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Reddition # 71: Zeitungscomics in Deutschland

Die 71. Ausgabe von Reddition, der “Fachzeitschrift für Graphische Literatur“, beschäftigt sich mit Zeitungscomics in Deutschland. Hierzu bekam das Team des Herausgebers Volker Hamann Einblick in das Archiv der in Frankfurt ansässigen Firma Bulls Deutschland. Daher liegt der Schwerpunkt der Ausgabe auf Comics, die im Westdeutschland der Nachkriegszeit durch Bulls Pressedienst ihren Weg in diverse Zeitungen fanden.

Reddition # 71: Zeitungscomics in Deutschland

Dennoch wird die Reddition durch den interessanten Artikel “Das Jahrhundert der Comicstrips“ von Michael Hein eingeleitet, der sich mit den Ursprüngen der Newspaper Comics beschäftigt. Hein erzählt von jenen sagenhaften Zeiten zu Beginn des letzten Jahrhunderts, als sich Zeitungs-Zaren wie Joseph Pulitzer oder William Randolph Hearst gegenseitig erfolgreiche Zeichner wie Richard Felton Outcault (The Yellow Kid) oder Winsor McCay (Little Nemo) abgeworben haben. Dadurch brachten es einige Comic-Macher zu beträchtlichem Wohlstand, wovon die für Heftserien arbeitenden Zeichner nur träumen konnten.

Reddition # 71: Zeitungscomics in Deutschland

Die Reddition enthält auch noch ein interessantes Interview mit Markus Schindler, der für Bulls Deutschland als Production Manager arbeitet und über die Geschichte und die Zukunftsaussichten der Zeitungscomics in Deutschland informiert. Außerdem gibt es noch zumeist sehr lesenswerte von verschiedenen Autoren verfasste Artikel zu den Comic-Serien Blondie, Terry and the Pirates, Prinz Eisenherz, The Phantom, Rip Kirby, Flash Gordon, James Bond, Modesty Blaise, Hägar, Doonesbury, Star Wars & Star Trek, Calvin und Hobbes und Zits.

Mein Name ist Modesty

Jens R. Nielsen beschäftigt sich mit “Disney bei Bulls“ und Peter Osteried informiert über Superhelden, die in Zeitungsstrips auftraten und dort – abgesehen von Spider-Man nicht dauerhaft Fuß fassen konnten. Im Vorwort weist Hamann darauf hin, dass so mancher Klassiker wie Garfield oder Gary Larsons The Far Side nicht berücksichtig wurde, doch dies ist “vielleicht Anlass für eine Fortsetzung unseres Dossiers“.

Reddition # 71: Zeitungscomics in Deutschland

Auch zu dieser Ausgabe gibt es wieder eine limitierte Extra-Beilage für Abonnenten: Ein ganzseitiger Zeitungsartikel aus der Münchener Abendzeitung vom 13. Mai 1950 über die Entstehung von Comics (und einigen Strips auf der Rückseite) als großformatiges DIN-A-2-Poster, limitiert auf 500 Exemplare!

Zu bestellen unter: www.reddition.de

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Uli Oesterle: Vatermilch

Uli Oesterle (Hector Umbra, Kopfsachen) ist einer der wenigen deutschsprachigen Comic-Künstler, deren Stil unverwechselbar ist. 2016 erhielt er den Förderpreis der Berthold Leibinger Stiftung und es sollte vier Jahre dauern bis der erste Band seiner vorab prämierten vierteiligen Reihe Vatermilch erschienen ist. Doch das Warten hat sich gelohnt.

Uli Oesterle: Vatermilch

Auslöser für das ambitionierte Projekt war 2010 ein “amtlich anmutender Brief“ aus Karlsruhe, der den Münchener Künstler darüber informierte, dass sein Vater Peter Oesterle verstorben ist. Seit 1975 war der Kontakt zum Vater abgebrochen und dieser war zeitweise obdachlos. Bereits zuvor hatte dieser nie “mehr als eine Zigarettenlänge Zeit“ für seinen Sohn gehabt.

