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Mark Millar: Huck

Der Lieblings-Superheld des schottischen Erfolgs-Autors Mark Millar (Kick-Ass, Wanted, Kingsman) ist anscheinend immer noch Superman. Nachdem er für DC zunächst für Heftserie wie Superman Adventures oder Action Comics geschrieben hatte, stellte Millar 2003 spektakuläre Spekulationen darüber an, wie unsere Welt wohl ausgesehen hätte, wenn der außerirdische Kal-El anstatt in der Nähe von Smallville in Stalins Sowjetunion gelandet wäre.

Mark Millar: Huck

Genosse Superman war ein großer Erfolg, zugleich aber auch Millar letzter Comic für DC. Anschließend schuf er mit Werken wie Old Man Logan oder Civil War erstaunliche Marvel Comics, bevor er sich selbstständig machte. Sein Label, dessen Comics bei diversen Verlagen erscheinen, nannte er in aller Bescheidenheit Millarworld. Hier hat Mark Millar sich mit Huck einen eigenen Superman geschaffen.

Mark Millar: Huck

Der einst in einem Körbchen vor einem Waisenhaus abgegebene Huck arbeitet als Tankwart in einer US-Kleinstadt und vollbringt dort jeden Tag eine gute Tat. Obwohl er über spezielle Superkräfte verfügt, nutzt er diese nicht jedes Mal, sondern Huck verrichtet auch nette Hilfeleistungen, zu denen Jedermann in der Lage wäre. Bewohner, die neu in der Kleinstadt sind, machen die Medien auf Huck aufmerksam, was diesem gar nicht gefällt. Doch dadurch erfährt er auch alles über seine Herkunft…

Mark Millar: Huck

Mit Huck gelang Millar ein weiterer Comic, der aus vertrauten Genre-Versatzstücke eine originelle (und vor allem nicht episch lange) Geschichte bastelt. Erstmals arbeitet Millar mit dem Brasilianer Rafael Albuquerque (American Vampire) zusammen. Dessen meist recht großformatigen und klaren Zeichnungen wurden von Dave McCraig plastisch koloriert. Thematisch passend haben die Bilder manchmal einen gewissen Norman-Rockwell-Touch.

Mark Millar: Huck

Das Paperback von Panini Deutschland enthält alle sechs US-Hefte von Huck, die Titelbilder der Originalausgaben sowie vier Seiten mit Skizzen und Seitenlayout-Entwürfen von Rafael Albuquerque. Leider fehlen diesmal die Variant-Cover.

Mark Millar: Huck

Dies ist besonders schade, denn Millar und Albuquerque haben sich hierfür besonders lustige Motive ausgedacht, das Ensemble aus Huck Filmplakate, wie etwa jene zu Die Goonies, Blues Brothers oder Forrest Gump, parodieren lassen.

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Mark Millar: Empress

Nach “Starlight“ schrieb der schottische Autor Mark Millar eine weitere Mini-Serie, die eine zwar durchaus dramatische aber nicht finster-pessimistische Science-Fiction-Geschichte erzählt. Auch bei “Empress“ erinert das diesmal vom Kanadier Stuart Immonen stammende Design an “Flash Gordon“, “Buck Rogers“ oder “Captain Future“ und somit natürlich an “Star Wars“.

Mark Millar: Empress

Im Zentrum der siebenteiligen Mini-Serie steht Königin Emporia, die lange bevor unsere heutige Zivilisation dort Fuß fasste an der Seite ihres Gemahls Morax über unsere Erde herrschte. Doch die “Empress“ ist es leid, dabei zuzusehen, wie ihr Mann sein Volk mit eiserner Faust terrorisiert. Sie flieht gemeinsam mit ihren drei Kindern und dem getreuen Leibwächter Captain Havelok.

Die galaktischen Erlebnisse der flüchtigen Familie erinnern ein wenig an den Comic-Erfolg “Saga“, doch im Gegensatz zu Brian K. Vaughan und Fiona Staples legen es Millar und Immonen nicht darauf an, die Leser mit abgefahrenen Ideen und ungewöhnlichen Aliens zu überraschen. Wahrscheinlich ist es kein Zufall, dass Captain Havelock ein wenig wie George Lucas aussieht.

Mark Millar: Empress

Mark Millar hat “Empress“ beim Marvel Imprint “Icon Comics“ unter seinem Label “Millarworld“ herausgebracht. Eine Verfilmung soll auch bereits im Gespräch sein. Dies scheint wahrscheinlicher geworden zu sein, nachdem Marvel die Zusammenarbeit mit Netflix einstellen will, Netflix hat im Gegenzug für angeblich 100 Millionen Dollar “Millarworld“ erworben und will TV-Serien auf der Basis von Mark Millars noch nicht verfilmten Comic-Reihen produzieren.

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Mark Millar: Starlight

Der Schotte Mark Millar ist ein Comic-Autor gibt, der immer wieder für ein Überaschung gut ist. Er spekulierte in “Genosse Superman“ darüber, was geschehen wäre, wenn die DC-Ikone nicht in Kansas sondern in der Sowjetunion gelandet wäre und in “Old Man Logan“ erzählte er vom Untergang des Marvel-Universums. Mittlerweile macht er im Label “Millarworld“ sein eigenes Ding, und Comics wie “Wanted“, “Kick-Ass“ oder “Kingsman“ liefern Steilvorlagen für Kino-Blockbuster.

Mark Millar: Starlight

Obwohl ihn das Superhelden-Genre groß gemacht hat, beschränkt sich Millar nicht darauf von kostümierten Rächern zu erzählen. “Starlight“ ist eine Liebeserklärung an pulpige Science Fiction im Stile von “Flash Gordon“, “Buck Rogers“ oder “Captain Future“. Im Zentrum der sechsteiligen Mini-Serie, die 2014 bei Image erschien, steht Duke McQueen. Der alte Herr ist gerade zum Witwer geworden, was für ihn besonders schmerzhaft ist. Seine Ehefrau Joanne war die Einzige, die dem ehemaligen Testpiloten glaubte, nachdem dieser vor 40 Jahren in ein Wurmloch geriet und auf einem weit entfernten Planeten landetet. Captain McQueen gelang es dort den Bewohnern dabei zu helfen sich von einem Tyrannen zu befreien, doch aus Liebe zu Joanne kehrte er wieder auf die Erde zurück.

Mark Millar: Starlight

Millars Comic schildert zunächst recht realistisch und mit viel Mitgefühl das Leben des alten aber keineswegs verbitterten Duke McQueen, der in Erinnerungen an seine galaktischen Abenteuer aber auch seine verstorbene Ehefrau schwelgt. Plötzlich landet jedoch ein Raumschiff in seinem Vorgarten und auf geht es zu neuen Abenteuern bei denen Duke McQueen beweisen kann, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört.

Mark Millar: Starlight

Millars Geschichte strotzt nur so vor jener galaktischen Phantasie, die George Lucas abhanden gekommen war, als er die Star Wars Episoden I bis III drehte. Doch durch die gut geerdete Charakterisierung der Hauptfigur wird die Geschichte nicht zur plumpen Retro-Space-Opera.

Mark Millar: Starlight

Eine Klasse für sich sind aber auch die Bilder des in Zagreb lebenden kroatischen Zeichners Goran Parlov (“Marvel Universe vs. The Punisher“). Sein klares Artwork lässt immer wieder an die “Incal“-Serie des großen Moebius denken.

Mark Millar: Starlight
Cover von Bill Siekiewicz

Wie immer bei den Serien der “Millarworld“ gibt es auch zu den einzelnen Heften von “Starlight“ noch Variant-Cover. Diese stammen diesmal von meistern ihres Fachs wie Bill Siekiewicz, John Cassaday, sowie natürlich auch von Goran Parlov, und sind dankenswerterweise alle in diesem Panini-Sammelband abgedruckt.

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Mark Millar: Jupiter’s Legacy

Sheldon Sampson hat während der Weltwirtschaftskrise sein Vermögen verloren und bricht 1932 zu einer mysteriösen Insel auf. Mit dabei sind sein Bruder Walter und seine spätere Ehefrau Grace. 80 Jahre später steht das Trio an der Spitze einer mächtigen Gruppe von Superhelden. Walter versucht seine Kräfte dazu einsetzen, um die sich wieder in einer Krise befindenden USA politisch und wirtschaftlich zu reformieren. Doch der patriotische Sheldon will sich nicht in die inneren Angelegenheiten seines Landes einmischen und verrichtet stur seinen Job als Superheld Utopian. Der Konflikt eskaliert und hat gewaltige Auswirkungen auf das Leben von Sheldons sehr unterschiedlich veranlagten Kindern Cloe und Brandon.

Jupiter's Legacy

Mit “Jupiter’s Legacy“ gelang dem Schotten Mark Millar nach den erfolgreich verfilmten Comic-Reihen “Wanted“, “Kick-Ass“ und “Kingsman – The Secret Service“ einmal mehr eine sehr ungewöhnliche Geschichte über speziell begabte Menschen. Die Mischung aus Familientragödie, Superhelden-Epos und Polit-Thriller funktioniert bestens.

Jupiter's Legacy

Die in diesem Panini-Sammelband enthaltenen ersten fünf Hefte erzeugen in vielerlei Hinsicht Spannung auf den weiteren Verlauf der Serie. Der Sammelband endet mit einem gewaltigen Cliffhanger, hüllt sich aber auch bezüglich der Ereignisse, die Anno 1932 auf der geheimnisvollen Insel geschehen sind, in ziemliches Schweigen. Nicht weniger spannend ist die Frage, wann es mit der seit Anfang 2015 ruhenden Serie weitergeht.

Jupiter's Legacy

Qualität hat nicht nur ihren Preis, sondern braucht auch ihre Zeit. Zwischen der Veröffentlichung, der ersten fünf Hefte von “Jupiter’s Legacy“ verging ein Zeitraum von fast zwei Jahren. Die Akribie mit der, der genau wie Mark Millar in Glasgow lebende, Frank Quitely (“All Star Superman“) gearbeitet hat, ist jedem der meist sehr breiten Panels deutlich anzusehen. Die auch von Quitely getuschten Zeichnungen sehen einmal mehr eher “europäisch“ als “amerikanisch“ aus.

Jupiter's Legacy

Mark Millar ist nicht nur Texter, sondern auch Herausgeber der unter seinem Label “Millarworld“ bei Image erscheinenden Serie. Er hat sich dazu entschlossen mit der Fortsetzung erst an den Start zu gehen, wenn die nächsten fünf Hefte fertiggestellt sind. Stattdessen brachte er im Monatstakt die 12-teilige Ableger-Serie “Jupiter’s Circle“ heraus, die von Wilfredo Torres und Davide Gianfelice. gezeichnet wurde und im Jahre 1959 spielt.

Jupiter's Legacy
Variant-Cover von Jock

Abschließend sollte Panini noch dafür gelobt werden, dass der “Jupiter’s Legacy“ Band nicht nur die ersten fünf Hefte enthält, sondern auch noch die – wie immer in der “Millarworld“ – graphisch sehr interessanten Variant-Cover enthält, die von hochklassigen Comic-Künstlern wie Bryan Hitch, Dave Johnson, Phil Noto, John Cassaday, Duncan Fegredo oder Jock stammen.

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