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Comicfestival in A Coruña 2016

Krönender Abschluss meines Pilgerns auf dem Jakobsweg war auch in diesem Jahr wieder ein Besuch des spanischen Comicfestivals “Viñetas desde o Atlántico”. Es findet seit 1998 jährlich in A Coruña statt.

Comicfestival in A Coruña 2016

Im Zentrum des Plakats zum Festival stand wieder das Wahrzeichen der Stadt, der aus der Römerzeit stammende Leuchtturm. Die Zeichnung stammt von Keko, der im letzten Jahr Gast des Festivals war.

Comicfestival in A Coruña 2016

Organisiert wird das Festival von Miguelanxo Prado („Ardalén“, „Der tägliche Wahn„, rechts im Bild), dessen Heimatstadt A Coruña ist. Hier ist er gemeinsam mit Juan Diaz Canales (“Blacksad“) und Rubén Pellejero (“Dieter Lumpen“) zu sehen, die das neue Kreativ-Team von Hugo Pratts Serie „Corto Maltese“ sind.

Comicfestival in A Coruña 2016

Dies wurde mit einer Ausstellung gefeiert.

Comicfestival in A Coruña 2016

Außerdem hat sich das Festival in diesem Jahr auch eine neue lebensgroße Corto Maltese Figur spendiert.

Comicfestival in A Coruña 2016

Doch der alte Corto blieb ebenfalls weiter im Einsatz.

Comicfestival in A Coruña 2016

Auch ansonsten waren überall in der Stadt Comicfiguren zu sehen.

Comicfestival in A Coruña 2016

Comicfestival in A Coruña 2016

Comicfestival in A Coruña 2016

Comicfestival in A Coruña 2016

Comicfestival in A Coruña 2016

Comicfestival in A Coruña 2016

Comicfestival in A Coruña 2016

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Comicfestival in A Coruña 2016

Hier ist Blacksad zu sehen, dessen Autor Juan Diaz Canales auf dem Festival auch den von ihm geschriebenen und gezeichneten Comic „Como viaja el aqua“.

Comicfestival in A Coruña 2016

Eine Nebenrolle spielt ein übergewichtiger Mann im Batman-Kostüm, der Luftballons verkauft.

Comicfestival in A Coruña 2016

Miguelanxo Prado hat gemeinsam mit dem Zeichner David Rubin eine Ausstellung über Leben und Werk von Miquel Cervantes zusammengestellt.

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Für die längsten Schlangen bei den Signier-Aktionen sorgte kein Zeichner, sondern ein Autor.

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Sehr viele Besucher ließen sich ihre Marvel-Comics von Chris Claremont unterschreiben, der 17 Jahre lang ununterbrochen als Texter für die Erfolgsserie X-MEN arbeitete.

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Der spanische Zeichner Daniel Torres hingegen überraschte mit seinem Mammutwerk an dem er sechs Jahre arbeitete und in dem er auf fast 600 Seiten unglaublich detailreich beginnend von der Steinzeit bis hin zur Gegenwart die Entwicklung der menschlichen Behausung beschreibt.

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“La Casa“ liegt in Spanien bereits in der zweiten Auflage vor.

Comicfestival in A Coruña 2016

Zeitgleich mit dem Comicfestival fanden in A Coruña noch weitere Aktivitäten, wie das „Tall Ship Race“ statt, was für zusätzliche Besucher sorgte,

Comicfestival in A Coruña 2016

Einmal mehr gelang dem Team von Miguelanxo Prado ein buntes und abwechslungsreiches Festival. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr, wenn die Veranstaltung ihr 20. Jubiläum feiert.

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Bastei Freunde

Seit 2006 veröffentlicht Ulrich Wick unermüdlich die belgische Western-Comic-Serie “Silberpfeil“, die ab 1969 zunächst im Heft „Felix“ und dann beim Bastei Verlag als eigene Reihe erschien. Mehr als sechs Hefte im Jahr bringt Ulrich Wick jedoch von seiner Neuauflage nicht heraus und daher dürfte er für seine Komplettausgabe mindestens “ziemlich genau 121 Jahre“ benötigen.

Bastei Freunde

Doch damit nicht genug, denn Wick Comics veröffentlicht auch noch gebundene Silberpfeil-Sonderbände und im Rahmen des “Frans Sels Archiv“ auch andere Comicgeschichten des Schöpfers des Kiowa Häuptlings. Der vielseitige Sels setzte auch eine Comic-Biographie über Abraham Lincoln in Szene und ließ seinen Funny-Helden Bongo gegen den “Kux-Klan“ kämpfen.

Bastei Freunde

Ein weiteres Tätigkeitsfeld für Ulrich Wick ist auch noch das vierteljährlich erscheinende Magazin “Bastei Freunde“. In reich und farbig bebilderten aber auch sehr fundiert verfassten Artikeln wird hier nicht nur über “Silberpfeil“ und ähnlich gelagerte Bastei-Western-Comics wie “Loup Noir“ alias “Schwarzer Wolf“ oder “Captaine Apace“ alias “Flammender Speer“ berichtet, sondern auch über die Literatur-Adaptionen in der Reihe “Berühmte Geschichten“.

Bastei Freunde

Ein wichtiges Thema ist natürlich auch der erstmals 1919 im Trickfilm aufgetretene Kater “Felix the Cat“. Dieser war auch der Namens-Pate des Hefts “Felix“ mit dem der Bastei Verlag zusammen mit der Zeitschrift “Pony“ (hierin erschien u. a. auch “Tim und Struppi“) 1958 seine Comic-Produktion aufnahm.