Uli Oesterle: Vatermilch

In Vatermilch versucht Oesterle eine Biografie seines Vaters zu erzählen: “Die großen Lücken in seinem Lebenslauf verfugte ich mit Erdichtetem. Jedes einzelne Wort davon ist wahr.“  Peter Oesterle heißt daher im Comic Rufus Himmelstoss und hat einen Sohn namens Viktor, der Comiczeichner ist, Genau wie Oesterle fragt sich dieser, wieviel von seinem Vater in ihm steckt.

Uli Oesterle: Vatermilch

Die daraus resultierende Erzählung ist sehr vielschichtig. Die vielleicht größte Überraschung ist, dass Oesterles sich auf den ersten Blick scheinbar eher für lustige Geschichte eignender, stark karikierender, Stil der Geschichte nicht im Wege steht, sondern diese trotz ihres ernsten – teilweise sehr ernsten – Grundtons zu einer verdammt unterhaltsamen Angelegenheit macht.

Uli Oesterle: Vatermilch

In stilvoll in Grau kolorierten Bildern erzählt Oesterle vom Handlungsreisenden Himmelstoss, der stärker daran interessiert ist, potentielle Kundinnen zu verführen, als ihnen Markisen fürs Eigenheim anzudrehen. Abends lässt es Himmelstoss im Münchener Nachtleben ordentlich krachen. Er verschuldet sich dabei hoch und hat daher weder Zeit noch Geld für Frau und Kind.

Uli Oesterle: Vatermilch

Oesterle fängt sehr stimmungsvoll die Münchener Disko-Szene der 70er-Jahre ein und nutzt diese als schillernden Hintergrund, um seine Hauptfigur als schmarotzenden Blender darzustellen. Dieser kann vielleicht gerade noch sich selbst, aber immer weniger seine Freunde und am allerwenigsten seine Ehefrau täuschen.

Uli Oesterle: Vatermilch

Ein interessanter Kontrast sind die in der Gegenwart angesiedelten violett kolorierten Erlebnisse des Comic-Zeichners Victor, der sich angesichts des schlechten Vorbilds fragt, ob er ein guter Vater ist. Zusätzliche Dramatik entsteht durch einen vom betrunkenen Himmelstoss verursachter Unfall mit tödlicher Folge und Fahrerflucht. Die ermittelnden Polizisten macht zu Oesterle zu interessant charakterisierten Nebenfiguren.

Uli Oesterle: Vatermilch

Das ist eine Menge Holz, selbst für mehr als 100 Comicseiten. Doch Oesterle gelang mit Die Irrfahrten des Rufus Himmelstoss, dem ersten Band von Vatermilch, eine in sich abgeschlossene Comic-Erzählung. Diese ist einzigartig und macht gerade dadurch aber auf die Fortsetzungen gespannt.

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Bilder vom Comic Café vom 09.02.2020

Hier einige Impressionen von meinem Comic Café, das am Sonntag den 9. Februar 2020 im Münchner Werkstattkino stattfand.

Festival international de la Bande dessinée

Zum 47. Mal fand im französischen Angoulême das größte Comicfestival Europas statt.

COMIC CAFÉ

Präsident war diesmal zwar die Japanerin Rumiko Takahashi (Ranma ½), diese  steuerte allerdings abgesehen von einem Plakat nichts zur Veranstaltung bei.

COMIC CAFÉ

Doch mit zahlreichen Ausstellungen. u. a, zu Lewis Trondheim (Donjon), Robert Kirkman (The Walking Dead), Calvo (Die Bestie ist tot), Wally Wood (EC-Comics, MAD), Pierre Christin (Valerian & Veronique) und Yukito Kishiro (Battle Angel Alita) sowie der riesigen Verlags-Messe wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten.

COMIC CAFÉ

Wir haben ganz frische Impressionen von der Veranstaltung geboten, die am Wochenende vor dem Comic Café stattfand.

COMICS LESEN!

Fester Bestandteil des Programms ist die Expertenrunde “Comics lesen!“ die sich als Prüfstand für Neuerscheinungen versteht.

Bilder vom Comic Café vom 09.02.2020

Regelmäßig und kontrovers diskutiert Gastgeber Heiner Lünstedt in lockerer Runde über aktuelle Comics. Diesmal waren Karlo Knorr, Michael Khambekar und Rainer Schneider zu Gast.

