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Guillaume Bouzard: Lucky Luke – Jolly Jumper antwortet nicht

Nach dem von Matthieu Bonhomme in einem realistischen Stil in Szene gesetzten Comic Der Mann, der Lucky Luke erschoss, folgt eine weitere Hommage auf den “Mann, der auf die Idee kam, seinen Schatten zu erschießen“ (seltsam, aber so steht es auf dem Backcover geschrieben).

Guillaume Bouzard: Lucky Luke - Jolly Jumper antwortet nicht

Jolly Jumper antwortet nicht ist der erste in Deutschland veröffentlichte Comic vom 1968 in Paris geborenen Guillaume Bouzard. Der viel beschäftigte Autor und Zeichner hat seine Hommage an Lucky Luke, die streng genommen eine Parodie ist, in einem sehr lässigen und rotzigen Stil in Szene gesetzt. Besonders auffällig an seiner Interpretation des “Lonesome Cowboys“ ist dessen unter dem weißen Hut herausragende Strähne, die bei Bouzard wie ein aus Lucky Lukes Stirn wachsendes Horn wirkt.

Guillaume Bouzard: Lucky Luke - Jolly Jumper antwortet nicht

Aufhänger der Geschichte ist, dass Lucky Luke glaubt nicht mehr zu seinem treuen Pferd Jolly Jumper durchzudringen und auch ansonsten von allerlei Selbstzweifel geplagt wird. Auf seinem Selbstfindungstrip wird der Cowboy mit den Daltons und Phil Steel konfrontiert. Das Resultat ist schräg und ungewöhnlich, dabei aber nicht wirklich durchgehend komisch. Dennoch ist es eine gute Idee Lucky Luke von verschiedenen Comic-Künstlern neu interpretieren zu lassen.

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Bilder vom Comic Café vom 19.03.2017

Hier einige Impressionen von meinem Comic Café, das am Sonntag den 19. März 2017 im Münchner Werkstattkino stattfand.

Bilder vom Comic Café vom 19.03.2017

Okin Cznupolowsky eröffnete die Veranstaltung wieder mit der Erkennungsmelodie vom Comic Café.

Zu Gast war Sabrina Schmatz!

Die in München geboren und aufgewachsen Zeichnerin ist fest in der Comic-Szene verankert.

Bilder vom Comic Café vom 19.03.2017

Ihre ersten gedruckten Erfolge erzielte sie in Form von Kurzgeschichten  beim Fireangels Verlag erzielt. Es folgten weitere Illustrations- und Comic-Aufträge, u. a. für das Magazin Widescreen sowie für Comic-Anthologien.

COMIC CAFÉ

Mit München 1945 startete Sabrina ihr erstes großes Comicprojekt unter der Obhut des Schwarzen Turm Verlags. Band 1 Die Befreier wurde bereits für diverse Preise nominiert. Das positive Feedback helfen ihr, die Geschichte weiter auszubauen.

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Band 3 von München 1945 wird zum Comicfestival München erscheinen.

Comicfestival München 2017

Wir haben einen Ausblick geboten auf das, was in diesem Jahr auf dem Comicfestival München zu erwarten ist.

Bilder vom Comic Café vom 19.03.2017

Zu Gast sind in diesem Jahr vom 25. bis 28. Mai wieder prominente Zeichner wie Terry Moore (Strangers in Paradise, Rachel Rising), Olivier Schwartz (Spirou, Inspektor Bavard), Nicolas Tabary (Isnogud), Hermann (Comanche, Jeremiah), Rubén Pellejero (Corto Maltese, Dieter Lumpen), Peter Kuper (Spion & Spion, Kafka-Adaptionen), Ralf König (Der bewegte Mann, Pornstory), Klaus Voormann (Cover zum Beatles-Album Revolver), Tom Bunk (MAD, Dose Comics), Isabel Kreitz (Haarmann, Rohrkrepierer), Uli Oesterle (Hector Umbra, Kopfsachen), Underground-Legende Denis Kitchen, Peter Snejbjerg (Ork-Saga, Hellblazer), Nicolas Keramidas (Disney: Mickey´s Craziest Adventures, Donjon Monster),  Ben Stenbeck (Hellboy, Frankenstein Underground), Alexandre Clérisse (Ein diabolischer Sommer), Oliver Gerke (YPS), Hervé Tanquerelle (Professor Bell), I. Astalos (MAD), Tom Tirabosco (Wunderland), Javier de Isusi (Ich habe Wale gesehen), Zerocalcare (Cobane Calling) und viele weitere Künstler.

