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Moebius Opus

Es ist erstaunlich wie produktiv Jean Giraud alias Moebius etwa mit seiner epischen Western-Serie Leutnant Blueberry, John Difools abgefahrenen Incal-Abenteuern oder den Sternenwanderern war. Einige seiner wichtigsten Werke veröffentlichte er in den 70er Jahren im bahnbrechenden Magazin Metal Hurlant, das bei uns – ergänzt um deutsche Beiträge – als Schwermetall veröffentlicht wurde.

Moebius Opus
Viele der Beiträge des meisterhaften Zeichners, die in Metal Hurlant erschienen sind, hat Cross Cult in diesen sechs Bänden als Moebius Collection veröffentlicht: The Long Tomorrow, Die blinde Zitadelle, Die Ferien des Majors, Arzach, Die hermetische Garage und Zwischenlandung auf Pharagonescia. Alle diese Comics sind mittlerweile vergriffen und werden hoch gehandelt.

Moebius Opus

Es ist durchaus eine Überlegung wert, diese Einzelbände gegen den prachtvollen Band Moebius Opus einzutauschen, der – soweit ich es beurteilen kann (leider fehlen in Buch angaben, wann die einzelnen Comics erschienen sind)  – auf 446 Seiten in chronologischer Reihenfolge alle Beiträge enthält, die Moebius für Metal Hurlant gezeichnet hat. Splitter veröffentlicht das schön aufgemachte Buch im Format 23 x 32 cm als elften Band seiner interessant zusammengestellten Jubiläums-Edition, in der auch eine Gesamtausgabe von Jean Girauds Serie Jim Cutlass erschienen ist.

Moebius Opus

Obwohl die Auflage 1.111 Exemplare beträgt, war das Buch zu seinem Erscheinungstermin schon fast komplett ausverkauft. Mittlerweile wird es teilweise bereits recht hochpreisig angeboten. Seinen Coverpreis von 99,80 Euro ist diese Wahnsinnsreise durch die phantastischen Welten von Moebius auf alle Fälle wert!

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XIII, Bd. 18: Die Kelly-Brian-Story

Jean van Hamme erzählt diesmal eine Jugendepisode aus dem (mittlerweile auch verfilmten) Leben von Jason Fly, der später zum geheimnisvollen Mannes mit zahllosen Namen und geheimnisvoller XIII-Tätowierung wurde. Das Album wurde ausnahmsweise einmal nicht von William Vance (Bruno Brazil, Bruce J. Hawker) gezeichnet, sondern von Jean Giraud alias Moebius. Dies ist auch insofern bemerkenswert, weil Vance zuvor zwei Bände von Girauds Serie Blueberry zeichnete. XIII, Bd. 18: Die Kelly-Brian-Story

Der Autor Jean van Hamme (Thorgal, Largo Winch) liefert als Vorwort eine kurze Übersicht zur Geschichte Irlands, was recht hilfreich beim Verständnis der Erzählung ist. Hauptfigur ist der noch sehr junge Seamus O´Neil, der bereits eine äußerst bewegte Vergangenheit hat. Vorbelastet durch seinen Vater, der in englischer Haft starb, will Seamus unbedingt für die IRA kämpfen. Doch er macht die sehr blutige Erfahrung – u. a. starb eine Frau, in die er sich verliebt hatte, und er wurde gezwungen seinen angeblich verräterischen Geschichtslehrer zu erschießen – dass Gewalt nicht die Lösung sondern das Problem ist.

XIII, Bd. 18: Die Kelly-Brian-Story

Doch da ist es schon zu spät und Seamus entgeht seiner Verhaftung dadurch, dass er in die USA geschmuggelt wird. Als Kelly Brian verlebt er dort einige sorglose Jahre bevor ihn die Vergangenheit wieder einholt. Seamus soll wieder für die IRA aktiviert werden, doch es wird vorher noch erwartet, dass er seinen Kumpel Jason Fly umbringt.

XIII, Bd. 18: Die Kelly-Brian-Story

Nachdem Giraud seine letzten Blueberry-Alben im Alleingang sehr schwach textete und gewohnt großartig zeichnete, tut es gut, wenn er seine ausgereifte Kunstfertigkeit endlich wieder in den Dienst einer wirklich gut durchdachten und mitreißend-spannenden Geschichte stellt, die zudem auch noch ohne Kenntnis der übrigen XIII-Bände bestens unterhält.

