Schlagwort-Archive: Lucky Luke

Bastei Freunde

Seit 2006 veröffentlicht Ulrich Wick unermüdlich die belgische Western-Comic-Serie “Silberpfeil“, die ab 1969 zunächst im Heft „Felix“ und dann beim Bastei Verlag als eigene Reihe erschien. Mehr als sechs Hefte im Jahr bringt Ulrich Wick jedoch von seiner Neuauflage nicht heraus und daher dürfte er für seine Komplettausgabe mindestens “ziemlich genau 121 Jahre“ benötigen.

Bastei Freunde

Doch damit nicht genug, denn Wick Comics veröffentlicht auch noch gebundene Silberpfeil-Sonderbände und im Rahmen des “Frans Sels Archiv“ auch andere Comicgeschichten des Schöpfers des Kiowa Häuptlings. Der vielseitige Sels setzte auch eine Comic-Biographie über Abraham Lincoln in Szene und ließ seinen Funny-Helden Bongo gegen den “Kux-Klan“ kämpfen.

Bastei Freunde

Ein weiteres Tätigkeitsfeld für Ulrich Wick ist auch noch das vierteljährlich erscheinende Magazin “Bastei Freunde“. In reich und farbig bebilderten aber auch sehr fundiert verfassten Artikeln wird hier nicht nur über “Silberpfeil“ und ähnlich gelagerte Bastei-Western-Comics wie “Loup Noir“ alias “Schwarzer Wolf“ oder “Captaine Apace“ alias “Flammender Speer“ berichtet, sondern auch über die Literatur-Adaptionen in der Reihe “Berühmte Geschichten“.

Bastei Freunde

Ein wichtiges Thema ist natürlich auch der erstmals 1919 im Trickfilm aufgetretene Kater “Felix the Cat“. Dieser war auch der Namens-Pate des Hefts “Felix“ mit dem der Bastei Verlag zusammen mit der Zeitschrift “Pony“ (hierin erschien u. a. auch “Tim und Struppi“) 1958 seine Comic-Produktion aufnahm.

Bastei Freunde

In der Ausgabe 45 von “Bastei Freunde“ bietet Thomas Opitz einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen und erzählt detailreich bebildert davon wie in Deutschland in den Sechziger Jahren “Felix“-Hefte produziert wurden.

Bastei Freunde

Die Rückseite mit den nostalgischen “Wer zuletzt lacht…“-Bilderwitzen und Checklisten zu Bastei-Serien wie “Phantom – Der wandelnde Geist“ runden den positiven Gesamteindruck des Fachmagazins ab, dem in dieser Form noch ein langes Leben zu wünschen ist.

Bastei Freunde 46

Während die Comicwelt dem neuen von Matthieu Bonhomme gezeichneten Comic “Der Mann, der Lucky Luke erschoss“ feierte, widmet sich die 46. Ausgabe der „Bastei Freunde“ den in Deutschland von Peter Menningen geschriebenen Comics um den Mann, der schneller als sein Schatten zieht. Menningen hat zwischen 1993 und 1994 für den Bastei Verlag rund 375 Comicseiten mit Lucky Luke getextet, die offiziell von Morris abgesegnet waren und in Spanien gezeichnet wurden.

SILBERPFEIL bei Wick Comics kaufen, hier anklicken

SILBERPFEIL-Comics bei ebay kaufen, hier anklicken

Silberpfeil # 1 bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Reddition 64: Lucky Luke

Der 70. Geburtstag von Lucky Luke ist natürlich ein sehr dankbarer Anlass, um die spannende Geschichte des Cowboys, der schneller als sein Schatten zieht, zu erzählen.

Reddition 64: Lucky Luke

Ausstellungen zum Jubiläum in Angoulême und Erlangen zeigten, was für ein dynamischer Zeichner der Belgier Maurice de Bévère (1923-2001) alias Morris war, der zu Unrecht immer etwas im Schatten seiner Kollegen André Franquin und Albert Uderzo stand. Ein Ausstellungs-Katalog, der auch bei Egmont auf Deutsch erscheint, zeigte durch vergrößerte Abbildungen, dass die Wirkung einzelner Panels von Morris der immer wieder gerne gefeierten „klaren Linie“ von Hergés „Tim und Struppi“ in nichts nachsteht.

Reddition 64: Lucky Luke
© Morris / Lucky Luke Comics 2016

Die durchgehend farbig und sehr schön bebilderte 64. Ausgabe der “Reddition“ beschäftigt sich in neun Artikeln mit verschiedenen Teilaspekten rund um das zeitlose Phänomen Lucky Luke. Den Auftakt bildet ein Bericht von Volker Hamann über das Frühwerk, das Morris ab 1945 für die Illustrierte “Le Moustique“ (“Die Mücke“) schuf. Hier war ein vielfältig talentierter Zeichner auf der Suche nach einem eigenen Stil. Anschließend versucht Michael Hein “Die Kunst des Maurice de Bévère“ zu beschreiben und analysiert die parodistischen Aspekte der Serie.

Lucky Lukes erster Auftritt © Morris / Lucky Luke Comics 2016
Lucky Lukes erster Auftritt © Morris / Lucky Luke Comics 2016

Wichtig ist natürlich auch René Goscinny. Peter Nover porträtiert den großen Comic-Autor, der zunächst auch als Zeichner tätig war. Morris war heilfroh als dieser ihm ab 1955 das leidige Schreiben der Geschichten abnahm und er sich dadurch voll aufs Zeichnen konzentrieren konnte. Horst Berner, der auch die Texte zu Egmonts Lucky-Luke-Gesamtausgabe beisteuert, beschäftigt sich mit der wechselhaften und kuriosen Veröffentlichungsgeschichte der Serie in Deutschland. So blieb in den deutschen Fassungen zwar der Name von Lucky Luke unangetastet, doch dessen Pferd Jolly Jumper, hieß zuvor schon einmal Rosinante oder Rosa, und der Hund Rantanplan trug zunächst den Namen Sheriff.

Lucky Luke im Kino
© Morris / Lucky Luke Comics 2016

Da Morris seinen Cowboy eigentlich als animierte Figur geplant hatte, beschreibt Jens R. Nielsen faktenreich die Anfänge des belgischen Zeichentrickfilms. Auf die ab 1971 entstandenen Kinofilme mit Lucky Luke geht er leider nur recht kurz ein. Recht interessant ist auch Volker Hamanns Bericht über “Lucky Luke in den Niederlanden“. Wichtig ist natürlich auch der Zeichner Hervé Darmenton alias Achdé, der die Serie im klassischen Look werkgetreu weitergeführt und von Bernd Frenz porträtiert wird.

Matthieu Bonhomme: Der Mann, der Lucky Luke erschoss
Lucky Luke von Matthieu Bonhomme © Morris / Lucky Luke Comics 2016

Bemerkenswert ist aber auch ein etwas anderer Lucky Luke, der gerade in einem neuen Comicalbum “erschossen“ wurde. Matthieu Bonhomme, der zuvor schon mit der von Lewis Trondheim geschriebenen Western-Serie „Texas Cowboys“ bewiesen hat, dass realistische Zeichnungen und skurriler Humor kein Widerspruch sein müssen, hat aktuell die Geschichte “Der Mann, der Lucky Luke erschoss“ veröffentlicht. Matthias Hofmann befasst sich mit diesem “alternativen“ Lucky Luke und mit einer weiteren Neuinterpretation der Serie, die Guillaume Bouzard sehr reduziert zu Papier gebracht hat.

Reddition 64: Lucky Luke
Lucky Luke von Guillaume Bouzard © Morris / Lucky Luke Comics 2016

Im Anhang dieser wieder sehr gelungen zusammengestellten “Reddition“ befindet sich noch Bibliographie von Morris, die durch ihren Umfang von 16 Seiten selbst Comic-Insider überraschen dürfte.

Bastei Freunde

Eine interessante Ergänzung liefert die 46. Ausgabe der „Bastei Freunde“ in der Peter Menningen interviewt wird. Dieser hat zwischen 1993 und 1994 für den Bastei Verlag rund 375 Comicseiten mit Lucky Luke getextet, die offiziell von Morris abgesegnet waren und in Spanien gezeichnet wurden.

Zu bestellen unter: www.reddition.de

“Reddition 62″ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Reddition” bei ebay kaufen, hier anklicken

„Der Mann, der Lucky Luke erschoss“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Der Mann, der Lucky Luke erschoss“ bei ebay kaufen, hier anklicken

Lucky Luke Hommage von Guillaume Bouzard bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Das Sachbuch „Auf den Spuren von Lucky Luke“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke“-Comics und sonstiges bei ebay kaufen, hier anklicken

Achdé: Lucky Luke # 94 – Martha Pfahl

Nach Band 89 “Lucky Kid“ und Band 91 “Ein starker Wurf“ folgt eine weitere Zusammenstellung einiger von Achdé geschriebenen und gezeichneten Comic-Geschichten mit Jugend-Abenteuern des Mannes, der schneller als sein Schatten zieht.

Achdé: Lucky Luke # 94 – Martha Pfahl

Auf dem Backcover des Albums ist es kein Revolver, den der kleine Lucky zieht, sondern eine Steinschleuder.

