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Fantastic Four – Rise of the Silver Surfer

Im Vergleich zu stargespickten und visuell ambitionierten Marvel-Superhelden-Verfilmungen wie der Spider-Man-Trilogie wirkte der 2005 entstandene Kinoauftritt der Fantastic Four reichlich hausbacken (aber nicht so schlimm wie der 10 Jahre später entstandenen Fantastic-Four-Neustart).

Fantastic Four - Rise of the Silver Surfer

Der etwas behäbig erzählte Film und sein im Gummianzug steckender Ben Grimm schienen eher aus den Siebziger Jahren zu stammen. Doch seltsamerweise war der von Bernd Eichinger mitproduzierte Film so erfolgreich, das schon zwei Jahre später eine Fortsetzung folgte.

Fantastic Four - Rise of the Silver Surfer

Durch den Gastauftritt des Silver Surfers – eines der interessantesten (Anti-) Helden des Marvel-Universums – kommt die Fortsetzung nicht nur tricktechnisch deutlich interessanter daher. Zwar wirken Ioan Gruffud (Hornblower) als Mr. Fantastic (ganz schlimm seine Tanzszene) und der spätere Captain America Chris Evans als Fackel auch diesmal erschreckend blass in ihren Kostümen, während das durchaus vorhandene Potential von Jessica Alba und des ansonsten äußerst charismatischen Michael Chiklis (The Shield), der nur ganz kurz ohne Gummimaske zu sehen ist, ziemlich verschenkt wird.

Fantastic Four - Rise of the Silver Surfer

Doch die tragische Figur des einsam durch das Weltall reisenden Silver Surfers ist eine gelungene Animation der Comicfigur. Auch die locker aneinander gefügte Erzählstruktur, die beständig zwischen aktionsreichen, komischen, und menschlich ergreifenden Momenten wechselt, atmet den Geist von Stan Lees und Jack Kirbys in den 60er-Jahren entstandenen Comichefte.

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Fantastic Four (2005)

Diese Verfilmung der 1961 von Stan Lee und Jack Kirby kreierten Comicserie hat eine sehr lange Produktionsgeschichte. Bernd Eichinger hatte mit Der bewegte Mann, Werner und der ziemlich verunglückten zweiten Prinz Eisenherz-Verfilmung immer auch gerne Comicstoffe in die Kinos gebracht. Bereits Anfang der 90er Jahre erwarb er die Rechte an den Fantastic Four auch um sich an den Erfolg von Tim Burtons Batman-Film zu hängen.

Fantastic Four
Fantastic Four 1994

Doch das Projekt kam nicht zustande und Eichinger ließ 1994 von Roger Cormans Produktionsfirma eine Billigversion der Fantastischen Vier drehen, die nur realisiert wurde um nicht die Rechte am Stoff zu verlieren. Obwohl der Film offiziell nie gezeigt wurde, wird er als DVD immer wieder als halblegale Pressung bei ebay angeboten oder ganz offen auf dem Comic Con in San Diego verkauft. Das Filmchen hat durchaus seinen Charme und es hat wirklich schon bedeutend peinlichere Comichelden im Kino gegeben.

Fantastic Four (2005)

1996 bekundete der spätere Harry Potter-Regisseur Chris Columbus Interesse an dem Stoff und das Projekt gewann langsam wieder etwas an Fahrt. Etliche Regisseure und Drehbuchautoren kamen und gingen. Doch 2005 wurde recht schnell Ernst gemacht und Columbus produzierte den Film. Fantastic Four entstand genau wie X-Men aus finanziellen Gründen im preiswerteren Vancouver, das auch hier als Double für New York City diente.

Fantastic Four (2005)

Regie führt Tim Story, der zuvor mit New York Taxi und Barbershop nicht weiter aufgefallen war. Auch bei der Besetzung war eher Schmalhans Küchenmeister. Abgesehen von Jessica Alba (die auch in der Comicverfilmung Sin City dabei ist) und Michael Chiklis aus der TV-Serie The Shield agierten mit Ioan Gruffud (Hornblower) und dem späteren Captain America Darsteller Chris Evans eher unbekannte Darsteller.

