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Avatar – Aufbruch nach Pandora

200 Jahre in der Zukunft: Die Menschheit ist im All auf der Suche nach neuen Rohstoffen und wird auf dem weit entfernten Mond Pandora fündig. Doch dieser ist vom Volk der Na’vi bewohnt. Hierbei handelt es sich um knapp 3 Meter große blauhäutige elfenhafte Wesen.

Avatar – Aufbruch nach Pandora

Durch ein Forschungsprojekt wurde die Möglichkeit entwickelt den Geist von ausgewählten Menschen, wie etwa den an den Rollstuhl gefesselten Ex-Marine Jake Sully (Sam Worthington, eher uncharismatisch, wie schon in Terminator: Die Erlösung), in die Körper von Na’vi zu versetzen, um deren im Einklang mit der Natur lebende Zivilisation zu unterwandern.

Avatar – Aufbruch nach Pandora

Nach seinem Supererfolg Titanic hat James Cameron zwölf Jahre lang keinen Kinofilm mehr gedreht. Entsprechend hoch waren 2009 natürlich die Erwartungen an sein neues Werk, das im Real-3D-Verfahren gedreht wurde. Der Erfolg von Avatar dürfte maßgeblich zur Entscheidung beitragen, ob das Kino der Zukunft flach bleibt oder immer plastischer wird. Letzteres wird wahrscheinlich eher nicht der Fall sein, auch wenn anfangs die Tiefenwirkung der Bilder in Avatar beeindruckt.

Avatar – Aufbruch nach Pandora

Zwar vermeidet Cameron weitestgehend die üblichen Mätzchen eines 3D-Filmes und verzichtet auf Gegenstände, die ständig in Richtung Publikum fliegen. Doch beim Betrachten der mit wild herumwirbelnder Kamera eingefangenen Filmszenen spielt es schon recht bald keine Rolle mehr ob 3D oder nicht. Die Sache mit den Brillen, die das Kino plastisch machen, dürfte auch diesmal – ähnlich wie bereits in den 50er-Jahren – nur ein kurzlebiger Gimmick sein, zumal die Augen hinter den Spezialbrillen bei einer Filmlänge von 161 Minuten ganz schön malträtiert werden.

Avatar – Aufbruch nach Pandora

Doch taugt der Film auch ohne 3D-Mätzchen etwas? Wer zwölf Jahre vor dem Kino kampiert hat, um endlich Avatar zu sehen, dürfte etwas enttäuscht sein. Die Geschichte um Konflikte zwischen Militärs, Wissenschaftlern, Geschäftsleuten und ökologisch bewegten Wald-Aliens verläuft eher überraschungsfrei. Doch das war bei Titanic auch der Fall (Achtung Spoiler: Das Schiff geht unter). Cameron, dessen Meisterwerk Terminator 2 auch heute nichts von seiner beeindruckenden Wirkung eingebüßt hat, fiel immer wieder als visionärer Bilderstürmer auf.

Avatar – Aufbruch nach Pandora

Doch diesmal sehen die am Computer erzeugten Fantasy-Wesen erschreckend konventionell – ja fast schon langweilig – aus. Hier fehlt ein origineller neuer Look, ein interessanter künstlerischer Ansatz wie ihn H. R. Giger in Alien oder Moebius in Tron zulieferten. Auch tricktechnisch geht es kaum beeindruckender zu als in Robert Zemeckis´ zwei Jahre zuvor entstandenen nicht gerade bahnbrechenden Computerfilm Die Legende von Beowulf.

Avatar – Aufbruch nach Pandora

Dank der rasanten Inszenierung und interessanter Darsteller wie Sigourney Weaver, Michelle Rodriguez oder Stephen Lang (was für ein harter Hund von einem Schurken!) ist Avatar insgesamt doch ein guter Fantasy-Film, der in der 16 Minuten längeren Fassung auf  der Extended Collector’s Edition noch deutlich gewinnt.

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Walter Hill: Tomboy

Mit “Querschläger“ veröffentlichte Splitter bereits die Comic-Version eines bisher noch nicht verfilmten Drehbuchs des Hollywood-Action-Meisters Walter Hill (“Die Warriors“, “Nur 48 Stunden“, “Red Heat“). Vom selben Team – Matz (Alexis Nolent) und Jef – stammt auch die Adaption des 2016 von Walter Hill gedrehten Films “(Re) Assignment“, der trotz Star-Besetzung bisher nicht bei uns angelaufen ist.

Walter Hill: Tomboy

Erzählt wird die Geschichte des eiskalten Auftragskillers Frank Kitchen, dem eine teuflische Falle gestellt wird. Nachdem er von einem Auftraggeber hereingelegt und niedergeschlagen wurde, findet er sich plötzlich im Körper einer Frau wieder. Doch dahinter steckt keine Seelenwanderung, sondern eine skrupellose plastische Chirurgin, deren Bruder einst von Kitchen gekillt wurde.

Walter Hill: Tomboy

Aus dieser originellen Ausgangssituation entwickelt sich eine zwar konventionelle aber hochspannende Rachegeschichte mit vielen überraschenden Wendungen und diversen Brutalitäten. Die Comic-Version heißt jetzt recht passend “Tomboy“ und dass im Kino in der Hauptrolle immerhin Michelle Rodriguez sowie als schurkische Ärztin Sigourney Weaver zu sehen waren, ist zumindest zu erahnen. Doch der Comic steht auf eigenen Füssen.

Walter Hill: Tomboy

Interessant ist in diesem Zusammenhang dass Walter Hill 2009 seinen Film “Shootout – Keine Gnade“ nach dem Comic “Blei im Schädel“ von Matz drehte. Dieser wiederum hat das Drehbuch von Walter Hills und Denis Hamil zu “(Re) Assignment“ recht mitreißend als Comic “Tomboy“ adaptiert.

Walter Hill: Tomboy

Das sehr plastisch und stylisch kolorierte Artwork von Jef überrascht immer wieder, steht der spannenden Erzählung aber niemals im Weg. Es bleibt abzuwarten, ob dies Papier-Kino nicht vielleicht sogar gelungener ist, als Walter Hills zugehöriger Film.

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