Schlagwort-Archive: Marvel

Marvel’s Agent Carter

Mittlerweile ist es wohl nicht mehr nötig die Blu-ray-Veröffentlichungen der Marvel-Blockbuster aus dem Hause Disney durch eigens dafür produzierte Kurzfilme noch attraktiver zu machen. Doch 2013 war im Bonusmaterial von “Iron Man 3“ der wohl beste Beitrag der fünfteiligen Reihe „Marvel One-Shot“ zu finden. Die Titelrolle im 15-minütigen Film “Agent Carter“ spielte die bereits aus “Captain America: The First Avenger“ bekannte Britin Hayley Atwell.

Iron Man 3 AGENT CARTER

Die Handlung spielt zur Zeit des Zweiten Weltkriegs, kurz nach dem Verschwinden von Captain America. Im Einsatz der Strategic Scientific Reserve gelingt es der schlagkräftigen jungen Agentin Peggy Carter sich gegen ihren arroganten männlichen Vorgesetzten zu behaupten und dadurch für höhere Aufgaben zu qualifizieren. Der flott erzählte Kurzfilm enthält noch einige nette Gastauftritte und wurde zu einer Art Pilotfilm für eine Anfang 2015 gestartete TV-Serie.

Marvel’s Agent Carter

“Marvel’s Agent Carter“ spielt ein Jahr nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und Peggy Carter muss sich in der New Yorker Zentrale der Strategic Scientific Reserve weiterhin gegenüber ihren männlichen Kollegen durchsetzen. Auch Iron Mans Papa Howard Stark (wieder verkörpert von Dominic Cooper) ist mit von der Partie, doch eine größere Rolle spielt dessen spleeniger Butler Edwin Jarvis (James D’Arcy), der über einige unerwartete Talente verfügt.

Marvel’s Agent Carter

Die hübsch ausgestattete Serie konnte mit Action, Humor, emanzipatorischen Untertönen und nostalgischen Charme punkten. Daher folgte 2016 eine zweite Staffel von “Marvel’s Agent Carter“, die aus 10 statt 8 Episoden bestand und durch den neuen Schauplatz Los Angeles (inklusive Hollywood) einen etwas anderen Look hatte.

0002

Die zweite Staffel ist leider etwas langatmiger erzählt als die Erste. Wohl auch daher wurde “Marvel’s Agent Carter“, trotz des großen Potentials, leider nicht fortgeführt. Beide Staffeln erzählen in sich abgeschlossene durchgehende Geschichten, wobei ein kleiner Cliffhanger am Ende von Season 2 andeutet, dass eine Weiterführung geplant war. Die von Disney veröffentlichte DVD- und Blu-ray-Edition enthält mit 18 Episoden tatsächlich “Die komplette Serie“. Als Bonusmaterial gibt es noch Blooper zu Season 1 (2:55 min) und Season 2 (3:48 min).

„Marvel’s Agent Carter – Die komplette Serie“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Marvel’s Agent Carter – Die komplette Serie“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Marvel’s Agent Carter“ bei ebay kaufen, hier anklicken

Doctor Strange

Während Stan Lee und Steve Ditko 1963 an ihrer Erfolgsserie Spider-Man arbeiteten, schufen sie ganz nebenbei einen weiteren Marvel-Superhelden. In Ausgabe 110 der Storysammlung „Strange Tales“ tauchte erstmals ein gewisser Doctor Strange auf.  Dieser war Meister der Magie und konnte in Träume eindringen. Erst nach zwei weiteren Abenteuern erfuhren die Leser endlich, wer dieser Typ mit Umhang und Medaillon eigentlich ist.

Doctor Strange
© 2017 MARVEL

Es handelte sich um den ebenso erfolgreichen wie arroganten Chirurgen Stephen Strange, der nach einem Autounfall nicht mehr operieren konnte und prompt in der Gosse landete. Dort erfuhr er von einem seltsamen „Ancient One “ und natürlich machte sich der abgewrackte Strange sofort nach Tibet auf. Er ließ sich dort zum Magier ausbilden und wurde schließlich sogar zum Beschützer unserer ganzen Dimension.

Doctor Strange

Doctor Strange wurde ein populärer Marvel-Held, bekam eine eigene Heftserie und wurde 1978 nicht sonderlich erinnerungswürdig fürs Fernsehen verfilmt. 2006 folgte unter dem Titel “Doctor Strange – The Sorcerer Supreme“ ein gar nicht einmal so schlechter Zeichentrickfilm. 10 Jahre später lässt Disney den Magier in einem Solofilm aufs Kinopublikum los, um sein Marvel Cinematic Universe zu erweitern.

Doctor Strange
© 2017 MARVEL

Zunächst war Johnny Depp für die Titelrolle vorgesehen, doch mit “Sherlock“ Benedict Cumberbatch wurde ein Darsteller gefunden, der vor allem ideal war, um den arroganten Stephen Strange zu verkörpern. Dank des Kult-Faktors von Cumberbatch wurde beim Publikum große Vorfreude erweckt. Verwunderung bis Proteststürme löste hingegen die Tatsache aus, dass auch die Rolle des weisen Tibetanischen “Ancient One“ in britische Hände geriet und von Tilda Swinton verkörpert wurde.