Fantastic Four (2005)

Das Resultat war seinerzeit das bisher schwächste Glied der nicht abreißen wollenden Kette von Filmen um Superhelden aus dem Hause Marvel, wurde aber noch unterboten von dem 10 Jahre später entstandenen Fantastic-Four-Neustart. Lust- und Kraftlos hangelt sich der Film durch eine geringfügig modernisierte Version der Fantastic Four-Entstehungsgeschichte. Bei einer Raumexpedition bekommen das Superhirn Reed Richards, der bullige Ben Grimm, der flapsige Johnny Storm und seine Schwester Susan Superkräfte, die den Elemente Wasser, Erde, Feuer und Luft entsprechen.

Fantastic Four (2005)

Gleichzeitig verwandelt sich (und das ist neu gegenüber der Comicvorlage, war aber ähnlich schon im Film von 1994 zu sehen) der skrupellose Victor Von Doom in den noch skrupelloseren Doctor Doom, dessen menschliches Gesicht in den Comics immer hinter einer Maske verborgen war. Absolut passend zu den trashigen Tricks, den flauen Gags und den gelangweilten Darstellern ist Ben Grimms Gummikostüm, das er trägt wenn er zum orangefarbenen Ding wird und auch sehr gut in die Billigproduktion von 1994 gepasst hätte. Wider Erwarten war Fantastic Four so erfolgreich, das schon zwei Jahre später eine Fortsetzung folgte.

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Soldier

Der Brite Paul W. S. Anderson (Resident Evil) ist ein zuverlässiger Action-Handwerker und enttäuschte auch 1998 nicht, als er ein Science-Fiction-Spektakel mit Kurt Russell in Szene setzte. Soldier beginnt in der damaligen Gegenwart und erzählt von einem speziellen Programm durch das aus Waisenkindern mit rücksichtslosen Methoden Super-Soldaten gemacht wurden.

Soldier

Da es keinen Mangel an kriegerischen Auseinandersetzungen auch außerhalb der Erde gibt, funktioniert das Programm bestens. Vierzig Jahre später ist Sgt. Todd 3465 der Elite-Soldat der 1996-er Rekruten. Doch der neuste Trend sind genetisch modifizierte Kämpfer, die Todd 3465 in einem Trainingskampf sehr alt aussehen lassen. Da er für tot gehalten wird, landet der Soldat auf einem Müll-Entsorgungsplaneten, doch dieser ist nicht unbewohnt…

Soldier

Sehr zielstrebig erzählt Anderson von der Ausbildung der Soldaten, davon wie Todd durch die Bewohner des Müllplaneten etwas von seiner Menschlichkeit zurückbekommt und wie er schließlich dank seiner Fronterfahrung die Gen-Soldaten sehr alt aussehen lässt. Die Besetzung ist beachtlich: Jason Scott Lee, Jason Isaacs, Connie Nielsen, Sean Pertwee, Michael Chiklis und Gary Busey. Anderson findet immer wieder durchaus beeindruckende Bilder, doch das Resultat ist nicht mehr – aber auch nicht weniger! – als ein solides B-Picture.

Soldier

Das Drehbuch stammte von David Webb Peoples, der für Ridley Scott auch Blade Runner schrieb (ohne die Roman-Vorlage von Philipp K. Dick zu kennen). People baute in Soldier kleine Hinweise auf Blade Runner und auf Kurt Russells größten Erfolg Die Klapperschlange ein. Doch das nutzte nichts, denn Soldier spielte nur ein Viertel seines 60-Millionen-Dollar-Budgets wieder ein. Der Film hat sich recht jedoch gut gehalten und es ist erfreulich, dass er endlich ungekürzt erscheint!

Soldier

Koch Media veröffentlicht den 95-minütigen Film als Media-Book mit Blu-ray, DVD und umfassenden Bonusmaterial, wie Audiokommentar von Paul W.S. Anderson, Jason Isaacs und Jeremy Bolt (leider ohne deutschen Untertitel); Making of (23:44 min, deutsche Sprache); Blick hinter die Kulissen (14:52 min); Interviews; Diverse Trailer und Bildergalerie

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