Bastei Freunde

In der Ausgabe 45 von “Bastei Freunde“ bietet Thomas Opitz einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen und erzählt detailreich bebildert davon wie in Deutschland in den Sechziger Jahren “Felix“-Hefte produziert wurden.

Bastei Freunde

Die Rückseite mit den nostalgischen “Wer zuletzt lacht…“-Bilderwitzen und Checklisten zu Bastei-Serien wie “Phantom – Der wandelnde Geist“ runden den positiven Gesamteindruck des Fachmagazins ab, dem in dieser Form noch ein langes Leben zu wünschen ist.

Bastei Freunde 46

Während die Comicwelt dem neuen von Matthieu Bonhomme gezeichneten Comic “Der Mann, der Lucky Luke erschoss“ feierte, widmet sich die 46. Ausgabe der „Bastei Freunde“ den in Deutschland von Peter Menningen geschriebenen Comics um den Mann, der schneller als sein Schatten zieht. Menningen hat zwischen 1993 und 1994 für den Bastei Verlag rund 375 Comicseiten mit Lucky Luke getextet, die offiziell von Morris abgesegnet waren und in Spanien gezeichnet wurden.

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Reddition 64: Lucky Luke

Der 70. Geburtstag von Lucky Luke ist natürlich ein sehr dankbarer Anlass, um die spannende Geschichte des Cowboys, der schneller als sein Schatten zieht, zu erzählen.

Reddition 64: Lucky Luke

Ausstellungen zum Jubiläum in Angoulême und Erlangen zeigten, was für ein dynamischer Zeichner der Belgier Maurice de Bévère (1923-2001) alias Morris war, der zu Unrecht immer etwas im Schatten seiner Kollegen André Franquin und Albert Uderzo stand. Ein Ausstellungs-Katalog, der auch bei Egmont auf Deutsch erscheint, zeigte durch vergrößerte Abbildungen, dass die Wirkung einzelner Panels von Morris der immer wieder gerne gefeierten „klaren Linie“ von Hergés „Tim und Struppi“ in nichts nachsteht.

Reddition 64: Lucky Luke
© Morris / Lucky Luke Comics 2016

Die durchgehend farbig und sehr schön bebilderte 64. Ausgabe der “Reddition“ beschäftigt sich in neun Artikeln mit verschiedenen Teilaspekten rund um das zeitlose Phänomen Lucky Luke. Den Auftakt bildet ein Bericht von Volker Hamann über das Frühwerk, das Morris ab 1945 für die Illustrierte “Le Moustique“ (“Die Mücke“) schuf. Hier war ein vielfältig talentierter Zeichner auf der Suche nach einem eigenen Stil. Anschließend versucht Michael Hein “Die Kunst des Maurice de Bévère“ zu beschreiben und analysiert die parodistischen Aspekte der Serie.

Lucky Lukes erster Auftritt © Morris / Lucky Luke Comics 2016
Lucky Lukes erster Auftritt © Morris / Lucky Luke Comics 2016

Wichtig ist natürlich auch René Goscinny. Peter Nover porträtiert den großen Comic-Autor, der zunächst auch als Zeichner tätig war. Morris war heilfroh als dieser ihm ab 1955 das leidige Schreiben der Geschichten abnahm und er sich dadurch voll aufs Zeichnen konzentrieren konnte. Horst Berner, der auch die Texte zu Egmonts Lucky-Luke-Gesamtausgabe beisteuert, beschäftigt sich mit der wechselhaften und kuriosen Veröffentlichungsgeschichte der Serie in Deutschland. So blieb in den deutschen Fassungen zwar der Name von Lucky Luke unangetastet, doch dessen Pferd Jolly Jumper, hieß zuvor schon einmal Rosinante oder Rosa, und der Hund Rantanplan trug zunächst den Namen Sheriff.

Lucky Luke im Kino
© Morris / Lucky Luke Comics 2016

Da Morris seinen Cowboy eigentlich als animierte Figur geplant hatte, beschreibt Jens R. Nielsen faktenreich die Anfänge des belgischen Zeichentrickfilms. Auf die ab 1971 entstandenen Kinofilme mit Lucky Luke geht er leider nur recht kurz ein. Recht interessant ist auch Volker Hamanns Bericht über “Lucky Luke in den Niederlanden“. Wichtig ist natürlich auch der Zeichner Hervé Darmenton alias Achdé, der die Serie im klassischen Look werkgetreu weitergeführt und von Bernd Frenz porträtiert wird.

Matthieu Bonhomme: Der Mann, der Lucky Luke erschoss
Lucky Luke von Matthieu Bonhomme © Morris / Lucky Luke Comics 2016

Bemerkenswert ist aber auch ein etwas anderer Lucky Luke, der gerade in einem neuen Comicalbum “erschossen“ wurde. Matthieu Bonhomme, der zuvor schon mit der von Lewis Trondheim geschriebenen Western-Serie „Texas Cowboys“ bewiesen hat, dass realistische Zeichnungen und skurriler Humor kein Widerspruch sein müssen, hat aktuell die Geschichte “Der Mann, der Lucky Luke erschoss“ veröffentlicht. Matthias Hofmann befasst sich mit diesem “alternativen“ Lucky Luke und mit einer weiteren Neuinterpretation der Serie, die Guillaume Bouzard sehr reduziert zu Papier gebracht hat.

Reddition 64: Lucky Luke
Lucky Luke von Guillaume Bouzard © Morris / Lucky Luke Comics 2016

Im Anhang dieser wieder sehr gelungen zusammengestellten “Reddition“ befindet sich noch Bibliographie von Morris, die durch ihren Umfang von 16 Seiten selbst Comic-Insider überraschen dürfte.

