Schlagwort-Archive: M. Night Shyamalan

The Sixth Sense

Der Kinderpsychologe Dr. Malcolm Crowe (Bruce Willis) feiert mit seiner Frau Anna (Olivia Williams) die Verleihung einer Auszeichnung, die er für besondere Leistungen in seinem Beruf erhalten hat. Da Regisseur M. Night Shyamalan hierbei zu eher gedeckten Farben greift und auch Komponist James Newton Howard nicht so richtig jubiliert, ist klar dass es gleich zu einer verhängnisvollen Situation kommen wird und tatsächlich da steht doch plötzlich ein kaum bekleideter Mann im Badezimmer.

The Sixth Sense

Dieser ist Vincent, ein ehemaliger, mittlerweile erwachsener Patient, der Crowe vorwirft ihn nicht mit der nötigen Sorgfalt therapiert zu haben. Um seinen Worten den nötigen Nachdruck zu verleihen, schießt Vincent auf Crowe. Ein Jahr später trifft Crowe auf den kleinen Cole Sear (Haley Joel Osment), der Tote sehen und mit ihnen reden kann. Crowe sieht nun eine Chance seinen Fehler mit Vincent wiedergutzumachen.

The Sixth Sense

Bruce Willis spielt hier einmal nicht seine gewohnten Rolle, denn es gibt keine einzige Actionszene. Dr. Malcolm Crowe ist ein ziemlich depressiver Mensch, denn seine Ehe läuft auch nicht mehr so recht. Insgesamt ein ganz passabler Film, der mehr auf Charakterstudie macht und weniger ein parapsychologischer Thriller sein will, obwohl es durchaus lebende Tote zu sehen gibt.

The Sixth Sense

So ist es zunächst etwas verwunderlich, dass dieser stille und gut gespielte Film an den US-Kinokassen sogar das Blair Witch Projekt deutlich schlug und darüber hinaus auch noch zum bisher erfolgreichsten Bruce Willis-Film wurde. Doch kurz vor Ende wird dann schon klar, worin der ganz besondere Reiz von The Sixth Sense besteht. Mehr sollte nun aber wirklich nicht verraten werden.

„The Sixth Sense“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„The Sixth Sense“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„The Sixth Sense“ bei ebay kaufen, hier anklicken

Unbreakable – Unzerbrechlich

Noch sehr viel mehr als bei The Sixth Sense, der 1999 entstandenen irrsinnig erfolgreichen Zusammenarbeit von Regisseur M. Night Shyamalan und Bruce Willis, ist es bei Unbreakable sehr wichtig so wenig wie möglich über den Film zu verraten, denn der unvorbereitete Betrachter hat das größtmögliche Vergnügen an diesem Film.

Unbreakable - Unzerbrechlich

Während The Sixth Sense anfangs wie ein biederer Psycho-Thriller wirkt und erst nach der sehr überraschenden Schlusspointe (und dann beim zweiten Betrachten) wirklich überzeugen kann, bietet Unbreakable schon beim ersten Sichten eine ganze Menge. Dafür fällt dann die eigentliche „Pointe“ ein wenig unbefriedigend aus. Zwar herrscht auch hier genau wie in The Sixth Sense ein etwas düsterer und depressiver Grundton, der durch einige brillante Kameraeinstellungen jedoch etwas abgemildert wird.

Unbreakable - Unzerbrechlich
Soviel noch zum Inhalt: Bruce Willis spielt David Dunn, der als Einziger ein Zugunglück nicht nur überlebt, sondern völlig unbeschadet überstanden hat. Hierdurch erregt er die Aufmerksamkeit des Comic-Sammlers Elijah Price (Samuel L. Jackson), der alles andere als unzerbrechlich ist und sich seit seiner Geburt andauernd Knochenbrüche eingehandelt hat.

Unbreakable - Unzerbrechlich

M. Night Shyamalan wäre es lieber gewesen, wenn der Verleih Unbreakable seinerzeit als Comic-Film und nicht als Thriller in der Tradition von The Sixth Sense beworben hätte. So waren manche Besucher etwas enttäuscht (während vielleicht die Zielgruppe teilweise fernblieb). Doch über die letzten Jahre hat Unbreakable eine große Fangemeinde erworben.

Unbreakable - Unzerbrechlich

Daher ist es erfreulich, dass es zu einer Art von Sequel kommt. Am Ende von Shyamalans Thriller Split (2016) taucht (Vorsicht, Spoiler!) kurz Bruce Willis als David Dunn auf. Dies ist eine Art Vorspiel zu Glass, in dem neben dem von James McAvoy verkörperten schizophrenen Killer auch noch Bruce Willis und Samuel L. Jackson in ihren Rollen aus Unbreakable dabei sind!

Diesen Film bei AMAZON als DVD bestellen, hier anklicken

Diesen Film bei AMAZON als Blu-ray bestellen, hier anklicken

„Unbreakable“ bei ebay kaufen, hier anklicken

„The Sixth Sense“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„The Sixth Sense“ bei ebay kaufen, hier anklicken

„The Sixth Sense“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Split“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Split“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

 

The Visit

Lange hat es gedauert bis M. Night Shyamalan wieder das macht, was er wirklich kann. 1999 überraschte er in The Sixth Sense mit einem knalligen Ende, das es den Zuschauern ermöglichte den Film beim zweiten Betrachten mit völlig anderen Augen zu sehen. Auch die nächsten Filme von Shyamalan Unbreakable, Signs, The Village, The Lady in the Water und The Happening verblüfften. Dies geschah vielleicht nicht immer durch originelle Geschichten, aber jedes Mal durch eine spannende oft unorthodoxe Erzählweise sowie eine ohne viel Dialog auskommende bildstarke Inszenierung.

The Visit

Wenn Shyamalan jedoch außerhalb des Mystery-Thrillers arbeitete und Fantasy (Die Legende von Aang) oder Science Fiction (After Earth) für junge Zuschauer fabrizierte, dann ging dies eher in die Hose. Mit The Visit jedoch versucht sich der Regisseur und Drehbuchautor wieder an einem Gruselfilm, den er jedoch mit reichlich Humor auflockert. Seine Kunst die Geschichte durch interessant komponierte Bilder voran zu treiben, kann Shyamalan diesmal leider nur bedingt einsetzen, da The Visit mit Wackel-Optik so gestaltet wurde, als hätte eine der Hauptfiguren den Film mit einer Video-Kamera gedreht. Dieser “Found Foundage“-Stil war nach The Blair Witch Project vor allem in Billig-Produktionen ziemlich angesagt, dass es auch anders ging, bewies J. J. Abrams mit Cloverfield.

The Visit

Gut zum Tragen kommt in The Visit Shyamalans Fähigkeit mit jungen Darstellern – wie einst Haley Joel Osment in Sixth Sense – zu arbeiten. Die beiden australischen Jungdarsteller Oliver Dejonge und Ed Oxenbould überzeugen als Geschwisterpaar Becca und Tyler, die ihre sich ziemlich seltsam aufführenden Großeltern besuchen. Dabei machen sie eine unheimliche Entdeckung. Der ganz große Wurf ist The Visit nicht geworden, doch Shyamalan gelang immerhin ein halbwegs spannender Thriller mit einer kleinen überraschenden Wendung am Ende.

The Visit

Die Blu-ray von Universal enthält neben dem 94-minütigen Film noch ein Making Of (9:56 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), unveröffentlichte Szenen (8:34 min), ein alternatives Ende (2:25 min) und eine Zusammenstellung von Fotos (1:13 min)

„The Visit“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„The Visit“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„The Visit“ bei ebay kaufen, hier anklicken