht mehr identifizieren und ließ die Katze einfach von einer enttäuschten Freundin ermorden um sich anderen Comic-Aufgaben zu widmen.

Robert Crumb: Fritz the Cat

Andreas Platthaus erzählt in seinem sehr lesenswerten Vorwort vom Werdegang des Zeichners, den er inhaltlich als progressiv aber zeichentechnisch als durchaus (und im besten Sinne) konservativ einordnet. Dies belegen dann auch die höchst abwechslungsreichen im Buch veröffentlichten Geschichten, in denen Figuren wie Mr. Natural oder Crumb himself die Hauptrolle spielen und die neugierig auf weitere Werke des mittlerweile in Frankreich ansässigen Comickünstlers machen.

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Beim Abschlussband zu Lucky Luke ist dann wieder Patrick Bahners am Werkeln und es droht noch einmal mehr als schlimm zu werden.

Lucky Luke – F. A. Z. – Klassiker der Comic-Literatur 20

Wir erfahren, dass der Comic “die Hörwerkzeuge schont“, weil “die Tonspur mitten im Bild verläuft“. Außerdem verkörpert Lucky Luke laut Bahners einen “archimedischen Optimismus“ und überhaupt macht “die Spezzatura den Virtuosen“. Nach einigen Seiten fängt sich Bahners etwas und geht doch noch auf einige Comics von Morris und René Goscinny ein, auch wenn diese meist gar nicht im FAZ-Band enthalten sind.

Lucky Luke – F. A. Z. – Klassiker der Comic-Literatur 20

Doch ansonsten ist Band 20 ein durchaus krönender Abschluss und enthält neben drei Lucky Luke-Alben (Die Erbschaft von Rantanplan, Der weiße Kavalier und Der Apachen-Canyon) noch zahlreiche Kurzgeschichten und Frühwerke rund um den Cowboy der schneller als sein Schatten zieht.

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Alles in allem präsentiert die Reihe eine interessante Auswahl an bedeutenden Comic-Klassikern. Nicht wirklich nötig wäre der Band über die Simpsons gewesen, doch ganz hervorragend sind die Zusammenstellungen mit Comics von Will Eisner und Robert Crumb, sowie die Kollektionen zu Donald Duck, Batman , Corto Maltese und Lucky Luke.

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Blutch: Der kleine Christian

Der kleine Christian lebt im Elsass in der Nähe von Straßburg. Er hat gehört, dass auf der anderen Seite des Rheins ein seltsames Volk lebt. “Ihr Stammesleben war bestimmt von einem äußerst strengen Ehrenkodex. Sie waren berüchtigt für ihre barbarischen Bräuche. Ihre Umgangsformen verstörten die misstrauischen Franzosen.“ Doch der kleine Christian, der sich gelegentlich für den Cowboy “Lacki Luk“ hält, achtete die Deutschen so “wie man große Krieger achtet: aus der Ferne.“

Blutch: Der kleine Christian

Blutch (Blotch – der König von Paris) der eigentlich auch Christian (Hincker) heißt und 2009 auf dem Comicfestival in Angoulême den Grand Prix gewann, betrachtet als Der kleine Christian in ebenso sensiblen wie komischen Comickurzgeschichten die Welt aus der Sicht eines Fünftklässlers.

Christian (Hincker

Dieser holt sich in seinen Phantasien schon einmal Rat bei John Wayne oder Marlon Brando ein, findet Mädchen doof aber interessiert sich trotzdem sehr stark für Frauen wie Farrah Fawcett, ist jedoch ganz enttäuscht als er erfährt, dass diese den Sechs Millionen Dollar Man Lee Majors geheiratet hat.

Christian (Hincker

Reprodukt veröffentlicht gebündelt die ersten beiden Alben mit dem kleinen Christian, wobei der zweite Band sich nicht nur durch den Einsatz der Schmuckfarbe rot vom ersten unterscheidet, sondern hier hat sich die Figur des kleinen Christians tatsächlich weiterentwickelt und kommt in die sechste Klasse. Der kleine Christian verliert etwas das Interesse an Lacki Luk und Playmobil, denn er hat sich in die schöne Catie (“Sie ist ein Kunstwerk!“) verliebt. Doch schon Woody Allen sagte: “Das Herz ist ein sehr beweglicher Muskel.“ Daher entliebt sich Christian auch wieder und die etwas in Vergessenheit geratenen Comicfiguren warten schon auf ihn.

Wo ist Kiki?

Nach einem Szenario seines Bruders Robber schuf Blutch mittlerweile mit Wo ist Kiki? auch ein neues Abenteuer des klassischen Detektiv-Duos Harry und Platte.

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Goscinny & Tabary: Valentin

1962 schrieb René Goscinny neben dem zweiten Asterix-Album Die goldene Sichel auch noch vier Geschichten mit Lucky Luke für Morris sowie für Sempé Der kleine Nick und die Ferien. Doch damit nicht genug, im selben Jahr dachte er sich den Großwesir Isnogud aus, dem kein Trick zu schmutzig war, um “Kalif anstelle des Kalifen“ zu werden.