Doctor Strange
© 2017 MARVEL

Das Resultat ist ein kunterbunter bis chaotischer Bilderreigen, der seine Anregungen nicht nur im Marvel-Universum fand, sondern sich auch bei den Bilderwelten von Christopher Nolans “Inception“ bediente. Bei aller visueller Pracht hält sich die Spannung eher in Grenzen, bzw. verlagert sich darauf, den Zuschauer darüber spekulieren zu lassen, wie in künftigen Marvel-Filmen Cumberbatchs Doctor Strange mit Robert Downey Jrs. nicht minder arroganten Tony Stark alias Iron Man klarkommen wird.

Doctor Strange
© 2017 MARVEL

Die Blu-ray von Disney enthält neben dem 115-minütigen Hauptfilm (wahlweise mit Audiokommentar von Regisseur Scott Derrickson, wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln) noch ein ausführliches Making Of (58:05 min), sowie die Berichte “Marvel Phase 3” (7:28 min) und “Team Thor – Part 2“ (4:38 min), nicht verwendete oder erweitere Szenen (7:52 min) und Gags vom Dreh (4:12 min).

“Doctor Strange“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Doctor Strange“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Doctor Strange“ in 3D als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Doctor Strange“ bei ebay kaufen, hier anklicken

 

Batman – Just Imagine – Stan Lee Creating the DC Universe

Just Imagine…. Stell dir vor….du bist Stan „The Man“ Lee, eine lebende Comiclegende und Du sollst für Deinen größten Konkurrenten, dessen Comic-Universum neu erfinden…was würdest Du tun? Würdest Du noch mal versuchen Alles zu geben? Würdest Du versuchen, unumstößlich – ein für allemal – zu beweisen, dass Du es besser – am Besten – kannst? Also, wenn ich mir vorstelle, Stan Lee zu sein, ich würde…

Batman - Just Imagine - Stan Lee Creating the DC Universe

Was Stan Lee sich selbst dabei gedacht hat, das bleibt wohl sein Geheimnis. Jedenfalls sieht es nicht nach der letzten großen Kraftanstrengung seines Lebensabends aus. Überall entsteht der Eindruck, dass hier alles Mögliche zusammengeklaut wurde! Absicht?? Hat er schon immer so gearbeitet? Und genau das möchte er mitteilen – als letzte große Lebensbeichte? Offensichtlicher geht es wohl kaum! Wenn genau das seine Absicht ist, dann Respekt!

Batman - Just Imagine - Stan Lee Creating the DC Universe

Der junge Mann im Gefängnis, der für die Taten seines Vaters büßt, ist unverkennbar Bane – Batmans größter Widersacher. Der junge Mann im Gefängnis, der nach kurzer Zeit zu einem „Robert Stroud der Fledermäuse“ wird, ist unverkennbar der „Birdman of Alcatraz“. Der junge Mann im Gefängnis, der nach ein paar Jahren Krafttraining zum unbezwingbaren Athleten wird und sich sein Geld als Wrestler versucht zu verdienen, ist unverkennbar Spider-Man.

Batman - Just Imagine - Stan Lee Creating the DC Universe

Nur funktioniert das leider nicht: Das Kostüm von Batman und der Auftrag von Batman sind untrennbar miteinander verwoben. Dieses Kostüm ist nicht nur mal eben eine Verkleidung, damit man nicht erkennt, wer hinter der Maske steckt, bei Batman ist dieses Kostüm Aufgabe und Fluch zugleich. „Kriminelle sind ein feiges Pack und ich brauche eine Verkleidung, die Angst in ihre Herzen sät.“

Batman - Just Imagine - Stan Lee Creating the DC Universe

Der Sturz des Bösewichtes in den Tod ist zwar das „Fitting Ending For His Kind“ – schlecht geklaut aus TEC #27, aber hier ist es schon fast Mord. Selbst der Name „Wayne Williams“ scheint geklaut zu sein und weckt wenig gute Assoziationen in mir: Wayne Williams ist eine reale Person, der Anfang der 80’er Jahre in Amerika mehrere Kinder umgebracht hatte und landesweites Entsetzen ausgelöst hatte. Der Name bleibt einem im Gedächtnis! Auch Stan Lee? Wieder Absicht/Provokation oder nur ein „Versehen“? Will Stan Lee so ganz bewusst darstellen, wie wenig sein JI: BATMAN mit dem DC-BATMAN (Bruce Wayne) gemeinsam hat? Ich jedenfalls war sehr entsetzt, diesen Namen hier zu lesen.

