Schlagwort-Archive: Micky Maus

Walt Disney: Planes

Allzu viel war ja nicht zu erwarten von einem Film der zwar “hoch über der Welt von Cars“ in einer Welt voller vermenschlichter Flugzeuge angesiedelt ist, jedoch nicht von Pixar sondern von den direkt auf den Heimkino-Markt zielenden Disney ToonStudios produziert wurde. Doch die von John Lasseter konzipierte Geschichte um das Sprühflugzeug Dusty, das alles dran setzt um am Wings around the Globe-Wettbewerb teilzunehmen, funktioniert erstaunlich gut.

Walt Disney: Planes

Etwas störend sind einige militaristische Grundtöne die mit der Zweite-Weltkriegs-Vergangenheit von Dustys Mentor, dem Navy-Flugzeug Skipper Riley, im Zusammenhang stehen und in einem auch für ganz kleine Kinder konzipierten Film nichts zu suchen haben (Erwachsene hingegen werden es vielleicht ganz lustig finden, dass zwei der Militär-Jets in der Originalfassung von den Top Gun-Darstellern Val Kilmer und Anthony Edwards gesprochen werden).

Walt Disney: Planes

Recht lustig ist hingegen, dass das bei uns von Marie Bäumer gesprochene weibliche deutsche Flugzeug Heidi in der Originalfassung Rochelle heißt und “Kanadierin“ ist. In anderen Ländern wurde “Rochelle“ anders benannt und auch entsprechend “umlackiert“.

Walt Disney: Planes
Insgesamt hat Planes nicht nur tolle Bilder, sondern auch originelle Gags und Charaktere zu bieten. Der Film macht sehr viel mehr Spaß als der zweite Teil von“Cars und dieser geht auf der Blu-ray noch weiter. Fast noch lustiger als der Hauptfilm sind einige kurze Clips, die sich mit den einzelnen Charakteren beschäftigen und z. B. das indische Flugzeug Ishani ins Zentrum einer mitreißenden Bollywood-Nummer stellen. Auch der in Paris angesiedelte Kurzfilm Croisant de Triomphe mit der neu designten Micky Maus macht Spaß!

Walt Disney: Planes 2

Schon ein Jahr später kam unter dem Titel Planes 2 – Immer im Einsatz eine Fortsetzung in die Kinos.

Walt Disney: Planes

Bonusmaterial der Blu-ray zu Planes : Micky-Maus-Kurzfilm: “Croisant de Triomphe“ (3:37 min), wie alle Extras wahlweise auch mit deutschen Untertiteln; Exklusive Musik-Szene mit dem auch in der Originalfassung von Oliver Kalkofe gesprochenen Franz Fliegenhosen (3:18 min); „Klays Flugplan“ – Making Of  (15:31 min),; Alternative & zusätzliche Szenen (8:10 min); Sehr witzige Clips zu den Flugzeugen El Chupacabra, Ripslinger, Dusty und Ishani (insgesamt 5:30 min), wahlweise auch in deutscher Sprache; „Die größten Flieger“ – Bericht über Flugpioniere (5:53 min)

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Die besten Geschichten von Giorgio Cavazzano

Nachdem Ehapas sehr interessant zusammengestellte Comicreihen Disneys Hall of Fame und Disneys heimliche Helden nach 20 bzw. 10 Bänden leider eingestellt wurden, schickte sich eine neue Edition an, diese Lücke zu schließen. Dieses Buch ist der sechste Band der Serie “Die besten Geschichten von…“. Nach den Niederländern Bas Heymans, May Heymans und Daan Jippes, dem Amerikaner Floyd Gottfredson und dem Finnen Kari Korhonen erscheinen die besten Geschichten eines Zeichners aus dem Land in dem die meisten Disney-Comics gezeichnet und gelesen werden.

Die besten Geschichten von Giorgio Cavazzano

Der 1947 in Venedig geborene Italiener Giorgio Cavazzano war bereits als 12-Jähriger professionell in der Comic-Branche tätig! Er tusche zunächst die Zeichnungen seines auch für Disney tätigen Cousins Luciano Capitanio und wurde dann Mitarbeiter von Romano Scarpa (Der fliegende Schotte), dem wohl einflussreichsten italienischen Disney-Zeichner. Bereits mit 19 Jahren realisierte Cavazzano eigene Comicgeschichten für Disney Italien. Er arbeitet meistens mit Textern zusammen, wie etwa bei der viel beachteten Fantasy-Serie Drachenritter mit Egmonts Disney-Chefredakteur Byron Erickson. Doch Cavazzano kann nicht nur Disney, wie seine Geschichte Spider-Man in Venedig belegt, und ist auch ein talentierter Autor, wie seine bei uns in der Lustiges Taschenbuch Jubiläumsedition Nr. 3 und im Band Entenhausener Filmklassiker veröffentlichte Parodie des Kultfilms Casablanca beweist.