Goscinny & Tabary: Valentin

Die Serie zeichnete dann Jean Tabary, der mit Goscinny befreundet und davon überzeugt war, dass alle, die in der Comic-Branche tätig waren, dem meisterlichen Texter “nicht viel schulden, sondern alles!“ Möglicherweise als Gegenpol zum machthungrigen, boshaften Großwesir schuf Goscinny – ebenfalls 1962! – noch einen weiteren neuen Charakter, der zwar volljährig aber trotzdem voll kindlicher Unschuld war.

Goscinny & Tabary: Valentin

Genau wie Charlie Chaplin in seiner Paraderolle als Tramp trägt der Vagabund Valentin seine eher schäbige Kleidung mit großer Eleganz. Er ist nicht arbeitsscheu, entscheidet aber gerne selbst, wann er fleißig sein möchte. Gleich in seinem ersten Comic-Auftritt findet Valentin so viel Gefallen am Holzhacken, dass er mit der Axt gleich den zugehörigen Lagerschuppen zerlegt. In Goscinny Szenarios um gedankenlose Snobs oder Schlossbesitzer, vertauschte Zirkus-Löwen oder missglückte Ski-Kurse wimmelt es nur so vor verrückten Ideen, die den originellen Geschichten aber nie im Wege stehen.

Goscinny & Tabary: Valentin

Der vielbeschäftigte Goscinny, der 1963 auch noch Chefredakteur des von ihm mitgegründeten Comic-Magazin Pilote wurde, schrieb leider nur die vier ersten kurzen Valentin-Episoden. Danach stieg Tabary auch als Autor ein und lieferte Geschichten in Album-Länge. In zwei Bänden präsentiert der All Verlag als deutsche Erstveröffentlichung nicht nur alle Comics mit Valentin, sondern auch sehr interessantes Sekundär-Material. Der ohnehin schon in allen Farben funkelnde Stern von Goscinny strahlt dank dieser Veröffentlichung noch heller!

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Lucky Luke # 98: Volle Fahrt voraus

Der 98. Band der Traditions-Serie Lucky Luke erzählt wieder kein durchgehendes Abenteuer, sondern kurze Geschichten aus der Jugendzeit des einsamen Cowboys, der schneller als sein Schatten zieht. Das ist sehr schade, denn gerade in den letzten beiden Alben Das gelobte Land und Ein Cowboy in Paris vom Team Achdé und Jul zeigte sich die Serie wieder in alter Größe.

Lucky Luke # 98: Volle Fahrt voraus

Doch nun also bereits der siebte Sammelband mit Geschichten von Lucky Kid (oder Kid Lucky, wie er im Original heißt). Zur Eröffnung gibt es auch diesmal eine etwas längere sechsseitige Geschichte, der es recht gut gelingt eine Verbindung zwischen Lucky Luke, wie wir ihn kennen, und seiner kleinwüchsigen Jugend-Version herzustellen. Dabei geht es um Pferdediebe, denen der Galgen droht…

Lucky Luke # 98: Volle Fahrt voraus

Das restliche Album ist mit Onepagern von Achdé gefüllt, bei denen manchmal der Schlussgag bereits im ersten Panel zu erraten ist. Doch es gibt auch pfiffigere Short Storys, die in Aussicht stellen, dass Lucky Luke auch Totengräber oder ein Superheld wie Captain America hätte werden können. Naja, zur Verkürzung der Wartezeit auf das nächste längere Abenteuer des Westernhelden taugt dieser Comic durchaus.

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Bild-Comic-Bibliothek 3: Lucky Luke

Das Massenblatt Bild machtein seinen Ausgaben mit Otto Waalkes und täglichen Comics mächtig Werbung für seine 12-bändige Comic-Bibliothek, die am 1. August 2018 gestartet wurde und im Wochentakt erschienen. Eigentlich sind diese gebundenen Bände, die für nur 5 Euro 160 farbige Seiten von ausgewählten Comicklassikern präsentieren, eine prima Idee. Doch leider waren die Bücher meist nicht dort erhältlich, wo die Bild-Zeitung verkauft wurde.

Bild-Comic-Bibliothek

Im Zentrum des dritten Band steht Lucky Luke. Mit dem Abdruck der kompletten Alben Goldrausch! (1965), Ma Dalton (1971), Die Daltons und der Psycho-Doc (1975) und Der Kaiser von Amerika (1976), die alle von Goscinny getextet wurden, präsentiert der Band einen sehr guten Querschnitt durch die Serie.

Bild-Comic-Bibliothek

Die Zeichnungen von Morris leiden sehr viel weniger als die Arbeiten von Uderzo im ersten Band zu Asterix unter dem kleineren Format und dem etwas matten Druck. Insgesamt kann durchaus gesagt werden, dass (abgesehen vom etwas mauen Vorwort) Lucky Luke kaum besser präsentiert werden kann.

