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Iron Sky

Der schwarze Astronaut James Washington macht bei einer US-Mondmission eine seltsame Entdeckung. Einige Nazis sind am Ende des Zweiten Weltkrieges auf die dunkle Seite des Mondes geflüchtet und haben dort eine hakenkreuzförmige Raumstation errichtet. Washington wird gefangengenommen und “albinisiert“.

Iron Sky

Mit seiner Hilfe starten die Space Nazis einen Großangriff auf die Erde. Das ist der amtierenden US-Präsidentin gerade recht ist, denn ihre Amtsvorgänger wurden im Falle eines Krieges mit schöner Regelmäßigkeit wiedergewählt…

Iron Sky

Man glaubt es kaum, aber die Entstehungsgeschichte von Iron Sky ist fast so verrückt wie das Drehbuch des Films. Es handelt es sich um eine finnische Produktion, die durch Crowdfunding teilfinanziert und 2012 mit vielen deutschen Darsteller großteils in Australien gedreht wurde. Das Resultat kann sich sehen lassen, auch wenn der Film nach einem grandiosen Auftakt eine Weile im allzu albernen Bereich vor sich hindümpelt. Das große Finale reißt dann aber wieder alles raus.

Iron Sky

Iron Sky ist eine durchaus spannende Space Opera, zugleich aber auch eine oftmals schreiend komische Parodie darauf und gelegentlich auch noch eine treffsichere Polit-Satire. Götz Otto hat viel Spaß dran, den durchgeknallten Nazi-Narzisten zu spielen, die US-Präsidentin ist eine Sarah-Palin-Parodie und die Trickeffekte können sich wirklich sehen lassen. Diese Mischung aus Independence Day und Dr. Seltsam ist das Verrückteste, was seit langer Zeit im Kino zu sehen war.

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Superman vs. Wonder Woman

Ende der 70er-Jahre brachte der Ehapa-Verlag zwei großformatige Alben an die Kioske, die sogar mich als seinerzeit nur sehr gelegentlichen Leser von Superhelden-Comics faszinierten. In beiden Bänden kämpfte Superman gegen mächtige Kontrahenten. 1976 trat er in einer “einmaligen Sonderausgabe“ gegen Spider-Man an, der bei uns aus lizenzrechtlichen Gründen Super-Spider genannt wurde. Beeindruckend in Szene gesetzt von Neal Adams  kam es 1978 zum “größten Boxkampf aller Zeiten und Welten“, denn es trat Superman gegen Muhammad Ali an.

Superman vs. Wonder Woman

Zwischendrin erschien in den USA ein weiterer ähnlich gelagerter Superman-Comic über einen Zweikampf der Giganten. Panini reicht diesen dankenswerterweise mit 40-jähriger Verspätung nach. Recht schnell wird klar, warum Ehapa seinerzeit auf die Veröffentlichung von Superman vs. Wonder Woman verzichtete, obwohl die sich oft über zwei Comicseiten ziehenden Zeichnungen des Spaniers José Luis García-López großartig sind. Die Story von Gerry Conway, der bereits Superman vs. Spider-Man schrieb, schlägt hingegen seltsame Kapriolen.

Superman vs. Wonder Woman

Dass die Geschichte im Jahre 1942 spielt, hätte für einen angenehm nostalgischen Touch sorgen können. Seinerzeit tarnte sich Wonder Woman als beim Militärgeheimdienst angestellte Brillenträgerin Diana Prince. Sie findet heraus, dass die USA an einem geheimnisvollen Manhattan-Projekt arbeitet und ist fest entschlossen, zu verhindern, dass die Menschheit in den Besitz der Atombombe kommt.

Superman vs. Wonder Woman

Superman hingegen soll das Geheimprojekt vor Sabotage schützen. Genau dies haben zwei besonders skurrile Mitarbeiter der Achsenmächte vor. Während für Japan Sumo the Samurai antritt (und in diesem Comic debütiert), schickt das Dritte Reich mit Baron Blitzkrieg DCs ziemlich verspätete Antwort auf die Marvel-Schurken Red Skull und Doctor Doom ins Rennen.

Superman vs. Wonder Woman

Doch – so schreibt es das Regelwerk des Genres vor – bevor sich Superman und Wonder Woman ihren ulkig kostümierten Widersachern widmen dürfen, müssen sie erst einmal zu einem Zweikampf antreten. Fadenscheiniger Grund hierfür ist, dass sie nicht in der Lage waren, die Sache mit der Atombombe auszudiskutieren. Als dann auch noch die Mond-Oberfläche als Austragungsort der Klopperei ausgewählt wird, ist klar, dass der Comic nichts mit unserer Welt zu tun hat.

Superman vs. Wonder Woman

Das stimmt auch, denn die Geschichte soll sich in DCs Parallelwelt Earth-Two zugetragen haben, trotzdem gibt es Gastauftritte von Albert Einstein und Präsident Franklin Delano Roosevelt. Es ist schön, dass diese DC Skurrilität in optimaler Aufmachung als Hardcover im Riesenformat erschienen ist, auch wenn die holperige Geschichte nicht über den selben naiven Charme verfügt wie Supermans Begegnungen mit Spider-Man und Muhammad Ali.

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Will Eisner: Spirit Archive 24

Der erst 22-jährige Will Eisner schrieb ab 1940 mit The Spirit nicht nur Geschichten, sondern auch Comic-Geschichte. Beim Spirit handelt es sich um den angeblich toten Privatdetektiv Denny Colt. Dieser trägt zwar auch eine Maske, hat aber ansonsten wenig von einem Superhelden. Eisners Zeichenstil war von Anfang an eher cartoonhaft als bemüht realistisch. Die Stories hingegen sind oft alles andere als lustig und erzählen auf 7 oder 8 Seiten richtige kleine Dramen.

Will Eisner: Spirit Arcive # 24

Ihren Höhepunkt erreichte die Serie nachdem Eisner Ende 1945 aus dem Zweiten Weltkrieg zurückkehrte. Die Qualität ließ jedoch wieder nach, als Eisner neue Herausforderungen suchte, wie etwa das von ihm für die Army konzipierte technische Magazin PS, The Preventive Maintenance Monthly, und beim Spirit wieder anderen Zeichnern das Feld überließ.

Will Eisner: Spirit Arcive # 24

Deren wenig inspirierten Zeichnungen führten dazu, dass immer weniger Zeitungen Interesse daran hatten, für die den Spirit enthaltene Comic-Beilage zu zahlen. 1952 traf Eisner eine überraschende Entscheidung. Er ließ den Spirit zum Mond fliegen und verpflichtete dafür den meisterlichen Zeichner Wally Wood, der zuvor schon für ihn gearbeitet hatte.

Will Eisner: Spirit Arcive # 24

Wood sorgte seinerzeit in den EC– Serien Weird Fantasy und Weird Science mit seinen ebenso phantastisch erzählten wie gezeichneten utopischen Geschichten für Aufsehen. Trotz des großen Zeitdrucks gelangen Wood großartig aussehende Comic-Seiten. Die von Jules Feiffer nicht allzu inspiriert in Episoden erzählte Geschichte über Denny Colt, der eine großteils aus Häftlingen bestehende Raum-Expedition begleitet, konnte jedoch nicht mithalten bei den pointierten Stories aus dem Hause EC und erst recht nicht bei Eisners genialen Erzählungen .

Will Eisner: Spirit Arcive # 24

Daher folgte auf die von Wally Wood gezeichneten Comics nur noch eine Geschichte und dann war (erst einmal) Schluss mit dem Spirit. Es ist großartig, dass Salleck Publications alle klassischen Spirit-Geschichten – der letzte Band enthält die Wood-Comics – in einer vorbildlich editierten 24-bändigen Hardcover-Edition auf Deutsch veröffentlicht hat.

Will Eisner: Spirit Archive 26

Mittlerweile gibt es übrigens auch sehr schöne neue Spirit-Comics von Darwyn Cooke.

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