Batman - Just Imagine - Stan Lee Creating the DC Universe

Selbst wenn der Leser versucht, alles, was er bisher von Batman gelesen hat, zu vergessen (oder Neueinsteiger, die Batman nicht kennen) und sich mit dem Versuch einfach eine gute Geschichte lesen zu möchten dem Buch nähert, es gelingt nicht, irgend etwas Unterhaltsames zu finden; es kommt gar keine Stimmung auf. Selbst wenn ich versuche, mich reinzuversetzen in die Zeit, in der Batman das Licht der Welt erblickte – es gelingt mir nicht, sie mir so oberflächlich und banal vorzustellen wie in diesem Werk. Die – aus heutiger Sicht schlichten und einfachen – Werke von Bill Finger und Bob Kane müssen bei weitem eine größere Power auf die damalige Leserschaft gehabt haben, als Stan Lee versucht es heute nachzuempfinden. Die Geschichte ist zu einfach, zu dünn, als dass sie einmal in der Lage sein könnte ein Stück Comicgeschichte geschrieben zu haben.

Batman - Just Imagine - Stan Lee Creating the DC Universe

Die Spider-Man Geschichten, die Stan Lee seit Januar 1977 (und in so vielen Jahren kann beurteilt werden, ob der Schreiber was kann oder nicht) für die Comic Strips der Zeitungen schreibt (sein Bruder Larry Lieber ist übrigens der Zeichner) sind zugegebenermaßen einfach und glücklos – leider bietet Stan Lees Batman keinen Unterschied. Was haben sich die Redakteure von DC dabei gedacht? Finden sie gut, was Stan Lee hier abliefert? Wenn ja, was übersehe ich? Wenn nein, warum haben sie es drucken lassen? Möchten sie sich an der Entmystifizierung von Stan Lee beteiligen? Die Demontage, die Stan Lee sehr ungeschickt an sich selbst vornimmt, seine diversen Selbstbeweihräucherungen („Ich habe alles selbst gemacht“) lassen leider erkennen, dass hier ein Kapitel der amerikanischen Comicgeschichte schnellsten geschlossen werden sollte. Einer (wohl wahren) Anekdote zufolge soll die Idee zu „Just Imagine“ (JI) bei einem Gespräch zwischen Bob Kane und Stan Lee bei der Premiere des ersten Batman-Films entstanden sein. Das hätte gepasst: Die beiden größten Egomanen und Lügner des amerikanischen Comicbusiness ziehen gemeinsam ein Ding durch…

Batman - Just Imagine - Stan Lee Creating the DC Universe

Möchten die DC- Verantwortlichen, wenn Stan Lee nichts mehr schreiben kann – der Tag wird kommen – nicht einer verpassten Chance nachtrauern? Möchte sie „beweisen“, dass die DC-Charaktere einmalig und nicht – auch nicht annähernd – kopierbar oder austauschbar sind? Oder geht es nur ums Geld? Immerhin sind wohl schon mehr als 60.000 Ausgaben verkauft worden. Hat bei allen der Verstand ausgesetzt und haben sich hier rein wirtschaftliche Interessen durchgesetzt? Aber dennoch möchte ich es nicht glauben, dass mein Eindruck wahr sein könnte. Wer weiß, wie sich die folgenden elf Titel noch entwickeln werden? Welche (unerwarteten) Wendungen uns vielleicht noch erwarten. Reverend Darrk könnte das verbindende Element sein, dass alle Handlungen umschließt. Seine Person ist in JI: BATMAN eingeführt worden und es ist noch nicht erkennbar warum. Wird er eventuell der große Widersacher, gegen den die JI:JLA antreten muss? Ein endgültiges Urteil steht also noch aus. Schließlich stehen ja noch solche Highlights wie JI: CRISIS und JI: JLA an. Das Gesamtkonzept ist vielleicht noch nicht ganz ersichtlich. Vielleicht entspinnt sich noch ein intelligenter Handlungsfaden. Schließlich sind noch nicht alle Fakten bekannt. Wer wird der JI: ROBIN sein, der noch auftreten wird, wer werden die Mitglieder der JI: JLA sein? Auch dieser Batman? Wie wird es sein, wenn sich der JI: BATMAN und der JI: SUPERMAN treffen werden?

Batman - Just Imagine - Stan Lee Creating the DC Universe

Auch die Zeichnungen bleiben stark hinter meinen Erwartungen zurück. Ich liebe Joe Kuberts Kunst – keine Frage, aber das ist nicht mehr der Joe Kubert, den ich erhofft hatte. Ich kenne seine wilden Zeichnungen aus den Anfangszeiten von Tarzan (ab 1971). Was hätte er einem Batman, der wirklich aussieht wie eine Fledermaus für ein Leben einhauchen können?! Wollte er nicht oder durfte er nicht? Oder kann er nicht mehr? Ich will es nicht glauben! So habe ich beim Lesen nur durchgehalten, weil ich hoffte, dass es besser werden könnte bzw. weil ich Angst hatte vielleicht doch etwas zu verpassen.

