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Sandland

Als der Carlsen Verlag sein Manga-Magazin Banzai! startete, war ganz groß auf dem Titelbild ein gewisser Belzebub zu sehen. Dieser ist der Held von Sandland, der neuen Serie von Akira Toriyama, dem Schöpfer von Dragon Ball. Nachdem die 14 Kapitel dieser Serie komplett vorveröffentlicht wurden, erscheint mit dem Aufdruck Best of Banzai eine Taschenbuch-Ausgabe der Serie.

BANZAI!

Sandland erzählt von Belzebub, dem Sohn des Teufels, der in einer Wüstenwelt lebt. Dort ist das Wasser unglaublich knapp und gemeinsam mit einem seltsamen Sheriff und einem noch seltsameren Dämon, der sich gelegentlich als Weihnachtsmann verkleidet, macht er sich auf die Suche nach einer geheimnisvollen Quelle.

BANZAI!

Toriyama bietet einmal mehr seine bewährte Mischung aus Klamauk und Aktion, wobei er diesmal anscheinend ziemlich stark vom zweiten Mad Max-Film inspiriert wurde. Wer die großformatigen (und teilweise sogar farbigen) Sandland-Seiten in Banzai! gewöhnt ist, auf denen Toriyamas klare und detailreichen Zeichnungen besonders gut zur Geltung kommen, wird von der kleinformatigen Taschenbuch-Ausgabe möglicherweise etwas enttäuscht sein. Doch der im Vergleich zu sonstigen Manga-Publikationen sehr günstige Preis (und die Tatsache, dass es von Sandland nur einen Band und nicht 42 wie bei Dragon Ball gibt) tröstet darüber hinweg.

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Dragon Ball

Als der Carlsen Verlag diese Serie 1997 startete, waren Mangas in Deutschland gerade auf dem absteigenden Ast. Anscheinend hatte der große Erfolg des postatomaren Epos Akira die Branche fälschlicherweise glauben lassen, mit japanischen Comics ließe sich Geld verdienen. Doch alle weiteren Manga-Serien, sogar Sailor Moon, mussten wiedereingestellt werden.

Dragon Ball

Beim Erfolg von Dragon Ball bleibt unklar, ob Form oder Inhalt hierfür hauptverantwortlich waren. Ein 200-seitiges Taschenbuch für unter 10,- DM war seinerzeit für den Carlsen Verlag ein absoluter Kampfpreis und unsicher war auch, ob die hiesigen Leser bereit waren, das Buch in japanischer Leserichtung von hinten nach vorne zu verschlingen. Doch die anfangs noch charmant versponnenen Abenteuer des kleinen Son-Gokus schlugen die Leser sofort in den Bann. Zunächst waren Mädchenschlüpfer noch wichtiger als der Kampf um das ganze Universum.

Dragon Ball

Doch ab Band 14, Kapitel 166 wurde Son-Goku erwachsener und Dragon Ball zu Dragon Ball Z. Obwohl es jetzt kaum noch Humor und fast nur noch immer gewaltiger werdende Zweikämpfe gab, blieben die Leser der Serie treu, zumal sich das durchgehende Motiv auf den Rücken der Taschenbücher sehr gut im Regal macht.

Dragon Ball

Ebenfalls für die Serie spricht, dass Akira Toriyama seine Serie bereits 1995 zu einem schönen Abschluss – nachzulesen in Carlsens 41. Dragon-Ball-Taschenbuch  – brachte und sich neue Herausforderungen wie Sandland suchte.

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Anime fantastisch

Noch bis zum 25. Oktober 2020 ist im schauraum: comic + cartoon eine Ausstellung über die Kunst des japanischen Zeichentrickfilms zu sehen. Wer es nicht nach Dortmund schafft, wird mit einem im riva Verlag erschienenen Katalog bestens bedient.

Anime fantastisch

Der wuchtige querformatige Hardcoverband enthält nicht nur hervorragende Reproduktionen der zahlreichen in der Ausstellung gezeigten Animationsfolien und Entwurfszeichnungen, sondern auch hochinteressante Texte des Kurators Alexander Braun. Braun veröffentlichte beim Taschen Verlag opulente Bücher zu Winsor McCays Little Nemo und George Herrymans Krazy Cat, außerdem kuratierte er zahlreiche Ausstellungen, wie etwa gemeinsam mit Andreas C. Knigge Comics, Mangas, Graphic Novels in der Bundeskunsthalle Bonn.

Anime fantastisch

Das Buch dürfte mit seinen Abbildungen und Texten zu immer noch aktuellen Animes und Mangas wie Dragon Ball oder Sailor Moon jüngere Leser ansprechen. Braun ist es aber auch ein Anliegen zu vermitteln, dass im deutschen Fernsehen Animes bereits seit 1972 gezeigt wurden.