Die besten Geschichten von Giorgio Cavazzano

Diese ist leider nicht in diesem Band enthalten, doch dafür fünf gut ausgewählte Geschichten. Die ersten beiden Stories, die in Deutschland zuvor noch nicht veröffentlicht wurden, sind besonders interessant. Hier stehen mit Inspektor Issel und dem Schwarzen Phantom zwei Nebencharaktere im Zentrum von pfiffig konstruierten angenehm alltäglichen Geschichten. Während Micky Maus nur Gastauftritte absolviert, zeigen Kommissar Hunters Assistent und ein immer etwas im Schatten von Kater Karlo stehender Schurke echte Starqualitäten. Die gelegentlich ganz schön detailverliebten und immer sehr strichsicheren Zeichnungen von Cavazzano kommen in diesem mit interessanten Hintergrundinformationen garnierten Band noch besser zur Geltung als in den kleinformatigeren Lustigen Taschenbüchern!

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Tébo: Die jungen Jahre von Micky

Gemeinsam mit Cosey (Auf der Suche nach Peter Pan), Régis Loisel (Peter Pan) sowie Nicolas Keramidas & Lewis Trondheim (Texas Cowboys) wurde auch ein gewisser Tébo ausgewählt, um für den französischen Verlag Glénat Comic-Geschichten mit Micky Maus in seinem sehr individuellen Stilen zu zeichnen.

Tébo: Die jungen Jahre von Micky
© 2018 Disney

Bei Tébo handelt es sich um den 1972 im französischen Caen geborenen Frédéric Thébault, der bei uns bisher nur durch seine Serie Samson & Neon (zwei Bände bei Carlsen, in Frankreich gibt es bereits 7 Alben) bekannt ist. Doch in seiner Heimat ist Tébo eine durchaus große Nummer. So zeichnete er die von Zep (Titeuf) getexte Superhelden-Parodie Captain Biceps, von der in Frankreich pro Album 70.000 Exemplare verkauft wurden.

Tébo: Die jungen Jahre von Micky
© 2018 Disney

Auch bei Tébos Version von Micky Maus handelt es sich um eine Parodie, bzw. um eine Anthologie von Persiflagen auf verschiedene Genres. Der schon ganz schön betagte Micky erzählt seinem Enkel (!, ansonsten gibt es bei Disney nur Neffen und Onkel) Norbert fünf ziemlich wilde Abenteuer aus seiner Jugend. Dabei handelt es sich um einen Western, ein Abenteuer in den Sümpfen, ein Erlebnis aus dem ersten Weltkrieg, eine Gangster-Geschichte, sowie eine unheimliche Begegnung der Dritten Art.

Tébo: Die jungen Jahre von Micky
© 2018 Disney

Donald, Goofy und Minnie haben Gastauftritte, als Schurke fungiert meist Kater Karlo. Durch Tébos lässig-rotzigen Stil, sowie seinem unbekümmerten Umgang mit Logik und Klischees machen diese Geschichten sehr viel mehr Spaß als die meisten aktuellen Comics aus dem Hause Disney.

Tébo: Die jungen Jahre von Micky
© 2018 Disney

Daher ist es sehr erfreulich, dass Glénat seine Micky-Reihe fortführt, u. a. mit einer vom italienischen Meister Giorgio Cavazzano gezeichneten Parodie auf Hugo Pratts Comic-Meisterwerk Die Südseeballade!

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Mickey’s Craziest Adventures

Nicolas Keramidas arbeitete neun Jahre für Disney in Frankreich an dort produzierten Animationsfilmen wie Tarzan oder Lilo & Stitch. Gemeinsam mit Cosey (Auf der Suche nach Peter Pan), Tébo und Régis Loisel (Peter Pan) wurde er ausgewählt, um für den französischen Verlag Glénat Comic-Geschichten mit Micky Maus in seinem sehr individuellen Stilen zu zeichnen.

Im Vorwort zu Mickey’s Craziest Adventures behauptet der umtriebige Zeichner und Autoren Lewis Trondheim (Texas Cowboys) auf einem Flohmarkt gemeinsam mit Keramidas eine unvollständige Sammlung der von 1962 bis 1969 erschienenen Comic-Reihe Mickey’s Quest erworben zu haben.

Mickey's Craziest Adventures

In diesen Heften kam die Serie Mickey’s Craziest Adventures zum Abdruck, eine “wilde Verfolgungsjagd im Rhythmus von einer Seite pro Ausgabe“. Während Trondheim diese angebliche Serie angeblich ins Französische übersetzte, nutze Keramidas “all sein Talent, um ein Titelbild zu schaffen, das der grafischen Genialität der Innenseiten Rechenschaft trägt“.