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Bild-Comic-Bibliothek

Das Massenblatt Bild machte 2005 in seinen Ausgaben mit Otto Waalkes und täglichen Comics mächtig Werbung für seine 12-bändige Comic-Bibliothek, die am 1. August gestartet wurde und im Wochentakt erschienen, kurz darauf folgte die Reihe Klassiker der Comic-Literatur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Eigentlich waren die gebundenen Bände von Bild, die für nur 5 Euro 160 farbige Seiten von ausgewählten Comicklassikern präsentieren, eine prima Idee. Doch leider dort , wo die Bild-Zeitung verkauft wurde, waren die Bücher meist nicht erhältlich.

Bild-Comic-Bibliothek

So gab es keine Möglichkeit den Startband mit Asterix-Geschichten im Bereich des Münchner Hauptbahnhof zu erwerben. Weder in den Buchhandlungen noch an den Kiosken (die etliche Ausgaben der DVD-Edition der Süddeutschen Zeitung vorrätig hatten) und schon gar nicht im Comic-Shop. Es war zu erfahren, dass die angebotenen Konditionen zu ungünstig seien. Doch immerhin hatte der große Buchladen Hugendubel am Stachus einen ganzen Stoß roter Asterix-Bände prominent im Eingangsbereich präsentiert und äußerlich war das Buch wirklich ansprechend aufgemacht.

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Der Inhalt war jedoch etwas enttäuschend. Klar, das erste Album Asterix der Gallier gehört unbedingt in so einen Sammelband. Doch danach folgt dann leider keine weitere der meisterlichen Geschichten von René Goscinny sondern Uderzos eher schwaches Soloalbum Der große Graben als “Parodie auf die Mauer, die Deutschland trennte“. Nun ja und den Abschluss bilden dann die von Uderzo kommentierten Short Stories aus Asterix plaudert aus der Schule, die erst knapp zwei Jahre zuvor bei Ehapa erschienen sind.

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Insgesamt ist die Zusammenstellung zwar nicht optimal und eine redaktionelle Betreuung so gut wie nicht vorhanden (nicht einmal die Übersetzter werden genannt). Doch zum Glück ist es sehr schwierig bei einem Asterix-Sampler so richtig daneben zu greifen.

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Es war auch nicht ganz leicht an den zweiten Band der Reihe zu gelangen. In der nicht gerade kleinen Hugendubel-Filiale in München-Pasing kannte man zwar die Bild-Comic-Bibliothek, doch der erste Band war nicht mehr und der Zweite noch nicht vorrätig. Also mal wieder ab zum Stachus, wo Donald Duck, diesmal allerdings in deutlich kleineren Mengen, im Eingangsbereich auslag.

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Der zweite Band enthält eine überdurchschnittlich gelungene Zusammenstellung von 14 Donald-Stories die meist der Ehapa-Reihe “Hall of Fame“ entnommen wurden. Die jeweils zuständigen Künstler, darunter Volker Reiche, Jan Gulbransson, Romano Scarpa, Don Rosa und natürlich Carl Barks, werden jedoch lediglich bei den Geschichten in der zweiten Hälfte des Buches genannt.

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Das Vorwort ist mal wieder etwas ärgerlich, denn schlichte Gemüter könnten glauben, dass das “Comic-Genie“ Walt Disney (“ein Pedant, ein Lebemann, ein Trinker“) alles im Alleingang gezeichnet hat. In diesen Fall wissen Bild-Leser tatsächlich mehr, denn in der Zeitung wird neben Walt Disney auch gleichberechtigt Carl Barks vorgestellt. Verschwiegen wird jedoch, dass die in der Bild-Zeitung (und der Comic-Bibliothek) veröffentlichte Story Sicherheit für Entenhausen von Vicar stammt.

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Beim dritten Band gab es im Süden feiertagsbedingt einige Verzögerungen. Während die Bild-Zeitung seltsamerweise auch am Mariä-Himmelfahrts-Montag in München völlig unbeachtet erschienen ist und den großen Artikel zu Lucky Luke und zur Comic-Bibliothek enthielt, war das zugehörige Buch erst am Dienstag in einigen größeren Buchhandlungen zu erhalten.

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Bei Hugendubel am Stachus war dann noch etwas Asterix, kein Donald Duck und reichlich Lucky Luke vorrätig. Aus Hamburg wurde gemeldet, dass dort die kleinen Kiosken gar nicht mehr mit der Bild-Comic-Bibliothek beliefert wurden, da plötzlich die großen Buchhandlungen nach der unerwartet starken Nachfrage mehr Exemplare haben wollen und wegen geringer Anzahl an Vorbestellungen zu wenig gedruckt wurde.