Achdé: Lucky Luke # 91 - Ein starker Wurf

Mitte der 90erJahre erschienen die fast ganz ohne Beteiligung von Morris entstandene Comics “Oklahoma Jim“ und “Am Fluss der rosa Biber“, die durchgehende Geschichten mit Lucky Kid erzählten. Achdé hat erkannt, dass der kleine Cowboy nicht zu albumlangen Geschichten taugt und daher setzt er ihn in meistens recht amüsanten Onepagern ein, die noch um belehrende Texte ergänzt wurden. So wird jüngeren Lesern etwa diese Weisheit mit auf den Lebensweg gegeben; “In vielen Salons gab es sogenannte Animierdamen, die tanzten und die Gäste zum Trinken verführen sollten. Dafür erhielten sie einen Anteil des Umsatzes.“

Achdé: Lucky Luke # 94 – Martha Pfahl

In Frankreich ist “Les aventures de Kid Lucky d’après Morris“ eine eigene Alben-Reihe und “Matha Pfahl“ (Originaltitel “Statue Squaw“) der dritte Band dieser Serie. Auffallend ist, dass in einigen Short Storys auch der “alte“ Lucky Luke auftritt. Meist handelt es sich hierbei um Geschichten, in denen Lucky Kid sich Gedanken über seine Zukunft macht.

Achdé: Lucky Luke # 94 – Martha Pfahl

Daher ist es ein hübscher Gag, wenn am Abschluss des Comic-Alben in der fünfseitigen Story “Ein Weihnachtsmärchen“, der erwachsene Lucky Luke davon träumt, wieder ein Kind zu sein.

Diesen Comic bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke“-Comics und sonstiges bei ebay kaufen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1946 – 1950“ u. a. mit „Arizona 1880“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1951 – 1954“ u. a. mit „Die Rückkehr der Brüder Dalton“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1957 – 1958“ u. a. mit „Auf nach Oklahoma!“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1958 – 1960“ u. a. mit „Am Mississippi“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1960 – 1961“ u. a. mit „Billy the Kid“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1961 – 1962“ u. a. mit „Die Daltons auf dem Kriegspfad“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1962 – 1964“ u. a. mit „Die Daltons bewähren sich“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1964 – 1965“ u. a. mit „Lucky Luke reitet für die 20er Kavallerie“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1965 – 1967“ u. a. mit „Die Postkutsche“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1967 – 1969“ u. a. mit „Das Greenhorn“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1969 – 1971“ u. a. mit „Jesse James“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1971– 1973“ u. a. mit „Ma Dalton“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1973 – 1975“ u. a. mit „Eine Woche Wilder Westen “ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1975 – 1977“ u. a. mit „Der singende Draht “ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1978 – 1980“ u. a. mit „Der Galgenstrick“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1980 – 1982“ u. a. mit „Sarah Bernhardt“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1983 – 1984“ u. a. mit „Daisy Town“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1985 – 1987“ u. a. mit „Die Geisterranch“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1987 – 1991“ u. a. mit „Der Pony Express“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1992 – 1994“ u. a. mit „High Noon in Hadley City “ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1995 – 1996“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1996 – 1998“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1999 – 2002“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 2002 – 2006“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 2007 – 2013“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 2013 – 2015“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Lucky Luke im Kino

Der Belgier Maurice de Bevere (1923 – 2001) alias Morris ließ 1946 erstmals jenen Cowboy im Comic auftreten, der schneller als sein Schatten zieht. Er hatte Lucky Luke eigentlich als Held eines Zeichentrickfilms geplant.

Lucky Lukes erster Auftritt © Morris / Lucky Luke Comics 2016
Lucky Lukes erster Auftritt © Morris / Lucky Luke Comics 2016

Die größten Erfolge feierte die Westernparodie jedoch erst, als René Goscinny ab Mitte der Fünfziger Jahre als Texter hinzu kam, noch bevor er mit Asterix durchstartete. Auch Goscinnys große Liebe gehört dem Zeichentrickfilm und als er in den USA weilte, träumte er davon bei Walt Disney zu arbeiten. Doch Goscinny fand es sehr bedauerlich, das Disney diesen Traum nicht teilte.

Lucky Luke im Kino

Schon daher ist es nicht verwunderlich, dass 1971 ein erster Zeichentrickfilm mit Lucky Luke entstand.  Bei “Lucky Luke – Daisy Town“ führten Morris und Goscinny Regie. Der Film basiert auf keinem der Comic-Alben. Vielmehr wurde eine Originalgeschichte entworfen, die möglichst viele Aspekte des Wilden Westens beinhaltet und 1983 sogar zum Comic-Album  „Daisy Town“ verarbeitet, das bei uns als Band 40 der Lucky Luke Reihe erschienen ist.

Lucky Luke im Kino

Insgesamt kann dieser Film um den einsamen Cowboy durchaus als gelungen angesehen werden. Schwächen in der Animation werden durch originelle Einfälle (inklusive Anleihen bei Tex Avery) ausgeglichen und auch die musikalischen Einlagen sind sehr gelungen. Die Satire auf den klassischen Western ist zwar nicht ganz so subtil, wie in den besseren Comic-Alben, aber dafür wird im Film gleich der komplette Wilde Westen veralbert. Außerdem ist es sehr viel passender, dass Lucky Luke hier noch eine Zigarette zwischen den Lippen hat und nicht wie später (aus Gründen der politischen Korrektheit) auf einem Strohhalm herum kaut.

0003

Die 2001 bei Kinowelt erschienene deutsche DVD genügt von der (Voll-)Bildqualität her leider nicht den heutigen Sehgewohnheiten und enthält auch nur die deutsche Synchronfassung.

Lucky Luke im Kino

Doch mittlerweile gibt es in Spanien (aber bemerkenswerterweise nicht in Frankreich!) eine Blu-ray von “Lucky Luke – Daisy Town“ in phantastischer 16:9-Bildqualität mit französischer und spanischer Tonspur. Es ist zwar schade, dass die deutsche Tonspur fehlt, doch der köstliche Humor des Films ist in erster Linie visueller Natur.

Lucky Luke im Kino

Die deutsche DVD kann immerhin dadurch punkten, dass es als Bonusmaterial noch die sehr interessanten und ausführliche 88-minütige Dokumentation „René Goscinny – ein Leben für den Humor“ („René Goscinny – Profession Humoriste“) gibt. Dieser Film enthält nicht nur seltene Privataufnahmen von Goscinny. Es gibt auch Ausschnitte aus von ihm gestalteten Kino- und TV-Filmen zu sehen. Darüber hinaus kommt auch noch nahezu die gesamte französische Comic-Elite zu Wort. Dieser 1998 für den Sender arte entstandene Bericht ist in französischer Sprache auf der DVD enthalten und wahlweise können deutsche Untertitel eingeblendet werden.

Lucky Luke im Kino

1975 gründeten Goscinny und Uderzo gemeinsam mit Georges Dargaud die “Studios Idéfix“ und wollten dort ihrem großen Vorbild Walt Disney nacheifern. Sie starteten ihre Zeichentrick-Produktion mit “Asterix erobert Rom“. Als zweiter (und letzter) Film der “Studios Idéfix“ folgte 1978 “Lucky Luke – Sein größter Trick“. In diesem tricktechnisch recht hochwertigen Film, ist der Lonesome Cowboy mal wieder auf der Jagd nach den Daltons, die im Auftrag eines am Strang gestorbenen Onkels die aus allen möglichen Westerntypen zusammengesetzte Jury umbringen sollen.

Lucky Luke im Kino

Die Geschichte wird – wie zuvor schon beim Zeichentrickfilm “Asterix und Cleopatra“ (und natürlich bei Disney) – auch noch mit Musical-Szenen garniert, daher trägt der Film im Original auch den Titel “La ballade de Dalton“. Als eine Art Moderator fungiert ein Bänkelsänger, dessen Lieder in der deutschen Fassung von Reinhard Mey gesungen werden. Dieser hatte bereits vier Jahre zuvor beim Disney-Zeichentrickfilm “Robin Hood“ einen ähnlichen Job übernommen.

Lucky Luke im Kino

Die Musical-Einlagen sind zwar ganz witzig, doch insgesamt ist der Film trotz gewaltiger tricktechnischer Fortschritte weniger gut gelungen als der Vorgänger “Lucky Luke – Daisy Town“. Kurz nach Fertiggestellung des Filmes schlossen die “Studios Idéfix“ ihre Pforten. Die laufenden Betriebskosten waren einfach zu hoch um das Studio nach Goscinnys plötzlichen Tod im Jahre 1977 noch am Leben zu erhalten.

Lucky Luke im Kino

Auch “Lucky Luke – Sein größter Trick“ basierte auf keinem Comic-Alben. Die Geschichte des Films wurde 1978 zunächst in einem kleinformatigen Comic adaptiert, der später ummontiert auch bei uns im Sammelband “Die Dalton-Ballade und andere Geschichten“ als Band 49 der Lucky Luke Reihe erschienen ist.

Lucky Luke im Kino

Die deutsche DVD-Veröffentlichung von Kinofilm enthält als Bonus den deutschen Trailer (2:59 min, Vollbild), eine Galerie mit 25 deutschen Aushangfotos und Standbildern, sowie ein 8-seitiges farbiges Booklet. Genau wie bereits bei “Daisy Town“ ist die Bildqualität leider nur mäßig, während in dieser Hinsicht die Blu-ray aus Spanien wieder exzellent ist.