Mickey's Craziest Adventures

Die Wahrheit ist wohl eher, dass Trondheim sich durch dieses Vorwort die Gelegenheit verschaffte – wegen etlicher angeblich fehlender Comic-Seiten (nur knapp die Hälfte der 82-seitigen Story kommt im Album zum Abdruck) – eine abenteuerlich wirre Geschichte mit Micky, Donald, Onkel Dagobert und dem ein Holzbein tragenden Kater Karlo zu erzählen. Keramidas setze das u. a. im Dschungel, Weltraum und Geldspeicher angesiedelte Crazy Adventure mit lockeren Strich, aber ohne Rücksicht auf den genormten Disney-Look, in Szene.

Mickey's Craziest Adventures

Das Resultat ist ein großer Spaß, der scheinbar ohne Sinn, aber doch mit Verstand und Liebe zum Trivialen entstanden ist.

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Deutsche Comicforschung 2017

Auch der dreizehnte Band der seit 2005 alljährlich erscheinenden Reihe Deutsche Comicforschung informiert über Gebiete, die in der Comic-Fachpresse und in Fachbüchern bisher gar nicht oder nur sehr unzureichend behandelt wurden. Im Vorwort macht sich Herausgeber Eckart Sackmann Sorgen um die Zukunft seiner Zunft, da Comics kaum noch gesammelt bzw. archiviert wird, weder von Privatpersonen noch von Institutionen.

Deutsche Comicforschung 2017

Der erste Artikel des Buchs beschäftigt sich damit, wie im deutschen Sprachraum der Begriff “Comic“ vom “Schimpfwort zum Lehnwort“ wurde. Während in deutschen Zeitungsartikeln bereits in den 20er Jahren von amerikanischen Comics die Rede war, sollten hierzulande erst 1966 Hefte erscheinen, auf deren Titelbildern das Wort „Comic“ zu lesen war. Marvels Spider-Man erschien damals als Die Spinne in der Reihe Hit Comics, zuvor waren seltsame Wortschöpfungen wie “Bilderfolge“, “Bilderroman“, „“Bilderzeitung“, “Buch-Film“ oder “Chico-Chips“ auf den Covern von deutschen Comicheften zu lesen.

Deutsche Comicforschung 2017

Die weiteren 11 Artikel des Buchs sind wieder chronologisch geordnet. Julian Auringer befasst sich mit „Rinaldo Rinaldini als Comic-Held“, Sackmann schreibt über den schwer zu beschreibenden “Verwandlungskünstler“ Lothar Meggendorfer, Helmuth Kronthaler über “antisemitische Bildergeschichten aus der Kaiserzeit“ und Sackmann wiederum über “Geschichten aus dem Zwergenland“ von Johannes Thiel, sowie über eine Nazi-Zeitung für die “Donau-Schwaben“ namens Die Wespe, die 1937 den US-Zeitungs-Strip “Tim Tyler’s Luck“ veröffentlichte. Kurios ist auch ein seltsamer Mickey Mouse-Strip von Gerhard Brinkmann, der 1942 im zum nationalsozialistischen Propagandablatt verkommenen Magazin “Kladderadatsch“ erschien und eher skurril als anti-amerikanisch geraten ist.

Deutsche Comicforschung 2017

Ein bemerkenswerter Artikel beschäftig sich mit dem vor allem als Fix & Foxi-Zeichner bekannten Kurt Ludwig Schmidt alias KASCH über den bisher wenig bekannt war, zumal er auch als Becker-Kasch tätig war und vermutet wurde, es handele sich um zwei Personen. Doch nachdem Schmidts Tochter mit der Webseite Kaukapedia in Kontakt trat, ist sehr viel mehr bekannt. Ein reich bebilderter Text stellt Arbeiten aus allen Schaffensperioden von KASCH vor und informiert auch über seine Tätigkeiten als 3D-Zeichner u. a. für die Firma View Master, für die er Disney-Filme adaptierte.

Deutsche Comicforschung 2017

Ein Kuriosum ist die Comic-Serie Gaby, das Atommädchen, die in der die friedliche Nutzung der Atomenergie propagierenden Zeitschrift ZB erschien. Überraschend ist, dass die CDU 1961 zur Wahl-Werbung ein Comicheft einsetzte. Darüber, dass in diesem komplett im Buch abgedruckten Heftchen Die spannendste Geschichte unserer Zeit Konrad Adenauer neben Königin Elisabeth abgebildet wurde, ärgerte britische Zeitungen, was wiederum die CDU werbetechnisch freute.

Deutsche Comicforschung 2017

Interessant ist auch ein Bericht, der aufzeigt in wie vielen Varianten die Comic-Geschichte Asterix der Gallier in Deutschland veröffentlicht wurde.