Batman - Just Imagine - Stan Lee Creating the DC Universe

So bleiben sehr viele Fragen! Wieder Absicht oder einfach nur kein Konzept? Ist – soll das das Spannende sein? So sehr ich es vermeiden möchte zu sagen, aber ich habe das ungute Gefühl, dass der Rest der Serie auch floppen wird. Vom Rest erwarte ich noch große Kunst – die Namen, der Künstler, die noch ausstehen, lassen wieder nur Gutes vermuten – aber die Geschichte scheint nur schwer wieder an Fahrt gewinnen zu können.

Ich hoffe, ich habe Unrecht! Wie gerne wäre ich bereit, meinen ersten Eindruck zu revidieren ………

Norbert Elbers


Diesen Comic bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Just Imagine“ von Stan Lee bei ebay kaufen, hier anklicken

„Just Imagine – Stan Lee Creating the DC Universe – Book 1“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

 

Brian Azzarello & Richard Corben: Banner

Während der Startexter Garth Ennis den etwas abgetakelten Geheimdienst-Chef Nick Fury mehr als erfolgreich wiederbelebte, holte er sich beim grünen Koloss Hulk eine blutige Nase. Dieser vom Hitman-Zeichner John McCrea gezeichnete Comic liegt auch bei uns komplett als „Hulk kämpft“ vor und bietet wenig mehr als ein Kriegsgeschichte, bei der ein Haufen hilfloser US-Soldaten in der Wüste von Nevada mit dem Hulk konfrontiert wird. Doch zur Ehrenrettung von Ennis muss gesagt werden, dass auch Stan Lee und Jack Kirby 1962 zunächst nicht allzu viel mit dem anfangs noch grauen Hulk anfangen konnten und die Serie nach nur sechs Heften erst einmal einstellt wurde.

Brian Azzarello & Richard Corben: Banner

Da ist es schon ziemlich überraschend, dass es ausgerechnet Richard Corben gelingt mit Marvels Wüterich einen interessanten Comic zu gestalten. Corbens größter Erfolg „Den“ stammt noch aus den siebziger Jahren und dürfte auch aus dem „Heavy Metal“-Film bekannt sein. „100 Bullets„. Texter Brian Azzarello schildert in „Banner“ den wütenden Hulk als amoklaufendes Monster im Stile von Godzilla. Richard Corben setzte Azzarellos Zerstörungsorgien dann in Bilder voller roher Gewalt um. Hier ist die Wucht direkt spürbar, die immer dann zum Ausbruch kommt, wenn der freundliche Wissenschaftler D. Bruce Banner zum unkontrollierbaren Hulk wird.

Brian Azzarello & Richard Corben: Banner

Sogar die Computercolorierung kann überzeugen, denn es gelingt dem „Studio F.“ so gut die plastische Farbgebung Corbens am Rechner zu erzeugen, dass „Banner“ wirklich keinen Grund zum wütend werden ist.


„Banner“ als US-Gesamtausgabe bei AMAZON bestellen, hier anklicken

HULK-Comics bei ebay kaufen, hier anklicken

Avengers vs. X-Men

Innerhalb des Marvel-Universums existieren zwei unterschiedliche Gruppen von kostümierten mehr oder minder hochbegabten Charakteren…

Avengers vs. X-Men
Softcoverausgabe

Zum einen wären da die diversen Superhelden, die oftmals eine Geheimidentität haben, zumeist einzeln wie SPIDER-MAN oder DAREDEVIL agieren, sich gerne aber auch in Teams wie den FANTASTIC FOUR oder AVENGERS zusammenfinden. Eine Klasse für sich sind die Mutanten, die entweder in Professors Xaviers Schule für Hochbegabte Pläne für eine gemeinsame Zukunft mit der Menschheit schmieden oder unter der Leitung des durchaus tragischen Antihelden MAGNETO die Herrschaft über unseren Planeten für sich beanspruchen.

Die Frage welcher Superheld am stärksten ist, hat die Fanboys schon immer brennend interessiert und die Verlage Marvel oder DC immer wieder dazu angespornt Ideen zu entwickeln, um ihre beliebtesten Figuren nicht mit Superschurken sondern gegeneinander kämpfen zu lassen. Der Klassiker dürfte die erste Begegnung zwischen SUPERMAN und SPIDER-MAN gewesen sein, die 1976 unentschieden endete. Als es 20 Jahre später zu einer Konfrontation zwischen Marvel und DC kam, durften die Fans den Ausgang von einigen der Kämpfe per Abstimmung selbst entscheiden. Daher konnten seinerzeit die Marvel-Helden mehr Siege für sich verbuchen, was auch daran liegt, dass DC abgesehen von SUPERMAN und BATMAN nicht allzu viel wirklich populäre Figuren in seinem Ensemble hat. Marvel hingegen kann ohne Probleme ein gewaltiges Epos wie komplett mit eigenen Superhelden in Szene setzen, wie der vorliegende Band belegt.