Trickfilme!

Bilder vom Comic Café vom 19.03.2017

Matthias Schäfer hat wieder ausgewählte und besonders lustige Trickfilm-Klassiker vorstellen und sachkundig kommentiert.

Bilder vom Comic Café vom 19.03.2017

Außerdem zeigte er seine neuste Eigenproduktion!

Comics lesen!

Fester Bestandteil des Programms ist die Expertenrunde “Comics lesen!“ die sich als Prüfstand für Neuerscheinungen versteht. Regelmäßig und kontrovers diskutiert Gastgeber Heiner Lünstedt in lockerer Runde über aktuelle Comics. Diesmal waren der Comiczeichner Rolf Boyke (alias boy), Rainer Schneider (Comicaze) und Igor Barkan (Zombiac) zu Gast.

Bilder vom Comic Café vom 19.03.2017

Diese Comics standen zur Debatte:

LUCKY LUKE begleitet eine jüdische Familie quer durch den Wilden Westen in DAS GELOBTE LAND (erscheinen bei Egmont).

Lucky Luke # 95: Das gelobte Land

Hier die Wertung:

Bilder vom Comic Café vom 19.03.2017

Alexandre Clérisse und Thierry Smolderen gelang mit EIN DIABOLISCHER SOMMER (erschienen bei Carlsen) ein stylischer Thriller.

Ein diabolischer SommerHier die Wertung:

Bilder vom Comic Café vom 19.03.2017

Erkennen Sie die MELODIE!?

Zusammen mit Okin Cznupolowsky an der Trompete präsentieren wir wieder unser beliebtes Musik-Quiz ERKENNEN SIE DIE MELODIE.

Bilder vom Comic Café vom 19.03.2017

Danach fand wie immer ein gemütliches Beisammensein im Fraunhofer statt.

Bilder vom Comic Café vom 19.03.2017

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Hier noch einige Skizzen, die Rolf Boyke während der Veranstaltung gemacht hat:

Bilder vom Comic Café vom 19.03.2017

Das nächste Comic Café ist am Sonntag den 01. Juli 2017 um 18 Uhr.

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Lucky Luke # 95: Das gelobte Land

In der 117. Geschichte mit Lucky Luke nimmt sich dieser einer ziemlich eigenwilligen aus Osteuropa in die USA kommenden jüdischen Familie an. Um einem Freund einen Gefallen zu erweisen, eskortiert Lucky Luke  diese von St. Louis nach Montana. Dabei muss er sich nicht nur mit Banditen und Indianern auseinandersetzten, sondern auch mit den Marotten der Mischpoche seine Kumpels Jack Loser alias Jakob Stern.

Lucky Luke # 95: Das gelobte Land

In seinem siebten Lucky-Luke-Album (nicht mitgerechnet sind seine drei Sammelbände mit den Geschichten von Lucky Kid) hat der Zeichner Achdé diesmal mit dem Szenaristen Julien Berjeaut alias Jul zusammengearbeitet. Dieser ist auch als Zeichner tätig und hat für sein bei uns noch nicht erschienenes Album “Le Guide du moutard : Pour survivre à 9 mois de grossesse“ (“Das Gören-Buch: So überlebe ich 9 Monate Schwangerschaft“) 2007 auf dem Festival in Angouléme den Prix René Goscinny gewonnen.

Lucky Luke # 95: Das gelobte Land

Vielleicht auch daher hat sich Jul bei seinem Szenario zu Lucky Luke an den Meisterwerken von Gosinny orientiert. Er erzählt die spannende Geschichte einer Reise voller Gefahren und garniert diese mit Gags und Anspielungen. Ob sich Goscinny allerdings auch auf einen etwas breitgetretenen Sketch zu Star Wars (immerhin heißt der Cowboy ja Luke mit Nachnamen) eingelassen hätte, erscheint fraglich. Doch die amüsanten, aber nie verletzenden, Gags über jüdisches Brauchtum (bis hin zum Kakteen im Schlussbild, der wie ein siebenarmiger Kerzenhalter aussieht) zünden meistens.