Deutsche Comicforschung 2017

Den Abschluss bildet ein Beitrag über die erste deutsche Veranstaltung für Comic-Freunde. Der 1. Deutsche Comic-Congress fand 1973 in Berlin statt und ein geteiltes Echo. Die sehr lückenhafte Rekonstruktion dieser Veranstaltung, zu der Hansrudi Wäscher eingeladen war, anreiste und nur von wenigen Besuchern erkannt wurde, liest sich spannend. Auch hier zeigt sich, wie wenig Informationen selbst über die sehr zeitnahe deutsche Comic-Geschichte vorliegen und wie wichtig die weitere Forschung ist.

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Walt Disney: Fantasia 2000

Am 17. Dezember 1999 hatte in der New Yorker Carnegie Hall eine neue Version von „Fantasia“ Premiere. Bereits Walt Disney plante 1940 seinen mit klassischer Musik versehenen Trickfilm-Episodenfilm immer wieder neu aufzuführen und dabei um frisch gezeichnete Episoden zu ergänzen. „Fantasia 2000“ enthält nun nur noch eine Episode aus dem alten Film: Die Geschichte mit Micky als Zauberlehrling, der zugleich auch das zentrale Kernstück des alten Filmes darstellt. Ursprünglich war auch noch vorgesehen, die Jahreszeiten-Wechsel-Episode zu Tschaikowskis „Nussknacker-Suite“ mit in die neue Version aufzunehmen.

Walt Disney: Fantasia 2000

Die Musik (mit Ausnahme vom „Zauberlehrling“, denn hier wurde Leopold Stokowskis alte Version akustisch aufpoliert) hat diesmal James Levine mit dem Chicago Symphonie Orchester eingespielt. Levine führte nach der Premiere in New York Ende 1999 auch noch Live-Aufführungen des Filmes mit Orchester in London, Paris und Tokyo durch. „Fantasia 2000“ lief zunächst für vier Monate auf den Großleinwänden ausgewählter IMAX-Kinos.

Walt Disney: Fantasia 2000
Hier die einzelnen Episoden im Überblick:

1. Episode
Musik: Ludwig van Beethoven: „Symphonie Nr. 5, erster Satz“
Regie und Design: Pixote Hunt
Anmoderation: Izhak Perlman
Länge: 3 min

Walt Disney: Fantasia 2000

Genau wie der Film aus dem Jahre 1940 gibt es hier auch am Anfang eine Episode mit abstrakten Bildern zu getragener klassischer Musik. Damals war es Bachs „Toccata und Fuge in G-moll“, jetzt ist es Beethoves Fünfte. Die Bilder sind diesmal jedoch nicht sonderlich visionär. Mal plätschert buntes Wasser und mal formieren sich Unmengen von Dreiecken zu schmetterlingsartigen Gebilden.

2. Episode
Musik: Ottori Respighi: „Pini di Roma“
Regie: Hendel Butoy
Anmoderation: Steve Martin
Länge: 10 min

Walt Disney: Fantasia 2000

Auch noch nicht der ganz große Knaller. Grob am Computer animierte Walfische fliegen (!) mit Möwen um die Wette. Ein kleiner Walfisch verirrt sich, findet seine Eltern wieder und fliegt im Finale mit noch mehr Walfischen durch die kitschige bunte Eisberglandschaft.

3. Episode
Musik: George Gershwin: „Rhapsody in Blue“
Regie: Eric Goldberg
Anmoderation: Quincy Jones
Länge: 13 min

Walt Disney: Fantasia 2000

Zu Gershwins toller und abwechslungsreicher Musik erleben mehrere Großstädter einen turbulenten Tag im konsequent im Stil des Karikaturisten Al Hirschfeld durchgestylten New York der dreißiger Jahre. Der mal komische mal rührende Trickfilm wirkt zwar eher wie aus den fünfziger Jahren, als Studios wie UPA mit ganz schlichten Figuren Disney Konkurrenz machten, hinterläßt aber insgesamt einen sehr angenehmen Eindruck.

4. Episode
Musik: Dimitri Schostakowitsch: „Piano Konzert Nr. 2, Allegro, Opus 102“
Regie: Hendel Butoy
Anmoderation: Bette Midler
Länge: 7 min

Walt Disney: Fantasia 2000

Auch hier hat der Computer wieder zugeschlagen und insgesamt etwas unbefriedigende Version von Hans Christian Andersens Märchen „Der standhafte Zinnsoldat“ geschaffen. Neben den nicht sonderlich gut gestalteten Figuren nervt vor allem, das auch hier (genau wie beim ebenfalls auf Andersen basierenden Disney-Film „Arielle, die Meerjungfrau„), ein kitschiges Happy End herangepappt wurde. Dies wäre bei einem Kurzfilm zu getragener klassischer Musik nicht wirklich nötig gewesen und verfälscht die Vorlage.

