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Nächte des Grauens

Wenn bedacht wird, wie viele Filme über Frankenstein oder Dracula die Hammer-Studios gedreht haben, überrascht dass die britische Horror-Schmiede sich nur ein einziges Mal mit Zombies beschäftigt hat. Von Nächte des Grauens (1966) wird gerne behauptet dieser Film sei der direkte Vorläufer zu George A. Romeros drei Jahre später entstandenen Night of the Living Dead.

Nächte des Grauens

Dies ist ziemlicher Unfug, denn Romeros Erstlingswerk handelt streng genommen gar nicht von Zombies, sondern eher von frisch verstorbenen Durchschnittsbürgern, die durch kosmische Strahlung wiederbelebt wurden. Nächte des Grauens hingegen nimmt es mit dem bisher nur in recht wenigen Filmen präsenten Zombie-Mythos ziemlich genau und präsentiert trommelnde, dunkelhäutige Sklaven aus der Karibik, die das englische Cornwall unsicher machen.

Nächte des Grauens

Auch das Drehbuch kommt recht traditionell daher: Am Anfang der im vorvorletzten Jahrhundert angesiedelten Geschichte gibt es ein wenig Zombie-Hokuspokus, allerdings mit beeindruckend-exotischer Trommelmusik und anschließend geht es deutlich ruhiger weiter. Der Landarzt Dr. Peter Thompson (Brook Williams) bittet aufgrund einiger merkwürdiger Todesfälle seinen alten Lehrer Sir James Forbes (André Morell) um Hilfe.

Nächte des Grauens

Dieser reist gemeinsam mit seiner Tochter Sylvia (Diane Clare) nach Cornwall. Nach etlichen tragischen Zwischenfällen wird des Rätsels Lösung gefunden, die im Zusammenhang mit mit einer angeblich verlassen Mine und einem Großgrundbesitzer stehen, der günstige Arbeitskräfte sucht…

Nächte des Grauens

Nachdem dieser Film abgedreht war, inszenierte Regisseur John Gilling in den selben Kulissen den ebenso gelungenen und atmosphärischen Hammer-Film Das schwarze Reptil. Beide Filme haben identische Schauplätze, mit Jacqueline Pearce und Michael Ripper identische Darsteller, eine ähnliche Struktur und selbst für Hammer-Verhältnisse recht ungewöhnliche Monster, wodurch sie zu Klassikern wurden.

Nächte des Grauens

Extras der DVD der Hammer-Edition: Ein 1994 geführtes Interview mit Komponist James Bernard (19:43 min), wahlweise mit deutschen Untertiteln; Zwei Bildergalerien mit Musik (6:04 min und 1:58 min); Englischer Kinotrainer (2:13 min); Deutscher Kinotrainer (2:04 min)

Blut für Dracula

Der Film lief später im Doppelprogramm mit dem Hammer-Film “Blut für Dracula“, hierzu enthält die DVD noch einen englischen Kinotrainer (3:00 min); Abgefilmter Pressetext (5:12 min); Abgefilmtes deutsches Filmprogramme “Illustrierte Filmbühne“ (1:38 min); Der abgefilmte Comic zum Film von 1978 (10:12 min); Erwähnenswert ist auch noch das farbige Booklet mit Plakat und einem sehr informativen Text von Uwe Sommerlad.

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Das schwarze Reptil

Nach dem mysteriösen Tod seines Bruders erbt Harry Spalding (Ray Barrett) ein Haus in der Nähe eines abgelegenen Dorfs in Cornwall. Gemeinsam mit seiner Frau Valerie (Jennifer Daniel) reist er dorthin und stellt fest, dass im Ort zahlreiche seltsame Todesfälle aufgetreten sind. Alle Opfer haben Bisswunden am Hals. In der Nähe des Dorfes wohnt der seltsame Dr. Franklyn (Noel Willman), der auf Forschungsreisen in Asien die seltsamsten Dinge angesammelt hat und seine exotische Tochter Anna (Jacqueline Pearce) vor der Öffentlichkeit versteckt…

Das schwarze Reptil

Dieser Horror-Film der legendären Hammer-Studios präsentiert zur Abwechslung einmal keine britische Version von einem der Universal Monster. John Gilling schrieb bereits das unorthodoxe Drehbuch zu Die brennenden Augen von Schloss Bartimore und ließ hierin Anfang des letzten Jahrhunderts das griechische Mythologie-Wesen Medusa in Deutschland Menschen zu Stein erstarren.

Das schwarze Reptil

Seinerzeit spielten die Hammer-Stars Christopher Lee und Peter Cushing die Hauptrollen. Auch Das schwarze Reptil wird von einer Riege guter jedoch weniger bekannter Darsteller getragen. Dies gibt Michael Ripper, der in zahlreichen Hammer-Filmen markante Nebenrollen spielte, in einer kleineren aber wichtigen Rolle als ehemaliger Seemann, der sich als Kneipier versucht, endlich auch einmal die Möglichkeit besonders zu glänzen.

Das schwarze Reptil

John Gilling hatte 1966 für Hammer bereits den Zombie-Film Nächte des Grauens gedreht und inszenierte im direkten Anschluss in den selben Kulissen Das schwarze Reptil. Beide Filme haben identische Schauplätze, mit Jacqueline Pearce und Michael Ripper identische Darsteller, eine ähnliche Struktur und selbst für Hammer-Verhältnisse recht ungewöhnliche Monster, wodurch sie zu Klassikern wurden.