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Die Ähnlichkeiten zwischen einem Sheriff-Stern und einen gelben Juden-Stern hätte Goscinny wahrscheinlich genau wie Jul auch thematisiert.  Anspielungen gibt es auch auf den Film “Die Abenteuer des Rabbi Jakobs“, dessen Hauptdarsteller Louis de Funès bereits 1981 die Hauptrolle im Lucky-Luke-Album “Der einarmige Bandit“ spielte. Möglicherweise hat die amüsante Geschichte von Jul auch Achdé angespornt, denn diesem gelangen, neben einem wirklich tollen Titelbild, viele neue sympathische Nebenfiguren und stimmungsvolle Bilder, etwa von einer Stampede oder der Ankunft eines Mississippi-Dampfers. Auf diesem Niveau kann es sehr gerne weiter gehen mit Lucky Luke!

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Gringos Locos

1948 brachen drei mittlerweile legendäre Meister des frankobelgischen Comics zu einem erinnerungswürdigen Trip auf. Der seinerzeit durch seine Beiträge zur Traditionsserie Spirou bekannte Joseph Gillain alias Jijé (Jerry Spring) reiste mit seiner kompletten fünfköpfigen Familie und zwei seiner gelehrigsten Schüler durch die USA. Während der hochtalentierte André Franquin (Gaston) damals noch nach seinem Platz im Comic-Universum suchte, feierte Maurice de Bévère alias Morris bereits erste Erfolge mit seinem Cowboy Lucky Luke, der immer noch schneller als sein Schatten schießt.

Gringos Locos
Das Trio träumte davon dem provinziellen Belgien zu entfliehen und Karriere in Walt Disneys Trickfilm-Studios zu machen. Doch dort wurden 1948 wegen finanzieller Probleme keine neuen Zeichner eingestellt. Jijé & Co. ließen sich davon nicht unterkriegen, sondern setzten ihre Reise fort, zeichneten und schickten ihre Comic-Seiten nach Belgien. Morris traf schließlich in New York auf René Goscinny und dessen genialen Szenarios machten Lucky Luke zu dem Klassiker, der er heute noch ist. Doch das ist eine andere Geschichte, die der Comic Gringos Locos leider nicht erzählt.

Gringos Locos

Der Autor Yann und der Zeichner Olivier Schwartz gestalteten zuvor mit Spirou und Fantasio – Operation Fledermaus bereits ein charmant-nostalgisches Album. Auch diesmal sind der Hauptanreiz des Albums Schwartz’ lockere an den viel zu früh verstorbenen Yves Chaland erinnernde Zeichnungen, in denen immer wieder Anspielungen auf die Comic-Serien der Protagonisten zu finden sind. Yanns Geschichte reiht etwas planlos eine mehr oder weniger amüsante Episode an die nächste und zeigt wenig Sensibilität mit Themen wie Krieg oder Rassismus (der Ku-Klux-Klan ist bei ihm nur ein alberner Karnevalsverein).

Gringos Locos
Yanns ziemlich frei erfundene Darstellung der Reise zog auch viel Kritik auf sich. Die Tochter von Franquin und die Kinder von Jijé waren alles andere als amüsiert darüber, wie im Comic ihre Väter dargestellt wurden. Daher ist es durchaus angebracht (und für Comicfreunde hochinteressant), dass Benoit Gillian im umfangreichen Anhang des Albums dazu Stellung nimmt und seine Eindrücke der Reise schildert.

Gringos Locos

Wer es gerne noch etwas ausführlicher hat, dem sei die Vorzugs-Hardcoverausgabe vom Salleck Verlag empfohlen, die zusätzlich noch einen signierten Druck und 16 Seiten mit wunderschönen Zeichnungen, Skizzen und Scribbles enthält.

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43. Comicfestival in Angoulême

2015 Jahr fühlte sich das größte europäische Comicfestival durch den Anschlag auf “Charlie Hebdo“ herausgefordert und stellte in Windeseile eine beeindruckende aber auch schwer bewachte Werkschau über die Geschichte des rotzfrechen Satiremagazins zusammen. Dieses Jahr war die Comicszene im französischen Angoulême beim 43ten “Festival international de la Bande dessinée“ wieder hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt.