AVENGERS vs. X-MEN war bei Marvel 2012 das große Mega-Event, das simultan in etlichen Heft-Serien stattfand. Dem Team aus Star-Textern und -Zeichnern wie Brian M. Bendis, Ed Brubaker, John Romita Jr., Olivier Coipel oder Adam Kubert gelang das Kunststück eine Story zu erzählen, die mehr als nur ein Vorwand für diverse Zweikämpfe war.

Avengers vs. X-Men
Hardcoverausgabe

Hauptmotiv der Geschichte ist jene allmächtige Phoenix-Kraft, der einst die Mutantin Jean Grey zum Opfer fiel (siehe auch den dritten X-Men-Kinofilm). Diese hat bereits andere Planetensysteme zerstört und bewegt sich auf die Erde zu. Die junge Mutantin Hope Summers droht der neue Phoenix-Wirt zu werden, was sie für etliche Mutanten als neuer Messias erscheinen lässt, den meisten Avengers hingegen große Angst macht, während sich wiederum andere wie etwa der nur bedingt team-fähige WOLVERINE nicht von einer der beiden Seiten vereinnahmen lassen wollen. Die Konfrontation beginnt mit einer Schlägerei zwischen dem X-Man CYCLOPS und CAPTAIN AMERICA, ufert dann aber immer weiter aus…

Speziell die ersten fünf von John Romita Jr. gezeichneten und von Brian Michael Bendis getexteten AVENGERS vs. X-MEN sind mitreißend erzähltes ganz großes Superhelden-Kino. In den restlichen sieben ebenfalls in diesem über 400-seitigen Sammelband enthaltenen US-Hefte hingegen werden die Geschichte – aber auch die mit Unmengen von Superhelden bevölkerten Wimmelbilder – immer unübersichtlicher.

Dennoch ist es sehr erfreulich, dass dieses Stück Marvel-History komplett in einem mit reichlich Bonusmaterial wie Variantcover und Statements der Zeichner versehenen fetten Sampler erschienen ist.


„Avengers vs. X-Men“ als Softcover bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Avengers vs. X-Men“ bei ebay kaufen, hier anklicken

Neil Gaiman: Marvel 1602

Anno 1602 ist Königin Elisabeth besorgt angesichts des selbst für englische Verhältnisse kaum noch auszuhaltenden Wetters, der Himmel hat sich blutrot verfärbt. Sie ruft zwei Berater zu sich: Ihren obersten Agenten Sir Nicholas Fury und den Magier Stephen Strange, die beide versuchen den seltsamen Phänomenen auf die Spur zu kommen.

Neil Gaiman: Marvel 1602

Als weitere Helfer fungieren u. a. ein blinder Barde ohne Furcht, Carlos Javier und die hochbegabten Insassen seiner Erziehungsanstalt, eine vierköpfige Reisegruppe die in der neuen Welt durch einen Schiffsbruch ungeahnten Veränderungen ausgesetzt ist sowie ein gewisser Peter Parquagh, der partout nicht von einer seltsamen Spinne gebissen werden will.

Neil Gaiman: Marvel 1602

Der britische Kultautor Neil Gaiman („Sandman„) holt 2003 bei seiner Frühgeschichte des Marvel-Universums sehr weit aus. Eingebettet in eine spannende Geschichte bietet er faszinierende Urversionen von vertrauten Superhelden wie Spider-Man oder den X-Men. Doch es gelingt ihm tatsächlich den Bogen so zu spannen, dass die Geschichte tatsächlich ins heutige Marvel-Universum eingebettet ist und nicht etwa in den Bereich “Elseworld“ gehört.

Neil Gaiman: Marvel 1602

Adäquate Unterstützung fand er im Zeichner Andy Kubert („Wolverine Origin„)  und auch die an alte Holzschnitte erinnernden Titelbilder von Scott McKowen sind eine Klasse für sich. Panini veröffentlichte die in den USA aus 8 Heften bestehende Miniserie zunächst in zwei Sammelbänden und danach als Gesamtausgabe.

0000

Ein besonderes Schmankerl ist dabei eine nicht in allen Ausgaben enthaltene Seite. Hier sind Zeichner und Autor zu sehen und Kubert meint zu Gaiman: “Ich hoffe nur, Du weißt was Du tust.“

0000

Dieser Eindruck kann mitten in der schon einige Marvel-Grundkenntnisse voraussetzenden Lektüre schon einmal entstehen. Doch insgesamt und dank zahlreicher Überraschung am Ende der Geschichte gilt bei “1602“ keinesfalls “Denn sie wissen nicht was sie tun“.

Neil Gaiman: Marvel 1602

2005 erschien unter dem Titel “1602 – Die neue Welt“ eine Fortsetzung an der weder Gaiman noch Kubert beteiligt waren.