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Doch nun zum Inhalt: Mit dem Abdruck der kompletten Alben Goldrausch! (1965), Ma Dalton (1971), Die Daltons und der Psycho-Doc (1975) und Der Kaiser von Amerika (1976), die alle von Goscinny getextet wurden, präsentiert der Band einen sehr guten Querschnitt durch die Serie. Die Zeichnungen von Morris leiden sehr viel weniger als die Arbeiten von Uderzo unter dem kleineren Format und dem etwas matten Druck. Insgesamt kann durchaus gesagt werden, dass (abgesehen vom etwas mauen Vorwort) Lucky Luke kaum besser präsentiert werden kann.

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Diesmal war es nicht möglich den vierten Band am Erscheinungstag in Aachen oder Köln zu erwerben. Gut sortierte Kioske verwiesen auf die Buchhandlungen und dort sollte Micky Maus dann erst am nächsten Tag geliefert werden. Bei Hugendubel in München gab es das Buch am Dienstag problemlos zu kaufen, doch von den restlichen Bänden der Comic-Bibliothek fehlte jede Spur.

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Inhaltlich werden über 30 Micky-Maus-Geschichten geboten, wobei sowohl Einseiter als auch Fortsetzungsgeschichten enthalten sind. Die Namen der Zeichner werden nicht genannt, obwohl dies ansonsten selbst bei Disney mittlerweile üblich ist. Das Vorwort und der zugehörige Bild-Zeitungsartikel widmen sich, wie schon bei dem Donald Duck – Band, fast ausschließlich dem “schweren Trinker, Playboy und FBI-Spitzel“ Walt Disney. Auch die Präsentation der Geschichten ist nicht optimal.

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Als Druckvorlagen dienten Micky Maus-Hefte aus den 50er- und 60er-Jahren, was nicht ohne nostalgischen Charme ist. Doch deutlich besser gelettertes und koloriertes Material wäre problemlos aufzutreiben gewesen. So wurde z. B. die im Buch enthaltene Geschichte Die verschwundene Eisenbahn im kurz zuvor erschienen Hall of Fame-Band zu Paul Murry unvergleichbar besser präsentiert. Der Micky-Maus-Band ist durch sein wahllos zusammengewürfeltes Material, die nicht mehr zeitgemäße Bearbeitung der Comics und die oft unnötig schlechte Druckqualität der bisher schwächste Band der Reihe.

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Auf geht´s in die fünfte Runde. Mittlerweile war in der neusten Ausgabe von ZACK schon so einiges über die weiteren Inhalte der Comic-Bibliothek zu erfahren, wie z. B. dass der Spirou & Fantasio-Band ausschließlich Material von André Franquin enthalten solle, was ja so schlimm nicht ist. Hugendubel am Stachus hielt auch gleich einen ganzen Stoß der neuen Ausgabe bereit. Auch Donald Duck und Micky Maus waren noch vorhanden, während Asterix und Lucky Luke vergriffen waren. 1:0 für Francobelgien!

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Etwas störend ist, dass der eher geringfügig an den Comics beteiligte Autor Greg auf dem Cover gleichberechtigt neben Franquin steht. Beim Vorwort und dem zugehörigen Artikel in der Bild-Zeitung entsteht wieder das Gefühl, dass es den Autoren nur um Haaresbreite gelingt ihre Unkenntnis zu verbergen und sie auch noch falsch voneinander abschreiben.

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Im Vorwort des Buches steht etwas vom “schüchternen, später depressiven“ Franquin. Der Autor Blieswood macht in der Bild-Zeitung daraus einen “schüchternen (später aggressiven)“ Franquin. Doch zum Glück sind im Buch auch noch Volker Hamanns fundierte redaktionelle Seiten enthalten, die schon die Spirou-Neuausgabe von Carlsen zierten. Geboten wird mit Das Nest im Urwald, Der Plan des Zyklotrop und QRN ruft Bretzelburg durchweg gutes Comicmaterial an dem es nun wirklich nichts zu meckern gibt.

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Zeitgleich mit dem sechsten Band der Bild-Comic-Bibliothek startete auch die Reihe Klassiker der Comic-Literatur der FAZ. Auch hier war es nicht ganz leicht ein Exemplar zu bekommen. Dies klappte in München weder bei Hugendubel (dort waren mittlerweile alle Ausgaben der Bild-Comic-Bibliothek vorrätig) noch in den Bahnhofsbuchhandlungen, doch im Comic-Shop war der erste FAZ-Band zu Superman schließlich erhältlich. Diese Reihe ist zwar kleinformatiger und nicht gebunden, enthält dafür aber ausführliche Vorworte.

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Als Band 6 der Bild-Comic-Bibliothek war Conan angekündigt. Wer sich Abenteuer mit muskulösen Barbaren erhoffte, war sicherlich etwas enttäuscht, als er einen kleinen Jungen mit Sherlock-Holmes-Mütze auf der Rückseite des Buches abgebildet sah. Geboten wird der Manga Detektiv Conan, der stilecht von hinten nach vorne zu lesen ist. Hier geht es um den 16-jährigen Meisterdetektiv Shinichi Kudo, der durch ein seltsames Gift in einen sechsjährigen Jungen verwandelt wird. Er nennt sich nun Conan (nach seinem Lieblingsautor Sir Arthur Conan Doyle) und lebt fortan unerkannt im Hause seiner Freundin, deren Vater praktischerweise auch noch ein erfolgloser Privatdetektiv ist.