43. Comicfestival in Angoulême

Im Vorfeld der Veranstaltung gab es einen Skandal im Zusammenhang mit der Verleihung des Grand Prix. Wer diese Auszeichnung bekommt, kann zugleich auch als Präsident die Ausrichtung des Festivals im nächsten Jahr mitbestimmen. Als eine Liste mit 30 Kandidaten bekanntgegeben wurde, gab es viel Entrüstung darüber, dass sich kein einziger weiblicher Comickünstler darunter befand, obwohl sich Marjane Satrapi, durch ihr Meisterwerk “Persepolis“ über ihre Jugendzeit im Iran, förmlich aufgedrängt hätte. Um den Druck aus der Veranstaltung zu nehmen, wurde der Preisträger bereits vorzeitig bekannt gegeben. Der Belgier Hermann Huppen fügte sich dann bestens in die eher rückwärtsgewandte Ausrichtung des Festivals. Bei moderaten und pragmatischen Einlasskontrollen wurden drei schon etwas betagte, aber noch erstaunlich rüstige, Comic-Meilensteine gefeiert.

43. Comicfestival in Angoulême

Die viele kleineren Ausstellungen wurden überstrahlt von der großen Werkschau “L ’ Art de Morris“. Die Western-Parodie “Lucky Luke“ des als Morris bekannten Belgiers Maurice de Bevere (1923 – 2001) ist auch nach 70 Jahren dank ihrer gekonnt karikierten Typen frischer denn je. Was bei seinem Konkurrenten “Spirou“ schon lange üblich ist, passiert gerade auch dem Cowboy, der schneller zieht als sein Schatten. Neben der aktuell von Hervé Darmenton alias Achdé im klassischen Look sehr werkgetreu weitergeführten Serie, versucht sich auch Matthieu Bonhomme an Lucky Luke.

Matthieu Bonhomme: Der Mann, der Lucky Luke erschoss

Dessen eher realistischer Zeichenstil scheint auf den ersten Blick so gar nicht zur stark karikierenden Darstellung des Wilden Westen zu passen, die ihren Höhepunkt feierte als der große René Goscinny neben Asterix auch noch Lucky Luke textete. Bonhomme hat zuvor mit der bei uns bei Salleck erschienenen und von Lewis Trondheim geschriebenen Western-Serie “Texas Cowboys“ bewiesen, dass realistische Zeichnungen und skurriler Humor kein Widerspruch sind. Im April erscheint der von Bonhomme realisierte Comic “Der Mann, der Lucky Luke erschoss“ der vom Tod der eigentlich unsterblichen Figur handelt. Die auf dem Festival gezeigten ersten Seiten sehen sehr vielversprechend aus.

43. Comicfestival in Angoulême

Doch wichtiger war die im “Cité internationale de la bande dessinée“ gezeigte Ausstellung mit weit über 100 thematisch gegliederten Originalzeichnungen von Morris. Hier überraschte immer wieder die Dynamik der Zeichnungen des immer etwas im Schatten seiner Kollegen André Franquin und Albert Uderzo stehenden Comickünstlers. Ein dicker zur Ausstellung erschienener Katalog, der mittlerweile unter dem Titel „Auf den Spuren von Lucky Luke“ auch auf deutsch  vorliegt, zeigt durch vergrößerte Abbildungen, dass die Wirkung einzelner Panels von Morris der immer wieder gerne gefeierten “klaren Linie“ von Hergés “Tim und Struppi“ in nichts nachsteht.

43. Comicfestival in Angoulême

Ein weiteres großes Thema des Festivals ist “Corto Maltese“, der melancholische Seemann, den der Italiener Hugo Pratt erstmals 1967 zu Papier brachte. Diese Figur ist in Angoulême ohnehin omnipräsent. Sehr viele Hausfassaden wurden mit dem hageren Mann mit der weißen Kapitänsmütze bemalt und auf der Holzbrücke, die die beiden großen Comic-Museen der Stadt verbindet, befindet sich eine überlebensgroße Bronzestatue von Corto Maltese.