Anime fantastisch

Es begann mit dem schwarzen Küken Calimero, das eine Eierschale auf dem Kopf trägt und bereits in den 60er-Jahren in Italien als Werbefigur für ein Waschmittel erfunden wurde. Anfang der 70er-Jahre wurde aus Calimero eine in Palermo spielende in Japan produzierte Animationsserie, die bei uns im ZDF gezeigt wurde. Es folgte als erste deutsch-japanische Co-Produktionen Wickie und die starken Männer und Die Biene Maja. Der vielleicht beste auf einer europäischen Vorlage basierende Anime-Serie war Heidi, an deren aufwändiger Produktion auch Isao Takahata und Hayao Miyazaki, beteiligt waren, die später das Studio Ghibli gründen sollten.

Anime fantastisch

Alexander Braun informiert auch ausführlich über die Technik des Zeichentrickfilms. Er gibt Einblick in die japanische Kultur und Gesellschaft. Ihm gelang ein ebenso faszinierend geschriebenes wie bebildertes Buch, das seinem Thema mehr als gerecht wird.

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Kimba – Der weiße Löwe

Hierzulande ist dieser klassische japanische Comic aus dem Jahre 1950 nur durch die sehr viel später entstandene Zeichentrickserie bekannt, die Ende der 70er-Jahre auch bei uns ausgestrahlt wurde. Später wurde dann der Walt Disney Company vorgeworfen von diesem Manga in Der König der Löwen ganz schön abgekupfert zu haben. Parallelen zu diesem irrsinnig erfolgreichen Zeichentrickfilm sind durchaus vorhanden, zumal der Disneys Held auch noch Simba heißt und ebenfalls das Königreich seines Vaters zurückerobern will.

Kimba - Der weiße Löwe

Doch ansonsten verläuft die Geschichte, die der Urvater des japanischen Mangas Osamu Tezuka (Astro Boy, Adolf) erzählt, doch völlig anders. Während Der König der Löwen ganz ohne Menschen auskommt, wimmelt es bei Kimba (der im japanischen Original Leo heißt und in den USA später Kimba getauft wurde) geradezu von ihnen. So erlegte Ham Egg, ein Großwildjäger, Kimbas Vater Panja, der hauptsächlich Tiere tötet, die sich freiwillig zu Haustieren machen lassen, durch eine gemeine List.

Kimba - Der weiße Löwe
Panjas Witwe wird daraufhin gefangen genommen und auf einem Schiff nach London gebracht. An Bord bringt sie den kleinen Kimba zur Welt, der entflieht um in Afrika die Thronfolge seines Vaters anzutreten. Zuvor gibt es jedoch noch einigen eher albernen Klamauk mit Kindern und Mäusen. Insgesamt enthält die Geschichte leider immer wieder langweilige Episoden, in denen die Handlung nicht gerade vorangetrieben wird. Zur Entschädigung gibt es aber auch eine ganze Menge beeindruckend inszenierte Momente, die überzeugen und den Klassikerstatus dieses Mangas vollauf rechtfertigen.

Kimba - Der weiße Löwe

Carlsen veröffentlichte Kimba zunächst in drei von hinten nach vorne zu lesenden, schon langen vergriffenen Taschenbüchern. Die Neuauflage der kompletten über 500-seitigen Serie besteht aus zwei schön aufgemachten etwas großformatigeren Hardcover-Bänden in westlicher Leserichtung. Sie enthält eine farbige Galerie sowie ein interessantes Vorwort von Kai-Steffen Schwarz und dürfte allen Freunden des weißen Löwen viel Freude bereiten.

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George Takei: They Called Us Enemy

George Takei war bereits 1966 in der ersten regulären Episode der klassischen TV-Serie Star Trek dabei. Er spielte als Lieutenant Hikaru Sulu den Steuermann des Raumschiffes Enterprise. Das war zwar nicht die Hauptrolle, doch Takei machte als Sulu Karriere bei der Sternenflotte und kommandierte im sechsten Star-Trek-Kinofilm die USS Excelsior NCC-2000.

George Takei: They Called Us Enemy

Mit They Called Us Enemy schrieb Takei im Alter von 83 Jahren seinen ersten Comic. Hierin erzählt er auch, wie er die Rolle seines Lebens erhielt und es gibt einige weitere kurze Szenen, die für die Fans von Star Trek interessant sein dürften. Doch in erster Linie schildert Takei unter dem Motto „Eine Kindheit im Internierungslager“, wie ihm und seiner Familie kurz nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor in Dezember 1941 entsetzliches Unrecht angetan wurde.

George Takei: They Called Us Enemy

Ohne groß ins Gesetzbuch zu gucken, verfügte Präsident Franklin D. Roosevelt gleich nach dem japanischen Angriff, dass circa 120.000 US-Bürger mit japanischen Wurzeln als potentielle Spione und Attentäter verhaftet und eingesperrt werden. Der sich als fester Bestandteil der US-Gesellschaft fühlenden Familie Takei wurden dadurch vier Jahre ihres Lebens gestohlen. Diese verbrachten sie fernab ihrer Heimatstadt Los Angeles in weit abgelegenen primitiv eingerichteten Lagern.

George Takei: They Called Us Enemy

Takei schildert, wie er als kleiner Junge die Reisen und die menschenunwürdig  Zustände während der Internierung durchaus als Abenteuer empfand. Erst später in Gesprächen mit seinem Vater klar wurde ihm klar, was den japanischstämmigen US-Bürgern angetan wurde. Den Comic brachte Harmony Becker, die einige Zeit in Südkorea und Japan lebte, in klaren schwarzweißen Bildern im Manga-Stil zu Papier.

