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Mamma Mia! Here We Go Again

1999 erlebte das Musical Mamma Mia! seine Premiere in London. Die mit Musikstücken aus dem Fundus der schwedischen Band ABBA bestückte Story um Donna, die nicht weiß, welcher ihrer Ex-Lover der Vater ihrer Tochter Sophia ist, wurde zu einem Welterfolg, der sich knapp 10 Jahre auf der Leinwand wiederholte.

Mamma Mia! Here We Go Again

Die Hauptdarsteller Meryl Streep, Pierce Brosnan, Colin Firth und Stellan Skarsgard trampelten (um es mit den Worten der Kanzlerin auszudrücken) ziemlich auf den Musikstücken von Benny Andersson und Björn Ulvaeus. Doch dies an Karaoke im Urlaub erinnernde Klang-Erlebnis, sowie die teilweise recht unbeholfene Choreographie vor wunderschönen griechischen Naturkulissen, ließen den Film frisch und spontan wirken.

Mamma Mia! Here We Go Again

Da Mamma Mia! in den Kinos 600 Millionen Dollar einspielte, folgte 10 Jahre später die Fortsetzung. Hierzu wurde nicht nur die gesamte Besetzung wieder zusammengetrommelt, sondern sogar ein recht origineller Ansatz gefunden. Richard Curtis, der erfahrene Autor und Regisseur von meisterlichen romantischen Komödien wie Notting Hill oder Tatsächlich… Liebe, hörte auf seine Tochter, als diese meinte, sie würde am liebsten sehen, wie die junge Donna kurz nacheinander die drei “Väter“ von Sophia kennenlernte.

Mamma Mia! Here We Go Again

Die junge Donna wird jetzt recht temperamentvoll von Lily James (Cinderella) gespielt, während Meryl Streep lediglich am Ende des Films einen kurzen Gastauftritt absolviert (sehr viel mehr hat die in der Werbung groß herausgestellt Cher auch nicht zu tun). Anfangs macht das Drehbuch einige Verrenkungen um mehr oder weniger geschickt ABBA-Songs in die Handlung einzubauen, die noch nicht im ersten Film zu hören waren, .

Mamma Mia! Here We Go Again

In Oxford auf Donnas Abschlussfeier singt Donna mit ihren Freundinnen Tanja und Rosie When I Kissed The Teacher. Weiter geht es nach Paris in ein Napoleon-Themen-Restaurant, um dort – richtig geraten – den European-Song-Contest-Erfolg Waterloo schmettern zu können. Doch ganz so blöd geht es dann zum Glück doch nicht weiter.

Mamma Mia! Here We Go Again

Richtig rührend wird es, wenn Lily James die griechische Insel Kalokairi erreicht und dort jenes malerische Haus sieht, aus dem einmal Donnas Traumhotel werden soll. Wenn sich die junge Frau ausmalt, was sie aus dem verfallenen Gebäude machen will, dann passt hierzu recht gut der ABBA-Hit I Have A Dream. Schön auch, dass im Film weniger bekannte Songs wie Andante, Andante zum Zuge kommen, die zeigen, was für ein beeindruckendes Werk das schwedische Quartett in seiner nur 8 Jahre andauernden Karriere hingelegt hat.

Mamma Mia! Here We Go Again

ABBA-Songs galten immer ein wenig als plumpe Trash-Musik. Doch wer in den 70er und 80er Jahren groß geworden ist, kam um die Hits der Gruppe nicht herum, und hat auch sehr viel Schlimmeres hören müssen. Mir hat durch diesen Film eine Wiederbegegnung mit irgendwie doch guten Songs wie Fernando, The Name Of The Game, Dancing Queen oder natürlich Mamma Mia viel Spaß gemacht.

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Der Zauberer von Oz

Die kleine Dorothy lebt mit Onkel Henry und Tante Em auf einer kleinen Farm in Kansas. Plötzlich baut sich ein Wirbelsturm auf. Dorothy und ihr Hund Toto können nicht mehr rechtzeitig in den Schutzkeller flüchten, sondern werden mit dem Farmhaus vom Sturm fortgetragen. Als die ohnmächtig gewordene Dorothy wieder aufwacht befindet sie sich im Lande Oz, das aufgeschlagene Haus hat die böse Hexe des Ostens getötet.