Bastei Freunde

Eine interessante Ergänzung liefert die 46. Ausgabe der „Bastei Freunde“ in der Peter Menningen interviewt wird. Dieser hat zwischen 1993 und 1994 für den Bastei Verlag rund 375 Comicseiten mit Lucky Luke getextet, die offiziell von Morris abgesegnet waren und in Spanien gezeichnet wurden.

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Achdé: Lucky Luke # 94 – Martha Pfahl

Nach Band 89 “Lucky Kid“ und Band 91 “Ein starker Wurf“ folgt eine weitere Zusammenstellung einiger von Achdé geschriebenen und gezeichneten Comic-Geschichten mit Jugend-Abenteuern des Mannes, der schneller als sein Schatten zieht.

Achdé: Lucky Luke # 94 – Martha Pfahl

Auf dem Backcover des Albums ist es kein Revolver, den der kleine Lucky zieht, sondern eine Steinschleuder.

Achdé: Lucky Luke # 91 - Ein starker Wurf

Mitte der 90erJahre erschienen die fast ganz ohne Beteiligung von Morris entstandene Comics “Oklahoma Jim“ und “Am Fluss der rosa Biber“, die durchgehende Geschichten mit Lucky Kid erzählten. Achdé hat erkannt, dass der kleine Cowboy nicht zu albumlangen Geschichten taugt und daher setzt er ihn in meistens recht amüsanten Onepagern ein, die noch um belehrende Texte ergänzt wurden. So wird jüngeren Lesern etwa diese Weisheit mit auf den Lebensweg gegeben; “In vielen Salons gab es sogenannte Animierdamen, die tanzten und die Gäste zum Trinken verführen sollten. Dafür erhielten sie einen Anteil des Umsatzes.“

Achdé: Lucky Luke # 94 – Martha Pfahl

In Frankreich ist “Les aventures de Kid Lucky d’après Morris“ eine eigene Alben-Reihe und “Matha Pfahl“ (Originaltitel “Statue Squaw“) der dritte Band dieser Serie. Auffallend ist, dass in einigen Short Storys auch der “alte“ Lucky Luke auftritt. Meist handelt es sich hierbei um Geschichten, in denen Lucky Kid sich Gedanken über seine Zukunft macht.

Achdé: Lucky Luke # 94 – Martha Pfahl

Daher ist es ein hübscher Gag, wenn am Abschluss des Comic-Alben in der fünfseitigen Story “Ein Weihnachtsmärchen“, der erwachsene Lucky Luke davon träumt, wieder ein Kind zu sein.

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Lucky Luke im Kino

Der Belgier Maurice de Bevere (1923 – 2001) alias Morris ließ 1946 erstmals jenen Cowboy im Comic auftreten, der schneller als sein Schatten zieht. Er hatte Lucky Luke eigentlich als Held eines Zeichentrickfilms geplant.

Lucky Lukes erster Auftritt © Morris / Lucky Luke Comics 2016
Lucky Lukes erster Auftritt © Morris / Lucky Luke Comics 2016

Die größten Erfolge feierte die Westernparodie jedoch erst, als René Goscinny ab Mitte der Fünfziger Jahre als Texter hinzu kam, noch bevor er mit Asterix durchstartete. Auch Goscinnys große Liebe gehört dem Zeichentrickfilm und als er in den USA weilte, träumte er davon bei Walt Disney zu arbeiten. Doch Goscinny fand es sehr bedauerlich, das Disney diesen Traum nicht teilte.

Lucky Luke im Kino

Schon daher ist es nicht verwunderlich, dass 1971 ein erster Zeichentrickfilm mit Lucky Luke entstand.  Bei “Lucky Luke – Daisy Town“ führten Morris und Goscinny Regie. Der Film basiert auf keinem der Comic-Alben. Vielmehr wurde eine Originalgeschichte entworfen, die möglichst viele Aspekte des Wilden Westens beinhaltet und 1983 sogar zum Comic-Album  „Daisy Town“ verarbeitet, das bei uns als Band 40 der Lucky Luke Reihe erschienen ist.

Lucky Luke im Kino

Insgesamt kann dieser Film um den einsamen Cowboy durchaus als gelungen angesehen werden. Schwächen in der Animation werden durch originelle Einfälle (inklusive Anleihen bei Tex Avery) ausgeglichen und auch die musikalischen Einlagen sind sehr gelungen. Die Satire auf den klassischen Western ist zwar nicht ganz so subtil, wie in den besseren Comic-Alben, aber dafür wird im Film gleich der komplette Wilde Westen veralbert. Außerdem ist es sehr viel passender, dass Lucky Luke hier noch eine Zigarette zwischen den Lippen hat und nicht wie später (aus Gründen der politischen Korrektheit) auf einem Strohhalm herum kaut.

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Die 2001 bei Kinowelt erschienene deutsche DVD genügt von der (Voll-)Bildqualität her leider nicht den heutigen Sehgewohnheiten und enthält auch nur die deutsche Synchronfassung.

Lucky Luke im Kino

Doch mittlerweile gibt es in Spanien (aber bemerkenswerterweise nicht in Frankreich!) eine Blu-ray von “Lucky Luke – Daisy Town“ in phantastischer 16:9-Bildqualität mit französischer und spanischer Tonspur. Es ist zwar schade, dass die deutsche Tonspur fehlt, doch der köstliche Humor des Films ist in erster Linie visueller Natur.

Lucky Luke im Kino

Die deutsche DVD kann immerhin dadurch punkten, dass es als Bonusmaterial noch die sehr interessanten und ausführliche 88-minütige Dokumentation „René Goscinny – ein Leben für den Humor“ („René Goscinny – Profession Humoriste“) gibt. Dieser Film enthält nicht nur seltene Privataufnahmen von Goscinny. Es gibt auch Ausschnitte aus von ihm gestalteten Kino- und TV-Filmen zu sehen. Darüber hinaus kommt auch noch nahezu die gesamte französische Comic-Elite zu Wort. Dieser 1998 für den Sender arte entstandene Bericht ist in französischer Sprache auf der DVD enthalten und wahlweise können deutsche Untertitel eingeblendet werden.