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Geboten werden die ersten 18 Fälle der Serie. Gosho Aoyamas schwarzweiße Grafik kommt im größeren Format besser zur Geltung als in den Taschenbüchern. Detektiv Conan ist keine schlechte Serie, doch als einzige Manga-Serie innerhalb der Bild-Comic-Bibliothek (die FAZ-Reihe verzichtet ganz auf Mangas) wäre vielleicht die ebenfalls bei Egmont-Ehapa erschienene und deutlich originellere Serie Ranma ½ die bessere Wahl gewesen.

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“Knatterton war die deutsche Antwort auf James Bond“ ist in der Bild-Zeitung vom 12.9.2005 zu lesen und auf dem Buchrücken des siebten Bandes ist es noch etwas peinlicher formuliert: “Manfred Schmidt erfand Nick Knatterton 1950 als James-Bond-Parodie“. James Bond hat seinen ersten Auftritt erst 1953 im Roman Casino Royale und der erste Kinofilm Dr. No kam 1962 in die Kinos.

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Kombiniere, da hat jemand mal wieder keine Ahnung und verschenkt auch die schönste Legende um Nick Knatterton: Mit der Figur des superschlauen Super-Detektives wollte sich Manfred Schmidt eigentlich lustig machen über die amerikanischen Comic-Superhelden. Doch seine ab 1950 in der Illustrierten Quick veröffentlichten Bildgeschichten wurden so erfolgreich, dass sich Manfred Schmidt immer neue Großtaten für Knatterton ausdenken musste und Sklave seiner eigenen Erfindung wurde.

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Ansonsten ist der Band für Knatterton-Novizen durchaus brauchbar. Enthalten sind auf 190 schwarzweißen Seiten im Querformat und in der für die Buchausgaben überarbeiteten Form die ersten sieben Abenteuer von Der Schuss in den künstlichen Hinterkopf bis Das Geheimnis der Superbiene.

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Vom achten Band zu Tim und Struppi war am Erscheinungstag gerade noch ein nicht mehr eingeschweißtes Exemplar zu ergattern. Die Bild-Zeitung hat aufgrund der Wahlberichterstattung erstmals nicht auf der Titelseite auf den Begleitartikel zur Comic-Bibliothek hingewiesen.

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Im Innenteil der Zeitung befindet sich dann jedoch ein Artikel über den “berühmtesten Reporter der Welt“. Ebenfalls zum Abdruck gekommen sind drei verkleinerte Seiten (im selben Format wie in der Comic-Bibliothek) aus Tim und der Sonnentempel, in den nächsten Tagen wurde das Finale des Zweiteilers als Fortsetzung abgedruckt.

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Band 8 enthält mit Die sieben Kristallkugeln, Tim und der Sonnentempel und Der Fall Bienlein einen guten Querschnitt durch die Serie, aber leider auch wieder ein Vorwort. Norbert Körzdörfer schreibt von den “Zwillingsdetektiven Schulze und Schultze mit Melone, Regenschirm und Fliege“. Ein Blick in eins von Hergés Comicalben macht sofort klar, dass das Duo Krawatten trägt. Warum schreibt hier nicht jemand, wie z. B. bei der FAZ-Reihe Klassiker der Comic-Literatur,  der wirklich etwas von der Materie versteht.

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Während im Band 2 der Comic-Bibliothek kein Wort über Carl Barks verloren wird, ist er jetzt plötzlich der Erfinder von Phantomias. Dies ist natürlich Quatsch, denn Barks hat zwar der Ente 1949 in der Geschichte Der Supermensch (Super Snooper) tatsächlich gewaltige Kräfte (aber kein Kostüm) verliehen und dabei gleichzeitig kräftig über Superhelden abgelästert.

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Doch die 10-seitige Story blieb ohne Folgen und erst 1969 erfanden in Italien der Zeichner Giovan Battista Carpi und der Autor Guido Martina die Superheldenfigur Paperinik, indem sie Donald (der in Italien Paperino heißt) die Spezialausrüstung des Gentleman-Verbrechers Phantomias vorfinden ließen.

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Ihren ersten Auftritt in Deutschland hatte die Figur in Walt Disneys Lustigem Taschenbuch Nr. 41 („Donald mal ganz anders“). Der Comic-Bibliothek-Band enthält jetzt leider ausschließlich neueres Material, das ab 1996 bei Ehapa erschien. Die mit Manga-Elementen versetzten Zeichnungen sind grafisch durchaus hochwertig ist, die Inhalte können jedoch kaum fesseln (oder gar amüsieren). Diese Version von Phantomias hat sich nicht dauerhaft behauptet und ist ganz gewiss kein Comic-Highlight.

