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Coco – Lebendiger als das Leben

Es wirkt es ein wenig so, als würden Pixar und Disney die Rollen tauschen. Mittlerweile ist es das Animationsstudio von Disney, das mit Die Eiskönigin den erfolgreichsten Animationsfilm aller Zeiten produzierte. Eine ganze Weile liefen die innovativen und frechen Werke aus dem Hause Pixar wie Wall-E oder Oben sehr viel erfolgreicher in den Kinos als die Disney-Trickfilme, die hausbackenen, schmalzig und halbe Musicals waren.

Coco – Lebendiger als das Leben

Doch mittlerweile haben Disney-Produktionen wie Ralph reichts oder Zoomania mindestens so pfiffige Konzepte wie die besten Pixar-Filme. Zum Ausgleich ist es neuerdings den Pixar-Helden nicht mehr verboten, fröhliche Lieder zu singen. Dies ist im Mexiko-Kitsch Coco – Lebendiger als das Leben ausgiebig der Fall und irgendwann beginnt der Zuschauer beim Ohrwurm Remember Me mitzusummen.

Coco – Lebendiger als das Leben

Hauptfigur der Geschichte ist ein kleiner Junge, der verzweifelt versucht mit Familientraditionen zu brechen. Er möchte lieber Sänger als Schuster werden. Am mexikanischen Nationalfeiertag, dem Día de Muertos (Tag der Toten), kommt es in der Pixar-bunten Unterwelt zum großen Showdown mit viel Gesang.

Coco – Lebendiger als das Leben

Coco ist eine technisch perfekte, arg süßliche, leider niemals gruselige Mischung aus Die Monster AG und Nightmare Before Christmas. Passend dazu stammt auch der zugehörige Vorfilm Olaf taut auf nicht aus dem Hause Pixar, sondern ist ein Abfallprodukt von Disneys Eiskönigin.

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Desierto – Tödliche Hetzjagd

Ein Transporter, der 14 Menschen in die USA schmuggeln soll, hat In den Weiten der mexikanischen Sonora-Wüste einen Motorschaden. Die Migranten überwinden die US-Grenze zu Fuß und geraten direkt ins Zielfernrohr des selbst ernannten Ordnungshüters Sam. Dieser hat die Gruppe innerhalb kürzester Zeit bis auf zwei Mexikaner dezimiert, doch Moises und Adela erweisen sich als zäh und wehrhaft…

Desierto - Tödliche Hetzjagd

Jeffrey Dean Morgan, der bereits in der Verfilmung des Comic-Klassikers “Watchmen“ in der Rolle des eher als Vigilant denn als Superheld tätigen Comedians überzeugte, spielt auch den Sam mit großer (selbst-)zerstörerischer Energie. Jonás Cuarón, der Sohn des gefeierten mexikanischen Filmemachers Alfonso Cuarón („Gravity“)“, erweist sich als eigenständiger Regisseur. Er verwendet kaum Zeit darauf die Personen zu charakterisieren, sondern schickt sie ohne große Vorgeschichte mitten hinein in die Bleiwüste. Auf eine nur scheinbar simple und sehr direkte Art baut Cuarón sofort große Spannung auf.

Desierto - Tödliche Hetzjagd

Eine kurze Szene am Anfang des Films, in der Sam auf einen rechtschaffenden US-Streifenpolizisten trifft, stellt den Scharfschützen als auf eigene Faust handelnden Einzeltäter dar, der sich nur mit seinem Hund gut versteht. Doch wer mag kann die mexikanisch-französische Co-Produktion auch als Kritik an der US-Einwanderungspolitik und den laschen Waffen-Kontrollgesetzen interpretieren. Dass „Desierto“ ein derart packender Film geworden ist, kann natürlich tatsächlich auch daran liegen, dass die Geschichte alles andere als wirklichkeitsfern ist.

Desierto - Tödliche Hetzjagd

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