5. Episode
Musik: Camille Saint-Saens: „Der Karneval der Tiere, Finale“
Regie: Eric Goldberg
Anmoderation: James Earl Jones
Länge: 2 min

Walt Disney: Fantasia 2000

Das Gegenstück zum „Tanz der Stunden“ der Ballett-Szene mit Nilpferden und Krokodilen aus dem ersten Film. Hier wurde zunächst die Frage gestellt, was passiert, wenn ein Strauß einen Jojo erhält. Disney-Chef Michael Eisner bevorzugt jedoch Flamingos, also neues Casting. Bemerkenswert ist neben der „Länge“ von nur zwei Minuten noch die Tatsache, dass an diesem ganz lustigen Filmchen der 91-jährige Disney-Veteran Joe Grant bei dem Entwurf der Figuren mitgewirkt hat.

6. Episode
Musik: Paul Dukas: „Der Zauberlehrling“
Regie: James Algar
Anmoderation: Penn und Teller
Länge: 10 min

Walt Disney: Fantasia 2000

Hier nun noch einmal die beste Episode aus dem alten Film um den Zauberlehrling Mickey und die Geister die er rief und nicht wieder loswurde. Die Zeichnungen wirken auf der riesigen Imax-Leinwand manchmal etwas klobig, aber ganz unverkennbar handelt es sich um ein in künstlerischer Handarbeit gefertigtes absolutes Trickfilm-Juwel.

7. Episode
Musik: Sir Edward Elgar: „Pomp and Circumstances – Märsche 1, 2, 3 und 4“
Regie: Francis Glebas
Anmoderation: Michey Mouse und James Levine
Länge: 6 min

Walt Disney: Fantasia 2000

Was „Der Zauberlehrling“ für Mickey bedeutete, soll dieser Film nun für Donald werden. Als Helfer von Noah sucht er die gerade abgelegte Arche nach seiner geliebten Daisy ab. Im glatten Stil von „Der König der Löwen“ gefertigt und viel zu hektisch erzählt, kann diese Episode leider nur tricktechnisch überzeugen. Die pompöse nicht immer passende Marschmusik hat übrigens der damalige Disney-Vorstand Michael Eisner höchstpersönlich ausgesucht.

8. Episode
Musik: Igor Strawinsky: „Der Feuervogel, Suite – Version von 1919“
Regie: Gaetan und Paul Brizzi
Anmoderation: Angela Lansbury
Länge: 9 min

Walt Disney: Fantasia 2000

Das absolute Highlight unter den neuen Episoden. Eine Frühlingsfee kämpft gegen einen als Raubvogel dargestellten ausbrechenden Vulkan. Der Film hat einen sehr eigenen Stil, der mehr an den japanischen Trickfilm „Prinzessin Mononoke“ und weniger an die Konfektion aus dem Hause Disney erinnert. Der leider nur sehr kurz zu sehende und beeindruckend animierte Feuervogel ist etwas an den Höllenfürsten aus der abschließenden „Eine Nacht auf dem kahlen Berge“-Episode des ersten Filmes angelehnt.

Walt Disney: Fantasia 2000

Fazit:
Die einzelnen Episoden werden durch Showbiz-Größen anmoderiert. Dies ist oft ein wenig nervig und nicht wirklich nötig. Insgesamt ist „Fantasia 2000“ etwas zu sehr an die Gestaltung und Struktur des ersten Filmes angelehnt und leider nur selten wirklich beeindruckend, wobei es heute sicherlich sehr viel schwerer ist, noch neue und unverbrauchte Bilder zu finden.

Walt Disney: Fantasia 2000

Während die DVD eher spärlich ausgestattet ist, bietet die Blu-ray als Bonus noch den Salvador Dali Film “Destino“ und eine sehr ausführliche spielfilmlange Dokumentation zu diesem 1945 begonnenen und 2003 fertig gestellten Kurzfilm!

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Walt Disney: Fantasia

Nach der Premiere von “Fantasia“ soll Walt Disney gesagt haben: “Damit wird Beethoven berühmt werden!“ Zwar setzte Disney auch in seinen Kurzfilmen insbesondere in den Silly Symphonies immer wieder gerne klassische Musik ein, doch richtig ambitioniert ging er die Sache Ende der Dreißiger Jahre an, nachdem er mit “Schneewittchen und die sieben Zwerge“ und “Pinocchio“ zwei absolute Meisterwerke des Trick-Spielfilms in die Kinos brachte.

Walt Disney: Fantasia

Auslöser war ein Kurzfilm in dem Micky Maus, der in Sachen Popularität langsam aber sicher von seinen Trickfilmkollegen Donald und Goofy in den Schatten gestellt wurde. Hier agierte Micky als Goethes Zauberlehrling, der als Urlaubsvertretung seines Meisters an Hundertschaften von hergehexten Besen verzweifelte. Der Kurzfilm hat als Soundtrack die “symphonische Dichtung“ von Paul Dukas, die der alles andere als öffentlichkeitsscheue Star-Dirigent Leopold Stokowski aus Freundschaft zu Walt Disney unentgeltlich mit einem 100-köpfigen Orchester einspielte. Trotzdem kostete der aufwändig animierte 9-minütige Trickfilm dem Studio mit über 100.000 Dollar viermal soviel wie ein herkömmlicher Cartoon. Wo hin also mit diesem Animations-Juwel?