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Die in Angoulême gezeigte Ausstellung macht noch einmal deutlich, dass es weniger die oft etwas kompliziert erzählten Geschichten sind, die den Reiz der Comic-Reihe ausmachen, sondern vielmehr die Meisterschaft des bildenden Künstlers Hugo Pratts. Dieser ist ein Virtuose der schwarzweißen Zeichenkunst. Er ist dort am besten, wo auf den ersten Blick nur wenige Linien zu sehen sind, die sich dann aber zu kleinen Geschichten innerhalb der epischen Erzählungen zusammenfügen. Doch auch als Aquarellkünstler ist Pratt einzigartig. Viele seiner ausgestellten Bilder brauchen keine Konturen, denn die wild angeordneten Farbflächen fügen sich scheinbar wie von selbst zu abenteuerlichen Welten zusammen

Corto Maltese: Unter der Mitternachtssonne

Doch die Hugo Pratt Ausstellung war keine reine Retrospektive, sondern ist zugleich auch brandaktuell. Obwohl Hugo Pratt 1995 verstorben ist, lebt seine bekannteste Schöpfung weiter. Mit „Unter der Mitternachtssonne“ ist ein neuer Comic mit “Corto Maltese“ erschienen, der von zwei Spaniern realisiert wurde. Die Geschichte stammt von Juan Diaz Canales (“Blacksad“) und die auch in Angoulême ausgestellten Zeichnungen von Ruben Pellejero (“Dieter Lumpen“).

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Katsuhiro Otomo

Das dritte große Thema des Festivals war der Japaner Katsuhiro Otomo, der im letzten Jahr zum Festival-Präsidenten gekürt wurde. Otomo war persönlich anwesend und stieg auch gerne auf das markante rote futuristische Motorrad seiner 1982 gestarteten Erfolgsserie “Akira“. Flankiert von einem aufwändigen Zeichentrickfilm, machte dieser Comic seinerzeit den Manga im Westen salonfähig. Anders als es heute bei der Veröffentlichung japanischer Comics üblich ist, wurde damals die epische futuristische Geschichte in die westliche Leserichtung ummontiert und zudem noch aufwändig per Computer koloriert.

43. Comicfestival in Angoulême

Ähnlich wie bei Pratt, ist es auch bei Otomo die Optik, die fesselt. Davon zeugt die in Angoulême gezeigte Ausstellung “Tribute to Otomo“, für die internationale Comic-Künstler wie Matthieu Bonhomme, Manuele Fior, Liberatore, Stan Sakai oder Jiro Taniguchi markante Momente aus “Akira“ nachstellten. Etwas schade ist, dass Katsuhiro Otomo zur Ausstellung nur ein Motiv beisteuerte und als Festival-Präsident nicht wie sonst üblich mit einer Werkschau geehrt wurde. Doch sein an klassische japanische Tuschmalerei erinnerndes Plakatmotiv, mit einer Berglandschaft voller bekannter Comicfiguren, konnte durchaus gefallen.

43. Comicfestival in Angoulême

Sicher nicht so spektakulär wie Katsuhiro Otomo oder vorherige Preisträger wie Bill Watterson (“Calvin & Hobbes“) und Art Spiegelman (“Maus“) ist der 1938 geborene Zeichner Hermann Huppen als Festival-Präsident fürs nächste Jahr. Doch verdient hat es der seit Mitte der sechziger Jahre als “Hermann“ zeichnende Belgier allemal. Seine kunstvolle Inszenierung bei Abenteuer-Comicserien wie “Andy Morgan“, “Comanche“ oder “Jeremiah“ ist meist sehr viel spannender als die klischeehaften Geschichten. Auch das deutsche Kino hat er beeinflusst, denn der von Jean Van Hamme geschriebene und von Hermann gezeichnete Comic “Die Bluthochzeit“ wurde 2005 mit Armin Rohde und Uwe Ochsenknecht verfilmt.