George Takei: They Called Us Enemy

Die Geschichte wird unterfüttert durch Informationen über die zeitgeschichtlichen Hintergründe. Als patriotischem US-Bürger ist es George Takei auch ein Anliegen aufzuzeigen, dass die Internierung aufgearbeitet wurde, Franklin D. Roosevelt ansonsten ein großer Staatsmann war und einige ihm nachfolgende US-Präsidenten für das dunkle Kapitel um Entschuldigung gebeten hatten.

George Takei: They Called Us Enemy

Es gibt in They Called Us Enemy auch immer wieder heitere Momente, denn Takei hat ein optimistisches Naturell. Doch zweifelsohne fordert der Comic seine Leser dazu auf, wachsam zu sein, denn der Schoss ist leider immer noch sehr fruchtbar…

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Gou Tanabe: Die Farbe aus dem All

Nahezu gleichzeitig mit dem Heimkinostart einer Verfilmung von H. P. Lovecrafts Kurzgeschichte Die Farbe aus dem All mit Nicolas Cage veröffentlicht Carlsen eine Manga-Version von Gou Tanabe. Im Gegensatz zu Richard Stanleys Film, der die Geschichte in die Gegenwart verlegte und gradlinig erzählte, hat Tanabe die Rückblenden-Struktur beibehalten und die Erzählung genau wie Lovecraft im vorletzten Jahrhundert angesiedelt.

Gou Tanabe: Die Farbe aus dem All

Gou Tanabe hat bereits weitere Lovecraft-Storys adaptiert, einige davon wurde bei Carlsen unter dem Titel Der Hund und andere Geschichten veröffentlicht. Er zeichnet in einem auf Schraffuren setzenden Stil, der an alte Buchillustrationen erinnern soll. Dies passt recht gut zu Tanabes werkgetreuer Wiedergabe mit einem für Manga-Verhältnisse erstaunlich hohen Anteil an erläuternden Texten.

Gou Tanabe: Die Farbe aus dem All

Die in japanischer Leserichtung veröffentlichte 180-seitige Erzählung wird Lovecrafts Vorlage auch dadurch gerecht, dass Tanabe das Grauen in eher diffusen Bildern wiedergibt und bei einem schwarzweißen Manga nicht in die Verlegenheit kommt, die mysteriöse Farbe aus dem All abbilden zu müssen.

Gou Tanabe: Die Farbe aus dem All

Der schöne Band wird noch durch ein kenntnisreiches Nachwort von Thorsten Hanisch abgerundet, der völlig zurecht auch noch Alberto Breccias kunstvolle 13-seitige Adaption der selben Story aus dem Sammelband Lovecraft des Avant Verlags empfiehlt.

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Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt

Die eher ungelenken Zeichnungen waren es gewiss nicht, die die Comic-Serie Scott Pilgrim (die bei uns bei Panini erschienen ist) zum Hit werden ließen. Vielmehr dürfte es die Selbstverständlichkeit sein, mit der Autor und Zeichner Bryan Lee O’Malley die anfangs noch sehr realistische und sensible Schilderung der Lebensumstände einiger Heranwachsender in Toronto urplötzlich ins Spektakuläre umkippen lässt.

Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt

Wenn sich der 23-jährige Titelheld und Hobbymusiker, der zuvor ein minderjähriges Schulmädchen datete, auf einmal handfeste Prügelorgien mit den sieben mit Superkräften ausgestatteten Ex-Lovern seiner neuen Flamme Ramona Flowers liefern muss, erinnert dies an jenen Moment in dem From Dusk till Dawn völlig überraschend vom Krimi zum Horrorfilm mutierte. Gerade die seltsame Mischung aus erzählerischer Raffinesse, zeichnerischem Unvermögen, Underground-Comic, Manga, Kung Fu, Garagen-Rockmusik und Videogame-Elementen machten Scott Pilgrim zu etwas ganz besonderem.

Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt

Dies beeindruckte auch den britischen Regisseur Edgar Wright (Shaun of the Dead, Hot Fuzz, The World’s End, Baby Driver), der die wilden Action-Elemente des Comics als “überaktive Vorstellungskraft“ eines jungen Mannes interpretiert, der nicht mit Schlafliedern und Märchen sondern mit Videogames groß geworden ist. Wright, dessen wilde und temporeiche Komödien auch durchaus spannend gerieten, erwies sich 2010 als der ideale Regisseur für Scott Pilgrim.

Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt

Im Gegensatz zum Comic spickt Wright den Film von Anfang an mit allerlei Merkwürdigkeiten. Er platziert immer wieder lustige erläuternde Texteinblendungen im Bild und wenn es schließlich zu den furios in Szene gesetzten Action-Szenen kommt, dann fügen sich diese harmonisch in das konsequent schräge Gesamtbild ein.

Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt

Doch nicht nur visuell und erzählerisch kann der “vor Ort“ in Toronto gedrehte Film überzeugen, auch die Besetzung ist exquisit. Michael Cera (Superbad, Juno) und Mary Elizabeth Winstead (Stirb Langsam 4.0, Birds of Prey) sind ein Traumpaar, Newcomerin Ellen Wong eine süße Versuchung.

Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt

Während Superman Brandon Routh und  Captain America Chris Evans ihre Rollen garantiert nicht grundlos bekamen, mutet es fast schon prophetisch an, dass auch Brie Larson zum Cast gehörte, denn sie trat erst neun Jahre später als Captain Marvel auf.

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Bild-Comic-Bibliothek 6: Detektiv Conan

Das Massenblatt Bild machte 2005 in seinen Ausgaben mit Otto Waalkes und täglichen Comics mächtig Werbung für seine 12-bändige Comic-Bibliothek, die am 1. August gestartet wurde und im Wochentakt erschienen. Eigentlich sind diese gebundenen Bände, die für nur 5 Euro 160 farbige Seiten von ausgewählten Comicklassikern präsentieren, eine prima Idee. Doch leider waren die Bücher meist nicht dort erhältlich, wo die Bild-Zeitung verkauft wurde.

Bild-Comic-Bibliothek

Als Band 6 der Bild-Comic-Bibliothek war Conan angekündigt. Wer sich Abenteuer mit muskulösen Barbaren erhoffte, war sicherlich etwas enttäuscht, als er einen kleinen Jungen mit Sherlock-Holmes-Mütze auf der Rückseite des Buches abgebildet sah. Geboten wird der Manga Detektiv Conan, der stilecht von hinten nach vorne zu lesen ist. Hier geht es um den 16-jährigen Meisterdetektiv Shinichi Kudo, der durch ein seltsames Gift in einen sechsjährigen Jungen verwandelt wird. Er nennt sich nun Conan (nach seinem Lieblingsautor Sir Arthur Conan Doyle) und lebt fortan unerkannt im Hause seiner Freundin, deren Vater praktischerweise auch noch ein erfolgloser Privatdetektiv ist.

Bild-Comic-Bibliothek

Geboten werden die ersten 18 Fälle der Serie. Gosho Aoyamas schwarzweiße Grafik kommt im größeren Format besser zur Geltung als in den Taschenbüchern. Detektiv Conan ist keine schlechte Serie, doch als einzige Manga-Serie innerhalb der Bild-Comic-Bibliothek (die FAZ-Reihe Klassiker der Comic-Literatur verzichtet ganz auf Mangas) wäre vielleicht die ebenfalls bei Egmont-Ehapa erschienene und deutlich originellere Serie Ranma ½ die bessere Wahl gewesen.

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Bild-Comic-Bibliothek

Das Massenblatt Bild machte 2005 in seinen Ausgaben mit Otto Waalkes und täglichen Comics mächtig Werbung für seine 12-bändige Comic-Bibliothek, die am 1. August gestartet wurde und im Wochentakt erschienen, kurz darauf folgte die Reihe Klassiker der Comic-Literatur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Eigentlich waren die gebundenen Bände von Bild, die für nur 5 Euro 160 farbige Seiten von ausgewählten Comicklassikern präsentieren, eine prima Idee. Doch leider dort , wo die Bild-Zeitung verkauft wurde, waren die Bücher meist nicht erhältlich.

Bild-Comic-Bibliothek

So gab es keine Möglichkeit den Startband mit Asterix-Geschichten im Bereich des Münchner Hauptbahnhof zu erwerben. Weder in den Buchhandlungen noch an den Kiosken (die etliche Ausgaben der DVD-Edition der Süddeutschen Zeitung vorrätig hatten) und schon gar nicht im Comic-Shop. Es war zu erfahren, dass die angebotenen Konditionen zu ungünstig seien. Doch immerhin hatte der große Buchladen Hugendubel am Stachus einen ganzen Stoß roter Asterix-Bände prominent im Eingangsbereich präsentiert und äußerlich war das Buch wirklich ansprechend aufgemacht.

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Der Inhalt war jedoch etwas enttäuschend. Klar, das erste Album Asterix der Gallier gehört unbedingt in so einen Sammelband. Doch danach folgt dann leider keine weitere der meisterlichen Geschichten von René Goscinny sondern Uderzos eher schwaches Soloalbum Der große Graben als “Parodie auf die Mauer, die Deutschland trennte“. Nun ja und den Abschluss bilden dann die von Uderzo kommentierten Short Stories aus Asterix plaudert aus der Schule, die erst knapp zwei Jahre zuvor bei Ehapa erschienen sind.

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Insgesamt ist die Zusammenstellung zwar nicht optimal und eine redaktionelle Betreuung so gut wie nicht vorhanden (nicht einmal die Übersetzter werden genannt). Doch zum Glück ist es sehr schwierig bei einem Asterix-Sampler so richtig daneben zu greifen.

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Es war auch nicht ganz leicht an den zweiten Band der Reihe zu gelangen. In der nicht gerade kleinen Hugendubel-Filiale in München-Pasing kannte man zwar die Bild-Comic-Bibliothek, doch der erste Band war nicht mehr und der Zweite noch nicht vorrätig. Also mal wieder ab zum Stachus, wo Donald Duck, diesmal allerdings in deutlich kleineren Mengen, im Eingangsbereich auslag.