Dieser Comic stand zur Debatte:

Es ist sehr erfreulich, dass die beeindruckend von Henk Kuijpers in Szene gesetzte niederländische Serie FRANKA bei Finix Comics fortgeführt wird.

Henk Kuijpers: Franka – Das Geheimnis von 1948

Hier die Wertung:

Bilder vom Comic Café vom 09.02.2020

Trickfilmklassiker

Matthias Schäfer präsentierte wieder ausgewählte und besonders lustige Trickfilm-Klassiker.

Bilder vom Comic Café vom 09.02.2020

Danach fand wie immer ein gemütliches Beisammensein im Fraunhofer statt.

COMIC CAFÉ

Der nächsten Termin ist der 15. März 2020.

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Sabrina Schmatz: München 1945 – Band 5: Kriegskinder

Pünktlich zum Comicfestival München 2019 erschien der fünfte Band der Serie München 1945 von der jungen Autorin und Künstlerin Sabrina Schmatz. Die Beziehung zwischen der 21-jährigen Krankenschwester Konstanze Hofer und dem 25-jährigen amerikanische Sanitäter Daniel Stevens wird immer fester – unbeschwerte Tage inklusive. Aber sie wird auf eine harte Bewährungsprobe gestellt.

Sabrina Schmatz: München 1945 – Band 2: Kriegskinder

Wie das Cover vermuten lässt, spielt Roman in der Geschichte eine wichtige Rolle. Roman wurde im Alter von 16 Jahren von der Wehrmacht eingezogen. Für ihn war es dennoch eine Ehre dem Vaterland zu dienen. Für ihn war unumstößlich klar, dass Deutschland den Krieg nur gewinnen konnte. Im Krieg mit der gnadenlosen Realität konfrontiert überdenkt er zwar einige seiner Überzeugungen aber dennoch kämpfte er weiter bis er letztendlich von den Amerikanern in Kriegsgefangenschaft genommen wurde. Nun ist seine Heimat von einer fremden Nation besetzt.

Sabrina Schmatz: München 1945 – Band 2: Kriegskinder

Die Erlebnisse des Krieges für ihn und seine Altersgenossen (Kriegskinder) haben ihn geprägt und lassen ihn nicht mehr los. Sie bestimmen sein Handeln auch im Jetzt. Aus Angst vor Übergriffen durch die Besatzer besorgt er sich einen Revolver.

Sabrina Schmatz: München 1945 – Band 2: Kriegskinder

Die Situation eskaliert völlig, als ein amerikanischer Soldat, den er von früher kennt, Roman provoziert. Nun beginnt für Konstanze die ganze Schwere der Nachkriegszeit – die sie bis dahin versuchte zu verdrängen.

Sabrina Schmatz: München 1945 – Band 2: Kriegskinder

Die Geschichte wird weiterentwickelt und die agierenden Personen müssen Veränderungen durchleben. Schmatz hat 2017 den ICOM Independent Comic Preis in der Kategorie “Herausragendes Artwork“ für ihre Serie erhalten, völlig zu Recht.

Norbert Elbers

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Frank Schmolke: Nachts im Paradies

In seinem ersten Comic-Album Trabanten erzählte Frank Schmolke von Menschen, die sich im Abseits der Gesellschaft befinden. Auch in seinem neusten Werk zeigt Schmolke seine Heimatstadt München nicht gerade von ihrer besten Seite. Basierend auf eigenen Erlebnissen schildert er, was der Taxifahrer Vincent während des ja eigentlich für hohe Umsätze sorgenden Oktoberfests erlebt.