Walt Disney: Fantasia

Walt Disney ließ es mit es richtig krachen und brachte den Zauberlehrling gemeinsam mit sechs weiteren Trickfilmen, die zu von Stokowski eingespielten klassischen Musikstücken entstanden. Zu „Toccata und Fuge in d-moll“ von Johann Sebastian Bach gibt es abstakte Bilder zu sehen, bei denen kaum zu glauben ist, dass sie ohne Computeranimation in Handarbeit entstanden. Stücke aus Tschaikowskis „Nussknacker-Suite“ wurden in eine andere Reihenfolge gebracht und untermalten jetzt den Wechsel der Jahreszeiten. Igor Strawinskis: „Le Sacre du Printemps“ hingegen ist nun der Soundtrack zur Schöpfung unter besonderer Berücksichtigung der Dinosaurier.

Walt Disney: Fantasia

Zu Ludwig van Beethovens “Pastorale“, der „6. Sinfonie“, tobt fast die komplette griechische Mythologie über die Leinwand, während sich bei Ponchiellis „Der Tanz der Stunden“ Nilpferde, Elefanten, Strauße und Krokodile als Balletttänzer versuchen, Zum Abschluss terrorisiert in der wohl eindringlichsten Episode zu Mussorgskis „Eine Nacht auf dem kahlen Berge“ ein riesiger Dämon eine expressionistisches Bergdorf bevor dieser von Franz Schuberts „Ave Maria“ vertrieben und der Zuschauer mit einer etwas kitschigen religiösen Prozession durch einen sakral anmutenden Wald aus dem Bilderrausch verabschiedet wird.

Walt Disney: Fantasia

Gemeinsam mit der 60 Jahre später entstandenen teilweise ebenso inspirierten Fortsetzung “Fantasia 2000“ erscheint Disneys Meisterwerk auf DVD und Blu-ray. Puristen mögen sich darüber aufregen, dass die dunkelhäutigen Zentauren der Urspringsversion auch weiterhin in der “Pastorale“-Episode fehlen und es jetzt andere Aufnahmen (und möglicherweise eine Neusynchronisation) von Deems Taylors Zwischenmoderationen gibt. Doch noch nie war es möglich die kunstvollen Animationen von “Fantasia“ auch daheim so prachtvoll zu genießen wie auf der Blu-ray-Edition.

Walt Disney: Fantasia

Bonusmaterial der Blu-ray: Audiokommentar von Disney-Historiker Brian Sibley, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; Das Schultheis-Notizbuch: Ein Disney-Schatz (13:51 min); Interaktive Kunstgalerien zu „Fantasia“ und „Fantasia 2000„; Disneys Familien-Museum (4:05 min); Wenn Disney View angewählt wird, können auf 16:9-Geräten im rechten und linken Bereich anstelle der schwarzen Balken neben dem 4:3-Bild sogenannte “Schmuckornamente“ eingeblendet werden.

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Deutsche Comicforschung 2016

Der zwölfte Band der seit 2005 alljährlich erscheinenden Reihe “Deutsche Comicforschung“ informiert wieder zuverlässig über Gebiete, die in Comicfachpresse und in Fachbüchern bisher gar nicht oder nur sehr unzureichend behandelt wurden.

Deutsche Comicforschung 2016

Die einmal mehr sehr interessant konzipierten und bebilderten Beiträge des Buchs sind wieder chronologisch angeordnet. Zunächst geht es zurück ins Mittelalter, wo – und das hat Tradition in der Buchreihe – die Comicforscher um Eckart Sackmann wieder eine Bilderzählung entdeckt haben, die mit etwas guten Willen als Comic bezeichnet werden kann. So sind in der Kölner Basilika St. Ursula 24 Bildertafeln aus dem Jahre 1456 zu sehen, die auch gereimte Texte enthalten.

Deutsche Comicforschung 2016
Comic von Friedrich Schiller

Nicht völlig neu, ist die Information, dass Friedrich Schiller humoristische Bildergeschichten zu Papier brachte, doch Dietrich Grünewald hat sich im zweiten Beitrag des Jahrbuchs sehr ausführlich mit den “Avanturen des neues Telemachs“ des deutschen Nationaldichters beschäftigt. Sackmann hingegen widmet sich in einem weiteren Beitrag der insgesamt knapp 8 Meter langen Bilderzählung “Die sieben Raben“ von Moritz von Schwindt, die Mitte des 19. Jahrhunderts entstand.