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Der zweite Band enthält eine überdurchschnittlich gelungene Zusammenstellung von 14 Donald-Stories die meist der Ehapa-Reihe “Hall of Fame“ entnommen wurden. Die jeweils zuständigen Künstler, darunter Volker Reiche, Jan Gulbransson, Romano Scarpa, Don Rosa und natürlich Carl Barks, werden jedoch lediglich bei den Geschichten in der zweiten Hälfte des Buches genannt.

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Das Vorwort ist mal wieder etwas ärgerlich, denn schlichte Gemüter könnten glauben, dass das “Comic-Genie“ Walt Disney (“ein Pedant, ein Lebemann, ein Trinker“) alles im Alleingang gezeichnet hat. In diesen Fall wissen Bild-Leser tatsächlich mehr, denn in der Zeitung wird neben Walt Disney auch gleichberechtigt Carl Barks vorgestellt. Verschwiegen wird jedoch, dass die in der Bild-Zeitung (und der Comic-Bibliothek) veröffentlichte Story Sicherheit für Entenhausen von Vicar stammt.

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Beim dritten Band gab es im Süden feiertagsbedingt einige Verzögerungen. Während die Bild-Zeitung seltsamerweise auch am Mariä-Himmelfahrts-Montag in München völlig unbeachtet erschienen ist und den großen Artikel zu Lucky Luke und zur Comic-Bibliothek enthielt, war das zugehörige Buch erst am Dienstag in einigen größeren Buchhandlungen zu erhalten.

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Bei Hugendubel am Stachus war dann noch etwas Asterix, kein Donald Duck und reichlich Lucky Luke vorrätig. Aus Hamburg wurde gemeldet, dass dort die kleinen Kiosken gar nicht mehr mit der Bild-Comic-Bibliothek beliefert wurden, da plötzlich die großen Buchhandlungen nach der unerwartet starken Nachfrage mehr Exemplare haben wollen und wegen geringer Anzahl an Vorbestellungen zu wenig gedruckt wurde.

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Doch nun zum Inhalt: Mit dem Abdruck der kompletten Alben Goldrausch! (1965), Ma Dalton (1971), Die Daltons und der Psycho-Doc (1975) und Der Kaiser von Amerika (1976), die alle von Goscinny getextet wurden, präsentiert der Band einen sehr guten Querschnitt durch die Serie. Die Zeichnungen von Morris leiden sehr viel weniger als die Arbeiten von Uderzo unter dem kleineren Format und dem etwas matten Druck. Insgesamt kann durchaus gesagt werden, dass (abgesehen vom etwas mauen Vorwort) Lucky Luke kaum besser präsentiert werden kann.

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Diesmal war es nicht möglich den vierten Band am Erscheinungstag in Aachen oder Köln zu erwerben. Gut sortierte Kioske verwiesen auf die Buchhandlungen und dort sollte Micky Maus dann erst am nächsten Tag geliefert werden. Bei Hugendubel in München gab es das Buch am Dienstag problemlos zu kaufen, doch von den restlichen Bänden der Comic-Bibliothek fehlte jede Spur.

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Inhaltlich werden über 30 Micky-Maus-Geschichten geboten, wobei sowohl Einseiter als auch Fortsetzungsgeschichten enthalten sind. Die Namen der Zeichner werden nicht genannt, obwohl dies ansonsten selbst bei Disney mittlerweile üblich ist. Das Vorwort und der zugehörige Bild-Zeitungsartikel widmen sich, wie schon bei dem Donald Duck – Band, fast ausschließlich dem “schweren Trinker, Playboy und FBI-Spitzel“ Walt Disney. Auch die Präsentation der Geschichten ist nicht optimal.

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Als Druckvorlagen dienten Micky Maus-Hefte aus den 50er- und 60er-Jahren, was nicht ohne nostalgischen Charme ist. Doch deutlich besser gelettertes und koloriertes Material wäre problemlos aufzutreiben gewesen. So wurde z. B. die im Buch enthaltene Geschichte Die verschwundene Eisenbahn im kurz zuvor erschienen Hall of Fame-Band zu Paul Murry unvergleichbar besser präsentiert. Der Micky-Maus-Band ist durch sein wahllos zusammengewürfeltes Material, die nicht mehr zeitgemäße Bearbeitung der Comics und die oft unnötig schlechte Druckqualität der bisher schwächste Band der Reihe.

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Auf geht´s in die fünfte Runde. Mittlerweile war in der neusten Ausgabe von ZACK schon so einiges über die weiteren Inhalte der Comic-Bibliothek zu erfahren, wie z. B. dass der Spirou & Fantasio-Band ausschließlich Material von André Franquin enthalten solle, was ja so schlimm nicht ist. Hugendubel am Stachus hielt auch gleich einen ganzen Stoß der neuen Ausgabe bereit. Auch Donald Duck und Micky Maus waren noch vorhanden, während Asterix und Lucky Luke vergriffen waren. 1:0 für Francobelgien!

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Etwas störend ist, dass der eher geringfügig an den Comics beteiligte Autor Greg auf dem Cover gleichberechtigt neben Franquin steht. Beim Vorwort und dem zugehörigen Artikel in der Bild-Zeitung entsteht wieder das Gefühl, dass es den Autoren nur um Haaresbreite gelingt ihre Unkenntnis zu verbergen und sie auch noch falsch voneinander abschreiben.

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Im Vorwort des Buches steht etwas vom “schüchternen, später depressiven“ Franquin. Der Autor Blieswood macht in der Bild-Zeitung daraus einen “schüchternen (später aggressiven)“ Franquin. Doch zum Glück sind im Buch auch noch Volker Hamanns fundierte redaktionelle Seiten enthalten, die schon die Spirou-Neuausgabe von Carlsen zierten. Geboten wird mit Das Nest im Urwald, Der Plan des Zyklotrop und QRN ruft Bretzelburg durchweg gutes Comicmaterial an dem es nun wirklich nichts zu meckern gibt.

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Zeitgleich mit dem sechsten Band der Bild-Comic-Bibliothek startete auch die Reihe Klassiker der Comic-Literatur der FAZ. Auch hier war es nicht ganz leicht ein Exemplar zu bekommen. Dies klappte in München weder bei Hugendubel (dort waren mittlerweile alle Ausgaben der Bild-Comic-Bibliothek vorrätig) noch in den Bahnhofsbuchhandlungen, doch im Comic-Shop war der erste FAZ-Band zu Superman schließlich erhältlich. Diese Reihe ist zwar kleinformatiger und nicht gebunden, enthält dafür aber ausführliche Vorworte.

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Als Band 6 der Bild-Comic-Bibliothek war Conan angekündigt. Wer sich Abenteuer mit muskulösen Barbaren erhoffte, war sicherlich etwas enttäuscht, als er einen kleinen Jungen mit Sherlock-Holmes-Mütze auf der Rückseite des Buches abgebildet sah. Geboten wird der Manga Detektiv Conan, der stilecht von hinten nach vorne zu lesen ist. Hier geht es um den 16-jährigen Meisterdetektiv Shinichi Kudo, der durch ein seltsames Gift in einen sechsjährigen Jungen verwandelt wird. Er nennt sich nun Conan (nach seinem Lieblingsautor Sir Arthur Conan Doyle) und lebt fortan unerkannt im Hause seiner Freundin, deren Vater praktischerweise auch noch ein erfolgloser Privatdetektiv ist.

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Geboten werden die ersten 18 Fälle der Serie. Gosho Aoyamas schwarzweiße Grafik kommt im größeren Format besser zur Geltung als in den Taschenbüchern. Detektiv Conan ist keine schlechte Serie, doch als einzige Manga-Serie innerhalb der Bild-Comic-Bibliothek (die FAZ-Reihe verzichtet ganz auf Mangas) wäre vielleicht die ebenfalls bei Egmont-Ehapa erschienene und deutlich originellere Serie Ranma ½ die bessere Wahl gewesen.

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“Knatterton war die deutsche Antwort auf James Bond“ ist in der Bild-Zeitung vom 12.9.2005 zu lesen und auf dem Buchrücken des siebten Bandes ist es noch etwas peinlicher formuliert: “Manfred Schmidt erfand Nick Knatterton 1950 als James-Bond-Parodie“. James Bond hat seinen ersten Auftritt erst 1953 im Roman Casino Royale und der erste Kinofilm Dr. No kam 1962 in die Kinos.

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Kombiniere, da hat jemand mal wieder keine Ahnung und verschenkt auch die schönste Legende um Nick Knatterton: Mit der Figur des superschlauen Super-Detektives wollte sich Manfred Schmidt eigentlich lustig machen über die amerikanischen Comic-Superhelden. Doch seine ab 1950 in der Illustrierten Quick veröffentlichten Bildgeschichten wurden so erfolgreich, dass sich Manfred Schmidt immer neue Großtaten für Knatterton ausdenken musste und Sklave seiner eigenen Erfindung wurde.

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Ansonsten ist der Band für Knatterton-Novizen durchaus brauchbar. Enthalten sind auf 190 schwarzweißen Seiten im Querformat und in der für die Buchausgaben überarbeiteten Form die ersten sieben Abenteuer von Der Schuss in den künstlichen Hinterkopf bis Das Geheimnis der Superbiene.

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Vom achten Band zu Tim und Struppi war am Erscheinungstag gerade noch ein nicht mehr eingeschweißtes Exemplar zu ergattern. Die Bild-Zeitung hat aufgrund der Wahlberichterstattung erstmals nicht auf der Titelseite auf den Begleitartikel zur Comic-Bibliothek hingewiesen.

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Im Innenteil der Zeitung befindet sich dann jedoch ein Artikel über den “berühmtesten Reporter der Welt“. Ebenfalls zum Abdruck gekommen sind drei verkleinerte Seiten (im selben Format wie in der Comic-Bibliothek) aus Tim und der Sonnentempel, in den nächsten Tagen wurde das Finale des Zweiteilers als Fortsetzung abgedruckt.

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Band 8 enthält mit Die sieben Kristallkugeln, Tim und der Sonnentempel und Der Fall Bienlein einen guten Querschnitt durch die Serie, aber leider auch wieder ein Vorwort. Norbert Körzdörfer schreibt von den “Zwillingsdetektiven Schulze und Schultze mit Melone, Regenschirm und Fliege“. Ein Blick in eins von Hergés Comicalben macht sofort klar, dass das Duo Krawatten trägt. Warum schreibt hier nicht jemand, wie z. B. bei der FAZ-Reihe Klassiker der Comic-Literatur,  der wirklich etwas von der Materie versteht.

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Während im Band 2 der Comic-Bibliothek kein Wort über Carl Barks verloren wird, ist er jetzt plötzlich der Erfinder von Phantomias. Dies ist natürlich Quatsch, denn Barks hat zwar der Ente 1949 in der Geschichte Der Supermensch (Super Snooper) tatsächlich gewaltige Kräfte (aber kein Kostüm) verliehen und dabei gleichzeitig kräftig über Superhelden abgelästert.

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Doch die 10-seitige Story blieb ohne Folgen und erst 1969 erfanden in Italien der Zeichner Giovan Battista Carpi und der Autor Guido Martina die Superheldenfigur Paperinik, indem sie Donald (der in Italien Paperino heißt) die Spezialausrüstung des Gentleman-Verbrechers Phantomias vorfinden ließen.

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Ihren ersten Auftritt in Deutschland hatte die Figur in Walt Disneys Lustigem Taschenbuch Nr. 41 („Donald mal ganz anders“). Der Comic-Bibliothek-Band enthält jetzt leider ausschließlich neueres Material, das ab 1996 bei Ehapa erschien. Die mit Manga-Elementen versetzten Zeichnungen sind grafisch durchaus hochwertig ist, die Inhalte können jedoch kaum fesseln (oder gar amüsieren). Diese Version von Phantomias hat sich nicht dauerhaft behauptet und ist ganz gewiss kein Comic-Highlight.

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Beim 10. Band der Bibliothek zu Brösels Werner gibt es dann erstmals wirklich gar nichts zu meckern. Ich ergatterte mein Buch noch vor dem eigentlichen Verkaufstag und seltsamerweise trug es die Inschrift „zweite Auflage“. Im Vorwort sind keine Fehler auszumachen und die Auswahl der enthaltenen Comicbeiträge deckt erstmals wirklich die volle Bandbreite der “behandelten“ Figur ab.

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Es sind sowohl die grafisch sehr schlichten aber dabei auch unglaublich komischen Frühwerke wie z. B. die Klassiker Bescheid oder Werner im Krankenhaus in der rohen schwarzweißen Urversion enthalten als auch ausgefeiltere Spätwerke wie Würfelkönig oder das 50-seitige Epos Wer bremst hat Angst!, die im Team realisiert wurden und leider meist weniger spaßig als bunt sind.

Highlights sind jene zwei Kapitel aus der Reihe Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Hier agiert Werner als Lehrling zusammen mit Meister Röhrich („Sanitäre Anlagen, Heizungsbau, Klima- und Schwimmbadtechnik“) und Lehrling Eckat, Brösels wohl schönsten Figuren. Die Mischung aus pointierter Alltagsbeobachtung und völlig abgedrehten Slapstick-Humor erwecken schon jetzt den Eindruck einen unverwüstlichen Comicklassiker zu lesen.

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Der elfte Band ist Rolf Kaukas Fix & Foxi gewidmet und war bereits sehr zeitig erhältlich. Geboten werden chronologisch geordnet Geschichten aus den Jahren 1963 bis 1991 (wobei leider die Frühphase fehlt).

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Ein Impressum benennt dankenswerterweise, die jeweiligen Fix & Foxi-Hefte aus denen die Stories stammen. Auch befinden sich umfassende Copyrightvermerke zu jeder Geschichte im Buch, doch für die Namen der Autoren und Zeichner (vertreten sind u. a. Florian Julino und Branco Karabajic) blieb dann leider mal wieder kein Platz mehr.

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Der Hauptklopper im Vorwort ist diesmal die „Information“, dass das erste Fix & Foxi-Heft von 1953 „heute circa 125.000 Euro wert“ ist. Der aktuelle Comicpreiskatalog listet hingegen maximal 1.500 Euro! In einem Nachwort weist Alexandra Kauka noch ganz besonders auf die erste Geschichte hin. Ein Name für die Wissenuni erlebt in diesem Buch seine Premiere und stammt vom neuen Fix & Foxi-Zeichnerteam um Lutz Mathesdorf.

Bild-Comic-Bibliothek 11: Fix & Foxi

Nahezu zeitgleich mit dem Bild Comic Bibliothek Band erlebte auch die Heftserie einen kurzen Relaunch. Die neuen Zeichner hatten die Nebenfiguren (darunter Karikaturen von TV-Promis namens Gunter Bauch, Jürgen Viellaber, Tom Teufelernst und Stefano Kräh) deutlich besser im Griff als die etwas unsicher modernisierten Hauptfiguren. Doch insgesamt macht die Geschichte, die auch noch eine Harry Potter-Parodie enthält, durchaus Spaß.