Lucky Luke im Kino

Nicht wirklich gelungen war der nächste Zeichentrickfilm „Lucky Luke – Das große Abenteuer„, der 1983 ins Kino kam. Hier wurden lediglich drei Episoden einer sparsam animierten 26-teiigen Trickfilmserie aus dem Hause Hanna-Barbera (“Familie Feuerstein“) zu einem Kinofilm zusammengeschnitten. Bei den einzelnen Geschichten handelte es sich um Verfilmungen der Comics “Die Daltons im Blizzard“, “Ma Dalton“ und “Die Daltons“ bewähren sich. Genau wie in der Trickfilm-Serie war auch im Kino die von Freddy Quinn gesungene Titel-Melodie “Bang Bang, Lucky Luke“ zu hören.

Lucky Luke im Kino

Es sei noch angemerkt, dass in diesem Fall die Bildqualität der zugehörigen DVD mit anamorphen 16:9-Format ganz passabel ist. Der DVD von Filmconfect liegt  sogar ein kleines 20-seitiges Comicheft mit der Kurzgeschichte „Aus Liebe zur Musik“ bei.

Lucky Luke im Kino

2007 entstand mit “Lucky Luke, Go West!“ („Tous à l’Ouest: Une aventure de Lucky Luke“) ein weiterer Zeichentrickfilm, der leider nicht in unsere Kinos kam. Das Drehbuch basiert lose auf dem Comic „Lucky Luke: Kalifornien oder Tod“. Es fasst recht gut fast alle Situationen und Figuren zusammen, die den Reiz der langlebigen Erfolgs-Comicserie ausmachen. Im Zentrum des Geschehens stehen – neben Lucky Luke und Jolly Jumper – natürlich wieder die Daltons.

Lucky Luke im Kino

Nach einem turbulenten Auftakt in New York bricht Lucky Luke mit der vierköpfigen Gangsterbande und einem bunt zusammen gewürfelten Haufen von Siedlern zu einem Treck von Küste zu Küste auf. Wenn die Planwagen nicht in 80 Tagen das ganze Land durchquert haben, erlöschen die Ansprüche, die die Siedler auf ihr fruchtbares Land im Westen haben…

Lucky Luke im Kino
Mit dem sehr schön realisierten und erzählten “Lucky Luke, Go West!“ ist es ein wenig so wie mit dem ein Jahr zuvor entstandenen Zeichentrickfilm “Asterix und die Wikinger“. Auch jener liebevoll und rechtwerkgetreu in klassischer 2D-Animation angefertigte Film kam – inmitten all der Comic-Realverfilmungen und Computeranimationen – etliche Jahre zu spät.

Lucky Luke im Kino

Doch dank DVD und Blu-ray hat “Lucky Luke, Go West!“ weiterhin die Chance sein Publikum finden und es erfreuen.

Lucky Luke im Kino

Doch noch vor dem letzten Zeichentrickfilm zeigten die Kinos zwei der (bisher) drei Versuche aus Lucky Luke einen Realfilm zu machen. Morris stand der Sache ziemlich skeptisch gegenüber: “Eher zufällig hatte Terence Hill meine Alben gelesen, und er schwor sich, dass entweder er oder kein anderer die Hauptrolle verkörpere. Er nahm Kontakt mit dem Verlag Dargaud auf, an dem ich damals noch gebunden war, und die Verträge wurden unterschrieben. Er ähnelte Lucky Luke in keiner Weise (…), aber Terence Hill ist so sympathisch, so warmherzig, dass ich letztendlich mein Einverständnis gab.“

Lucky Luke im Kino

Kurioserweise erzählt der 1990 entstandene Spielfilm, die selbe Geschichte wie der fast 20 Jahre zuvor entstandene Zeichentrickfilm “Lucky Luke – Daisy Town“. Die Story von der rasch expandierenden Westernstadt, die Angriffen von Indianern und Daltons ausgesetzt ist, inszenierte Terence Hill höchstpersönlich, während das Drehbuch von seiner Frau Lori stammte.

Lucky Luke im Kino

Obwohl der Film in den USA (in Bonanza Creek, New Mexico) gedreht wurde, erinnert er stärker an einen Italowestern als an die klassischen Hollywood-Produktionen, über die sich Morris und Goscinny in ihren Comics hauptsächlich lustig machten. Passend (bzw. unpassend) dazu trägt Terence Hill ein Outfit, dass eher an seine Paraderolle in “Mein Name ist Nobody“ denken lässt als an die Comicfigur. Somit ist Hills “Lucky Luke“ ganz gewiss keine werkgetreue Comicverfilmung, aber insgesamt deutlich entspannter als die nächsten völlig überkandidelte Realverfilmungen.

Lucky Luke im Kino

Terence Hills Film lief so erfolgreich in den Kinos, dass ein Jahr später eine 8-teilige TV- Serie entstand. Die beiden Episoden “Ma Dalton ist und bleibt einmalig“ und “Ein schöner Zug von Geisterhand“ wurden zum Kinofilm “Lucky Luke 2“ zusammengeschnitten.

Lucky Luke im Kino

Mittlerweile gibt es eine DVD-Box mit dem Kinofilm und allen acht TV-Episoden.

Lucky Luke im Kino

Der nächste Film-Versuch “Die Daltons gegen Lucky Luke“ von 2004 hingegen ist ein Totalausfall. Da gibt es eine ganze Batterie wundervoller und unglaublich humorvoller Westerngeschichten vom Comicmeister Rene Goscinny und nichts davon im Film zu finden.

Lucky Luke im Kino

Stattdessen wurden Eric Judor und Ramsy Bedia, zwei nahezu gleich große französische Komiker, nicht nur als Joe und Averell Dalton gecastet, sondern sie durften auch noch ein völlig blödsinniges Drehbuch um einen magischen Sombrero verfassen. Der Regisseur Philippe Haïm hingegen hält sich für eine Mischung aus Rodriguez, Tarantino und Leone, verbreitet aber trotz des beträchtlichen Budgets nur Langeweile.

Lucky Luke im Kino

Schon der französische Originaltitel “Les Dalton“ deutet an, dass der Lonesome Cowboy nicht im Zentrum des Geschehens steht. Dies ist schade, denn überraschenderweise kann Til Schweiger als Lucky Luke (in seiner Nebenrolle!) durchaus überzeugen. Zwar wird der (einzige halbwegs brauchbare) Gag mit seinem langsameren Schatten qualvoll zu Tode geritten, doch Schweiger legt die Rolle merklich werkgetreuer an als zuvor Terence Hill.

Lucky Luke im Kino
Jean Dujardin in “Die Daltons gegen Lucky Luke“

Der nächste reale Lucky Luke war Jean Dujardin (“OSS 117 – Der Spion, der sich liebte“), der bereits in “Die Daltons gegen Lucky Luke“ in einer Nebenrolle zu sehen war.

Lucky Luke im Kino

Nachdem zuvor schon der Zeichentrickfilm “Lucky Luke, Go West!“ nicht in unsere Kinos kam, verhielt es sich mit der 2009 in Argentinien entstandenen Realverfilmung mit Dujardin genauso. Dies ist teilweise verständlich, denn sonderlich werkgetreu zur Comicvorlage (oder gar zum Humor des begnadeten Texters René Goscinny) ist auch dieses Werk nicht ausgefallen.

Lucky Luke im Kino

Irgendwie geht es um das aus Comic und Trickfilm bekannte Städtchen Daisy Town, den Bau der Eisenbahn und einige Banditen wie Billy the Kid oder Jesse James sowie Calamity Jane kommen auch vor, während die Daltons diesmal pausieren. Der Hauptfigur wird nicht nur der Name John “Lucky“ Luke sondern auch noch eine tragische Vorgeschichte angedichtet.

Lucky Luke im Kino

Beim in Szene setzten dieser meilenweit vom Comic entfernten Origin wird eifrig aus “Spiel mir das Lied vom Tod“ zitiert. So richtig überzeugen will das opulent ausgestattete Werk nicht, zumal der Humor oft ähnlich krude ausfällt wie in der vorherigen katastrophalen Realverfilmung “Die Daltons gegen Lucky Luke“.

Lucky Luke im Kino

So bleibt abschließend festzustellen, dass gleich der erste Versuch Lucky Luke ins Kino zu bringen der (bisher) gelungenste war. Was sicher daran liegt, dass Morris und René Goscinny maßgeblich am Zeichentrickfilm “Daisy Town“ beteiligt waren.

„Lucky Luke – Daisy Town“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Lucky Luke – Daisy Town“ als spanische Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke“ bei ebay kaufen, hier anklicken

„Lucky Luke – Sein größter Trick“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Lucky Luke – Sein größter Trick“ als spanische Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Lucky Luke – Das große Abenteuer“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Lucky Luke – Das große Abenteuer“ als spanische Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Lucky Luke – Go West!“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Lucky Luke – Go West!“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Lucky Luke – Kinofilm und komplette Serie mit Terence Hill“ als DVD-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Die Daltons gegen Lucky Luke“ mit Til Schweiger als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Lucky Luke“ mit Jean Dujardin als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Lucky Luke“ mit Jean Dujardin als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Bilder vom Comic Café vom 14.02.2016

Hier einige Impressionen von meinem Comic Café, das am Sonntag den 14. Februar 2016 im Münchner Werkstattkino stattfand.