Ms Marvel

Außerdem gab es in Angoulême noch einen Preis für den zuvor bereits auf dem Münchner Comicfestival prämierten Comic “Hier“ des US-Amerikaners Richard McGuire (deutsche Ausgabe bei Dumont). Mit der Prämierung von “Ms. Marvel“ als beste Serie wurde dann doch noch ein Beitrag zur Gleichberechtigung geleistet. Die Superhelden-Reihe aus dem Hause Marvel  schrieb die an der Universität zum Islam konvertierte US-Autorin G. Willow Wilson. Sie handeln von einem kleinen muslemischen Mädchen, dass sich immer mal wieder in ein langbeiniges blondes All-American-Modell mit Superkräften verwandelt. Bemerkenswert ist auch, dass der “Prix du patrimoine“ an die beim französischen Verlag “Vraoum Editions“ erschienene Gesamtausgabe des deutschen Klassikers “Vater und Sohn“ von e. o. plauen ging. Dies passt sehr gut zur zunehmend internationalen Ausrichtung des Festivals, das schon seit einiger Zeit nicht ausschließlich den französischen Comic feiert.

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Lucky Luke: Dicke Luft in Dalton City

So mancher Comic-Fan wird in den letzten Jahrzehnten vergeblich versucht haben, die Bände 1 bis 14 der Kiosk-Ausgabe von Lucky Luke zu ergattern. Doch dies ist ein vergebliches Unterfangen, denn 1977 startete die Delta Verlagsgesellschaft ihre Album-Reihe mit Band 15 “Die Postkutsche“.

Lucky Luke: Dicke Luft in Dalton City

Das Comic-Magazin ZACK hatte fünf Jahre zuvor ein Lucky-Luke-Album mit dem Titel “Dicke Luft in Dalton City“ an die Kioske gebracht. Dieser Comic erschien als Band 3 der mit je einem Comic über den Rennfahrers Michel Vaillant und die tapfere Rothaut Umpah-Pah begonnenen Reihe ZACK COMIC BOX. Als Band 5 (“Lucky Luke und der Kopfgeldjäger“) und Band 7 (“Lucky Luke und der Großfürst“) folgten weitere Abenteuer mit dem Cowboy, der schneller als sein Schatten zieht.

Lucky Luke: Dicke Luft in Dalton City

Die nächsten Comics mit Lucky Luke erschienen danach in der neu gestarteten Reihe ZACK ALBUM als Band 4 bis 14. Als die Rechte 1977 an Delta gingen, wurde hier einfach mit Ausgabe 15 weiter gemacht. Die bereits zuvor veröffentlichten Comics wurden nach und nach durch Neuausgaben in die laufende Nummerierung mit aufgenommen. So erschien “Dicke Luft in Dalton City“ schließlich 1983 nochmals als Band 36, jetzt jedoch unter dem Titel “Dalton City“ und mit einem anderen von der französischen Originalausgabe übernommenen Cover.

Lucky Luke: Dicke Luft in Dalton City

Die Nummerierung der Kiosk-Edition ist daher natürlich alles andere als chronologisch. Wer die Abenteuer des Lonesome Cowboys in der richtigen Reihenfolge erleben möchte, dem sei die mittlerweile auf 27 Bände angewachsene gebundene Lucky Luke Gesamtausgabe empfohlen, in deren elften Band die 1968 erstmals in Frankreich erschienene Geschichte “Dalton City“ enthalten ist.

0001Wer jedoch gerne einfach nur die ersten 14 in Deutschland erschienenen ZACK-Comicalben mit Lucky Luke als limitierte Softcover “Nostalgie-Edition“ haben möchte, dem kann auch geholfen werden. Egmont Ehapa Media veröffentlicht zum 70. Geburtstag von Lucky Luke die legendären ersten 14 Bände im “Retro Look“ und fachkundig kommentiert von Volker Hamann (der gerade eine “Reddition“ über Lucky Luke herausgebracht hat), wahlweise einzeln oder auch gebündelt im Sammelschuber!

In Zusammenarbeit mit EGMONT EHAPA MEDIA verlosen wir limitierte Nostalgie-Editionen von DICKE LUFT IN DALTON CITY.Die Frage lautet: Wann kam der erste Film mit Lucky Luke in die Kinos?
Kleiner Tipp: Die Antwort ist in der Highlightzone zu finden.
Mailt Eure Anschrift und die Lösung an
verlosung@highlightzone.de

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Comic-Alben bei Aldi-Süd

Während ansonsten überall versucht wird “Graphic Novels“ an den Leser zu bringen, gibt es bei Aldi Süd entgegen dem allgemeinen Trend “Comic Alben für Kinder, Jugendliche und Erwachsene“. Ab Montag dem 14. Februar 2011 sind nicht nur Polohemden, Fanell-Pyjamas, Lesehilfen, Duftkerzen, vierteilige Scheren-Sets, Frühjahrs-Gestecke sowie ein Mini-Backofen im Angebot, sondern für jeweils 3,99 Euro gibt es Comics in “hochwertiger Hardcover-Ausstattung“.