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Beim 10. Band der Bibliothek zu Brösels Werner gibt es dann erstmals wirklich gar nichts zu meckern. Ich ergatterte mein Buch noch vor dem eigentlichen Verkaufstag und seltsamerweise trug es die Inschrift „zweite Auflage“. Im Vorwort sind keine Fehler auszumachen und die Auswahl der enthaltenen Comicbeiträge deckt erstmals wirklich die volle Bandbreite der “behandelten“ Figur ab.

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Es sind sowohl die grafisch sehr schlichten aber dabei auch unglaublich komischen Frühwerke wie z. B. die Klassiker Bescheid oder Werner im Krankenhaus in der rohen schwarzweißen Urversion enthalten als auch ausgefeiltere Spätwerke wie Würfelkönig oder das 50-seitige Epos Wer bremst hat Angst!, die im Team realisiert wurden und leider meist weniger spaßig als bunt sind.

Highlights sind jene zwei Kapitel aus der Reihe Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Hier agiert Werner als Lehrling zusammen mit Meister Röhrich („Sanitäre Anlagen, Heizungsbau, Klima- und Schwimmbadtechnik“) und Lehrling Eckat, Brösels wohl schönsten Figuren. Die Mischung aus pointierter Alltagsbeobachtung und völlig abgedrehten Slapstick-Humor erwecken schon jetzt den Eindruck einen unverwüstlichen Comicklassiker zu lesen.

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Der elfte Band ist Rolf Kaukas Fix & Foxi gewidmet und war bereits sehr zeitig erhältlich. Geboten werden chronologisch geordnet Geschichten aus den Jahren 1963 bis 1991 (wobei leider die Frühphase fehlt).

Bild-Comic-Bibliothek

Ein Impressum benennt dankenswerterweise, die jeweiligen Fix & Foxi-Hefte aus denen die Stories stammen. Auch befinden sich umfassende Copyrightvermerke zu jeder Geschichte im Buch, doch für die Namen der Autoren und Zeichner (vertreten sind u. a. Florian Julino und Branco Karabajic) blieb dann leider mal wieder kein Platz mehr.

Bild-Comic-Bibliothek

Der Hauptklopper im Vorwort ist diesmal die „Information“, dass das erste Fix & Foxi-Heft von 1953 „heute circa 125.000 Euro wert“ ist. Der aktuelle Comicpreiskatalog listet hingegen maximal 1.500 Euro! In einem Nachwort weist Alexandra Kauka noch ganz besonders auf die erste Geschichte hin. Ein Name für die Wissenuni erlebt in diesem Buch seine Premiere und stammt vom neuen Fix & Foxi-Zeichnerteam um Lutz Mathesdorf.

Bild-Comic-Bibliothek 11: Fix & Foxi

Nahezu zeitgleich mit dem Bild Comic Bibliothek Band erlebte auch die Heftserie einen kurzen Relaunch. Die neuen Zeichner hatten die Nebenfiguren (darunter Karikaturen von TV-Promis namens Gunter Bauch, Jürgen Viellaber, Tom Teufelernst und Stefano Kräh) deutlich besser im Griff als die etwas unsicher modernisierten Hauptfiguren. Doch insgesamt macht die Geschichte, die auch noch eine Harry Potter-Parodie enthält, durchaus Spaß.

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Bezüglich des Abschlussbandes über Popeye herrschte ganz besondere Spannung. Dieser Spinatmatrose war in Elzie Crisler Segars Comicserie Thimble Theater von der Nebenfigur zur Hauptattraktion aufgestiegen. Eine ähnliche Karriere machte er auch im Zeichentrickfilm. 1933 trat er in einem Cartoon mit Betty Boop auf, schlug voll ein und bekam gleich seine eigene Serie.

Bild-Comic-Bibliothek

Doch der Comic-Bibliothek-Band enthält keinerlei Comics von Segar, sondern “153 Geschichten“ (bzw. Sonntagsseiten), die ausschließlich aus der Feder von Hy Eisman stammen. Eisman, der sich zuvor auch schon am Comicklassiker The Katzenjammer Kids versucht hat, kann bezüglich Zeichnungen und Gags bei Popeye durchaus punkten.

Bild-Comic-Bibliothek

Doch es mutete etwas sinnlos an in einen Comic-Bibliothek-Band zu Popeye ausschließlich Material aus den späten 90er Jahren zu veröffentlichen. Das Vorwort hingegen geht überhaupt nicht auf Eisman ein und enthält wieder Unfug wie “In Popeye steckt die Abenteuerlust von Donald Duck, die Frechheit von Asterix und die Kraft von Superman – und im Mund die Pfeife von Nick Knatterton.“ Ganz klar, Popeye wurde maßgeblich beeinflusst von all diesen sehr viel später entstandenen Figuren.

