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Susan … verzweifelt gesucht

Als Susan … verzweifelt gesucht im Oktober 1984 abgedreht war, wurde Madonnas Like A Virgin zu einem riesigen Hit. Das war natürlich eine tolle Gratis-Werbung, doch wer eine One-Woman-Show des Popstars erwartete, saß am falschen Film. Madonna spielte zwar die Titelrolle, doch der Film gehörte ganz eindeutig Rosanna Arquette.

Susan … verzweifelt gesucht

Diese spielte Roberta Glass, die eine Ehe ohne Leidenschaft mit einem “Badewannen-Verkäufer“ (Zitat Wikipedia, passender ist natürlich „Sanitär-Manger“) führt. Eine gewisses Prickeln verschaffen ihr mysteriöse, wild-romantische Zeitungsanzeigen, in denen ein gewisser Jim verzweifelt versucht, sich mit seiner Freundin Susan zu verabreden. Als der Treffpunkt des Pärchens im Battery Park auch in der Zeitung steht, bricht Roberta nach New York auf…

Susan … verzweifelt gesucht

Aus dieser Ausgangsituation konstruierte Susan Seidelman eine amüsante Verwechslungskomödie, die als überflüssige Beigabe auch noch über einen Krimi-Handlungsstrang verfügte. Der Film lebt hauptsächlich von Rosanna Arquette, die als sich Roberta von der fröhlich in den Tag hineinlebenden Susan inspirieren lässt.

Susan … verzweifelt gesucht

Roberta erwirbt zunächst Susans coole Jacke, die angeblich einst Jimmy Hendrix gehörte und lernt schließlich über einige Umwege mit Dez (Aidan Quinn) jemanden kennen, der alles andere als ein Badewannen-Verkäufer ist. Diese nicht unbedingt neue Geschichte bekommt durch die sehr lebendig eingefangene New Yorker Underground-Szene einen ganz besonderen Touch.

Susan … verzweifelt gesucht

Das Mediabook von justbridge entertainment enthält den 103-minütigen Hauptfilm auf Blu-ray und DVD, wahlweise mit einem leider nicht untertitelten Audiokommentar von Regisseurin Susan Seidelman. Als Bonus gibt es noch ein alternatives bzw. deutlich verlängertes Ende (6:06 min, wahlweise mit deutschen Untertiteln) und den US-Trailer (1:55 min). Außerdem ist ein 20-seitiges Booklet mit Texten von Christoph N. Kellerbach eingebunden.

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Stirb an einem anderen Tag

Pünktlich zum 40. Kino-Dienstjahr von 007 kam der zwanzigste James Bond-Film in die Kinos. Der neuseeländische Regisseur Lee Tamahori („Die letzte Kriegerin“) hatte dabei die undankbare Aufgabe, zwar alles anders zu machen, aber trotzdem einen typischen Bond-Film zu drehen. Daher fliegt uns schon in der klassischen ersten Einstellung mit der schwarzen Lochblende erstmals ein Projektil um die Ohren.

Stirb an einem anderen TagDem Teaser, also jener Sequenz vor dem Titelsong, ist recht deutlich die Schwierigkeit anzumerken, irgendein Fahrzeug zu finden, mit dem sich 007 noch keine Verfolgungsjagd geliefert hat. Daher gibt es diesmal eine wilde Fahrt mit Luftkissen-Booten über den Minengürtel zwischen Nord- und Südkorea. Hier zeigt sich schon die große Schwäche des Filmes, denn Tamahori gelingt es eher selten, die Actionsequenzen so zu inszenieren, dass der Zuschauer noch den Überblick behält. Es wird dabei nicht so richtig klar, wessen Boot (und später welches Auto) da gerade explodiert und durch die Luft fliegt.