Bilder vom Comic Café vom 14.02.2016

Okin Cznupolowsky eröffnete die Veranstaltung wieder mit einem Ständchen und der Erkennungsmelodie vom Comic Café.

Bilder vom Comic Café vom 14.02.2016

Matthias Schäfer hat eigens ein kleines animiertes Video gedreht, das hier zu sehen ist.

Angoulême: 43. Festival international de la Bande dessinée

Zentrales Thema war das größte europäische Comicfestival im französischen Angoulême. Im Vorfeld der Veranstaltung gab es einen Skandal im Zusammenhang mit der Verleihung des Grand Prix. Wer diese Auszeichnung bekommt, kann zugleich auch als Präsident die Ausrichtung des Festivals im nächsten Jahr mitbestimmen. Als eine Liste mit 30 Kandidaten bekanntgegeben wurde, gab es viel Entrüstung darüber, dass sich kein einziger weiblicher Comickünstler darunter befand.

00001

Um den Druck aus der Veranstaltung zu nehmen, wurde der Preisträger bereits vorzeitig bekannt gegeben. Der Belgier Hermann Huppen fügte sich dann bestens in die eher rückwärtsgewandte Ausrichtung des Festivals. Es wurden drei schon etwas betagte, aber noch erstaunlich rüstige, Comic-Meilensteine gefeiert.

0001

Die viele kleineren Ausstellungen wurden überstrahlt von der großen Werkschau “L ’Art de Morris“. Die Western-Parodie “Lucky Luke“ des als Morris bekannten Belgiers Maurice de Bevere (1923 – 2001) ist auch nach 70 Jahren dank ihrer gekonnt karikierten Typen frischer denn je. Eine Ausstellung feierte den Zeichner Morris.

© Morris - Goscinny / Lucky Comics 2016
© Morris – Goscinny / Lucky Comics 2016

Im April erscheint aber auch der von Matthieu Bonhomme (“Texas Cowboys“) in einem realistischeren Stil gezeichnete Comic “Der Mann, der Lucky Luke erschoss“ der vom Tod der eigentlich unsterblichen Figur handelt.

© Morris - Goscinny / Lucky Comics 2016
© Morris – Goscinny / Lucky Comics 2016

Weitere große Themen des Festivals waren “Corto Maltese“, der melancholische Seemann, den der Italiener Hugo Pratt erstmals 1967 zu Papier brachte, sowie der Japaner Katsuhiro Otomo, der im letzten Jahr zum Festival-Präsidenten gekürt wurde. Otomo war persönlich anwesend und stieg auch gerne auf das markante rote futuristische Motorrad seiner 1982 gestarteten Erfolgsserie “Akira“.

Foto © UFOto
Foto © UFOto

Ich präsentierte frische Impressionen vom diesjährigen Festival in Angoulême, siehe auch meinen Artikel in der Süddeutschen Zeitung.

COMICS LESEN!

Fester Bestandteil des Programms ist die Expertenrunde “Comics lesen!“ die sich als Prüfstand für Neuerscheinungen versteht.

Bilder vom Comic Café vom 14.02.2016

Regelmäßig und kontrovers diskutiere ich mit Igor Barkan (Zombiac), dem Comiczeichner Robert Platzgummer (MingaManga) Rainer Schneider (Comicaze) über aktuelle Comics.

Tag X: Bd. 2: Die Kennedy-Gang

Zur Debatte standen “TAG X – Die Kennedy-Gang“ (Panini).

Bilder vom Comic Café vom 14.02.2016

Hier die Wertung.

Votes for Women – Der Marsch der Suffragetten

VOTES FOR WOMEN – DER MARSCH DER SUFFRAGETTEN (Egmont)

Bilder vom Comic Café vom 14.02.2016

Hier die Wertung.

Animations-Experte Matthias Schäfer informierte über die klassischen Peanuts-Cartoons.

Bilder vom Comic Café vom 14.02.2016

ERKENNEN SIE DIE MELODIE?

Zusammen mit Okin Cznupolowsky an der Trompete präsentierten wir unser Musik-Quiz. Zu gewinnen gab es wieder relativ wertvolle Sachpreise.

Bilder vom Comic Café vom 14.02.2016

Danach fand wie immer ein gemütliches Beisammensein im Fraunhofer statt.

Das nächste Comic Café ist am Sonntag den 20.03.2016 um 18 Uhr.

Bei AMAZON Comics bestellen, hier anklicken

Bei ebay Comics kaufen, hier anklicken

 

 

 

Lucky Luke – Die Gesamtausgabe: 2013 – 2015

Mit diesem Buch liegt bereits der 27. Band der äußerlich vielleicht nicht gerade wunderschön, doch zumindest einheitlich, aufgemachten Gesamtausgabe von “Lucky Luke“ vor. Die 2003 gestartete Reihe ist somit auf dem neusten Stand und enthält alle Abenteuer, die in den letzten sieben Jahrzehnten über den Cowboy, der schneller zieht als sein Schatten, erzählt wurden.

Lucky Luke - Die Gesamtausgabe: 2013 - 2015Den großen als Morris bekannten Belgier Maurice de Bevere (1923 – 2001) beerbte nach dessen Tod der Zeichner Hervé Darmenton, der die Serie als Achdé im klassischen Look sehr werkgetreu weiterführt.

Lucky Luke - Die Gesamtausgabe: 2013 - 2015

Die Hochphase erlebte Lucky Luke als René Goscinny Mitte der 60er Jahre – noch bevor er Asterix schuf – damit begann Lucky Luke zu texten und dem zuvor im Alleingang arbeitenden Morris dadurch eine Last von den Schulternb nahm. Nach Goscinnys Tod arbeitete Morris mit ständig wechselnden Szenaristen und bei Achdé ist es ebenso. Der vorliegende Band der Gesamtausgabe enthält drei albenlange von Achdé gezeichnete Geschichten. Zwei handeln von den beliebtesten Nebenfiguren der Serie, den Daltons.

Lucky Luke - Die Gesamtausgabe: 2013 - 2015

Zuvor waren von den Daltons eigentlich nur der kleine hinterlistige Joe und der gefräßige Averell klar definierte Persönlichkeiten. Jack und William hingegen waren nur dekorative Staffage und hatten dafür zu sorgen, dass das Ganoven-Orgelpfeifen-Quintett lustig anzusehen war. Doch im Lucky-Luke-Album “Auf eigene Faust“ von 2013 sind es Jack und William, die den Aufstand wagen. Sie wollen Joe seine bisher unumstrittene Führungsrolle streitig machen. Das Unfassbare geschieht: Die Daltons trennen sich. Doch zuvor schließen sie eine Wette ab und wer von den Brüdern zuerst eine Million ergaunert hat, ist der neue Anführer…

Lucky Luke - Die Gesamtausgabe: 2013 - 2015

Ein starker Wurf“ erschien ebenfalls 2013 und enthält Geschichten mit “Lucky Kid“, der nicht unumstrittenen Kiddie-Version der Hauptfigur. Den von Achdé geschriebenen und gezeichneten Band eröffnet eine sechsseitige Geschichte, die mit einem verregneten Duell beginnt, in dem der erwachsene Lucky Luke gegen einen Gegner antritt, den er noch aus seiner Kindheit kennt.

Lucky Luke - Die Gesamtausgabe: 2013 - 2015

Mit jenem Billy Badwell alias Billy Bad wollte sich bereits der kleine Lucky Kid duellieren, doch seine Erziehungsberechtigte, die resolute Saloon-Wirtin Martha nahm ihm die Steinschleuder ab. Trotzdem kommt es zu einem Duell, das ähnlich verregnet bzw. verwässert endet wie die Konfrontation, die Lucky Luke etliche Jahre später mit dem nicht wirklich erwachsen gewordenen Billy Bad austragen muss. Das restliche Album besteht aus zumeist wirklich komischen Onepagern und Strips mit “Lucky Kid“.

Lucky Luke 93: Meine Onkel, die Daltons

Meine Onkels, die Daltons“ erzählte 2015 von Emmett Junior, den nicht eben wohlerzogenen Neffen der Daltons. Dieser ist der Sohn von Emmett Dalton, den es tatsächlich gegeben hatte und der mit seinen Brüdern den Wilden Westen unsicher. Um Emmett Junior aufzupassen, werden die Dalton in den offenen Vollzug versetzt, wobei Lucky Luke als Aufpassen fungiert. Das Resultat ist nicht nur besser als das nicht sonderlich attrasktive Titelbild vermuten lässt, sondern amüsanter als die meisten von Achdé gezeichneten Lucky Luke Geschichten.

Lucky Luke - Die Gesamtausgabe: 2013 - 2015

Eine schöne Ergänzung zu den drei längeren Geschichten dieses Bandes der Gesamtausgabe ist die vierseitige Kurzgeschichte “Machine Gun Kid“. Diese entstand bereits 1999, also lange bevor Achdé offizieller Zeichner von Lucky Luke wurde, und erschien in einem Sammelband mit Hommagen an Morris. Bei uns wurde die amüsante Story, in der Morris höchstpersönlich auftrat, erstmals 2014 in Egmonts Lucky-Luke-Band 92 “Ein Menü mit blauen Bohnen“ veröffentlicht. Hierfür hat Achdé seine Zeichnungen noch einmal etwas überarbeitet und in der Gesamtausgabe liegt diese neue Version erstmals in Farbe vor. Abgerundet wird auch dies Buch der Gesamtausgabe durch interessantes Bonusmaterial.