Der Zauberer von Oz

Der zuvor schwarzweiße Film ist jetzt farbig geworden. Um nach Kansas zurückkehren zu können, muss Dorothy zum mächtigen Zauberer von Oz reisen. Unterwegs schließt sie Freundschaft mit einer Vogelscheuche, einem Blechmann und einem furchtsamen Löwen…

Der Zauberer von Oz

Der Erfolg von Walt Disneys Zeichentrickfilm Schneewittchen und die sieben Zwerge spornte MGM dazu sich auch an einem märchenhaften Stoff zu versuchen. L. Frank Baums 1900 erschienenes Kinderbuch Der Zauberer von Oz schien ein ideales Vehikel für Shirley Temple zu sein, doch der Kinderstar stand bei einem anderen Filmstudio unter Vertrag. So bekam schließlich die mit 17 Jahren schon etwas zu reife Judy Garland die Rolle der Dorothy.

Der Zauberer von Oz

Auch für den Zauberer von Oz konnte nicht die Traumbesetzung verpflichtet werden, für W. C. Fields sprang Frank Morgan ein. Ganz so erfolgreich wie Schneewittchen war der Film dann (zunächst) nicht. Doch im Laufe der Jahre wurde er, vor allem durch das Fernsehen, zu einem beliebten Klassiker. Die knallbunten Kulissen des Landes Oz mögen Geschmacksache sein, doch die Idee mit der schwarzweißen Rahmenhandlung ist genial und die Songs – allem voran Somewhere over the Rainbow – sind unvergessliche Evergreens.

Der Zauberer von Oz

Zum 70. Geburtstag erscheint 2009 eine besonders schöne DVD- (und Blu-ray) Edition. Zwei der vier Scheiben, die in einem schmucken Schuber stecken sind identisch mit der 2005 erschienenen Special Edition. Doch die zusätzlichen Extras auf den beiden anderen DVDs sind sehr sehenswert. So gibt es interessante Dokus über den Autor L. Frank Baum und über Victor Fleming, der unmittelbar nach Beendigung der Dreharbeiten von Der Zauberer von Oz die Regie von Vom Winde verweht übernahm. Sehenswert sind auch der TV-Spielfilm The Dreamer of Oz mit John Ritter als L. Frank Baum und die diversen Oz-Stummfilme.

Der Zauberer von Oz

Interessant ist auch eine sehr sorgfältig nachträglich als 3D-Film bearbeitete Version des Films.

Der Zauberer von Oz

Bonusmaterial der Collector’s Edition: Disc 1: Der Spielfilm; Audiokommentar von Historiker John Fricke, ohne deutsche Untertitel; Optionale Tonspur mit Musik und Geräuschen oder Original-Monotonspur; Dolby 5.1 Feature zum Mitsingen; Märchenbuch The Wonderful Wizard of Oz gelesen von Angela Lansbury (10:20 min), wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; Prettier than Ever: Eine Legende wird restauriert (11:27 min); Wir wurden einander noch nicht vorgestellt … Profile der Nebendarsteller (21:24 min); Disc 2: Der wunderbare Zauberer von Oz – Das Making-of eines Klassikers (50:51 min); Erinnerungen an Oz (27:36 min); Die Kunst der Fantasie – Eine Hommage an Oz (29:46 min); Weil es immer wieder verzaubert: Das Vermächtnis von Oz (25:57 min); Amateurfilme von Komponist Harold Arlens (4:37 min); Nicht verwendete Szenen (14:20 min); Ein Wirbelwind! Ein Wirbelwind! Testaufnahmen des Tornados (8:16 min); “From the Vault“ – Drei Filmberichte von 1939: “Another Romance of Celluloid“ (10:30 min), “Metro Studio Tour“ (1:25 min) und über die Oscar-Verleihung (2:13 min); Aufnahmen aus den Tonarchiven: Jukebox, Radiosendungen und Werbung; Fotogalerie; Trailergalerie (11:21 min); Von Chuck Jones animierte Auszüge aus der TV-Serie: „Off to See the Wizard“ von 1967 (3:57 min)