Frank Schmolke: Nachts im Paradies

Frank Schmolke hat selbst eine Weile als Taxifahrer gearbeitet und tat es immer wieder, wenn “Auftragsflauten oder finanzielle Krisen“ herrschten. Die ersten Skizzen zu Nachts im Paradies sind im Taxi entstanden. Schmolke sieht Ähnlichkeiten zwischen Taxifahren und Zeichnen: “Das Suchen einer Fahrtroute ist ähnlich dem Ziehen einer Linie mit dem Stift. Der Fahrgast ist wie ein weißes Stück Papier. Vorerst neutral. Während der Fahrt füllt sich das Blatt mehr und mehr. Bis zum Ende der Fahrt entsteht so ein Bild des Fahrgastes.“

Frank Schmolke: Nachts im ParadiesSchmolkes Comic-Erzählung ist zwar mit klaren schwarzen Linien gezeichnet, doch sind die Bilder wie skizzenhaft geblieben. Es wirkt fast so, als wenn Schmolkes Zeichengeschwindigkeit ähnlich hoch war, wie das Umblätter-Tempo, das er seinen Lesern durch die spannende Erzählung aufzwingt. Die Bilder scheinen sich schmuck- und schnörkellos auf das Wesentliche zu beschränken, entfalten ihre volle Wirkung jedoch erst durch das Großformat, das die Edition Moderne der Veröffentlichung dankenswerterweise spendiert hat.

Frank Schmolke: Nachts im Paradies

Bemerkenswert ist auch, dass Nachts im Paradies, obwohl Schmolke einige selbsterlebte Sequenzen in die 350-seitige Geschichte eingebaut hat, kein Episoden-Comic geworden ist. Die Story vom Taxifahrer Vincent, der sich um seine 16-jährige Tochter sorgt, aber auch nicht gerade als Vorbild taugt, hat Schmolke mitreißend und emotional aufwühlend zu Papier gebracht. Es gibt wenige Comics, die einen so stark mitten ins Geschehen hineinziehen wie dieser!

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Sabrina Schmatz: München 1945 # 4: Geständnisse

Ging es im ersten Band von München 1945 weniger um den vergangenen Krieg und die moralische Aufarbeitung, so werden ernste Themen und fürchterliche Taten und deren Bewertung und Folgen seit dem zweiten Band immer unvermeidlicher. Der historische Kontext scheint immer mehr an Eigendynamik und Präsenz zu gewinnen. Gleichzeitig intensiviert sich auch die Beziehung zwischen Konstanze “Stanzi“ Hofer und dem amerikanischen Sanitätssoldaten Daniel „Dan“ Stevens – romantische Szenen an der Isar inklusive. Sicherlich ist beides für die Geschichte ein großer Gewinn.

Sabrina Schmatz: München 1945 # 4: Geständnisse

Einen nicht ganz einfachen Kontext hat sich da die junge Autorin und Künstlerin Sabrina Schmatz ausgesucht, als sie ihre Liebesgeschichte genau an das Ende des Zweiten Weltkriegs gelegt hat. Krieg bedeutet, dass man auch Stellung beziehen muss zu politischen und moralischen Grundsatzfragen des menschlichen Daseins. Das Dritte Reich ist eben kein Thema, das man leicht behandeln kann.

Sabrina Schmatz: München 1945 # 4: Geständnisse

Liebevoll und prägnant charakterisiert Schmatz die handelnden Personen. Ihre poetischen Bleistift-Zeichnungen wirken skizzenhaft, passen einfach zu Zeit und Stimmung, geben Dynamik und Lebendigkeit. Mit Photoshop bearbeitet Schmatz ihre Bilder noch ein wenig nach. Das verleiht Tiefe.

Sabrina Schmatz: München 1945 # 4: Geständnisse

Schmatz hat 2017 den ICOM Independent Comic Preis in der Kategorie „Herausragendes Artwork“ für ihre Serie erhalten. Zu Recht. Der extreme Kontrast – auf der einen Seite ein verheerender Krieg mit all seinen Grausamkeiten – und auf der anderen Seite die beginnende Liebesgeschichte zweier Menschen – ist ein sehr geschicktes (wenn auch nicht einfaches) Setting.

Sabrina Schmatz: München 1945 # 4: Geständnisse

Der fünfte Band soll zum Comicfestival 2019 in München erscheinen. Ganz schön lange Zeit, wenn man den düsteren und Unheil andeutenden Cliffhanger bedenkt

Norbert Elbers

Klappenbroschur • 64 Seiten • € 8,00 • Verlag Schwarzer Turm

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Bilder vom Comic Café vom 28.01.2018

Hier einige Impressionen von meinem Comic Café, das am Sonntag den 28. Januar 2018 im Münchner Werkstattkino stattfand.