Deutsche Comicforschung 2016

Die restlichen Beiträge stammen aus einer Zeit als es den Begriff Comic bereits gab. Ein Artikel beschreibt die vor dem Ersten Weltkrieg in Stuttgart erschienene Zeitschrift “Die Kinderwoche“, in der unter dem Titel “Plim und Plum“ eine Art Jugendstil-Variante zu Wilhelm Buschs “Plisch und Plum“ veröffentlicht wurde. Ebenfalls auf Wilhelm Busch beruft sich der in einem weiteren Bericht beschriebene englische Zeitungsstrip “Big und Little Willie“, der sich ab 1914 im “Daily Mirror“ über den Deutschen Kaiser und den Kronprinzen lustig machte.

Deutsche Comicforschung 2016
Micky-Maus-Comic vom deutschen Zeichner Frank Behmak

Bemerkenswert sind auch die Erkenntnisse im Kapitel “Frühe Micky Maus Zeitungsstrips in Deutschland“. Hier ist zu erfahren, dass in Deutschland bereits 1930 erste Comics mit Walt Disneys Zeichentrick-Figuren erschienen sind und das auch noch in der kommunistischen “Arbeiter Illustrierte Zeitung.“ Interessant ist auch, dass die “Kölnische Illustrierte Zeitung“ ein Jahr später sogar einen Micky-Maus-Strip aus der Feder des deutschen Zeichners Frank Behmak veröffentlichte. Doch auch im Dritten Reich waren Comics nicht, wie gerne behauptet wird, völlig verpönt, sondern Sackmann belegt im reich bebilderten Bericht “Die Braune Post – Die Nazis und die Sprechblase“, dass in einer nationalsozialistischen Sonntagszeitung etliche eigens dafür konzipierte deutsche Comics zum Abdruck kamen.

Deutsche Comicforschung 2016
Wilhelm Eigener

Dass der deutschen Comic-Kultur höchstwahrscheinlich ein großes Talent verloren gegangen ist, davon erzählt ein Artikel über neun großformatige farbig kolorierte Original-Seiten, die der Comicsammler Joachim Knüppel in einem Hamburger Antiquariat kaufte. Diese Seiten entstanden in den 50er Jahren und erzählen eine in Afrika spielende Abenteuergeschichte. Wilhelm Eigner hat diese in einem nahezu perfekten Stil gezeichnet, der sehr viel ansprechender ist, als fast alles was deutsche Verlage seinerzeit an Eigenproduktionen herausbrachten. Doch Eigner stellte das Comic-Zeichnen ein, denn er fand schnell Arbeit als Illustrator, was sicher gut für ihn, aber sehr schade für die deutsche Comic-Landschaft war. Helmut Kronthaler widmet sich im nächsten Buch-Beitrag einem ab 1959 erschienenen Fortsetzungs-Comic über das Leben des Südtiroler Freiheitskämpfers Andreas Hofer.

Deutsche Comicforschung 2016
DDR-Comic Artikel aus dem Comics Journal

Interessant ist auch Guido Weißhahns Artikel über die Comic-Aktivitäten des ostdeutschen Museumspädagogen Paul Thiel, der versuchte sich in der DDR vorurteilsfrei mit westlichen Comics zu beschäftigen. Thies beschäftigte sich seinerzeit aber auch mit DDR-Comics und ein Artikel von ihm über „Mosaik“ erschien sogar 1979 im einflussreichen US-amerikanischen Fachblatt  „The Comics Journal“.

Tom Bunk

Den Abschluss des Buchs bildet der Artikel “Deutsche Underground-Comics – Versuch einer Annäherung“. Wie der Titel schon andeutet, ist dies nur (aber auch immerhin!) der erste Schritt der Annäherung an eine quirlige Zeichner-Szene, die teilweise sehr erfolgreich versuchte, deutschsprachige Varianten zu den subversiven Comics von Robert Crumb oder Gilbert Sheldon zu schaffen. Zahlreiche Zeichner aus diesem Umfeld wie Volker Reiche, Tom Bunk, Gerhard Seyfried, Brösel oder Gabriel Nemeth sind heute noch tätig. Eckart Sackmanns Bericht deutet an, dass hier Stoff für ein ganzes und nicht unbedingt dünnes Buch wäre.

Die 2016er Ausgabe des Jahrbuchs “Deutsche Comicforschung“ hingegen deutet an, dass es auch in Zukunft noch genügend hochinteressanten Stoff für weitere Ausgaben gibt.

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Die Ducks in den Alpen

Die in der am 24. August 2012 erschienenen Ausgabe der Micky Maus gestartete 8-teilige Serie “Die Ducks in Deutschland“ entwickelte sich zu einem kapitalen Erfolg. Die Auflage des Traditionsmagazins stieg an, die Preise der bei ebay angebotenen Micky Maus Hefte mit den vom ZeichnerJan Gulbransson und Autor Michael Kompa konzipierten Episoden hoben ab und der 2013 erschienene Sammelband mit der kompletten exklusiv für die deutschsprachige Micky Maus produzierten Geschichte sowie interessanten Bonusmaterial verkaufte sich ebenfalls sehr gut.