Der Zauberer von Oz

Disc 3: Victor Fleming: Ein wahrer Meister (34:08 min), L. Frank Baum: Der Mann hinter den Kulissen (27:44 min); Hollywood feiert seine größten kleinen Stars! (9:55 min), die Munchkins erhalten einen Stern auf dem Hollywood Boulevard; „The Dreamer of Oz“ (92:48 min), ein TV-Film von 1990 mit Annette O´Toole und John Ritter als L. Frank Baum, „The Wonderful Wizard of Oz“ (13:18 min), Stummfilm von 1910 mit Musik; „The Wizard of Oz“ (8:10 min), ein Cartoon von 1933, der ebenfalls in Schwarzweiß beginnt und dann das Land Oz in Technicolor zeigt; Disc 4: His Majesty, The Scarecrow of Oz“ (59:04 min), Stummfilm von 1914 mit Soundtrack, inszeniert von L. Frank Baum; „The Magic Cloak of Oz“ (41:28 min), Stummfilm von 1914 ohne Soundtrack, produziert von L. Frank Baum; „The Patchwork Girl of Oz“ (48:30 min), Stummfilm von 1914 ohne Soundtrack, produziert von L. Frank Baum; „The Wizard of Oz“ mit Larry Semon und Oliver Hardy als Tin Man (71:51 min), Stummfilm von 1925 mit Soundtrack

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Mamma Mia!

Auf der idyllischen griechischen Insel Kalokairi bereitete die etwas gluckenhafte alleinerziehende Mutter Donna (Meryl Streep) die Hochzeit ihrer Tochter Sophie (Amanda Seyfried) vor. Doch diese möchte endlich erfahren, wer eigentlich ihr Vater und daher lädt sie die drei dafür in Frage kommenden Herren (Pierce Brosnan, Colin Firth, Stellan Skarsgard) ohne Wissen ihrer Mutter zu den Feierlichkeiten ein.

Mamma Mia!

Das ist ein durchaus solides Grundgerüst für eine turbulente romantische Komödie, doch speziell in der ersten Hälfte des Filmes wird Turbulenz leider ziemlich häufig mit Hysterie verwechselt. Andauernd rennen Menschen wild kreischend aufeinander zu und brüllen sich zu, wie sehr sie sich freuen sich endlich wieder zu sehen. Vielleicht soll dieser „Kunstgriff“ dem Zuschauer helfen zu verstehen, dass jemand der so drauf ist auch jederzeit völlig grundlos mit dem Absingen von ABBA-Liedern beginnen kann.

Mamma Mia!

Dass es durchaus klappen kann, wenn versucht wird möglichst viele Songs einer Erfolgsband in eine Handlung zu quetschen, hat kürzlich die Beatles-Revue Across the Universe bewiesen. Doch da war die begnadete Julie Taymor (Frida) am Werk, die Geschmack und Rhythmus hat. Bei Mamma Mia! hingegen hüpft meistens – im Stile von deutschen 70er-Jahre Schlagerfilmen wie Musik, Musik, da wackelt die Penne – eine Laienspielschar völlig alleingelassen vom Choreografen durch hübsche Naturkulissen.

Mamma Mia!

Okay, wir wollen nicht nur gemein sein, denn am Film waren ja auch jene Menschen beteiligt, die dafür sorgten, dass das 1999 in London gestartete Bühnenmusical Mamma Mia! zu einem weltweiten Erfolg wurde. Durch bisher mehr als 30 Millionen Besucher ist die Show für Benny Andersson und Björn Ulvaeus mittlerweile sogar lukrativer als die immer noch sehr üppigen ABBA-Tantiemen. Will sagen, wenn soviel Fliegen bzw. Mücken zusammenkommen, muss ja wohl irgendwas dran sein.

Mamma Mia!

