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Tim Burton: Dumbo

1941 produzierte Walt Disney mit seinem vierten abendfüllenden Zeichentrickfilm Dumbo eins seiner schönsten Werke. Genau wie Steven Spielberg, der einen Ausschnitt aus Dumbo sehr markant in seinem Spektakel 1941 einbaute, ist auch Tim Burton ein großer Bewunderer des Zeichentrick-Klassikers. Seit 2015 ist bekannt, dass Burton, der in den 80er Jahren für die Firma Disney als Animator tätig war, eine Realfilm-Version von Dumbo in Szene setzen wird.

Tim Burton: Dumbo
© 2019 Disney

Dem fertigen Film ist jederzeit anzumerken, dass hier mit sehr viel Sorgfalt und Respekt gegenüber dem Original gearbeitet wurde. Anders etwa als in Jon Favreaus Realverfilmung von Disneys Zeichentrick-Klassiker Das Dschungelbuch wurde hier darauf verzichtet die computeranimierten Tiere reden zu lassen. Stattdessen wurde der kleine Elefant, der dank seiner großen Ohren fliegen kann, mit interessanten menschlichen Charakteren umgeben.

Tim Burton: Dumbo
© 2019 Disney

Zentrale Figur ist der von Colin Farrell verkörperte Holt Farrier, der aus dem Ersten Weltkrieg zurückkehrt und große Schwierigkeiten hat, wieder in seinem Job als Zirkus-Reiter zu arbeiten. Das liegt nicht nur daran, dass er im Krieg einen Arm verloren hat, sondern der durch Florida vagabundierende Zirkus von Direktor Max Medici (Danny De Vito) leidet Not. Eins der wenigen noch verbliebenen Tiere ist der kleine Elefant Dumbo, um den sich Farriers Kinder Milly und Joe kümmern.

Tim Burton: Dumbo
© 2019 Disney

Vor dem Hintergrund einer Familiengeschichte, erzählt Burton in der ersten Hälfte seiner Version von Dumbo recht werkgetreu die Handlung des nur 63 Minuten langen Animationsfilm nach. Doch nachdem Dumbo schließlich zur Attraktion des kleinen Wanderzirkus geworden ist, geht es bei Burton erst richtig los und es folgen große Auftritte seiner Stammschauspieler Michael Keaton (Beetlejuice, Batman) und Eve Green (Dark Shadows, Die Insel der besonderen Kinder).

Tim Burton: Dumbo
© 2019 Disney

Während Green glaubhaft die französische Trapez-Akrobatin Colette Marchant verkörpert, spielt Keaton mit voller Wucht den ebenso pompösen wie skrupellosen Unternehmer V. A. Vandevere der Medicis Zirkus aufkauft und einverleibt in seinen protzigen Vergnügungspark Dreamland, den es zu Anfang des letzten Jahrhunderts tatsächlich in Coney Island gab. Recht schnell wird klar, dass dieser schillernde Ort krasse Schattenseiten hat…

Tim Burton: Dumbo
© 2019 Disney

Es ist lange her, dass Tim Burton ein so rundum zufriedenstellender Film wie Dumbo gelungen ist. Dank eines liebevoll nostalgisch ausgestalteten Hintergrund gelingen Burton beeindruckende Bilder, was die Darsteller jedoch nicht davon abhält glaubwürdig zu agieren. Selbst das (Vorsicht Spoiler!) historisch wenig glaubhafte, weil ganz schön politisch korrekte, Ende fügt sich nahtlos ins positive Gesamtbild ein.

Tim Burton: Dumbo
© 2019 Disney

Die Blu-ray enthält neben 111-minütigen Hauptfilm noch diese Extras: Ein spektakulärer Cast (8:20 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Ein besonderer Elefant (5:50 min), Atemberaubende Sets und Kostüme (7:40 min), Zusätzliche Szenen (7:47 min), Easter Egg Parade (3:53 min), Gags & Pannen (1:57 min), Musikvideo „Baby Mine“ von Arcade Fire (2:59 min)

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The Founder

Dass in den USA gibt mehrere höchst unterschiedliche Wege zum Erfolg führen, zeigt Regisseur John Lee Hancock (Saving Mr. Banks) sehr plastisch an der Entstehungsgeschichte von McDonalds. Das Grundkonzept des Fast-Food-Giganten entwickelten die Brüder Dick und Mac McDonald, indem sie ihr Hamburger-Restaurant in San Bernadino, Kalifornien immer weiter optimierten.

The Founder

Nicht ohne Humor wird ausführlich gezeigt, wir die brilliant von Nick Offerman und John Carroll Lynch verkörperten Brüder auf einem Tennisplatz durch ein inmitten von Kreidemarkierungen pantomimisch agierenden Küchen-Ensemble herausfinden, wie es möglich ist, eine Großküche so zu organisieren, dass schmackhafte Hamburger in Minutenschnelle serviert werden können.

The Founder
John Carroll Lynch und Nick Offerman

Wenn nicht Ray Kroc, ein mäßig erfolgreicher Vertreter von Milkshakes-Mixgeräten, in San Bernadino aufgetaucht wäre, würde es den weltweit agierenden Konzern McDonalds heute möglicherweise gar nicht geben. Kroc erkennt sofort, dass er eine Goldgrube vor sich hat. Doch Dick und Mac sind aufgrund ihrer hohen Qualitätsansprüche nicht am Expandieren interessiert. Zunächst durch Hartnäckigkeit und später durch Rücksichtslosigkeit gelingt es Kroc schließlich die Brüder auszutricksen. Kroc kauften Ihnen ihr Konzept (aber auch ihren Namen!) für 2,7 Millionen Dollar ab.

The Founder

Als Ray Kroc gelang Michael Keaton eine weitere schauspielerische Glanzleistung. Trotz seiner Intrigen strahlt Keaton als Kroc zugleich eine pure Begeisterung für das McDonalds-Konzept aus. Selbstzweifel sind ihm völlig fern und sein rastloser Optimismus (der sich auch in einem Liedchen am Piano niederschlägt) überstrahlt den ohnehin schon äußerst gut gelungenen Film!

The FounderDie Blu-ray von Splendid enthält neben dem 115-minütigen Hauptfilm noch einige sehr interessante (wahlweise deutsch untertitelte) Kurz-Dokus: Das Ensemble (3:55 min), Das Speedy System (3:26 min), Interviews mit Michael Keaton (3:26), Regisseur John Lee Hancock (4:49 min) und Produzent Don Handfield (5:49 min).

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