Die Ducks in den Alpen
Softcover-Cover

Jetzt folgt der zweite Streich. Obwohl bei “Die Ducks in den Alpen“ mit der Schweiz und Österreich gleich zwei Länder bereist werden, ist die Serie diesmal nur vierteilig und erscheint 2013 in den Micky Maus Heften 45 bis 48. Im April 2014 folgt dann der Sammelband. Der Aufhänger der Geschichte ist ein Elefant, der direkt aus jenem Geschlecht stammt, das einst mit Hannibal die Alpen überquerte und auf beiden Seiten ein sternförmiges Muttermal trägt. Aufgrund einer komplizierten sich dem Leser nicht wirklich erschließenden Rechtslage entscheidet der Besitz eines der Nachfahren dieses Dickhäuters darüber, wem das Vermögen von Dagobert Duck gehört. Dieser und Klaas Klever sind beide Nachfahren von Hannibal bzw. von dessen Halbbruder Hasdrubal und wer zuerst einen sternförmig gemusterten Elefanten findet, dem gehört der Inhalt von Dagoberts Geldspeicher.

Die Ducks in den Alpen
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Diese etwas arg konstruierte Vorgeschichte ist dann der Vorwand um Dagobert, Donald und die Neffen durch die Alpenregion zu jagen. Dabei treffen sie in Städten wie Basel, Zürich, Genf, Bern, Innsbruck, Graz, Salzburg oder Wien auf Promis wie Emil Steinberger, Bruno Ganz, Nicki Lauda, DJ Ötzi, Senta Berger, „Mörtel“ Lugner aber auch auf Sissi. Eine Menge Holz für eine 44-seitige Geschichte, was sich in teilweise ganz schön überladenen Comicseiten niederschlägt. Doch dem Münchner Zeichner Jan Gulbransson und dem spanischen Inker Ferran Rodriguez gelangen Bilder im allerbesten am legendären Carl Barks orientierten Disney-Stil, die durch die akkurat abgebildeten europäischen Schauplätze zusätzlich an Reiz gewinnen. Es ist zu hoffen, dass die Micky Maus auch weiterhin selbst produzierte Geschichten wagt.

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Die Ducks in Deutschland

Auch die am 24. August 2012 erschienene Ausgabe der “Micky Maus“ verzichtete nicht auf einen Gimmick und dem diesmal etwas dickeren Comicheft wurde (nicht zum ersten Mal) eine ziemlich wuchtige “elektrische Soundmaschine“ beigelegt. Die Hauptattraktion dürfte jedoch ausnahmsweise mal nicht das beigepackte Spielzeug, sondern “Eine Comic-Reise in 8 Teilen“ sein. In den nächsten Wochen reisten die Ducks durch Deutschland und Teile der vom Zeichner Jan Gulbransson und dem Autor Michael Kompa konzipierten Geschichten wurden auch samstags in der Bild-Zeitung veröffentlicht.

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Die Ducks in Deutschland“ ist kein Lizenzmaterial sondern wurde eigens für die deutsche „Micky Maus“ produziert.  Als Zeichner fungierte Jan Gulbransson, der bereits in Ehapas leider eingestellter Reihe “Disneys Hall of Fame“ mit einem Band geehrt wurde, das Inking stammt vom Spanier Ferran Rodriguez. Die Geschichte erzählt davon, dass sich Onkel Dagobert und Klaas Klever im Milliardärsclub darüber streiten, wer der bessere Schatzsucher ist. Um dies herauszufinden versuchen sie den sagenhaften Schatz der Gräfin Tusnelda von Tarn und Tuxis zu finden. Die erste Spur führt nach Berlin…

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In den nächsten Wochen verschlug es die Ducks nach Hamburg, ins Ruhrgebiet, nach München, Frankfurt, Köln, Stuttgart und Dresden. Bemerkenswert sind die Geschichten, nicht nur dadurch, dass hier altvertraute Disney-Charaktere in der deutschen Gegenwart agieren, sondern auch durch die Beigabe von allerlei Lokalkolorit. So hat Donald mit einer extrem scharfen Currywurst zu kämpfen, während Klaas Klever perfekt berlinert. Knorke!

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Mittlerweile liegen “Die Ducks in Deutschland” auch in einem Buch als Gesamtausgabe vor. Enthalten sind neben der kompletten Geschichte die entsprechenden Seiten aus dem Enten-Kurier und der BILD-Zeitung sowie ein Interview mit Jan Gulbransson. 2013 folgte in den Micky Maus Heften 45 bis 48 mit “Die Ducks in den Alpen“ der zweite Streich.

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