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 2013 – 2015“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke“-Comics und sonstiges bei ebay kaufen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1946 – 1950“ u. a. mit „Arizona 1880“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1951 – 1954“ u. a. mit „Die Rückkehr der Brüder Dalton“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1957 – 1958“ u. a. mit „Auf nach Oklahoma!“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1958 – 1960“ u. a. mit „Am Mississippi“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1960 – 1961“ u. a. mit „Billy the Kid“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1961 – 1962“ u. a. mit „Die Daltons auf dem Kriegspfad“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1962 – 1964“ u. a. mit „Die Daltons bewähren sich“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1964 – 1965“ u. a. mit „Lucky Luke reitet für die 20er Kavallerie“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1965 – 1967“ u. a. mit „Die Postkutsche“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1967 – 1969“ u. a. mit „Das Greenhorn“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1969 – 1971“ u. a. mit „Jesse James“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1971– 1973“ u. a. mit „Ma Dalton“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1973 – 1975“ u. a. mit „Eine Woche Wilder Westen “ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1975 – 1977“ u. a. mit „Der singende Draht “ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1978 – 1980“ u. a. mit „Der Galgenstrick“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1980 – 1982“ u. a. mit „Sarah Bernhardt“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1983 – 1984“ u. a. mit „Daisy Town“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1985 – 1987“ u. a. mit „Die Geisterranch“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1987 – 1991“ u. a. mit „Der Pony Express“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1992 – 1994“ u. a. mit „High Noon in Hadley City “ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1995 – 1996“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1996 – 1998“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1999 – 2002“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 2002 – 2006“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 2007 – 2013“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

 

Achdé: Lucky Luke # 91 – Ein starker Wurf

Nach Band 89 “Lucky Kid“ folgt hier ein weiteres von Achdé geschriebenes und gezeichnetes Comic-Album mit den Jugend-Abenteuern des Mannes, der schneller als sein Schatten zieht.

Achdé: Lucky Luke # 91 - Ein starker Wurf

Auf dem Backcover ist es allerdings kein Revolver, den der kleine Lucky zieht, sondern eine Steinschleuder. Den Band eröffnet eine etwas längere sechsseitige Geschichte, die zunächst mit einem verregneten Duell beginnt, in dem der erwachsene Lucky Luke gegen einen Gegner, den er schon aus seiner Kindheit kennt, antreten muss.

Achdé: Lucky Luke # 91 - Ein starker Wurf

Mit jenem Billy Badwell alias Billy Bad wollte sich bereits der kleine Lucky Kid duellieren, doch seine Erziehungsberechtigte, die resolute Saloon-Wirtin Martha nimmt ihm seine Steinschleuder ab. Trotzdem kommt es zu einem Duell, das ähnlich verregnet bzw. verwässert endet wie die Konfrontation, die Lucky Luke etliche Jahre später mit dem nicht wirklich erwachsen gewordenen Billy Bad hat.

Achdé: Lucky Luke # 91 - Ein starker Wurf
Diese Geschichte ist eine schöne Einstimmung in den Gag-Reigen, der danach folgt. Das restliche Album besteht aus wirklich komischen Onepagern und Strips. Hier tummeln sich neben dem kleinen Lucky Kid auch allerlei weitere Figuren um die der neue Lucky-Luke-Zeichner Achdé die Traditionsserie von Morris bereichert hat. Achdé hat erkannt, dass die Figur des Lucky Kid nicht zu albumlangen Geschichten taugt, was Mitte der Neunziger Jahre fast ganz ohne Beteiligung von Morris in den außerhalb der Serie entstandenen Comics “Oklahoma Jim“ und “Am Fluss der rosa Biber“ versucht wurde, die später als Band 73 und 82 in die “Lucky Luke“-Reihe mit aufgenommen wurden.

Achdé: Lucky Luke # 91 - Ein starker Wurf

Doch als zentrale Figur einer Reihe mit kurzen Gag-Comics, die noch unaufdringlich um kurze Wild-West-Fakten oder dem Motto “Hättest Du das gewusst?“ ergänzt wurden, taugt der kindliche Cowboy allemal.

Diesen Comic bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke“-Comics und sonstiges bei ebay kaufen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1946 – 1950“ u. a. mit „Arizona 1880“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1951 – 1954“ u. a. mit „Die Rückkehr der Brüder Dalton“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1957 – 1958“ u. a. mit „Auf nach Oklahoma!“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1958 – 1960“ u. a. mit „Am Mississippi“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1960 – 1961“ u. a. mit „Billy the Kid“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1961 – 1962“ u. a. mit „Die Daltons auf dem Kriegspfad“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1962 – 1964“ u. a. mit „Die Daltons bewähren sich“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1964 – 1965“ u. a. mit „Lucky Luke reitet für die 20er Kavallerie“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1965 – 1967“ u. a. mit „Die Postkutsche“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1967 – 1969“ u. a. mit „Das Greenhorn“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1969 – 1971“ u. a. mit „Jesse James“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1971– 1973“ u. a. mit „Ma Dalton“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1973 – 1975“ u. a. mit „Eine Woche Wilder Westen “ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1975 – 1977“ u. a. mit „Der singende Draht “ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1978 – 1980“ u. a. mit „Der Galgenstrick“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1980 – 1982“ u. a. mit „Sarah Bernhardt“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1983 – 1984“ u. a. mit „Daisy Town“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1985 – 1987“ u. a. mit „Die Geisterranch“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1987 – 1991“ u. a. mit „Der Pony Express“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1992 – 1994“ u. a. mit „High Noon in Hadley City “ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1995 – 1996“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1996 – 1998“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1999 – 2002“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 2002 – 2006“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 2007 – 2013“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 2013 – 2015“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Achdé: Lucky Luke # 90 – Auf eigene Faust

Die Wachablösung hat perfekt geklappt. Der neue Lucky Luke Zeichner Hervé Darmenton alias Achdé liefert im Ein- bis Zwei-Jahrestakt Comicalben wie “Schikane in Quebec”, “Die Daltons in der Schlinge“ und “Der Mann aus Washington“ , die sich nicht vor den Meisterwerken verstecken müssen, die einst der große René Goscinny für die Traditionsserie textete. Auch als Zeichner weiß Achdé zu gefallen und seine Bilder sind nicht so steril wie das Spätwerk von Morris.

Achdé: Lucky Luke # 90 - Auf eigene Faust

Die Geschichte stammt genau wie schon “Lucky Luke gegen Pinkerton“ von Daniel Pennac und Tonino Benacquista. Diesmal geht es um die beliebtesten Nebenfiguren der Serie. Bisher waren von den Daltons eigentlich nur der kleine hinterlistige Joe und der gefräßige Averell klar definierte Persönlichkeiten. Jack und William hingegen waren nur dekorative Staffage und hatten dafür zu sorgen, dass das Ganoven-Orgelpfeifen-Quintett lustig anzusehen war.

Achdé: Lucky Luke # 90 - Auf eigene Faust

Doch im neuen Lucky Luke Album sind es Jack und William, die den Aufstand wagen. Sie wollen Joe seine bisher unumstrittene Führungsrolle streitig machen. Das Unfassbare geschieht: Die Daltons trennen sich. Doch zuvor schließen sie eine Wette ab und wer von den Brüdern zuerst eine Million ergaunert hat, ist der neue Anführer.

Achdé: Lucky Luke # 90 - Auf eigene Faust

Dies ist ein origineller Aufhänger für ein Comicalbum voller verrückter Ideen und Situationen. Während Joe weiterhin oldschool-mäßig Banken ausraubt, eröffnet William ein erfolgreiches Spielcasino und William sahnt als korrupter Politiker mächtig ab, während der gefräßige Averell sehr erfolgreich als Gastronom ist. All dies wird so pointiert und geschickt verzahnt erzählt, dass sich um die Zukunft von Lucky Luke keine Sorgen gemacht werden muss!

Diesen Comic bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke“-Comics und sonstiges bei ebay kaufen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1946 – 1950“ u. a. mit „Arizona 1880“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1951 – 1954“ u. a. mit „Die Rückkehr der Brüder Dalton“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1957 – 1958“ u. a. mit „Auf nach Oklahoma!“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1958 – 1960“ u. a. mit „Am Mississippi“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1960 – 1961“ u. a. mit „Billy the Kid“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1961 – 1962“ u. a. mit „Die Daltons auf dem Kriegspfad“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1962 – 1964“ u. a. mit „Die Daltons bewähren sich“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1964 – 1965“ u. a. mit „Lucky Luke reitet für die 20er Kavallerie“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1965 – 1967“ u. a. mit „Die Postkutsche“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1967 – 1969“ u. a. mit „Das Greenhorn“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1969 – 1971“ u. a. mit „Jesse James“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1971– 1973“ u. a. mit „Ma Dalton“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1973 – 1975“ u. a. mit „Eine Woche Wilder Westen “ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1975 – 1977“ u. a. mit „Der singende Draht “ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1978 – 1980“ u. a. mit „Der Galgenstrick“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1980 – 1982“ u. a. mit „Sarah Bernhardt“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1983 – 1984“ u. a. mit „Daisy Town“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1985 – 1987“ u. a. mit „Die Geisterranch“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1987 – 1991“ u. a. mit „Der Pony Express“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1992 – 1994“ u. a. mit „High Noon in Hadley City “ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1995 – 1996“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1996 – 1998“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1999 – 2002“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 2002 – 2006“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 2007 – 2013“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 2013 – 2015“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Achdé: Lucky Luke # 93 – Meine Onkel, die Daltons

Das Hauptproblem dieses Lucky Luke Albums dürfte das Titelbild sein. Selbst bei den schwächeren (nicht vom großen René Goscinny) getexteten Geschichten um den Cowboy, der schneller als sein Schatten zieht, war nach Betrachten des Covers sofort zumindest ungefähr klar, worum es in der jeweiligen Geschichte ging. Auf dem etwas unübersichtlichen weil reich bevölkerten Titelbild von “Meine Onkel, die Daltons“ hingegen fehlt die Hauptfigur.