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Bemerkenswert ist, dass der Discounter nicht einfach einen Deal mit einem einzigen Comicverlag geschlossen hat, sondern sich aus den Backlists von Carlsen (“Spirou“, “Der kleine Spirou“), Ehapa (“Lucky Luke“, “Kid Lucky“, “Garfield“) und Salleck (“Yakari“) ein recht interessantes Programm zusammengestellt hat, durch dass in der Tat der eine oder andere Aldi-Kunde (und wer ist das nicht?) als neuer Comicleser gewonnen werden könnte.

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Am Montag um 8 Uhr 30 herrschte vor der Aldi-Filiale meines Vertrauens wider Erwarten kein besonders großer Andrang….

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…obwohl die Comic-Alben sehr liebevoll präsentiert wurden.

Es handelte sich um sehr schön aufgemachte Hardcover-Bücher im Albumformat. Im Impressum stand nicht Aldi sondern Tandem Verlag GmbH, Potsdam. Bei den beiden Spirou-Alben “Jugendsünden“ (Band 36) und “Mafia, Mädchen und Moneten“ (Band 43) fehlte das “Bonusmaterial“ der Carlsen-Neuauflage. Von Der kleine Spirou waren Band 1 “…und setz Deine Mütze auf“ sowie Band 8 “Nur keine Panik!“ erschienen, von Yakari Band 3 “…bei den Bibern“ und Band 31 “…und die Appaloosas“. Von Lucky Luke gab es “Eine Wildwest Legende“ (Band 76) und von Kid Lucky “Am Fluss der rosa Biber“ (Lucky Luke-Band 82). Die beiden Garfield-Bände sind etwas kleinformatiger und genaugenommen keine Comics sondern sie enthalten mit Sprechblasen versehene Bilder aus der Trickfilmreihe.

Da ich nicht nur Comics kaufte, sondern auch noch andere Artikel, könnte die Aktion auch nach hinten los gehen und Comicleser zu Aldi-Kunden machen.


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Centre Belge de la Bande Dessinée

Brüssel ist zweifelsohne die europäische Comic-Metropole. In der ganzen Stadt sind Fassaden zu finden, die mit Comic-Figuren bemalt wurden .  Auch das Musée Hergé ist nicht weit entfernt und das städtische in einem ehemaligen Jugendstil-Kaufhaus gelegene Comic-Museum Centre Belge de la Bande Dessinée ist immer wieder einen Besuch wert.

Centre Belge de la Bande Dessinée

Bereits das Foyer ist sehr vielversprechend gestaltet.

Centre Belge de la Bande Dessinée

Centre Belge de la Bande Dessinée

Centre Belge de la Bande Dessinée

Centre Belge de la Bande Dessinée

Eine Dauer-Ausstellung informiert über die Geschichte der Comics.

Centre Belge de la Bande Dessinée

Centre Belge de la Bande Dessinée

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Natürlich gibt es auch interessante Original-Zeichnungen zu sehen.

Centre Belge de la Bande Dessinée

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Centre Belge de la Bande Dessinée

Centre Belge de la Bande Dessinée

Im oberen Stockwerk des Museums werden – getrennt durch eine übergroße Spirou-Pagenmütze – die beiden belgischen Comic-Großmeister Hergé (Tim und Struppi) und Peyo (Die Schlümpfe) gleichberechtigt präsentiert.

Centre Belge de la Bande Dessinée

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Centre Belge de la Bande Dessinée

Centre Belge de la Bande Dessinée

Eine interessant kuratierte Sonder-Ausstellung ist Étienne Davodeau (Die Ignoranten, Der schielende Hund) gewidmet.

Centre Belge de la Bande Dessinée

Hier überraschte, dass nur sehr wenige der zahlreichen Comics von Davodeau auf Deutsch vorliegen.