Bilder vom Comic Café vom 28.02.2018

Okin Cznupolowsky eröffnete die Veranstaltung wieder mit der Erkennungsmelodie vom Comic Café.

COMICFESTIVAL IN ANGOULÊME!

Zum 45. Mal fand im französischen Angoulême das größte Comicfestival Europas statt.

COMIC CAFÉPräsident war diesmal der Schweizer Cosey (Jonathan, Auf der Suche nach Peter Pan), der mit einer großen Ausstellung geehrt wurde.

COMIC CAFÉ

Für Manga-Freunde gab es Werkschauen von Osamu Tezuka (Astro Boy) und Naoki Urasawa (Billy Bat, 20th Century Boys).

Bilder vom Comic Café vom 28.02.2018

Wir hatten ganz frische Impressionen von der Veranstaltung anzubieten, die am Tage unseres Comic Cafès zu Ende ging.

Bilder vom Comic Café vom 28.02.2018

Rolf Boyke hat uns aus Angoulême einige beeindruckende Zeichnungen von den höchst unterschiedlichen Besuchern des Festivals mitgebracht.

Bilder vom Comic Café vom 28.02.2018Bilder vom Comic Café vom 28.02.2018Bilder vom Comic Café vom 28.02.2018

TRICKFILME!

Matthias Schäfer stellte ausgewählte Trickfilm-Klassiker vor und kommentierte diese sachkundig . Diesmal beschäftigte er sich damit, was der Meister-Animator Ub Iwerks anstellte, nachdem er sich von Walt Disney trennte.

Bilder vom Comic Café vom 28.02.2018

Außerdem zeigte Matthias seine neuste Eigenproduktion!

Comics lesen!

Fester Bestandteil des Programms ist die Expertenrunde “Comics lesen!“ die sich als Prüfstand für Neuerscheinungen versteht. Regelmäßig und kontrovers diskutiert Gastgeber Heiner Lünstedt in lockerer Runde über aktuelle Comics. Diesmal waren der Comiczeichner Rainer Schneider (Comicaze), Rolf Boyke (alias boy) und Igor Barkan (Zombiac) zu Gast.

Bilder vom Comic Café vom 28.02.2018

Diese Comics standen zur Debatte:

Die Spanier Salva Rubio und Efa versuchten sich an einer Comic-Biografie über MONET.

Monet – Auf den Spuren des Lichts

Hier die Wertung:

Bilder vom Comic Café vom 28.02.2018

Mit Wie ich versuchte ein guter Mensch zu sein präsentierte Ulli Lust eine gleichwertige Fortsetzung ihres Meisterwerks Heute ist der letzte Tag vom Rest Deines Lebens.

Ulli Lust: Wie ich versuchte ein guter Mensch zu sein

Hier die Wertung:

Bilder vom Comic Café vom 28.02.2018

ERKENNEN SIE DIE MELODIE

Zusammen mit Okin Cznupolowsky an der Trompete präsentieren wir wieder unser beliebtes Musik-Quiz ERKENNEN SIE DIE MELODIE.

Bilder vom Comic Café vom 28.02.2018

Zu gewinnen gibt es relativ wertvolle Sachpreise wie Muh-Muhs Sahnebonbons!

Bilder vom Comic Café vom 28.02.2018

Danach fand wie immer ein gemütliches Beisammensein im Fraunhofer statt.

Das nächste Comic Café ist am Sonntag den 25. März 2018 um 18 Uhr.

