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Roots

Der schwarze Autor Alex Haley betrieb etliche Jahre intensiv Ahnenforschung und es gelang ihm die Wurzeln (englisch: Roots) seiner Familie bis zurück nach Afrika verfolgen. Dort wurde sein Urahne Kunta Kinte von Sklavenhändlern gefangen und in die Südstaaten der USA verschleppt. Dessen Enkel Chicken George gelang es durch seine Fähigkeiten als Trainer von Kampfhähnen ein kleines Vermögen anzuhäufen, durch das er sich schließlich freikaufen konnte.

Roots

Chicken George ist der Ur-Ur-Opa von Alex Haley, der das Schicksal seiner Vorfahren zum Bestseller Roots verarbeitete aus dem 1977 eine sehr erfolgreiche TV-Serie entstand, die Warner komplett als preiswerte DVD-Box anbietet. Die TV-Serie hat auch heute nichts von ihrer Wirkung eingebüßt und schildert sehr emotional das Schicksal einiger Sklaven (darunter LeVar Burton aus Star Trek – Next Generation als junger Kunta Kinte) von der Gefangennahme bis zur immer noch nicht rosigen Zukunft nach dem Sezessionskrieg der die Sklaverei beendete.

Roots

Die Serie hatte natürlich Folgen. So entstand die Fortsetzung 7-teilige Roots – Die nächsten Generationen“, die die Geschichte bis von Haley und seinen Vorfahren bis in die Gegenwart weiter erzählte und u. a. Marlon Brando in einem unvergesslichen Kurzauftritt als US-Nazi George Lincoln präsentierte. Doch auch die zwei Jahre nach Roots entstandene TV-Serie Holocaust über das Schicksal der jüdischen Familie Weiss während des Dritten Reiches wäre ohne die erfolgreiche Verfilmung von Haleys Bestseller nicht entstanden.

Roots

Extras der DVD: “Remembering Roots“, eine 19-minütige sehr interessante Zusammenstellung von Interviews, die während der Aufnahme des Audiokommentars entstand, wahlweise mit deutschen Untertiteln; Eine Tafel mit Roots-Familienstammbaum; Durchgehende Extratonspur mit Audiokommentaren von Regisseuren und Darstellern, nicht untertitelt

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Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss

Berlin, 1935: Karl Weiss (James Woods) und Inga Helms (Meryl Streep) feiern ihre Hochzeit. Beide sind deutsche Staatsbürger, aber Karl ist Sohn einer jüdischen Familie. Wenig später werden die Nürnberger Gesetze erlassen, die sogenannte „Mischehen“ als „Rassenschande“ unter Strafe stellen. Dennoch bleibt die Familie Weiss in Deutschland. Noch ist der Schrecken, mit dem die Nazis ihre jüdischen Mitbürger überziehen werden, real nicht vorstellbar. Doch dann beginnt mit der Kristallnacht am 9. November 1938 die grausame Verfolgung der Juden…

Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss

Ein Jahr nachdem sich 1977 die TV-Serie Roots ebenso plakativ wie erfolgreich mit dem Thema „Sklaverei in den USA“ beschäftigte, folgte mit Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss eine ähnlich aufgemachte vierteilige Miniserie über die Judenverfolgung im Dritten Reich. Die Serie spielte in den Jahren 1935 bis 1945. Mit den Kinostars James Woods und Meryl Streep waren die Hauptrollen äußerst prominent besetzt, doch ihre “Opfer“-Charaktere gerieten arg klischeehaft. Das Thema vertiefte jedoch die beeindruckende Darstellung von Michael Moriarty, der in der Rolle des arbeitslosen Juristen Erik Dorf langsam aber sicher zum “Täter“ wurde, und – ganz im Gegensatz zu den etwas knallchargig als Heydrich und Himmler auftretenden Briten David Warner und Ian Holm – dem Grauen ein erschreckend normales Gesicht verlieh.

Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss

Trotz aller Schwächen war die Serie eine äußerst ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema “Holocaust“ zu einem Zeitpunkt als es nichts Vergleichbares gab. Sicher auch aus Scham darüber, dass die westdeutschen öffentlich rechtlichen TV-Programme keine auch nur annähernd ähnlich umfassende und fassbare Aufarbeitung des Themas zustande gebracht hatten, wurde die US-Serie 1979 in die Dritten Programme verbannt. Dort erreichte sie trotzdem Traumquoten und regte zu heftigen Diskussionen an. Leider wurde Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss damals leicht gekürzt, vor allen um einen Epilog, der einen der Überlebenden bei der Gründung des Staates Israels dabei sein lässt. Seltsamer- und ärgerlicherweise fehlt diese Sequenz auch bei der DVD-Edition, obwohl diese über eine englische Tonspur verfügt.

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