„Neil Gaiman: Marvel 1602“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„1602“ bei ebay kaufen, hier anklicken

„Marvel 1602 – Die neue Welt“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Marvel’s Daredevil

Eine Alternative zu den oft etwas bombastischen Kino-Auftritten von Iron Man, Thor, Captain America & Co. ist eine sehr viel stärker geerdete TV-Serie, die ebenfalls im Marvel Cinematic Universe angesiedelt ist. Der 1964 erstmals im Comic aufgetretene blinde Anwalt Matt Murdock alias Daredevil war bereits 1989 in einem TV-Film mit dem von Bill Bixby und Lou Ferrigno verkörperten Hulk zu sehen. 14 Jahre später folgte ein nicht unumstrittener Kinofilm mit Ben Affleck, der allerdings in der fürs Heimkino veröffentlichten Langfassung sehr viel sehenswerter ist.

Marvel's Daredevil

Statt eines ursprünglich geplanten weiteren Daredevil-Kinofilms mit Jason Statham, entstand schließlich eine TV-Serie für Netflix , der mit House of Cards die wohl beste Serie der letzten Jahre produziert. Ab 10. April 2015 waren alle 13 Episoden der ersten Daredevil -Staffel online zu empfangen, natürlich gegen Gebühr. Beim Betrachten der Serie stellt sich die Frage, warum es so lange gedauert hat, bis jemand auf die Idee kam, dass sich mit dem blinden Superhelden im TV genau wie im Comic epische und menschlich ergreifende Geschichten erzählen lassen.

 Marvel's Daredevil

Der Mix aus Anwalts-Serie, Action, Kapitalismus-Kritik und drastischer HBO-Ästhetik überzeugt sofort, auch wenn (Vorsicht Spoiler!) Matt Murdock erst in der letzten Episode der ersten Staffel sein schlichtes schwarzes Ninja-Outfit gegen das rötliche Teufelskostüm austauscht. Die Titelrolle wird passabel vom nicht unsympathischen Briten Charlie Cox (halbwegs bekannt aus der Neil-Gaiman-Verfilmung Der Sternwanderer) verkörpert und Elden Henson (Mighty Ducks) ist als Foggy Nelson mehr als ein lustiger Sidekick.

Marvel's Daredevil
Vincent D’Onofrio

Den speziellen Reiz der Serie machen jedoch hochkarätig besetzte Nebenrollen aus. Rosario Dawson (Sin City) überzeugt als Krankenschwester Claire Temple und Scott Glenn ist als zweifelhafter Mentor Stick mindestens so gut wie Terence Stamp in der selben Rolle im Elektra-Kinofilm mit Jennifer Garner. Eine Klasse für sich ist Vincent D’Onofrio (Full Metal Jacket) als bulliger Gangsterboss Wilson Fisk alias Kingpin. Wie bei Matt Murdock werden innerhalb der Serie in Rückblenden entscheidende Momente aus Fisks Jugend enthüllt. Hierdurch wird dieser machthungrige Mobster zu einem fast schon tragischen Antihelden.

Marvel's Daredevil
© 2016 Marvel & ABC Studios

Eine zweite Daredevil-Staffel mit Gastauftritten von Elektra und dem Punisher wurde bereits online gestellt. Doch damit nicht genug, denn Netflix zeigt mit Jessica Jones, Luke Cage und Iron Fist weitere Marvel-Serien, die schließlich zum Mega-Crossover Marvel’s The Defenders zusammengeführt werden sollen. Eineinhalb Jahre nach der Netflix-Premiere erscheint am 20.10. 2016 die erste Staffel von “Daredevil“ auch endlich auf DVD und Blu-ray, allerdings ohne Bonusmaterial.

„Marvel’s Daredevil – Die komplette 1. Staffel“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Marvel’s Daredevil – Die komplette 1. Staffel“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Marvel’s Daredevil“ bei ebay kaufen, hier anklicken

„Marvel’s Daredevil – Die komplette 2. Staffel“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Marvel’s Daredevil – Die komplette 2. Staffel“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Star Wars – Die Marvel Cover

Wer sich einen Überblick über die klassischen Titelbilder, der 1977 noch vor der Premiere von Star Wars gestarteten zugehörigen Comic-Serie von Marvel erhofft, dürfte von diesem Prachtband etwas enttäuscht. Denn in erster Linie feiert Marvel hier seinen am 14. Januar 2015 in den USA erfolgten Neustart von diversen Serien mit Star Wars Comics.

Star Wars – Die Marvel Cover
Alex Ross

Dass dieser zu einem Erfolg wurde, lag sicher auch daran, dass die ersten Ausgabe der von Jason Aaron geschriebenen und von John Cassaday gezeichneten Comicserie “Star Wars“, die direkt an Episode IV anschloss, mit 70 verschiedenen Covern herausgebracht wurde. Viele dieser Hefte mit exklusiven Titelbildern gab es nur in bestimmten Läden wie etwa bei Forbidden Planet in London.

Star Wars – Die Marvel Cover
John Cassaday

Hinzu kommen noch sechs Titelbilder die exklusiv für Panini Comics angefertigt wurden und ebenfalls in diesem Buch enthalten sind. Allein diese vielen Titelbilder, sowie einige zugehörige Skizzen und die Variant-Cover der folgenden fünf Ausgaben der neuen Comicserie “Star Wars“, füllen schon die Hälfte des Buchs.