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Uli Oesterle: Hector Umbra

Mitten in einer wilden Nacht verschwindet Osaka, der beste DJ der Stadt, ganz plötzlich auf höchst merkwürdige Weise, während er in der angesagten Münchner Diskothek Robot Mitchum Platten auflegt. Seinen Freund den Maler Hector Umbra trifft das besonders hart und er beginnt Nachforschungen anzustellen. Dabei erfährt er Dinge über Osaka von denen er zuvor noch nichts wusste. Außerdem erhält Hector einen Anruf von einem verstorbenen Freund und muss feststellen, dass es in der Nähe des Hofbräuhaus eine ihm bisher unbekannte Bar gibt, die nicht ohne Grund Jenseits heißt…

Uli Oesterle: Hector Umbra

Diesen Teil der Geschichte erzählte Uli Oesterle (Kopfsachen, Vatermilch) bereits 2003 in seinem bei der Edition 52 erschienenen großformatigen Album Fern von Osaka, von dem auch eine französische Ausgabe erschienen ist. Carlsen veröffentlichte sechs Jahre später eine kleinformatigere 216-seitige Gesamtausgabe. Hierin wurde das alte Album integriert, allerdings in leicht überarbeiteter Form und um einen Prolog ergänzt. Lettering und Text wurde noch einmal überarbeitet und upgedatet, so wurde aus einem “Plasma-TV“ ein “HD-Ready-TV“. Das nur noch halb so große US-Format bekommt den stark auf Schwarzflächen setzenden und im Riesenformat oft etwas leer wirkenden Zeichnungen von Uli Oesterle sehr gut.

Uli Oesterle: Hector Umbra

Uli Oesterle bezeichnet Hector Umbra als eine Mischung aus Szene und Mystery. Er bedient zwar einige altbekannte Klischees, ironisiert sie jedoch immer wieder in Wort und Bild. Doch bei allem Humor möchte Oesterle seine Geschichte auch als Hymne an die Freundschaft verstehen. Er hat dabei eigene Erlebnisse verarbeitet. Besonders der Tod eines Freundes hat ihn sehr stark zu dieser Geschichte angeregt.

Uli Oesterle: Hector Umbra

Während sich Verlauf (und Sinn) der Haupthandlung nicht immer voll erschließen, überzeugt der eigenwillige und unverwechselbare Zeichenstil. Die nicht mit übersinnlichen Phänomenen geizende Geschichte hat ihren ganz eigenen Reiz dadurch, dass sie nicht in einer beliebigen und anonymen Metropole spielt, sondern unverkennbar in München. So findet das große Finale in der Frauenkirche statt. Auch ansonsten hat Oesterle viele Örtlichkeiten der bayerischen Landeshauptstadt als Handlungsorte eingesetzt. Diese wurden allerdings oft umbenannt und karikierend verfremdet. Dies wirkt besonders reizvoll dadurch, dass Oesterles Zeichenstil überhaupt nichts „typisch deutsches“ an sich hat und vertraute Umgebungen dadurch plötzlich zu etwas völlig Neuem werden.

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Isabel Kreitz Werkschau

Im Köşk München in der Schrenkstraße 8 wird eine große Werkschau von Isabel Kreitz mit knapp 200 Comic-Originalen gezeigt.

Isabel Kreitz Werkschau

Isabel Kreitz Ausstellung

Isabel Kreitz Werkschau

Die Ausstellung läuft noch bis zum 29. Oktober:
Mo – Fr 16 bis 20 Uhr
Sa 14 bis 20 Uhr

Isabel Kreitz Ausstellung

Bei der rauschenden Vernissage am 20.10.2016 war Isabel Kreitz (hier im Bild mit Kurator Rainer Schneider) auch persönlich anwesend.

Isabel Kreitz Ausstellung

Zu sehen sind Arbeiten aus allen Schaffensphasen der Künstlerin.

Isabel Kreitz: Schlechte Laune!

Angefangen von Originalzeichnungen aus der Comic-Reihe um den Hamburger U-Bahn-Surfer Ralf

Isabel Kreitz Werkschau

… oder der 1993 in der Hamburger BILD-Zeitung veröffentlichten Strip-Reihe HEISS UND FETTIG.

Isabel Kreitz Werkschau

Auch Arbeiten aus der gemeinsam mit Eckart Breitschuh und Stefan Dinter realisierten Heftreihe MABUSE waren zu sehen.

Isabel Kreitz Werkschau

Eine echte Rarität sind Comics aus der ab 2001 im Manga-Magazin BANZAI! veröffentlichten Serie HALLOWEENS.