Lucky Luke 93: Meine Onkel, die Daltons

Hierbei handelt es sich um Emmett Junior, den nicht eben wohlerzogenen Neffen der Daltons. Dieser ist der Sohn von Emmett Dalton, den es tatsächlich gegeben hatte und der mit seinen Brüdern den Wilden Westen unsicher. Morris ließ diese tatsächlichen Daltons bereits 1951 in der auch von ihm getexteten Geschichte “Die Gesetzlosen“ auftauchen. Er ergänzte das Dalton-Trio Bob, Grat und Emmett noch um deren fiktiven Bruder Bill. Außerdem zeigte am Ende der Geschichte die Gräber des Banditen-Quartetts. Später bedauerte es Morris, dass er diese bei den Lesern sehr beliebten unterschiedlich großen Figuren hatte sterben lassen, Daher entwickelte er 1957 zusammen mit Goscinny die allgemein bekannten aber völlig fiktiven Daltons namens Joe, Jack, William und Averell.

Lucky Luke 93: Meine Onkel, die Daltons

Diese müssen im neuen Lucky Luke Album als Onkels fungieren, denn ihr Cousin Emmett Dalton, der noch bis 1937 lebte, hat im Comic (aber wohl nicht im wirklichen Leben) einen Sohn gezeugt. Um auf diesen Lauser aufzupassen, werden die Dalton in den offenen Vollzug versetzt, wobei Lucky Luke als Aufpassen fungiert. Für die daraus resultierenden Verwicklungen hat sich das Autoren-Duo Laurent Gerra und Jacques Pessis von der französischen Filmkommödie „Mein Onkel, der Gangster“ inspirieren lassen und die gezeichneten Ebenbilder von einigen der Darstellern wie Lino Ventura absolvieren Gastauftritte. Das Resultat ist nicht nur besser als das Titelbild vermuten lässt, sondern amüsanter als die meisten von Achdé gezeichneten Lucky Luke Geschichten.

Diesen Comic bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke“-Comics und sonstiges bei ebay kaufen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1946 – 1950“ u. a. mit „Arizona 1880“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1951 – 1954“ u. a. mit „Die Rückkehr der Brüder Dalton“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1957 – 1958“ u. a. mit „Auf nach Oklahoma!“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1958 – 1960“ u. a. mit „Am Mississippi“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1960 – 1961“ u. a. mit „Billy the Kid“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1961 – 1962“ u. a. mit „Die Daltons auf dem Kriegspfad“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1962 – 1964“ u. a. mit „Die Daltons bewähren sich“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1964 – 1965“ u. a. mit „Lucky Luke reitet für die 20er Kavallerie“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1965 – 1967“ u. a. mit „Die Postkutsche“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1967 – 1969“ u. a. mit „Das Greenhorn“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1969 – 1971“ u. a. mit „Jesse James“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1971– 1973“ u. a. mit „Ma Dalton“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1973 – 1975“ u. a. mit „Eine Woche Wilder Westen “ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1975 – 1977“ u. a. mit „Der singende Draht “ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1978 – 1980“ u. a. mit „Der Galgenstrick“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1980 – 1982“ u. a. mit „Sarah Bernhardt“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1983 – 1984“ u. a. mit „Daisy Town“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1985 – 1987“ u. a. mit „Die Geisterranch“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1987 – 1991“ u. a. mit „Der Pony Express“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1992 – 1994“ u. a. mit „High Noon in Hadley City “ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1995 – 1996“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1996 – 1998“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 1999 – 2002“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 2002 – 2006“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 2007 – 2013“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Lucky Luke – Gesamtausgabe 2013 – 2015“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Asterix im Kino

Mit “Asterix im Land der Götter“ entstand bereits der dreizehnte Kinofilm mit den schlagfertigen Galliern. Grund genug einmal einen Blick auf die wechselvolle Geschichte der Asterix-Verfilmungen zu werfen.

Asterix der Gallier

Am 14. Oktober 1967 war es endlich auch bei uns soweit: Die in Frankreich bereits irrsinnig erfolgreichen Asterix-Comics debütierten mit achtjähriger Verspätung (wenn einmal von Rolf Kaukas zwei Jahre zuvor unter dem Titel “Siggi und Barbaras“ erfolgten Verschandelung der Serie abgesehen wird) in “MV-Comics“. Zu dieser Zeit lief in den französischen Kinos bereits ein erster Asterix-Zeichentrickfilm, der bei uns erst 1971 unter dem Titel des ersten Comics “Asterix der Gallier“ gestartet wurde. Dieser recht schlichte Film war ursprünglich fürs Fernsehen geplant und entstand hinter dem Rücken von Goscinny und Uderzo. Diese waren von der Qualität des Filmes entsetzt und stoppten eine schon fast fertig gestellte Verfilmung des zweiten Asterix-Albums „Die goldene Sichel„.

Asterix im Kino

Trotz seiner schlichten Machart war der Film in den deutschen Kinos der erfolgreichste ausländische Film des Jahres 1971 und “Asterix der Gallier“ erhielt die “Goldene Leinwand“ für mehr als drei Millionen Zuschauer (der erfolgreichste deutsche Film war im selben Jahr übrigens der erste Teil der dreizehnteiligen Reihe “Schulmädchen-Report – Was Eltern nicht für möglich halten“). “Asterix der Gallier“ kam 1985 mit einer verbesserten Synchronisation in der Frank Zander die Hauptfigur spricht erneut in die Kinos.

Asterix und Kleopatra

Als zweiter Zeichentrickfilm folgte 1968 eine sehr gelungene Adaption des Albums “Asterix und Kleopatra“. (Seltsamerweise erschien der Comic “Asterix und Kleopatra“ innerhalb der unchronologisch veröffentlichten deutschen Asterix-Comicreihe auch an zweiter Stelle.) Die kunstvoll ausgeführte Animation dieses Filmes, bei dem Goscinny und Uderzo auch Regie führten, weiß auch heute noch zu gefallen und auch die eingefügten Musical-Szenen im Disney-Stil nerven nicht allzu sehr. In die deutschen Kinos kam der Film bereits 1970, also ein Jahr vor “Asterix der Gallier“.

Studios Idéfix

1975 gründeten Goscinny und Uderzo gemeinsam mit Georges Dargaud die “Studios Idéfix“ und wollten dort ihrem großen Vorbild Walt Disney nacheifern. Sie starteten ihre Zeichentrick-Produktion mit “Asterix erobert Rom“. Dieser Film unterscheidet sich nicht nur durch einen sehr viel lockeren Zeichenstil von seinen beiden Vorgängern, sondern vor allem dadurch, dass nicht auf ein bereits existierendes Comicalbum zurückgegriffen wurde. René Goscinny dachte sich eigens für den Film eine neue Geschichte aus.

Asterix im Kino

Die Story handelt von zwölf Aufgaben, die Asterix und Obelix von Julius Cäsar gestellt bekommen. Wenn sie diese, genau wie die großen Helden der Antike lösen, sollen sie die Herrschaft über Rom erhalten. Es versteht sich von selbst, dass es dabei nicht allzu heroisch zugeht, sondern reichlich Alltagssatire einfließt. Die beiden Helden müssen auch schon einmal gegen gnadenlose Bürokraten ankämpfen oder entscheiden welcher Wäschehaufen blütenweißer gewaschen wurde.

Asterix erobert Rom

René Goscinnys Geschichte wurde seinerzeit in Frankreich nicht nur – wie bei uns –  als Bildband, sondern auch als ein von Uderos Bruder Marcel (Mathias erzählt) gezeichnetes Comic-Album adaptiert. Bei uns ist dieser Comic in schwarzweiß als Fortsetzung in den Ausgaben 24 bis 29 der Fachzeitschrift Comixene.

Asterix erobert Rom
Comic zum Film

2017 erschien zum 40. Geburtstag des erfolgreichsten Asterix-Film ein Bildband mit neuen Illustrationen.

Asterix erobert Rom
© 2016 LES ÉDITIONS ALBERT RENÉ

Obwohl “Asterix erobert Rom“ sehr erfolgreich war, entstand in den “Studios Idéfix“ nur noch “Lucky Luke – Sein größter Trick“ und bereits 1978 schlossen die Trickfilmstudios ihre Pforten. Die laufenden Betriebskosten waren einfach zu hoch um das Studio nach Goscinnys plötzlichen Tod noch am Leben zu erhalten.

Asterix Sieg über Cäsar

So sollte es 10 Jahre dauern, bis mit “Asterix – Sieg über Cäsar“ wieder ein gallischer Zeichentrickfilm in die Kinos kam. Der gar nicht einmal so übel animierte Film verknüpft recht geschickt die beiden Alben “Asterix als Gladiator“ und “Asterix als Legionär“. Dies ist ein wenig schade, denn gerade das Leginärs-Album wäre eine ideale Grundlage für einen tollen abendfüllenden Film.

Asterix im Kino

In dieser Hinsicht überzeugte dann der 1986 entstandene Film “Asterix bei den Briten“ vollauf, denn hier wurde erfolgreich versucht eine der besten Goscinny-Geschichten so optimal wie möglich auf die Leinwand zu bringen.

Asterix im Kino

Doch schon 1989 wurden erneut zwei Comicbände (diesmal “Kampf der Häuptlinge“ und “Der Seher“) zu einem Film namens “Asterix – Operation Hinkelstein“ verwurstet.  Hierbei handelte es sich, bedingt durch den riesigen Erfolg den die Comics auch bei uns hatten, erstmals um eine deutsch-französisch Koproduktion. Das Drehbuch verfasste gemeinsam mit Yannik Voigt der deutsche Asterix-Verleger Adolf Kabatek, der auch die Comicreihe “Abenteuer aus Onkel Dagoberts Schatztruhe“ getextet hatte.

Asterix in Amerika

Mit “Asterix in Amerika“ kam 1994 eine rein deutsche Produktion in die Kinos. Regisseur Gerhard Hahn und Produzent Jürgen Wohlrabe hätten gut daran getan, sich stärker am zugrunde liegenden Album “Die große Überfahrt“ zu orientieren und nicht andauernd nutzlose Kapriolen einzubauen. Ferner ist es mehr als fraglich ob Ottfried Fischer wirklich die optimale deutsche Stimme für Obelix ist.

Asterix im Kino

Noch krasser wurde es allerdings als der Film 2003 unter dem Titel “Asterix in Amerika – Die checken aus die Indianer“ noch einmal mit den Stimmen von Erkan und Stefan als Asterix und Obelix in die Kinos kam. Wer will kann schon drüber lachen, wenn aus Wildschweinen Döner werden und die Frau von Majestix plötzlich Krassemine heißt. (Die ersten sechs Asterix-Filme bekamen übrigens von Kinowelt bei der DVD-Veröffentlichung zusätzlich jeweils eine sächsische, hessische, bayrische, berlinerische, schwäbische oder kölsche Dialekttonspur spendiert).

Asterix im Kino

Tricktechnisch jedenfalls ist “Asterix in Amerika“ wohl der bis dahin gelungenste Asterix-Zeichentrickfilm. Besonders die Szenen mit der Ozeanüberquerung der Gallier bei sehr rauher computeranimierter See wissen zu überzeugen.

Asterix und Obelix gegen Cäsar

Dann war (erstmal) Schluß mit Zeichentrick und als deutsch-französisch-italienische Coproduktion kam 1999 “Asterix & Obelix gegen Caesar“ in die Kinos. Nachdem Steven Spielberg zuvor erfolgreich aus der Familie Feuerstein einen Realfilm gemacht hatte, wurde dies auch mit den Galliern probiert und mit Gérard Depardieu die Idealbesetzung für die Rolle des Obelix gefunden. Inszeniert wurde der Film vom erfahrenen Komödienspezialisten Claude Zidi, der das Drehbuch gemeinsam mit dem auch als Regisseur erfahrenen Comickünstler Gerard Lauzier verfasste. Leider erzählt auch dieser Film keine der genialen Goscinny-Geschichten komplett nach, sondern ist eher eine Art “Best of“-Sampler. Da gibt es den Seher, die schöne Falbala (Laetitia Casta spielte später auch die Bardot), das Treffen der Druiden im Kanutenwald, eine Fischschlacht, Zirkusspiele und Machtintrigen gegen Cäsar. Also Handlung genug um zu verhindern, das lediglich protzig die durchaus vorhandenen Schauwerte und die guten Spezialeffekte (vom späteren “Catwoman“-Regisseur Pitof) “vorgeführt werden.

Asterix im Kino

Die meisten Darsteller fügten sich auch sehr gut in das Gesamtgefüge ein. Zwar reißen Christian Clavier (“Die Zeitritter“) und Depardieu ihre Augen immer ganz weit auf, um auch wirklich wie die Comicvorlagen auszusehen, aber es wirkt und man nimmt ihnen die Rollen ab. Gut gewählt ist auch Louis de Funés alter Chef-Gendarm Michel Galabru als Majestix und Marianne Sägebrecht als seine Frau. Nur Gottfried John als Cäsar nervt etwas. Rein optisch ist er zwar eine gute Wahl. Er sieht sich jedoch gezwungen einen Grimassenwettbewerb mit Roberto Benigni (“Das Leben ist schön“) anzutreten und ist diesem natürlich hoffnungslos unterlegen. Überhaupt ist Benigni als intriganter Römer Destructivus eine sehr gute Wahl. Goscinny hätte garantiert seine Freude dieser Figur gehabt und ihn vielleicht sogar in ein Comicalbum eingebaut.

Asterix Mission Kleopatra

Bezeichnenderweise wurde nach dem Erfolg von “Asterix & Obelix gegen Caesar“ als zweites Abenteuer für einen Realfilm wieder zu “Asterix und Kleopatra“ gegriffen, dem optisch wohl ansprechendsten Comic innerhalb der Serie. Ursprünglich war Isabelle Adjani für die Rolle der Kleopatra im Gespräch, doch Monica Bellucci war sicherlich auch keine schlechte Wahl. Von der Besetzung des ersten Filmes waren bei “Asterix und Obelix: Mission Kleopatra“ nur noch Clavier und Depardieu dabei, während der glücklose Architekt Numerobis von James Debbouze, dem einarmigen Darsteller aus “Die fabelhafte Welt der Amélie“ gespielt wurde.

Asterix im Kino

Nachdem der erste Realfilm teilweise auch in den Münchener Bavaria-Studios gedreht wurde (hieraus ist mittlerweile eine kleine Touristenattraktion geworden), war “Mission Cleopatra“ eine rein französische Angelegenheit. Insgesamt kann der Film sehr viel stärker überzeugen als sein Vorgänger. Das Comicalbum wird recht werkgetreu und tricktechnisch gelungen umgesetzt. Die Piraten z. B. ähneln erstaunlich exakt ihren gezeichneten Vorbildern. Wenn der Comicerzählung im Film neue Gags hinzugefügt wurden, sind diese oft erstaunlich gelungen. Etwas Punktabzug gibt es für den unmotivierten Einbau einiger Musiknummern aus den 70er Jahren. Doch ansonsten bietet „Asterix & Obelix: Mission Kleopatra“ beste Unterhaltung, ohne die zugrunde liegende Comicvorlage allzu sehr zu verwässern.

Asterix und die Wikinger

Da der Film jedoch nur in Frankreich wirklich gut lief entstand 2006 als nächstes wieder ein Zeichentrickfilm. Als Vorlage wurde das Album “Asterix und die Normannen“ gewählt. Dieser neunte Band der Reihe erschien erstmals 1966 und zeigt Goscinny und Uderzo auf der Höhe ihrer Kunst. Der Filmtitel lautet jedoch “Asterix und die Wikinger“, weil der Begriff “Wikinger“ den Produzenten als international etwas bekannter erschien. Passenderweise entstand der Film großteils in Dänemark. Dort gibt es eine leistungsfähige Trickfilmindustrie wie spätestens die auch international erfolgreichen Filme “Hilfe, ich bin ein Fisch“ und “Terkel in Trouble“ belegen, die beide ebenfalls von Stefan Fjeldmark inszeniert wurden.

Asterix im Kino
Der Film beginnt bei den wilden und furchtlosen Wikingern. Diese und ihr Anführer Maulaf wissen nicht, was es bedeutet, Angst zu verspüren. Angeblich soll dieser Zustand ja Flügel verleihen. Daher starten sie eine Expedition um den “Angst-Champion“ zu finden. In Gallien treffen sie treffen auf Grautvornix. Asterix (zu dem die deutsche Stimme von Christian Tramitz nicht so recht passen will) und Obelix sollen aus diesem verweichlichten Majestix-Neffen einen gallischen Krieger machen. Doch die Wikinger sehen in dem ängstlichen Jüngling ihren Champion.

Asterix im Kino

“Asterix und die Wikinger“ kann sich sehen lassen und ist technisch der bisher gelungenste Asterix-Trickfilm. Die Hauptfiguren glichen auf der Leinwand noch nie so stark ihren Comicvorlagen. Inhaltlich wurde die Geschichte etwas gestreckt und ergänzt. So entführen die Nordmänner Grautvornix jetzt in ihr eisiges Heimatdorf, damit er ihnen dort das Fürchten und Fliegen beibringt. Dies ist optisch natürlich reizvoller als wenn – wie im Comic – nahezu die komplette Geschichte in Gallien spielt. Auch das Personal des Comics wurde aufgestockt. Über SMS, die Brieftaube von Grautvornix wollen wir mal besser schweigen. Deutlich besser kommt da schon der intrigante Wikinger-Seher Kryptograf (auch durch die deutsche Stimme von Dieter Hallervorden) und recht allerliebst ist der Neuzugang Abba. Dass Grautvornix sein Herz an diese aufmüpfige rotzöpfige Häuptlingstochter verliert erscheint völlig nachvollziehbar und ist eine hübsche Ergänzung des Albums, das insgesamt angemessen und ansprechend verfilmt wurde.