Centre Belge de la Bande Dessinée

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Centre Belge de la Bande Dessinée

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Natürlich gibt es auch einen gut sortierten Museums-Shop.

Centre Belge de la Bande Dessinée

Ein Besuch lohnt sich für jeden Comic-Freund, auch im zum Museum gehörenden Bistro!

Centre Belge de la Bande Dessinée

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Comicstadt Brüssel

Dass Brüssel die europäische Comic-Metropole ist, zeigt nicht nur eine riesige Skulptur von André Franquins Gaston, die unweit des in einem ehemaligen Kaufhaus gelegenen Comic-Museums Centre Belge de la Bande Dessinée. Auch das Musée Hergé ist nicht weit entfernt.

Comicstadt Brüssel

In der ganzen Stadt sind Fassaden zu finden, die bemalt wurden mit Comic-Figuren, hier ein alles andere als vollständiger Überblick.

Comicstadt Brüssel

Die gallische Dorfgemeinschaft aus Asterix.

Comicstadt Brüssel

Lucky Luke und die Daltons.

Comicstadt Brüssel

Tibets Rick Master und Kommissar Bourdon.

Comicstadt BrüsselFrank Pés Jonas Valentin.

Comicstadt Brüssel

Victor Sackville von Francis Carin.

Comicstadt Brüssel

Olivier und Columbine von Dany.

Comicstadt Brüssel

Monsieur Jean von Dupuy & Berbérian.

Comicstadt Brüssel

Nero von Marc Sleen.

Comicstadt Brüssel

Tim und Struppi von Hergé.

Comicstadt Brüssel

XIII von Vance.

Comicstadt Brüssel

Mit Ralf König ist erstmals auch ein deutscher Comic-Zeichner vertreten.

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Matthieu Bonhomme: Der Mann, der Lucky Luke erschoss

Die Western-Parodie „Lucky Luke“ des als Morris bekannten Belgiers Maurice de Bevere (1923-2001) wirkt auch nach 70 Jahren dank ihrer gekonnt karikierten Typen sehr frisch. Neben der aktuell von Hervé Darmenton alias Achdé im klassischen Look werkgetreu weitergeführten Serie versucht sich jetzt auch Matthieu Bonhomme an Lucky Luke.

Matthieu Bonhomme: Der Mann, der Lucky Luke erschoss

Sein eher realistischer Zeichenstil scheint auf den ersten Blick nicht zur stark karikierenden Darstellung des Wilden Westen zu passen, die ihren Höhepunkt feierte, als der große René Goscinny neben Asterix auch noch „Lucky Luke“ textete. Bonhomme zeigte zuvor schon in der von Lewis Trondheim geschriebenen Western-Serie „Texas Cowboys„, dass realistische Zeichnungen und skurriler Humor kein Widerspruch sein müssen. Außerdem wurde bereits innerhalb der ebenfalls in Belgien entstandenen Traditions-Serie “Spirou“ bewiesen, dass es eine gute Idee ist, neben der regulären Reihe auch einmal Experimente mit weiteren Zeichnern und Autoren zu wagen.

Matthieu Bonhomme: Der Mann, der Lucky Luke erschoss

Auch wenn “Der Mann, der Lucky Luke erschoss“ nicht wie einst bei Morris & Gosinny alle paar Panels einen Schenkelklopfer serviert, kann das Experiment, vor allem dank des interessanten Zeichenstils von Bonhomme, als gelungen betrachtet werden. Dessen Geschichte um das von drei undurchsichtigen Brüdern kontrollierte Städtchen Froggy Town hat leider nicht so viel schrägen Humor wie die „Texas Cowboys“ und ist eher spannend als lustig. Doch ganz nebenbei wird eine recht plausible Erklärung geliefert, warum Lucky Luke ab 1982 in den Comics aufgehört hat zu rauchen und fortan zum Strohhalm statt zur Zigarette griff.

Jolly Jumper antwortet nicht
Lucky Luke von Guillaume Bouzard

Zeitgleich entstand mit „Jolly Jumper antwortet nicht„, eine weitere Neuinterpretation von Lucky Luke, die Guillaume Bouzard sehr reduziert zu Papier gebracht hat.

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