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Time Bandits

Durch das Zimmer des 11-jährigen Kevins reitet eines Nachts ein Ritter. Am nächsten Abend geht der Junge ganz früh und ganz aufgeregt zu Bett. Diesmal wird er von einer Bande Zwerge besucht, die durch die Zeit reisen und spektakuläre Diebstähle begehen. Der Junge schließt sich diesen Time Bandits an und erlebt die wüstesten Abenteuer.

Time Bandits

Für Time Bandits verpflichtete Terry Gilliam einige seiner Monty Python-Mitstreiter, sowie Sean Connery. Es gelang ein ebenso phantasievoller wie humorreicher Film voller ungewöhnlicher visueller Ideen. George Harrison steuerte nicht nur einige Songs zum Film bei, sondern er produzierte die Time Bandits auch. 1979 gründete der Beatle die Firma Handmade Films um zu ermöglichen, dass Das Leben des Brian, nachdem die Produktionsfirma das Drehbuch gelesen und kalte Füße bekommen hatte, doch noch fertiggestellt werden konnte.

Time Bandits

Innerhalb von 10 Jahren entstanden unter dem Label Handmade Films insgesamt 26 höchst unterschiedliche Spielfilme, die die britische Kinolandschaft maßgeblich gestalteten. Zum 25. Jubiläum Time Bandits erscheint eine Doppel-DVD mit hochinteressanten Bonus-Material.

Time Bandits

Extras der DVD-Edition: Ein sehr lustiger Trailer in deutsch und englisch (2:52 min + 3:08 min) und ein zweiter englischer Trailer (1:25 min); “Die Handmade- Story“: Ein deutschsprachiger Bericht über die Filmfirma, der hauptsächlich aus Textafeln und Trailern besteht (24:33 min); Interviews mit Terry Jones und Terry Gilliam (17:16 min) von 2003, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; Interviews mit Michael Palin und Terry Gilliam (27:14 min); Bildergalerie mit Musik (2:53 min); Ein sehr interessanter und ausführlicher Bericht über Terry Gilliam und seine Filme (58:31 min)

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The Death of Stalin

In seiner Comic-Serie Es war einmal in Frankreich erzählte der französische Autor Fabien Nury (W. E. S. T.) die Biografie des Schrotthändlers Joseph Joanovici, der während des Zweiten Weltkriegs Waffen an Nazis und Résistance verkaufte. Auch bei seiner Schilderung der Tage nach dem Tode von Josef Stalin ließ Nury seiner Fantasie freien Lauf.

The Death of Stalin

Belegt ist, dass Josef Stalin am frühen Morgen des 1. Mai 1953 einen Schlaganfall erlitt. Bevor Ärzte gerufen wurden, versammelten sich etliche Mitglieder des Politbüros um den bewusstlosen Diktator. Ärzte kamen erst später hinzu und am 5. März 1953 verstarb Stalin.

The Death of Stalin

Fabien Nury spekulierte darüber, wie seinerzeit wohl die Machtkämpfe verlaufen sind, aus denen schließlich Nikita Chruschtschow als Sieger hervorging. Der Zeichner Thierry Robin (China Rot) setzte die Geschichte, die in Frankreich 2010 und 2012 in zwei Alben erschienen ist, in kantige Bilder am Rande der Karikatur in Szene.

The Death of Stalin

Rechtzeitig zum Kinostart der Verfilmung von The Death of Stalin veröffentlichte der Splitter Verlag eine schön aufgemachte deutsche Gesamtausgabe. Den Film inszenierte der für Polit- und sonstige Satiren bekannte britische Regisseur Armando Iannucci.

The Death of Stalin

Es konnte ein großartiges Ensemble verpflichtet werden, wobei besonders Steve Buscemi als Chruschtschow, Monty Python Michael Palin als Molotow und Jason Isaacs (Star Trek: Discovery) als mit Unmengen von Orden behängter General Schukow Höchstleistungen erbringen. Wer gerne dabei zuschaut, wie böse Menschen sich gegenseitig austricksen, ist mit Comic und Film bestens bedient.

The Death of Stalin

Die DVD von Concorde enthält neben dem 107-minütigen Film noch entfallene Szenen (9:58 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Interviews (34:04 min) und sowie zwei deutsche und einen englischsprachigen Trailer.

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Terry Gilliam: Gilliamesque

Wer an Monty Python denkt, dem fällt nicht unweigerlich das Gesicht von Terry Gilliam ein. Ganz im Gegensatz zu John Cleese, Eric Idle, Michael Palin, Terry Jones oder Graham Chapman ist Gilliam alles andere als eine Rampensau. Bei den TV-Sendungen, Filmen und Live-Auftritten der Pythons hielt er sich eher im Hintergrund. Doch Gilliams Animationsfilmchen machten “Monty Pythons Flying Circus“ zu etwas einzigartigen. Oft endeten die skurrilen Sketche nicht mit einer Pointe, sondern gingen nahtlos in einen von Gilliams seltsamen Cartoon über.

Terry Gilliam: Gilliamesque

Bei Terry Gilliam sind die Dinge, die er vor und nach seiner Zeit bei den Pythons erlebt und realisiert hat, sehr viel interessanter als bei seinen fünf britischen Kollegen. Der 1940 in Minnesota geborene Gilliam lebte zunächst den amerikanischen Traum. Er war begeisterter Pfadfinder und liebte Hollywood, Disneyland aber auch das MAD-Magazin. Ihm gelang es in Kontakt mit den MAD-Gründers Harvey Kurtzman zu treten und in New York für dessen Nachfolge-Magazin Help! zu arbeiten. Dort lernte er Woody Allen, Robert Crumb aber auch John Cleese kennen.

Terry Gilliam: Gilliamesque

Obwohl Gilliam bereits erste Erfolge in seiner Zeit in New York feierte, hielt es ihn nicht in den USA. Bei einer Reise durch Europa empfand er London als idealen Lebensmittelpunkt. Die politische Entwicklung in den USA Ende der 60er Jahre bestätigte ihn schließlich darin Engländer zu werden. Der Rest ist (Film-)Geschichte. Terry Gilliam nutze seine Monty-Python-Erfahrungen und –Verbindungen um sehr eigene Kinofilme zu realisieren. Selbst wenn nicht alle seine Werke die Wucht von Brazil erreichten, so gelang es Gilliam immer wieder, das Publikum zu überraschen und zum Staunen zu bringen.

Terry Gilliam: Gilliamesque

Genauso verhält es sich auch mit Gilliams “pre-posthumen Memoiren“, die sehr viel mehr zu bieten haben als eine Unmenge von Anekdoten. Das Buch ist durchgehend farbig und oft sehr verrückt in Terry Gilliams unverwechselbaren Stil bebildert. Besonderes Augenmerk legt er dabei auf seine Entwurfszeichnungen, die er auch ausführlich kommentiert. Gillamesque ist ein Fest für alle Freunde von Monty Python, von Terry Gilliams filmischen Höhenflügen und von opulenten Bilderbüchern.

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