Dies ist auch so, denn wer die erste Hälfte des Filmes schadensfrei überstanden hat, bekommt doch noch ein paar hübsche Sachen zu sehen. So setzt Julie Walters ihre nicht vorhandene Gesangsstimme sehr gefällig in Szene und nachdem die nicht mehr ganz junge Christine Baranski einen Haufen sehr männlicher Teenies am Strand zu Does Your Mother Know um den Verstand getanzt hat, hätte ich daheim wohl auf die Repeat-Taste gedrückt.

Mamma Mia!

Auch das Finale vorm Altar ist auf seine rührende Art zwar routiniert, aber immerhin routiniert. Muriels Wedding bleibt weiterhin der definitive ABBA-Film, doch spätestens, wenn im Abspann die Hauptdarsteller entfesselt in Glitzerklamotten performen macht auch Mamma Mia! Bock auf Schweden-Rock.

Mamma Mia! Here We Go Again

10 Jahre später folgte die Fortsetzung Mamma Mia! Here We Go Again. Hierzu wurde nicht nur die gesamte Besetzung wieder zusammengetrommelt, sondern sogar ein recht origineller Ansatz gefunden. Erzählt wird wie die junge Donna kurz nacheinander die drei “Väter“ von Sophia kennenlernte.

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Udo Lindenberg: Hinterm Horizont- Das Musical über das Mädchen aus Ostberlin

Udo Lindenberg hat wohl tatsächlich jenes von ihm besungene “Mädchen aus Ostberlin“ getroffen, mit dem er gerne “vielleicht auch mal etwas länger, vielleicht auch mal etwas enger“ zusammen gewesen wäre. Doch leider hatte er nur ein Tagesvisum für die Hauptstadt der DDR. Ganz gewiss hat er das ostdeutsche Mädchen nicht am 25. Oktober 1983 kennengelernt, auf jenem legendären Konzert im Palast der Republik in dem er sich mit dem Aufruf zu beidseitiger Abrüstung die Chancen auf eine DDR-Tournee mit einer „Rock-Arena in Jena“ verbaute.

Udo Lindenberg: Hinterm Horizont- Das Musical über das Mädchen aus Ostberlin

Doch auf der Musical-Bühne im Theater am Potsdamer Platz, fast direkt an der ehemaligen Berliner Mauer, ist ein Udo Lindenberg zu sehen, der die Jungpionierin Jenny während jenes Konzerts als Mitglied eines FDJ-Chores kennen und lieben lernt. Es kommt zu einer zweiten Begegnung in der “Wahnsinns Hully Gully Stadt “ Moskau, was schließlich zur Geburt eines Sohnes führt. Jenny verschweigt Udo dies und verweigert der Stasi die Mitarbeit, wird aber trotzdem in den Akten als IM geführt, was Udo zu Ohren kommt. Doch etliche Jahre später kommt es zu einer schicksalhaften Begegnung im Hamburger Hotel Atlantik.

Udo Lindenberg: Hinterm Horizont- Das Musical über das Mädchen aus Ostberlin

Natürlich wird Udo Lindenberg nicht von Udo Lindenberg gespielt, aber er gab dem Musical “Hinter dem Horizont“ seinen Segen und (was noch wichtiger ist!) seine Songs. Thomas Brussig, der Drehbuchautor von “Sonnenallee“ und Ulli Waller vom Hamburger St. Pauli Theater bastelten aus mehr als zwanzig Lindenberg-Liedern eine eher heitere, manchmal auch etwas alberne Geschichte, mit gelegentlichen Schnittpunkten zur Realität.

Udo Lindenberg: Hinterm Horizont- Das Musical über das Mädchen aus Ostberlin

Der bühnentechnische Aufwand ist gewaltig, immer wieder schwebt vom Bühnenhimmel ein überdimensionaler Lindenberg-Hut herab, während im Hintergrund Hammer und Zirkel prangen oder ein ostdeutsches Wohnzimmer herein geschoben wird. Der Sinn einiger choreographischer Darbietung will sich nicht so recht erschließen und so mancher Song wird etwas übereilt zu Ende gebracht. Doch insgesamt ist “Hinter dem Horizont“ eine äußerst gelungene Veranstaltung, die den einzigen gesamtdeutschen Rockstar gebührend und mitreißend feiert.

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