Star Wars – Die Marvel Cover
Skottie Young

Das Betrachten dieser Titelbilder hat mir sehr viel mehr Spaß gemacht, als die Lektüre der zugehörigen Comics. Unter den beteiligten Künstlern befinden sich Meister ihres Fachs wie Alex Ross (von dem auch das Titelbild des Buchs stammt), Sergio Aragones, Joe Queada, J. Scott Campbell, Gabrielle Dell’Otto, Amanda Conner, Dale Keown, Mike Perkins, Stan Sakai, Skottie Young, Howard Chaykin, Humberto Ramos und Phil Noto.

Star Wars – Die Marvel Cover
John Tyler Christopher

Eine Klasse für sich sind jedoch die Titelbilder von John Tyler Christopher. Dieser hat nicht nur liebevolle Hommagen an die klassischen Star Wars Actionfiguren von Kenner angefertigt, sondern lässt auch den in den 70er Jahren in Marvels klassischer Serie eingeführten 1,80 m großen Hasen Jaxxon auftreten, obwohl George Lucas diese Figur angeblich gehasst hat.

Star Wars – Die Marvel Cover
John Tyler Christopher

Die zweite Hälfte des Buchs zeigt die teilweise mit ähnlichen Konzepten und Ideen arbeitenden, und von den selben Künstlern erstellten, Titelbilder zu den neuen Marvel-Reihen “Star Wars: Darth Vader“ von Kieron Gillen (“Über“) und “Star Wars: Princess Leia“ von Mark Waid (“Kingdom Come“). Zum Abschluss des Buchs wird dann doch noch ein kleines bisschen auf Marvels “vor sehr langer Zeit“ entstandene Star-Wars-Comics eingegangen, unter besonderer Berücksichtigung der extra für zahlreiche Neu-Editionen angefertigten Titelbilder.

Star Wars: The Original Marvel Years Omnibus
Howard Chaykin

Für das Buch sprechen nicht nur die tollen Abbildungen, sondern auch die interessanten begleitenden Texte, in denen viele der an den neuen Marvel Comics beteiligten Künstler von ihrem Besuch auf der legendären Skywalker Ranch schwärmten, der sie in die richtige Star Wars Stimmung versetzte.

„Star Wars – Die Marvel Cover“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Wars“ bei ebay kaufen, hier anklicken

„Star Wars Classics # 1: Acht gegen eine Welt“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Wars Comic-Kollektion: Bd. 2: Eine neue Hoffnung“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Wars Classics # 2: Das Imperium schlägt zurück“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Wars Classics # 3: Der Schatten des dunklen Lords“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Wars Classics # 4: Das Bauernopfer des dunklen Lords“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Wars Classics # 5: Die Wiedergeburt des Bösen“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Wars Classics # 6: Die Wiedergeburt des Bösen II“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Wars Classics # 7: Schreie im Nichts – Teil I“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Wars Classics # 8: Schreie im Nichts – Teil II“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Wars Classics # 9: Kopfgeld – Teil I“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Wars Classics # 10: Kopfgeld – Teil II“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Wars Classics # 11: Die Rückkehr“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Wars Classics # 12: Eine neue Ordnung“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Wars Classics # 13: Die Entscheidung“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Wars Classics # 14: Weit, weit weg“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Wars Classics # 15: Weit, weit entfernt“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Wars: The Original Marvel Years Omnibus – Volume 1“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Wars: The Original Marvel Years Omnibus – Volume 2“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Wars: The Complete Saga I-VI“ als Blu-ray-Box bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Wars – Trilogie: Der Anfang, Episode I-III“ auf 3 DVDs bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Wars – Trilogie, Episode IV-VI“ auf 3 DVDs bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Wars: Das Erwachen der Macht“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Star Wars: Das Erwachen der Macht“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Luke Cage

Am 30. September 2016 stellte Netflix mit “Luke Cage“ seine nach „Daredevil“ und „Jessica Jones“ dritte Marvel-Serie online. Im Zentrum steht ein seit 1972 unter dem Motto “Hero for Hire“ im Marvel Universum, und dort zumeist im New Yorker Stadtteil Harlem, tätiges ehemaliges Gang-Mitglied, das – nachdem es im Knast Experimenten unterzogen wurde- nahezu unzerstörbar ist.

Luke Cage

Genau wie schon in Netflix‘ Jessica Jones wird Luke Cage auch diesmal wieder vom charismatischen Mike Colter verkörpert und Rosario Dawson ist als Krankenschwester Claire Temple auch hier wieder ein Bindeglied der TV-Serien mit Marvel-Charakteren. Panini hat es sich auch diesmal nicht nehmen lassen, rechtzeitig zum Start der Serie einen Comic-Klassiker mit der Hauptfigur herauszubringen bzw. neu aufzulegen.