XIII, Bd. 18: Die Kelly-Brian-Story

Mittlerweile ist bei Carlsen der erste Band der Reihe XIII mystery erschienen, in der sich weitere Autoren und Zeichner mit Figuren aus der Serie beschäftigen. Zum Auftakt erzählen Ralph Meyer (Autor von Long John Silver und Xavier Dorison (Zeichner von Tödliches Wiegenlied) mit dem Profikiller La Mangouse beschäftigen. Anschließend folgten Bände zur russischen Killerin Irina (Text: Éric Corbeyran, Zeichnungen: Philippe Berthet) sowie zu Little Jones und Colonel Amos.

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Moebius: The Long Tomorrow

Jean Giraud alias Moebius ist zwar am 10. März 2012 gestorben, aber seine Comics leben auch bei uns weiter! Bei Ehapa erschien sein letztes Werk Arzak in einer sehr schönen großformatigen Ausgabe, Splitter schloss seine optimal aufgemachte sechsbändige Incal-Reihe ab und Cross Cult stockt seine bisher aus den Bänden Die hermetische Garage und Arzach bestehende Moebius Collection noch gewaltig auf.

Moebius: The Long Tomorrow

Im selben Format erschienen gleichzeitig fünf Bände mit teilweise bisher nur in Métal Hurant oder in Schwermetall aber noch nie im Albumformat veröffentlichten Comics. The Long Tomorrow ist möglicherweise das interessanteste Album dieser Reihe. Enthalten ist u. a. jene Short Story, die Ridley Scott zum Look von Blade Runner inspirierte sowie eine hochinteressante Einleitung von Moebius zum Zustandekommen dieses Comics.

Moebius: The Long Tomorrow

1975 arbeitete Moebius an einer Verfilmung von Frank Herberts Dune – Der Wüstenplanet unter der Regie von Alejandro Jodorowsky. Aus diesem leider gescheiterten Projekt resultierte nicht nur die einflussreiche Comicserie Der Incal, die Moebius nach Texten von Jodorowsky zeichnete. Wie sich herausstellte war auch der für die Spezialeffekte bei Dune angeheuerte Dan O’Bannon (Dark Star) ein guter Zeichner. Seine futuristische Detektiv-Geschichte The Long Tomorrow hatte er in Form von Storyboard-Zeichnungen entwickelt und Moebius machte daraus einen 16-seitigen ebenso spannenden wie opulent in Szene gesetzten Comic.

Moebius: The Long Tomorrow

Der Band enthält noch sechs weitere Comic-Kurzgeschichten von Moebius. Diese beeindruckenden eher durch das Artwork (bei Anflug auf Centauri arbeitete Moebius mit Philippe Druillet zusammen und kopierte perfekt dessen Zeichenstil) als durch die – auch nach der Lektüre der zugehörigen Passagen von Moebius’ Vorwort – nicht immer einleuchtenden Geschichten!

Moebius: The Long Tomorrow

In identischer Aufmachung erschienen bei Cross Cult zeitgleich außerdem noch diese Moebius-Collections: Der Mann von der Ciguri, Die blinde Zitadelle, Zwischenlandung auf Pharagonescia und Die Ferien des Majors.

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Achim Schnurrer: Das war Schwermetall

Zweieinhalb Jahre nachdem die Edition Alfonz ihre Reihe “Texte zur graphischen Literatur“ mit dem von Detlef Lorenz verfassten Logbuch des Robinson Crusoe startete, folgt doch noch ein zweiter Band. Ursprünglich war ein von Peter Osteried verfasstes Buch über Das Phänomen Watchmen vorgesehen. Stattdessen präsentiert Achim Schnurrer Das war Schwermetall.

Achim Schnurrer: Das war Schwermetall

Schnurrer, der 1985 die Herausgabe des fünf Jahre zuvor vom schillernden Raymond Martin gestarteten Comic-Magazin Schwermetall übernommen hatte, bietet einen recht persönlichen Einblick in die wechselhafte Geschichte der Publikation. Genau wie beim 1977 in den USA gestarteten Heavy Metal waren auch im deutschen Schwermetall die Comics aus dem 1974 u. a. von den französischen Zeichnern Jean Giraud alias Moebius und Philippe Druillet ins Leben gerufenen Magazin Métal Hurlant die Grundlage der Veröffentlichung.

Achim Schnurrer: Das war Schwermetall

Comic-Meilensteine aus dem Bereich Science-Fiction und Fantasy wie Der Incal, Richard Corbens Den oder die phantastischen Bilderwelten von Bilal und Caza konnten hier erstmals in Deutschland bestaunt werden. Nach und nach hielten aber auch deutschsprachige Zeichner wie Chris Scheuer, Matthias Schultheiss, Rainer Laws oder Riccardo Rinaldi Einzug in das Comic-Magazin.

Achim Schnurrer: Das war Schwermetall

Das reich illustrierte Buch enthält die Titelbilder der Schwermetall Ausgaben 1 bis 99, sowie eine Übersicht aller darin jeweils zum Abdruck gekommenen Comic-Geschichten, Autoren und Zeichner. Die Texte von Schnurrer gehen manchmal auf die einzelnen Hefte ein, beschreiben aber auch immer wieder recht ausführlich seine eigenen Erlebnisse und Beobachtungen. Geboten wird ein ebenso spannender wie erfrischend subjektiver Rückblick auf eine Zeit, als sich in Westdeutschland langsam aber sicher eine Comic-Szene formierte.

Achim Schnurrer: Das war Schwermetall

Abgerundet wird das Buch durch ein Vorwort von Raymond Martin, kompakte Jahresrückblicke, sowie ausgewählte Biografien von Comic-Künstlern, die Schwermetall entscheidend prägten. Für 2019 ist ein zweiter Band vorgesehen. Hier beschäftigt sich Schnurrer mit der Zeit von 1990 bis zum Jahre 1999, als Schwermetall mit der Doppelnummer 219/220 leider eingestellt wurde.

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Blueberry Chroniken 19: Mann gegen Mann

Sechs Jahre nachdem der 18. Band der Blueberry Chroniken erschienen ist, wird die gebundene Gesamtausgabe des Western-Klassikers fortgeführt. Für den redaktionellen Teil ist jetzt nicht mehr Martin Jurgeit, sondern Wolfgang J. Fuchs zuständig. Auch dieser geht in seinem Vorwort weniger auf den Comic und stärker auf die Geschichte des Wilden Westen ein.

Blueberry Chroniken 19: Mann gegen Mann

Geboten werden zwei Alben, in denen Autor François Corteggiani und Zeichner Michel Blanc-Dumont Episoden aus der Jugend von Mike Steve Blueberry vor dem Hintergrund des amerikanischen Bürgerkriegs erzählen. Der auch als Zeichner tätige Corteggiani schreibt Die Jugend von Blueberry bereits seit 1990. Jean Giraud alias Moebius, der klassische Blueberry-Zeichner, erzählte einmal in einem Interview, dass die Vorzeichnungen von Corteggiani in einem “ziemlich drolligen Stil“ zu Papier gebracht wurden, die recht gut zu seinen Funny-Serie Bastos und Zakusky oder Smith & Weston passt, aber weniger zu einem realistischen Western. Vielleicht wirken deshalb Blanc-Dumonts Darstellungen von Kriegshandlungen so clean und harmlos.

Blueberry Chroniken 19: Mann gegen Mann
Die in diesem Band enthaltenen Comics Gettysburg und Der Konvoi der Verdammten sind in Frankreich 2012 und 2015 erschienen. Sie bieten solide Wild-West-Unterhaltung, nicht mehr aber auch nicht weniger.

Blueberry Chroniken 19: Mann gegen Mann

Die Zeichnungen von Blanc-Dumont sind zwar recht detailfreudig aber auch etwas steril. Dass er sehr viel mehr kann, belegt die sehr viel lockerer gezeichnete Kurzgeschichte Yankee Blueberry, die ebenfalls in diesem Band enthalten ist.

Blueberry Chroniken 19: Mann gegen Mann
Christophe Blain

Demnächst kommt übrigens wieder etwas Bewegung in die Traditionsserie. Die beiden Comic-Chaoten Joann Sfar und Christophe Blain, die auch für eine Fortsetzung von Hugo Pratts Corto Maltese im Gespräch waren, arbeiten gerade an einem neuem Blueberry-Album.

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Jim Cutlass

Ende der 70er Jahren waren Autor Jean-Michel Charlier (Mick Tangy) und Zeichner Jean Giraud nach 13 Alben ihrer Serie Leutnant Blueberry etwas überdrüssig. Sie suchten nach einer Alternative und starteten eine zweite Westernserie. Im Zentrum stand mit Jim Cutlass wieder ein Mann aus den Südstaaten, der im Sezessionskrieg für den Norden gekämpft hatte.

Jim Cutlass

Die Geschichte spielt in nach dem Ende des Bürgerkriegs und beschreibt die unsicheren Verhältnisse im Süden der USA. Obwohl Cutlass gemeinsam mit seiner ebenso attraktiven wie wehrhaften Cousine Carolyn der rechtmäßige Eigentümer der Plantage Cyprus Lodge ist, wird es ihm nicht leicht gemacht sein Erbe anzutreten…

Jim Cutlass

Das erste Album Mississippi River ist ein gradlinig erzählter Western vor attraktiver Südstaaten-Kulisse. Einmal mehr zeigt sich hier die Meisterschaft des großen Comicautors Charlier den Leser in seinen Bann zu ziehen. Genau wie bei Blueberry wird er auch hier optimal ergänzt von dem mit sicheren Strich zu Papier gebrachten Bildern von Jean Giraud, der kurz zuvor damit begonnen hatte als Moebius mit Werken wie Arzach ein ganz eigenes Comic-Universum zu schaffen.

Jim Cutlass

Es sollte 10 Jahre dauern, bis Charlier und Giraud mit Der Mann aus New Orleans zu Jim Cutlass zurückkehrten. Die Zeichenarbeit hatte jetzt jedoch Christian Rossi übernommen, was dank dessen Talent jedoch kaum auffiel. Im weiteren Verlauf der Serie war jedoch immer stärker der Verlust von Charlier zu spüren, der am 10. Juli 1989 verstarb und das Szenario zu Der Mann aus New Orleans nicht mehr beenden konnte.

Jim Cutlass

Jean Giraud übernahm das Schreiben der Serie. Was ihm durch Interventionen der Familie von Charlier bei Blueberry nicht erlaubt wurde, konnte er bei Jim Cutlass voll ausleben. Die Serie wird von Band zu Band immer mystischer. Im Zentrum steht zwar auch – wie noch von Charlier vorgegeben – der Kampf gegen den Klu-Klux-Klan, doch dominanter in der Geschichte sind der Kult des weißen Albinos und des ebenfalls weißen Riesenalligators. Die Bilder Rossis sind weiterhin eine Pracht und lassen an Moebius denken, die abgefahrene Geschichte leider auch.

Jim Cutlass

Trotzdem ist es erfreulich, dass der Splitter Verlag eine wunderschön aufgemachte gebundene Gesamtausgabe von Jim Cutlass veröffentlicht hat. Enthalten sind im leichten Überformat von 23 x 32 cm auf 448 Seiten alle sieben Alben der Serie sowie einige Skizzen und Hintergrundinfos. Besser kann ein Comic nicht präsentiert werden!

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Leutnant Blueberry

Durch eine Verkettung widriger Umstände und Intrigen ist Mike S. Donavan, der arrogante Sohn eines reichen Plantagenbesitzers aus Georgia, gezwungen in den Norden zu flüchten. Er nennt sich fortan Blueberry und kämpft in der Armee der Nordstaaten gegen seine ehemaligen Landsleute aus dem Süden. Diese Geschichte erzählten Jean-Michel Charlier (Mick Tangy) und Jean Giraud erstmals 1968, doch ihre Erfolgsserie Leutnant Blueberry starteten sie bereits fünf Jahre zuvor.

Leutnant Blueberry

Trotzdem ist es sinnvoll, dass Ehapas Reihe Die Blueberry Chroniken mit Blueberrys Geheimnis von 1968 und sieben weiteren Kurzgeschichten gestartet wurde, die zunächst im kleinformatigen Super Pocket Pilote erschienen sind. Später wurden diese in einem sehr lockeren Stil gezeichneten Geschichten in den Zack Parade -Taschenbüchern und dann unter dem Titel Die Jugend von Blueberry veröffentlicht. (Zu diesen Kurzgeschichten gehört auch noch Donner über der Sierra, die jedoch zeitlich deutlich später spielt und daher in Band 6 der Blueberry Chroniken nachgereicht wird).

Leutnant Blueberry

Im zweiten Band der Blueberry Chroniken startet unter dem Motto Die Sierra bebt das eigentliche Epos. Die Geschichte beginnt 1866 in Arizona: Der junge und äußerst pflichtbewusste Leutnant Craig ist unterwegs nach Fort Navajo, einem mitten im Indianergebiet gelegenen Außenposten der Armee.

Leutnant Blueberry

Bei einer Rast in einem Saloon hilft er einem Glücksspieler aus einer selbstverschuldeten Notlage. Zu seiner Überraschung stellt Craig fest, dass es sich bei dem verantwortungslosen Burschen um Leutnant Mike S. Blueberry handelt und dieser ebenfalls seinen Dienst in Fort Navajo antreten will.

Leutnant Blueberry

Mit dieser Geschichte, die 1963 im Comicmagazin Pilote gestartet wurde und zwei Jahre später als Album Fort Navajo erschienen ist, begann die wohl beste Westernserie der Comicgeschichte.  Jean-Michel Charlier etablierte schon nach wenigen Seiten einen äußerst sympathischen Antihelden. Er verarbeitete bei Blueberrys Abenteuern immer wieder tatsächliche Ereignisse, wie etwa die Geschichte des Apachen-Häuptlings Cochise, der genau wie im Comic von einem Offizier namens Bascom bei angeblichen Friedensverhandlungen hereingelegt wurde und daraufhin einen erbitterten Kampf gegen die Weißen begann.

Leutnant Blueberry

Die Blueberry Chroniken enthält mit den drei zusammenhängenden Alben Fort Navajo, Aufruhr im Westen und Der einsame Adler jetzt den eigentlichen Auftakt der Serie. Ebenso spannend wie die Geschichte ist die künstlerische Entwicklung von Jean Giraud, der anfangs noch im etwas steifen Stile seines Lehrmeistes Jijé (Jerry Spring) zeichnete, dann aber immer lockerer wurde. Gelegentlich schimmert dabei schon etwas von jenen klaren Konstrukten durch, die zum Markenzeichen von Girauds Alterego Moebius (John Difool: Der Incal) werden sollten.

Leutnant Blueberry

Für die Blueberry Chroniken wurden die Geschichten sorgfältig neu übersetzt und frisch gelettert. Zusätzlich gibt es Bonusmaterial, das allerdings eher auf historische Fakten als auf die Entstehung der Comics eingeht. Mittlerweile liegt mit Mann gegen Mann bereits der 19. Band dieser Reihe vor!

Blueberry Chroniken 19: Mann gegen Mann
Christophe Blain

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Moebius: Arzach

Mit seinen Arzach-Geschichten schuf Jean Giraud (Leutnant Blueberry) alias Moebius einen Klassiker des (wahrhaft) phantastischen Comics. Die wortlosen Geschichten, bei denen sich nicht nur der Titel ständig änderte (Harzack, Arzak, etc.), starteten 1975 im Magazin Métal Hurant und erzählen von den merkwürdigen Abenteuern eines spitzhütigen Drachenreiters.

Moebius: Arzach

Bemerkenswert ist die Virtuosität mit der Moebius seine in einer fremden Welt spielenden Storys ganz ohne Texte scheinbar mühelos an den Leser bringt.

Nachdem die Carlsen-Ausgabe von 1995 schon lange vergriffen ist, bringt Cross Cult (parallel zu einer schwarzweißen Ausgabe des anderen Moebius-Klassikers Die hermetische Garage) Arzach in einer Hardcoverausgabe neu heraus.

Moebius: Arzach

Neben interessanten Vorworten ist thematisch passend noch die Geschichte La Déviation (Der Umweg bzw. Die Umleitung) enthalten, die 1973 in Pilote erschien. Diese signierte der Künstler zwar mit “Gir“ aber die ebenso wilde wie wortlastige Odyssee durch ein Fantasy-Frankreich kann durchaus als Vorstufe zu den Arzach-Storys gedeutet werden.

Moebius: Arzach

Neben den klassischen Arzach-Abenteuern (darunter auch eine etwas fäkale schwarzweiße Story, die in der US-Ausgabe fehlt) und Illustrationen enthält der Band auch noch zwei neuere Geschichten mit dem Himmelsreiter, die graphisch zwar ebenfalls virtuos sind, aber schon dadurch abfallen, dass Moebius hier Texte einsetzt. Auf alle Fälle ist es schön, dass dieser Comicmeilenstein wieder lieferbar ist und das auch noch in einer so schön aufgemachten Ausgabe!

Cross Cult setze seine Moebius Collection mit fünf weiteren Bänden fort: Der Mann von der Ciguri (mit Major Gruber), Die blinde Zitadelle (acht Kurzgeschichten), Zwischenlandung auf Pharagonescia (ebenfalls acht Kurzgeschichten), The Long Tomorow (enthält jene Short Story, die Ridley Scott zum Look von Blade Runner inspirierte) und Die Ferien des Majors.

Moebius: Arzach

Enthalten ist teilweise bisher nur in Métal Hurant oder in Schwermetall aber noch nie im Albumformat veröffentlichtes Material. Jeder Band hat einen Umfang von 56 Seiten und kostet 16 Euro. Die meisten Alben enthalten zudem ausführliche Einleitungen von Moebius, die noch nie auf Deutsch erschienen sind.


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Little Nemo – Abenteuer im Schlummerland

Die Liste der Beteiligten ist mehr als erstaunlich. Am Konzept arbeiteten sowohl die Science-Fiction-Legende Ray Bradbury, wie auch der Comic Guru Jean Giraud alias Moebius, sowie die Disneys Animations-Meister Frank Thomas und Ollie Johnston mit. Auch der Name von Robert Towne, der Roman Polanskis “Chinatown“ schrieb, findet sich im Vorspann. Das endgültige Drehbuch verfasste dann Chris Columbus, der später die ersten beiden “Harry Potter“-Filme inszenieren sollte. Die Musik stammt aus der Feder der “Mary Poppins“-Komponisten Richard M. und Robert B. Sherman, um nur einige Namen zu nennen.

Little Nemo - Abenteuer im Schlummerland

Doch trotzdem gelang es nicht aus Winsor McCays Comic-Klassiker “Little Nemo“ einen wirklich guten oder zumindest einen kommerziell erfolgreichen Zeichentrickfilm zu machen. Das Hauptproblem war McCays einseitige Shortstories zu einer durchgehenden Geschichte zusammenzufügen. Die beste Lösung ist es sicherlich nicht der kindlichen Hauptfigur mit dem nicht im Comic vorkommenden Flughörnchen Icarus eine lustig gemeinte (und in der deutschen Fassung auch noch sprechende) Nervensäge an die Seite zu stellen.

Little Nemo - Abenteuer im Schlummerland

Die japanisch-amerikanische Produktion erlebte ihre Premiere 1989 in Tokio und kam erst drei Jahre später in einer um 11 Minuten gekürzten “jugendfreieren“ 84-minütigen Fassung in die US-Kinos. Insgesamt konnte nur ein Drittel des Budgets von 30 Millionen Dollar wieder eingespielt werden. Der Film ist leider längst nicht so gut, wie er als Summe seiner gar nicht so wenigen ansprechenden Sequenzen eigentlich hätte sein müssen. Doch wer die oft ziemlich kitschige erste Hälfte durchgehalten hat, wird mit einem knalligen Finale belohnt.

Little Nemo - Abenteuer im Schlummerland

Es ist sehr erfreulich, dass Koch Media den komplett von Hand gezeichneten Film als interessant zusammengestellte DVD- und Blu-ray-Edition heraus gebracht hat. Enthalten ist auch die längere, etwas gruseligere und erwachsenere japanische Version, die wahlweise in der Originalfassung oder auch mit der (wo vorhanden) deutschen Synchronisation (und wo nicht vorhanden, in japanischer Sprache mit deutschen Untertiteln) betrachtet werden kann. Zur deutschen Kinofassung hingegen fehlen alternative Sprachfassungen.

Little Nemo - Abenteuer im Schlummerland

Das Bonusmaterial ist beachtlich. Enthalten sind jene zwei Kurzfilme die 1984 und 1987 in Japan entstanden sind und helfen sollten einen geeigneten Look zu finden. Sowohl der 4-minütige Testkurzfilm von Yoshifumi Kondō („Stimme des Herzens – Whisper of the heart„) als auch der 10-minütige Trickfilm von Osamu Dezaki sehen interessanter aus, als das wie ein auf Sparflamme in Szene gesetzter Disney-Film wirkende Werk, das dann in die Kinos kam.

Little Nemo - Abenteuer im Schlummerland

Außerdem sind neben dem japanischen und dem US-Trailer noch zwei Making Ofs (21:47 min + 14:44 min) enthalten, die sich allerdings hauptsächlich mit den Sprechern der US-Fassung (darunter befindet sich immerhin Mickey Rooney) beschäftigen. Interessanter sind die von Winsor McCay selbst produzierten „Little-Nemo“-Kurzfilme von 1911 (11:36 min) und 1921 (6:40 min), sowie eine Galerie mit 413 Werbematerial und Originalzeichnungen.

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John Difool: Der Incal

Mitte der Siebziger Jahren plante der chilenische Regisseur Alejandro Jodorowsky eine Verfilmung von Frank Herberts Roman Dune – Der Wüstenplanet, lange bevor schließlich David Lynch diesen Job erledigte. Jodorowsky hatte eine illustre Crew versammelt, den Herrscher des Universums sollte Salvador Dali spielen, für den Soundtrack war Pink Floyd eingeplant.

Der schwarze Incal

Für das Designer wurde neben Christopher Foss und H. R. Giger auch Jean Giraud (Blueberry) alias Moebius verpflichtet. Dieser fertigte für das Filmprojekt 3000 Zeichnungen an, die laut Jodrowsky “alle hervorragend“ waren.

John Difool: Der Incal
Auf dieses „Dune“-Storyboard griff Moebius im vierten „Incal“-Band zurück.

Das Filmprojekt kam leider nicht zustande, doch als eine Art “Abfallprodukt“ starteten Jodrowsky und Moebius 1981 die Comicserie Der Incal. Hauptfigur ist John Difool, ein Privatdetektiv der Klasse R, der immer wieder aus den höchsten Höhen stürzt und von einem Betonpapageien namens Dipo begleitet wird. Die Ursprungs-Serie besteht aus sechs Alben an denen Moebius bis 1988 arbeitete.

Der schwarze Incal
Die ursprüngliche Kolorierung von Yves Chanland

Bereits kurz nachdem Der schwarze Incal in Frankreich erschienen war, folgte eine Veröffentlichung als Fortsetzung im deutschen Comic-Magazin Schwermetall des Volksverlags. Ab 1983 übernahm Carlsen die Reihe und Mitte der Neunziger Jahre dann Ehapa. Mittlerweile gibt es zahllose Prequels, Fortsetzungen und Nebenserien. 2007 erschien bei Ehapa unter den Titeln John Difool: Der Incal eine auf 1.600 Exemplare limitierte Gesamtausgabe der sechs Alben des Ur-Incals, die von Valèrie Beltran mit allerlei plastischen Farbverläufen neu koloriert wurde.

Der schwarze Incal
Die neue Kolorierung von Valèrie Beltran

Als der Splitter Verlag den Incal 2011 neu startete,  kam wieder die klassische flächige Farbgebung zum Einsatz, wobei der erste Band von Yves Chaland koloriert wurde. Die Fortsetzungen wurden von Isabelle Beaumeney-Joannet (Band 2 bis 4) und Zoran Janjetov (Band 5 und 6) eingefärbt. Als Cover wurden bei Splitter jedoch neue Motive verwendet, die auch in der Ehapa-Gesamtausgabe zum Abdruck kamen. Als netter Bonus liegt jeweils ein Druck mit den Titelbildern der Erstausgabe bei und außerdem kommen – verteilt auf alle sechs Bände in Fortsetzungen – die Texte und Illustrationen aus Jean Annestays Sachbuch Die Geheimnisse des Incal (bei uns 1991 bei Carlsen erschienen) zum Abdruck.

Der schwarze Incal

Insgesamt ist die Hardcover-Edition von Splitter für Incal-Novizen ein schöner Einstieg in ein faszinierendes Comic-Universum (zu dem auch die Meta-Barone gehören) und für Moebius-Komplettisten sowieso unverzichtbar.

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