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Bezüglich des Abschlussbandes über Popeye herrschte ganz besondere Spannung. Dieser Spinatmatrose war in Elzie Crisler Segars Comicserie Thimble Theater von der Nebenfigur zur Hauptattraktion aufgestiegen. Eine ähnliche Karriere machte er auch im Zeichentrickfilm. 1933 trat er in einem Cartoon mit Betty Boop auf, schlug voll ein und bekam gleich seine eigene Serie.

Bild-Comic-Bibliothek

Doch der Comic-Bibliothek-Band enthält keinerlei Comics von Segar, sondern “153 Geschichten“ (bzw. Sonntagsseiten), die ausschließlich aus der Feder von Hy Eisman stammen. Eisman, der sich zuvor auch schon am Comicklassiker The Katzenjammer Kids versucht hat, kann bezüglich Zeichnungen und Gags bei Popeye durchaus punkten.

Bild-Comic-Bibliothek

Doch es mutete etwas sinnlos an in einen Comic-Bibliothek-Band zu Popeye ausschließlich Material aus den späten 90er Jahren zu veröffentlichen. Das Vorwort hingegen geht überhaupt nicht auf Eisman ein und enthält wieder Unfug wie “In Popeye steckt die Abenteuerlust von Donald Duck, die Frechheit von Asterix und die Kraft von Superman – und im Mund die Pfeife von Nick Knatterton.“ Ganz klar, Popeye wurde maßgeblich beeinflusst von all diesen sehr viel später entstandenen Figuren.

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Abschließend ist bezüglich der Bild-Comic-Bibliothek festzustellen, dass Format, buchbinderische Aufmachung und Drucktechnik deutlich besser gelungen sind als bei der FAZ-Reihe Klassiker der Comic-Literatur.

Bild Comic-Bibliothek

Doch die Auswahl des Materials kann nur selten überzeugen (Ausnahmen sind die Bände zu Lucky Luke und Spirou) und die einleitenden Worte zeigen, dass hier nicht mit Sachverstand vorgegangen wurde.

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Star Wars – Verlorene Welten

Manga-Versionen zu Star Wars sind nicht Neues. Bereits 1997 adaptierte Hisao Tamaki Episode IV – Eine neue Hoffnung im typischen japanischen Zeichenstil und ließ auch noch die zusätzlichen Szenen der Special Edition mit einfließen. Diese Version erschien seinerzeit bei Dark Horse und auch bei uns in einer vierbändigen Edition in westlicher Leserichtung. Es folgten von anderen Zeichnern realisierte Manga-Versionen der Episoden V, VI und I.

Star Wars – Verlorene Welten

Doch der Manga Star Wars – Verlorene Welten ist etwas ganz Besonderes. Der Zeichner Yusaku Komiyama bearbeitet hier keine aus dem Kino bekannte Geschichte, sondern Claudia Grays 2015 erschienenen Roman Star Wars: Lost Stars. Dieser trägt den Untertitel Journey to The Force Awakens, da das Buch seinerzeit den gerade anlaufenden Film Star Wars Episode V: Das Erwachen der Macht promoten sollte.

Star Wars – Verlorene Welten

In der Tat eignen sich Roman und Manga sehr gut, um auch Leser zu erreichen, die bisher nichts mit Star Wars anfangen konnten. Zentrum der Erzählung ist die scheinbar unmögliche Liebesgeschichte zwischen zwei unterschiedlichen Menschen. Der junge Thane Kyrell gehört zur zweiten Welle von Siedlern, die sich den abgelegenen Gebirgsplaneten Jelucan angeeignet haben. Diese halten sich für Aristokraten und blicken herab auf die Menschen, die bereits 500 Jahre zuvor gekommen sind.

Star Wars – Verlorene Welten
Thane ist jedoch fasziniert von der dunkelhäutigen, gleichalten Cienna Ree, die – wie alle schon seit sehr langer Zeit auf Jelucan  ansässigen Siedler – unter ihm fremd und primitiv anmutenden Bedingungen leben. Eine Freundschaft oder gar Beziehung zwischen den beiden unterschiedlichen Jelucanern erscheint unmöglich. Doch dann ist es ausgerechnet das auf Jelucan einmarschierende Imperium, das die Träume der jungen Menschen von einer Reise in den Weltraum erfüllt und sie dadurch zusammenführt. Es dauert sehr lange, bis die zunächst begeisterten imperialen Rekruten Thane und Cienna erkennen, dass sie auf der dunklen Seite der Macht stehen…

Star Wars – Verlorene Welten

Im Gegensatz zum chronologisch erzählten Roman beginnt der Manga damit. die Ereignisse auf dem Eisplaneten Hoth aus dem Film Das Imperium schlägt zurück aus der Sicht von Thane zu erzählen. Der junge Mann hat sich mittlerweile den Rebellen angeschlossen, während Cienna noch die Offiziers-Uniform des Imperiums trägt. Als Rückblende wird erzählt, wie es dazu kam, dass sich Thane vom Imperium und von Cienna abwandte.

Star Wars – Verlorene Welten

Yusaku Komiyama gelang der höchst spannende, aber auch menschlich anrührende, Auftakt einer Geschichte, die Panini in drei Taschenbüchern veröfentlicht und die sehr viel spannender als der Kinofilm Episode VIII ist!

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