Stirb an einem anderen Tag

Ebenfalls neu ist, dass Bond am Ende des Teasers nicht triumphiert, sondern gefangen genommen wird. Eher geschmacklos ist dann die Inszenierung des ansonsten durchaus gut gewählten Madonna-Titelsongs. Die Musik wird verschnitten mit den Folterungen, denen Bond während seiner 14-monatiger Haft in Nordkorea ausgesetzt ist. Klar, das ist tatsächlich mal etwas völlig anderes als in den bisherigen Bond-Filmen, aber will das wirklich jemand sehen?

Stirb an einem anderen Tag

Der restliche Film ist dann ziemlich durchwachsen und die unnötig komplizierte Handlung führt Bond über Hongkong, Kuba (in Spanien gedreht) und Island zurück zum großen Showdown nach Korea. Zwischendrin geht es einmal tatsächlich ziemlich hoch her, wenn sich Bond einen wirklich atemberaubenden Fechtkampf quer durch einen vornehmen englischen Club liefert. Die Dynamik dieser Sequenz wäre auch bei den anderen Action-Szenen wünschenswert gewesen, doch diese wurden meist mit „Matrix“-Mätzchen versetzt und zudem auch noch sehr häufig (im Gegensatz zu den „echten“ Stunts der vorherigen Filme) am Computer erzeugt.

Stirb an einem anderen Tag

Doch genug gemeckert, wenn eine Sequenz mal misslingt, dann geschieht dies auf höchstem Niveau und „Stirb an einem anderen Tag“ ist in keiner Szene jemals so primitiv wie dieser angebliche Bond-Update „xXx – Triple X“ mit Vin Diesel. John Cleese ist ein mehr als passabler Q-Ersatz für den leider verstorbenen Desmond Llewelyn und Halle Berry („Monster´s Ball“) ist nicht nur eine Augenweide (ihr erster Auftritt ist recht deutlich an Ursula Andress in „Dr. No“ angelehnt), sondern als erstes Bond-Girl dem Helden ebenbürtig. Sie machte ihre Sache so gut, dass überlegt wurde, mit der von ihr verkörperten Jinx eine eigene Filmserie ins Leben zu rufen.

Stirb an einem anderen Tag
© United Artists / Twentieth Century Fox

Die im Kino etwas schwach anmutenden Action-Sequenzen gewinnen deutlich auf dem kleineren heimischen Bildschirm. So ist der Betrachter auch dank der gut mithaltenden Halle Berry fast versucht diesen Film dann doch noch zum nach „GoldenEye“ zweitbesten Pierce Brosnan-Bond-Film zu erklären.

Stirb an einem anderen Tag
© United Artists / Twentieth Century Fox

Extras der DVD-Edition: Zwei Audio-Kommentar: Mit Regisseur Lee Tamahori & Produzent Michael G. Wilson, sowie mit Pierce Brosnan und Rosamund Pike, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; MI-6-Datenstrom: Während des Filmes erscheinen wahlweise im Bild eine nicht enden wollende Flut von mehr oder (leider sehr häufig) weniger interessanten Infos zum Film. Interessanter sind da schon die 19 “Hinter den Kulissen“-Featuretten, die ebenfalls nur auf dieses Weise betrachtet werden können; „From Script to Screen“ (51:39 min, über alle Aspekte der Filmproduktion); “Geschüttelt und gerührt aufm Eis“ (23:09 min, über die Dreharbeiten auf Island); Ein ganz normaler Tag – Bericht von den Dreharbeiten (22:38 min); James Bond kehrt zurück nach London (3:31 min); Auf Motivsuche mit Production-Designer Peter Lamont (13:52 min); Bild-Datenbank: 41 Darsteller-Portraits, Foto-Shooting (50 Bilder), Drehorte & Kulissen (77 Bilder), Stunts & Spezialeffekte (45 Bilder), Fahrzeuge und Spezialanfertigungen (23 Bilder); „Missionskontrolle“: Thematisch gegliederte Zusammenstellung einiger besonders markanter Szenen, hervorzuheben ist die Möglichkeit die Titelsequenz ohne den Text bzw. die Credits zu betrachten; 8-seitiges farbiges Booklet

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