Lucky Luke im Kino

1975 gründeten Goscinny und Uderzo gemeinsam mit Georges Dargaud die “Studios Idéfix“ und wollten dort ihrem großen Vorbild Walt Disney nacheifern. Sie starteten ihre Zeichentrick-Produktion mit “Asterix erobert Rom“. Als zweiter (und letzter) Film der “Studios Idéfix“ folgte 1978 “Lucky Luke – Sein größter Trick“. In diesem tricktechnisch recht hochwertigen Film, ist der Lonesome Cowboy mal wieder auf der Jagd nach den Daltons, die im Auftrag eines am Strang gestorbenen Onkels die aus allen möglichen Westerntypen zusammengesetzte Jury umbringen sollen.

Lucky Luke im Kino

Die Geschichte wird – wie zuvor schon beim Zeichentrickfilm “Asterix und Cleopatra“ (und natürlich bei Disney) – auch noch mit Musical-Szenen garniert, daher trägt der Film im Original auch den Titel “La ballade de Dalton“. Als eine Art Moderator fungiert ein Bänkelsänger, dessen Lieder in der deutschen Fassung von Reinhard Mey gesungen werden. Dieser hatte bereits vier Jahre zuvor beim Disney-Zeichentrickfilm “Robin Hood“ einen ähnlichen Job übernommen.

Lucky Luke im Kino

Die Musical-Einlagen sind zwar ganz witzig, doch insgesamt ist der Film trotz gewaltiger tricktechnischer Fortschritte weniger gut gelungen als der Vorgänger “Lucky Luke – Daisy Town“. Kurz nach Fertiggestellung des Filmes schlossen die “Studios Idéfix“ ihre Pforten. Die laufenden Betriebskosten waren einfach zu hoch um das Studio nach Goscinnys plötzlichen Tod im Jahre 1977 noch am Leben zu erhalten.

Lucky Luke im Kino

Auch “Lucky Luke – Sein größter Trick“ basierte auf keinem Comic-Alben. Die Geschichte des Films wurde 1978 zunächst in einem kleinformatigen Comic adaptiert, der später ummontiert auch bei uns im Sammelband “Die Dalton-Ballade und andere Geschichten“ als Band 49 der Lucky Luke Reihe erschienen ist.

Lucky Luke im Kino

Die deutsche DVD-Veröffentlichung von Kinofilm enthält als Bonus den deutschen Trailer (2:59 min, Vollbild), eine Galerie mit 25 deutschen Aushangfotos und Standbildern, sowie ein 8-seitiges farbiges Booklet. Genau wie bereits bei “Daisy Town“ ist die Bildqualität leider nur mäßig, während in dieser Hinsicht die Blu-ray aus Spanien wieder exzellent ist.

Lucky Luke im Kino

Nicht wirklich gelungen war der nächste Zeichentrickfilm „Lucky Luke – Das große Abenteuer„, der 1983 ins Kino kam. Hier wurden lediglich drei Episoden einer sparsam animierten 26-teiigen Trickfilmserie aus dem Hause Hanna-Barbera (“Familie Feuerstein“) zu einem Kinofilm zusammengeschnitten. Bei den einzelnen Geschichten handelte es sich um Verfilmungen der Comics “Die Daltons im Blizzard“, “Ma Dalton“ und “Die Daltons“ bewähren sich. Genau wie in der Trickfilm-Serie war auch im Kino die von Freddy Quinn gesungene Titel-Melodie “Bang Bang, Lucky Luke“ zu hören.

Lucky Luke im Kino

Es sei noch angemerkt, dass in diesem Fall die Bildqualität der zugehörigen DVD mit anamorphen 16:9-Format ganz passabel ist. Der DVD von Filmconfect liegt  sogar ein kleines 20-seitiges Comicheft mit der Kurzgeschichte „Aus Liebe zur Musik“ bei.

Lucky Luke im Kino

2007 entstand mit “Lucky Luke, Go West!“ („Tous à l’Ouest: Une aventure de Lucky Luke“) ein weiterer Zeichentrickfilm, der leider nicht in unsere Kinos kam. Das Drehbuch basiert lose auf dem Comic „Lucky Luke: Kalifornien oder Tod“. Es fasst recht gut fast alle Situationen und Figuren zusammen, die den Reiz der langlebigen Erfolgs-Comicserie ausmachen. Im Zentrum des Geschehens stehen – neben Lucky Luke und Jolly Jumper – natürlich wieder die Daltons.

Lucky Luke im Kino

Nach einem turbulenten Auftakt in New York bricht Lucky Luke mit der vierköpfigen Gangsterbande und einem bunt zusammen gewürfelten Haufen von Siedlern zu einem Treck von Küste zu Küste auf. Wenn die Planwagen nicht in 80 Tagen das ganze Land durchquert haben, erlöschen die Ansprüche, die die Siedler auf ihr fruchtbares Land im Westen haben…

Lucky Luke im Kino
Mit dem sehr schön realisierten und erzählten “Lucky Luke, Go West!“ ist es ein wenig so wie mit dem ein Jahr zuvor entstandenen Zeichentrickfilm “Asterix und die Wikinger“. Auch jener liebevoll und rechtwerkgetreu in klassischer 2D-Animation angefertigte Film kam – inmitten all der Comic-Realverfilmungen und Computeranimationen – etliche Jahre zu spät.

Lucky Luke im Kino

Doch dank DVD und Blu-ray hat “Lucky Luke, Go West!“ weiterhin die Chance sein Publikum finden und es erfreuen.

Lucky Luke im Kino

Doch noch vor dem letzten Zeichentrickfilm zeigten die Kinos zwei der (bisher) drei Versuche aus Lucky Luke einen Realfilm zu machen. Morris stand der Sache ziemlich skeptisch gegenüber: “Eher zufällig hatte Terence Hill meine Alben gelesen, und er schwor sich, dass entweder er oder kein anderer die Hauptrolle verkörpere. Er nahm Kontakt mit dem Verlag Dargaud auf, an dem ich damals noch gebunden war, und die Verträge wurden unterschrieben. Er ähnelte Lucky Luke in keiner Weise (…), aber Terence Hill ist so sympathisch, so warmherzig, dass ich letztendlich mein Einverständnis gab.“

Lucky Luke im Kino

Kurioserweise erzählt der 1990 entstandene Spielfilm, die selbe Geschichte wie der fast 20 Jahre zuvor entstandene Zeichentrickfilm “Lucky Luke – Daisy Town“. Die Story von der rasch expandierenden Westernstadt, die Angriffen von Indianern und Daltons ausgesetzt ist, inszenierte Terence Hill höchstpersönlich, während das Drehbuch von seiner Frau Lori stammte.

Lucky Luke im Kino

Obwohl der Film in den USA (in Bonanza Creek, New Mexico) gedreht wurde, erinnert er stärker an einen Italowestern als an die klassischen Hollywood-Produktionen, über die sich Morris und Goscinny in ihren Comics hauptsächlich lustig machten. Passend (bzw. unpassend) dazu trägt Terence Hill ein Outfit, dass eher an seine Paraderolle in “Mein Name ist Nobody“ denken lässt als an die Comicfigur. Somit ist Hills “Lucky Luke“ ganz gewiss keine werkgetreue Comicverfilmung, aber insgesamt deutlich entspannter als die nächsten völlig überkandidelte Realverfilmungen.

Lucky Luke im Kino

Terence Hills Film lief so erfolgreich in den Kinos, dass ein Jahr später eine 8-teilige TV- Serie entstand. Die beiden Episoden “Ma Dalton ist und bleibt einmalig“ und “Ein schöner Zug von Geisterhand“ wurden zum Kinofilm “Lucky Luke 2“ zusammengeschnitten.

Lucky Luke im Kino

Mittlerweile gibt es eine DVD-Box mit dem Kinofilm und allen acht TV-Episoden.

Lucky Luke im Kino

Der nächste Film-Versuch “Die Daltons gegen Lucky Luke“ von 2004 hingegen ist ein Totalausfall. Da gibt es eine ganze Batterie wundervoller und unglaublich humorvoller Westerngeschichten vom Comicmeister Rene Goscinny und nichts davon im Film zu finden.

Lucky Luke im Kino

Stattdessen wurden Eric Judor und Ramsy Bedia, zwei nahezu gleich große französische Komiker, nicht nur als Joe und Averell Dalton gecastet, sondern sie durften auch noch ein völlig blödsinniges Drehbuch um einen magischen Sombrero verfassen. Der Regisseur Philippe Haïm hingegen hält sich für eine Mischung aus Rodriguez, Tarantino und Leone, verbreitet aber trotz des beträchtlichen Budgets nur Langeweile.

Lucky Luke im Kino

Schon der französische Originaltitel “Les Dalton“ deutet an, dass der Lonesome Cowboy nicht im Zentrum des Geschehens steht. Dies ist schade, denn überraschenderweise kann Til Schweiger als Lucky Luke (in seiner Nebenrolle!) durchaus überzeugen. Zwar wird der (einzige halbwegs brauchbare) Gag mit seinem langsameren Schatten qualvoll zu Tode geritten, doch Schweiger legt die Rolle merklich werkgetreuer an als zuvor Terence Hill.

Lucky Luke im Kino
Jean Dujardin in “Die Daltons gegen Lucky Luke“

Der nächste reale Lucky Luke war Jean Dujardin (“OSS 117 – Der Spion, der sich liebte“), der bereits in “Die Daltons gegen Lucky Luke“ in einer Nebenrolle zu sehen war.

Lucky Luke im Kino

Nachdem zuvor schon der Zeichentrickfilm “Lucky Luke, Go West!“ nicht in unsere Kinos kam, verhielt es sich mit der 2009 in Argentinien entstandenen Realverfilmung mit Dujardin genauso. Dies ist teilweise verständlich, denn sonderlich werkgetreu zur Comicvorlage (oder gar zum Humor des begnadeten Texters René Goscinny) ist auch dieses Werk nicht ausgefallen.

Lucky Luke im Kino

Irgendwie geht es um das aus Comic und Trickfilm bekannte Städtchen Daisy Town, den Bau der Eisenbahn und einige Banditen wie Billy the Kid oder Jesse James sowie Calamity Jane kommen auch vor, während die Daltons diesmal pausieren. Der Hauptfigur wird nicht nur der Name John “Lucky“ Luke sondern auch noch eine tragische Vorgeschichte angedichtet.

Lucky Luke im Kino

Beim in Szene setzten dieser meilenweit vom Comic entfernten Origin wird eifrig aus “Spiel mir das Lied vom Tod“ zitiert. So richtig überzeugen will das opulent ausgestattete Werk nicht, zumal der Humor oft ähnlich krude ausfällt wie in der vorherigen katastrophalen Realverfilmung “Die Daltons gegen Lucky Luke“.

Lucky Luke im Kino

So bleibt abschließend festzustellen, dass gleich der erste Versuch Lucky Luke ins Kino zu bringen der (bisher) gelungenste war. Was sicher daran liegt, dass Morris und René Goscinny maßgeblich am Zeichentrickfilm “Daisy Town“ beteiligt waren.

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Bilder vom Comic Café vom 14.02.2016

Hier einige Impressionen von meinem Comic Café, das am Sonntag den 14. Februar 2016 im Münchner Werkstattkino stattfand.

Bilder vom Comic Café vom 14.02.2016

Okin Cznupolowsky eröffnete die Veranstaltung wieder mit einem Ständchen und der Erkennungsmelodie vom Comic Café.

Bilder vom Comic Café vom 14.02.2016

Matthias Schäfer hat eigens ein kleines animiertes Video gedreht, das hier zu sehen ist.

Angoulême: 43. Festival international de la Bande dessinée

Zentrales Thema war das größte europäische Comicfestival im französischen Angoulême. Im Vorfeld der Veranstaltung gab es einen Skandal im Zusammenhang mit der Verleihung des Grand Prix. Wer diese Auszeichnung bekommt, kann zugleich auch als Präsident die Ausrichtung des Festivals im nächsten Jahr mitbestimmen. Als eine Liste mit 30 Kandidaten bekanntgegeben wurde, gab es viel Entrüstung darüber, dass sich kein einziger weiblicher Comickünstler darunter befand.

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Um den Druck aus der Veranstaltung zu nehmen, wurde der Preisträger bereits vorzeitig bekannt gegeben. Der Belgier Hermann Huppen fügte sich dann bestens in die eher rückwärtsgewandte Ausrichtung des Festivals. Es wurden drei schon etwas betagte, aber noch erstaunlich rüstige, Comic-Meilensteine gefeiert.

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Die viele kleineren Ausstellungen wurden überstrahlt von der großen Werkschau “L ’Art de Morris“. Die Western-Parodie “Lucky Luke“ des als Morris bekannten Belgiers Maurice de Bevere (1923 – 2001) ist auch nach 70 Jahren dank ihrer gekonnt karikierten Typen frischer denn je. Eine Ausstellung feierte den Zeichner Morris.

© Morris - Goscinny / Lucky Comics 2016
© Morris – Goscinny / Lucky Comics 2016

Im April erscheint aber auch der von Matthieu Bonhomme (“Texas Cowboys“) in einem realistischeren Stil gezeichnete Comic “Der Mann, der Lucky Luke erschoss“ der vom Tod der eigentlich unsterblichen Figur handelt.

© Morris - Goscinny / Lucky Comics 2016
© Morris – Goscinny / Lucky Comics 2016

Weitere große Themen des Festivals waren “Corto Maltese“, der melancholische Seemann, den der Italiener Hugo Pratt erstmals 1967 zu Papier brachte, sowie der Japaner Katsuhiro Otomo, der im letzten Jahr zum Festival-Präsidenten gekürt wurde. Otomo war persönlich anwesend und stieg auch gerne auf das markante rote futuristische Motorrad seiner 1982 gestarteten Erfolgsserie “Akira“.

Foto © UFOto
Foto © UFOto

Ich präsentierte frische Impressionen vom diesjährigen Festival in Angoulême, siehe auch meinen Artikel in der Süddeutschen Zeitung.

COMICS LESEN!

Fester Bestandteil des Programms ist die Expertenrunde “Comics lesen!“ die sich als Prüfstand für Neuerscheinungen versteht.

Bilder vom Comic Café vom 14.02.2016

Regelmäßig und kontrovers diskutiere ich mit Igor Barkan (Zombiac), dem Comiczeichner Robert Platzgummer (MingaManga) Rainer Schneider (Comicaze) über aktuelle Comics.

Tag X: Bd. 2: Die Kennedy-Gang

Zur Debatte standen “TAG X – Die Kennedy-Gang“ (Panini).

Bilder vom Comic Café vom 14.02.2016

Hier die Wertung.

Votes for Women – Der Marsch der Suffragetten

VOTES FOR WOMEN – DER MARSCH DER SUFFRAGETTEN (Egmont)

Bilder vom Comic Café vom 14.02.2016

Hier die Wertung.

Animations-Experte Matthias Schäfer informierte über die klassischen Peanuts-Cartoons.

Bilder vom Comic Café vom 14.02.2016

ERKENNEN SIE DIE MELODIE?

Zusammen mit Okin Cznupolowsky an der Trompete präsentierten wir unser Musik-Quiz. Zu gewinnen gab es wieder relativ wertvolle Sachpreise.

Bilder vom Comic Café vom 14.02.2016

Danach fand wie immer ein gemütliches Beisammensein im Fraunhofer statt.

Das nächste Comic Café ist am Sonntag den 20.03.2016 um 18 Uhr.

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Lucky Luke – Die Gesamtausgabe: 2013 – 2015

Mit diesem Buch liegt bereits der 27. Band der äußerlich vielleicht nicht gerade wunderschön, doch zumindest einheitlich, aufgemachten Gesamtausgabe von “Lucky Luke“ vor. Die 2003 gestartete Reihe ist somit auf dem neusten Stand und enthält alle Abenteuer, die in den letzten sieben Jahrzehnten über den Cowboy, der schneller zieht als sein Schatten, erzählt wurden.

Lucky Luke - Die Gesamtausgabe: 2013 - 2015Den großen als Morris bekannten Belgier Maurice de Bevere (1923 – 2001) beerbte nach dessen Tod der Zeichner Hervé Darmenton, der die Serie als Achdé im klassischen Look sehr werkgetreu weiterführt.

Lucky Luke - Die Gesamtausgabe: 2013 - 2015

Die Hochphase erlebte Lucky Luke als René Goscinny Mitte der 60er Jahre – noch bevor er Asterix schuf – damit begann Lucky Luke zu texten und dem zuvor im Alleingang arbeitenden Morris dadurch eine Last von den Schulternb nahm. Nach Goscinnys Tod arbeitete Morris mit ständig wechselnden Szenaristen und bei Achdé ist es ebenso. Der vorliegende Band der Gesamtausgabe enthält drei albenlange von Achdé gezeichnete Geschichten. Zwei handeln von den beliebtesten Nebenfiguren der Serie, den Daltons.

Lucky Luke - Die Gesamtausgabe: 2013 - 2015

Zuvor waren von den Daltons eigentlich nur der kleine hinterlistige Joe und der gefräßige Averell klar definierte Persönlichkeiten. Jack und William hingegen waren nur dekorative Staffage und hatten dafür zu sorgen, dass das Ganoven-Orgelpfeifen-Quintett lustig anzusehen war. Doch im Lucky-Luke-Album “Auf eigene Faust“ von 2013 sind es Jack und William, die den Aufstand wagen. Sie wollen Joe seine bisher unumstrittene Führungsrolle streitig machen. Das Unfassbare geschieht: Die Daltons trennen sich. Doch zuvor schließen sie eine Wette ab und wer von den Brüdern zuerst eine Million ergaunert hat, ist der neue Anführer…

Lucky Luke - Die Gesamtausgabe: 2013 - 2015

Ein starker Wurf“ erschien ebenfalls 2013 und enthält Geschichten mit “Lucky Kid“, der nicht unumstrittenen Kiddie-Version der Hauptfigur. Den von Achdé geschriebenen und gezeichneten Band eröffnet eine sechsseitige Geschichte, die mit einem verregneten Duell beginnt, in dem der erwachsene Lucky Luke gegen einen Gegner antritt, den er noch aus seiner Kindheit kennt.

Lucky Luke - Die Gesamtausgabe: 2013 - 2015

Mit jenem Billy Badwell alias Billy Bad wollte sich bereits der kleine Lucky Kid duellieren, doch seine Erziehungsberechtigte, die resolute Saloon-Wirtin Martha nahm ihm die Steinschleuder ab. Trotzdem kommt es zu einem Duell, das ähnlich verregnet bzw. verwässert endet wie die Konfrontation, die Lucky Luke etliche Jahre später mit dem nicht wirklich erwachsen gewordenen Billy Bad austragen muss. Das restliche Album besteht aus zumeist wirklich komischen Onepagern und Strips mit “Lucky Kid“.

Lucky Luke 93: Meine Onkel, die Daltons

Meine Onkels, die Daltons“ erzählte 2015 von Emmett Junior, den nicht eben wohlerzogenen Neffen der Daltons. Dieser ist der Sohn von Emmett Dalton, den es tatsächlich gegeben hatte und der mit seinen Brüdern den Wilden Westen unsicher. Um Emmett Junior aufzupassen, werden die Dalton in den offenen Vollzug versetzt, wobei Lucky Luke als Aufpassen fungiert. Das Resultat ist nicht nur besser als das nicht sonderlich attrasktive Titelbild vermuten lässt, sondern amüsanter als die meisten von Achdé gezeichneten Lucky Luke Geschichten.

Lucky Luke - Die Gesamtausgabe: 2013 - 2015

Eine schöne Ergänzung zu den drei längeren Geschichten dieses Bandes der Gesamtausgabe ist die vierseitige Kurzgeschichte “Machine Gun Kid“. Diese entstand bereits 1999, also lange bevor Achdé offizieller Zeichner von Lucky Luke wurde, und erschien in einem Sammelband mit Hommagen an Morris. Bei uns wurde die amüsante Story, in der Morris höchstpersönlich auftrat, erstmals 2014 in Egmonts Lucky-Luke-Band 92 “Ein Menü mit blauen Bohnen“ veröffentlicht. Hierfür hat Achdé seine Zeichnungen noch einmal etwas überarbeitet und in der Gesamtausgabe liegt diese neue Version erstmals in Farbe vor. Abgerundet wird auch dies Buch der Gesamtausgabe durch interessantes Bonusmaterial.

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Achdé: Lucky Luke # 91 – Ein starker Wurf

Nach Band 89 “Lucky Kid“ folgt hier ein weiteres von Achdé geschriebenes und gezeichnetes Comic-Album mit den Jugend-Abenteuern des Mannes, der schneller als sein Schatten zieht.

Achdé: Lucky Luke # 91 - Ein starker Wurf

Auf dem Backcover ist es allerdings kein Revolver, den der kleine Lucky zieht, sondern eine Steinschleuder. Den Band eröffnet eine etwas längere sechsseitige Geschichte, die zunächst mit einem verregneten Duell beginnt, in dem der erwachsene Lucky Luke gegen einen Gegner, den er schon aus seiner Kindheit kennt, antreten muss.

Achdé: Lucky Luke # 91 - Ein starker Wurf

Mit jenem Billy Badwell alias Billy Bad wollte sich bereits der kleine Lucky Kid duellieren, doch seine Erziehungsberechtigte, die resolute Saloon-Wirtin Martha nimmt ihm seine Steinschleuder ab. Trotzdem kommt es zu einem Duell, das ähnlich verregnet bzw. verwässert endet wie die Konfrontation, die Lucky Luke etliche Jahre später mit dem nicht wirklich erwachsen gewordenen Billy Bad hat.