Isabel Kreitz Werkschau

2001 erschien bei Carlsen DIE LEIDENSCHAFT DES HERRN LÜHRS.

Isabel Kreitz Ausstellung

Zu sehen war auch das Original des Titelbilds der Comic-Adaption von Uwe Timms Bestseller DIE ERFINDUNG DER CURRYWURST.

Isabel Kreitz Werkschau

In DIE SACHE MIT SORGE erzählte Isabel Kreitz 2008 von einem in Tokio festhängenden Spion, dem es gelang durch das Weiterleiten der Information, dass Japan nicht plante Russland anzugreifen, bewirkte Sorge, dass die Rote Armee mit stärkeren Verbänden gegen die Deutsche Wehrmacht vorging.

Isabel Kreitz Werkschau

Natürlich wurden auch Seiten aus der von Peer Meter getexteten Mörderballade HAARMANN gezeigt.

Isabel Kreitz Werkschau

Ein ganzer Raum beschäftigt sich mit Isabel Kreitz‘ aktuellem Werk ROHRKREPIERER.

Isabel Kreitz Werkschau

Basierend auf dem Roman von Konrad Lorenz wird hier eine in  der Nachkriegszeit angesiedelte Jugend auf St. Pauli sehr lebendig geschildert.

Isabel Kreitz Werkschau

Ein wichtiges Thema waren natürlich auch Isabel Kreitz`Adaptionen der Kinderbücher von Erich Kästner.

Isabel Kreitz Werkschau

Mitlerweile ist nach „Der 35. Mai„, “Pünktchen und Anton“ und “Emil und die Detektive“ mit “Das doppelte Lottchen“ bereits das vierte Buch aus dieser Reihe erschienen.

Isabel Kreitz Werkschau

Mit diesen Comics hat Isabel Kreitz die Frage beantwortet, wie es ausgesehen hätte, wenn Kästners „Haus-Illustrator“ Walter Trier die Kinderbücher komplett bebildert hätte.

Isabel Kreitz Werkschau

Diese METROPOLIS Illustration entstand für einen in Frankreich bei Casterman veröffentlichten Berlin-Reiseführer.

Isabel Kreitz Werkschau

Ein Besucher war so begeistert, dass er spontan zur Posaune griff.

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Anno Domini – Eine Geschichtensammlung zum 850. Stadtjubiläum Münchens von Comicaze

Auch die orts- (und umlands-) ansässige Comicszene feiert das 850. Stadtjubiläum Münchens. Dies geschah mit einer Ausstellung, die im Rahmen der Aktion „Jung mischt auf“, die im Juli 2008 auf dem Maximiliansplatz zu bestaunen war. Für die damals nicht anwesende Nachwelt und alle Comicfans gibt es außerdem auch noch 850 Kataloge zu je 850 Cent. 15 Comicazler haben sich darin mal mehr mal weniger ernst markante Ereignisse aus der Stadtgeschichte vorgenommen.

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So erklärt z. B. Thomas Gilke ziemlich einleuchtend“ warum erst 850 Jahre München“, Gaelle Liedts und Michael Kompa erzählen vom Werden des Oktoberfestes, Uli Knorr verarbeitet sehr eindringlich Feldpost aus dem Ersten Weltkrieg, Ingrid Sabisch erläutert wie es zum Freistaat Bayern kam, Ralf Palandt erzählt in einer Fotocomic-Variante zu Spiegelmans “Maus“ eine böse Geschichte aus dem Dritten Reich, während sich Peter Knoblich dem Widerstand der “Weißen Rose“ widmet.

Christoph Schöne bebildert ein ihm überliefertes Ereignis aus der Stunde Null und Frank Cmuchal erzählt die ergreifende Geschichte vom Eremiten Väterchen Timofei, dessen Haus mit angeschlossener Kapelle dann doch nicht den Bauarbeiten zur Olympiade 1972 zum Opfer fiel. Insgesamt also eine anregende Zeitreise durch die Münchner Geschichte.

Übrigens treffen sich die „Comicaze“-Macher und alle Comic-Interessierten jeweils am zweiten Mittwoch im Monat in der Münchener Kneipe „Klenze 17“ in der Klenzestrasse 17.


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