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Corpse Bride

Tim Burton hatte 2005 mit Charlie und die Schokoladenfabrik gerade eine gelungene Verfilmung eines Buches von Roald Dahl realisiert und zeitgleich kam sein Puppentrickfilm Corpse Bride in die Kinos.  Burton machte damit weiter, wo er 12 Jahre zuvor bei Nightmare before Christmas aufgehört hatte.

Corpse Bride

Basierend auf einem russischen Volksmärchen setzt Burton erneut seine ganz spezielle Art von sanftem Horror und seinen Lieblingsdarsteller Johnny Depp ein. Dieser leiht der Puppe von Victor Van Dort nicht nur seine Stimme, sondern auch sein Aussehen. Der etwas tollpatschige Victor will nach einem verhängnisvollen Probedurchlauf seiner Hochzeit im düsteren Wald noch ein wenig für die Trauung trainieren. Durch unglückliche Umstände heiratet Victor dabei anstelle der sanften Victoria Erverglot die höchst attraktive und lebendige Leiche Emily. Dies führt im grauen Diesseits und im deutlich fröhlicheren Jenseits zu einigen Verwicklungen.

Corpse Bride
Corpse Bride entstand diesmal nicht für Disney sondern für Warner und hat etwas weniger Musical-Einlagen als Nightmare before Christmas. Dennoch steuerte Burtons Hauskomponist Danny Elfman  vier (teilweise von ihm selbst interpretierte) Songs zum Film bei, die diesmal jedoch sehr viel weniger zünden und ähnlich wie schon bei Charlie und die Schokoladenfabrik fast etwas stören. Doch das ist auch schon der einzige Kritikpunkt an Burtons liebenswerter morbider Ballade, die nicht nur durch atemberaubende Puppen-Tricktechnik sowie das extrem eigenwillige Design begeistert, sondern auch immer wieder überrascht und zu Herzen geht.

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Pennyworth

Nachdem 2019 die Serie Gotham damit endete, dass in der letzten Episode doch noch kurz Batman zu sehen war, zog das Kreativteam weiter. Auch in ihrer neue Serie Pennyworth surfen Bruno Heller und Danny Cannon am Rande des Batman-Mythos. Diesmal steht der junge spätere Batman-Butler Alfred Pennyworth im Zentrum des Geschehens.

Pennyworth

Ort der Handlung ist ein alles andere als historisch akkurat rekonstruiertes London der Swinging Sixties, das andauernd von Zeppelinen überflogen wird. Die autoritär regierte Stadt leidet unter den Kämpfen zwischen der faschistischen Raven Society und der sozialistischen No Name League. Doch auch die Obrigkeit ist nicht ohne, setzt auf den Pranger und vollzieht brutale öffentliche Hinrichtungen.

Pennyworth

Vor diesem finsteren Hintergrund trifft der ehemalige Elite-Soldat Pennyworth auf Batmans Vater Thomas Wayne. In der Hauptrolle tritt Jack Bannon in die Fußstapfen von Michael Gough, Michael Caine, Jeremy IronsSean Pertwee und (demnächst) Andy Serkis. Bannon sieht ein wenig wie der junge Jude Law aus, der Doktor Watson in Guy Ritchies Sherlock-Holmes-Filmen spielte. Diese inspirierten die Serie,  genau wie die ersten Auftritte von Sean Connery als James Bond.

Pennyworth

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