Achdé: Lucky Luke # 91 - Ein starker Wurf
Diese Geschichte ist eine schöne Einstimmung in den Gag-Reigen, der danach folgt. Das restliche Album besteht aus wirklich komischen Onepagern und Strips. Hier tummeln sich neben dem kleinen Lucky Kid auch allerlei weitere Figuren um die der neue Lucky-Luke-Zeichner Achdé die Traditionsserie von Morris bereichert hat. Achdé hat erkannt, dass die Figur des Lucky Kid nicht zu albumlangen Geschichten taugt, was Mitte der Neunziger Jahre fast ganz ohne Beteiligung von Morris in den außerhalb der Serie entstandenen Comics “Oklahoma Jim“ und “Am Fluss der rosa Biber“ versucht wurde, die später als Band 73 und 82 in die “Lucky Luke“-Reihe mit aufgenommen wurden.

Achdé: Lucky Luke # 91 - Ein starker Wurf

Doch als zentrale Figur einer Reihe mit kurzen Gag-Comics, die noch unaufdringlich um kurze Wild-West-Fakten oder dem Motto “Hättest Du das gewusst?“ ergänzt wurden, taugt der kindliche Cowboy allemal.

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Achdé: Lucky Luke # 90 – Auf eigene Faust

Die Wachablösung hat perfekt geklappt. Der neue Lucky Luke Zeichner Hervé Darmenton alias Achdé liefert im Ein- bis Zwei-Jahrestakt Comicalben wie “Schikane in Quebec”, “Die Daltons in der Schlinge“ und “Der Mann aus Washington“ , die sich nicht vor den Meisterwerken verstecken müssen, die einst der große René Goscinny für die Traditionsserie textete. Auch als Zeichner weiß Achdé zu gefallen und seine Bilder sind nicht so steril wie das Spätwerk von Morris.

Achdé: Lucky Luke # 90 - Auf eigene Faust

Die Geschichte stammt genau wie schon “Lucky Luke gegen Pinkerton“ von Daniel Pennac und Tonino Benacquista. Diesmal geht es um die beliebtesten Nebenfiguren der Serie. Bisher waren von den Daltons eigentlich nur der kleine hinterlistige Joe und der gefräßige Averell klar definierte Persönlichkeiten. Jack und William hingegen waren nur dekorative Staffage und hatten dafür zu sorgen, dass das Ganoven-Orgelpfeifen-Quintett lustig anzusehen war.

Achdé: Lucky Luke # 90 - Auf eigene Faust

Doch im neuen Lucky Luke Album sind es Jack und William, die den Aufstand wagen. Sie wollen Joe seine bisher unumstrittene Führungsrolle streitig machen. Das Unfassbare geschieht: Die Daltons trennen sich. Doch zuvor schließen sie eine Wette ab und wer von den Brüdern zuerst eine Million ergaunert hat, ist der neue Anführer.

Achdé: Lucky Luke # 90 - Auf eigene Faust

Dies ist ein origineller Aufhänger für ein Comicalbum voller verrückter Ideen und Situationen. Während Joe weiterhin oldschool-mäßig Banken ausraubt, eröffnet William ein erfolgreiches Spielcasino und William sahnt als korrupter Politiker mächtig ab, während der gefräßige Averell sehr erfolgreich als Gastronom ist. All dies wird so pointiert und geschickt verzahnt erzählt, dass sich um die Zukunft von Lucky Luke keine Sorgen gemacht werden muss!

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Achdé: Lucky Luke # 93 – Meine Onkel, die Daltons

Das Hauptproblem dieses Lucky Luke Albums dürfte das Titelbild sein. Selbst bei den schwächeren (nicht vom großen René Goscinny) getexteten Geschichten um den Cowboy, der schneller als sein Schatten zieht, war nach Betrachten des Covers sofort zumindest ungefähr klar, worum es in der jeweiligen Geschichte ging. Auf dem etwas unübersichtlichen weil reich bevölkerten Titelbild von “Meine Onkel, die Daltons“ hingegen fehlt die Hauptfigur.

Lucky Luke 93: Meine Onkel, die Daltons

Hierbei handelt es sich um Emmett Junior, den nicht eben wohlerzogenen Neffen der Daltons. Dieser ist der Sohn von Emmett Dalton, den es tatsächlich gegeben hatte und der mit seinen Brüdern den Wilden Westen unsicher. Morris ließ diese tatsächlichen Daltons bereits 1951 in der auch von ihm getexteten Geschichte “Die Gesetzlosen“ auftauchen. Er ergänzte das Dalton-Trio Bob, Grat und Emmett noch um deren fiktiven Bruder Bill. Außerdem zeigte am Ende der Geschichte die Gräber des Banditen-Quartetts. Später bedauerte es Morris, dass er diese bei den Lesern sehr beliebten unterschiedlich großen Figuren hatte sterben lassen, Daher entwickelte er 1957 zusammen mit Goscinny die allgemein bekannten aber völlig fiktiven Daltons namens Joe, Jack, William und Averell.

Lucky Luke 93: Meine Onkel, die Daltons

Diese müssen im neuen Lucky Luke Album als Onkels fungieren, denn ihr Cousin Emmett Dalton, der noch bis 1937 lebte, hat im Comic (aber wohl nicht im wirklichen Leben) einen Sohn gezeugt. Um auf diesen Lauser aufzupassen, werden die Dalton in den offenen Vollzug versetzt, wobei Lucky Luke als Aufpassen fungiert. Für die daraus resultierenden Verwicklungen hat sich das Autoren-Duo Laurent Gerra und Jacques Pessis von der französischen Filmkommödie „Mein Onkel, der Gangster“ inspirieren lassen und die gezeichneten Ebenbilder von einigen der Darstellern wie Lino Ventura absolvieren Gastauftritte. Das Resultat ist nicht nur besser als das Titelbild vermuten lässt, sondern amüsanter als die meisten von Achdé gezeichneten Lucky Luke Geschichten.

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