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Abschließend ist bezüglich der Bild-Comic-Bibliothek festzustellen, dass Format, buchbinderische Aufmachung und Drucktechnik deutlich besser gelungen sind als bei der FAZ-Reihe Klassiker der Comic-Literatur.

Bild Comic-Bibliothek

Doch die Auswahl des Materials kann nur selten überzeugen (Ausnahmen sind die Bände zu Lucky Luke und Spirou) und die einleitenden Worte zeigen, dass hier nicht mit Sachverstand vorgegangen wurde.

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Mawil: Lucky Luke sattelt um

Wie in seinem großartigen Comic Kinderland zu erfahren war, wuchs Mawil in der DDR auf. Trotzdem kam er schon recht früh mit Lucky Luke in Kontakt und zeichnete den Cowboy, der schneller als sein Schatten zieht, aus einem Heft ab, das die Oma eines Freundes im doppelten Boden eines Westpakets nach Ostdeutschland schmuggelte.

Mawil: Lucky Luke sattelt um

Knapp ein Jahr nachdem Flix Spirou nach Ost-Berlin reisen ließ, erscheint Mawil sehr eigenwillige Version von Lucky Luke. Er trennt den Cowboy von seinem Gaul Jolly Jumper und lässt ihn den Wilden Westen zur Abwechslung einmal per Drahtesel erkunden. Genau wie einst beim großen Lucky-Luke-Autor René Goscinny basiert auch hier die spaßige Geschichte auf Tatsachen, denn bereits zu Ende des vorletzten Jahrhunderts kamen auch in den USA Fahrräder in den Handel.

Mawil: Lucky Luke sattelt um
© Lucky Comics, 2019. All Rights Reserved – by Mawil

Lucky Luke sattelt um erzählt davon, wie der Unternehmer Albert H. Overman – als Konkurrenz zu den bereits etablierten Hochrädern – versucht Fahrräder in der heute üblichen Bauart auf den Markt zu bringen. Im Comic gipfelt das in einer abenteuerlichen Fahrradtour quer durch die USA und schließlich in ein turbulent inszeniertes Wettrennen.

Mawil: Lucky Luke sattelt um
© Lucky Comics, 2019. All Rights Reserved – by Mawil

Genau wie Matthieu Bonhomme und Guillaume Bouzard bei den beiden zuvor entstandenen Hommage Bänden Der Mann, der Lucky Luke erschoss und Jolly Jumper antwortet nicht, wurde auch Mawil die Möglichkeit gegeben, seine ganz eigene Version von Lucky Luke zu zeichnen. Davon macht er auch ausgiebig Gebrauch. Mawils sehr individuelles Figurendesign und seine plastisch-bunten Farben passen gut zu einer Geschichte, die statt auf Dialogwitz auf rasante Inszenierung setzt.

Mawil: Lucky Luke sattelt um
Es erscheint auch eine Vorzugsausgabe

Wer erlebt hat, wie visuell aufregend er in Kinderland ein Tischtennis-Match umsetzte, hat schon eine schwache Vorstellung davon, wie Mawil es krachen lässt, wenn ihm der komplette Wilde Westen als Spielwiese zur Verfügung steht!

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Bilder vom Comic Café vom 18.11.2018

Hier einige Impressionen von meinem Comic Café, das am Sonntag den 18. November 2018 im Münchner Werkstattkino stattfand.

Bilder vom Comic Café vom 18.11.2018

Salón Internacional del Cómic de Barcelona

COMIC CAFÉ

Die Veranstaltung in der katalonischen Metropole ist eins der größten jährlichen Comic-Events Europas und das größte spanische Comic-Festival.

COMIC CAFÉ

Rainer Schneider hat Impressionen zum diesjährigen  Festival gezeigt.

Liebe & Tod

Zwischen 2010 und 2017 entstand eines dieser typischen Sketchbücher, die sich Comic-Aficionados von ihren bevorzugten ZeichnerInnen in Form einzelner Sketches anfertigen lassen – peu à peu über die Jahre hinweg.

Comic Café
Miguelanxo Prado

Zusätzlich interessant wird eine derartige Sammlung, wenn sie sich einem Thema widmet. So geschehen bei einem Sketchbuch, das sich für „Liebe & Tod“ interessiert.

Bilder vom Comic Café vom 18.11.2018
Isabel Kreitz

Die gelungene Mischung aus ernsten, satirischen und burlesken Ideen, dargeboten von heimischen und internationalen Künstlern, wurde präsentiert von Rainer Schneider.

Rainer Schneider

COMICS LESEN!

Fester Bestandteil des Programms ist die Expertenrunde “Comics lesen!“ die sich als Prüfstand für Neuerscheinungen versteht.

Bilder vom Comic Café vom 18.11.2018

Regelmäßig und kontrovers diskutiere ich in lockerer Runde über aktuelle Comics. Diesmal waren Rainer Schneider (Comicaze), Michael Khambekar und Igor Barkan (Zombiac) zu Gast.