Alain Delon als Cäsar

Nach dem liebevoll umgesetzten, aber leider nicht allzu erfolgreichen, Zeichentrickfilm folgte ein Jahr später mit „Asterix bei den Olympischen Spielen“ wieder ein Realfilm mit Gérard Depardieu. Asterix hingegen wurde neu besetzt, statt Christian Clavier tritt jetzt Clovis Cornillac an, der bereits im Film “Sky Fighters“ eine Comicfigur verkörperte. Doch das ist nicht allzu wichtig, denn im Zentrum des Geschehens steht ein ganz anderer Gallier. Dieser heißt Romantix und begehrt ganz doll eine griechische Prinzessin namens Irina (“Alice“-Aushängeschild Vanessa Hessler). Da auch Cäsars machthungriger Ziehsohn Brutus ein Auge auf Irina geworfen hat, soll die Sache bei den Olympischen Spielen ausgetragen werden. Natürlich wird Romantix dabei von Asterix und Obelix unterstützt…

Asterix im Kino

Leider wurde das Comicalbum “Asterix bei den Olympischen Spielen“ nicht nur um diese noch halbwegs passende romantische Rahmenhandlung ergänzt, sondern die vier Drehbuchautoren haben Réne Goscinnys meisterliche Erzählung auch noch mit zahllosem weiteren Gerümpel vollgestopft. So hat der ohnehin schon äußerst zappelig vom Belgier Benoit Poelvoorde (“Mann beisst Hund“) gespielte Brutus zusätzlich auch noch allerlei nervige Sidekicks, darunter auch Michael “Bully“ Herbig als stummer Legionär Redkeinstus. Eine gewisse Größe bekommt der Film durch Alain Delon, der recht selbstironisch als Cäsar auftritt und durch den kurz nach den Dreharbeiten verstorbenen Jean-Pierre Cassel (“Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten“), für den Mircaculix seine letzte Kinorolle war.

Asterix im Kino

Auch in Sachen Ausstattung kann “Asterix bei den Olympischen Spielen“ durchaus punkten und die computeranimierten historischen Großbauten haben Hollywood-Niveau. Außerdem wurde in Südspanien eine 265 Meter lange Rennstrecke errichtet, die für ein durchaus spannend inszeniertes Wagenrennen im Ben-Hur-Stil genutzt wurde. Hierbei fuhr für Germanien übrigens ein aus Kerpen stammender Lenker einen ferrarifarbenen Streitwagen. Wenn zum Schluss dann allerdings noch etliche weitere bekannte Sportler unnötige Gastauftritte absolvieren (ohne dass dabei schon der Abspann läuft) zieht sich der ohnehin schon zweistündige Film wie Kaugummi in die Länge. Insgesamt erscheint es bei all dem betriebenen Aufwand unverständlich, warum so wenig von Goscinnys Geschichte in den Film übernommen wurde. Wirklich komisch ist “Asterix bei den Olympischen Spielen“ eigentlich immer nur dann wenn der Film nahe bei der Comicvorlage bleibt.

Catherine Deneuve

Der vierte Auftritt von Gérard Depardieu als Obelix fiel dann in „Asterix & Obelix – Im Auftrag ihrer Majestät“ sehr viel weniger peinlich als erwartet aus. Es wurde sich hierbei leider nicht wie im äußerst gelungenen Zeichentrickfilm von 1986 ausschließlich auf das schöne Comicalbum “Asterix bei den Briten“ konzentriert, sondern noch Elemente aus dem zuvor schon als Trickfilm abgefertigten Comic “Asterix und die Normannen“ hinzugefügt.
Nachdem Alain Delon im vorherigen Realfilm als Julius Cäsar für einige wenige Glanzlichter sorgte, wurde auch diesmal wieder eine französische Kinolegende verpflichtet. Historisch alles andere als korrekt spielt Catherine Deneuve die englische Queen des Jahres 50 vor Christi. Doch sie macht dies so souverän, dass man es ihr durchgehen lässt.

Asterix im Kino

Auch der neue Asterix-Darsteller Edouard Baer hat einen lässigen entspannten Charme der seinen beiden Vorgängern Christian Clavier und Clovis Cornillac abging. Etwas schade ist, dass auch die Briten von Franzosen gespielt werden, die in der Originalfassung nicht sehr überzeugend versuchen mit einem englischen Akzent zu sprechen. Wie viel Spaß hätten hier Auftritte von britischen Darstellern wie Simon Pegg oder Hugh Grant machen können.
Die Love Storys die Asterix und Obelix im Kino diesmal ziemlich ausführlich angedichtet werden, scheinen nicht so recht im Sinne der Comic-Vorlage zu sein. An manchen Gags hingegen – wie einem schönen optisches Zitat aus der Verfilmung von Frank Millers Comic “300“ oder wenn Julius Cäsar (diesmal nicht Delon sondern Fabrice Luchini) schwer atmend sagt “Asterix, ich bin Dein Vater“ – hätte René Goscinny bestimmt seinen Spaß gehabt.

Asterix im Kino

So wie es aussieht ist mit „Asterix & Obelix – Im Auftrag ihrer Majestät“ die Geschichte der Real-Verfilmungen mit Gérard Depardieu beendet und die Zukunft gehört der Computer-Animation. 2014 entstand auf der Grundlage des 17. Asterix-Album “Die Trabantenstadt“ der Animationsfilm „Asterix im Land der Götter“ und einmal mehr ist der Comic der Verfilmung haushoch überlegen.

Asterix im Land der Götter

Der Film ist dort recht gut, wo er nah bei Goscinnys und Uderzos Geschichte bleibt. Der Auftakt in dem der Imperator Cäsar das gewaltige Bauprojekt, durch das er das kleine gallische Dorf endlich zu einem Teil des römischen Imperiums machen möchte , als Modell vorstellt, funktioniert auch im Kino bestens. Doch immer wenn versucht wird, die clever ausgeklügelte Geschichte um neue Ideen zu ergänzen, geht dies ganz schön in die Hose. Ziemlich viel Raum in der Geschichte wird dem Römer Keinbonus eingeräumt, der mit seiner Frau und dem ach so niedlichen Söhnchen eher widerwillig in die Trabantenstadt zieht. Ganz blödsinnig wird es, wenn sich Obelix gegen Ende des Films in eine Art wütenden King Kong verwandelt.

Asterix im Land der Götter

Die Computeranimation ist auf einem halbwegs soliden Niveau, sieht allerdings eher nach Videogame als nach Pixar aus. Wenn ein Römer oder ein Gallier gerade keinen Text aufzusagen hat, steht er unbeweglich im Hintergrund herum. Während die digitalisierten Versionen von fast allen liebgewonnenen Bewohner des Dörfchens im Kino dabei sind, fehlt leider die attraktive Frau des Greises Methusalix, anscheinend wäre es zu aufwendig geworden dieses auch noch zusammenzupixeln.

0001

Es ist schon sehr schade, dass auch diesmal das Potential der Comicvorlage nur ansatzweise ausgeschöpft wurde. Dies ist jedoch nicht wirklich verwunderlich, denn Rom wurde nicht an einem Tag erbaut und auch die ersten Asterix-Comics wie etwa “Die goldene Sichel“ hatten noch nicht die Qualität der späteren Alben. Im Laufe der Jahre haben sich Goscinny und Uderzo sowohl inhaltlich wie auch zeichnerisch gegenseitig auf ein danach im Comicbereich nie wieder erreichtes Niveau hochgeschaukelt. Dabei haben sie auch immer wieder mit den Möglichkeiten des Mediums Comic gespielt und dessen Vokabular um originelle Ideen wie ewa Sprechblasen in Form eines Formulars oder gefüllt mit ägyptischen Hieroglyphen, die zugleich auch Bilderrätel sind.  An den Kinofilmen hingegen arbeiteten immer wieder andere Teams und dadurch war es hier bisher leider nicht möglich hier sich im Laufe der Zeit etwas wirklich einzigartiges zu erarbeiten, das der Comicvorlage gerecht wird.

“Asterix“ bei ebay kaufen, hier anklicken

“Asterix der Gallier” als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Asterix der Gallier” als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Asterix und Kleopatra” als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Asterix und Kleopatra” als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Asterix erobert Rom” als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Asterix erobert Rom” als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Asterix – Sieg über Cäsar“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Asterix – Sieg über Cäsar“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Asterix bei den Briten“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Asterix bei den Briten“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Asterix – Operation Hinkelstein“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Asterix – Operation Hinkelstein” als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Asterix in Amerika“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Asterix in Amerika” als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Asterix & Obelix gegen Caesar“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Asterix & Obelix gegen Caesar“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Asterix und Obelix: Mission Kleopatra” als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Asterix und Obelix: Mission Kleopatra” als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Asterix und die Wikinger” als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Asterix und die Wikinger” als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Asterix bei den Olympischen Spielen” als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Asterix bei den Olympischen Spielen” als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Asterix & Obelix – Im Auftrag ihrer Majestät” als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Asterix & Obelix – Im Auftrag ihrer Majestät” als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Asterix & Obelix – Im Auftrag ihrer Majestät” in 3D als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Asterix im Land der Götter“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Asterix im Land der Götter“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Asterix im Land der Götter“ in 3D als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken