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Wanted

Wesley Gibson wird er auf der Arbeit wie der letzte Dreck behandelt und sein Freund betrügt ihn nicht allzu heimlich mit seiner Freundin. Doch plötzlich ändert sich Wesleys Leben ganz radikal. Er erfährt, dass sein gerade verstorbener Vater der beste Killer aller Zeiten war. Dadurch verfügt Wesley über entsprechende Killerinstinkte und eine Geheim-Organisation namens “Die Bruderschaft“ übernimmt seine Ausbildung. Doch schon recht bald muss Wesley erfahren, dass es ihn nicht wirklich ausfüllt “rund um die Uhr böse zu sein“.

Wanted

Für diese Verfilmung wurde die Comic-Miniserie “Wanted“ von Mark Millar („Kick-Ass„, „Kingsman„) und J.G. Jones um alle Superhelden-Komponenten bereinigt. Das Resultat kann sich durchaus sehen lassen, was auch an der exquisiten Besetzung liegt. James McAvoy (“X-Men: Erste Entscheidung“) überzeugt sowohl als Schwächling wie auch als eiskalter Meisterkiller, Angelina Jolie wirkt sexy und gefährlich, Morgan Freeman ist ein angemessen zwielichtiger Mentor während Terence Stamp und Thomas Kretschmann ihre wichtigen Nebenrollen bestens ausfüllen.

Wanted

Etwas halbherzig wirken die Versuche des Drehbuchautoren-Trios den Anfang des Filmes ähnlich pointiert-gesellschaftskritisch zu gestalten, wie einst David Fincher seinen düsteren “Fight Club“. Da wirkt die von einem mystischen Webstuhl gesteuerte Bruderschaft schon sehr viel glaubhafter. Eine gute Wahl ist auch der russische Regisseur Timur Bekmambetov („Wächter der Nacht“, “Abraham Lincoln Vampirjäger“, “Ben Hur“), der hier beweist hier, dem es gelingt ein relativ gradliniges Drehbuch durch wuchtig-rohe Actionszenen zu veredeln.

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Ben Hur

“Ben Hur“ von William Wyler mit Charlton Heston in der Titelrolle wird wohl für immer ein Klassiker des Monumentalkinos bleiben. Doch natürlich ist es legitim, wenn sich knapp 60 Jahre später der auch in Hollywood tätige russische Regisseur Timur Bekmambetov („Wächter der Nacht“, “Wanted“, “Abraham Lincoln Vampirjäger“) an einer Neuauflage versucht. Er hat zwar eine ganze Menge richtig gemacht, doch seine 100 Millionen Dollar Produktionskosten wird der Film an den Kinokassen nicht wieder einspielen.

Ben Hur

Wyler brauchte 1959 knapp vier Stunden um von der problematischen Freundschaft zwischen dem Juden Ben Hur und dem Römer Messala zu erzählen. Wer den manchmal etwas zähflüssig, auch teilweise ganz schön schwülstig aus dem Leben Jesus, erzählenden Film absaß, wurde mit zwei unvergesslichen Kinosequenzen belohnt. In einer gewaltigen Seeschlacht gelang dem zum römischen Galeerensklaven verurteilten Ben Hur die Flucht und in einem rasanten Wagenrennen trat er gegen seinen ehemaligen Freund Messala an.

Ben Hur

Die neue Version von “Ben Hur“ wurde von allerlei Ballast befreit und dauert wenig mehr als 2 Stunden. Doch bei allen Schauwerten ist der Film dennoch mitreißend und menschlich anrührend erzählt. Die Schilderung der Zustände im von Römern besetzten und willkürlich regierten Jerusalem erscheinen leider zeitlos aktuell. In Sachen Seeschlacht kann Bekmambetov locker bei Wyler mithalten und setzt durch den Einsatz von subjektiven 3D-Kameraeinstellungen aus der Sicht von Ben Hur sogar noch einen drauf. Das Wagenrennen ist ebenso rasant wie in der Version von 1959.

Ben Hur
Regisseur Timur Bekmambetov mit seinen beiden Hauptdarstellern Jack Huston und Toby Kebbell.

In Sachen Passionsspiele hält sich der Film angenehm zurück und die Darstellung von Jesus ist frei von religiösen Pathos. Am meisten überrascht die Neuauflage vielleicht dadurch, dass die Motivationen des (in den anderen Verfilmungen fast ausschließlich als Schurken agierenden) Karriere-Legionärs Messala durchaus nachvollziehbar dargestellt werden und dass, (Achtung, Spoiler!) das Ende des Films fast schon erschreckend versöhnlich ausgefallen ist.

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Ted 2

Ein idiotischeres Konzept als die Geschichte eines jungen Mannes, der immer noch mit seinem Teddybären zusammenlebt, ist für einen sich an ein erwachsenes Publikum richtenden Kinofilm kaum denkbar. Doch Seth MacFarlanes Ted spielte 2012 fast 550 Millionen Dollar ein, und daher folgt drei Jahre später die Fortsetzung.

Ted 2

John Bennet (Mark Wahlberg) ist mittlerweile von Lori (die in “Ted“ von Mila Kunis gespielt wurde) geschieden, während sein plüschiger Donnerbuddy am Anfang des Filmes die Verkäuferin Tami-Lynn heiratet. Die Trauung vollzieht natürlich Sam J. Jones alias Flash Gordon und gleich danach gibt es im Vorspann eine atemberaubende Tanznummer, die Ted gemeinsam mit etlichen befrackten Zylinder-Trägern bravourös absolviert.

Ted 2

Was dann folgt ist eine konsequente Fortführung der Geschichte des ersten Films, die ebenfalls teilweise ganz schön vulgär erzählt wird (etwa wenn John und Ted sich mit dem Thema Samenspende beschäftigen), aber trotzdem immer einen liebenswerten Grundton beibehält. Fast schon anspruchsvoll wird es, wenn Ted vor Gericht um seine Bürgerrechte kämpfen muss, da er juristisch eigentlich nur eine Sache ist und somit seine Ehe mit Tami-Lynn ungültig ist. Hilfe bekommt er von der Jung-Anwältin Samantha, die genau wie John und Ted auch ein Cannabis-Freund ist. Amanda Seyfried, die schon in Seth MacFarlanes A Million Ways to die in the West sehr komisch war, ist eine gute Ergänzung zu Ted und John. Das gilt auch für die zahlreichen prominenten Nebendarsteller wie Morgan Freeman oder Liam Neeson.

Ted 2

Spätestens, wenn Ted 2 dann auch noch in ein großartiges Finale auf dem New York Comic Con mündet, in dem sich gleichberechtig über Star Wars, Star Trek, Transformers oder Der Herr der Ringe lustig gemacht wird, ist klar dass in Sachen unberechenbarer Komödie Seth MacFarlane (siehe auch seine Serie The Orville) noch eine Weile der Großmeister sein wird.

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