Diese Comics standen zur Debatte:

Mit EIN COWBOY IN PARIS (Egmont Publishing) gelang Achdé and Jul das bisher beste LUCKY-LUKE-Album der nach dem Tode von Goscinny begonnenen Ära.

COMIC CAFÉ

Hier die Wertung:

Bilder vom Comic Café vom 18.11.2018

In MÄDCHENWORLD (Reprodukt) erzählt Fil (Didi & Stulle) eine verquere Ponyhof-Seifenoper, in der Teenager-Girls, schwule Elektropunks und drachenbändigende Schönlinge zu einem frivolen Kammerspiel laden.

COMIC CAFÉ

Hier die Wertung:

Bilder vom Comic Café vom 18.11.2018

Trickfilmklassiker – ROAD RUNNER!

Bilder vom Comic Café vom 18.11.2018

Matthias Schäfer hat diesmal ausgewählte und besonders lustige Trickfilm-Klassiker mit dem ROAD RUNNER vorgestellt und die Geschichte hinter Wile E. Coyote, der den Geococcyx californianus beständig erfolglos jagt, erzählt.

COMIC CAFÉ
COPYRIGHT: Warner Bros

Danach fand wie immer ein gemütliches Beisammensein im Fraunhofer statt.

Bilder vom Comic Café vom 18.11.2018

Bilder vom Comic Café vom 18.11.2018

Die nächste Termine ist der 13. Januar 2019

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Lucky Luke # 97: Ein Cowboy in Paris

Bereits zuvor in seinem siebten Lucky-Luke-Album Das gelobte Land (bei uns als Band 95 erschienen) arbeitete der Zeichner Achdé sehr erfolgreich mit dem Szenaristen Julien Berjeaut alias Jul zusammen. Nachdem zuvor die Autoren ständig wechselten, wurden in der  empfehlenswerten aktuellen Arte-Dokumentation Lucky Luke – Unser liebster einsamer Cowboy Jul und Achdé als neues Zeichner- und Texter-Team in der Nachfolge von Morris und Goscinny vorgestellt.

Lucky Luke # 97: Ein Cowboy in Paris

Jul ist auch als Zeichner tätig und wurde für sein bei uns nicht erschienenes Album Le Guide du moutard: Pour survivre à 9 mois de grossesse (“Das Gören-Buch: So überlebe ich 9 Monate Schwangerschaft“) 2007 auf dem Festival in Angouléme mit dem Prix René Goscinny ausgezeichnet. Nachdem Jol und Achdé in Das gelobte Land den einsamen Cowboy eine jüdische Großfamilie bei einer Reise von St. Louis nach Montana eskortierten ließen, bringt er diesmal eine einzelne Dame von Paris nach New York. Die Lady ist allerdings auch nicht ohne und 93 Meter groß!

Lucky Luke # 97: Ein Cowboy in Paris
© Lucky Comics 2018 by Achdé and Jul

Bereits das Titelbild von Ein Cowboy in New York verrät, dass diesmal die Freiheitsstatue im Zentrum des Geschehens steht. Nicht allzu weit von tatsächlichen Ereignissen entfernt, erzählt Jul davon, wie der Franzose Auguste Bartholdi mit einer übergroßen Hand, die eine Fackel hoch hält, quer durch die USA auf Promotiontour geht, um Geld zu sammeln für den Sockel jener riesigen Statue, die die Freiheit verkörpert und – spendiert vom französischen Volke – auf einer Insel vor New York aufgestellt werden soll.

Lucky Luke # 97: Ein Cowboy in Paris
© Lucky Comics 2018 by Achdé and Jul

Als Gegenspieler fungiert der fanatische Gefängnisdirektor Abraham Locker (sogar sein Kanarienvogel ist an eine kleine Kugel gekettet), der auf derselben Insel einen Hochsicherheitsknast errichten möchte. Mit fiesen Tricks versucht Locker daher zu verhindern, dass die Freiheitsstatue gebaut wird. Doch er hat seine Rechnung ohne Lucky Luke gemacht…

Lucky Luke # 97: Ein Cowboy in Paris
© Lucky Comics 2018 by Achdé and Jul

Dank der ungewöhnlichen Thematik, einer sehr spannenden Geschichte, sowie vielen wirklich zündenden Gags gelang Jol und Achdé das bisher beste Album der nach dem Tode von Goscinny begonnenen Ära des Comic-Klassikers. Selbst darüber, dass Lucky Luke nicht mehr raucht, wird gescherzt („Ihr Passfoto ist nicht aktuell, sie haben eine Zigarette im Mund!“) und auch die Farben seiner Klamotten, die den Cowboy als Begier ausweisen, spielen eine Rolle in der witzigen Geschichte. Lieber Achdé, verschwende bitte in Zukunft keine Zeit für weitere Onepager mit Lucky Kid, sondern erfreue uns stattdessen recht bald mit einem weiteren von Jul geschriebenen Abenteuer!

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