Das schwarze Reptil

Zuvor wurden Blut für Dracula und Rasputin – The Mad Monk (beide Filme mit Christopher Lee in der Titelrolle) von Terence Fisher ebenfalls in identischen Kulissen gedreht. Diese nahezu zeitgleich entstandenen Filme werden gemeinsam mit Das schwarze Reptil und Nächte des Grauens allgemein als Hammers Viererpack bezeichnet. Um die Doppelnutzung von Kulissen und Darstellern nicht allzu offensichtlich zu machen, hatten die Filme schließlich „überkreuzt“ Premiere.

Das schwarze Reptil

Am 9.Januar 1966 wurden sowohl Dracula – Prince of Darkness als auch The Plague of the Zombies uraufgeführt. In Double Features erhielten die männlichen Besucher ein Dracula-Gebiss und die weiblichen Besucher eine Zombie-Brille. Als am 6.März 1966 Rasputin – The Mad Monk und The Reptile der Öffentlichkeit präsentiert wurden, gab es bei den Doppel-Vorstellungen hingegen lediglich Rasputin-Bärte, auch für die weiblichen Besucher…

Das schwarze Reptil

Extras der DVD der Hammer-Edition: World Of Hammer“: Eine diesmal zwar etwas wirre aber sehr interessante Dokumentation von 1990 über alle möglichen Filme (Horror, Abenteuer, Komödie) der Hammerstudios (24:56 min), wahlweise mit deutschen Untertiteln; Zwei Bildergalerien mit Musik (1:21 min und 1:23 min); Englischer Kinotrainer (2:00 min); Der Film lief später im Doppelprogramm mit dem Hammer-Film “Rasputin – The Mad Monk“, hierzu enthält die DVD noch zwei schwarzweiße TV-Spots (0:59 min und 0:21 min); Der abgefilmte Comic zum Film von 1978 (6:09 min);  Erwähnenswert ist auch noch das farbige Booklet mit kuriosen Plakaten und einem sehr informativen Text von Uwe Sommerlad.

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The Hammer Chronicles

Schon die Tatsache, dass auch bei diversen deutschen DVD-Anbietern immer wieder Editionen mit Filmen der englischen Traditionsfirma erscheinen, belegt die dauerhafte Popularität der Horror-Schmiede Hammer. Was jedoch schmerzlich fehlte war eine literarische Aufbereitung des filmischen Schaffens der Firma Hammer. Bisher war der Interessent auf englischsprachige Veröffentlichungen oder verstreute einzelne Fachpresse-Artikel angewiesen.

The Hammer Chronicles

The Hammer Chronickles von Peter Osteried (Die Filme des Ray Harryhausen) schließt diese Lücke. Das Buch überzeugt nicht nur als Sachbuch sondern auch als Nachschlagewerk und ist zudem auch noch exquisit bebildert. Den Schwerpunkt bilden natürlich die meist mit Peter Cushing oder/und Christopher Lee realisierten Horrorfilme des Studios wie Frankensteins Fluch, Dracula oder auch Die brennenden Augen von Schloss Bartimore.

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Christopher Lee als Frankensteins Monster

Doch auch die weiteren Werke der bereits seit 1935 tätigen Filmfirma werden gewürdigt. So entstanden unter dem Hammer-Siegel auch Kriegsfilme wie The Camp on Blood Island (über die Qualen alliierter Zweite-Weltkriegs-Soldaten in japanischer Kriegsgefangenschaft) oder eher alberne oft auf TV-Serien basierende Komödien wie Ein Begräbnis erster Klasse (über konkurrierende Bestattungsunternehmer).

Dracula mit Christopher Lee
Die Gliederung des mit vier verschiedenen Titelbilder-Varianten veröffentlichten Buches mag auf den ersten Blick etwas chaotisch anmuten, ist aber durchaus schlüssig. Nach einem leidenschaftlichen Vorwort von Uwe Raum-Deinzer folgt eine Frühgeschichte des Hauses Hammer. Anschließend werden wichtige Personen wie die Produzenten Anthony Hinds und Michael Carreras, der Regisseur Terence Fisher oder der ewige Nebendarsteller Michael Ripper vorgestellt.

Danach folgt der Kernteil des Buches. Mit viel Sachverstand und einer allzeit spürbaren Nähe zum Thema bietet Peter Osterried eine chronologische Darstellung von Schwerpunktthemen wie Science-Fiction, Frankenstein, Dracula, Mumien, Thriller oder Satanisten. Den Abschluss bildet eine Übersicht zu TV-Serien wie Hammer House of Horror, zu nicht realisierten Projekten (wie Zeppelin vs. Pterodactyls oder der Trickfilmserie Hammer Horror Zone) sowie eine Filmografie, ein Register und eine tabellarische Darstellung aller DVD-Veröffentlichungen aus USA, England und Deutschland. Eine umfassendere Abhandlung zu Hammer ist kaum denkbar und weltweit auch nicht vorhanden.

The Hammer Chronicles

In nahezu identischer Aufmachung erschienen anschließend Peter Osterieds Amicus Chronicles.

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