Luke Cage
Softcover-Cover

Die fünfteilige Miniserie “Cage“ erschien 2002 im Marvel-Label MAX, mit dem der Superhelden-Verlag versuchte durch Aufdrucke auf den Heften, wie „Parental Advisory Explict Content“, ein erwachseneres Publikum neugierig zu machen. Marko Djurdjevic‘ am TV-Erscheinungsbild von Mike Colter angelehntes Motiv auf dem Cover der Neuauflage täuscht ein wenig, denn inhaltlich geht es zumindest von der Optik her in eine andere Richtung.

Luke Cage

Die eher konventionelle Geschichte stammt vom viel beschäftigten Autor Brian Azzarello („100 Bullets„, „Batman: Dark Knight III„), während die Zeichnungen von der Underground- und Fantasy-Legende Richard Corben stammen. Zwar leidet das Artwork ein wenig darunter, dass der auch für seine knalligen Farben bekannte Corben hier nicht selbst kolorierte.

Luke Cage

Doch Corbens ulkig proportionierten Gestalten sind auch heute noch eine angenehme Abwechslung, im ansonsten das Superhelden-Genre dominierenden Pseudo-Realismus.

Luke Cage
Hardcover-Cover

Sehr erfreulich ist, dass der Panini-Sammelband zudem noch alle „Cage“-Cover von Richard Corben, sowohl in der schwarzweißen, als auch in der von José Villarrubia kolorierten Version, enthält. Eins davon ziert die auf 222 Exemplare limitierte Hardcover-Version des Comics.

„Luke Cage – Ein Mann räumt auf“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Luke Cage“ bei ebay kaufen, hier anklicken

The Punisher (1989)

Ein interessanter Marvel-Film-Klassiker kann mittlerweile problemlos im Heimkino bewundert werden. Dolph Lundgren spielte Anno 1989 den Punisher in einem nicht unbrutalen Film, der seinerzeit bei uns auf dem Index landete. Koch Media veröffentlicht die ungekürzte Version mit FSK-16-Freigabe in einer schönen Steelbook-Edition. Übrigens wird in absehbarer Zeit der Punisher im Zentrum einer Netflix-Serie stehen. Genau wie in der 2. Staffel von Daredevil wird wieder Jon Bernthal den Bestrafer spielen.

The Punisher (1989)

Doch lange bevor 2004 Thomas Jane und 2008 Ray Stevenson als Punisher zu sehen waren, spielte der Schwede Dolph Lundgren den Marvel-Rächer in einem seiner besten Kinofilme. Der Film überzeugte durch eine spannende Geschichte, harte Action-Szenen und gute Nebendarsteller. Als Gegenspieler des Punishers ist der Holländer Jeroen Krabbè (James Bond – Der Hauch des Todes ) zu sehen, während der Oscar-Preisträger Louis Gosset junior (Ein Offizier und Gentleman) als tougher Polizist Jake Berkowitz für rauen aber herzlichen Humor sorgt.

The Punisher (1989)

Ein interessantes Extra ist ein exklusiv für diese Edition produzierter Audiokommentar vom Regisseur Mark Goldblatt, der sich nicht gerade als Comic-Experte outet. Er behauptet, dass der Punisher erstmals in einem Comic mit Daredevil aufgetreten ist (in Wirklichkeit debütierte er 1974 im Heft Amazing Spider-Man # 129) und in einer Stadt agiert, deren Namen nicht genannt wird (die Punisher-Geschichten spielen jedoch meist in New York). Interessant ist, dass Goldblatt zugibt, dass es ein Fehler war Dolph Lundgren als Punisher ohne den markanten Totenkopf auf der Brust auftreten zu lassen. Seinerzeit wollte man sich abgrenzen von den billig wirkenden Spandex-Kostümen, die Superhelden im TV trugen. Goldblatt hält es für eine gute Idee, den Film noch einmal zu überarbeiten und mit CGI-Effekten das Totenkopf-Emblem auf Lundgrens Brust zu platzieren.

The Punisher (1989)

Die Steelbook-Edition von Koch Media enthält auf einer Blu-ray den Film wahlweise in der Unrated-Version (89:22 min) und in der Kinofassung (89:05 min). Als Extras gibt es eine wirklich witzige Gagreel untermalt mit “Psycho Killer“ von den Talking Heads (6:11 min), den deutschen Trailer (1:40 min), den US-Trailer (1:39 min), sowie eine Galerie mit 98 Fotos, Plakaten, Werberatschlägen etc. Zusätzlich liegt noch eine DVD bei, die eine etwas längere englischsprachige Workprint-Version (93:34 min) in mäßiger Bildqualität und wahlweise mit deutschen Untertiteln enthält.  

“The Punisher“ von 1998 im Steelbook bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Punisher“ bei ebay kaufen, hier anklicken

„Punisher: War Zone“ von 2008 als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Punisher: War Zone“ von 2008 als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„The Punisher“ von 2004 als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„The Punisher“ von 2004 als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken